Samstag, 22. Dezember 2018

Winterwundertage von Karen Swan

Klappentext:
Alex Hyde, eine junge, höchst erfolgreiche Unternehmensberaterin aus London, nimmt wenige Wochen vor Heiligabend einen lukrativen Auftrag an: Sie soll »Kentallen«, einer familiengeführten Whisky-Destillerie, wieder zum Erfolg verhelfen. Kaum hat sie die abgelegene schottische Insel Islay betreten, begegnet sie Lochlan, Erbe der Dynastie. Attraktiv, charismatisch und unberechenbar – noch nie hat es Alex mit einem Auftraggeber wie ihm zu tun gehabt. Im Laufe der Zusammenarbeit kommen sie sich immer näher, die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem verschwimmen zusehends. Und Alex bemerkt zu spät, dass ihr, zum ersten Mal überhaupt, die Kontrolle entgleitet.



"Winterwundertage" oder das "Christmas Secret" hat mit dem neuesten Auftrag für Alex zu tun. Sie soll den Mitinhaber einer Whisky-Destillerie wieder auf den rechten Weg bringen. Lochlan hat sich bei seinen Verwandten unbeliebt gemacht, in dem er u.a. Geschäftsdeals platzen liess und seinen Cousin vor den versammelter Geschäftsleitung schlug. Dieser Auftrag ist der schwerste bisher für Alex, denn Lochlan verweigert die Mitarbeit mit ihr.

Das hätte ich wohl auch, denn Alex ist unsympathisch. Mit einer enormen Selbstverständlichkeit geht sie davon aus, dass sie ihren Job in Kürze erledigt hat, weil es ja ach so gnädig von ihr ist, so kurz vor Weihnachten diesen Auftrag noch anzunehmen und jeder die Chance freiwillig nutzen müsste, mit ihr zu arbeiten. Da hat sie die Rechnung aber ohne Lochlan gemacht, der nur minim sympathischer daher kommt als Alex. Seinen Standpunkt konnte ich zumindest verstehen. Aber ein Buch zu lesen mit zwei derart unsympathischen Gestalten, drei verschiedenen Erzählebenen und viel Geheimniskrämerei war nicht wirklich spassig.

Man weiss zwar, dass die beiden Vergangenheitseinschübe einen Bezug zur Gegenwart haben müssen, und etwas davon war auch schnell klar. Bloss machte das bis kurz vor dem Schluss keinen Sinn. Diese Einschübe fand ich uninteressant. Es passiert zwar immer etwas, langweilig ist es nicht, aber die gesamte Geschichte zieht sich dahin und kommt trotz allem nicht wirklich in Gang. Das Wissen um die vielen Geheimnisse, die erst recht spät geklärt wurden, machte aus dem Roman ein zähes Lesevergnügen. Hätte die Autorin einige der Geheimnisse für die Leser früher gelöst, wäre das Lesen wohl spannender gewesen.

Auf die vielen Erwähnungen von welchem Designer Alex Outfits jeweils stammen, hätte ich auch verzichten können. Nach den zwei letzten Romanen von Karen Swan dachte ich, sie hätte nun endlich die Vogue-Modejournalistin in ihr abgelegt. Aus Alex wurde daraus ein grösserer Snob, als sie eigentlich ist.

Fazit: Ein zu langer Roman mit tollem Setting, aber mit viel zu vielen Geheimnissen. 
3 Punkte.


Freitag, 21. Dezember 2018

Sternenwinternacht von Karen Swan

Klappentext:
Die begeisterte Snowboarderin Meg lebt und arbeitet in den Rocky Mountains. Eines Nachts kommt es während eines Schneesturms zu einer folgenschweren Katastrophe. Meg greift zum Funkgerät und setzt einen Hilferuf ab, der versehentlich bei einem Unbekannten landet. Jonas, berührt von Megs Verzweiflung, kann ihren Anruf nicht vergessen und funkt tags darauf zurück. Schon bald entwickelt sich eine zarte Freundschaft, und ganz langsam beginnt Meg sich zu fragen, ob sie vielleicht mehr für ihn empfindet. Doch kann man sich in jemanden verlieben, von dem man nur die Stimme kennt?




Alle Jahre wieder im Dezember (und manchmal auch unter dem Jahr) greife ich gerne zu einem Karen Swan Roman.

Mitten in den Rocky Mountain und abseits der Zivilisation lebt Meg mit ihrem Verlobten Mitch. Zur Arbeit fährt sie runter ins Dorf, sie arbeitet in einem Sportbekleidungsgeschäft. Als Mitch während eines schweren Unwetter nicht mehr zurück kommt und Meg ohne Telefon ist, um mit der Aussenwelt in Kontakt zu treten, hat sie Angst und setzt sich ans Funkgerät - und ist prompt mit dem All verbunden. Der norwegische Astronaut Jonas schickt ihr Hilfe. Die beiden beginnen sich zu schreiben und funken sich wenn möglich weiterhin an.

Meg hilft diese ungewöhnliche Freundschaft um ihre Trauer zu bewältigen. Doch auch ihre Freunde Lucie und Tuck trauern. Dazu fühlen sie sich schuldig, das Leben hat sich für alle verändert. Lucie scheint aber noch andere Geheimnis zu haben. Streit bleibt nicht aus.

Karen Swan hat eine tolle Geschichte vorgelegt. Die Idee, mit einem Astronauten in Kontakt zu kommen, während er gerade über den Rocky Mountains vorbei fliegt, ist schlicht genial. Das Setting - schneeverhangene Berge und Winterwälder in einem Wintersportgebiet - lässt auch die Leser von Schneeballschlachten und langen Spaziergängen im Schnee träumen.

Die Autorin packt aber noch andere Themen mit rein: Trauerbewältigung innerhalb einer Clique - wer hat das Recht am meisten zu trauern? Wer trauert "richtiger"?; Neues wagen, andere Lebensmittelpunkte auszuprobieren und einiges mehr.

Jonas war meine Lieblingsfigur, er ist ruhig und hat immer die richtigen Worte zur jeweiligen Situation. Meg und ihre Schwester Ronnie mochte ich auch sehr gut. Genervt von Anfang an hat mich Lucie. Dazu war mir eins ihrer Geheimnisse schon sehr schnell klar und ich war gespannt, wann das endlich zur Sprache kommt. Zeitweise war ich von Lucie so genervt, dass ich gar nicht mehr weiter lesen mochte. Aber zum Glück gab es ja noch die Erzählschiene mit Astronaut Jonas, die mich mit der Geschichte versöhnte.

Für die vollen fünf Punkte nervte mich Lucie zu sehr und die Geschichte zu langatmig. Mit 150 Seiten weniger wäre es perfekt gewesen.

Ein toller Roman für den Winterurlaub im Schnee - und für alle, die lieber anderen die kalten Füsse gönnen und das eigene Sofa zum Lesen vorziehen.

Fazit: Tolle, winterliche Atmosphäre mit einem Ausflug ins All - ein schöner Schmöker für lange Winterabende. 
4 Punkte. 


Donnerstag, 20. Dezember 2018

#litlovehistory Start mit "Das geheime Lächeln" von Bettina Storks


Heute ist Startschuss zur #litlovehistory



Seid ihr bereit? Habt ihr euch eure historischen Romane parat gelegt?
Oder bereits begonnen zu lesen?

Ich muss erst noch meinen aktuellen Krimi zu Ende lesen, das sollte später am Abend der Fall sein. Dann kann ich gleich zu "Das geheime Lächeln" von Bettina Storks greifen und vielleicht das erste Kapitel lesen. 

Darum gehts:
Als die Journalistin Emilia Lukin bei einer Auktion das Gemälde einer jungen Frau entdeckt, meint sie in ihr eigenes Spiegelbild zu blicken. Kann es sich um ihre Großmutter Sophie handeln? Um deren extravagantes Künstlerleben im Paris der 1930er-Jahre ranken sich wilde Gerüchte, Emilias Mutter Pauline aber hüllt sich in Schweigen. Emilia lässt das traurige Lächeln auf dem Porträt nicht mehr los, und so folgt sie dessen Spuren in die Provence und nach Paris. Dabei gerät sie tief in die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit ihrem verknüpft ist.


Bettina Storks stellte ihren Roman an der #litlove2018 vor. Ihre Lesung machte mich neugierig. Ich mag Paris, ich mag Bücher, in denen es um Kunst geht - was will ich also mehr? Und zudem finde ich den Titel sehr ansprechend, er ist schon ein Geheimnis an sich. 

Welche Bücher habt ihr euch für die #litlovehistory vorgenommen? Wer von euch liest "Das geheime Lächeln" oder später dann "Die Schokoladenvilla" und "Die Fliederinsel" mit? 

Wie weit seit ihr beim geheimen Lächeln schon? Wie gefällt es euch bisher? Oder habt ihr es schon gelesen?

Falls ihr an unserer Aktion mitmacht, benutzt doch bitte den Hashtag #litlovehistory, damit wir eure Beiträge nicht verpassen! 

Liebe Grüsse
Anya

PS: Kaffee und Kekse gibts morgen ;-)

Schlittschuhglück und Mandelduft von Debbie Johnson (The Comfort Food Café 3)

Klappentext:
Als Zoes beste Freundin Kate an Brustkrebs stirbt, stellt das ihre Welt auf den Kopf. In nur wenigen Stunden wird sie von der verrückten Nachbarin, die kaum eine Pflanze am Leben erhalten kann, zu einer Frau, die Verantwortung übernehmen muss. Denn sie ist nun die Erziehungsberechtigte für Kates sechzehnjährige Tochter Martha. Zoe zieht zusammen mit Martha in das kleine Dörfchen Budbury, in der Hoffnung, dass die frische Seeluft und das beschauliche Leben ihnen helfen, Kates Tod zu verarbeiten. Und die beiden haben Glück: Die Menschen dort sind sehr freundlich und haben stets ein offenes Ohr und eine Schulter zum Anlehnen. Als plötzlich Marthas lange verschwundener Vater auftaucht, sind die beiden umso mehr auf die Liebe und Unterstützung ihrer neuen Freunde angewiesen.


Dies ist der dritte Band der "The Comfort Food Café"-Reihe von Debbie Johnson.

Zoe, die Pflegemutter von Martha, einer rebellischen 16jährigen, weiss nicht mehr weiter. Deshalb gönnt sie sich und Martha einige Wochen Auszeit in Budbury und mietet ein Haus in Cheries Siedlung. Kaum steigen sie aus dem Auto sind sie schon mitten drin in der quirligen Gemeinschaft. Martha macht einen auf Einsiedler und geht nicht auf die netten Freundschaftsgesten ein, aber Zoe fühlt sich von Anfang an pudelwohl.

Doch da taucht Marthas Vater Cal auf - und Zoes Seelenleben gerät ins Chaos. Ob er wohl Martha mit nach Australien nimmt oder er sie hier bei ihr lässt? Beides hätte Vor- und Nachteile für Zoe. Sie, die ja unverhofft zur Ersatzmutter wurde. Zoes inneres Zerreissen, das Pro und Contra, hat Debbie Johnson sehr gut aufs Papier gemacht.

Mich fasziniert, wie die Autorin es jedes Mal schafft, sich in die doch sehr unterschiedlichen Protagonisten einzufühlen. So ist man jeweils ganz schnell in der Geschichte drin und kann kaum aufhören zu lesen. Auch hier in "Schlittschuhglück und Mandelglück". Als Leser fühlt man sich mittlerweile zuhause in Cherries Café und beobachtender Teil der bunt zusammengewürfelten Budbury-Truppe.

Der deutsche Titel macht nicht viel Sinn. Schlittschuhlaufen tut niemand. Es ist auch nicht ersichtlich, dass dies der dritte Band einer Serie ist. Der Originaltitel "Coming Home to the Comfort Food Café" passt da viel besser, er beschreibt Zoes und auch Marthas Wunschzustand: sich nicht nur daheim fühlen, sondern auch bei sich selbst ankommen und ein Leben jenseits der Trauer führen.

Fazit: Eine emotionale Story über eine Frau, die plötzlich zur Pflegemutter einer Teenietochter wird und gleichzeitig den Verlust ihrer besten Freundin zu überwinden hat. 
5 Punkte.

Reihenfolge:
Band 1: Frühstück mit Meerblick
Band 2: Weihnachten mit dir
Band 3: Schlittschuhglück und Mandelduft
Band 4: Sunshine at the Comfort Food Café (noch nicht auf Deutsch erhältlich)
Band 5: A Wedding at the Comfort Food Café (erscheint im März 2019 auf Englisch)

Montag, 17. Dezember 2018

Die Prophezeiung der Giraffe von Judith Pinnow

Klappentext:
Ganz plötzlich gibt es eine Serie merkwürdiger Veränderungen im Leben der völlig unauffälligen Grundschullehrerin Hanna: Aus ihren Wasserhähnen fließt Mineralwasser, und sie bekommt Pakete mit Sachen, die sie nie bestellt hat. In ihrem Garten zieht eine Unbekannte in einen Wohnwagen ein. Nicht zu vergessen die Giraffe, die sie in ihrem Vorgarten dabei ertappt, wie sie mit langem Hals die Blätter von ihrer Kugelrobinie frisst. Hannas beste Freundin Svenja, die einen Hang zur Romantik hat, weiß, dass diese Häufung von seltsamen Ereignissen etwas zu bedeuten hat. Jetzt muss Hanna nur noch herausfinden, was – und wie sie diese magische Serie stoppen kann. Falls sie das überhaupt will.


Vor einem Jahren fiel mir das Buch mit der Schildkröte auf, ich schaffte es aber nie es zu lesen. Dafür klappte es nun mit Judith Pinnows neuem Roman. 

Hanna wohnt im Haus ihrer vor zehn Jahre verstorbenen Mutter. Es ist viel zu gross für sie, aber Hanna liebt es dort zu wohnen. Sonntags kommt ihr Bruder mit seiner Familie vorbei, unter der Woche arbeitet Hanna als Lehrerin und trifft sich nachmittags oder abends mit ihrer Freundin Svenja. Ein ganz normales Leben halt. Bis eines Tages eine Giraffe vor ihrem Haus steht, und ganz hinten in ihrem Garten im alten Wohnwagen die "Strickjackenfrau" einzieht - und weitere unerklärliche Dinge passieren.

Der Leser ist an diesem Punkt genauso unwissend wie Hanna. Nur, dass zumindest ich mir überlegte, wie das alles zusammenhängt, denn Hanna bildet sich das alles nicht ein, wirklich nicht. Die Lösung kommt Schritt für Schritt, während man Hanna und ihr Umfeld im Alltag durchs Jahr begleitet.

Hanna schaukelt jeden Morgen, fährt Rad, hat nette Nachbarn und gute Freunde und bei der Arbeit die gleichen Sorgen wie der Durchschnittsbürger - alles herrlich normal und bodenständig. Mir hat sehr gefallen, dass wir hier eine total normale Protagonistin haben, die mit sich und ihrem Leben zufrieden ist und eigentlich gar nichts daran ändern mag. Doch das wird alles infrage gestellt, als die vielen wunderlichen Dinge geschehen.

Die Geschichte ist leise und humorvoll geschrieben. Zwischendurch fällt immer mal ein wenig Glitzerstaub auf das Geschehen, so farbig wie die glitzernde Giraffe auf dem Cover. Die Längen mittendrin schiebe ich einfach auf meine Ungeduld, die wissen wollte was nun genau dahinter steckt.

Man könnte bemängeln, dass niemandem ausser Hanna und ihrer Nachbarin die Giraffe auffiel. Aber die Botschaft am Ende des Buches finde ich enorm wichtig und bin froh, dass es so glaubhaft endete. 

Fazit: Eine gemütliche Geschichte mit einer tollen Botschaft.
4 Punkte.

Freitag, 14. Dezember 2018

Mollys Weihnachtswunder von Melissa Daley (Katze Molly 2)

Klappentext:
In den malerischen Cotswolds haben Katze Molly und ihr süßer Nachwuchs bei der Cafébesitzerin Debbie ein liebevolles Zuhause gefunden. An kalten Tagen lockt das Café mit heißem Tee und leckerem Kuchen, und alle freuen sich auf ein gemütliches Weihnachtsfest. Doch dann taucht Debbies quirlige Schwester Linda auf. Während sie zu Debbies Entsetzen das Geschäft durcheinanderbringt, jagt ihr Kläffer Beau die Katzen durchs Haus. Molly, die schon einmal auf der Straße leben musste, sieht ihr Zuhause in Gefahr. Und als auch noch eines ihrer Kätzchen verschwindet, kann nur noch ein Weihnachtswunder alle wieder vereinen.



Das Leben meinte es gut mit Molly in den letzten Monaten. Sie fand ein neues Zuhause in Stourton-on-the-Hill bei Debbie und Sophie, wurde Mutter von fünf Kätzchen und ist auch die Namensgeberin des neuen Namen von Debbies Café, das am Ende des ersten Bandes in ein Katzencafé - das erste in den Cotswolds - umgestaltet wurde. Es könnte alles so schön sein.

Bis an einem Abend im Herbst, als Linda, Debbies Schwester, vor der Türe steht. Ein paar Stunden später hat Linda sich bereits in der Wohnung eingenistet, erst noch mit ihrem Hund Beau, und bald bleibt auch das Café nicht vor ihr verschont. Natürlich bleibt es nicht nur bei Lindas Einquartierung, alle Fronten kommen ins Ungleichgewicht: einige der Kätzchen rebellieren, Sophie hat Kummer und Nachbarin sorgt sich um ihr Haushaltwarengeschäft und das ist längst nicht alles.

Die Fetzen fliegen - kein Wunder, denn Linda scheint alles kaputt zu machen, was Debbie sich aufgebaut hat. Linda ist äusserst unsympathisch, realitätsfern und bemitleidet nur sich selbst. Molly spürt das alles, aber sie hat auch eigene Sorgen. Wieder wird die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben, das macht die Lektüre erst recht interessant. Wäre Molly ein Mensch, sie wäre mir in diesem zweiten Band zu gewissen Zeiten zu nervig. Debbie ist viel zu nett und oft wünschte ich mir, dass Molly ihr mal ins Gewissen reden könnte. Doch Debbie bekommt noch zeitig die Kurve und wehrt sich.

Aber schlussendlich ist bald Weihnachten und einige Wunder geschehen. Auch diesen zweiten Band hab ich mit viel Vergnügen gelesen. Es passieren nicht nur fiese Dinge, auch viel Schönes und Überraschendes, so dass es nie langweilig wird und man auch nicht in Negativität versinkt.

Lest am besten beide Bände direkt nacheinander, dann fühlt es sich wie eine runde, stimmige Geschichte an.

Fazit: Charmante und heimelige Geschichte rund um ein Katzencafé.
5 Punkte.

Reihenfolge:
Band 1: Glücksbringer auf Samtpfoten
Band 2: Mollys Weihnachtswunder

Freitagsfüller 14.12.2018





1. Diese Woche ist mir eingefallen, dass ich noch Geschenkpapier für die Kinder-Weihnachtsgeschenke besorgen sollte.
2. Ich liebe es, Glühwein zu trinken auf dem Chrischtchindlimärt.
3. Um die Wahrheit zu sagen, Crêpes essen mag ich auch sehr auf dem Chrischtchindlimärt. Die richtige Schuhwahl ist auch wichtig, sonst gibt es kalte Füsse. 
4. Gefütterte Schuhe, notfalls mit einer Wärmesohle sind meine Rezepte für warme Füsse. 
5. Ich liebe Schuhe von Rieker. Die sind so bequem!
6. Kara, meine graue Katze, kommt wahrscheinlich jeden Moment zu mir ins Büro, um mich zum Spielen aufzufordern.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich darauf, mit meiner Tochter TV zu schauen, morgen gehen wir einkaufen und Sonntag freue ich mich aufs Familientreffen. Meine Lieblingscousine ist dabei und zwei Cousins, die ich jahrelang nicht mehr gesehen habe. 

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Glücksbringer auf Samtpfoten von Melissa Daley (Katze Molly 1)

Klappentext:
Nachdem ihre Besitzerin ins Altersheim ziehen muss, wird Molly bei dem nachlässigen Rob untergebracht. Dort bekommt die kleine getigerte Katze weder regelmäßig Futter noch Zuneigung, stattdessen muss sie sich gegen Robs drei feindselige Hunde behaupten. Also beschließt Molly, ihr Glück in die eigenen Pfoten zu nehmen, und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise übers englische Land, um ein neues Zuhause zu finden. Zerzaust und abgemagert findet sie schließlich bei der herzensguten Debbie Unterschlupf. Debbie peppelt Molly liebevoll wieder auf, und das clevere Kätzchen bringt frischen Wind in Debbies Leben und deren kleines Café.



Ich bin ja eigentlich nicht so der Tiergeschichten-Fan. Doch diese hier hat mich neugierig gemacht. 

Debbie ist frisch geschieden und mit ihrer Teenie-Tochter in ein Dorf in die englischen Cotswolds gezogen. Sie hofft, dass ihr kleines Café endlich Profit abwirft. Aber jeden Abend schmeisst sie Sandwiches weg - sehr zur Freude zweier Katzen, die in der Nähe des Cafés Unterschlupf gefunden haben. Molly ist eine davon. Eigentlich ist Molly die Katze von Margery. Doch die alte Dame wurde dement und daraufhin von ihrem kaltherzigen Sohn/Neffen ins Pflegeheim gesteckt. Molly, das blöde Vieh, gab er einem Bekannten. Da Molly sich dort nicht wohl fühlt, haut sie ab und landet irgendwann vor Debbies Café. Debbie wird auf Molly aufmerksam und nimmt sie zu sich.

Wer jetzt denkt, Ende gut alles gut, irrt. Denn jetzt lernt Molly Debbie, ihre Teenie-Tochter Sophie und einige mehr kennen. Molly hat es nun zwar wieder warm und gemütlich und genug zu essen, aber ums Café steht es nicht zum Besten. Ideen sind gefragt.

Die gesamte Geschichte wird aus Sicht von Molly erzählt. Diese Erzählperspektive ist der Autorin sehr gut gelungen. Es ist einfach mal was anderes, wenn die Katze riecht, das was faul ist, sich aber nicht mitteilen kann und nach Lösungen sucht, um dann doch irgendwie darauf hinzuweisen. Auch die Eigenheiten der Charaktere werden von Molly ganz schnell aufgedeckt.

Mir hat das Lesen dieser schönen Geschichte richtig Spass gemacht. Am besten liest man das Buch an einem freien Tag auf dem Sofa und beginnt gleich, nachdem man diesen ersten Band ausgelesen hat, den zweiten. Den kann man übrigens auch unter dem Jahr lesen, nicht nur zur Adventszeit. 

Fazit: Herzerwärmende Story, die sich schnell weg lesen lässt. 
5 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 1: Glücksbringer auf Samtpfoten

Montag, 10. Dezember 2018

Hey Siri, willst du mich heiraten? von Judith Newmann

Klappentext:
Eine bezaubernde Liebeserklärung an eine Maschine – und an einen ganz besonderen Jungen. Gus ist 13 Jahre alt und Autist. Seine große Leidenschaft sind Wetterbeobachtungen, doch mit seinen Fragen überfordert er seine Mutter regelmäßig. Bis diese zufällig auf Siri stößt, Apples persönliche iPhone-Assistentin. Nicht lange, und Siri wird Gus‘ beste Freundin – immer ansprechbar, stets freundlich und nie um eine Antwort verlegen. Doch Siri stillt nicht nur Gus‘ Hunger nach Daten und Fakten, sondern sie hilft ihm auch, besser zu kommunizieren.


Die Lektüre von "Hey Siri, willst du mich heiraten?" lässt mich mit widersprüchlichen Gedanken zurück.

Zuerst einmal bin ich sehr enttäuscht, dass die Titel gebende und auch im Klappentext beschriebene Siri nur in einem einzigen Kapitel vorkommt. Wenn man Titel und Klappentext liest, geht man davon aus, dass Siri Hauptthema des Buches ist. Doch Siri ist einfach nur eine Episode aus Gus Leben, die gerade mal auf 12 Seiten beschrieben wird. Als Käufer und Leser des Buches wird man dadurch, nett ausgedrückt, total irregeführt.

Die restlichen 250 Seiten beschreiben vor allem viel Allgemeines über das Leben mit einem Sohn im autistisches Spektrum, das sehr spezielle Familiengefüge der Newmans und die Ängste der Autorin über die Zukunft ihrer Söhne. Sie hat einen witzigen Schreibstil, der das ernste Thema humorvoll aufbereitet.

Newmans Familie ist eh schon ein wenig aussergewöhnlich: 30 Jahre Altersunterschied zwischen Judith und John, verheiratet, sie leben nicht zusammen, schwanger (durch viel Geldinvestition) mit 40, und im Laufe der Zeit verschiedene Nannys, über die Newman auch einige Zeilen verfasst.

Vor allem gegen Ende hin wurde mir Newmans Selbstironie aber manchmal zu viel. Newman gibt zwar einen tollen Einblick in die Alltagsproblematik mit einem autistischen Sohn, doch meiner Meinung nach gibt sie viel zu viel Intimes über beide Söhne preis. Sie macht sich auf unendlich vielen Seiten Gedanken, was für einen Job Gus irgendwann mal ausüben kann, absolut berechtigt. Aber ihre Gedanken über Gus Intimleben - wird er jemals eine Partnerschaft eingehen, Sex haben und überhaupt checken was die Folgen sein könnten, Sterilisation ja oder nein? - wie auch anderes sehr Persönliches (welche Webseiten angeklickt wurden, dass Henry geldgierig ist und vieles mehr) gehört nicht in dem Ausmass in ein solches Buch. Ich hoffe sehr, dass ihre Söhne, wenn sie erwachsen sind und dieses Buch lesen, ihr nicht allzu böse sind. Ich würde Gus und Henry jedenfalls verstehen.

Durch die andauernden humorvoll vorgetragenen Ängste und Bemühungen um den autistischen Gus wirkt das Buch ein bisschen oberflächlich und lieblos, ich vermisste die nackte Ehrlichkeit - passende Schulen etc. zu finden und auch der Alltag zuhause war und ist ganz sicher kein Zuckerschlecken.

Fazit: Humorvoll und informativ, manchmal aber des Guten zu viel und viel zu wenig Siri.
4 Punkte. 

Samstag, 8. Dezember 2018

Weihnachtszauber in Michigan von Roberta Gregorio und Manuela Inusa

Klappentext:

Frankenmuth, Michigan, der wohl weihnachtlichste Ort auf Erden. Als Erins Grandma Tilly ihr kurz vor Weihnachten verkündet, dass sie sich dorthin aufmachen will, um sich "einen Santa Claus zu angeln", ist sie erst einmal wenig begeistert. Das ändert sich jedoch, als sie bereits am ersten Tag im Schneeparadies den äußerst attraktiven Noah kennenlernt, der wiederum seinen Grandpa Vito auf seiner Reise begleitet. Der charmante Vito nimmt am allseits beliebten Santa-Claus-Wettbewerb teil und erobert Tillys Herz im Sturm. Jetzt müssen nur noch Erin und Noah zusammenfinden - doch wie soll das gehen, wenn er ihr andauernd die kalte Schulter zeigt?
Wird der magische Weihnachtszauber Frankenmuths, der alles und jeden einhüllt, auch über Noah kommen und Erin ein weihnachtliches Happy End bescheren? 


Diese kurze Geschichte um Erin und Noah und ihren Grosseltern vermittelt absolute Weihnachtsstimmung. 

Beide staunen - unabhängig voneinander, da sie sich (noch) nicht kennen - dass ihre Grosseltern unbedingt nach Frankenmuth zum Santa Clause Wettbewerb wollen. Kaum angekommen, laufen sich die vier über den Weg. Noah und Erin müssen erst damit klar kommen, dass sich die Senioren so schnell gefallen. Das geht nicht ohne Missverständnisse vorbei. Doch bald finden auch Erin und Noah Gefallen aneinander. 

Eigentlich eine wunderschöne Story, denn die Idee, ein deutsches "Weihnachtsdorf" mitten in den USA anzusiedeln, ist ganz toll. Der viele Schnee, die Christbaumkugeln, Santa Clause, Mistelzweige und alles was mit Weihnachten zu tun hat, passt perfekt und ist voller Weihnachtsflair. Auch die Lovestorys fand ich schön und passend. 

Alles gut und schön - aber nur bis zum Lesestatus von 80%. Bis dahin hätte ich der schönen Geschichte 5 verdiente Punkte vergeben. 

Dann wird man leider urplötzlich aus dieser heimeligen Weihnachtsatmosphäre rausgeholt, und kurz darauf, bei 87%, ist die Geschichte bereits zu Ende. Das fand ich sehr schade und gab dem Lesevergnügen, das ich bis dahin hatte, einen grossen Dämpfer. Der Schluss ist zwar okay, er hätte aber viel besser an einen anderen Ort gepasst. 

Und so reicht es leider nur noch für enttäuschende 3 Punkte. 

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Krimi: Madame Bertin steht früh auf von Julie Masson

Klappentext:
An einem prächtigen Tag im Mai genießt Madame Bertin eine Ruhepause im Hinterhof ihrer Pariser Boulangerie – da muss sie beobachten, wie sich eine blutige Hand an die Fensterscheibe des angrenzenden Hauses presst. Schnell alarmiert die alte Dame die Polizei, doch die findet keinerlei Hinweis auf ein Verbrechen. Haben Madame Bertins Sinne ihr einen Streich gespielt? Auf keinen Fall, meint die rüstige Pariserin und beschließt, den unfähigen Gesetzeshütern zu helfen. Als Putzfrau verkleidet, verschafft sie sich Zugang zum Tatort im Nachbarhaus. Dort entdeckt sie nach eingehender Untersuchung tatsächlich Blutspuren. Aber Alter schützt vor Torheit nicht, und so kommt Madame Bertin dem Täter schnell näher, als ihr lieb ist.


Julie Masson ist bekannt geworden durch ihre "Commissare Lefevre"-Krimis, die in Südfrankreich spielen. Für "Madame Bertin" kehrt sie dem beschaulichen Leben in Contis-Plage den Rücken und begibt sich in Frankreichs Hauptstadt Paris.

Ein wenig erinnert "Madame Bertin" an Gardienne Lucie von Marie Pellissier, nur dass hier keine Hausmeisterin, sondern eine durch und durch französische Madame, die grossen Wert auf ihr Aussehen legt, Protagonistin ist. Luise Bertin ist eine rüstige Seniorin, die sich mit ihrem Handwerk - ihr gehört eine Bäckereikette - Auszeichnungen einholte und deshalb den Élysée-Palast, den französischen Präsidentensitz, schon seit vielen Jahren mit ihren Baguettes beliefert. 

Sie ist stolz darauf und freut sich, den neuen Präsidenten kennen zu lernen, der gerade sein Amt angetreten hat. Doch da macht sie eine Beobachtung im Nachbarhaus und ruft die Polizei. Von einem Verletzten oder gar einer toten Person ist nichts zu sehen. Der zuständige Polizist schiebt es auf das Alter von Madame Bertin. Doch Luise weiss, was sie gesehen hat und ermittelt fortan alleine. Nein, nicht ganz: in Freund von ihr ist Apotheker und der hilft nur zu gerne. Lieutenant Jean Luc Balterre hingegen ist nicht erfreut, als sein Chef ihm befiehlt mit Luise Bertin zusammen zu arbeiten - für beide ein grosses Übel.  

Eigentlich liest sich Julie Massons neuestes Werk wie ein Anne Perry Roman, nur spielt er im Hier und Jetzt und in Paris statt London. Alle Bewohner des Nachbarhauses kommen als Mörder in Frage. Wer das Opfer ist, bleibt lange ein Geheimnis, da die Leiche zunächst unauffindbar ist. Wie gut, dass Luise Bertin stadtbekannt ist für ihre legendären Soiréen - da fällt es nicht auf, dass die Gäste ihrer nächsten Abendgesellschaft alle etwas mit dem Vorfall im Nachbarhaus zu tun haben. Auch sonst zieht Luise alle Register, sie schiebt je nach dem wie es gerade nützlich ist, einiges auf ihr Alter und ist hiermit schon vorneweg für vieles entschuldigt, so dass ihr niemand böse sein kann.

Der Plot, der in sechs Gebäuden (Bäckerei, Nachbarhaus, Apotheke, der Palast, Polizeipräsidium und ein weiteres Hausobjekt) und auf den Strassen Paris angesiedelt ist, gefällt mir nicht schlecht. Auch die Figurenzusammensetzung - von allem was dabei - ist interessant. Aber leider litt die Geschichte teilweise an Realitätsnähe (vor allem bei der Polizeiarbeit) und wies zwar keine Längen, aber dennoch eine gewisse Langatmigkeit auf. Vielleicht war es schlicht das Zusammenspiel von einigen unwichtigen Details, zu wenig Parisflair ("ein Pariskrimi") und der ungenauen Polizeiarbeit, die mich störten.

Fazit: Netter Krimi, aber mit Luft nach oben. 
3.5 Punkte.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Krimi: Bittere Schokolade von Tom Hillenbrand (Xavier Kieffer 6)

Klappentext:
Eigentlich wollte der Luxemburger Koch Xavier Kieffer seine Jugendliebe Ketti Faber niemals wiedersehen – an ihre gemeinsame Zeit in Paris erinnert er sich nicht allzu gerne zurück. Doch als die Patisseurin ihn einlädt, ihre neue Schokoladenmanufaktur in der Nähe von Brüssel zu besichtigen, kann er nicht widerstehen. Kurz darauf wird Ketti brutal ermordet. Hat ihr Tod etwas mit jener mysteriösen Plantage in Westafrika zu tun, von der die Manufaktur ihren besonderen, fair angebauten Kakao bezog? Und was hat es mit dem Luxemburger Botschafter der Republik Kongo auf sich, der in etwa zur selben Zeit verstarb wie Ketti Faber? Kieffer beginnt zu ermitteln und kommt einem Verbrechen von ungeheuren Ausmaßen auf die Spur. Und er lernt, dass Schokolade eine sehr bittere Angelegenheit sein kann.

In diesem sechsten Band ist Kieffers Freundin Valerie mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt und lässt ihn ihr nicht helfen. So hat Xavier keine Gewissensbisse als seine Ex-Freundin Ketti Faber ihn kontaktiert. Wie er bald feststellen muss, ist die Kontaktaufnahme von ihr geplant worden. Ketti steckt nämlich in Schwierigkeiten. Als nicht nur Ketti, sondern auch ein Diplomat stirbt, ermittelt Xavier auf eigene Faust - und das nicht nur im Kakaobohnen-Universum.

Tom Hillenbrand greift wie gewohnt mehrere Themen auf und verpackt sie in eine spannende Story. Für Kieffer und auch für die Leser bleibt deshalb Kettis Mord lange unerklärlich. Die Krimihandlung ist solide, wenn auch teilweise recht konstruiert - zum Beispiel der Teil im Kongo.

Was mir weniger gefallen hat, ist, dass Kieffer erneut wie ein Schlot raucht. Nach dem letzten Band dachte ich, dass es nun endlich besser wird, aber hier steckt er sich gefühlt alle fünf Minuten eine Kippe in den Mund. Und abends kippen Pekka und Kieffer flaschenweise Wein in sich hinein. Zusätzlich hat Kieffer kaum Zeit in seinem eigenen Restaurant zu kochen oder anderswo gutes Essen zu geniessen. Die aufgezählten luxemburgischen Spezialitäten sind fast in jedem Band dieselben, es gibt also auch hier nichts Neues mehr. Für mich ist das ein grosser Widerspruch, denn die Serie wird als "kulinarischer Krimireihe" beworben.

Die Serie sollte daher besser mit "Wirtschaftskrimi" beworben werden, das wär ehrlicher und zutreffender, denn damit hat es Xavier Kieffer ja jedesmal zu tun. Diese unehrlichen Machenschaften wirtschaftlicher Grössen oder Firmen zu entlarven, darin ist er wirklich gut.

Fazit: Wem Kulinarik wichtig ist, wird nicht glücklich; wer unangepasste Ermittler und Wirtschaftskrimis mag, könnte "Bittere Schokolade "mögen.
4 Punkte. 



Reihenfolge:
Band 1: Teufelsfrucht
Band 2: Rotes Gold
Band 3: Letzte Ernte
Band 6: Bittere Schokolade 

Montag, 3. Dezember 2018

Montagsfrage 03.12.18


Was sind für dich die schönsten Weihnachtsbücher?

Weihnachtsromane gibt es ja jedes Jahr neue, immer mehr wie mir scheint.  Ein Dezember ohne Karen Swan geht fast nicht (z.B. "Winterglücksmomente" oder "Winterküsse im Schnee"). Und Matt Haig hat mit seiner Trilogie über den Weihnachtsmann und seine Familie wohl ein neues Lesevergnügen für Jung und Alt geschrieben. Die ersten beiden Bücher habe ich letztes Jahr gelesen, ich kann sie nur empfehlen - auch als Geschenk! - den dritten Teil werde ich nächste Woche lesen.

Mein allerliebster Lieblingsroman stammt aber aus der Feder von Carmel Harrington. Leider hat man "Every Time a Bell Rings" einen dämlichen deutschen Titel verpasst: "Ist die Liebe nicht schön?". Bitte nicht davon abhalten lassen, diese wunderschöne gefühlvolle Geschichte zu lesen!
Aber auch die Geschichte von Amanda Prowse, "Ein Winter voller Wunder", hat mir letztes Jahr sehr gut gefallen. 

Wenn ihr nur zwei Weihnachtsromane lesen könnt, dann bitte diese beiden!

Mit den diesjährigen Weihnachtsromanen bin ich noch nicht durch, sondern mitten drin: einer ist von Abby Clements, dann noch zwei von Karen Swan. Dazu noch Matt Haigs "Ich und der Weihnachtsmann", dann kann Weihnachten kommen! 


Und sonst so:
Habt ihr es gestern schon gelesen? Wir lesen historisch, vom 20. Dezember bis 6. Januar. Liest ihr mit? Abonniert schon mal den Hashtag #litlovehistory 

Sonntag, 2. Dezember 2018

Historisch lesen vom 20. Dezember bis 6. Januar: litlovehistory

Früher habe ich sehr oft und gerne historische Romane gelesen. Doch mit vermehrtem Aufkommen der Zeitebenenromane habe ich je länger je weniger Historisches gelesen. Oft schaue ich auf meinen SuB und denke, diesen und jenen historischen Roman könnte ich bald mal lesen. Meistens blieb es in diesem Jahr beim "bald".

Dann wurden an der lit.Love anfangs November in München einige interessante historische Romane vorgestellt. Und ich dachte wieder: will ich alles bald lesen! 


Wie viele historische Romane ruhen sich auf euren SuB's aus?

Damit es nun aber nicht wieder beim unverbindlichen "bald" bleibt, habe ich mich mit einigen anderen Bloggerinnen, die ebenfalls bei der lit.Love waren, zusammengetan. Wir werden in Zukunft immer wieder mal gemeinsame Aktionen durchführen, um euch die Bücher der lit.Love vorzustellen.


Bald schon geht es los. Vielleicht geht es euch wie mir: die vielen Familienbesuche (die zumindest bei mir mit viel Kochen verbunden sind) sind zwar sehr schön, aber in der Menge oft auch anstrengend. Zum Ausgleich und Abschalten muss ich zwischendurch einfach lesen! Ihr auch? Dann schliesst euch doch an, und lest mit!

Unsere erste Lese-Aktion nennt sich #litlovehistory. Unter diesem Hashtag könnt ihr unsere Aktion verfolgen - und auch selbst mitlesen. Denn lesen, das werden wir, und zwar vom 20. Dezember 2018 bis zum 6. Januar 2019. 

Wir haben uns vorgenommen, in diesen 18 Tagen mindestens zwei historische Romane zu lesen. Wir, das sind: Heike von Frau Goethe liest, Marie von Marie's Salon du livre, Susanne von Susanne Edelmann, Betty von luckyside, Alexandra von Lesebuch, Ute von scarlett59, und Lisa, die auf Instagram aktiv ist. 

Heike, Marie, Susanne und ich werden uns erlesen, was es mit dem geheimen Lächeln auf sich hat. Und Heike und ich werden auch noch Lust auf Schokolade haben.



Betty hat sich zwei Bücher vorgenommen, deren Autorinnen bei früheren lit.Love's zu Gast waren. Alexandra, Lisa und Ute hingegen schauen spontan, welche Bücher sie dann lesen werden. 


Weitere Bücher, die von uns wahrscheinlich auch noch gelesen werden, sind: 



Die Weihnachtsfeiertage sind Lesetage! 

Lest ihr mit? 

Dann lasst mir einen Kommentar da und verratet mit welchem historischen Roman ihr mitlesen mögt!

Unter den Hashtags #litlovehistory #mitBücherndurchdieZeit #litlove könnt ihr uns auf Instagram oder Facebook folgen oder euch mit uns verbinden. Auf der Facebook-Veranstaltungsseite wird es ab und zu Updates geben. Und wer weiss, vielleicht meldet sich die eine oder andere Autorin während unseren Lesetagen auch noch zu Wort :-)









Samstag, 1. Dezember 2018

Lesebiografie November 2018


Diesen November habe ich sehr viel gelesen. Man merkt, dass im TV wieder viele Musiksendungen kommen. Die eignen sich wie die Fussball-WM/EM's super, um zu lesen und ab und an ein Auge auf den TV zu werfen :-) Vom 9. bis 11. November war ich auf der lit.Love in München, die fünfstündige Bahnfahrt am Freitag nach München und am Sonntagabend zurück in die Schweiz mit dem IC-Bus eigneten sich prima zum Lesen.


Weil es so viele gelesene Bücher waren, habe ich sie dieses Mal nicht in der Leseabfolge, sondern nach vergebenen Punkten aufgelistet:

2.5 Punkte:
- Der Buchladen der verlorenen Herzen von Elisabetta Lugli 

3 Punkte:
Der letzte Caffé von Carsten Sebastian Henn 
- Der Winter der Wunder von Debbie Macomber 
- Tee? Kaffee? Mord! Der Besuch des lächelnden Belgiers von Ellen Barksdale (Band 5) 

3.5 Punkte:
- In der Nacht hör ich die Sterne von Paola Peretti 
- Madame Bertin steht früh auf von Julie Masson 
- Weihnachtszauber in Michigan von Roberta Gregorio und Manuela Inusa 

4 Punkte:
- Das Weihnachtscafé in Manhattan von Katherine Garbera 
- Engelsfunkeln von Viola Shipman 
- Ein Gentleman verschwindet von Matthew Costello und Neil Richards (Cherringham 30) 
- Ein jähes Ende von Matthew Costello und Neil Richards (Cherringham 31) 
- Bittere Schokolade von Tom Hillenbrand (Xavier Kieffer 6) 
- Tee? Kaffee? Mord! Der Club der Giftmischer von Ellen Barksdale (Band 6) 

5 Punkte:
- Liebe M., du bringst mein Herz zum Überlaufen von Anna Paulsen 
- Die Mondschwester von Lucinda Riley
- Der Mönch von Mokka von Dave Eggers 
- Glücksbringer auf Samtpfoten von Melissa Daley (Katze Molly 1) 
- Mollys Weihnachtswunder von Melissa Daley (Katze Molly 2) 
- Schlittschuhglück und Mandelduft von Debbie Johnson (Comfort Food Café 3)

Wie ihr seht, ist punktemässig alles von 2.5 bis 5 Punkten dabei. Zum Glück waren die höher bewerteten eindeutig in der Überzahl. Begeistern konnten mich natürlich alle 5-Punkte-Bücher, von daher war der November ein wirklich schöner Lesemonat.

Meine Rezensionen zu den Büchern habe ich oben verlinkt. Es folgen noch weitere Besprechungen, aber erst im Januar, zu "Liebe M.". Die Autorin dieses Buches, Anna Paulsen, war an der LitLove zu Gast und ich durfte sie, und auch andere Autorinnen, interviewen. Die Berichte kommen dann alle zwischen dem 20. Januar und 3. Februar.


Momentan lese ich noch einige Weihnachtsromane, und dann - bis vor den Weihnachtsferien am 20. Dezember - was ich grad Lust und Laune habe, geplant ist nichts. Stattdessen werde ich die Weihnachtsferien historischen Romanen widmen. Auf jeden Fall werde ich da "Die Schokoladenvilla" und "Das geheime Lächeln" lesen. Falls ihr auch noch historisches Lesematerial auf dem SuB habt, könnt ihr euch gerne mir und einigen anderen Bloggerinnen anschliessen und die Feiertage der Geschichte widmen. Also ich hab ja keine Ferien, sondern noch mehr zu tun als sonst mit all dem Gekoche für die Familien- und Freundesbesuche; doch zum Entspannen und Ausgleich brauch ich ganz viele Lesestunden. Merkt euch mal den Hashtag #litlovehistory - genaueres dazu nächste Woche!



Wie sah euer November aus und habt ihr für Dezember auch schon Lese-Pläne gemacht? Lest ihr auch gerne Weihnachtsromane?



Freitag, 30. November 2018

Freitagsfüller 30.11.2018





Den Freitagsfüller von Barbara gibts heute bereits zum 500. Mal! Gratulation!
Ich mach ja nicht so oft mit ;-)



1. Am Nikolaustag Samichlaus hat mein Onkel Geburtstag.
2. Heute morgen bin ich mit laufender Nase aufgewacht. Ich glaub, ich hab Schnupfen.
3. Hast du einen Adventskalender?
4. Advent ist ja schon bald. Nur noch einmal schlafen!
5. Ich kenne jemanden, der - bzw. die - sich sehr auf den Adventskalender freut.
6. Heraus zu finden, was in den Päckchen drin steckt, findet diejenige sehr spannend.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen lustigen Abend alleine mit meiner Tochter, morgen fahre ich in mein Heimatdorf um den Christchindlimärt zu besuchen und Sonntag wollten wir eigentlich ins Jura an einen Marché noel, doch da es nach starkem Regen aussieht, bleiben wir wohl einfach zu Hause und schlafen aus.



Mittwoch, 28. November 2018

Das Weihnachtscafé in Manhattan von Katherine Garbera

Klappentext:
Die ersten Schneeflocken fallen, ein Kribbeln liegt in der Luft, und über die Fifth Avenue zieht der köstliche Duft von Schokoladentorte - das festlich geschmückte Candied Apple Café ist bereit für Weihnachten! Hotelchef Mads Eriksson lässt sich von der besinnlichen Stimmung nicht anstecken. Es ist das erste Weihnachtsfest seit dem Verlust seiner Frau, und seine sechsjährige Tochter Sofia hat zusammen mit ihrer Mutter den Glauben an Santa Claus verloren. Doch als er Iona, die schöne Besitzerin des Candied Apple Cafés, kennenlernt, beginnt Madsʼ gefrorenes Herz zu tauen. Wird er etwa sein ganz persönliches Weihnachtswunder erleben?



Protagonistin in diesem Liebesroman ist Iona, eine von drei Besitzerinnen des Candies Apple Cafés. Iona liebt ihre Arbeit im Café, wo sie für PR und Finanzen zuständig ist, hilft aber auch im Betrieb mit, wenn nötig. Am besten gefällt ihr daran, dass sie mit ihren besten Freundinnen zusammen arbeiten kann.

Iona nagt noch daran, dass ihr letzter Freund Nico sozusagen die Fronten gewechselt hat: er ist nun mit ihrem Bruder Theo zusammen. Da Iona ihren Ex-Freund Nico in einer Datingplattform kennenlernte, will sie davon nichts mehr wissen und von Liebe eigentlich auch nicht. Aber dann trifft sie bei einem Geschäftstermin Mads. Sie verlieben sich extrem schnell (so schnell hab ich das bisher in keinem Roman mit erlebt), doch beide sind noch nicht bereit für eine neue Liebe. Mads hat vor einem Jahr seine an Krebs erkrankte Frau verloren und lebt mit seiner sechsjährigen Tochter Sofia zusammen. Nun müssen beide für sich heraus finden, ob sie sich wieder auf jemanden neuen einlassen können oder nicht.

Das ganze Hin- und Her war zwar gut und glaubhaft beschrieben - an einem Tag noch mutig, am nächsten Tag traut man sich eine neue Beziehung nicht mehr zu - kam mir schlussendlich aber schlicht einige Male zu oft vor.

Sofia fand ich sehr nett, ihr Ablehnen von Santa Claus und ihr Suchen und Finden von neuen Weihnachtstraditionen für ihre kleine Familie fand ich sehr schön. Mit vielen Ideen und ihrer unkomplizierten Art trägt auch Iona dazu Anteil und wird für Sofia zu einer Bezugsperson.  

Mit dem kargen Schreibstil des Romans hatte ich Mühe. Anfangs tat ich mich schwer damit. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin sehr schnell fertig sein wollte mit dem Schreiben ihrer Geschichte. Doch dann gewann die einfühlsame Erzählung und ich konnte darüber hinwegsehen. Punkten konnte die Lovestory mit ganz viel Weihnachtsflair, was für Weihnachtsromane nicht ganz unerheblich ist.

Fazit: Eine leichte, weihnachtliche Liebesgeschichte, die für winterliche Unterhaltung sorgt.
4 Punkte.


Dienstag, 27. November 2018

Der Winter der Wunder von Debbie Macomber (Blossom Street 7)

Klappentext:
Katherine liebt den Winter - vor allem den Zauber der dunklen Jahreszeit. Diese Liebe gibt sie an ihre Nichten weiter. Doch deren Mutter hält sich an die Erziehungsmethoden des renommierten Psychologen Wynn Jeffries. Er vertritt die Meinung, dass man Kinder mit Märchen wie dem vom Weihnachtsmann verschonen sollte. Als Katherine dann eines Tages Wynn tatsächlich persönlich gegenübersteht, kann sie ihm endlich einmal sagen, was sie von ihm denkt. Damit, dass er eigentlich ganz nett ist und dabei auch noch ziemlich gut aussieht, hat Katherine allerdings nicht gerechnet.




Dieser Weihnachtsroman liegt zwischen Band 3 und 4 der Blossom Street Serie, kurz bevor Alix heiratet. Doch weder Alix noch Susannah und Lydia spielen eine Rolle, sie dürfen ein paar Sätze sagen, ansonsten sieht und hört man nichts von ihnen.

Stattdessen treten drei unbekannte Bewohner der Blossom Street auf. Katherine und ihre pensionierte Nachbarin LaVonne, und Wynn Jeffries. Er ist Psychologe und hat ein Erziehungsbuch heraus gebracht. Auf dieses schwört Zelda, Katherines Schwester. K.O., wie man Katherine auch nennt, ist entsetzt, dass Zelda Jeffries Buch als ihre Bibel sieht. Kinder sollen alles selbst entscheiden, so das Fazit. Dass das nicht gutgehen kann, weiss Katherine - auch ohne selbst Kinder zu haben. Alsbald trifft K.O. auf den ebenfalls kinderlosen Wynn und die zwei geraten so richtig aneinander. Bald merken sie, dass sie im selben Haus wohnen - und sich eigentlich mögen würden, wenn da nicht die total gegensätzliche Auffassung über Kindererziehung stehen würde.

Auf 272 Seiten entfaltet sich eine lustige, mit vielen Meinungsverschiedenheiten gespickte Geschichte. Tiefgang hat die Story aber keine und ich fragte mich während dem Lesen, ob das Buch wirklich aus Debbie Macombers Feder kam.

Die Figuren machten es einem nicht leicht, die Geschichte zu mögen: LaVonne nehm ich als einzige das spezielle Gehabe ab. Zelda ist unmöglich und egoistisch, ohne jegliches Gespür für Feinheiten oder Situationen zu haben. Katherine fand ich auf eine andere Art unsympathisch: sie macht ein viel zu grosses und total unnötiges Geschiss um ihre Figur; die tut in diesem Roman nichts zur Sache. Einmal nobel dinieren und am nächsten Tag ein Kilo mehr auf der Waage? Geht gar nicht, findet K.O. Dass es normal ist, dass das Gewicht je nach Essen und Hormonhaushalt 1-2 kg schwanken kann, hat sie wohl noch nie gehört. K.O. ist empört über den Ratgeber und teilt darüber aus, obwohl sie ihn nicht gelesen hat. Weshalb Wynn auf seine speziellen Erziehungserkenntnisse kam, wird nirgends erwähnt - auch nicht am Schluss, wie ich mir erhoffte.

Wenn wenigstens noch ein bisschen Weihnachtsstimmung aufgetreten wäre, könnte ich vielleicht über ein paar störende Punkte hinweg sehen, aber auch die will nicht aufkommen. Zum Glück spielt "Christmas letter"-  wie "Der Winter der Wunder" im Original heisst - für die Blossom Street Serie keine Rolle.

Fazit:  Ein zwar lustiger, aber enorm oberflächlicher und untypischer Macomber-Roman.
3 Punkte.



Reihenfolge:
Band 1: Das Muster der Liebe
Band 2: Die Maschen des Schicksals
Band 3: Der Garten des Lebens
Weihnachtsgeschichte: Der Winter der Wunder (Christmas Letter)
Band 4: Die Farben der Herzen
Band 5: Eine Schachtel voller Glück
Band 6: Sommer der Wünsche 
Band 7: Die Gabe der Liebe (erscheint am 1. März 2019 / Hannas List)