Freitag, 14. Dezember 2018

Mollys Weihnachtswunder von Melissa Daley (Katze Molly 2)

Klappentext:
In den malerischen Cotswolds haben Katze Molly und ihr süßer Nachwuchs bei der Cafébesitzerin Debbie ein liebevolles Zuhause gefunden. An kalten Tagen lockt das Café mit heißem Tee und leckerem Kuchen, und alle freuen sich auf ein gemütliches Weihnachtsfest. Doch dann taucht Debbies quirlige Schwester Linda auf. Während sie zu Debbies Entsetzen das Geschäft durcheinanderbringt, jagt ihr Kläffer Beau die Katzen durchs Haus. Molly, die schon einmal auf der Straße leben musste, sieht ihr Zuhause in Gefahr. Und als auch noch eines ihrer Kätzchen verschwindet, kann nur noch ein Weihnachtswunder alle wieder vereinen.



Das Leben meinte es gut mit Molly in den letzten Monaten. Sie fand ein neues Zuhause in Stourton-on-the-Hill bei Debbie und Sophie, wurde Mutter von fünf Kätzchen und ist auch die Namensgeberin des neuen Namen von Debbies Café, das am Ende des ersten Bandes in ein Katzencafé - das erste in den Cotswolds - umgestaltet wurde. Es könnte alles so schön sein.

Bis an einem Abend im Herbst, als Linda, Debbies Schwester, vor der Türe steht. Ein paar Stunden später hat Linda sich bereits in der Wohnung eingenistet, erst noch mit ihrem Hund Beau, und bald bleibt auch das Café nicht vor ihr verschont. Natürlich bleibt es nicht nur bei Lindas Einquartierung, alle Fronten kommen ins Ungleichgewicht: einige der Kätzchen rebellieren, Sophie hat Kummer und Nachbarin sorgt sich um ihr Haushaltwarengeschäft und das ist längst nicht alles.

Die Fetzen fliegen - kein Wunder, denn Linda scheint alles kaputt zu machen, was Debbie sich aufgebaut hat. Linda ist äusserst unsympathisch, realitätsfern und bemitleidet nur sich selbst. Molly spürt das alles, aber sie hat auch eigene Sorgen. Wieder wird die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben, das macht die Lektüre erst recht interessant. Wäre Molly ein Mensch, sie wäre mir in diesem zweiten Band zu gewissen Zeiten zu nervig. Debbie ist viel zu nett und oft wünschte ich mir, dass Molly ihr mal ins Gewissen reden könnte. Doch Debbie bekommt noch zeitig die Kurve und wehrt sich.

Aber schlussendlich ist bald Weihnachten und einige Wunder geschehen. Auch diesen zweiten Band hab ich mit viel Vergnügen gelesen. Es passieren nicht nur fiese Dinge, auch viel Schönes und Überraschendes, so dass es nie langweilig wird und man auch nicht in Negativität versinkt.

Lest am besten beide Bände direkt nacheinander, dann fühlt es sich wie eine runde, stimmige Geschichte an.

Fazit: Charmante und heimelige Geschichte rund um ein Katzencafé.
5 Punkte.

Reihenfolge:
Band 1: Glücksbringer auf Samtpfoten
Band 2: Mollys Weihnachtswunder

Freitagsfüller 14.12.2018





1. Diese Woche ist mir eingefallen, dass ich noch Geschenkpapier für die Kinder-Weihnachtsgeschenke besorgen sollte.
2. Ich liebe es, Glühwein zu trinken auf dem Chrischtchindlimärt.
3. Um die Wahrheit zu sagen, Crêpes essen mag ich auch sehr auf dem Chrischtchindlimärt. Die richtige Schuhwahl ist auch wichtig, sonst gibt es kalte Füsse. 
4. Gefütterte Schuhe, notfalls mit einer Wärmesohle sind meine Rezepte für warme Füsse. 
5. Ich liebe Schuhe von Rieker. Die sind so bequem!
6. Kara, meine graue Katze, kommt wahrscheinlich jeden Moment zu mir ins Büro, um mich zum Spielen aufzufordern.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich darauf, mit meiner Tochter TV zu schauen, morgen gehen wir einkaufen und Sonntag freue ich mich aufs Familientreffen. Meine Lieblingscousine ist dabei und zwei Cousins, die ich jahrelang nicht mehr gesehen habe. 

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Glücksbringer auf Samtpfoten von Melissa Daley (Katze Molly 1)

Klappentext:
Nachdem ihre Besitzerin ins Altersheim ziehen muss, wird Molly bei dem nachlässigen Rob untergebracht. Dort bekommt die kleine getigerte Katze weder regelmäßig Futter noch Zuneigung, stattdessen muss sie sich gegen Robs drei feindselige Hunde behaupten. Also beschließt Molly, ihr Glück in die eigenen Pfoten zu nehmen, und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise übers englische Land, um ein neues Zuhause zu finden. Zerzaust und abgemagert findet sie schließlich bei der herzensguten Debbie Unterschlupf. Debbie peppelt Molly liebevoll wieder auf, und das clevere Kätzchen bringt frischen Wind in Debbies Leben und deren kleines Café.



Ich bin ja eigentlich nicht so der Tiergeschichten-Fan. Doch diese hier hat mich neugierig gemacht. 

Debbie ist frisch geschieden und mit ihrer Teenie-Tochter in ein Dorf in die englischen Cotswolds gezogen. Sie hofft, dass ihr kleines Café endlich Profit abwirft. Aber jeden Abend schmeisst sie Sandwiches weg - sehr zur Freude zweier Katzen, die in der Nähe des Cafés Unterschlupf gefunden haben. Molly ist eine davon. Eigentlich ist Molly die Katze von Margery. Doch die alte Dame wurde dement und daraufhin von ihrem kaltherzigen Sohn/Neffen ins Pflegeheim gesteckt. Molly, das blöde Vieh, gab er einem Bekannten. Da Molly sich dort nicht wohl fühlt, haut sie ab und landet irgendwann vor Debbies Café. Debbie wird auf Molly aufmerksam und nimmt sie zu sich.

Wer jetzt denkt, Ende gut alles gut, irrt. Denn jetzt lernt Molly Debbie, ihre Teenie-Tochter Sophie und einige mehr kennen. Molly hat es nun zwar wieder warm und gemütlich und genug zu essen, aber ums Café steht es nicht zum Besten. Ideen sind gefragt.

Die gesamte Geschichte wird aus Sicht von Molly erzählt. Diese Erzählperspektive ist der Autorin sehr gut gelungen. Es ist einfach mal was anderes, wenn die Katze riecht, das was faul ist, sich aber nicht mitteilen kann und nach Lösungen sucht, um dann doch irgendwie darauf hinzuweisen. Auch die Eigenheiten der Charaktere werden von Molly ganz schnell aufgedeckt.

Mir hat das Lesen dieser schönen Geschichte richtig Spass gemacht. Am besten liest man das Buch an einem freien Tag auf dem Sofa und beginnt gleich, nachdem man diesen ersten Band ausgelesen hat, den zweiten. Den kann man übrigens auch unter dem Jahr lesen, nicht nur zur Adventszeit. 

Fazit: Herzerwärmende Story, die sich schnell weg lesen lässt. 
5 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 1: Glücksbringer auf Samtpfoten

Montag, 10. Dezember 2018

Hey Siri, willst du mich heiraten? von Judith Newmann

Klappentext:
Eine bezaubernde Liebeserklärung an eine Maschine – und an einen ganz besonderen Jungen. Gus ist 13 Jahre alt und Autist. Seine große Leidenschaft sind Wetterbeobachtungen, doch mit seinen Fragen überfordert er seine Mutter regelmäßig. Bis diese zufällig auf Siri stößt, Apples persönliche iPhone-Assistentin. Nicht lange, und Siri wird Gus‘ beste Freundin – immer ansprechbar, stets freundlich und nie um eine Antwort verlegen. Doch Siri stillt nicht nur Gus‘ Hunger nach Daten und Fakten, sondern sie hilft ihm auch, besser zu kommunizieren.


Die Lektüre von "Hey Siri, willst du mich heiraten?" lässt mich mit widersprüchlichen Gedanken zurück.

Zuerst einmal bin ich sehr enttäuscht, dass die Titel gebende und auch im Klappentext beschriebene Siri nur in einem einzigen Kapitel vorkommt. Wenn man Titel und Klappentext liest, geht man davon aus, dass Siri Hauptthema des Buches ist. Doch Siri ist einfach nur eine Episode aus Gus Leben, die gerade mal auf 12 Seiten beschrieben wird. Als Käufer und Leser des Buches wird man dadurch, nett ausgedrückt, total irregeführt.

Die restlichen 250 Seiten beschreiben vor allem viel Allgemeines über das Leben mit einem Sohn im autistisches Spektrum, das sehr spezielle Familiengefüge der Newmans und die Ängste der Autorin über die Zukunft ihrer Söhne. Sie hat einen witzigen Schreibstil, der das ernste Thema humorvoll aufbereitet.

Newmans Familie ist eh schon ein wenig aussergewöhnlich: 30 Jahre Altersunterschied zwischen Judith und John, verheiratet, sie leben nicht zusammen, schwanger (durch viel Geldinvestition) mit 40, und im Laufe der Zeit verschiedene Nannys, über die Newman auch einige Zeilen verfasst.

Vor allem gegen Ende hin wurde mir Newmans Selbstironie aber manchmal zu viel. Newman gibt zwar einen tollen Einblick in die Alltagsproblematik mit einem autistischen Sohn, doch meiner Meinung nach gibt sie viel zu viel Intimes über beide Söhne preis. Sie macht sich auf unendlich vielen Seiten Gedanken, was für einen Job Gus irgendwann mal ausüben kann, absolut berechtigt. Aber ihre Gedanken über Gus Intimleben - wird er jemals eine Partnerschaft eingehen, Sex haben und überhaupt checken was die Folgen sein könnten, Sterilisation ja oder nein? - wie auch anderes sehr Persönliches (welche Webseiten angeklickt wurden, dass Henry geldgierig ist und vieles mehr) gehört nicht in dem Ausmass in ein solches Buch. Ich hoffe sehr, dass ihre Söhne, wenn sie erwachsen sind und dieses Buch lesen, ihr nicht allzu böse sind. Ich würde Gus und Henry jedenfalls verstehen.

Durch die andauernden humorvoll vorgetragenen Ängste und Bemühungen um den autistischen Gus wirkt das Buch ein bisschen oberflächlich und lieblos, ich vermisste die nackte Ehrlichkeit - passende Schulen etc. zu finden und auch der Alltag zuhause war und ist ganz sicher kein Zuckerschlecken.

Fazit: Humorvoll und informativ, manchmal aber des Guten zu viel und viel zu wenig Siri.
4 Punkte. 

Samstag, 8. Dezember 2018

Weihnachtszauber in Michigan von Roberta Gregorio und Manuela Inusa

Klappentext:

Frankenmuth, Michigan, der wohl weihnachtlichste Ort auf Erden. Als Erins Grandma Tilly ihr kurz vor Weihnachten verkündet, dass sie sich dorthin aufmachen will, um sich "einen Santa Claus zu angeln", ist sie erst einmal wenig begeistert. Das ändert sich jedoch, als sie bereits am ersten Tag im Schneeparadies den äußerst attraktiven Noah kennenlernt, der wiederum seinen Grandpa Vito auf seiner Reise begleitet. Der charmante Vito nimmt am allseits beliebten Santa-Claus-Wettbewerb teil und erobert Tillys Herz im Sturm. Jetzt müssen nur noch Erin und Noah zusammenfinden - doch wie soll das gehen, wenn er ihr andauernd die kalte Schulter zeigt?
Wird der magische Weihnachtszauber Frankenmuths, der alles und jeden einhüllt, auch über Noah kommen und Erin ein weihnachtliches Happy End bescheren? 


Diese kurze Geschichte um Erin und Noah und ihren Grosseltern vermittelt absolute Weihnachtsstimmung. 

Beide staunen - unabhängig voneinander, da sie sich (noch) nicht kennen - dass ihre Grosseltern unbedingt nach Frankenmuth zum Santa Clause Wettbewerb wollen. Kaum angekommen, laufen sich die vier über den Weg. Noah und Erin müssen erst damit klar kommen, dass sich die Senioren so schnell gefallen. Das geht nicht ohne Missverständnisse vorbei. Doch bald finden auch Erin und Noah Gefallen aneinander. 

Eigentlich eine wunderschöne Story, denn die Idee, ein deutsches "Weihnachtsdorf" mitten in den USA anzusiedeln, ist ganz toll. Der viele Schnee, die Christbaumkugeln, Santa Clause, Mistelzweige und alles was mit Weihnachten zu tun hat, passt perfekt und ist voller Weihnachtsflair. Auch die Lovestorys fand ich schön und passend. 

Alles gut und schön - aber nur bis zum Lesestatus von 80%. Bis dahin hätte ich der schönen Geschichte 5 verdiente Punkte vergeben. 

Dann wird man leider urplötzlich aus dieser heimeligen Weihnachtsatmosphäre rausgeholt, und kurz darauf, bei 87%, ist die Geschichte bereits zu Ende. Das fand ich sehr schade und gab dem Lesevergnügen, das ich bis dahin hatte, einen grossen Dämpfer. Der Schluss ist zwar okay, er hätte aber viel besser an einen anderen Ort gepasst. 

Und so reicht es leider nur noch für enttäuschende 3 Punkte. 

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Krimi: Madame Bertin steht früh auf von Julie Masson

Klappentext:
An einem prächtigen Tag im Mai genießt Madame Bertin eine Ruhepause im Hinterhof ihrer Pariser Boulangerie – da muss sie beobachten, wie sich eine blutige Hand an die Fensterscheibe des angrenzenden Hauses presst. Schnell alarmiert die alte Dame die Polizei, doch die findet keinerlei Hinweis auf ein Verbrechen. Haben Madame Bertins Sinne ihr einen Streich gespielt? Auf keinen Fall, meint die rüstige Pariserin und beschließt, den unfähigen Gesetzeshütern zu helfen. Als Putzfrau verkleidet, verschafft sie sich Zugang zum Tatort im Nachbarhaus. Dort entdeckt sie nach eingehender Untersuchung tatsächlich Blutspuren. Aber Alter schützt vor Torheit nicht, und so kommt Madame Bertin dem Täter schnell näher, als ihr lieb ist.


Julie Masson ist bekannt geworden durch ihre "Commissare Lefevre"-Krimis, die in Südfrankreich spielen. Für "Madame Bertin" kehrt sie dem beschaulichen Leben in Contis-Plage den Rücken und begibt sich in Frankreichs Hauptstadt Paris.

Ein wenig erinnert "Madame Bertin" an Gardienne Lucie von Marie Pellissier, nur dass hier keine Hausmeisterin, sondern eine durch und durch französische Madame, die grossen Wert auf ihr Aussehen legt, Protagonistin ist. Luise Bertin ist eine rüstige Seniorin, die sich mit ihrem Handwerk - ihr gehört eine Bäckereikette - Auszeichnungen einholte und deshalb den Élysée-Palast, den französischen Präsidentensitz, schon seit vielen Jahren mit ihren Baguettes beliefert. 

Sie ist stolz darauf und freut sich, den neuen Präsidenten kennen zu lernen, der gerade sein Amt angetreten hat. Doch da macht sie eine Beobachtung im Nachbarhaus und ruft die Polizei. Von einem Verletzten oder gar einer toten Person ist nichts zu sehen. Der zuständige Polizist schiebt es auf das Alter von Madame Bertin. Doch Luise weiss, was sie gesehen hat und ermittelt fortan alleine. Nein, nicht ganz: in Freund von ihr ist Apotheker und der hilft nur zu gerne. Lieutenant Jean Luc Balterre hingegen ist nicht erfreut, als sein Chef ihm befiehlt mit Luise Bertin zusammen zu arbeiten - für beide ein grosses Übel.  

Eigentlich liest sich Julie Massons neuestes Werk wie ein Anne Perry Roman, nur spielt er im Hier und Jetzt und in Paris statt London. Alle Bewohner des Nachbarhauses kommen als Mörder in Frage. Wer das Opfer ist, bleibt lange ein Geheimnis, da die Leiche zunächst unauffindbar ist. Wie gut, dass Luise Bertin stadtbekannt ist für ihre legendären Soiréen - da fällt es nicht auf, dass die Gäste ihrer nächsten Abendgesellschaft alle etwas mit dem Vorfall im Nachbarhaus zu tun haben. Auch sonst zieht Luise alle Register, sie schiebt je nach dem wie es gerade nützlich ist, einiges auf ihr Alter und ist hiermit schon vorneweg für vieles entschuldigt, so dass ihr niemand böse sein kann.

Der Plot, der in sechs Gebäuden (Bäckerei, Nachbarhaus, Apotheke, der Palast, Polizeipräsidium und ein weiteres Hausobjekt) und auf den Strassen Paris angesiedelt ist, gefällt mir nicht schlecht. Auch die Figurenzusammensetzung - von allem was dabei - ist interessant. Aber leider litt die Geschichte teilweise an Realitätsnähe (vor allem bei der Polizeiarbeit) und wies zwar keine Längen, aber dennoch eine gewisse Langatmigkeit auf. Vielleicht war es schlicht das Zusammenspiel von einigen unwichtigen Details, zu wenig Parisflair ("ein Pariskrimi") und der ungenauen Polizeiarbeit, die mich störten.

Fazit: Netter Krimi, aber mit Luft nach oben. 
3.5 Punkte.

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Krimi: Bittere Schokolade von Tom Hillenbrand (Xavier Kieffer 6)

Klappentext:
Eigentlich wollte der Luxemburger Koch Xavier Kieffer seine Jugendliebe Ketti Faber niemals wiedersehen – an ihre gemeinsame Zeit in Paris erinnert er sich nicht allzu gerne zurück. Doch als die Patisseurin ihn einlädt, ihre neue Schokoladenmanufaktur in der Nähe von Brüssel zu besichtigen, kann er nicht widerstehen. Kurz darauf wird Ketti brutal ermordet. Hat ihr Tod etwas mit jener mysteriösen Plantage in Westafrika zu tun, von der die Manufaktur ihren besonderen, fair angebauten Kakao bezog? Und was hat es mit dem Luxemburger Botschafter der Republik Kongo auf sich, der in etwa zur selben Zeit verstarb wie Ketti Faber? Kieffer beginnt zu ermitteln und kommt einem Verbrechen von ungeheuren Ausmaßen auf die Spur. Und er lernt, dass Schokolade eine sehr bittere Angelegenheit sein kann.

In diesem sechsten Band ist Kieffers Freundin Valerie mit ihren eigenen Sorgen beschäftigt und lässt ihn ihr nicht helfen. So hat Xavier keine Gewissensbisse als seine Ex-Freundin Ketti Faber ihn kontaktiert. Wie er bald feststellen muss, ist die Kontaktaufnahme von ihr geplant worden. Ketti steckt nämlich in Schwierigkeiten. Als nicht nur Ketti, sondern auch ein Diplomat stirbt, ermittelt Xavier auf eigene Faust - und das nicht nur im Kakaobohnen-Universum.

Tom Hillenbrand greift wie gewohnt mehrere Themen auf und verpackt sie in eine spannende Story. Für Kieffer und auch für die Leser bleibt deshalb Kettis Mord lange unerklärlich. Die Krimihandlung ist solide, wenn auch teilweise recht konstruiert - zum Beispiel der Teil im Kongo.

Was mir weniger gefallen hat, ist, dass Kieffer erneut wie ein Schlot raucht. Nach dem letzten Band dachte ich, dass es nun endlich besser wird, aber hier steckt er sich gefühlt alle fünf Minuten eine Kippe in den Mund. Und abends kippen Pekka und Kieffer flaschenweise Wein in sich hinein. Zusätzlich hat Kieffer kaum Zeit in seinem eigenen Restaurant zu kochen oder anderswo gutes Essen zu geniessen. Die aufgezählten luxemburgischen Spezialitäten sind fast in jedem Band dieselben, es gibt also auch hier nichts Neues mehr. Für mich ist das ein grosser Widerspruch, denn die Serie wird als "kulinarischer Krimireihe" beworben.

Die Serie sollte daher besser mit "Wirtschaftskrimi" beworben werden, das wär ehrlicher und zutreffender, denn damit hat es Xavier Kieffer ja jedesmal zu tun. Diese unehrlichen Machenschaften wirtschaftlicher Grössen oder Firmen zu entlarven, darin ist er wirklich gut.

Fazit: Wem Kulinarik wichtig ist, wird nicht glücklich; wer unangepasste Ermittler und Wirtschaftskrimis mag, könnte "Bittere Schokolade "mögen.
4 Punkte. 



Reihenfolge:
Band 1: Teufelsfrucht
Band 2: Rotes Gold
Band 3: Letzte Ernte
Band 6: Bittere Schokolade 

Montag, 3. Dezember 2018

Montagsfrage 03.12.18


Was sind für dich die schönsten Weihnachtsbücher?

Weihnachtsromane gibt es ja jedes Jahr neue, immer mehr wie mir scheint.  Ein Dezember ohne Karen Swan geht fast nicht (z.B. "Winterglücksmomente" oder "Winterküsse im Schnee"). Und Matt Haig hat mit seiner Trilogie über den Weihnachtsmann und seine Familie wohl ein neues Lesevergnügen für Jung und Alt geschrieben. Die ersten beiden Bücher habe ich letztes Jahr gelesen, ich kann sie nur empfehlen - auch als Geschenk! - den dritten Teil werde ich nächste Woche lesen.

Mein allerliebster Lieblingsroman stammt aber aus der Feder von Carmel Harrington. Leider hat man "Every Time a Bell Rings" einen dämlichen deutschen Titel verpasst: "Ist die Liebe nicht schön?". Bitte nicht davon abhalten lassen, diese wunderschöne gefühlvolle Geschichte zu lesen!
Aber auch die Geschichte von Amanda Prowse, "Ein Winter voller Wunder", hat mir letztes Jahr sehr gut gefallen. 

Wenn ihr nur zwei Weihnachtsromane lesen könnt, dann bitte diese beiden!

Mit den diesjährigen Weihnachtsromanen bin ich noch nicht durch, sondern mitten drin: einer ist von Abby Clements, dann noch zwei von Karen Swan. Dazu noch Matt Haigs "Ich und der Weihnachtsmann", dann kann Weihnachten kommen! 


Und sonst so:
Habt ihr es gestern schon gelesen? Wir lesen historisch, vom 20. Dezember bis 6. Januar. Liest ihr mit? Abonniert schon mal den Hashtag #litlovehistory 

Sonntag, 2. Dezember 2018

Historisch lesen vom 20. Dezember bis 6. Januar: litlovehistory

Früher habe ich sehr oft und gerne historische Romane gelesen. Doch mit vermehrtem Aufkommen der Zeitebenenromane habe ich je länger je weniger Historisches gelesen. Oft schaue ich auf meinen SuB und denke, diesen und jenen historischen Roman könnte ich bald mal lesen. Meistens blieb es in diesem Jahr beim "bald".

Dann wurden an der lit.Love anfangs November in München einige interessante historische Romane vorgestellt. Und ich dachte wieder: will ich alles bald lesen! 


Wie viele historische Romane ruhen sich auf euren SuB's aus?

Damit es nun aber nicht wieder beim unverbindlichen "bald" bleibt, habe ich mich mit einigen anderen Bloggerinnen, die ebenfalls bei der lit.Love waren, zusammengetan. Wir werden in Zukunft immer wieder mal gemeinsame Aktionen durchführen, um euch die Bücher der lit.Love vorzustellen.


Bald schon geht es los. Vielleicht geht es euch wie mir: die vielen Familienbesuche (die zumindest bei mir mit viel Kochen verbunden sind) sind zwar sehr schön, aber in der Menge oft auch anstrengend. Zum Ausgleich und Abschalten muss ich zwischendurch einfach lesen! Ihr auch? Dann schliesst euch doch an, und lest mit!

Unsere erste Lese-Aktion nennt sich #litlovehistory. Unter diesem Hashtag könnt ihr unsere Aktion verfolgen - und auch selbst mitlesen. Denn lesen, das werden wir, und zwar vom 20. Dezember 2018 bis zum 6. Januar 2019. 

Wir haben uns vorgenommen, in diesen 18 Tagen mindestens zwei historische Romane zu lesen. Wir, das sind: Heike von Frau Goethe liest, Marie von Marie's Salon du livre, Susanne von Susanne Edelmann, Betty von luckyside, Alexandra von Lesebuch, Ute von scarlett59, und Lisa, die auf Instagram aktiv ist. 

Heike, Marie, Susanne und ich werden uns erlesen, was es mit dem geheimen Lächeln auf sich hat. Und Heike und ich werden auch noch Lust auf Schokolade haben.



Betty hat sich zwei Bücher vorgenommen, deren Autorinnen bei früheren lit.Love's zu Gast waren. Alexandra, Lisa und Ute hingegen schauen spontan, welche Bücher sie dann lesen werden. 


Weitere Bücher, die von uns wahrscheinlich auch noch gelesen werden, sind: 



Die Weihnachtsfeiertage sind Lesetage! 

Lest ihr mit? 

Dann lasst mir einen Kommentar da und verratet mit welchem historischen Roman ihr mitlesen mögt!

Unter den Hashtags #litlovehistory #mitBücherndurchdieZeit #litlove könnt ihr uns auf Instagram oder Facebook folgen oder euch mit uns verbinden. Auf der Facebook-Veranstaltungsseite wird es ab und zu Updates geben. Und wer weiss, vielleicht meldet sich die eine oder andere Autorin während unseren Lesetagen auch noch zu Wort :-)









Samstag, 1. Dezember 2018

Lesebiografie November 2018


Diesen November habe ich sehr viel gelesen. Man merkt, dass im TV wieder viele Musiksendungen kommen. Die eignen sich wie die Fussball-WM/EM's super, um zu lesen und ab und an ein Auge auf den TV zu werfen :-) Vom 9. bis 11. November war ich auf der lit.Love in München, die fünfstündige Bahnfahrt am Freitag nach München und am Sonntagabend zurück in die Schweiz mit dem IC-Bus eigneten sich prima zum Lesen.


Weil es so viele gelesene Bücher waren, habe ich sie dieses Mal nicht in der Leseabfolge, sondern nach vergebenen Punkten aufgelistet:

2.5 Punkte:
- Der Buchladen der verlorenen Herzen von Elisabetta Lugli 

3 Punkte:
Der letzte Caffé von Carsten Sebastian Henn 
- Der Winter der Wunder von Debbie Macomber 
- Tee? Kaffee? Mord! Der Besuch des lächelnden Belgiers von Ellen Barksdale (Band 5) 

3.5 Punkte:
- In der Nacht hör ich die Sterne von Paola Peretti 
- Madame Bertin steht früh auf von Julie Masson 
- Weihnachtszauber in Michigan von Roberta Gregorio und Manuela Inusa 

4 Punkte:
- Das Weihnachtscafé in Manhattan von Katherine Garbera 
- Engelsfunkeln von Viola Shipman 
- Ein Gentleman verschwindet von Matthew Costello und Neil Richards (Cherringham 30) 
- Ein jähes Ende von Matthew Costello und Neil Richards (Cherringham 31) 
- Bittere Schokolade von Tom Hillenbrand (Xavier Kieffer 6) 
- Tee? Kaffee? Mord! Der Club der Giftmischer von Ellen Barksdale (Band 6) 

5 Punkte:
- Liebe M., du bringst mein Herz zum Überlaufen von Anna Paulsen 
- Die Mondschwester von Lucinda Riley
- Der Mönch von Mokka von Dave Eggers 
- Glücksbringer auf Samtpfoten von Melissa Daley (Katze Molly 1) 
- Mollys Weihnachtswunder von Melissa Daley (Katze Molly 2) 
- Schlittschuhglück und Mandelduft von Debbie Johnson (Comfort Food Café 3)

Wie ihr seht, ist punktemässig alles von 2.5 bis 5 Punkten dabei. Zum Glück waren die höher bewerteten eindeutig in der Überzahl. Begeistern konnten mich natürlich alle 5-Punkte-Bücher, von daher war der November ein wirklich schöner Lesemonat.

Meine Rezensionen zu den Büchern habe ich oben verlinkt. Es folgen noch weitere Besprechungen zu: "Bittere Schokolade", "Madame Bertin steht früh auf", "Schlittschuhglück und Mandelduft", eventuell zur Katze Molly-Serie und, aber erst im Januar, zu "Liebe M.". Die Autorin dieses Buches, Anna Paulsen, war an der LitLove zu Gast und ich durfte sie, und auch andere Autorinnen, interviewen. Die Berichte kommen dann alle zwischen dem 20. Januar und 3. Februar.


Momentan lese ich noch einige Weihnachtsromane, und dann - bis vor den Weihnachtsferien am 20. Dezember - was ich grad Lust und Laune habe, geplant ist nichts. Stattdessen werde ich die Weihnachtsferien historischen Romanen widmen. Auf jeden Fall werde ich da "Die Schokoladenvilla" und "Das geheime Lächeln" lesen. Falls ihr auch noch historisches Lesematerial auf dem SuB habt, könnt ihr euch gerne mir und einigen anderen Bloggerinnen anschliessen und die Feiertage der Geschichte widmen. Also ich hab ja keine Ferien, sondern noch mehr zu tun als sonst mit all dem Gekoche für die Familien- und Freundesbesuche; doch zum Entspannen und Ausgleich brauch ich ganz viele Lesestunden. Merkt euch mal den Hashtag #litlovehistory - genaueres dazu nächste Woche!



Wie sah euer November aus und habt ihr für Dezember auch schon Lese-Pläne gemacht? Lest ihr auch gerne Weihnachtsromane?



Freitag, 30. November 2018

Freitagsfüller 30.11.2018





Den Freitagsfüller von Barbara gibts heute bereits zum 500. Mal! Gratulation!
Ich mach ja nicht so oft mit ;-)



1. Am Nikolaustag Samichlaus hat mein Onkel Geburtstag.
2. Heute morgen bin ich mit laufender Nase aufgewacht. Ich glaub, ich hab Schnupfen.
3. Hast du einen Adventskalender?
4. Advent ist ja schon bald. Nur noch einmal schlafen!
5. Ich kenne jemanden, der - bzw. die - sich sehr auf den Adventskalender freut.
6. Heraus zu finden, was in den Päckchen drin steckt, findet diejenige sehr spannend.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen lustigen Abend alleine mit meiner Tochter, morgen fahre ich in mein Heimatdorf um den Christchindlimärt zu besuchen und Sonntag wollten wir eigentlich ins Jura an einen Marché noel, doch da es nach starkem Regen aussieht, bleiben wir wohl einfach zu Hause und schlafen aus.



Mittwoch, 28. November 2018

Das Weihnachtscafé in Manhattan von Katherine Garbera

Klappentext:
Die ersten Schneeflocken fallen, ein Kribbeln liegt in der Luft, und über die Fifth Avenue zieht der köstliche Duft von Schokoladentorte - das festlich geschmückte Candied Apple Café ist bereit für Weihnachten! Hotelchef Mads Eriksson lässt sich von der besinnlichen Stimmung nicht anstecken. Es ist das erste Weihnachtsfest seit dem Verlust seiner Frau, und seine sechsjährige Tochter Sofia hat zusammen mit ihrer Mutter den Glauben an Santa Claus verloren. Doch als er Iona, die schöne Besitzerin des Candied Apple Cafés, kennenlernt, beginnt Madsʼ gefrorenes Herz zu tauen. Wird er etwa sein ganz persönliches Weihnachtswunder erleben?



Protagonistin in diesem Liebesroman ist Iona, eine von drei Besitzerinnen des Candies Apple Cafés. Iona liebt ihre Arbeit im Café, wo sie für PR und Finanzen zuständig ist, hilft aber auch im Betrieb mit, wenn nötig. Am besten gefällt ihr daran, dass sie mit ihren besten Freundinnen zusammen arbeiten kann.

Iona nagt noch daran, dass ihr letzter Freund Nico sozusagen die Fronten gewechselt hat: er ist nun mit ihrem Bruder Theo zusammen. Da Iona ihren Ex-Freund Nico in einer Datingplattform kennenlernte, will sie davon nichts mehr wissen und von Liebe eigentlich auch nicht. Aber dann trifft sie bei einem Geschäftstermin Mads. Sie verlieben sich extrem schnell (so schnell hab ich das bisher in keinem Roman mit erlebt), doch beide sind noch nicht bereit für eine neue Liebe. Mads hat vor einem Jahr seine an Krebs erkrankte Frau verloren und lebt mit seiner sechsjährigen Tochter Sofia zusammen. Nun müssen beide für sich heraus finden, ob sie sich wieder auf jemanden neuen einlassen können oder nicht.

Das ganze Hin- und Her war zwar gut und glaubhaft beschrieben - an einem Tag noch mutig, am nächsten Tag traut man sich eine neue Beziehung nicht mehr zu - kam mir schlussendlich aber schlicht einige Male zu oft vor.

Sofia fand ich sehr nett, ihr Ablehnen von Santa Claus und ihr Suchen und Finden von neuen Weihnachtstraditionen für ihre kleine Familie fand ich sehr schön. Mit vielen Ideen und ihrer unkomplizierten Art trägt auch Iona dazu Anteil und wird für Sofia zu einer Bezugsperson.  

Mit dem kargen Schreibstil des Romans hatte ich Mühe. Anfangs tat ich mich schwer damit. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, dass die Autorin sehr schnell fertig sein wollte mit dem Schreiben ihrer Geschichte. Doch dann gewann die einfühlsame Erzählung und ich konnte darüber hinwegsehen. Punkten konnte die Lovestory mit ganz viel Weihnachtsflair, was für Weihnachtsromane nicht ganz unerheblich ist.

Fazit: Eine leichte, weihnachtliche Liebesgeschichte, die für winterliche Unterhaltung sorgt.
4 Punkte.


Dienstag, 27. November 2018

Der Winter der Wunder von Debbie Macomber (Blossom Street 7)

Klappentext:
Katherine liebt den Winter - vor allem den Zauber der dunklen Jahreszeit. Diese Liebe gibt sie an ihre Nichten weiter. Doch deren Mutter hält sich an die Erziehungsmethoden des renommierten Psychologen Wynn Jeffries. Er vertritt die Meinung, dass man Kinder mit Märchen wie dem vom Weihnachtsmann verschonen sollte. Als Katherine dann eines Tages Wynn tatsächlich persönlich gegenübersteht, kann sie ihm endlich einmal sagen, was sie von ihm denkt. Damit, dass er eigentlich ganz nett ist und dabei auch noch ziemlich gut aussieht, hat Katherine allerdings nicht gerechnet.




Dieser Weihnachtsroman liegt zwischen Band 3 und 4 der Blossom Street Serie, kurz bevor Alix heiratet. Doch weder Alix noch Susannah und Lydia spielen eine Rolle, sie dürfen ein paar Sätze sagen, ansonsten sieht und hört man nichts von ihnen.

Stattdessen treten drei unbekannte Bewohner der Blossom Street auf. Katherine und ihre pensionierte Nachbarin LaVonne, und Wynn Jeffries. Er ist Psychologe und hat ein Erziehungsbuch heraus gebracht. Auf dieses schwört Zelda, Katherines Schwester. K.O., wie man Katherine auch nennt, ist entsetzt, dass Zelda Jeffries Buch als ihre Bibel sieht. Kinder sollen alles selbst entscheiden, so das Fazit. Dass das nicht gutgehen kann, weiss Katherine - auch ohne selbst Kinder zu haben. Alsbald trifft K.O. auf den ebenfalls kinderlosen Wynn und die zwei geraten so richtig aneinander. Bald merken sie, dass sie im selben Haus wohnen - und sich eigentlich mögen würden, wenn da nicht die total gegensätzliche Auffassung über Kindererziehung stehen würde.

Auf 272 Seiten entfaltet sich eine lustige, mit vielen Meinungsverschiedenheiten gespickte Geschichte. Tiefgang hat die Story aber keine und ich fragte mich während dem Lesen, ob das Buch wirklich aus Debbie Macombers Feder kam.

Die Figuren machten es einem nicht leicht, die Geschichte zu mögen: LaVonne nehm ich als einzige das spezielle Gehabe ab. Zelda ist unmöglich und egoistisch, ohne jegliches Gespür für Feinheiten oder Situationen zu haben. Katherine fand ich auf eine andere Art unsympathisch: sie macht ein viel zu grosses und total unnötiges Geschiss um ihre Figur; die tut in diesem Roman nichts zur Sache. Einmal nobel dinieren und am nächsten Tag ein Kilo mehr auf der Waage? Geht gar nicht, findet K.O. Dass es normal ist, dass das Gewicht je nach Essen und Hormonhaushalt 1-2 kg schwanken kann, hat sie wohl noch nie gehört. K.O. ist empört über den Ratgeber und teilt darüber aus, obwohl sie ihn nicht gelesen hat. Weshalb Wynn auf seine speziellen Erziehungserkenntnisse kam, wird nirgends erwähnt - auch nicht am Schluss, wie ich mir erhoffte.

Wenn wenigstens noch ein bisschen Weihnachtsstimmung aufgetreten wäre, könnte ich vielleicht über ein paar störende Punkte hinweg sehen, aber auch die will nicht aufkommen. Zum Glück spielt "Christmas letter"-  wie "Der Winter der Wunder" im Original heisst - für die Blossom Street Serie keine Rolle.

Fazit:  Ein zwar lustiger, aber enorm oberflächlicher und untypischer Macomber-Roman.
3 Punkte.



Reihenfolge:
Band 1: Das Muster der Liebe
Band 2: Die Maschen des Schicksals
Band 3: Der Garten des Lebens
Weihnachtsgeschichte: Der Winter der Wunder (Christmas Letter)
Band 4: Die Farben der Herzen
Band 5: Eine Schachtel voller Glück
Band 6: Sommer der Wünsche 
Band 7: Die Gabe der Liebe (erscheint am 1. März 2019 / Hannas List)

Freitag, 23. November 2018

Freitagsfüller 23.11.2018




1. Drei Dinge, die ich am Advent liebe: Glühwein, Grittibänzä selber backen und die Vorfreude auf Weihnachten.
2. Gestern Abend lag ich platt auf der Couch.
3. Es war fast nur neblig diese Woche.
4. Nächste Woche dekoriere ich für Weihnachten. 
5. Gott sei Dank ist Freitag! 
6. Geschenke werde ich nie perfekt einpacken können. Zum Glück ist der Inhalt wichtiger :-) 
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich darauf, die Weihnachtsbeleuchtung an der Bahnhofstrasse zu sehen, morgen geht es das erste Mal auf den Christchindlimärt. Danach zum zweimonatlichen Znacht-Stammtisch wo es hoffentlich schon den besten Glühwein gibt. Nach all dem Programm habe ich einen gemütlichen Sonntag verdient.

Donnerstag, 22. November 2018

Krimi: Der letzte Caffè von Carsten Sebastian Henn (Prof. Bietigheim 6)

Klappentext:
Triest – Stadt der Winde und des Kaffees. Hier soll es den besten Espresso von ganz Italien geben, der Capo Triestino ist eine stadteigene Spezialität. Eines Morgens wird auf der berühmten Piazza grande eine verkohlte Leiche gefunden. Der Tote war einer der besten Baristas der norditalienischen Hafenstadt, vier andere sind spurlos verschwunden. Doch wer hätte ein Motiv, den gefeierten Künstlern der Espressomaschinen Leid zuzufügen? Sofort wird Professor Adalbert Bietigheim zu Hilfe gerufen. Pikanterweise ist einer der verschwundenen Baristas der Mann seiner großen Jugendliebe – für den sie ihn damals verlassen hat. Dennoch bezieht er bei ihrer Familie in Schloss Duino mit Foxterrier Benno Quartier, um ein im wahrsten Sinne des Wortes dunkles Verbrechen aufzuklären.  

Schon lange wollte ich mal einen Wein-Krimi von Autor Carsten Sebastian Henn lesen, doch die Reihe schien schon recht fortgeschritten, so dass ich nie die Zeit fand, mit Band 1 zu beginnen. Als ich nun den Titel "Der letzte Caffè" sah, dachte ich, das sei nun eine neue Krimireihe von ihm, gut geeignet um einzusteigen. Leider war mir sein Ermittler nicht namentlich bekannt, deshalb habe ich übersehen, dass Henns neuester Krimi bereits Band 6 der Professor-Bietigheim-Reihe ist.

Trotzdem kam ich gut in den Krimi rein. Er begann recht interessant, denn Bietigheim wird wird von einer ehemaligen Freundin nach Turin gerufen, ihr Mann sei spurlos verschwunden. In der Stadt sei eine Leiche gefunden worden, sie hat Angst, es könnte ihr Mann sein. Schnell ist Bietigheim vor Ort und merkt, dass sich die Baristas der Stadt in Gefahr befinden - alle sind verschwunden, und bald schon taucht eine neue Leiche auf.

Wer komödienhafte, überspitzte und übertrieben witzige Krimis mag, wird glücklich mit dem "letzten Caffè". Vielleicht müsste man, um mit ihm warm zu werden, einfach auch schon die Vorgeschichte von Professor Bietigheim kennen, was bei mir nicht der Fall ist. Ich frage mich deshalb, ob Bietigheim schon von Anfang an so war, wie er im vorliegenden Band auftritt: ein arroganter, blasierter Snob.

In - leider im eBook nicht erkennbaren und deshalb für Verwirrung sorgenden - Rückblenden wird zwischendurch von seinem allerersten Turin-Aufenthalt erzählt. Als er als junger Student Giulia Tergeste kennen und lieben lernte. Doch ein anderer gewann Giulias Herz, und dem soll nun Bietigheim helfen. Giulias Vater wirft ihm zudem vor, bisher nicht herausgefunden zu haben, wer damals Rilkes unbekannte elfte Duineser Elogie aus dem Schloss stahl. Diese verschollene Handschrift wird ebenso zum Thema wie die Morde rund um die Baristas.

Die Geschichte empfand ich insgesamt als zu konstruiert und zu wenig glaubwürdig. Dazu kam, dass mir Bietigheim einfach total unsympathisch war. Sonderlinge als Ermittler können für einen Kick in der Geschichte sorgen, doch mir war seine Figur zu albern. Unterhaltungswert hat der Professor auf jeden Fall, aber in dieser Dosis muss man das mögen.

Dafür fand ich die geschickt in die Handlung eingepackten Informationen über Kaffee, den Weg vom Rösten bis hin zum Cupping, sehr gut. 

Fazit: Eine Komödie mit einem durch und durch snobistischem Protagonisten. Nicht meine Art von Humor, dafür gab es viel Wissenswertes rund um das Thema Kaffee. 
3 Punkte.


Dienstag, 20. November 2018

In der Nacht hör ich die Sterne von Paola Peretti

Klappentext:
140 Schritte: So viele trennen Mafalda noch von dem Tag, an dem es vollkommen dunkel um sie herum sein wird. Als das Mädchen vor drei Jahren erfuhr, dass mit seinen Augen etwas nicht stimmt, flüchtete es auf den Kirschbaum im Schulhof. Dank der neuen Hausmeisterin fand es wieder zurück auf den Boden der Realität. Seitdem wird Mafalda von Estella morgens mit einem Pfiff begrüßt, sobald sie in die Straße zur Schule einbiegt. Anfangs kann sie von dort aus den Kirschbaum noch sehen. Doch mit jeder Woche werden es weniger Schritte. Tapfer geht sie ihrem Schicksal entgegen − unmerklich geleitet von Estella, die ihr zeigt, dass das Wesentliche im Leben für die Augen unsichtbar ist.



Die Geschichte wird aus der Sicht der neunjährigen Mafalda geschrieben, die immer weniger sieht und bald blind wird. Sie erzählt, wie sie sich fühlt, wovor sie sich ängstigt und wie sie mit der Diagnose umgeht. Bis auf Schulabwartin Estella und Mitschüler Filippo fassen Mafalda alle mit Handschuhen an; wollen, dass nichts passiert und entscheiden über ihren Kopf hinweg. Mit Estella freundet sich Mafalda schnell an, mit Filippo gehts länger, ist ja schliesslich ein Junge. 

Paola Peretti wollte mit ihrer Geschichte aufzeigen, dass man nicht aufgeben und sich auf das Wesentliche konzentrieren soll. Zur Hilfe wird dabei "Der kleine Prinz" hinzugezogen. Es ist zum Teil auch der Autorin eigene Geschichte, die sie beschreibt. Sie selbst ist wie Mafalda an Morbus Stargardt erkankt.

Der Kirschbaum, von dem man auf dem Cover einen Ast mit Kirschblüten sieht, ist der rote Faden, der war für Mafaldas Oma, für Papas Lieblingsgeschichte und nun auch für Mafalda sehr wichtig.

Die Geschichte soweit ist nett, und bringt uns die Gefühlswelt eines zukünftigen blinden Menschen näher - ganz egal, dass hier ein Kind "spricht". Man könnte Perettis Geschichte einfach so stehen und wirken lassen, mit dem tollen farbigen Layout und der angenehmen Sprache geht das ganz einfach.

Ich kann es nicht. Für mich gab es ein grosses Manko, das sich die ganzen 224 Seiten hindurch zieht. Vielleicht war alles, was ich gleich kritisiere, gewollt von der Autorin. Bewusst so geschrieben. Doch ich kann nicht darüber hinweg sehen, dass das Buch trotz aller Schönheit sehr oberflächlich wirkt.

Brustkrebs und andere Krankheiten werden - zwar fast schon poetisch - aber immerzu umschrieben; Mafalda und ihre Mitschüler sind nicht aufgeklärt; Filippos Gefühle betreffend seinem Vater werden nur angerissen. Dazu kommt, dass die Eltern nicht mit dem Mädchen über ihre Erkrankung und eventuelle Massnahmen sprechen. Alles wird über Mafaldas Kopf hinweg entschieden, sogar wenn sie daneben sitzt. Würde das Buch in der Vergangenheit spielen, wär das vielleicht okay und zeitgemäss, aber nicht wenn es zeitgeschichtlich in unserer Zeit jetzt spielt - früher gab es nunmal keine MP3-Player oder Hörbücher.

Fazit: Nett, aber wenn man durch das hübsche Layout und die schöne Sprache hindurch schaut, halt auch ein wenig oberflächlich. 
3.5 Punkte.

Freitag, 16. November 2018

Die Mondschwester von Lucinda Riley (Sieben-Schwestern Band 5)

Klappentext:
Tiggy d’Aplièse hatte schon als Kind die Begabung, mit der Kraft ihrer Hände kranke Tiere zu heilen. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Arbeit mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot von Charlie Kinnaird erhält, auf seinem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien – eine schicksalshafte Begegnung. Denn er hilft dem Adoptivkind Tiggy, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Die junge Frau reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde.


Der fünfte Band der Sieben Schwestern Serie führt uns Leser nach Schottland, Spanien, Südamerika und New York. 

Tiggy hat gerade eine neue Stelle auf dem Kinnaird-Anwesen angenommen, sie ist zuständig für die Wildkatzen. Doch die Finanzen sehen nicht gut aus, wie es mit dem Anwesen weiter geht, steht in den Sternen. Tiggy gefällt ihre Arbeit, freundet sich mit Wildhüter Cal und Haushälterin Beryl an. Ihr Chef Charlie, Arzt in Inverness, bereitet ihr immer mehr ein Kribbeln im Bauch. Doch er ist mit Ulrika verheiratet und hat eine 16jährige Tochter, Zara. Für Zara wird Tiggy zur Vertrauten. Die renovierte Lodge wird von einer Gruppe Gutbetuchter gebucht, nach deren Abreise bleibt ein einzelner Gast zurück: Zed Eszu. Er ist hinter Tiggy her und bringt Unruhe aufs Anwesen. Wie auch Fraser, der überhaupt nicht willkommen ist. 

Auf dem Anwesen lebt in einem kleinen Verschlag Chilly, ein Gitano. Alt und krank wird ihm Essen von der Lodge gebracht. Er scheint Tiggy zu kennen, was ihr erst unheimlich ist, bis sie erkennt, dass er ein Brujo, ein Weiser, ist. Er erzählt Tiggy ein wenig über Granada, von hier soll ihre Familie herkommen.

Die Vergangenheitsgeschichte beginnt auch dort, in Sacromonte, in Felshütten vis-à-vis der Alhambra. Hier leben Gitanos, die von den Payos ("Nicht-Zigeuner") unterdrückt werden. Viel Geld haben sie nicht, aber sie haben den Flamenco im Blut. José nimmt seine zehnjährige Tochter Lucia mit, um bei einem Wettbewerb zu tanzen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, Lucia wird bekannt und zieht umher. Ihre bodenständige Mutter Maria versteht das nicht, sie hängt sehr an Sacromonte. Dann beginnt der Krieg auch in Spanien und die Familie wird noch weiter auseinander gerissen als schon zuvor.

"Die Mondschwester" ist eine intensive Geschichte, ja ich würde sagen, die intensivste der Serie. Beide Erzählebenen sind faszinierend, in der Tiggy-Geschichte haben Maia und Ally einen kurzen Auftritt, zudem erfährt man noch mehr über den Sohn von Pa Salts Konkurrenten Kreeg Eszu und auch über Pa Salt selbst. Die Erzählungen verweben sich immer mehr ineinander und werden von Mal zu Mal spannender.

Da ich selbst einige Jahre lang Flamenco getanzt habe, kannte ich die Hintergründe der Gitano- und Flamencohistorie bereits. Ich kann mir vorstellen, dass einigen Leser dies alles ein wenig zu viel ist, weil man im Roman in eine komplett fremde Welt eintaucht. Dieses Mal ist es keine echte Person, die Lucinda Riley in die Geschichte eingeflochten hat, sondern sie bastelte aus historischen Vorbildern eine Familie, die es in dieser Art aber auf jeden Fall hätte geben können. Die Tanzszenen und der Duende hat die Autorin so wiedergegeben, dass man sie als Laie versteht und auch für Tänzer als echt durchgehen können.

Lucia - die sich als Grossmutter von Tiggy entpuppt - ist für mich die bisher unsympathischste Person der ganzen Reihe (mal abgesehen von Zed Ezsu). Sie lebt nur für den Tanz (und Geld), ist entweder zu Tode betrübt oder Himmelhoch jauchzend drauf. Lucias Charakter ist der Autorin extrem gut gelungen, auch wenn ich Lucia nicht mag. Dafür mochte ich Maria, Pepe und Angelina. Wie auch Fiona, Cal und Charlie.

Lucinda Riley enttäuscht auch mit dem fünften Teil der Serie nicht. Sie brachte uns Leser einen - für viele wohl eher unbekannten - Teil der europäischen Weltgeschichte näher: diesmal das Leben der Gitano in Spanien; vor, während und nach der Kriegszeit.

Wie immer toll recherchiert und wie immer würde man am liebsten gleich weiterlesen. Doch wir Leser sind ja sehr geduldig. Müssen es sein, erst 2019 geht es weiter mit Elektra, der sechsten Schwester.

Fazit: Die bisher intensivste Geschichte innerhalb der Sieben Schwestern-Reihe. Wunderbar zu lesen! 
5 Punkte.


Reihenfolge:
Vorstellung/Überblick über die Sieben-Schwestern-Serie
Band 1: Die Sieben Schwestern
Band 2: Die Sturmschwester
Band 3: Die Schattenschwester
Band 4: Die Perlenschwester
Band 5: Die Mondschwester
Band 6: (Elektra) erscheint voraussichtlich im Herbst 2019
Band 7: (Merope) erscheint voraussichtlich im Herbst 2020

Musiktipps - Hintergrundmusik beim Lesen:
Gerado Nunez: "Flamenco en Nueva York", insbesondere der Titel "Canaveral"
Paco de Lucia: diverse CD's
Guillermo Cano: "Rincon del Pensamiento"
Joaquin Rodrigo: "Concierto de Aranjuez"- zum Beispiel von Paco de Lucia eingespielt
Nina Pastori: "Erez luz"  - und weitere CD's von ihr (manchmal auch jazzig angehaucht)

Filmtipp:
Vengo von Tony Gatlif
Carmen von Carlos Saura

Mittwoch, 14. November 2018

Der Buchladen der verlorenen Herzen von Elisabetta Lugli

Klappentext:
Die 35-jährige Anna führt ein ruhiges, unaufgeregtes Leben: Sie schätzt ihre Arbeit in der feinen, stilvollen Buchhandlung „Stella Polaris“ im Herzen Turins, kocht in ihrer Freizeit für ihre Freunde und ist mit einem treuen, zuverlässigen Mann zusammen. Bis eines Tages ihre ehemalige große Liebe Luca auftaucht – frisch geschieden und so charmant wie eh und je. Kurz darauf steht „Stella Polaris“ vor einem Umbruch. Anna muss sich entscheiden: Soll sie sich einfach weiter treiben lassen oder die Dinge in die Hand nehmen und endlich herausfinden, was sie sich wirklich wünscht?




Der Titel verspricht eine Geschichte über einen Buchladen. Wer nun eine Geschichte wie "Ein Buchladen zum Verlieben" erwartet, wird nicht glücklich. Dieser Roman entpuppt sich als einfach gestrickter Liebesroman. 

Anne steht zwischen zwei Männern, ihrer ersten Liebe und der aktuellen Beziehung. Und eigentlich dreht sich alles darum. Dass Anna in einem nicht rentierenden Buchladen arbeitet und deren mürrische Chefin Adele keine Ohren hat für Neuerungen, ist nur Nebensache.

Ich stand kurz davor das Buch abzubrechen, weil es so langweilig war. Ich war in der Mitte des Buches angelangt, doch nichts passierte, alles drehte sich nur um Annas Gefühle gegenüber Edoardo und Luca. Doch ich war unterwegs und dachte, jetzt fange ich kein neues Buch an bis ich zuhause bin, lese ich jetzt halt einfach weiter. Eine gute Entscheidung, denn auf einmal öffnet sich die Buchladenbesitzerin und erzählt ihre Lebensgeschichte, die ein neues Licht auf alles wirft und spannend ist.

Der Roman wurde minim besser, der Buchladen spielte endlich eine Rolle. Leider nur kurz, im weiteren Verlauf steht bis zum Schluss immer noch Annes Leben ausserhalb des Buchladens im Vordergrund. Annes Gefühle habe ich abgenommen, und auch die anderen Charaktere sind der Autorin gelungen. Doch für meinen Geschmack legte Elisabetta Lugli den Schwerpunkt ihrer Geschichte an den falschen Ort und bleibt sehr oberflächlich. Dazu wählte der Vertrieb schlichtweg einen falschen Titel für diese Lovestory. Es sind zwar nur zwei andere Wörter, aber dieser Unterschied zum italienischen Originaltitel "La libreria degli amori impossibili" würde so einiges erklären.

Es wäre schön gewesen, wenn anfangs vielleicht kurz mal Adele zu Wort gekommen wäre, man schon dann etwas über sie erfahren hätte. Ich verstehe jeden der abbricht - wäre es kein Rezensionsexemplar, hätte ich schon viel früher aufgegeben. Wenn ein Buch erst nach der Hälfte interessant wird, hat der Autor etwas falsch gemacht. Auch konnte die Spannung danach nicht aufrecht erhalten werden. Überraschungen in Büchern sind gut, sogar erwünscht, aber dazu muss dann auch der Anfang und der Schluss stimmen, nicht nur der Mittelteil.

Fazit: Zu wenig Buchladen, zu viel Liebe - und ein enttäuschender Abschluss. Leider so gar nicht meins. 
2.5 Punkte.