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Dienstag, 14. Februar 2017

TV-Tipp: Agatha Raisin auf ZDFneo

Erinnert ihr euch an meine Rezensionen und anderen Beiträge zu Agatha Raisin? Sie kommt ins Fernsehen!

Agatha ist eine zielstrebige PR-Managerin, die sich vorzeitig zur Ruhe setzen will und sich in den Cotswolds ein Häuschen kauft. Mit ihr kommt der Tod ins beschauliche Carsely und alsbald betätigt sie sich als Hobbydetektivin. 

Foto-Copyright: ©ZDF/Colin Hutton
Der erste Band "Agatha Raisin und der tote Richter" (...and the Quiche of Death" erschien erstmals 1992. Seither veröffentlichte Autorin Marion Chesney, die das Pseudonym M.C. Beaton benutzt, jedes Jahr mindestens einen Kriminalroman. Auf Englisch sind bisher 27 Bände erschienen, auf Deutsch übersetzt sind aktuell sieben Bände, der achte Band "Agatha Raisin und der tote Friseur" erscheint am 16. März. 

Die Cosy-Crime-Serie wurde 2014 verfilmt und vergangenen Freitag konnte das deutschsprachige Publikum die erste Folge der achtteiligen Staffel auf ZDFneo verfolgen. Da wir in der Schweiz ZDFneo nicht im normalen Kabelangebot haben, habe ich die Sendung online geschaut. 

Leser der Serie müssen sich auf einige Änderungen gefasst machen. So erschienen mir alle Beteiligten jünger und attraktiver zu sein. Agathas Garten ist bereits top gepflegt und eins ihrer Zimmer nutzt sie als Fitnessraum. Sie fährt Rennrad und Polizist Bill Wong ist in Agatha verliebt. Leser der Bücher merken also recht schnell, was anders umgesetzt wurde ;-) Wenn man sich vor Auge führt, dass die der erste Band der Serie 1992 erschienen ist, noch im Zeitalter ohne Handy und Computer, muss man schon schmunzeln, wenn in Folge 1 bereits auf Laptops gegoogelt wird. Es gibt noch weitere Abweichungen der literarischen Vorlage, dies sind jedoch die Offensichtlichsten. Die Serie wird sehr modern umgesetzt. Unverändert bleibt der englische Humor. 

Mein Mann schaute mit und fand die Sendung langweilig. Ich stimme ihm zu, viel Spannung war in der ersten Folge wirklich nicht dabei. Aber das war im Buch ja auch schon so und besserte sich erst mit den weiteren Folgen. Am Anfang braucht es Zeit, bis alle Figuren vorgestellt sind. Ganz toll sind aber die Landschafts- und Dorfaufnahmen, die stechen bei vielen englischen Serien positiv heraus, hier ebenso. Ich werde mir die restlichen Folgen anschauen, jedenfalls bis zur siebten Folge, so weit ich die Serie gelesen habe. Und vielleicht auch die achte, obwohl noch nicht veröffentlicht? Mal sehen :-)

Habt ihr die Serie schon angesehen oder steigt ihr am kommenden Freitag mit ein? Wie gefällt euch die Umsetzung der Filmserie?

Ausgestrahlt wird "Agatha Raisin und..." jeweils Freitagabends um 21:45 Uhr in Doppelfolgen, wiederholt werden sie am Sonntag um 17:10 Uhr auf ZDF neo.


Meine Rezensionen zur Serie:
Vorstellung der Serie (Band 1 bis 3)
Agatha Raisins erster Fall (Kurz- und Vorgeschichte der Serie)



Samstag, 10. Dezember 2016

TV-Tipp: Die Glasbläserin von Petra Durst-Benning

Passend auf die Adventszeit wurde der Roman "Die Glasbläserin" von Petra Durst-Benning verfilmt. Gestern Abend lief der Film bereits auf Arte, am kommenden Montag, 12.12.2016, auf ZDF um 20:15 Uhr. 




"Die Glasbläserin" ist der erste Teil einer Trilogie, bei der mir der erste Teil weitaus am besten gefallen hat. Als der erfolgreiche Glasbläser Joost Steinmann stirbt, sind seine drei Töchter auf sich alleine gestellt. Sie wollen den Betrieb weiterführen, auch wenn das in Lauscha anno 1890 Frauen nicht erlaubt war. So gehen sie Anstellungsverhältnisse ein, bei denen keine glücklich wird und bald nehmen sie ihr Schicksal selbst in die Hand. 







Das Buch wurde nicht eins-zu-eins verfilmt, angedeutet wird dies schon mal, dass nur zwei der drei Schwestern aufgeführt werden. Gespielt werden Marie und Johanna von den Schauspielerinnen Luise Heyer und Maria Ehrich. Ob die dritte Schwester, Ruth, gar nicht vorkommt oder nur in einer Nebenrolle, werden wir ja dann sehen. Ich bin Verfilmungen von Büchern ja immer ein wenig skeptisch gegenüber eingestellt, so auch hier - wohl gerade weil mir das Buch extrem gut gefallen hat. So bin ich sehr gespannt auf den Film, den ich mir leider am Montag nicht anschauen kann, dafür aber aufnehme. 


Wer noch Weihnachtsgeschenke sucht: das Buch ist absolut empfehlenswert! Und die Verfilmung ist bereits als DVD erhältlich. Legt sie doch euren Tanten, Gottis, Müttern etc. unter den Christbaum, vielleicht dekoriert mit einer schönen handgeblasenen Christbaumkugel? 

Wer sich für die Kunst der Christbaumkugeln interessiert, darf sich das Buch nicht entgehen lassen! Und den Film natürlich auch nicht 😀 
Und wem dazu noch das passende Getränkt fehlt, dem sei das Lieblingsrezept der Autorin Petra Durst-Benning zu empfehlen:


Viel Spass beim Film schauen, Buch lesen und Glühwein trinken! 

Samstag, 31. August 2013

Mordkommission Istanbul

TV-Tipp:

Samstagabend, 31.August 2013 auf ORF2 um 20:15 Uhr


Mordkommission Istanbul - Rettet Tarlabasi

(mit Erol Sander als Inspektor Mehmet Özakin)






Die Krimiserie mit Inspektor Mehmet Özakin basiert auf den Romanen von Hülya Özkan. Özakin klärt mit Hilfe seines scheuen Kollegen - und oft gegen die Anweisungen seines Chefs - natürlich alle Fälle auf. In den spannenden TV-Folgen sieht man neben den gut verfilmten Romane auch einiges von Istanbul. Ein Muss für Istanbul-Liebhaber! 

Leider ist als Buch nur noch der dritte Band "in deiner Hand" erhältlich, doch wenn ihr die Bücher irgendwo sehen solltet, greift zu.  In diesem Herbst werden auf ORF und ARD noch weitere Folgen zu sehen sein, es lohnt sich, allemal besser als Tatort ;-)

Wer noch mehr eigensinnige Istanbuler Detektive kennenlernen möchte, dem empfehle ich die Bücher von Esmahan Aykol, Barbara Nadel oder Celil Oker. 

Dienstag, 27. August 2013

Im Kopfstand zum Glück - DVD von Irene Graf

DVD-Beschrieb (von Amazon): 
Vier Grossstadtmenschen in einem modernen Berliner Yogastudio: Der Film begleitet die Protagonisten während der Zeit ihrer Ausbildung zum Yogalehrer. Ihre Motive sind so unterschiedlich wie sie selbst: Sie wollen Yoga lehren, weil der Beruf zu wenig Erfüllung bringt oder weil sie einen seelischen Anker im Hochleistungsbetrieb benötigen, sie suchen einen Ausgleich zum einsamen Schreibtischjob oder wollen einfach tiefer in die Gedanken- und Lebenswelt der verschiedenen Yogalehren einsteigen. Der Film erzählt von Sinnsuche, Körpererfahrung, Grenzüberschreitung - und dem Leben in Berlin. Neben der Vermittlung des Grundwissens verlangt die Ausbildung von den Schülern vor allem, dass sie zu sich selbst stehen, dass sie ihre Fehler, Schwächen, Widersprüche, aber auch ihre Talente und Chancen in Beruf, Familie und bei Freunden erkennen. Jeder für sich allein und trotzdem gemeinsam bestehen sie diese Herausforderungen. Mit heiterer Anteilnahme werden die Protagonisten bei diesem Prozess beobachtet. 


Diese Dokumentation ist zwar interessant und gut gemacht, aber mir fehlte so einiges. Da alle vier Protagonisten aus kreativen Berufen kommen, haben mir eindeutig Personen gefehlt, die einfach nur Sachbearbeiter, Verkäufer etc. sind. 

Es schien so, als ob nur kreative Berufsleute mit unregelmässigen Arbeitszeiten diese Yogalehrer-Ausbildung machen. Ein bisschen "Normalität" um den Film spannender zu machen, wäre schön gewesen. 

Auch inhaltliches über die Ausbildung (z.B. in welchen Zeitabständen finden die Kurse statt? Und wie üben und lernen die Vorgestellten in dieser Zeit?) hat mir gefehlt. 

Die Ausbildungsleiterin kam bis auf die Schlussszenen sehr unzugänglich, emotionslos rüber. 

Fazit: ein interessanter Bericht, aber nicht lehrreich und auch nicht hilfreich, wenn man sich Gedanken darüber macht, ebenfalls solche eine Ausbildung zu absolvieren.