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Dienstag, 17. April 2018

Spirit Yoga: Aufrecht, stark und klar von Patricia Thielemann

Klappentext:
Yoga boomt und Yoga-Ratgeber gibt es wie Sand am Meer. Braucht es dann ein weiteres Buch zum Thema? Das von Patricia Thielemann entwickelte Spirit Yoga basiert auf einem neuen Ansatz: Yoga-Tradition trifft Zeitgeist und modernes Lebensgefühl. Es geht nicht darum, Yoga völlig neu zu erfinden, sondern eine Brücke zu bauen zwischen östlich und westlich geprägten Stilen. Lebensnah und heilsam, herausfordernd und freigeistig – Spirit Yoga ist eine inspirierende Kraftquelle für Menschen jeden Alters, um den alltäglichen Herausforderungen und Belastungen gelassener zu begegnen. Um eine eigene Haltung zu finden in dieser scheinbar hoffnungslosen Welt, um vom Ich zum Wir zu gelangen und vom Gelebt-Werden zum Leben.


Seit Milena Mosers "Schlampenyoga" mag ich Yoga-Biografien. Und da ich vor einigen Jahren den Film "Im Kopfstand zum Glück" über die Ausbildung zum Spirit Yogalehrer gesehen habe und dort zum ersten Mal Patricia Thielemann in Aktion sah, war ich sehr neugierig auf ihr neues Buch. Im Film kam die Spirit Yoga Gründerin sehr kühl rüber, deshalb war ich sehr gespannt, wie sie ihre Biografie erzählt.

Das Buch beginnt mit einem Biografieteil. Danach erzählt die Autorin über die Gründung des Berliner Spirit Yoga Studio. Es folgt ein langer Teil über die Philosophie ihres Yogastils und über diese Community. Gespräche mit Promis bilden den vorletzten Teil. Beschreibungen von Thielemanns Lieblingsyogahaltungen schliessen das Buch ab. 

Am interessantesten fand ich den Biografieteil, in dem die Autorin ein wenig über ihre Kindheit erzählt, wie sie zum Yoga kam und bei wem sie gelernt hat.  Von mir aus hätte er ausführlicher sein können, gerade was ihren Yoga-Werdegang betrifft. Den Philosophieteil fand ich langatmig, denn sie beschreibt unter anderem, dass sie Yoga nicht mit östlicher Philosophie und Esoterik versehen möchte. Einige gute Ansätze sind vorhanden, doch später widerspricht sie sich. Vielleicht eignet sich ein Buch schlichtweg nicht um solche Feinheiten anzusprechen - die Autorin müsste genau definieren, was sie unter Esoterik einordnet und was sie unter Selbstoptimierung versteht. 

Unter "Community" wird vor allem über das Ausbildungsangebot zum Spirit Yoga Lehrer geschrieben. Hier geht die Autorin zu stark auf die Lehrerausbildung ein, es wirkt wie Werbung. Dadurch macht es den Anschein das ganze Buch sei mehr ein Handbuch für ihr Teacher Training, was ich schade finde. Jede Geste sei geplant (S.43/158) schreibt sie weiter - genauso fühlt sich nicht nur das Buch, sondern auch die Yogastunde (z.B. bei Yogaeasy) an. Als Pädagogin und Tanzlehrerin muss ich ihr in einigen Punkten widersprechen: eine gute Lektion ist keine, die sich 100% an die geplante Lektionsgestaltung hält, sondern eine, die sich spontan ändern lässt, wenn es die Situation erfordert. Seinen eigenen Stil als Lehrer zu entwickeln sollte jeder, die Autorin machte dies ja auch. 

Die aufgezeichneten Gespräche mit Pater Christoph Kreitmeir und dem Zenpraktizierenden Werner Arnold, mit Neurobiologe Joachim Bauer, mit den Autoren Daniel Kehlmann und Tilmann Haberer, Dr. Rebekka Reinhard, Künstler Tino Seghal und Tanzkritikerin/Yogalehrerin Wiebke Huester hätte es für mich nicht gebraucht. 

Das Buch kommt sehr rational daher, mir fehlt das Spontane und das Spass haben an der Sache. Der Ansatz jedoch wäre gut, doch es wird sehr leidenschaftslos erzählt und geht mir zu stark in Richtung Selbstvermarktung. Besonders, weil Erfreuliches wie auch allfällige Rückschläge emotionslos in ein, zwei Sätzen abgehandelt werden. Die Autorin gibt quasi nur Eckdaten bekannt, ihre persönliche Gefühlslage bleibt aussen vor, und bestätigt somit meinen Eindruck vom Film. 

Wer persönlichere und humorvollere Bücher über Yoga-Lebenswege mag, dem empfehle ich die Bücher von Kerstin Rübensamen, Milena Moser, Suzanne Morrison und Claire Dederer. 

Fazit: Wer es nüchtern mag, ist mit Spirit Yoga gut bedient; ebenso all jene, die sich überlegen den Spirit Yoga Lehrgang zu besuchen. Für diese Leser kann das Buch eine tolle Entscheidungshilfe sein und sie wissen nach der Lektüre, was sie im Spirit Yoga erwartet. 
3.5 Punkte.


Montag, 9. April 2018

Montagsfrage 09.04.2018


Habt ihr schon Jahres-Quartal-Highlights?

Die ersten drei Monate des Jahres sind vorbei, aber da ich in den ersten zwei Monaten vor allem Sachbücher gelesen habe, finden sich noch nicht so richtige Favoriten. Die ersten Bücher dieses Jahres, die ich mit voller Punktzahl ausgestattet habe, habe ich jetzt im April gelesen. Ich muss aber sagen, ich bin nicht sehr grosszügig mit 5 Punkte verteilen und vergebe die eher selten. Da muss dann doch einiges stimmen, um die zu bekommen; da bin ich geizig. 

Vielleicht ist es auch so, weil ich viele Krimis lese. Bei Krimis ist das Schema ja in etwa immer ähnlich - es gibt immer Opfer und Täter. Daher ist es für Kriminalromane schwierig mich total zu überraschen und so bekommen die für gut befundenen Krimis von mir normalerweise vier Punkte und nur wenn sie mit etwas Speziellem (Atmosphäre, ausgeklügelte spezielle Ideen oder Figuren) auftrumpfen die fünf vollen Punkte. 

Im ersten Quartal habe ich drei für mich neue Krimiserien begonnen. Zum einen die neue "Sandra-Flemming"-Serie von Rebecca Michéle "Auf Eis gelegt". Dann die ebenfalls in England spielende "Tee? Kaffee? Mord?"-Serie von Ellen Barksdale, deren erste beide Bände ich gelesen habe; der dritte Teil erscheint morgen. Danach ging es nach Frankreich, zur "Rosalie"-Serie von Julie Lescault. Der erste Band, "Rosalie und der Duft der Provence" erschien bereits vor einem Jahr, doch er lag lange auf meinem SuB. Zum Glück, bin ich versucht zu sagen, denn gerade wurde der zweite Teil veröffentlicht und so kann ich den gleich kurz darauf lesen und muss nicht ein Jahr darauf warten. Der erste Teil gehört zu meinen Quartal-Highlights - herrlich erfrischend eine Coiffeuse als Ermittlerin! Die Rezension dazu liefere ich nach. 

Das zweite Highlight war "Der Teufel von Eguisheim", zweiter Teil der im Elsass spielenden "Kreydenweiss & Bato"-Reihe von Jules Vitrac - spannend bis zum Ende! Auch zu diesen zwei Krimis schreibe ich euch noch je eine Rezension.


Um nicht nur Krimis aufzuzählen, nehme ich den Roman "Rückkehr nach Mandalay" von Juliet Hall kurzerhand zu den Januar bis März Favoriten dazu. Leider war der in Burma spielende Roman stellenweise zu langatmig und vorhersehbar, so dass er in meinen Jahreshighlight nicht auftauchen wird, aber eine Erwähnung im ersten Quartal hat der Roman verdient. 


Welche Bücher habt ihr als eure ersten Highlights im 2018 gewählt?

Sonntag, 19. April 2015

Yoga: Mantramänner von Janna Hagedorn

Klappentext:
Evke fühlt sich ausgeschlossen. Alle haben ihr Leben im Griff, nur sie nicht. Zwar trifft sie auf der grauenvollen Firmenparty unverhofft den Vater ihrer zukünftigen Kinder, doch Chris ruft nach der ersten und einzigen wundervollen Nacht nicht mehr an. Ob es daran liegt, dass Evkes Freundinnen Yoga machen und Tee trinken, während sie mit der Chiantiflasche allein dasitzt? Ist innere Gelassenheit tatsächlich der erste Schritt zu einem erfüllten Leben? Aber wie lernt man, sich selbst zu lieben? Entschlossen beschreitet Evke den Weg der spirituellen Erleuchtung. Und droht sich im Dschungel der Yoga-Kurse zu verlieren: von Kundalini-, Luna- oder Hatha-Yoga, wo das, was früher im Turnunterricht Kerze hieß, nun der Schulterstand ist, bis hin zu Karma-Yoga, was nichts anderes als Küchendienst bedeutet. Wie gut, dass es Siv gibt. Der attraktive Yoga-Lehrer verdeutlicht Evke die vielen Wege der Spiritualität mit sehr viel Gefühl.

Obwohl sie eben erst ihren Traummann entdeckt hat, verguckt sich Evke in den Yogalehrer Siv. Sie wird zum Groupie und besucht fortan einen andern Yogakurs am anderen Ende der Stadt, nur weil Siv dort unterrichtet. Kaum, dass sie eine Handvoll Yogalektionen hinter sich hat, beginnt sie in ihrer Firma Yoga zu unterrichten...

So farbenfroh das Cover, so farbig unterhaltsam der Inhalt. 

"Mantramänner" ist eine amüsante Liebesgeschichte im Yoga-Milieu, die fast nicht konstruiert wirkt und sich im Real Life durchaus auch so zutragen könnte. 

Obwohl, so schnell mal eben in einer Firma Unterricht anzubieten ist schon sehr weit hergeholt und wäre unverantwortlich. 

Fazit: Ansonsten hab ich nicht viel zu reklamieren: manchmal kommt die Geschichte ein bisschen überspitzt daher, aber insgesamt ist es eine nette, witzige Lektüre. 
4 Punkte. 

Samstag, 18. April 2015

Yoga: Yogabitch von Danijela Pilic

Klappentext:
Carrie Bradshaw aus "Sex and the City" ist eine. Ihre durchgeknallten Freundinnen auch. Ob in New York, London, Hamburg oder München, jeder kennt diese neue Spezies Frau: Behängt mit Umhängetasche oder It-Bag, ist sie ständig auf der Suche nach sich und der perfekten Ausgabe ihrer selbst. Dabei nimmt sie so gut wie alles in Kauf und lässt nichts unversucht. Yoga Bitch nennt man heutzutage dieses Exemplar Frau, das besonders jenseits der 30 häufig auftritt . Kein Wunder. Die Versprechen, schöner, jünger, schlanker und vitaler zu werden, sind einfach zu verführerisch. Ständig kommt etwas Neues auf den Markt: Double-Dipping, Goldfäden-Lifting, Mesotherapie, Goji-Beeren-Shakes, Yogalates, Ölziehen.


In diesem Bericht von Danijela Pilic geht es nicht wirklich um Yoga, sondern um das Projekt "Selbstoptimierung". 

Anfänglich spielt Yoga noch eine Rolle, leider aber auch nur weil man angeblich einen Knacharsch bekommt davon. Und allzu bald dreht sich die Geschichte nur noch ums Thema "Wie werde ich schöner?" 

Die eitle Autorin probiert dank eines Erbes und der Hilfe einer Freundin sämtliche Schönheitsbehandlungen und Diäten aus. 

Fazit: Amüsant geschrieben und dadurch nicht langweilig, aber extrem oberflächlich. Wer mit sich selbst nicht zufrieden ist, wird es langfristig auch mit Botox und Konsorten nicht. 
3 Punkte. 

Freitag, 17. April 2015

Yoga: Der Hund, die Krähe, das Om... und ich! von Susanne Fröhlich

Klappentext:
Mit einer großen Portion Skepsis und jeder Menge Vorurteilen tritt Susanne Fröhlich ihr neues Yoga-Projekt an. Drei Monate lang lässt sie die Leser teilhaben an ihrer Suche nach einem neuen Körpergefühl und dem täglichen Kampf gegen den inneren Yoga-Schweinehund. Was passiert, wenn das Moppel-Ich auf eine Yogamatte trifft und in die unbekannte Welt der Asanas eintaucht, erzählt die Bestsellerautorin gewohnt locker, selbstironisch und wie immer mit einem Augenzwinkern. Der Ratgeber zeigt aber auch, dass Yoga bei jeder Kleidergröße Spaß machen kann und macht Mut, innere Hemmschwellen zu überwinden.


Susanne Fröhlich wurde von Ursula Karven schon öfters auf Yoga aufmerksam gemacht, doch sie fand immer genügend Ausreden nicht mit Yoga zu beginnen. Eines Tages lässt sie sich dazu überreden drei Monate lang täglich Yoga zu üben. 

Wie es der Autorin dabei gegangen ist, schreibt sie in diesem Buch in Tagebuch-ähnlicher Form nieder. Den Leser lässt sie an allem teilhaben, egal ob Skepsis, Enttäuschung, Begeisterung, Fortschritte, Rückschritte oder einfach nur über die Speckrollen, die bei einigen Übungen im Weg sind. Sie schreibt ehrlich und lustig, so dass wohl auch Leser mit Vorurteilen Yoga gegenüber Lust bekommen, es einmal zu probieren. 

Das Buch, zumindest das eBook, ist zudem sehr schön aufgemacht: jedes Kapitel wird mit einem Foto und Stichworten, die in einen schönen Rahmen gesetzt werden, eingeleitet.

Am Ende ihres Yoga-Projekts - das wohl lautete: "beginne mit Yoga und wenn du nach drei Monaten noch dabei bist, schreibe ein Buch darüber und wir produzieren mit dir eine DVD" - berichtet sie ganz kurz über die produzierte DVD. Die kenne ich nicht, wohl aber die DVD's von Ursula Karven, die ich empfehlen kann.

Mich würde Wunder nehmen, ob Frau Fröhlich auch heute, 4 Jahre nach Erscheinen des Buches, noch Yoga praktiziert oder nicht mehr. 

Fazit: 4 Punkte, da mich Inhalt und Layout gleichermassen überzeugt hat.

Mittwoch, 15. April 2015

Yoga: Ein Mann für jede Übung von Zora Gienger

Klappentext: 
Marie möchte sich endlich etwas gönnen: zwei Wochen für sich allein, ohne ihre halbwüchsigen Töchter in einem Yoga-Hotel auf Amrum. Sie bucht einen Anfängerkurs und findet sich in einer bunten Gruppe von Frauen wieder. Ein Mann ist auch dabei: der gut aussehende, aber eher wortkarge Lukas. Und dann ist da noch der smarte Yogalehrer Reimund, der allen Teilnehmern – und besonders Marie – das Gefühl gibt, attraktiv und begehrenswert zu sein. Lukas und Reimund beginnen sich misstrauisch zu beäugen, wenn es um Marie geht. Marie geht auf das Spiel ein, doch aus den unbefangenen Flirts wird bald mehr. Will sie sich auf einen erleuchtenden Trip mit Reimund einlassen, oder ist doch die Faszination des ruhigen Lukas stärker? Dann aber stehen plötzlich ihre beiden Töchter vor der Tür, aufmüpfige Teenager, die alles durcheinanderbringen. 

Welche Frau freut sich nicht auf zwei Wochen Urlaub ohne Familie? Marie entscheidet sich für einen Yoga-Anfänger-Urlaub und stösst in der Pension neben anderen Kursteilnehmer auf zwei Männer, die schon vom ersten Tag, fast schon vom ersten Blick an, beide verliebt in Marie sind. Eifersüchtige Kurskolleginnen sowieso skurille Typen fehlen im Roman nicht. 

Weit hergeholt empfand ich diese "zwei Typen verlieben sich auf der Stelle und kämpfen um Marie"-Geschichte. Das andere Drumherum könnte sich tatsächlich so abspielen, aber sich innerhalb weniger Stunden wirklich verlieben, passt so gar nicht. 

Fazit: Eine nette Gute-Laune-Liebesgeschichte, leider eher realitiätsfremd, aber dennoch unterhaltsam geschrieben. 
3.5 Punkte. 

Donnerstag, 9. April 2015

Yoga: Die Yoga-Schwestern von Rain Mitchell

Klappentext:
„Loslassen“ ist ein Yogaprinzip, das fünf Frauen im Edendale Yoga Studio ganz besonders beschäftigt: Lee hat Eheprobleme, Katherine kämpft gegen ihre Vergangenheit, Stephanie steht in ihrer Karriere an einem toten Punkt, Tänzerin Graciela riskiert mit ihrem harten Training ihre Gesundheit, und Imani ist voller Trauer über ihr verlorenes Kind. Doch nach und nach erfahren die unterschiedlichen Frauen, dass nicht nur Yogalehren der Seele gut tun, sondern vor allem die Freundschaft, die sie miteinander teilen, ungeahnt heilende Kräfte entwickelt.




Dieser Roman ist einer der ersten Yoga-Romane und einer der besten - obwohl sich auch im Edendale Yoga Studio Frauen treffen, die mit ihrem Leben hadern. Aber im Gegensatz zu anderen Büchern stimmt hier das Umfeld und man hat nicht das Gefühl es sei konstruiert.

Die Protagonisten lernen sich im Studio so gut kennen, dass sie sich im Laufe der Geschichte bei Problemen im Alltag helfen. Als sie erfahren, dass die Studiobesitzerin Lee sich überlegt das Studio zu verkaufen (um damit ihre Ehe zu retten), sind sie zunächst sehr enttäuscht, sind aber mit Rat und Tat auch für Lee da. 

Fazit: Locker geschrieben, von allem ein bisschen dabei, aber dennoch nicht seicht. 
4 Punkte. 


Freitag, 3. April 2015

Yoga: Sonnengruss für Regentage von Zoe Fishman

Klappentext: 
Ein heißer Sommer in New York. Nach Jahren treffen sich die Freundinnen Charlie, Bess, Sabine und Naomi beim Yoga wieder. Eine schicksalhafte Begegnung: Charlie trifft kurz darauf ihre große Liebe, und Bess findet zu verloren geglaubten Träumen zurück. Als Naomi eine schreckliche Diagnose erhält, müssen die Freundinnen beweisen, dass sie füreinander da sind.





Charlie möchte das Klassentreffen dazu nutzen Werbung für ihr neues Yogastudio zu machen. Bess, Sabine und Naomi melden sich für einen Kurs an und so sehen sich die drei ehemaligen Schulkolleginnen wieder öfters. 

Im Laufe der Geschichte öffnen sich die die vier immer mehr und erzählen aus ihren Leben. Auch Bess, die den Kurs eigentlich nur als Aufmacher eines Artikels für die Times, mitmacht, kommt langsam von ihrer Idee ab.

Eine einfache, typische Bekannte-treffen-sich-wieder-Geschichte, die mich gelangweilt hat. Wahrscheinlich wurde sie nur geschrieben, damit es ein Buch mehr gibt, deren Geschichte ein Yogastudio beinhaltet. Weils gerade in war oder so. 

Fazit: Sehr bemüht tiefgründig zu wirken, aber der Funke sprang nicht über. 
3 Punkte. 

Dienstag, 31. März 2015

Yoga: Bin ich schon erleuchtet von Suzanne Morrison

Klappentext:
Suzanne, eine junge New Yorkerin (leicht verrückt-depressive, alkoholtrinkende und rauchende Schauspielerin) reist für zwei Monate zu ihrer Yoga-Lehrerin nach Bali auf der Suche nach der Glückseligkeit. Aber die Lehrerin entpuppt sich als nicht tauglich und Suzanne muss zwei Monate mit Tofu, ungesalzenem Gemüse und zwei Dutzend Yogis verbringen, die Eigenurin trinken, um sich vor Parasiten zu schützen - und das alles vor der malerischen Kulisse Balis. Wird Suzanne sich finden? Oder wird ihre dunkle (städtisch, weltliche) Seite die Oberhand behalten?



Suzanne ist begeistert von ihrer Yogalehrerin und willigt ein, eine zweimonatige Yogalehrerausbildung auf Bali zu absolvieren. 

Obwohl sie einerseits nicht weiss was da auf sie zukommt, ist sie doch froh, eine Pause von ihrem Alltagsleben zu haben. 

In Tagebucheinträgen schreibt sie humorvoll, amüsiert, sarkastisch, ironisch, nachdenklich und tiefgründig von ihren Erlebnissen auf Bali und danach. Sie stellt schlussendlich fest, dass auch Yogalehrer nur Menschen sind und keinen Deut besser oder gar "erleuchteter" als sie selbst. 

Die Autorin beschreibt viele Erlebnisse aus der Yogaszene, die man 1:1 auch in anderen Gruppierungen findet, egal ob das kirchliche, sportliche, andere hobbymässige Szenen sind. 

Da sie sich selbst nicht allzu ernst nimmt, ist das Buch sehr unterhaltsam und gelungen.

Fazit: Lesenswert. 
4 Punkte. 


Sonntag, 29. März 2015

Yoga: Das wahre Leben der Montagsmenschen von Milena Moser

Klappentext: 
Als Balletttänzerin und als Yoga-Lehrerin konnte sich die 36-jährige Nevada stets auf ihren Körper verlassen. Plötzlich aber lässt er sie im Stich. Drei Schüler halten ihr dennoch die Treue und kommen immer montags zum Kurs. Als ein Mord geschieht, gesteht eine Schülerin die Tat der Polizei - allerdings ohne sie begangen zu haben, wie Nevada mit Hilfe eines Yoga-Spruchs herausfindet. Milena Mosers neuer Roman knüpft an ihre großen Erfolge an: treffend beobachtet, spannend und witzig erzählt, verwickelt die Autorin aus der Schweiz vier Menschen in ein tragikomisch-furioses Lebens- und Liebesdrama.


"Montagsmenschen" ist ein Roman über das Leben von einigen Frauen und Männern, die Montags einen Yogakurs bei Yogalehrerin Nevada besuchen.

Detailgenau zeichnet die Autorin ein klares Bild und das Alltagsleben der Protagonisten; beschreibt die Hintergründe, wie sie zu dem wurden was sie jetzt sind, ihre Träume und wie sie gern sein möchten: 

Nevada, die ihrem Körper schon immer zuviel zumutete und immer öfters wiederkehrende Schmerzen hat. Poppy, Archivarin, die nichts auf die Reihe bringt, weil ihre Gedanken nie zur Ruhe kommen. Marie, die genug von ihrem Schauspieler-Ehemann hat und lieber als Hausärztin anstatt im Spital arbeiten würde. Und Ted, der von seiner Frau und Tochter getrennt lebende Lehrer.

Der Roman lässt nichts aus, egal ob es Banalitäten, Abgründe, Krankheiten, Liebeskummer oder sogar Gefängnisaufenthalte sind. Aber trotz aller Tragik ist das Buch leicht und flüssig zu lesen. Am besten gefallen hat mir die Geschichte von Poppy: gegen Schluss kommt heraus, dass es für ihr "neben-den-Schuhen-stehen" und nichts auf die Reihe bringen, einen Begriff gibt und man ihr helfen kann. 

Ansonsten bin ich ein wenig zwiegespalten - was bei der Lektüre dieses Romans nur als leichte Skepsis im Hinterkopf begann, wurde bei der Fortsetzung "Das wahre Leben" grösser: 



Klappentext: 
Zwei Frauen in der Mitte ihres Lebens, beide in der Krise. Nevada ist krank und lernt gerade damit umzugehen. Immer noch unterrichtet sie Yoga und das so erfolgreich, dass ihr eine Klasse mit schwierigen, absturzgefährdeten Mädchen anvertraut wird. Erika dagegen beschliesst angesichts ihres Versagens als Mutter und Ehefrau das zu tun, was ihr niemand zutraut: Sie verlässt ihr luxuriöses Zuhause am Zürichberg und zieht in eine heruntergekommende Vorstadtsiedlung. Dort lernt sie Nevada kennen, die unverhofft von der grossen Liebe erwischt wird. Mit Witz, Verve und voller Zuneigung lockt Moser ihre Figuren durch existentielle Höhen und Tiefen. Eine intensive Liebesgeschichte rund um Schmerz, Krankheit und Trennung. 


Neben den bereits bekannten Protagonisten kommt hier u.a.  noch Erika dazu. Auch ihre Geschichte hat es in sich. 

Nevada kann mittlerweile kaum mehr laufen und sitzt im Rollstuhl. Beim Arzt lernt sie einen Mann kennen und verliebt sich sofort in ihn. Auch er hat kein leichtes Leben hinter sich. Nevada zieht um und trifft am neuen Wohnort auf Ted und Marie, ebenso auf Erika. Nun verweben sich die Geschichten noch mehr ineinander. 

Und spätestens jetzt sass meine Skepsis nicht mehr nur im Hinterkopf - obwohl die Autorin sehr bildlich und intensiv schreibt und trotz allen Schicksalsschlägen auch humorvoll bleibt, sind mir all diese Geschichten irgendwie zu konstruiert. Jede einzelne Person, die in den beiden Büchern vorkommt, hat von Geburt weg keine einfache Lebensgeschichte. Das ist mir zu unglaubhaft und viel zu viel Tragödie auf einem Haufen.

Fazit: Zuviel Schicksal auf kleiner Fläche. 
Für beide Bücher 3.5 Punkte. 


PS: Mir gefiel sehr gut, dass Milena Moser in beiden Büchern schweizerdeutsche Ausdrücke die sich nur schwerlich auf Hochdeutsch übersetzen lassen schweizerdeutsch gelassen hat. S' "Znünitäschli" z.B. :-)

Mittwoch, 25. März 2015

Yoga: Schlampenyoga von Milena Moser

Klappentext:
Milena Moser ist bekennender Couch-Potato, bis sich eines Tages ihr Rücken mit einem lauten Knacken meldet. Nun muss wohl doch irgendeine Form der Bewegung her. Bedingung: Gut für den Rücken, aber garantiert nichts anstrengend! Sie entscheidet sich für Yoga. Schön und gut, aber welches? "Power-Yoga", "Power-Flow", "Flow-Flow" oder doch lieber "Yoga für dich und deinen Hund?" Wissbegierig begibt sich Milena Moser auf die Suche nach der klassischen Form und erlebt dabei wunderbar witzige und oft auch skurrile Geschichten aus der exaltierten Lifestyle-Welt. Ein unverzichtbarer und zugleich höchste amüsanter Wegweiser durch den jahrtausendealten Yoga-Dschungel. 

"Schlampenyoga" war nach der Putzfraueninsel mein zweites Buch von Milena Moser. Und quasi mein erstes Buch über Yoga. 

Die Autorin erzählt wie sie auf Yoga aufmerksam wurde und sich eines Tages in San Francisco zu einem Kurs getraute. Schon bald darauf möchte sie nicht mehr auf Yoga verzichten, muss sich aber einen neuen Kurs suchen, da ihre Lehrerin in eine andere Stadt zieht. 

Mittlerweile weiss sie mehr über Yoga und die diversen Stile, die ihre Suche nach dem neuen Kurs erschwert. Für was soll sie sich bloss entscheiden? Also entschliesst sie sich verschiedene Stile auszuprobieren und besucht Retreats und Yoga-Messen. 

Sie beschreibt ihre Erlebnisse auf der Suche nach dem Nonplusultra-Kurs sehr ehrlich und humorvoll. 

Wer glaubt, die ganzen Instagram-Yogaposen-Selfies seien ganz neu, der irrt. Milena hats erfunden! Jedes neue Kapitel wird mit einem Foto von ihr in einer Yogapose eingeleitet.

Fazit: Eine lustige Erzählung mit kurzweiligen Hintergrundinformationen über die Geschichte des Yogas. 
4.5 Punkte

Mittwoch, 18. März 2015

Yoga: Do you Yoga? von Emma Burstall

Klappentext:
Sonnengrüße, Beckenbodentraining und verrenkte Gliedmaßen – das regelmäßige Training macht Carmen, Patrice, Percy und Susanne zu engen Freundinnen, die auch außerhalb des Fitnessstudios viel gemeinsam haben: Sie wohnen in tollen Häusern, haben Familie und Vorzeige-Ehen. Doch noch ahnt keine von ihnen, dass die sorgsam gepflegten Fassaden bald einstürzen werden.






Ich beginne die Yoga-Serie mit einem Roman, das zwar "Yoga" im Titel führt, aber in dem es gar nicht um Yoga geht. Eine Yogastunde wird kurz mal mit 2-3 Sätzen erwähnt, tut aber nichts zur Sache. 

Also nicht kaufen, wenn ihr einen Yoga-Roman erwartet! Da haben sich die deutschen Übersetzer wieder einmal entsetzlich schwer getan, denn der englische Originaltitel heisst "Gym & Slimline", was wesentlich besser passt. 

Als ich das Buch vor einigen Jahren zum ersten Mal gelesen habe, wartete ich darauf, dass die Frauen endlich mal ins Yoga gehen. Ich wartete und wartete, bis ich dann schliesslich merkte, dass der Titel ein Fake ist und es überhaupt nicht um Yoga geht.

Stattdessen lernen sich die vier Frauen in einem neu eröffneten Fitnessstudio kennen. Die Handlungsplätze wechseln zwischen Lektionen im Fitnessstudio und ihren Häusern/Wohnungen. Vier Jahre später setzt der Roman ein, nun hat der Alltag die Frauen, die mittlerweile Freundinnen sind, eingeholt und nichts ist so wie damals erträumt.

Fazit: Die Geschichte ist zwar kurzweilig, aber überzeugt bin ich nicht. So nach dem Motto: "Kann man lesen, muss man aber nicht". 
3.5 Punkte.