Dienstag, 21. April 2026

Zwei in einem Bild von Morgan Pager

Klappentext:
Jean ist gefangen im Museum, festgehalten auf einem Bild, das sein Vater Henri Matisse einst malte. Bis Claire, eine neue Mitarbeiterin des Museums, vor seinem Bild innehält. Als sie zufällig herausfindet, wie sie das Gemälde betreten kann, öffnet sich ihr eine Welt aus Licht, Farben und unerwarteter Freiheit. Gemeinsam durchstreifen Jean und Claire die Kunstwerke des Museums: Sie tanzen auf rauschenden Festen, fiebern bei Rennbahnen mit und wandern über sturmumtoste Klippen. Bis ihr vermeintlich grenzenloses Glück plötzlich in Gefahr gerät.



Plötzlich verändert der auf dem Kunstwerk lesende Mann seine Haltung - das kann doch gar nicht sein! Hat er mich eben angeschaut oder geht meine Fantasie mit mir durch? Diese und ähnliche Fragen stellt sich Claire, die neue Putzfrau im Museum, als sie in "ihrem" Raum putzt. 

Wer von uns hat sich nicht auch schon vorgestellt, wie es ist, wenn in die Bilder an der Wand Bewegung kommt? Seit einigen Jahren gibt es solche bewegten Filme und multisensorische Kunstausstellungen, in denen wir das Leben im und neben dem Bild wahrnehmen können. Die schaue ich ich mir immer gerne an, weswegen auch klar war, dass ich "Zwei in einem Bild" unbedingt lesen möchte. 

Morgan Pager geht mit ihrem Roman sogar noch einen Schritt weiter als die immersiven Ausstellungen: einige Tage, nachdem Claire sich die oben genannten Fragen stellte, lässt die Autorin ihre Protagonistin in das Bild hinein steigen und sich mit den abgebildeten Personen darauf unterhalten und noch viel mehr erleben.

Neben der Entdeckung weiterer Kunstwerke und ihrer Figuren beschäftigen sich die Protagonisten, Claire und Jean Matisse, auch mit dem Zeit- und Kulturunterschied von etwa hundert Jahren. Die Zeit, in der das Bild gemalt wurde und die Zeit, in der Claire lebt. Jean fragt sich zum Beispiel, welchen Nutzen dieses langeckige Kästchen, das die Menschen seit mehren Jahren in der Hand halten, wohl haben mag. 

Die kleine Flucht aus dem Alltag, die wir uns manchmal wünschen, wird Claire von der Autorin gegönnt und auch wenn Claire oft einfach in den Bildern bleiben möchte, meistert sie es hervorragend in beiden Welten zu leben und trotzdem mit beiden Beinen in der Realität zu stehen. 

Mir hat enorm gefallen, wie beide Seiten gleich gut gezeichnet wurden, die reale, Welt, in der Claire lebt, und die von Jean und Co. Ich würde gerne einige eindrückliche Beispiele nennen, doch dann müsste ich spoilern und das will ich nicht. Der Roman überrascht nämlich auch immer wieder durch neue Twists, die man nicht vorhersehen kann.

Wie immer bei solchen fantasievollen Geschichten bin ich jeweils extrem gespannt auf das Ende, auch das gelingt Morgan Pager perfekt. Mit diesem Roman ist ihr ein wundervolles Debüt gelungen, der Schreibstil und die Geschichte überzeugen.

Jede Person, die diesen Roman gelesen hat, wird Museen in Zukunft anders betreten und die darin hängenden Bilder genauer betrachten, denn vielleicht, vielleicht sitzt die Krawatte oder liegt das Halstuch der gezeichneten Figuren beim nächsten Besuch tatsächlich nicht mehr ganz akkurat oder das Buch ist nicht mehr auf derselben Seite aufgeschlagen... 

Fazit: Ein toller, charmanter Roman, der noch sehr lange in Erinnerung bleibt! 
5 Sterne. 


Die Musikstunde, 2017, Henry Matisse



Donnerstag, 16. April 2026

Top Ten Thursday 16.04.26 - Zehn Autorinnen, deren Bücher dich begeistert haben

Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtitel, Buchcover oder ähnlichem erstellt. Das es in meinem Layout mit 12 Bildern aber besser aussieht als mit zehn, gibt es bei mir jeweils eine "Top Twelve".


Stelle Autorinnen vor, deren Bücher dich begeistert haben 


Bei der heutigen Frage ist die Auswahl riesengross. Ich könnte eine Liste mit ausschliesslich deutschsprachigen Autorinnen füllen, aber auch eine nur mit englischsprachigen; eine Liste von Autorinnen, die nur historisch schreiben; sicher auch eine mit Krimiautorinnen und auch weitere. Entschieden hab ich mich schlussendlich für Autorinnen, von denen ich jeweils mehrere Bücher gelesen habe und eine Mischung von je sechs deutsch- und englischsprachigen Autorinnen. Die Liste ist nicht vollständig und es sind auch nicht unbedingt meine Lieblingsbücher der jeweiligen Autorinnen auf der Liste, ich hab die Titel random gewählt.

Zuletzt noch einen Satz an jede Autorin, die weiss, dass ich sie sehr gerne lese, aber die sich nicht darauf findet: das hat nichts zu bedeuten, ich lese euch mindestens genau so gerne! 
















Donnerstag, 9. April 2026

Top Ten Thursday 09.04.26 - Zehn Autoren, deren Bücher dich begeistert haben

Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtitel, Buchcover oder ähnlichem erstellt. Das es in meinem Layout mit 12 Bildern aber besser aussieht als mit zehn, gibt es bei mir jeweils eine "Top Twelve".



Zehn Autoren, deren Bücher dich begeistert haben 

Ein Top Twelve Thursday, der zugleich zufällig eine Krimi-Edition ist (denn nur ein Autor aus meiner Liste schreibt keine Krimis, seine Romane bieten aber doch auch viel Spannung) und dann war da plötzlich auch alles blau: 



  


Und ihr so? 😁

Mittwoch, 1. April 2026

Neuerscheinungen und Monatsvorschau April 2026


Noch zwei Tage, dann stehen Osterfeiertage und unterrichtsfreie zwei Wochen auf meinem Programm. Perfekt, um mich von den anstrengenden Märztagen zu erholen. Und wie könnte man das besser als mit guter Lektüre und sonnigem Wetter?

Gestern gegen Abend hat es noch geschneit, doch ab Karsamstag soll es warm und schön werden. Also heisst es nicht nur Lektüre, sondern auch Sonnencreme bereit legen!

Mein SuB ist zwar gut gefüllt, aber die eine oder andere April-Neuerscheinung möchte ich doch zeitnah lesen. 










Auf meiner April-Leseliste stehen auf jeden Fall "Mit anderen Augen" von Jane Tara, vielleicht der erste "Firefly Island"-Band von Miriam Covi und auch "Ein Ort, der bleibt" von Sandra Lüpkes. Dieser Roman spielt zumindest zum Teil in Izmir, das muss ich einfach lesen!

Später ziehen auch noch die neuen Titel von Jenny Colgan, Jane Linfoot, Daniele Palu, Alexander Oetker und Ann Granger ein.

Might Reads sind "Unter Wasser", "Weisser Sommer", "Happy Wife" und "Der letzte Leuchtturm." Der Geschichtsband "Antike Mythen ohne Männer" muss ich irgendwann auch lesen, das Buch sah in der Verlagsvorschau sehr gut gemacht aus. 

Welche Lektüre habt ihr für den April geplant? Dürfen auch einige Neuerscheinungen einziehen oder baut ihr euren SuB ab? 


Frohe Ostern!