Mittwoch, 13. August 2014

Sommer im Herzen von Mary Kay Andrews

Klappentext: 
Ein Mann, vier Frauen und eine Bar direkt am Strand: der perfekte Sommerroman – große Liebe inklusive
Grace Stanton ist eine erfolgreiche Lifestyle-Bloggerin. Als sie jedoch ihren Ehemann dabei erwischt, wie er sie mit ihrer Assistentin betrügt, gehen die Pferde mit ihr durch: Sie fährt seinen teuren, heißgeliebten Sportwagen in den Swimmingpool. Kurze Zeit später passt ihr Haustürschlüssel nicht mehr, ihre Kreditkarten sind gesperrt und auch der Zugang zu ihrem Blog ist gelöscht. Sie reicht die Scheidung ein, doch der Richter verdonnert sie erst einmal zu einer Trennungsbewältigungstherapie. Das hat ihr gerade noch gefehlt! 
Am Anfang denkt Grace noch, dass sie mit den anderen vier Teilnehmern absolut nichts gemeinsam hat. Doch dann verhält sich die Therapeutin so seltsam, dass die fünf beschließen, ihre eigene Gruppensitzung jeden Mittwochabend in der „Sandbox“ abzuhalten. Dabei stellen sie schnell fest, dass sie doch mehr verbindet, als sie dachten. Können sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und zusammen einen neuen Weg ins Leben finden?


Beim Lesen der ersten Seiten bin ich erschrocken - der Schreibstil erinnert extrem an Sophie Kinsella. Eine betrogene Ehefrau, die noch im Schock das teure Auto ihres Mannes im Swimmingpool versenkt. Das kann doch nur von Frau Kinsella sein. Aber nein. Leider blieb das Buch fast durchgehend auf diesem Niveau. Zwar versucht M.K. Andrews zum Beispiel durch die Beziehung von Grace und Wyatt oder die Gespräche der Therapiegruppe in der Sandbox mehr Tiefe in das Buch zu bringen, das gelingt ihr aber nicht. 

Einige Charaktere wie Wyatt und seine kleine Familie sind sehr sympathisch gezeichnet, doch können sie den oberflächlichen Kinsella-Anteil nicht ausgleichen. 

Mary Kay Andrews konnte mich in Sachen Tiefgründigkeit noch nie überzeugen,  aber ihre Romane waren trotzdem nett zu lesen. "Sommer im Herzen" ist eindeutig ihr schlechtester bisher. Titel wie auch Cover find ich unpassend, auch der englische Titel "Ladies Night" passt nicht wirklich.

Wer Kinsella liebt, wird sich mit "Sommer im Herzen" gut amüsieren, alle andern lassen das Buch lieber im Gestell. 3 Punkte. 


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