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Dienstag, 12. März 2019

Die Stunde der Inseltöchter von Sarah Morgan

Klappentext:
Lauren liebt ihre Bilderbuchfamilie, ihr organisiertes Leben und ihr Haus in Notting Hill. Nur manchmal, wenn sie über die makellosen Wände streicht, fühlt es sich an wie ein Kartenhaus, das jeden Moment in sich zusammenfallen könnte. Dann denkt sie an die ungeheuerliche Lüge, die sie und ihre Tochter für immer entzweien würde - und an ihre Familie auf der malerischen Insel Martha’s Vineyard, der sie den Rücken gekehrt hat. Lauren wahrt den schönen Schein. Doch als eine Tragödie sie für einen Sommer zurück auf ihre Heimatinsel führt, treten schicksalshafte Wahrheiten ans Tageslicht - und Lauren muss herausfinden, was Familie und Liebe wirklich bedeuten.

Von Sarah Morgan sind wir uns Freundinnen-Serien gewöhnt. Nun hat sie einen neuen Weg eingeschlagen und einen Einzelband herausgebracht. 

Schon das Cover lässt ahnen, dass die Geschichte ein wenig anders verläuft, als bisherige Sarah-Morgan-Romane. Dem Cover mit dem eher grauen, bewölkten Himmel und dem leicht unruhigen Meer fehlt die Leichtigkeit und macht nachdenklich. Und tatsächlich, von Anfang liegt etwas in der Luft auf der Insel vor Massachusetts. Es sind Geheimnisse, ganz viele, die endlich ans Tageslicht kommen wollen.

"Die Stunde der Inseltöchter" handelt von zwei Schwestern. Die eine wohnt in London mit Mann und Kind, die andere auf der amerikanischen Insel mit Mann und Kinderwunsch.

Lauren freut sich, bald als Innendekorateurin tätig zu sein. Gerade bereitet sie in London gerade das Geburtstagsfest für ihren Mann vor. Schon seit einigen Wochen scheint Tochter Mack komisch drauf zu sein, auch Ed ist anders als sonst, müde und reizbar.

Jenna ist jünger als Lauren, heiratete ihre erste und grosse Liebe Greg und blieb auf der Insel sesshaft, arbeitet als Lehrerin und mag ihren Job. Sie hat einen unbändigen Kinderwunsch, der ihr Leben extrem belastet.

Nancy hat keine gute Beziehung zu ihren beiden Töchtern. Als Malerin war sie oft unterwegs, zuhause war sie beschäftigt. Spass hatten ihre Kinder nur mit ihrem Vater. Auch Jahre später ist der Besuch der Mutter eher ein Muss als ein Vergnügen.

Jede der Frauen erzählt ihre Geschichte selbst, abwechselnd kommen sie in den Kapiteln zu Wort. Sie kennen sich sehr gut, und doch gelang es allen Geheimnisse voreinander zu haben. Als das Schicksal unverhofft zuschlägt, vereint es die Frauen in ihrem Elternhaus, einem Kapitänshaus auf Martha's Vineyard. Wie in einem Dominospiel werden, kaum wird das erste Geheimnis gelüftet, weitere Dominosteine zu Fall gebracht.

Wie die einzelnen Familienmitglieder und das nähere Umfeld damit umgehen, hat die Autorin schön geschildert. Die Verletzlichkeit der Charaktere, den Mut mit allem Neuen von vorne zu beginnen, zwischen Neuem und Alten zu stehen, zweite Chancen zu packen - das alles bringt Sarah Morgan enorm gut aufs Papier.

Während das, was bisher verschwiegen wurde und nun ans Licht kommt, Dramatik bietet, sorgt das Setting auf der Insel mit Strand, Meer und Schiffen für eine gewisse Heiterkeit und versteckten Optimismus. Für mich ist es der intensivste Sarah-Morgan-Roman bisher, ich habe ihn regelrecht verschlungen.

Fazit: Mit Leidenschaft erzählte dynamische Familiengeschichte vor einer wundervollen Kulisse.
5 Punkte. 



Samstag, 10. April 2021

Sommerleuchten am See von Sarah Morgan

Klappentext:
Von Kindesbeinen an waren Becca und Clare beste Freundinnen. Doch kurz vor Beccas Tod hatten sie Streit, und Clare konnte sich nicht versöhnen. Für sie ist es trotzdem keine Frage, dass Beccas Mann Jack und ihre Kinder wie jedes Jahr den Sommer bei ihr und ihrer Familie am malerischen See im Lake District verbringen. Auch wenn Jack eine neue Frau mitbringt – was ihr, aber besonders der ältesten Tochter Izzy zu schaffen macht. Und dennoch scheint diese Flora genau der richtige Mensch zu sein, der da ist, als dunkle Geheimnisse aus der Vergangenheit ans Licht kommen.



Schauplätze des neuen Romans von Sarah Morgans sind Brooklyn NYC und der britische Lake District. 

In New York wohnt Floristin Flora, die sich mit Jack anfreundet, nichtahnend, was er für eine Geschichte hinter sich hat. Jack ist Witwer und Vater zweier Mädchen, von der siebenjährigen Molly und von Izzy, die gerade 17 wird. Später in der Geschichte reisen sie alle zusammen nach England zu Clare und ihrer Familie. Hier wollen sie drei Wochen Sommerferien verbringen, so wie es seit jeher Tradition war. Denn Clare war die beste Freundin von Becca, Jacks verstorbener Frau. 

Der Roman wird aus drei Perspektiven erzählt: Clare, Izzy und Flora.
 
Clare hat Bedenken Flora gegenüber, doch sich mit Flora anzufreunden, fällt ihr viel leichter als gedacht. Obwohl Clare es in ihrem Inneren weiss und oft auch von ihrer Mutter gesagt bekam, merkt Clare erst jetzt, wie das mit ihrer Freundschaft zu Becca wirklich lief. 

Izzy versuchte nach dem Tod ihrer Mutter, zuhause in den Staaten, die kleine Familie zusammen zu halten und sich unentbehrlich zu machen. Von Flora fühlt sie sich deshalb bedroht. Jack macht die Augen zu und denkt es sei normales Teenagerverhalten, obwohl ihn Flora oft darauf anspricht.

Flora kennt sich mit Trauer aus. Auch mit dem Gefühl, nicht gewollt zu sein. Sie ist liebenswürdig, aber auch sehr einsam, denn die Zeit hat sie geprägt und Flora verbiegt sich oft, um zu gefallen und gemocht zu werden. Irgendwann ist aber der Punkt da, wo das nicht mehr geht und sie vor einer Entscheidung steht.

Ein Sommer ohne Becca, dafür mit Flora - das ist nicht für alle der Beteiligten einfach. Insbesondere für Clare und Izzy. Beide hüten ein Geheimnis über Becca und denken, es wäre besser zu schweigen. Doch dann kommt alles ans Licht.

Sarah Morgan bietet starke Figuren, eine tiefgründige Geschichte, die mit viel Humor aufgelockert ist. Das Setting, das Haus am See, ist bezaubernd. 

"Sommerleuchten am See" ist ein kleines Familiendrama, in dem es um Verlust, Akzeptanz, Wut, Selbstliebe und Ehrlichkeit geht. Alles wurde realistisch geschildert, mir war an einigen Stellen aber zu viel Drama dabei. 

Dieser Roman hier ist ein bisschen anders, als von Sarah Morgen gewohnt. Es gibt bessere Romane von ihr, dennoch habe ich ihn gern gelesen. 

Fazit: Ein Roman mit starken Charakteren, tiefgründig, aber ein wenig anders, als von Sarah Morgan gewohnt. 
4 Punkte. 




Dienstag, 29. September 2020

Eine Weihnachtshochzeit im Schnee von Sarah Morgan

Klappentext:
Im verschneiten Aspen soll Rosies Hochzeit stattfinden. Doch dem steht mehr im Weg, als alle ahnen: Die Eltern der Braut stehen selbst kurz vor der Scheidung und wollen nur genau bis nach den Feierlichkeiten den Schein wahren. Die Schwester der Braut hält die Eheschließung für einen Fehler und will Rosie davor bewahren, verliebt sich aber unsterblich in den Trauzeugen. Und die Braut selbst hat auch schon kalte Füße! Je näher der große Tag rückt, desto höher schwappen die Emotionen. Dieses Weihnachtsfest wird für jeden in der Familie unvergesslich!




"Eine Weihnachtshochzeit im Schnee" macht Spass sagt Katies Mitbewohnerin, sagt ebenfalls Rosies Schwiegermutter in Spe, sagt auch Rosie. 

Doch Roses Mutter Maggie und Rosies Schwester Katie halten das für keine gute Idee - Rosie kennt Dan doch erst seit einer Handvoll Monaten und jetzt soll schon geheiratet werden? Dazu noch an Weihnachten und in den USA, anstatt zuhause im Honeysuckle Cottage nahe Oxford Weihnachten zu feiern wie immer. 

Nach den Telefonaten mit ihren Verwandten ist sich auch Rosie nicht mehr so sicher. Auch ihr geht es doch ein wenig zu schnell und immer öfter fällt ihr auf, dass sie eigentlich gar nicht so viel über Dan weiss und umgekehrt. Doch jetzt noch einen Rückzieher machen?

Derweil reisen ihre Eltern an. Zusammen, obwohl sie sich vor einiger Zeit getrennt haben, es ihren Töchtern aber noch nicht gesagt haben und gerade ist der Zeitpunkt ja auch schlecht. Die kratzbürstige Katie ist froh, kann sie alleine fliegen, denn nach einem traumatischen Erlebnis vor einigen Wochen ist sie nicht mehr dieselbe und will nun vor allem die Hochzeit ihrer Schwester verhindern. Und dann treffen sich alle in Aspen in einer Schneelandschaft und müssen sich ihrem Innenleben stellen. 

Wem das Setting der Snow Crystal-Serie gefallen hat, wird sich auch hier wohlfühlen, denn auch hier liegt viel Schnee und die Baumhäuser müssen der Beschreibung nach einfach bezaubernd sein. 

Viel Zeit um das winterliche Ambiente zu geniessen, bleibt den drei Frauen nicht, sie alle haben einiges zu tun, um ihre Probleme zu lösen. Abwechselnd erzählt Sarah Morgan von Maggie, Katie und Rosie und bringt die Story auf den Punkt. 

Es sind unterschiedliche, meistens liebenswerte und sehr bodenständige Charaktere, die die Autorin in "Eine Weihnachtshochzeit im Schnee" zusammenbringt. Am wenigsten spürbar für mich war Dan, umso mehr sein Trauzeuge Jordan. Sarah Morgen lockert die emotionale Geschichte mit humorvollen Dialogen und Szenen auf, erklärt gut, wieso Katie so abgeht und legt eine runde Story, so wie wir es von ihr gewohnt sind, vor. 
 
Einmal mehr ein super schöner und herzerwärmender Weihnachtsroman von Sarah Morgan und deshalb:

Fazit: Kuscheldecke ausbreiten, Tee aufsetzen, Kaminfeuer-Atmosphäre schaffen und die nächsten Stunden lesend in der Snowfall Lodge verbringen! 
4.5 Punkte. 


Dienstag, 21. September 2021

Das Fest der Weihnachtsschwestern von Sarah Morgan

Klappentext:
Den Schwestern Samantha und Ella Mitchell ist die Weihnachtszeit heilig. Jedes Jahr verbringen sie die Feiertage gemeinsam, backen Kekse und schmücken gemeinsam den Baum. Dieses Jahr aber haben sie einen unerwarteten Gast: ihre Mutter, die sie seit dem großen Streit vor fünf Jahren eigentlich nur noch aus dem Fernsehen kennen. Kann es sein, dass sie wirklich neue Prioritäten setzen und doch eine Rolle im Leben ihrer Töchter spielen will? Samantha und Ella geben ihr eine letzte Chance und treffen sie im romantisch verschneiten Schottland. Schließlich ist ja Weihnachten! 



Im Nachwort wünscht sich Sarah Morgan, dass ihr Roman den Leserinnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert - das hat es mir, und wie!

Gayle Mitchell ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau mit eigener Beratungsfirma. Ehrgeiz und Karriere sind ihr höchstes Ziel, andauernde Selbstoptimierung ihr Wunsch für alle Frauen. Doch noch nie hat sie sich Gedanken darüber gemacht, dass andere Menschen glücklich sind mit ihrem Leben, mit "einfachen" Jobs und so wie es ist, ohne wenn und aber. 

Als Gayle nach einem Sturz verletzt auf die Sanitäter wartet, denkt sie auf einmal an ihre Töchter, zu denen sie seit fünf Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Samantha und Ella werden kontaktiert - im Spital teilt Gayle ihnen mit, Weihnachten mit ihnen feiern zu wollen. 

Samantha und Ella fallen aus allen Wolken und denken erst, sie hätten eine fremde Frau vor sich und nicht ihre Mutter. Denn Gayle ist in etwa vergleichbar mit Ebenezer Scrooge, kaltherzig und Weihnachten verachtend. Geschenke und alles was zum Fest der Liebe gehört findet sie nutzlos und nun will sie plötzlich die Feiertage mit ihnen verbringen? Die Schwestern trauen der "neuen" Gayle nicht, dennoch entscheiden sie sich für gemeinsame Weihnachtsferien in Schottland. 

Dort will Samantha ein Anwesen mit eigenen Augen sehen, denn sie führt ein Reisebüro, welches sich auf Winterreisen spezialisiert hat und ist immer auf der Suche nach geeigneten Unterkünften für ihre Kundschaft. Blöderweise führte sie vor der Reise ein peinliches Telefonat mit dem Besitzer und fühlt sich deshalb nicht sehr wohl, ihm unter die Augen zu treten.

Ellas Leben hat sich in den letzten fünf Jahren enorm geändert - ihre Mutter hat keine Ahnung davon und Ella scheut sich davor, ihrer Mutter aus ihrem Leben zu erzählen, denn sie weiss, dass Gayle diesen Lebensstil nicht gutheisst. 

"Das Fest der Weihnachtsschwestern" erzählt eine Geschichte, die Dickens alle Ehre macht, dabei aber noch viel Romantik enthält. Dafür sorgt vor allem das ansprechende Setting in den schottischen Highlands, aber auch die McIntyres, denen die Kinleven Lodge gehört. 

Brodie ist ein sympathischer Mann, der die Gemütslagen seiner Mitmenschen genau spürt. Dies hat er wohl von seine Mutter Mary, die es liebt zu kochen und zu backen und gastfreundlich zu sein - das pure Gegenteil von Gayle. Man ist zweifelsohne gespannt, wie die beiden Frauen sich begegnen werden.

Der Roman hat alles was eine gute Wintergeschichte braucht: tolle Charaktere, eine interessante Familiengeschichte, ein bisschen Liebe, Schnee, Rentiere, ganz viel Gefühl und noch mehr Tiefgang.

Diese wunderbare Story von Sarah Morgan möchte man nach dem Zuklappen gleich wieder Aufklappen und nochmals lesen. Wenn ihr dieses Jahr nur einen oder zwei Weihnachtsromane lesen wollt, dann sollte es unbedingt "Das Fest der Weihnachtsschwestern" sein - ein Must-Read für alle Weihnachtsromane-Fans. 

Fazit: Der perfekte Roman, um die Weihnachtszeit einzuläuten und mit einer zauberhaften schönen Geschichte, welche am Ende mit einem Lächeln auf den Lippen zugeklappt wird.
5 Punkte. 



Mittwoch, 31. August 2016

Lesebiografie August 2016

- Engelsgrube (Pia Korittkis 2.Fall) von Eva Almstädt 
- Blaues Gift (Pia Korittkis 3. Fall) von Eva Almstädt 
- Zwischen Vernunft und Sinnlichkeit von Sarah Morgan 
- Einmal hin und für immer von Sarah Morgan 
- Für immer und ein Leben lang von Sarah Morgan 
- Herbstleuchten von Debbie Macomber 
- Wolkenküsse von Debbie Macomber 
- Ein wunderbarer Sommer von Kerry Fisher 
- Die Tote am Lago Maggiore von Bruno Varese
- Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westen von J. Ryan Stradal 
- Sonnensegeln von Marie Matisek
- Tödliche Tramontane von Yann Sola 
- Leuchtturmmord von Katharina Peters 
- Die Honigtöchter von Cristina Caboni 
- Jules Welt 1 - Das Glück der handgemachten Dinge von Marina Boos 

Freitag, 11. November 2016

Für immer und einen Weihnachtsmorgen von Sarah Morgan (Puffin Island 3)

Klappentext:
Skylar hat noch nie verstanden, warum der TV-Historiker Alec von allen verehrt wird. Schließlich macht er keinen Hehl daraus, dass er sie nicht mag. Doch als das Schicksal ihr am Ende des Jahres dazwischenfunkt, muss sie Heiligabend ausgerechnet mit ihm verbringen. Und bald stellt Skylar fest: Nicht nur seiner Familie gelingt es, ihr Herz zu berühren. Auch Alec zeigt eine andere, zärtliche Seite von sich. Hat sie sich in ihm getäuscht? Oder ist es nur die verschneite Schönheit von Puffin Island, die sie auf ein Fest der Liebe hoffen lässt?



Puffin Island im Schnee - doch zuerst begleiten wir Skylar zu ihrer Ausstellung nach London. Da Alec Hunter gerade in London weilt, schickt Brittany ihn als "Vertretung" zur Vernissage. Dass Skylar und Alec nicht auskommen ist bekannt. Dennoch rettet Alec Skylar aus einer blöden Situation mit ihrem Verlobten Richard und nimmt sie mit zu seinen Eltern. Das sorgt für einige (für den Leser witzige) Missverständnisse. Alec hat Angst, dass es Skylar zu langweilig ist, aber alleine in London lassen will er sie nicht. Sky ist total begeistert vom Haus, den Hunden und seiner Familie - sie wird herzlich empfangen. 

Die Hunters feiern die Adventszeit so, wie Skylar es sich von Kindesbeinen an in ihren Träumen wünschte, bisher aber noch nie erlebt hat. Ihren Eltern geht es nur um Geld und Einfluss und statt ein persönliches kleines Weihnachtsfest im Kreise der Verwandten werden einflussreiche Persönlichkeiten eingeladen. Umso mehr geniesst Skylar die winterlichen Tage in den Cotswolds. Viel zu schnell sind sie vorbei und Alec und Skylar machen sich auf den Weg Richtung Flugfafen. Skylar muss zu ihrer Familie nach New York und Alec möchte Weihnachten arbeitend in seinem Haus auf Puffin Island verbringen.

Sarah Morgan hat im dritten Teil der Puffin Island-Serie erneut überzeugt. Mir hat sehr gefallen, dass sich in diesem Band nicht alles (zwar immer noch oft, aber nicht mehr fast ausschliesslich wie in den ersten beiden Teilen) in der Horizontale abspielt, sondern viel über Emotionen diskutiert wird und die Beziehungs-Traumas der beiden Protagonisten genau aufgearbeitet werden:

Skylar will ihren Eltern gefallen und rebellliert nicht wirklich. Erst mit Unterstützung ihrer Freunde und der Begegnung mit Alecs Familie steht sie für sich ein. Dass Richard nicht zu ihr passt, ist ihr schon lange klar. Sie wird und wurde weder von ihren Eltern noch Richard geschätzt und respektiert. Sie ist nur ein hübsches Accessoires, das sich unterordnen soll. Als Künstlerin erfolgreich, doch ein Nichts in den Augen ihrer Familie. Ein Schlüsselsatz, der viel aussagt: "Da war die eine Frage, die ihre Mutter ihr nicht gestellt hatte... Sie hatte nicht einmal gefragt, wie es ihrer Tochter ging."

Doch auch Alec ist verletzt, seine Ex-Frau passte so gar nicht zu ihm und in diesem Band enthüllt Sarah Morgan endlich die ganze Story um diese katastrophale Ehe, die in den vorherigen Büchern schon angedeutet wurde. 

Auf den ersten Blick sind Skylar und Alec extrem unterschiedliche Typen, auf den zweiten Blick sehen sie, dass sie eigentlich ganz ähnliche Ansichten und Wünsche ans Leben haben: die Freiheit, den Beruf auszuüben, für den sie sich entschieden haben und die Person sein dürfen, die sie sind, ohne Erwartungshaltungen anderer zu erfüllen. Die Autorin behandelt die Themen Respekt, Talent und Achtung des Gegenübers. 

Brittany und Emily und alle anderen Bekannten von Puffin Island sind auch in "Für immer und einen Weihnachtsmorgen" anzutreffen, alle sind hier passende Nebenfiguren. 

Nach "Einmal hin und für immer" dachte ich, es sei schwer das Buch zu toppen. Aber dieser dritte Teil hat es geschafft: es ist ein wunderbarer Abschluss der Puffin Island-Serie.

Fazit: Verdientes Finale mit viel Schnee und Gefühl  - ein schöner Abschluss, der einen in weihnachtliche Stimmung versetzt und somit die perfekte Dezemberlektüre!
5 Punkte. 

Vielen Dank an Mira Taschenbuch Verlag!

Reihenfolge: 
Prolog: Zwischen Vernunft und Sinnlichkeit
Band 1: Einmal hin und für immer
Band 2: Für immer und ein Leben lang
Band 3: Für immer und einen Weihnachtsmorgen

Mittwoch, 10. August 2016

Zwischen Vernunft und Sinnlichkeit von Sarah Morgan (Puffin Island Prolog)

Klappentext:

Von der großen Liebe träumen? Damit ist jetzt Schluss! Zu oft wurde der jungen Archäologin Lily Rose das Herz gebrochen. Ab jetzt will sie nur noch Affären, und zwar ohne Gefühl. Als ausgerechnet ihr Boss, der überirdisch attraktive Milliardär Nik Zervakis, sie auf die Eröffnungsgala des neuen Museums entführen will, startet Lily ihre "Mission Eisberg". Von dem coolen Playboy kann sie die Kunst des One-Night-Stands sicher am besten lernen. Und wirklich genießt Lily den sinnlichen Zauber seiner erfahrenen Hände, bis sie spürt, Niks verlangender Blick trifft sie mitten ins Herz.



Dieser Kurzroman ist quasi ein Auftakt zu der neuen "Für immer"-Serie von Sarah Morgan. Der Roman kann aber auch gut nach dem ersten Teil gelesen werden, so wie ich es tat, denn er spielt in etwa zeitgleich wie der erste Teil "Einmal hin und für immer" und endet perfekt getimt am Anfang von "Für immer und ein Leben lang".

Die Geschichte spielt in Kreta wo Lily zusammen mit Brittany als Archäologin arbeitet. Da ihr Stipendium ausläuft und Geld zu verdienen, arbeitet Lily zusätzlich zwei Tage die Woche als Praktikantin in der Firma ZervaCo. und manchmal abends als Putzfrau. So kommt es, dass sie eines Tages die Hightech-Dusche in einer Villa putzen soll und kurz darauf pflutschnass dem extrem attraktiven Nik Zervakis, dem Besitzer der Villa und der Firma gegenüber steht. 

Die beiden teilen ähnliche Erfahrungen in der Kindheit, doch sie gehen damit extrem unterschiedlich um. Schnell lassen sich beide auf ein gewagtes Experiment ein.

Es hagelt von scharfzüngigen amüsanten Dialogen und enorm vielen Bettszenen. Ich mag Romane, die sich hauptsächlich in der Horizontalen abspielen eigentlich nicht - oft hab ich das Gefühl, dass diese Szenen als Füller benutzt werden. Da hier aber "Sex ohne Gefühle" Hauptthema ist, geht es natürlich nicht ohne und sind logischerweise zentraler Mittelpunkt. Doch die ganze Geschichte ist derart witzig und frech geschrieben, dass ich rein gar nichts auszusetzen habe und mich während der Lektüre herrlich amüsiert und oft gelacht habe. Viel zu schnell waren die 135 Seiten ausgelesen. 

Fazit: Eine entwaffnend witzige Einstimmung auf die neue Serie von Sarah Morgan.  
5 Punkte.


Reihenfolge der Puffin Island-Serie:
Prolog: Zwischen Vernunft und Sinnlichkeit (Lily)
Teil 1: Einmal hin und für immer (Emily)
Teil 2: Für immer und ein Leben lang (Brittany)
Teil 3: Für immer und einen Weihnachtsmorgen (Skylar)

Donnerstag, 2. Mai 2024

TTT Top Ten Thursday 02.05.24 - Zeige 10 Buchtitel, die mit V beginnen

Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtitel, Buchcover oder ähnlichem erstellt. 



Zeige zehn Bücher, deren Titel mit dem Buchstaben V beginnen

Heute hätte ich eine SuB-Variante und eine Gelesen-Variante hinbekommen - ich zeig euch die gelesenen Bücher, deren Titel mit V beginnen. In dieser Variante sind viele "Verliebt" und zwei "Vier" dabei, die SuB-Variante wäre abwechslungsreicher gewesen. 





Zu den Rezensionen:
- Vermisst von Dror Mishani
- Vier Frauen und ein See von Viola Shipman
- Vier Signoras und ein Todesfall von Giulia di Fano
- Venner von Franziska Hidber und Christian Ruch
- Veranda zum Meer von Debbie Johnson
- Verliebt in Bloomsbury von Anne Darling
- Verliebt in Paris von Kate Klise
- Via dell'Amore von Mark Lamprell
- Viviens himmlisches Eiscafé von Abby Clements

Freitag, 4. Oktober 2019

Die Zeit der Weihnachtsschwestern von Sarah Morgan

Klappentext:
Suzanne McBride hat nur einen Weihnachtswunsch: ihre drei Töchter in ihrem Haus in den schottischen Highlands bei sich zu haben. Und tatsächlich: Posy, Hannah und Beth - so unterschiedlich wie die Plätzchen in der Keksdose - wollen sich wieder unter einer Tanne treffen. Suzanne ist entschlossen, ihnen das perfekte Weihnachtsfest zu bescheren … bis eine Grippe sie ans Bett kettet. Jetzt müssen die Schwestern einspringen. Während die eine oder andere dabei das Fest der Liebe sogar von seiner romantischen Seite kennenlernt, treten bei allen verborgene Geheimnisse und Konflikte ans Tageslicht. Bald wird ihnen klar: Wenn Weihnachten gelingen soll, müssen die McBride-Frauen erst das verlorene Band ihrer Familie wiederfinden.


Nach all den Serien von Sarah Morgan ist es schön, wieder einmal einen Einzelband als Weihnachtsroman von ihr zu lesen. Dafür wechselt die Autorin sogar den Kontinent und nimmt uns mit ins schottische Hochland kurz vor Weihnachten. 

Suzanne und Stewart freuen sich, dass ihre Töchter Hannah und Beth aus New York an Weihnachten nach Hause kommen. Obwohl man bei Hannah ja nie weiss, da sie mit ihrem Job verheiratet ist und letzte Weihnachten abgesagt hat. Aber dieses Jahr sorgen andere Überraschungen für das weihnachtliche Familienchaos.

Hannah, die ältestes der drei Schwestern, arbeitet in New York. Sie lässt keine Nähe zu, kontrolliert ihre Gefühle und geht auf Distanz zu ihrer Familie, aber auch zu allen anderen Menschen. Nur bei ihrem Arbeitskollegen Adam kann sie manchmal ihre Maske fallen lassen. 

Beth lebt mit ihrem Mann Jason und ihren zwei kleinen Töchtern ebenfalls in New York. Sie beschützt ihre Töchter und ihr Umfeld viel zu stark, sie ist überängstlich. Darüber hinaus fühlt Beth sich nicht wertgeschätzt seit sie als Familienfrau ihre Töchter erzieht. Jason versteht nicht, wieso Beth wieder arbeiten gehen will. Ihre Probleme sind real, Beth reagiert nach einem Streit heftig - und absolut verständlich. Doch in anderen Situationen nervt sie, weil sie nicht richtig zuhört und ihre Gedanken sich nur um sie drehen. 

Die jüngste ist Posy. Als einzige Tochter lebt sie in der Nähe ihrer Eltern in einem umgebauten Stall und vermietet die Wohnung nebenan. Momentan hat sich ein Autor für vier Monate eingemietet. Luke und Posy teilen ihre Liebe zum Outdoorsport. So wird er auch gleich zu Übungen des Bergrettungsdienst mitgeschleppt, bei dem Posy und ihr Vater Stewart mitarbeiten. Posy arbeitet aber grösstenteils im Café ihrer Mutter. Deren Wunsch ist es, dass Posy das Café eines Tages übernimmt. Aber Posy träumt von Abenteuern im Ausland. Kann sie einfach weg und ihre Eltern enttäuschen?

Suzanne, ihre Mutter hat für die Mädchen so viel gegeben, bisher war den drei Schwestern das gar nicht so wirklich bewusst. Sie will die perfekte Mutter sein und es allen recht machen, aber irgendwann ist auch ihr der Aufwand zu viel und ihr Körper streikt.

Auf den ersten Seiten ist noch ziemlich unklar, um was und wen es geht. Doch die Story entwickelt sich schnell und gibt immer mehr über die Familie McBride preis. Und plötzlich kann man das Buch gar nicht mehr zur Seite legen, weil man so gefesselt ist.

In Familiengeschichten ist es oft so, dass im spannendsten Moment ein Kapitel zu Ende ist und es im nächsten Kapitel um etwas völlig anderes geht. Das ist hier zum Glück nicht so. Die Story entwickelt sich vorzu weiter und es ist extrem spannend zu lesen wie die Situation, von der berichtet wird, im nächsten Kapitel aus einem anderen Blickwinkel aus gesehen oder erlebt wird. Dieser Übergang passiert nahtlos. Man wird nicht aus dem Lesefluss geworfen, auch wenn im nächsten Kapitel die Geschichte von einer der anderen Personen weiter erzählt wird. Eine perfekte Verbindung, die mir mega gut gefallen hat. 

"Die Zeit der Weihnachtsschwestern" sorgt mit dem Standort im winterlich schneebedeckten, schottischen Hochland für absolute Weihnachtsstimmung - wobei ich empfehle den Roman vor Weihnachten zu lesen und nicht an den Festtagen. Man würde die Gefahr laufen, den eigenen Besuch zu vergessen, weil man sich in Glensay bei den McBrides nicht losreissen kann. 

Dieses wunderbare, manchmal traurige Familiendrama aus der Feder von Sarah Morgan ist herzerwärmend, sogar das eine oder andere Tränchen könnte man beim Lesen der traurigen Details verdrücken. 

Fazit: Einfach schön zu lesen, diese winterlich herzerwärmende und weihnachtlich emotionale Familiengeschichte. 
5 Punkte. 

Vielen Dank an den mtb Mira Taschenbuch Verlag/Harper Collins und Netgalley!

Dienstag, 22. August 2017

Ein Sommergarten in Manhattan von Sarah Morgan (From Manhattan with Love 2)

Klappentext:

Pflanzen sind Frankie die liebsten Lebewesen. In New York verschönert sie als Blumen-Dekorateurin die Feste der Reichen und Schönen mit kostbaren Gestecken - doch ihre wahre Liebe gilt den Dachgärten der Stadt. Als der attraktive Bruder ihrer besten Freundin sie für ein exklusives Gartenprojekt einspannen will, stimmt sie zu - ohne zu wissen, dass es ihre Gefühle bald auf eine harte Probe stellen wird.






Seit "Schlaflos in Manhattan" war ich auf Frankies Geschichte gespannt. Paiges Geschichte war gut, doch ich fand Paige als Person nicht ganz so spannend wie Frankie. Die junge Frau mit dem grünen Daumen schien sich schwer zu tun im Umgang mit Menschen. 

Aufgrund dem Verhalten ihrer Eltern gibt Frankie Beziehungen keine Chance - wenn welche zu Ende gehen, fühlt sie sich nur bestätigt. Liebe und Heirat kommen in ihrem Wortschatz nur vor, wenn sie beruflich eine Rolle spielen. Gerade ist Hochzeit-Saison in New York, was Frankie gar nicht behagt. 

So kommt Matt ihr extrem entgegen, als er  Frankie nicht ganz uneigennützig fragt, ob sie ihm nicht bei der Planung eines Dachgartens helfen könnte. Sie fühlt sich Urban Genie verpflichtet und traut ihren Gedanken nicht wirklich, denn sie merkt, dass sie in Matt doch mehr sieht als einfach nur ein guter Freund. Aber Paige hat glücklicherweise eine Lösung auf Lager. 

Neben Eva, die Romantischste der drei Freundinnen, wirkt Frankie fast wie ein Eisklotz - gänzlich ohne Gefühle. Doch die hat sie, und zwar ganz viele, doch alle unter ihrer Schutzschicht gut versteckt. Behutsam versucht Matt, Frankie die Angst zu nehmen und blickt bald hinter ihre Fassade.

Ein geschäftlicher Auftrag bringt die beiden in ihre Heimat, Puffin Island - mit vielen Charakteren der Puffin Island-Serie gibt es ein Wiedersehen, wunderbar! - und Frankie kann sich ihrer Vergangenheit stellen. Der Zauber von Puffin Island wirkt, auch auf eine gefühlsunterbetonte Frau wie Frankie! 

Matt ist verständnisvoll, hat die perfekten Ideen für ihre Dates, vor denen Frankie so Angst hat. Eve sorgt für Klamotten und Paige ist mit einem offenen Ohr zur Stelle - die Freunde sind füreinander da und ergänzen sich perfekt. Man muss die Manhattan-Clique einfach lieben! 

Feinfühlig bringt Sarah Morgan Frankies innere Welt auf die Seiten. Zeigt ihre Ängste aus der Vergangenheit, alles was sie hindert eine Beziehung einzugehen und genau so sensibel beschreibt sie die Aufarbeitung von Frankies Kindheit. 

Mich begeisterte, dass die Autorin in diesem Buch wirklich Wert darauf legte und den horizontalen Stellen nur wenig Raum gab. Diese Stellen füllen sonst ja bei Frau Morgan oft den halben Roman, doch in Evas Geschichte hätten sie fehl am Platz gewirkt. 

Fazit: Bedächtiger zweiter Teil der Manhattan-Serie. Überzeugt durch Feinfühligkeit und gewohnt packendem Schreibstil der Autorin.
5 Punkte.

Montag, 16. Januar 2023

Weihnachtsreise zum Nordlicht von Sarah Morgan

Klappentext:
In Lappland heiße Schokolade trinken, den Schnee und die besondere Winterstimmung genießen - Christy hatte sich das Fest bei ihrer Tante so schön vorgestellt. Doch als ihr Mann nachkommen will, weil er noch arbeiten muss, spürt sie, dass sie ihre Ehe retten muss. Deshalb reisen ihre beste Freundin Alix und sein bester Freund Zac zuerst nach Lappland, um Christys Tochter Holly dort den Traum zu erfüllen, ein echtes Rentier zu sehen. Am ersten Feiertag treffen sich schließlich alle unterm Nordlicht wieder - und ihre Beziehungen sind nicht mehr, wie sie waren. Ob der Nordlichtzauber ihnen allen dennoch ein unvergesslich schönes Weihnachtsfest beschert?


Auf den alljährlichen Weihnachtsroman von Sarah Morgan freue ich mich jeweils sehr. Als ich sah, dass die Lektüre dieses Mal nach Lappland führt, freute ich mich gleich noch mehr. Schnee, Rentiere, Polarlichter, einen Besuch beim Weihnachtsmann und viel Romantik - so hab ich mir das vorgestellt.

Von all dem wurde im Roman zwar erzählt, bekommen habe ich aber nicht alles. Doch von vorne: Christy, seit wenigen Jahren in einem Cottage auf dem Land wohnend, ist unglücklich. Ihr Traum vom glücklichen Landleben hat sich nicht erfüllt. Das Cottage ist baufällig, die Dorfbewohner zu neugierig, Freunde hat sie nicht gefunden. Ihr Mann kaum mehr zu Hause, weshalb Christy denkt, er wäre untreu. 

Dass ihre beste Freundin Alix genau davor vor ihrer Hochzeit warnte, macht das Ganze nur noch schlimmer. Anstatt nach Lappland zu reisen, bleibt Christy bei ihrem Mann und schickt ihre Tochter mit Alix zu ihrer Tante, die in Lappland ein kleines Hotel führt. Alix, kinderlos und beziehungsunfähig, ist nicht begeistert. Zwar wäre sie eh mitgefahren, aber die Verantwortung für die kleine Holly zu übernehmen traut sie sich nicht zu. Oder doch? Denn dass sie dies alleine kann, haut sie Zac um die Ohren, der im Auftrag von Christy überraschend mitreist. Christy weiss jedoch nicht, was damals an der Hochzeit zwischen Alix und Zac passierte. Zac lässt sich nicht abwimmeln und so machen sie sich auf die Reise. 

Beide "Paare" haben viel Redebedarf. Aber auch Christy hat einiges mit ihrer Tante, die Angst vor deren Besuch hatte, zu besprechen. Und wenn mal nicht gesprochen wurde, dann beschäftigten sich die Figuren gedanklich mit ihren Beziehungen. Somit wurde ständig fast alles wiederholt, viel zu oft und viel zu viel. Da blieb die ganze Schneeromantik vollständig auf der Strecke, es ging gefühlt auch kaum vorwärts und ich verlor das Interesse an der Geschichte. Christy war mir zu unsicher in ihrem Verhalten und Alix, die eigentlich Starke, ist es nur äusserlich und kann lange nicht zu ihren Gefühlen stehen. 

Drei Problembeziehungen sind für einen Roman einfach zu viel. Die Autorin hat den Fokus zu stark auf diese Probleme gelegt, anstatt mehr von der winterlichen Atmosphäre einzubringen. Mir fehlte die Ausgewogenheit, wie sie Morgan zum Beispiel bei der Snow Crystal-Reihe so gut beherrschte. 

Für das Setting in Lappland - obwohl mir da auch noch ganz vieles fehlte, vor allem die Rentiere - gibts nen halben Punkt mehr. Für alles andere nur ungenügende 3 Punkte.  

Fazit: Zuviel toxische Beziehungsgespräche für einen romantischen Weihnachtsroman. 
3.5 Punkte. 

 

Freitag, 23. Juni 2017

Sommer - im Buchtitel

Eigentlich wollte ich diesen Post pünktlich zum Sommerbeginn am 21. Juni veröffentlichen. 


Doch mich erwischte die Sommergrippe, was die 34° im Schatten auf dem Balkon und die 29° in der Wohnung noch unerträglicher machten. Den Computer stellte ich ab - zusätzliche Hitze wollte ich vermeiden. Am Donnerstag konnte ich mich erholen, in der verdunkelten Wohnung mit Lesestoff. Leider sorgte Flavia de Luce, die im verschneiten Bishop's Lacey einen Mordfall aufklärt, nicht für die nötige Abkühlung. Aber nun bin ich auf dem Weg zur Besserung, allerdings ist es immer noch furchtbar heiss und eine Temperaturrückgang und Regen sind erst am Sonntag in Sicht. 

Ist euch aufgefallen, dass es viel mehr Bücher gibt, die Sommer im Titel stehen haben, als gefühlt die restlichen Jahreszeiten zusammen? 


Für Bücherwürmer ist das ganze Jahr hindurch Lese-Saison.
Gelegenheitsleser nehmen eher nur in ihren Ferien auf Balkonien oder am Strand ein Buch zur Hand, deshalb wohl die vielen sommerlichen Titel, damit Leser eher zugreifen. 






Aus Neugier habe ich mal nachgezählt, wieviele Sommer-im-Titel-Bücher bei mir im Regal stehen. Dass es viele sind, wusste ich, aber das Ergebnis hat mich dann doch überrascht. 

Fangen wir mal an. Da sind die drei Bücher, die ich heute dank einem Rabatt-Gutschein von meiner Wunschliste befreite und die nun bei mir eingezogen sind: 
2. Ein Sommer im Rosenhaus von Nele Jacobsen

Auch relativ neu bei mir sind:
4. Ein Sommergarten in Manhattan von Sarah Morgan, meine aktuelle Lektüre.
5. Fliedersommer von Cathy Bramley 
6. Sommernachtsträume von Mary Kay Andrews
7. Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg von Jenny Colgan

Weiter gehts mit:
9. Ein italienischer Sommer von Francesca Barra, ein Roman, der leider gar nicht so sommerlich ist wie der deutsche Titel verspricht.  

Die folgenden zwei Titel sind seit letztem Sommer auf meinem SuB; doch plötzlich war Herbst! 
10. Sommertraum mit Aussicht von Brenda Browen
11. Wildrosensommer von Gabriela Engelmann
Diesen Sommer möchte ich die beiden unbedingt lesen - vielleicht hilft mir dabei die Sub den Sommer-Challenge von Anna von Ink of books.

Letztes Jahr rezensiert:
12. Wie Himbeeren im Sommer von Cathy Bramley
13. Zimtsommer von Sarah Zio 
14. Ein wunderbarer Sommer von Kelly Fisher
15. Kein Sommer ohne Liebe von Mary Kay Andrews, 
16. Sommersterne von Debbie Macomber - der fünfte Teil der Rose Harbor-Serie erscheint im Juli.
17. Der Sommer der Sternschnuppen von Mary Simses
18. Sommer in St. Ives von Anne Sander

Schon länger her:
19. Fingerhutsommer von Ben Aaronovitch - ja ich weiss, der Sommer spielt hier eine kleinere Rolle als die besagte Pflanze :-)
20.-22. Ein Ja im Sommer, Sommer im Herzen, Sommerprickeln alle von Mary Kay Andrews - die Originaltitel enthalten viel weniger Sommer als die deutschen Titel. 
23. Ein zauberhafter Sommer von Corina Bomann
24. Wie ein Sommertag von Veronica Henry, eine Autorin, von der ich jeden Tag Bücher lesen könnte! 
25. Das Sommerversprechen von Elin Hildebrand - dieses gefällt mir gut, ihre Winterromane weniger. 
26. und 27. Der Sommer der Frauen und Sommerblau, beide von Mia March - ganz tolle Romane!
28. Sommerzauber wider Willen von Sarah Morgan
29. Der Duft des Sommerwindes von Fiona Valpy
30. Sommer in grasgrün von Annell Ritter


Dreissig Bücher!

Jetzt seid ihr dran: wie sommerlich sieht es in eurem Bücherregal aus? 
Wieviele Sommertitel habt ihr im Regal? Könnt ihr meine 30 Exemplare toppen? 

Tante Edit hat noch zwei weitere Bücher gefunden: die Reclamausgabe von Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" und "Friesensommer" von Janne Mommsen. Also: 32 Exemplare! 

Aktualisiert, fast ein Jahr später, am 07.06.2018:
33. Ein Garten voller Sommerkräuter von Julie Leuze
34. Das Gefühl von Sommerblau von Hannah Tunnicliffe
35. Ein Sommer wie Limoneneis von Marie Matisek
36. Die kleine Sommerküche am Meer von Jenny Colgan
37. Ein Mord macht noch keinen Sommer von Martha Grimes
38. Sommerhaus zum Glück von Anne Sanders
39. Ein Sommer in den Hamptons von Karen Swan
40. Spätsommerliebe von Petra Durst-Benning

















Donnerstag, 1. November 2018

Verliebt für eine Weihnachtsnacht von Sarah Morgan (From Manhattan with Love 6)

Klappentext:
Eigentlich hat Harriet ihre Schüchternheit abgelegt. Doch als die Hundesitterin ihren neusten Klienten kennenlernt, gerät sie mächtig ins Stottern: Viele Frauen würden dem attraktiven Arzt Ethan wohl nach der Pfeife tanzen, aber an der Erziehung des unbändigen Spaniels Madi scheitert er kläglich. Um dem Hund zu helfen, bleibt Harriet nichts anderes übrig, als den Winter in seinem Apartment in Manhattan zu verbringen - und sich Hals über Kopf in Ethan zu verlieben. Doch als ihre Arbeit getan ist, muss sich Harriet eines fragen: Hat sie Ethan ihr Herz nur zu Weihnachten geschenkt - oder für ein ganzes Leben?


Im letzten Teil der Manhattan-Serie von Sarah Morgan steht Harriet im Vordergrund. Nachdem ihre Schwester ausgezogen ist, hat sich die menschenscheue Harriet eine Liste erstellt. Die ist voll mit Dingen, die Harriet aus ihrer Komfortzone heraus holen sollen. Eins dieser Dinge bringt sie in die Notaufnahme, in der sie ein attraktiver Arzt behandelt. Ein paar Tage steht sie ihm erneut gegenüber: Ethan hütet den Hund seiner Schwester, und bei ihm soll Harriet den Hund zum Gassigehen abholen. Die zwei geraten zuerst heftigst aneinander - sie raufen sich dem Hund zuliebe zusammen, doch beide müssen dabei ihre Komfortzone verlassen und ihre Einstellung zu vielen Dingen überdenken.

Mir hat die Entwicklung von Harriet und Ethan sehr gut gefallen, beide lernen voneinander. Harriet beweist eine ungeheuere Stärke, die wohl tief in ihr geschlummert hat, sie aber nie zeigen musste, weil ihr alles abgenommen wurde von Fliss. Familienbande spielen nebst der persönlichen Entwicklung der Figuren eine wichtige Rolle und so verwundert auch ein Ausflug nach Vermont nicht.

Mein Highlight war das Wiedersehen mit Snow Crystal- ich fand es schön, nach den sechs Manhattan-Bänden kurz dort zu Besuch zu sein und zu hören, dass es allen immer noch gut geht.

Auf Sarah Morgen ist Verlass: wenn man eine Lektüre sucht, bei der man sich bequem zurücklehnen und eine kurzweilige Geschichte mit Hand und Fuss, einem guten Mix aus Ernsthaftigkeit und Humor geniessen kann, ist man bei ihren Romanen gut bedient. 

Fazit: Ein würdiger Abschluss der Manhattan-Serie - Wohlfühllektüre total!
5 Punkte.