Donnerstag, 19. September 2019

Krimi: Die Tote mit dem Diamantcollier von Eve Lambert (Jackie Dupont 1)

Klappentext: 
Monaco 1920: Der attraktive englische Adlige Christopher besucht eine Party an Bord einer mondänen Yacht. Die Gäste tanzen zu den Klängen einer Jazzband, trinken Champagner – doch plötzlich wird eine Leiche entdeckt, und ein kostbares Diamantcollier ist spurlos verschwunden. Die Polizei ruft Jackie Dupont zu Hilfe, Privatdetektivin mit Vorliebe für glamouröse Abendroben, schnelle Autos und ungewöhnliche Ermittlungsmethoden. Einer der Gäste muss der Täter sein, somit steht auch Christopher unter Verdacht. Und tatsächlich hütet er ein dunkles Geheimnis.




Ihr seid Krimiliebhaber und auf der Suche nach einer neuen, mal etwas anderen und ungewöhnlicher Ermittlerin?

Dann ist sie, Jackie Dupont, mit Sicherheit etwas für euch. Die blonde Lady, die den Bob erfunden hat und selbigen trägt, fährt in einem nigelnagelneuen offenen Bugatti im Jahre 1920 zigarettenrauchend mit einem grössenwahnsinnigen Hund und einem wertvollen Bild von Gainsborough auf den Ersatzreifen gebunden, auf den Spuren eines Mörders durch Monaco und die französische Riviera.

Dies im Auftrag des Fürsten von Monaco, denn Jackie Dupont, die berühmte Privatdetektivin in Sachen Schmuck, ist gerade beim Fürst zu Besuch, als der über einen Mord verständigt wird. Er schickt Jackie zur Unterstützung der monegassischen Polizei auf die Yacht, auf der während einem Dinner die Gastgeberin tot aufgefunden wurde. 

Da die Yacht nicht im Hafen liegt und nur mit dem Boot erreichbar ist, wird schnell klar, dass der Mörder in den Reihen der Crew oder der Gäste zu suchen ist. Ausserdem wird ein Diamantcollier vermisst - welches Jackie Dupont erst vor kurzem aufgespürt hat, nachdem es der Reederfamilie vor Jahren gestohlen wurde. Ein Raubmord?

Die Gästeschar ist nobel - Aristokraten, Geldadel und Künstler - und schon die ersten Seiten machen klar, dass viele der Gäste einen Grund hatten, Carla aus dem Weg zu räumen. Für Jackie mit ihren - für die damalige Zeit - ungewöhnlichen Methoden, ist es ein Leichtes den Fall aufzuklären.

Für Kit, Christopher St. Yves, Duke of Surrey, hingegen ist das Erscheinen der Detektivin ein grosser Schock. Dieser zweite Handlungsstrang ist perfekt in die Haupterzählung eingegliedert, und macht den Krimi unglaublich spannend und deshalb verrate ich euch nicht, um was es hierbei geht. Selbst herausfinden ist die Devise!

Am Anfang hatte ich zwar ein wenig Mühe in den Krimi reinzukommen, da die ganze Gästeschar auf einmal vorgestellt wurde. Doch sobald man die Personen auseinander halten kann, macht das Lesen dieses wunderbaren Krimis extrem viel Spass. 

Für Autoren wird es ja immer schwieriger, gute Geschichten zu schreiben. Es gibt unendliche viele und gefühlt las man schon alles. Aber nein, eine Detektivin wie Jackie ist unvergleichlich, so eine gab es noch nie. Es war mir deshalb ein grosses Vergnügen mit Madame Jackie Dupont Bekanntschaft zu schliessen. 

Und es ist nicht einmal die Alleinstellung von Jackie, die den Krimi so fesselnd macht. Es ist auch die Geschichte hinter der Geschichte, da will man als Leser sofort die Hintergründe kennen, wird dabei nervös und ist enorm gespannt auf das Ende. Vom Mörder war ich total überrascht (was mir sehr selten passiert - aber wenn ich zurückblicke, macht es total Sinn und ich finde dann auch die versteckten Hinweise), der Fall wird bravourös aufgelöst.

Aber leider nur unvollständig das Geheimnis um Kit und Co. Deshalb sitze ich hier gespannt und zähle die Tage, bis Band zwei erscheint und es ein Wiedersehen mit der extravaganten Jackie und ihrem Schmuckaufspürhund sowie weiteren Beteiligten gibt.

Fazit: Solch ein Lesevergnügen bekommt man nicht jeden Tag, deshalb: unbedingt lesen! 
5 Punkte.



Mittwoch, 18. September 2019

Krimi: Tödliches Elsass von Jules Vitrac (Kreydenweiss & Bato 3)

Klappentext:
In heller Panik läuft eine junge Frau mitten in der Nacht aus dem alten Maison des Chevaliers. Ein Gespenst habe sie zu Tode erschreckt! Immerhin ist der Herrenhausbesitzer Hugo Filipier froh, seine aktuelle Geliebte auf diese Weise elegant los zu sein. Kurz darauf ist die Frau tot. Wasser auf den Mühlen der abergläubischen Dorfbewohner: La Dame Blanche, die Weisse Dame, Künderin nahenden Unheils, treibe in Eguisheim ihr Unwesen. Alle sarkastischen Bemerkungen von Chef de Police Céleste Kreydenweiss helfen da rein gar nichts. Als Céleste noch eine weitere Leiche im sonst so beschaulichen Eguisheim findet, haben sie und ihr akkurater Brigadier Luc Bato einen handfesten Fall zu lösen, der unheimlicher ist als jede Spukgeschichte.


Einäugig und einbeinig - die Polizei in Eguisheim war auch schon fiter. Doch anstatt sich von ihren bei einer Verfolgung im Weinberg zugezogenen Verletzungen zu erholen, werden Kreydenweiss und Bato durch die Gegend gescheucht. 

Mitten in der Nacht wird Céleste aus dem Schlaf geläutet. Ein Gespenst gehe um, auf dem Anwesen von Hugo Filipier. Nur ist Hugo nicht zuhause, aber seine Geliebte Segolène wurde von dem besagten Gespenst erschreckt. Als einige Tage später die Polizei wieder zu Filipier gerufen werden, ist Segolène tot. Herzstillstand durch einen wiederholten Schreck durch La Dame Blanche, wie das Gespenst in Eguisheim genannt wird? Spätestens als kurz darauf ganz in der Nähe eine Leiche gefunden wird, die garantiert nicht durch einen Schreck gestorben ist, suchen Kreydenweiss & Bato nach einem Zusammenhang. 

Den will die Brigade aus Colmar nicht sehen, sie haben einen Verdächtigen. Da Wolfsberger, der bis dahin zum Glück krank war, genau jetzt wieder zur Arbeit erscheint, ist klar, dass für ihn der Fall abgeschlossen ist. Die Eguisheimer jedoch ermitteln weiter und stossen auf Ungeheuerliches.

In diesem dritten Fall bekommt die Gerichtsmedizin und die Brigade neue sympathische Zugänge. Zum einen Praktikant Joël Blumtritt, der Sandrine, die in den Ferien weilt, vertritt. Er erinnerte mich an Abby aus Navy CIS, ein spezieller, lieber Typ, der in seinem Beruf voll aufgeht. Der kranke Wolfsberger wird von der neuen Kommissarin Lola Berchy vertreten. Mit ihr können Kreydenweiss und Bato gut arbeiten. Ich hoffe, sie tritt bald an die Stelle von Wolfsberger, auf so einen Menschen wie ihn kann man gut verzichten. 

Besonders Bato mag Lola gut, sie lenkt ihn ein wenig über seinen Liebeskummer mit Hortense hinweg. Die trifft sich nämlich mit einem anderen Mann. Aber auch Céleste hat Liebeskummer. Auch wenn sie ihre Arrangements mit Marco und Yves langsam selbst nicht mehr verstehen kann, merkt sie, dass ein Abschied naht. Das nagt mehr an der mutigen Polizistin, als sie zugeben mag.

Liebeskummer und Geister - diese Themen ziehen durch "Tödliches Elsass", für einmal mehr eine mega interessante Geschichte. 

Vitracs Fälle bleiben jeweils bis zum Ende hin spannend, denn erst müssen Kreydenweiss & Bato das Offensichtliche zur Seite schieben und hinter die Fassade schauen und graben wo sie können. Erfolgsgekrönt ist das Auflösen ihrer Fälle, wenn sie in der Vergangenheit der Beteiligten herum stochern, anstatt es sich wie Wolfsberger einfach zu machen.

Nicht nur die Fälle sind packend, auch die zwischenmenschlichen Geschichten, die Beschreibungen der Tatorte und Gegenden gefallen mir sehr gut. Hier merkt man einfach die Autorin durch - Jules Vitrac ist Fiona Blum - Stimmungen beschreiben kann sie auch in Krimis, und das nicht zu knapp. 

Fazit: Unheimlich spannend!
5 Punkte. 


Reihenfolge:
Band 3: Tödliches Elsass

Montag, 16. September 2019

Krimi: Tod im Theater von Dorothea Stiller (Agnes Munro 2)

Klappentext:
Nach den dramatischen Ereignissen des vergangenen Sommers sollte Agnes Munro sich eigentlich von Aufregung und Verbrechen fernhalten. Allerdings wird sie der Ruhe ihres Alltags im romantischen Küstenstädtchen Tobermory auf der schottischen Isle of Mull schnell überdrüssig. Als ihr ehemaliger Schüler einen renommierten Theaterpreis erhält, ergreift sie kurzerhand die Gelegenheit, etwas Leben auf die Insel zu bringen, und überredet das Theaterensemble zu einem Gastspiel. Doch noch bevor der erste Vorhang fällt, wird einer der Schauspieler auf der Bühne ermordet, und plötzlich wird Agnes erneut zur Hobbyermittlerin wider Willen – wird sie den Mörder auch dieses Mal finden?



Anfangs Jahr erschien der erste Teil der Agnes Munro-Krimiserie, die auf der Isle of Mull spielt.

Hier im zweiten Band lebt Agnes wieder in Tobermory, hat aber noch ihre Wohnung in Edinburgh behalten. Sie mag sich davon noch nicht trennen. Bei einem ihrer Aufenthalte besucht sie eine Theateraufführung, der Star ist ein ehemaliger Schüler von ihr. Agnes lädt die Truppe ein, ihr aktuelles Stück in Tobermory aufzuführen.


Kaum haben sie die erste Vorführung hinter sich gebracht, ist ein Mitglied der Theatergruppe tot. Schnell stellt sich heraus, dass es Mord war. Alle sind entsetzt, aber auch nicht wirklich traurig, denn der Tote war ein Fiesling. Wie viel fieser als nur auf den ersten Blick, kommt am Schluss heraus. Und so hätten fast alle Mitglieder einen Grund gehabt, ihren Kollegen um die Ecke zu bringen. Aber wer war es wirklich?


Viele Verdächtige und Agnes Munro als Gastgeberin mittendrin. Schon gleich zu Anfang wird ihr von DCI Mary Sinclair verboten, sich "schnüfflerisch" zu betätigen. Aber da Agnes wirklich mitten im Geschehen ist, und hier und da beim Aufräumen etwas findet oder nachts einige der Theaterleute zufällig beobachtet, kann sie nicht wegsehen. Doch dieses Mal hat sie keine Unterstützung von Matt, der sich auch von Fiona abgewendet hat. Immerhin letztere hält zu Agnes. Zusammen nehmen sie es locker gegen Matt und Mary Sinclair auf. 


Privat liegt leider auch einiges im Argen. Andrew möchte, dass Agnes zu ihm zieht. Doch sie ist noch nicht so weit und möchte eigentlich auch gar nicht ihre gewonnene Freiheit des Alleinewohnens aufgeben. 


Für Leser des ersten Bandes gibt es weniger Lokalkolorit, dafür treffen sie auf Bekannte wie zum Beispiel die alte Doris. 


Während ich dort, in "Tödliche Zeilen", schnell merkte, wer der Täter ist, hatte ich hier zwar einen (am Ende bestätigten) Verdacht, doch ich wusste bis zum Schluss nicht, ob meine Vermutung richtig ist. Immer wieder tauchen neue Indizien auf, die wirklich jeden verdächtig machen. "Tod im Theater" ist somit perfekt zum Miträtseln geeignet. 

Fazit: Kurzweiliger Cosy-Krimi für zwischendurch.
4 Punkte. 


Reihenfolge:
Band 2: Tod im Theater 

Samstag, 14. September 2019

#litlovecountdown #8 Beth O'Leary



Lasst uns zählen: 11, 10, 9, 8...

Und schon wieder ist eine Woche vorbei und wir sind im Countdown bei Nummer #8 angelangt: 


Beth O'Leary hat einen fulminanten Debüt-Roman vorgelegt, der zu Recht gehypt wird. Fast hätte ich ihn deshalb nicht gelesen - aber da Beth O'Leary bei der lit.Love zu Gast ist, wollte ich wissen, was sich hinter "Love to Share" versteckt. Ich wurde nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Die Lovestory, die in London spielt, wird eins meiner Jahreshighlights! 

Die Britin wird an der lit.Love am Samstag zusammen mit Katherine Webb über ihre Romanfiguren sprechen, am  Sonntagnachmittag aus ihrem Buch lesen und am Vormittag ein Meet & Greet abhalten. 


Die heutigen Countdown-Beiträge:





Heute haben wir euch Rezensionen zum Debütroman von Beth O'Leary:

Ganz frisch bei mir besprochen wie auch bei

Alexandra von Lesebuch und










Die unten aufgeführten Autorinnen werden wir im Countdown zur lit.Love vorstellen. Mit einem Klick auf den Namen kommt ihr zu den bereits erschienen Countdown-Beiträge. 







Unter den Hashtags #litlovecountdown und #litlove2019 findet ihr alle unsere Beiträge zum Countdown. 

Love to Share von Beth O'Leary

Klappentext:
Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln. 






Fast wollte ich diese Geschichte über diese Post-it-Wohngemeinschaft nicht lesen, sie wurde zu oft beworben, fast schon gehypt. Aber dann wurde ich doch neugierig, vor allem weil die Autorin im November Gast an der lit.Love ist. So habe ich die Geschichte doch noch gelesen - zum Glück, sonst hätte ich eine tolle Story verpasst.

Tiffy braucht nach der Trennung von Ex-Freund Justin eine neue Wohnung. Sie quasselt viel und ist total liebenswürdig. Die Wohnung mit Leon zu teilen, ist besser als nichts. Für beide ist es total ungewohnt, mit jemandem die Wohnung zu teilen und diese Person nicht zu kennen. Sie kommunizieren miteinander durch Post-it's oder Zettel, die überall in der Wohnung liegen.

Irgendwann sind beide neugierig aufeinander, doch sie gehen sich aus dem Weg. Das geht gut, denn Leon arbeitet in einem Hospiz, immer nur nachts. Er ist der ruhige Typ, der kaum redet. Für einen Patienten sucht er dessen grosse Liebe. Für seinen Bruder Ritchie, der womöglich unschuldig im Knast sitzt, hofft er auf eine weitere Anhörung. Leon hat Verständnis für alle, er ist zu gut für diese Welt. Und passt dabei wunderbar zu Tiffy.

Tiffy, die als Lektorin bei einem DIY-Verlag arbeitet, merkt langsam, wie sie von ihrem Ex-Freund Justin manipuliert und emotional missbraucht wurde - und immer noch wird. Ihre Freunde Gerty und Mo unterstützen sie, aber Tiffy muss den Absprung von Justin selbst schaffen. Daneben bekommt Tiffy Ritchies Geschichte mit und sorgt sich um ihn. Dies beeindruckt Leon, denn seine Freundin Kay interessiert sich für nichts, Ritchies Schicksal ist ihr egal und sie will auch nicht, dass Leon Tiffy kennenlernt.

Beth O'Leary lässt Tiffy und Leon abwechselnd über ihr Leben und wie es ihnen in der neuen und speziellen WG-Situation geht, erzählen. So bekommt der Leser beide Ansichten und die ganze Bandbreite von allen möglichen Emotionen mit. Beides sind tolle Charaktere, die man von Anfang an mag. Aber auch ihre Freunde, die Arbeitskollegen und die Nebenfiguren sind alle treffend gezeichnet.

Ich liebe Geschichten, die mit einer ungewöhnlichen Idee aufwarten. Sie sind viel zu selten, aber "Love to Share" ist eine dieser Raritäten. Wenn so eine Story zudem noch so gut umgesetzt wird wie hier, bekommt man wunderbar vergnügliche Lesestunden, die man nicht so schnell vergisst.

Gehypt wird der Roman zurecht, wie ich während dem Lesen feststellte. "Love to Share" ist eine total schöne und originelle Liebesgeschichte mit viel Tiefgang, leisem Humor und wunderbaren Charakteren.

Fazit: "Love to Share" ist ein grossartiger Liebesroman und schafft es auf meine Liste der Lese-Jahreshighlights! 

Freitag, 13. September 2019

Freitagsfüller 13.09.2019

Heute hatte ich mal wieder Lust und Zeit, den Freitagsfüller von Barbara auszufüllen :-)



1. Genau heute morgen um 7:35 Uhr habe ich einen Frosch gerettet. 
2. Eine Tasse Tee, ein gutes Buch und eine wärmende Decke finde ich schön an kühlen Herbstabenden.
3. Ich möchte mir gerne eine neue Uhr kaufen. Meine alte habe ich vor einer Woche kaputt gemacht :-( 
4. Meine Strickjacken sind sehr bequem. 
5. Eltern sind manchmal soooo schwierig (...sagen die Kinder) ;-) 
6. Den Film "Yesterday" fand ich total witzig und so schön.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich darauf, Nudeln mit Eierschwämmli, Tomaten und Rucola zu kochen, morgen freue ich mich auf einen gemütlichen TV-Abend mit meiner Tochter und Sonntag möchte ich ausschlafen.


Donnerstag, 12. September 2019

Schmidt malt von David Zaoui

Klappentext:
Der junge Pariser Künstler Alfredo hat sich darauf spezialisiert, die Träume von Tieren zu malen. Aber nicht von irgendwelchen Tieren: Alfredo malt die Träume von bipolaren Bären, kleptomanischen Krabben oder kapriziösen Kanarienvögeln. Leider ist es ihm bislang nicht gelungen, einen Galeristen von diesem revolutionären Ansatz zu überzeugen. Lediglich sein bester Freund und seine Eltern bestärken ihn darin, an sich zu glauben. Doch bis ihm der Durchbruch als Maler gelingt, muss Alfredo sich notgedrungen mit Gelegenheitsjobs durchschlagen, die ihm der roboterhafte Monsieur Dossier vom Arbeitsamt vermittelt. Alles scheint sich zu ändern, als die italienische Touristin Celestina und das Kapuziner-Äffchen Schmidt in Alfredos Leben treten: Celestina versteht Alfredos Bilder und sagt so wunderbare Dinge wie »Du musst mehr Blau in dein Leben bringen.« Und Schmidt? Schmidt wirbelt das Leben von Alfredo und seinen Nachbarn im Pariser Vorort Patin gehörig durcheinander. Und er stellt Alfredo vor die Frage, was ihm wichtiger ist: Erfolg – oder sich selbst treu zu bleiben?

Die Geschichte von "Schmidt malt" läuft nicht ganz so ab, wie im Klappentext beschrieben. Alfredo, ein junger Arbeitsloser, wohnt in einem Vorort von Paris. Er übernimmt Schmidt, das Kappuzineräffchen seiner an Alzheimer erkrankten Grossmutter Daisy. Von Daniel Dossier, Alfredos Betreuer vom Arbeitsvermittlungszentrum, bekommt er immer wieder neue Hilfsjobangebote. Die Jobs passen Alfredo nicht, denn er ist schliesslich weder Möbelpacker noch sonst etwas, sondern Kunstmaler, was er immer wieder betont. Nur hat er keine Kunstschule besucht und keinen Abschluss. 

Bis zur Mitte des Buches malt er nur einmal. Von daher konnte ich bis hierhin auch kein wirkliches Herzensanliegen feststellen, das Malen kommt eher als spärlich betriebenes Hobby rüber. Doch dann verliebt er sich in Celestine, und Schmidt beginnt zu malen. Aber nur unter bestimmten Umständen, die ich hier nicht verrate. Dummerweise sind es genau Schmidts Bilder, die Alfredo verkaufen kann. Nun ist Alfredo im Clinch mit sich selbst: endlich hat er Erfolg, aber es ist nicht sein Verdienst. 

"Schmidt malt" wird erst ab diesem Zeitpunkt interessant, vorher ist es einfach eine Story über einen arbeitslosen jungen Mann, der nicht wirklich etwas dagegen unternimmt. Bis dahin hatte ich Mühe mit der Geschichte, ich fand sie uninteressant, denn ich habe eine Abneigungen gegen inaktive Protagonisten. Deswegen lese ich Romane über junge Männer, die einfach so in den Tag hineinleben, rum maulen und nicht aktiv sind, nicht gerne.

Doch genau dies beschreibt David Zaoui im ersten Teil. Den Alltag von Alfredo, was er so macht oder was nicht, meist alles erfolglos. Der Protagonist zeigt kein Interesse, etwas zu lernen oder sich den Lebensunterhalt irgendwie zu verdienen.

Alfredos Eltern sind sehr nett, insbesondere Alfredos Vater, ein Tierpfleger, fand ich toll. Die Lebensweisheit, die er seinem Sohn mitgibt, ist: sei du selbst. Damit kann Alfredo aber gar nichts anfangen, denn für ihn ist klar, was er ist. Kunstmaler. So wie er es immer an Daniel Dossier schreibt. Bis das "sich selbst sein" in sein Inneres dringt, braucht es einiges - fast die ganze Länge des Romans. Und so sind die Figuren in zwei Gruppen aufgeteilt: die einen, die sich noch suchen und die anderen, sie sich erst noch finden müssen. Originale sind sie jedenfalls fast alle.

Erst im zweiten Teil, als Schmidt endlich malt, kommt Leben in die Geschichte. Das war dringend nötig, sonst hätte ich sie vielleicht nicht zu Ende gelesen - es ist einfach nicht die Art Geschichte, die ich mag, obwohl sie gut geschrieben ist. Zum Schluss hin macht aber alles Sinn, die Botschaft "Sei du selbst. Alle anderen gibt es schon" (so sinngemäss auch der französische Originaltitel) erreicht den Leser auf jeden Fall.

Die Szenen mit dem cleveren Affen sind manchmal schon etwas an den Haaren herbeigezogen, aber sie sind sehr witzig und sorgen für den nötigen Humor im eher tristen Umfeld. Die Kommunikation zwischen Alfredo und Herrn Dossier lockern den eintönigen ersten Teil des Buches auf. Man wartet förmlich drauf, dass Dossier seine Post endlich mal richtig liest und hat gleichzeitig Angst vor dessen Reaktion.

"Schmidt malt" ist kein Roman über Kunst und Malerei, sondern ein Roman über Selbstfindung, anfangs mit Mitleid suchenden Figuren, das Ende immerhin versöhnend. Der Held darin und ruhende Pol ist Alfredos Vater, der mit seiner Freundlichkeit, seinem tiefen jüdischen Glauben, seiner Lebenseinstellung und immer mit Keksen in der Tasche, nicht nur seinem Sohn ein Vorbild ist.

Fazit: Die Quintessenz des Romans: sei du selbst und wasche deine Hände! 
3.5 Punkte. 

Mittwoch, 11. September 2019

So gross wie deine Träume von Viola Shipman

Klappentext:
Als kleines Mädchen bekommt Mattie zu Ostern eine Truhe geschenkt, um darin alles zu sammeln, was sie als Erwachsene an ihre Familie erinnern würde: ihre geliebte Stoffpuppe, das Rosengeschirr, eine Schürze, eine Vase ihrer Mutter und vieles mehr. Jahrzehnte später: Mattie ist inzwischen schwer erkrankt, ihr Mann Don sorgt sich sehr um sie und stellt Rose, eine junge, alleinerziehende Mutter, als Pflegerin ein. Rose stößt auf die vergessene Truhe. Als Mattie anfängt, ihr die Geschichten zu den Familienerbstücken zu erzählen, erkennt Rose, was sie tun kann, um Mattie und Don zu helfen, in ihrem letzten gemeinsamen Jahr füreinander da zu sein. Ein hochemotionaler, tief berührender Roman über Menschen, die neuen Mut schöpfen und in einer schweren Zeit zu einer Familie zusammenwachsen.


Diesen Roman habe ich während dem Sommerurlaub am Hotelpool gelesen. Es war eindeutig der falsche Ort für diese Lektüre, aber an einem kalten Abend eingekuschelt auf dem Sofa, passt er auch nicht wirklich. Das Problem? Die Geschichte ist enorm traurig. Es ist definitiv kein Roman für alle Leser, man muss sich auf diese Traurigkeit einstellen und dies auch lesen wollen.

Mattie Tice und ihr Mann Don ziehen um im ein rollstuhlgängiges Haus. Dabei entdecken sie die Truhe, die Matties Eltern ihr geschenkt haben. Die Truhe ist voller Erinnerungsstücke und soll im neuen Haus in Matties Zimmer einen Ehrenplatz bekommen.

Jeri, die sechsjährige Tochter von Matties neuer Pflegerin Rose Hoffs, entdeckt die Truhe und nimmt etwas heraus, worauf Mattie und Don den beiden die Geschichte dazu erzählen. In den nächsten Wochen ermuntert Rose Mattie, ihr die Geschichten aller Gegenstände aus der Erinnerungs-Truhe zu erzählen. Mattie kann so die Vergangenheit nochmals erleben und Rose geben die Geschichten neuen Mut, denn auch sie hat es nicht leicht im Leben.

Shipmans Charaktere kommen in "So gross wie deine Träume" ausnahmslos liebenswert rüber. Jeder natürlich mit seiner Persönlichkeit und den eigenen Problemen, aber alle echt, ohne etwas zu Übertreiben. Der Schwarze Peter hat hier ausschliesslich die fiese Krankheit inne.

Wie auch die anderen Romane von Viola Shipman, ist auch dieser am idyllischen Lake Michigan angesiedelt. Die Stadt und die Gegend sind schön beschrieben, so dass man am liebsten gleich nach Saugatuck reisen und den Roman in Dons bevorzugtem Coffee Shop lesen würde.

Und auch hier spielt ein Möbelstück - wie bereits in "Weil es dir Glück bringt" das Rezeptekästchen - eine grosse Rolle: die Truhe - etwas Altes, das in der Gegenwart an die Vergangenheit und spezielle Erlebnisse erinnert, sowie zugleich tröstet und Mut macht für die Zukunft.

Fazit: Eine traurige Geschichte über schöne Erinnerungen.
4 Punkte. 

Dienstag, 10. September 2019

Immer wieder im Sommer von Katharina Herzog (Farben des Sommers 1)

Klappentext:
Zweimal hat Anna ihr Herz verloren: einmal an Max, doch die Ehe ging vor fünf Jahren übel in die Brüche. Und dann war da Jan … die unvergessene Liebe eines Jugendsommers. Schon lange fragt sie sich, was aus ihm geworden ist. Als sie erfährt, dass er auf Amrum wohnt, beschließt die sonst so vernünftige Anna spontan, mit ihrem VW-Bus gen Küste zu fahren. Doch dann meldet sich ihre Mutter, zu der sie seit 18 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, mit schlimmen Nachrichten und einer großen Bitte. Am Ende sitzen nicht nur Anna und ihre Mutter zusammen im Auto, sondern auch ihre beiden Töchter – und Max.


"Immer wieder im Sommer" wird abwechselnd von den konfliktfreudigen Frauen dieser Geschichte erzählt: von Frieda, Anna und Sophie.

Anna hat seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter und ist sehr überrascht, als sie auf einmal Post von ihr bekommt. Anstatt sie anzurufen, reist sie gleich hin. Nicht alleine wie erst geplant, sondern mit der ganzen Familie (Ex-Mann Max und ihre beiden Töchter Sophie und Nelly) im Gepäck.

Dass sie von Max geschieden ist, will sie ihrer Mutter verschweigen, doch Frieda findet es schneller heraus als gedacht. Und verkündet gleich allen, dass sie an Alzheimer erkrankt ist und in wenigen Wochen in ein Pflegeheim ziehen will. Ein Konflikt mehr, an dem sich alle Beteiligten messen müssen.

Viele Themen und Konflikte packt die Autorin Katharina Herzig in diesen Roman rein. Trotzdem war er nicht überladen, aber es gab viele Situationen, die wenig glaubhaft waren - beginnend mit der Reise zu Frieda.

Die Mutter-Tochter-Spannungen von früher wiederholen sich zwischen Anna und der widerspenstigen Sophie. Frieda gefiel mir am besten. Eine sympathische ältere Frau, die versucht sich selbst zu helfen, was nicht immer gelang, aber sie hat es immerhin versucht. 

Fazit: Ein Generationenroman, der nicht gross überrascht - die zwei anderen Romane der Autorin fand ich deutlich besser. 
3.5 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 1: Immer wieder im Sommer
Band 2: Zwischen dir und mir das Meer
Band 3: Der Wind nimmt uns mit

Samstag, 7. September 2019

#litlovecountdown #9 Silvia Konnerth

Das Programm der lit.Love ist diese Woche erschienen.
Nach einem Blick darauf ist klar: auch dieses Jahr kann frau sich kaum entscheiden, an welchen Programmpunkte sie teilnehmen möchte. Erneut ist der Plan voll mit interessanten Talks, spannenden Lesungen und fröhlichen Meet & Greets. Ausserdem gibt es Workshops für angehende Autorinnen oder Besucher, die einfach gerne für sich Texte schreiben. 


Lasst uns zählen: 11, 10, 9...  

Heute sind wir bereits beim Countdown #9 und bei Autorin Silvia Konnerth angelangt.

Bevor Silvia Konnerths aktueller Roman beim Blanvalet Verlag erschienen ist, hat sie als Self Publisher bereits drei Romane veröffentlicht. 

Diesen Sommer erschien nun "Heideblütenküsse", der von einer jungen Frau mit Heimat- und Schuldgefühlen handelt. Bei den Leserinnen kommt der stimmige Roman gut an, er hat auch mich begeistern können. Silvia Konnerth liest am Sonntag an der lit.Love aus ihrem Roman und nimmt am Samstag wie auch am Sonntag an einigen Talks teil. Die genauen Programmpunkte und Zeiten könnt ihr dem Programm entnehmen. 



Die heutigen Countdown-Beiträge:


Bei Susanne Edelmann und bei mir findet ihr die Rezension zu "Heideblütenküsse":


- Susanne empfiehlt die amüsante Lektüre für ein gemütliches Lesewochenende (wie wärs grad jetzt, an diesem Wochenende?)



- Ich könnte das Buch das ganze Jahr hindurch lesen, aber den Wohlfühlroman mit dem Ausbüx-Pferd Elvis solltet ihr wirklich bald lesen. 

- Alexandra von Lesebuch hat Silvia Konnerth interviewt. 




Die unten aufgeführten Autorinnen werden wir im Countdown zur lit.Love vorstellen. Mit einem Klick auf den Namen kommt ihr zu den bereits erschienen Countdown-Beiträge. 




  • Samstag, 24.08.2019: Jana Voosen
  • Samstag, 31.08.2019: Meike Werkmeister
  • Samstag, 07.09.2019: Silvia Konnerth
  • Samstag, 14.09.2019: Beth O’Leary
  • Samstag, 21.09.2019: Lucinde Hutzenlaub
  • Samstag, 28.09.2019: Kristina Valentin
  • Samstag, 05.10.2019: Persephone Haasis
  • Samstag, 12.10.2019: Manuela Inusa
  • Samstag, 19.10.2019: Adriana Popescu
  • Samstag, 26.10.2019: Annette Wieners
  • Samstag, 02.11.2019: Katherine Webb



Unter den Hashtags #litlovecountdown und #litlove2019 findet ihr alle unsere Beiträge zum Countdown.

Heideblütenküsse von Silvia Konnerth

Klappentext:
Gerade hat Emma ihre Scheidung hinter sich gebracht, da hat das Leben schon eine neue Herausforderung parat: Sie soll eine Pension in der Lüneburger Heide ankaufen. Eigentlich ein Klacks für die 36-jährige Maklerin, wäre da nicht ein Haken: Das Gebäude steht in Emmas Heimatort – und gehört ausgerechnet ihrer mittlerweile verhassten Jugendliebe Mark. Widerwillig reist Emma zurück nach Hause und wird mit alten Gefühlen konfrontiert. Und dann lernt sie auch noch Pferdewirt Leo kennen, zu dem sie eine besondere Verbindung spürt. Inmitten der idyllischen Heidelandschaft muss sich Emma nun die Frage stellen, was – und vor allem wer – ihr im Leben wirklich wichtig ist.



Silvia Konnerths aktueller Roman besticht zuerst mit seinem schönen Cover und dann mit seinem Inhalt. Denn schon von der ersten Seite an hat mich der Roman gepackt. 

Emma ist Immobilienmaklerin und soll in ihrem Heimatdorf eine Pension für einen Kunden kaufen. Doch diese Pension gehört Mark, Emmas Freund aus Kindertagen und ihrer ersten Liebe. Ihm gab sie als Kind ein Versprechen: dass sie alles tun würde, damit er nie aus Moorbach weg muss. 

Aber nicht nur deshalb hat Emma Bedenken nach Hause zu fahren und dieses Geschäft abzuwickeln. Anscheinend wurde Emma vor 16 Jahren in Schimpf und Schande aus Moorbach vertrieben, weil sie Schuld an etwas hat. Emma nagt noch immer daran. Um was es dabei geht, bleibt lange ein Geheimnis. 

Da sich Emma auch gleich mit ihren Eltern verkracht und Mark eh nicht gut auf sie zu sprechen ist. Obwohl er unterschiedliche Signale aussendet, fühlt sie sich ausgeschlossen. Nur Elvis, das Pferd, das immer ausbüxt, und dessen Besitzer Leo scheinen Emma zu verstehen. 

Elvis ist ohne Zweifel der Herzensbrecher und das Goldstück des Romans. Auch die anderen Charaktere sind der Autorin gelungen, so dass es eine runde und sehr stimmige Geschichte ist, die sich auch im wahren Leben so abspielen könnte. 

Fast bist zur letzten Seite überrascht "Heideblütenküsse" immer wieder aufs Neue, somit machte mir das Lesen enorm Spass. 

Wer Wohlfühlbücher mit einer authentischen Geschichte und schönen Landschaftbeschreibungen mag, der sollte zu "Heideblütenküsse" greifen. 

Fazit: Ganz schön viel los in der Heide - ein schöner Roman für alle Jahreszeiten. 

Donnerstag, 5. September 2019

Annas kleiner Teeladen von Fay Keenan (Little Somerby 1)

Klappentext:
Nach dem traumatischen Tod ihres Mannes möchte Anna noch einmal neu anfangen und übernimmt im englischen Little Somerby den kleinen Teeladen ihrer Patentante. Matthew soll nach einigen Enttäuschungen im Leben die Cider Farm seines Vaters fortführen – ausgerechnet an der Seite seines ungeliebten Bruders. Sein einziger Lichtblick: Die neue Besitzerin des kleinen Teeladens, die er nicht nur wegen ihrer köstlichen Cupcakes anziehend findet. Urige Dorffeste, Cider-Verkostungen unter den Sternen und die Liebe gehören bald zu Annas und Matthews neuem Leben. Doch dann geschieht eine Tragödie und die Geschichte scheint sich zu wiederholen.


Ich hoffte auf eine gemütliche Lovestory mit Landlebenfeeling und immer vorgeheizten Backöfen, damit es nie an Gebäck fehlt.

Dieses Teeladen-Feeling habe ich nicht gespürt. Es geht auch nicht um Tee oder mit viel Liebe und Kreativität gebackene Cupcakes (in einigen Sätzen bekommt man zwar mit, dass die gebacken werden, sie sind aber Nebensache), sondern mehr um die Liebesgeschichte zwischen Anna und Matthew. Sie verwitwet, er geschieden, beide mit Töchtern zurück gelassen. 

Während Anna, zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes, die Geschäftsführung des "Little Orchad Tea Shop's" für ein Jahr von ihrer Tante übernimmt und dafür mit ihrer kleinen Tochter Ellie nach Little Somerby zurück kehrt, blieb Matthew fast immer im Dorf und führt die Cider-Farm seines Vaters weiter. Matthew und Anna kennen sich noch von früher, und nähern sich einander an. Matthews fünfzehnjährige Tochter Meredith hilft dabei.

Diese Kennenlerngeschichte mit allen Auf und Abs ist das Zentrum des ersten Bandes dieser neuen Serie. 

Matthew hat die Cider-Farm aufgebaut und jahrelang Zeit hinein gesteckt, nachdem sein Vater Jack die Firma fast in den Abgrund steuerte. Doch Jack will immer mal wieder mitreden. So überrascht es auch nicht, dass er hinter dem Rücken von Matthew dessen Bruder wieder in die Firma aufnimmt. Sehr zum Leidwesen von Matthew, denn er gibt Jonathan die Schuld am Zerbrechen seiner Ehe. 

Anna könnte ebenso gut in einem Haushaltwarenladen, Computershop, Kiosk, oder sonst wo mit Kundenkontakt arbeiten - der Tearoom spielt nicht wirklich eine Rolle. Auch die Cider Farm nicht, die Szenerie ist hier überhaupt nicht entscheidend. Daher fehlte mir der Charme, den so eine Farm oder ein Café, ein Laden in Romanen oft inne hat, komplett. Es ist in erster Linie eine Beziehungsgeschichte und keine, in der ein Café enorm wichtig ist.

Mir fehlte aber auch in der Beziehungsgeschichte viel. Mit Matthew hatte ich Anfangs fast ein wenig Mitleid, doch dann macht er einen Fehler. Der an sich wäre irgendwie verkraftbar, aber nicht seine Reaktion. Real würde man ihn nicht aufgrund seines Fehlers, sondern seinem Verhalten danach zum Mond schicken. Sein passives Verhalten wirkt sich auch auf den Roman aus: es passiert lange nichts mehr.

Anna blieb mir den ganzen Roman hindurch viel zu blass, bei ihr fehlte mir eine Figurentwicklung. Jonathan ist ein elender Schleimer, ihm traue ich noch immer nicht über den Weg. Am liebsten mochte ich Meredith. Abgesehen von den beiden Kindern und Hund Senfton kann man die Figuren an einer Hand abzählen. Das dünkt mich für eine Dorfgeschichte recht wenig, vor allem da sich praktisch alle anderen nur als Statisten erweisen.

Durch die flache Erzählweise und die vorhersehbare Story bleiben dann auch die erwarteten Dramen spannungslos und somit konnte mich "Annas kleiner Teeladen" nicht begeistern. 

Fazit: Leider kein Wohlfühlbuch, sondern eine laue Liebesgeschichte über zweite und dritte Chancen. 
3 Punkte. 


Reihenfolge:
Band 1: Annas kleiner Teeladen
Band 2: Springtime at the Cider Kitchen (noch nicht auf Deutsch erschienen)
Band 3: Summer in the Orchard (noch nicht auf Deutsch erschienen)


Mittwoch, 4. September 2019

Krimi: Wer Lügen sät von Peter Tremayne (Schwester Fidelma 30)

Klappentext:
Fidelma hat einen Eid geschworen, über die Aufgabe zu schweigen, die sie im Auftrag ihres Bruders, des Königs, zu erfüllen hat. Der alte Abt, den sie als Ersten aufsucht, wird ermordet, noch bevor sie mit ihm sprechen kann. Kurz darauf sitzt Fidelma mit seiner mutßmaßlichen Mörderin im Kerker eines rebellischen Stammesfürsten. Im Land gehen Gerüchte um, ihre Familie hätte den Hochkönig in Tara ermordet und seine Frau entführen lassen. Fidelma muss schnellstens handeln.





Bei mittlerweile 30 Bänden dieser historischen Krimireihe aus Irland ist es fast jedesmal wie ein Besuch bei Bekannten, wenn man einen neuen Band von Schwester Fidelma aufschlägt.

Doch in diesem Band ist Fidelma äusserst wortkarg und erzählt ihrem Mann Eadulf nicht, wieso sie so dringend Abt Nessan aufsuchen muss. Eadulf besteht darauf mitzukommen, was Fidelma nicht so recht passt. Später hingegen wird sie froh sein, dass Eadulf und Enda aus der königlichen Leibwache sie begleitet haben.

Eadulf hat schlechte Laune. Er versteht nicht, wieso Fidelma ihm nicht wie sonst üblich erzählt, um was es bei dieser Reise geht. Als er wütend an ihrer Ehe zweifelt, sagt Fidelma ihm, dass sie einen "geis", einen heiligen Eid, geschworen hat und niemanden ihren Auftrag erläutern darf. Nicht, dass dies Eadulf irgendwie besänftigt, denn er kann ihr nicht helfen solange er nicht weiss, um was es geht. Auch Enda ist enttäuscht über Fidelmas Verhalten.

Durch diverse Situationen wie das Auffinden eines ermordeten Abtes, Überfälle, Gefangenennahme und vieles mehr geraten die drei immer wieder in Lebensgefahr. Sogar Fidelma weiss nicht mehr, wem sie trauen kann und wem nicht. Von wem die Gefahr ausgeht, ist allen schleierhaft. Doch die drei aus Cashel schaffen es schlussendlich, die Verstrickungen zu lösen.

Leider trug sich die schlechte Laune der Protagonisten auch auf mich über. Ich begriff nicht, wieso Fidelma ihren Begleitern nicht schon von Anfang an sagte, wieso sie nicht über die Sache reden darf. Das hätte die Reise für alle angenehmer gemacht.

Nach dem genialen Band 26 "Der Lohn der Sünde" und allen anderen guten Bänden war ich von "Wer Lügen sät" ein wenig enttäuscht. Fidelmas Geheimniskrämerei ging mir auf den Keks und die Verschwörungen waren zu wirr. Ausserdem war der geheime Auftraggeber nie physisch anwesend, was mir die Geschichte sympathischer gemacht hätte. 

Fazit: Am Ende doch ziemlich schlüssig, aber dennoch eins der schwächsten Bücher der sonst ganz tollen und lesenswerten Reihe.  
Knappe 4 Punkte. 


Bisher sind 30 auf deutsch übersetzte Bände erschienen. Band 31 ist im Juli 2019 in England und Amerika erschienen, auf Deutsch wird er wohl im 2020 vorliegen.

Band 1: Nur der Tod bringt Vergebung
Reihenvorstellung
Meine liebsten Nebenfiguren

Dienstag, 3. September 2019

Verliebt in Bloomsbury von Annie Darling (Bloomsbury 3)

Klappentext:
Nina steht auf Bad Boys. Die wahre Liebe ist wild und voller Leidenschaft, daran glaubt sie ganz fest. Mit weniger wird sie sich auf keinen Fall zufrieden geben! Doch Jahre mieser Online-Dates haben ihr nur Loser und Affären eingebracht. Da taucht Noah wieder in ihrem Leben auf, der Computer-Nerd aus ihrer Schulzeit, der von der ganzen Klasse gemobbt wurde. Eigentlich sieht er inzwischen gar nicht mal so schlecht aus, findet Nina – und muss überrascht feststellen, dass ihr Herz in seiner Gegenwart auf unerklärliche Weise schneller schlägt. Noah erinnert sich nicht daran, dass Nina ein Teil der schlimmsten Zeit seines Lebens war. Und Nina ist plötzlich sehr daran gelegen, dass das so bleibt. 


Im ersten Band schrieb Posy selbst einen Roman, im zweiten Band ist Verity von Jane Austens "Stolz und Vorurteil" begeistert und hier im dritten Band ist Nina Fan von Emily Brontes "Sturmhöhe" und sucht ihren eigenen "Heathcliff". Doch bisher hatte Nina immer Pech mit ihren Dates, die sie vor allen über Sebastians Dating-App kennenlernte. Sie will der App abschwören, was sich einfacher anhört als es auch wirklich zu tun. 

Nina, die Kratzbürste der Buchhandlung der einsamen Herzen, die Kuchen, Tattoos und 50er-Jahre-Kleider liebt, nervt sich über den Typen, der von Posy beauftragt wurde, die Arbeitsabläufe im Laden zu optimieren. Der Typ steht in der Ecke und beobachtet stundenlang wie Nina mit ihren Kollegen umgeht (kratzig, laut) und mit den Kunden (nett, hilfsbereit). Als er eines Abends mit ins Pub kommt, merkt sie, dass ihn ja kennt. Und das schon seit ihrer Schulzeit, als Noah von allen Mitschülern, besonders von Ninas Bruders gemobbt wurde.

Nina getraut sich nicht ihm zu sagen, dass sie ihn von früher kennt, auch dann nicht, als er feststellt, dass beide aus dem gleichen Londoner Vorort kommen. Dennoch freunden sie sich an und gehen miteinander aus, wobei Nina darauf besteht, dass es sich hierbei immer nur um "Nicht-Dates" handelt. Aber immer wieder überrascht Noah Nina. Noch nie hat ein Mann so viel für Nina getan oder ihr so gut zugehört. Doch er weiss noch immer nicht, wessen Schwester sie ist...

Nina und Noah sind zwei tolle Figuren. Dass die beiden aus dem selben Ort kommen und dieselbe Schule besucht haben, macht die Geschichte speziell. Noah hatte eine schreckliche Kindheit, Nina fand keine berufliche Perspektive. Und doch haben sie das alles hinter sich gelassen, sich dabei selbst gefunden oder sind zumindest auf dem Weg dahin.

Von Band zu Band wird die Serie besser, Tom lernt man hier schon ein wenig besser kennen, doch um ihn und Mattie geht es erst im nächsten Band.

"Verliebt in Bloomsbury" ist die Krönung, der Höhepunkt der ersten drei Bände. Es hat Tiefgang, erzählt eine plausible und romantische Geschichte, und wer die Vorgängerbände kennt, weiss, dass auch der Humor nicht zu kurz kommt. Nach dem ersten Band hätte ich wirklich nicht gedacht, dass die Serie sich so gut entwickelt.

Fazit: Die Geschichte über die "Nicht-Dates" zu lesen macht total Spass. Man mag den Roman nicht aus den Händen legen, bevor er zu Ende gelesen ist. 
5 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 1: Der kleine Laden in Bloomsbury (aka Der kleine Laden der einsamen Herzen)
Band 3: Verliebt in Bloomsbury
Band 4: A Winter Kiss on Rochester Mews (noch nicht auf Deutsch) 

Montag, 2. September 2019

Die kleine Patisserie in Paris von Julie Caplin (Romantic Escapes 3)

Klappentext:
Schon immer wurde Nina von ihren drei großen Brüdern bevormundet. Deshalb kann die junge Köchin ihren Koffer gar nicht schnell genug packen, als sie die Chance erhält, für einen Job nach Paris zu ziehen. In einer Patisserie in der Nähe von Sacré-Cœur soll sie Back- und Kochkurse geben. Nur mit dem arroganten Besitzer Sébastian hat Nina nicht gerechnet: Seine Petits Fours und Macarons sind legendär. Sein Charme und seine intensiven Augen leider auch. Denn er ist der beste Freund von Ninas ältestem Bruder Nick. Und noch immer bekommt Nina in seiner Gegenwart weiche Knie.



Nina träumt davon Patisserie herzustellen. Deshalb denkt sie, sie könnte einiges lernen, wenn sie Sebastian, der beste Freund ihres Bruders und früher auch mal ein Freund von ihr, für einige Wochen in seinem neuen Bistro in Paris unterstützt. Ausserdem will sie einfach auch mal weg von zuhause, wo sie von ihren Eltern umsorgt und von ihren vier Brüdern genervt wird. 

In Paris angekommen wird Nina sogleich von Sebastian herum kommandiert. Ist das noch der Sebastian, den sie als Kind kannte, oder hat er sich dermassen negativ verändert? Nina versucht das Beste aus der Situation zu machen und freundet sich schnell mit Marguerite, einer langjährigen Stammkundin des Cafés an. Mit Marcel, dem komischen Kellner, wird sie nicht richtig warm. Er lässt Nina spüren, dass er mit Sebastians Idee, aus dem Café ein Bistro zu machen, nicht einverstanden ist. 

Auch Nina findet den Umbau blöd. Ebenso die Backkurs-Teilnehmer, bei dem Nina Sebastian assistiert. Sie freundet sich schnell mit Maddie, Jane, Peter und Bill an. Die bunt zusammen gewürfelte Backschülerschar ist beeindruckt von Ninas Backkünsten und so geht es nicht lange und sie alle - zusammen mit Marcel - hecken einen Plan aus, um Sebastian davon zu überzeugen, dass Paris dieses kleine Café braucht. 

Sebastian bekommt davon nichts mit. Er ist mit seinem gebrochenen Bein und der Tatsache, dass sein Freund Alex mit Nina ausgeht, beschäftigt und ist äusserst eifersüchtig. Also will auch er mit Nina ausgehen, wovon aber Ninas Bruder nicht begeistert ist, als er davon hört. Und Nina? Fühlt sich wie auf einer Achterbahn.

Sebastian ist arrogant. Aber ihn kann man gut beiseite schieben und sich an den Geschichten der anderen Charakter, allen voran die der Backtruppe, erfreuen und zuschauen, wie sie Paris entdecken und sich miteinander verbünden.

Die Streifzüge mit Nina durch die diversen Patisserien in Paris lasen sich so, als ob man auch dabei wäre und sich mit Nina durch alle Köstlichkeiten probiert. Sie machen Lust wieder mal nach Paris zu reisen oder zumindest in der nächsten Patisserie einzufallen und sich einmal quer durchs Angebot zu essen.

Mir haben Band 1 und 2 der Romantic Escapes-Serie schon gut gefallen. Durch den einnehmenden Schreibstil, die versprühte Romantik und den grosszügigen Genuss (den hier endlich mal niemand bereut!) der Patisserie-Stückchen ist aber der dritte Teil definitiv der schönste und romantischste Band der Serie bisher.

Fazit: Ein romantischer Lesegenuss! 

Reihenfolge:
Band 3: Die kleine Patisserie in Paris 

Eine weitere Rezension zum Roman findet ihr bei Frau Goethe liest

Sonntag, 1. September 2019

Lesebiografie August 2019

Man merkt deutlich, dass bis Mitte August Ferien waren - ich hatte viel Zeit zum Lesen. Zum Beispiel in den ersten zwei Augusttagen, an denen ich am Strand lag und pro Tag zwei Romane gelesen habe. Aber auch nach den Schulferien hab ich noch öfters als sonst gelesen, da das TV-Programm gähnend langweilig war und wir das Gerät fast nur noch für die Nachrichten einstellten. 

Am meisten freut es mich, dass mir die meisten der neunzehn im August gelesenen Bücher gefallen haben. So sind nur vier Bücher unter 4-Punkten dabei. Mit sechs 5-Punkte-Bücher und einem 4.5-Punkte-Buch kann der August nicht nur quantitiv, sondern auch qualitativ toll abschneiden. 

Leider war aber auch ein Roman dabei, der mich so langweilte, dass ich ihn nach 80 Seiten abgebrochen habe. Und grad nochmals leider: er stammt aus der Feder einer meiner Lieblingsautorinnen. Es handelt sich dabei um: "Ein letzter Tanz in Havanna" von Juliet Hall.


Wie euch bekannt sein dürfte, liebe ich die Schwester-Fidelma-Serie von Peter Tremayne. Doch seit letztem Jahr habe ich die Bände nicht mehr kurz nach der Veröffentlichung gelesen, sondern habe gewartet. Es lag auch daran, dass sie nicht mehr wie früher immer jeweils im Dezember/Januar heraus kamen, sondern irgendwann im Laufe des Jahres. Zuerst wollte ich Band 26 und 27 deswegen nacheinander lesen, doch dann kamen andere Bücher dazwischen und es wurden immer mehr. Mitte August kam nun Band 30 heraus, und nun habe ich direkt nacheinander Band 26 bis 30 gelesen, heute morgen die letzten Seiten von Band 30 (aber ich zähl ihn noch zum August dazu, irgendwie beginnt der September für mich erst morgen Montag). Jetzt bin ich gespannt, wann Band 31 erscheint. Ich kann euch die Serie nur empfehlen. Band 30, "Wer Lügen sät", werde ich nächstens rezensieren. Ich empfehle euch aber die Serie in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da sie aufeinander aufbaut. 

Aber kommen wir zu der Leseliste: 

3 Punkte:
- Dunkle Nächte auf Montmartre von P.B. Vauvillé 

3.5 Punkte:
- Immer wieder im Sommer von Katharina Herzog 
- Das Glück hat viele Seiten von Ella Zeiss 
- Die Gärten von Monte Spina von Henrike Scriverius 

4 Punkte:
- So gross wie deine Träume von Viola Shipman 
- Die Fäden des Glücks von Julia Fischer 
- Apfelträume von Anne Barns (Kurzgeschichte) 
Südlichter von Nina George
- Der Tod wird euch verschlingen von Peter Tremayne (Schwester Fidelma 27)
- Die Wahrheit ist der Lüge Tod von Peter Tremayne (Schwester Fidelma 28) 
- Ihr Los ist Finsternis von Peter Tremayne (Schwester Fidelma 29) 
- Wer Lügen sät von Peter Tremayne (Schwester Fidelma 30) 

4.5 Punkte:
- Shark Club von Ann Kidd Taylor

5 Punkte: 
- Die kleinen Leute von Pittlewood von Ellen Barksdale (Tee? Kaffe? Mord! 10)
- Die kleine Patisserie in Paris von Julie Chaplin (Romantic Escapes 3)
- Effi liest von Anna Moretti
Das Lavendelzimmer von Nina George - ein  Reread
- Verliebt in Bloomsbury von Annie Darling (Bloomsbury 3)
- Der Lohn der Sünde von Peter Tremayne (Fidelma 26)



Wie oben erwähnt, hab ich im August mehr gelesen als geschrieben. Deshalb fehlen auch noch einige Rezensionen. Ab nächster Woche sollte sich mein Alltag wieder normalisieren und so werde ich auch wieder Zeit zum Rezensionen schreiben haben. Laufe des September könnt ihr dann meine Meinungen zu folgenden Titel hier auf dem Blog nachlesen:

- Verliebt in Bloomsbury
- Der Lohn der Sünde
- Die kleine Patisserie in Paris
- Shark Club
- Die Fäden des Gücks
- So gross wie deine Träume
- Immer wieder im Sommer
- Dunkle Nächte auf Montmartre


Mitten im August erreichten mich die ersten Weihnachtsromane - ich bin es mich ja von früher vom Beruf her gewohnt, im Sommer thematisch Weihnachten zu haben, aber diese Romane bei 30° zu lesen, nein, das tue ich nicht. Damit warte ich bis das Wetter herbstlicher wird und die Temperaturen deutlich sinken. Als ET haben die meisten ja auch Mitte September, also kann ich mir auch Zeit nehmen. Das Wetter schlägt ab morgen um und vielleicht ist es ja übernächste Woche noch herbstlicher als die kommende. Dann passt es für mich :-)

Auf meiner Leseliste stehen aber auch einige Litlove-Romane, die ich für den Countdown lesen werde, wie auch Neuerscheinungen wie "Tödliches Elsass" von Jules Vitrac (aka Fiona Blum), "Der Geschmack unseres Lebens " von Julia Fischer, "Annas kleiner Teeladen" von Fay Keenan", "Schmidt malt" von David Zaoui, die alle schon bei mir warten und dann auch "Der Oktobermann" von Ben Aaronovitch, der in Deutschland spielt. 

Am letzten Septembertag erscheint "Ein unerledigter Mord" von Ann Granger, in dem Mitchell & Markby nochmals zurück kommen. Als alter Fan der Serie freue ich mich riesig und bin total gespannt darauf!

Mein SuB ist ausserdem immer noch gut gefüllt, so schnell geht mir die Lektüre nicht aus. Gut, dass ab Mitte Monat wieder einige Musiksendungen im TV starten, dazu lässt es sich gut lesen :-) 

Macht ihr das auch gerne oder darf euch bei eurer Lektüre nichts stören?