Samstag, 31. August 2019

#litlovecountdown #10 Meike Werkmeister


Schon wieder Samstag - und somit Zeit für den #litlovecountdown #10


Lasst uns zählen: 11, 10...


Heute ist Autorin Meike Werkmeister Thema auf folgenden Blogs:

- Susanne Edelmann verrät welche Bücher, Meike Werkmeister auch noch geschrieben hat. 
- Ein Interview mit der Autorin findet ihr bei Alexandra auf Lesebuch.
- Utes Rezension vom April
- Bei Frau Goethe liest findet ihr hier die Rezension und einen Podcast.

Auch ich habe Meikes neuen Roman "Sterne sieht man nur im Dunklen" gelesen und rezensiert. Mit einem Klick auf den Titel kommt ihr direkt zu meiner Rezension. Wenn ihr Lust auf Inselfeeling habt, kann ich euch den Wohlfühlroman nur empfehlen. 



Die unten aufgeführten Autorinnen werden wir im Countdown zur lit.Love vorstellen. Mit einem Klick auf den Namen kommt ihr zu den bereits erschienen Countdown-Beiträge. 




  • Samstag, 24.08.2019: Jana Voosen
  • Samstag, 31.08.2019: Meike Werkmeister
  • Samstag, 07.09.2019: Silvia Konnerth
  • Samstag, 14.09.2019: Beth O’Leary
  • Samstag, 21.09.2019: Lucinde Hutzenlaub
  • Samstag, 28.09.2019: Kristina Valentin
  • Samstag, 05.10.2019: Persephone Haasis
  • Samstag, 12.10.2019: Manuela Inusa
  • Samstag, 19.10.2019: Adriana Popescu
  • Samstag, 26.10.2019: Annette Wieners
  • Samstag, 02.11.2019: Katherine Webb



Unter dem Hashtag #litlovecountdown und #litlove2019 findet ihr alle unsere Beiträge zum Countdown.

Freitag, 30. August 2019

Das Glück hat viele Seiten von Ella Zeiss

Klappentext:
Ein Laden voller verstaubter Bücher in einem Dorf in der Eifel. Was hat Tante Marlies sich nur dabei gedacht, ausgerechnet Hannah ihr Geschäft zu vererben? Seit zehn Jahren hat sie kein Buch mehr angerührt, und das aus gutem Grund. Zum Glück ist mit dem attraktiven Geschäftsmann Ben schnell ein Käufer gefunden. Alles könnte so einfach sein - würde der örtliche Buchclub sich nicht mit allen Mitteln gegen den Verkauf wehren. Auch Hannah erliegt bald wieder der Magie der Bücher. Rasch entbrennt ein Kampf um die Zukunft des Buchladens, bei dem zwischen Hannah und Ben heftig die Funken fliegen.



In diesem Buchladen-Buch erbt Hannah eine alte Buchhandlung. Sie ist froh, dass schon ein Käufer parat steht, denn sie hat kein Interesse, den Laden zu halten. Zu viele Erinnerungen an eine glückliche Kindheit, die mit dem Tod ihrer Mutter endete, hängen im Laden drin.

Doch auf einmal merkt Hannah, das etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und möchte den Laden wieder zurück kaufen. Das ganze Dorf steht hinter ihr und gemeinsam versuchen sie alles, damit Ben von seinem Vertrag zurück tritt.

Leider ist der ganze Roman auf Hannahs Naivität aufgebaut. So verkauft sie den Laden innert kürzester Zeit ohne alles in Ruhe abzuklären; sie stört sich an nichts. Hauptsache schnell wieder weg aus dem Dorf. Dieser Fehler ist der Ausgangspunkt der ganzen Geschichte, deshalb kann man nur schlecht drüber hinwegsehen. Mich störte das enorm, so naiv kann man doch einfach nicht sein. Auch später handelt sie immer wieder unüberlegt, das machte Hannah nicht sonderlich sympathisch.

Aber gut, so nimmt die Story ihren Lauf. Blendet man Hannahs Fehler und Naivität aus, wird man gut unterhalten von der Geschichte. Die Leser erfahren im Gegensatz zu Hannah auch Bens Sicht aus erster Hand und können nachempfinden, wieso er den Laden unbedingt und so schnell kaufen wollte. Das gefiel mir sehr gut und ich mochte Ben deshalb lieber als Hannah. Die Liebe zu den Büchern kam mir zu kurz, aber auch diesbezüglich überrascht Ben mehr als Hannah.

Die zwei mögen sich trotz allem und so stecken beide in Schuldgefühlen dem anderen gegenüber. Beide reiten sich immer weiter ins Unvermeidliche hinein und müssen einen Weg daraus suchen. Natürlich gewinnt schlussendlich die Liebe in einem versöhnlichen Finale, das alle glücklich macht.

Fazit: Ein leichter Roman (mit naiver Protagonistin) um den Erhalt eines Buchladens auf dem Dorf, den man dank einem flüssigen Schreibstil schnell durchgelesen hat.
3.5 Punkte.


Donnerstag, 29. August 2019

Effi liest von Anna Moretti

Klappentext:
Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat fliegt, noch bevor sie die erste Seite gelesen hat. Sofort reist ihre Tante an, denn es ist wohl höchste Zeit, Effi in die Gesellschaft einzuführen und einen Ehekandidaten zu finden. Effi hingegen sucht Antworten auf ihre Fragen. Ob der junge und sehr sympathische Arzt Maximilian von Waldau Effi weiterhelfen kann?




Auf diesen Roman wurde ich aufgrund des wunderschönen Covers aufmerksam, dann gleich auf den Titel, der auf den Klassiker "Effi Briest" anspielt. Auch der Klappentext und die schöne Gestaltung der Hardcover-Ausgabe machten mich neugierig und so freute ich mich sehr auf diese Lektüre.

"Eine romantische Komödie aus der prüdesten Epoche der deutschen Geschichte" ist es definitiv und sorgt für ein ständig lächelndes Gesicht während dem Lesen. Auch wenn man die Frauen damals bedauert - was die Männer ihnen alles unterstellten, furchtbar.

Effi fliegt aus dem Mädchenpensionat. Eigentlich nur weil sie ein Buch aufgehoben hat. Der Inhalt dieses Buches muss recht pikant sein, so dass man ihr nicht mal zuhörte und keinen Glauben schenkte. Schlussendlich ist Effi froh um den Rauswurf. Sie will lesen, lernen und studieren.

Während sie im Hause ihres Vaters auf die Zulassung zur Universität wartet, versucht Effi das geheimnisvolle Buch aufzutreiben, welches sie am Fluss vor dem Pensionat gefunden hat. Sie will unbedingt wissen, was da drin steht und wieso man ihr die Lektüre verbietet. Effi und ihre beiden Freundinnen sind sehr einfallsreich, auch im Umgang mit ihrer Tante Auguste, die ein Auge auf das junge Mädchen halten soll. Dazwischen führt Tante Auguste Effi auf Bälle und lehrt sie unter anderem, was bei einem Kaffeekränzchen aufgetischt werden darf und was nicht.

Auf der Reise vom Pensionat nach Berlin lernt Effi einen jungen Arzt samt seiner Katze kennen. Maximilian, der junge Arzt, ist unterwegs um in Berlin Doktor Fleiss in der Arztpraxis zu unterstützen. "Zufällig" ist  Doktor Fleiss der Hausarzt der Familie von Burow. Maximilian verliebt sich in Effi, aber diese beginnt jedesmal zu niesen und sich zu schnäuzen, wenn sie sich begegnen.

Schon beim ersten Zusammentreffen in der Bahn war mir klar, was die Niesanfälle auslöst. Doch dazumal kannte man diese "mysteriöse" Krankheit noch nicht, und im Zusammenhang mit dem geheimnisvollen Buch dachten die Herren Doktoren, dass Effi an etwas anderem leidet. Doktor Fleiss trifft sich sogar mit Sigmund Freund, die beiden wollen Effi gar die Nase operieren.

Eindrücklich schildert Anna Moretti welche - aus heutiger Sicht komplett unsinnige - Ansichten die Ärzte damals in Bezug auf Frauen hatten. Für uns ist "Effi liest" ganz amüsant zu lesen, aber ich glaube, jede Frau ist froh, nicht zu dieser Zeit gelebt zu haben.

Aufgelockert wird die unterhaltende Komödie durch die Briefe, die Maximilian seinem Bruder Benjamin schickte, die seinen Standpunkt und seine Gefühle erklärte.

Die Autorin bringt den Lesern die damalige Zeit nahe, beschreibt zum Beispiel einen Besuch in einer Buchhandlung, in der die Frauen direkt in die Frauenabteilung geschickt wurden, denn nicht jedes Buch durfte von Frauen gelesen werden. Das Nachwort sollte man sich nicht entgehen lassen, interessant weist Anna Moretti daraufhin, was sich wirklich so abspielte, so wie sie es im Roman beschrieben hat.

Mir hat die "romantische Komödie" extrem gut gefallen. Die Mischung aus Humor, Verschlagenheit, Romantik, inklusive der Weltanschauung im 19. Jahrhundert und dem damaligen Medizinwissen wurde zu einer perfekten Geschichte kombiniert.

Fazit: Charmant und sehr humorvoll packt Anna Moretti gesellschaftliche und medizinische Lehrmeinungen des 19. Jahrhunderts in eine kurzweilige und unterhaltende Geschichte. Diesen Roman sollte man sich nicht entgehen lassen!
5 Punkte. 


Dienstag, 27. August 2019

Die Gärten von Monte Spina von Henrike Scriverius

Klappentext:
Monte Spina - eine einsame Insel vor Lanzarote, sucht einen neuen Gärtner, was nicht ganz einfach ist, denn außer Stille und Einsamkeit hat die kleine Privatinsel wenig zu bieten. Doch das kommt der dreißigjährigen Gärtnerin Toni gerade recht, denn ihr Mann ist gerade bei einem Autounfall gestorben und der Sinn ihres Lebens und alle ihre Liebe mit ihm. Weit draußen im Atlantik trifft sie auf eine karstige Landschaft und auf Menschen, die sie nicht gerade herzlich empfangen. Aber Sonne und harte Arbeit wecken neben ihren Lebensgeistern vor allem eins: ihre Neugier. Denn auf der schweigsamen Insel Monte Spina am Ende der Welt gibt es eine ganze Reihe von Merkwürdigkeiten und Geheimnissen: Warum blieben Tonis Vorgänger immer nur wenige Wochen? Wieso ist das oberste Stockwerk des Haupthauses tabu für sie? Und was steckt hinter dem abwesenden Besitzer der Insel, dem geheimnisvollen Bror, von dem alle nur im Flüsterton sprechen?



Als ich das Buch in die Hände bekam, bedauerte ich zuerst, es nicht eine Woche zuvor in den Ferien auf Lanzarote gelesen zu haben. Das hätte perfekt gepasst, Monte Spina ist eine (fiktive) Insel vor Lanzarote. Am Ende der Lektüre war ich froh, dass das Buch mich erst später erreichte. Wenn ich es am Strand oder Pool gelesen hätte, wäre es schon bald in hohem Bogen ins Wasser geschmissen und eigenhändig von mir versenkt worden.

Und das nur weil der Inselbesitzer Bror ein totaler Widerling ist, fast schon ein Psychopath, der sich daran weidet, wenn er andere verbal und physisch zur Schnecke machen kann.

Die Leser und Toni, die neue Gärtnerin, blicken mit der Zeit zwar in seine Seele, seine Geschichte ist heftig, sie gibt ihm aber noch lange kein Recht so abgrundtief böse zu sein - und besonders nicht so zu bleiben. Mir ist der arrogante Bror viel zu heftig geraten, was mir die Freude am Buch raubte. Gerade wenn man mal denkt, jetzt bessert er sich, holt er aus und schlägt verbal wieder zu.

Toni hält zwar oft aus und dagegen, aber darüber hinaus bleibt Toni sehr blass. Kein Wunder, so oft wie an ihr herumgemäkelt wird. Dass sie zum Beispiel immer noch über den Unfalltod ihres Mannes trauert und bei ihrer Arbeit keine schönen Kleider trägt. Ja, was soll sie denn mit schicken Hosen und Shirts beim Wühlen in der Erde, beim Bepflanzen der Gartenbeete? Und wieso soll sie den Garten auf Vordermann bringen, wenn doch eh niemand da ist, der ihn zu schätzen weiss?

Der Grund, wieso es den Garten gibt und wieso Bror die Insel sein eigen nennt, obwohl er kaum da ist, wird erst spät verraten. Bis dahin ist Bror halt Millionär und kann mit seinem Geld machen was er will, und wenn er keine Lust mehr hat, kann er die Insel ja einfach verkaufen. Dies hören Toni und die anderen Angestellten viel zu oft.

Ich habe mich bisher nur selten dermassen über eine Romanfigur geärgert wie über Bror. Und wenn, dann habe ich die Geschichte nicht zu Ende gelesen. Jedenfalls weiss ich nun, wen ich bei zukünftigen Fragen nach meiner unbeliebtesten Romanfigur nennen werde.

Da Bror mit seiner Boshaftigkeit und Arroganz soviel Platz einnimmt, verkümmern die anderen Figuren neben ihm. Die Handvoll Charaktere hätten eigentlich alle ganz viel Potential, aber sie kommen nicht gegen ihn an.

Trotzdem hat mich "Die Gärten von Monte Spina" auf eine spezielle Art und Weise fasziniert. Ohne Bror wäre die Story zwar wesentlich freudiger und angenehmer zu lesen; das Dumme aber ist, alles ist auf seinem Charakter aufgebaut. Deshalb funktioniert die Story nur mit ihm, also muss man sich mit ihm arrangieren.

Dafür überzeugt das Setting auf der Insel und die Beschreibungen der Landschaften, wie eigentlich auch ein grosser Teil des Plots, wenn man Bror ausklammert. Der Schluss ist trotz allem stimmig und keine Frage, der Roman ist toll geschrieben, aber es ist definitiv kein Urlaubsbuch.

Wer Psychospielchen-Romane liebt, tut sich mit dem vorliegenden Debütroman von Henrike Scriverius wahrscheinlich leichter als ich.

Fazit: Ein beeindruckendes und kontroverses Debüt, das von einer nervtötenden, total unsympathischen Figur völlig zerdrückt wird.
3 Punkte. 

Montag, 26. August 2019

Südlichter von Nina George

Klappentext:
Mit ihrem neuen Roman schenkt uns Bestseller-Autorin Nina George das Buch, das Monsieur Perdus Anker im Leben ist und ihm auf seiner Reise den Weg weist: »Südlichter« ist eine Geschichte über die Liebe in all ihren wunderbaren Gestalten. Es ist ein Märchen und ein Trostbuch, wie ein Spaziergang vorbei an Cafés und beleuchteten Fenstern und dem weiten Horizont, so weich im südlichen Licht der Provence, und hinter jedem Gesicht eine unerzählte Sehnsucht nach dem unbedingten Leben. Jetzt, endlich, können wir die ganze Geschichte der Liebe lesen.




"Das Lavendelzimmer" habe ich vor einigen Jahren mit Freuden gelesen. Mir hat die Geschichte um Jean Perdu und seiner literarischen Apotheke, der Buchhandlung auf dem Flussschiff, sehr gut gefallen. Deshalb war ich nun mächtig gespannt auf "Südlichter", das Buch im Buch, das Jean geliebt hat. Geschrieben von Sanary - ein Pseudonym eines Autors, das Jean im Lavendelzimmer entschlüsseln wollte. Wenn ihr wissen wollt, ob es ihm gelang, liest zuerst "Das Lavendelzimmer", bevor ihr zu "Südlichter" greift.

Auch ich habe den ersten Teil nochmals gelesen, einfach um wieder up to date zu sein, um zu wissen, was Monsieur Perdu an "Südlichter" gefiel. Ich wusste nicht, was mich erwartet. Ich musste und wollte mich überraschen lassen, von der Geschichte, die Nina George nun vorlegt

"Südlichter" ist ein leiser Roman mit zart eingestreuter Magie. Es passiert zwar einiges, wird aber sehr ruhig erzählt. Es geht einerseits um das Thema Liebe, das vor allem in Marie-Jeannes Leben ein grosses Thema ist, andererseits - wie könnte es anders sein - um Bücher. 

Die Liebe ist die Erzählerin der Geschichte um Marie-Jeanne und ihre Zieheltern Francis und Elsa. Es spielt sich alles in der Gegend im französischen Nyons ab. Francis, der selbst nie liest und Angst vor Büchern hat, will genau die zu den Dorfbewohnern bringen und sie zum Lesen animieren. Ob und wie das funktioniert, hat Nina George mit viel stillem Humor beschrieben. 

Marie-Jeanne hat bei ihrer Geburt die Liebe angeschaut - und sieht bei fast allen Menschen Leuchtfäden, bei jedem woanders. Sie spürt auch, wer füreinander gemacht ist. Etwa ihre Schulfreundin Loulou und Lucas oder ihre Zieheltern Francis und die harte Elsa, die nur selten jemandem ein Lächeln zeigt. 

Die Figuren sind interessant, neben der harten, aber innerlich sehr weichen und lieben Elsa gibt es eine sehr steife Notarin und noch viele andere Charaktere, die sehr liebevoll mit Ecken und Kanten gezeichnet sind. 

Der Plot und die Idee hinter "Südlichter" ist sehr schön. Doch trotzdem konnte der Roman mich nicht so recht begeistern, so wie "Das Lavendelzimmer" es schaffte. Die Geschichte um die Leuchtfäden und die Leihbücherei auf Rädern ist mir irgendwie zu unaufgeregt geraten. Sie ist auch mehr wie ein Märchen zu lesen als wie ein Roman. 

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn ich "Das Lavendelzimmer" erst nach der Lektüre von "Südlichter" nochmals gelesen hätte, anstatt davor. Vielleicht sollte man das Bücherschiff auch komplett ausblenden und erwartungslos an den neuen Roman gehen. Gut, Erwartungen hatte ich zumindest inhaltsmässig keine spezifischen, aber ich ging davon aus, dass mich "Südlichter" ebenso begeistern kann, was nicht der Fall war. So bleibe ich leider ein wenig gelangweilt zurück.

Fazit: "Südlichter" ist eine sprachlich und inhaltlich schön geschriebene, aber sehr ruhige Erzählung, die mich aufgrund fehlender Spannung nicht überzeugen konnte.
3.5 Punkte.


Samstag, 24. August 2019

Countdown zur lit.Love 2019 #11

Am 9. und 10. November findet in München in den Räumlichkeiten von Random House erneut das Lesefestival lit.Love 2019 statt. 


Auch in diesem Jahr stehen viele interessante deutsche und internationale Autorinnen auf dem Programm. Insgesamt sind es neunzehn Autorinnen und (wie bereits im letzten Jahr) ein Autor. Dazu werden weitere Autorinnen aus den Vorjahren zu Gast sein. 

Um euch und uns die Zeit bis zur lit.Love zu verkürzen, stellen wir Litlove-Bloggerinnen (einige Bloggerinnen, sie sich letztes Jahr spontan zusammenschlossen haben, um gemeinsam die Bücher der lit.Love-Autorinnen vorzustellen, wie z.B. im Winter #litlovehistorisch oder über Ostern #litlovekulinarischeuch fortan jeden Samstag bis zum 9. November eine Autorin vor, sei es durch aktuelle Buchrezensionen oder Interviews. Unser Countdown startet bei elf und zählt runter. Bei null treffen wir uns in München :-) 





  • Samstag, 24.08.2019: Jana Voosen
  • Samstag, 31.08.2019: Meike Werkmeister
  • Samstag, 07.09.2019: Silvia Konnerth
  • Samstag, 14.09.2019: Beth O’Leary
  • Samstag, 21.09.2019: Lucinde Hutzenlaub
  • Samstag, 28.09.2019: Kristina Valentin
  • Samstag, 05.10.2019: Persephone Haasis
  • Samstag, 12.10.2019: Manuela Inusa
  • Samstag, 19.10.2019: Adriana Popescu
  • Samstag, 26.10.2019: Annette Wieners
  • Samstag, 02.11.2019: Katherine Webb


Lasst uns zählen: 11... 


Heute geht es los mit Jana Voosen: 


Die Beiträge findet ihr heute bei

Heike von Frau Goethe liest

- Susanne Edelmann: Rezension zu "Für immer die Deine" und ein Interview mit der Autorin 












Unter dem Hashtag #litlovecountdown und #litlove2019 findet ihr unsere Beiträge zum Countdown am schnellsten.  

Dienstag, 20. August 2019

Krimi: Das Geheimnis des alten Strandhotels von Anna Bednorz (Aoife 2)

Klappentext:
Aoife hat sich in ihrem Cottage im kleinen irischen Dorf Ard Carraig eingelebt und die Beziehung zu Pubbesitzer Tom läuft blendend. Als Tom ihr von seinem Plan erzählt, ein altes Hotel am Meer zu restaurieren, möchte sie ihn unbedingt unterstützen. Bei den Arbeiten am Haus entdeckt sie zufällig ein Bündel alter Liebesbriefe. Deren dramatischer Inhalt deutet auf einen Mordfall in der Vergangenheit hin. Aoifes Neugier ist geweckt und sie macht sich daran, bei den Dorfbewohnern nachzuforschen. Dabei kommt sie einem lange gehüteten Geheimnis auf die Spur.



Im zweiten Band der Aoife-Serie geht es um einen Cold Case, einen sehr alten, nie aufgelösten Mord- und Vermisstenfall.

Tom möchte das alte Strandhotel renovieren und es zusätzlich zum Pub betreiben. Viel Arbeit müssen sie hineinstecken, dass Aoife hilft, ist klar. Gleich bei ihrem ersten Arbeitseinsatz finden sie versteckt eine Schachtel mit alten Liebesbriefen. Aoife ist begeistert und will herausfinden, von wem die sind. 

Ihr Inhalt ist geheimnisvoll, da geht es um eifersüchtige Ehemänner und Drohungen. Als sie bei ihrer Recherche herausfindet, dass da wirklich etwas dran war, ist sie Feuer und Flamme. Sie vermutet, dass die Briefeschreiber wahrscheinlich nicht mehr leben, aber ihre Angehörigen schon. Mit Hilfe von Putzfrau Maggie, die eine Doktorarbeit über alte Herrenhäuser in der Gegend schrieb, will sie das Rätsel lösen. 

Derweil ist Tom weiterhin mit den Renovationsarbeiten im Hotel und dem normalen Puballtag beschäftigt. Immerhin hat er aktuell einen neuen jungen Koch, Rory, der nicht nur sensationell kocht, sondern zu Toms Leidwesen auch seine Tochter Liz beeindruckt hat. Vater-Tochter-Konflikte sind da vorprogrammiert.

Mit "Das Geheimnis des alten Strandhotels" verschafft es Anna Bednorz erneut, mir einige angenehme Lesestunden zu schenken, in dem ich mich an die irische Küste versetzen konnte. Dieser abwechslungsreiche Cold Case ist aber weniger ein Krimi, sondern vielmehr eine lockere Spannungsgeschichte, bei dem es ein Wiedersehen mit den bereits aus dem ersten Band bekannten Dorfbewohner gibt. 

Fazit: Eine lesenswerte und gelungene Geschichte für alle "Herrenhäuser-mit-Geheimnissen"-Fans. 
4 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 1: Mord im Cottage
Band 2: Das Geheimnis des alten Strandhotels

Montag, 19. August 2019

Krimi: Mord im Cottage von Anna Bednorz (Aoife 1)

Klappentext:
Eigentlich ist Aoife eine typische Großstadtfrau und kann mit dem Landleben wenig anfangen. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund hat die erfolgreiche Schriftstellerin eine Schreibblockade. Auf Anraten ihres Verlegers zieht sie sich mit ihrem Kater Dr. Jingles in ein Cottage in das kleine irische Dorf Ard Carraig zurück. Doch die erhoffte Ruhe bleibt aus, denn schon am nächsten Tag findet Aoife ein zerstörtes Exemplar eines ihrer Romane im Garten. Als weitere Bücher folgen, ist klar, dass jemand die Schriftstellerin bedroht. Doch wer könnte das sein? Zum Glück findet die Autorin bei den Dorfbewohnern unerwartete Unterstützung. Gemeinsam mit dem örtlichen Pubbesitzer Tom versucht sie, dem Täter auf die Spur zu kommen. 

Ein Büchermörder geht um - betroffen ist ausschliesslich der fünfte Band einer Serie, die Aoife geschrieben hat. Allerdings nicht unter ihrem Namen, sondern unter Pseudonym. Kein Mensch weiss, wer die Autorin dieser Serie ist, nur eben sie selbst und ein paar Verlagsmenschen. Da eigentlich auch niemand weiss, dass Aoife vorübergehend nach Ard Carraig in ein kleines Cottage zieht, um hier in Ruhe zu schreiben, ist das alles sehr mysteriös. Hat jemand herausgefunden, wer sie ist? Oder ist ihre Stalkerin etwa wieder auf freiem Fuss? 

Sehr unterhaltend erzählt Anna Bednorz die Geschichte um Aoifes Einleben im kleinen irischen Dorf und all die Anschläge auf "Lady Huffington von Baddonhall". 

Aoifes Nachbarin Petula Murphy ist pedantisch und will keine neue Nachbarin, sie legt ihr einige Steine in den Weg. Ihr Mann Ian dagegen ist sehr nett und hilft, wo er kann. Ebenso tut dies Pubbesitzer Tom Harold, und bald schon bahnt sich eine kleine Romanze an, die aber immer im Hintergrund bleibt. Auch andere Dorfbewohner wie Druide Ed oder die ehemalige Lehrerin Mary und weitere mehr werten die Geschichte auf. 

"Mord im Cottage" ist sehr liebevoll und witzig geschrieben; und auch wenn man ahnt, wer die Bücher auf dem Gewissen hat, absolut kurzweilig.

Wer bei dem auf dem Cover angekündigten Satz "Ein Krimi mit Katze" in der Hauptrolle erwartet, wird enttäuscht sein, denn Aoife besitzt zwar eine Katze, die ist für die Handlung des Romans nicht wichtig. Dr. Jingles taucht höchstens mal auf, wenn sie Hunger hat. Von dem her hätte man diesen Zusatz besser weggelassen. 

Fazit: Ein etwas anderer Krimi, in dem die Opfer Bücher sind - super unterhaltend und humorvoll. 
4 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 1: Mord im Cottage

Wieder da!

Meine Blog-Sommerpause ist vorbei - ab dieser Woche gibt es wieder regelmässige Beiträge zu lesen. 

Der Start in den Alltag ist gerade happig: Mein Tumbler ging heute morgen kaputt, noch bevor der Wäscheberg gewaschen war. Und seit zwei Stunden warte ich auf eine Getränkelieferung, ohne wie üblich Bescheid zu bekommen, wenn es Verspätung gibt. Dazu startete meine Tochter heute in einer neuen Schulstufe in einem neuen Schulhaus. Da gab es am Mittag bereits viel zu erzählen und nach der Nachmittagsschule wohl auch noch mal. 




Aber zurück zum Blog:
Diese Woche erwarten euch einige Rezensionen. Zum Beispiel eine zum neuen Roman von Nina George. Wer "Das Lavendelzimmer" gelesen hat, findet in "Südlichter" den Roman, den Jean Perdu und Manon damals gelesen haben. Dann kommt auch noch die Rezension zu "Effi liest", eine wunderbare Komödie für alle Historienfans. Und gleich, in ein paar Minuten, geht es los mit meiner Kurzmeinung zum ersten Teil einer zweiteiligen Cosy-Krimiserie, morgen folgt meine Meinung zum zweiten Teil. 







Am Samstag beginnt der Countdown zur diesjährigen lit.Love: bis zum 9. November werden einige von uns Litlovebloggerinnen euch jeden Samstag eine Gastautorin, bzw. ihre Bücher, vorstellen. Weitere Infos zum Countdown bekommt ihr dann gleich auch am Samstag geliefert. 


Donnerstag, 8. August 2019

Sommer in Bloomsbury von Annie Darling (Bloomsbury 2)

Klappentext:
Verity Love ist Single und glücklich damit: Sie liebt ihre schnuckelige Dachwohnung, ihre verfressene, eigenwillige Katze und ihren Job in einer kleinen Londoner Buchhandlung, die nur Liebesromane mit Happy End verkauft. Wenn bloß die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Kolleginnen nicht wären! Fremde Menschen mag Verity nämlich überhaupt nicht, deshalb beschäftigt sie sich viel lieber im Hinterzimmer mit dem Papierkram, statt Kunden zu bedienen. Kurzerhand erfindet sie Peter – ihren umwerfend attraktiven und wahnsinnig charmanten Freund. Doch als sie in einer heiklen Situation einen gutaussehenden Fremden als Peter ausgeben muss, wird ihr Leben plötzlich ganz schön kompliziert.


Dank dem Lesen von "Sommer in Bloomsbury" kenne ich nun das Datum der Erstveröffentlichung von Jane Austens "Stolz und Vorurteil" - Verity liebt diese Geschichte total und fragt sich auch immer wieder was Elizabeth Bennet an ihrer Stelle tun würde.

Im zweiten Band rund um die Buchhandlung in Bloomsbury lernen wir also die im ersten Band sehr stille Verity Love besser kennen. Aufgewachsen in einem turbulenten Pfarrhaushalt mit vier Schwestern, geniesst sie die Stille in ihrer Wohnung und im Büro der Buchhandlung.

Ihren Arbeitskolleginnen gaukelt Verity einen Freund vor, der es in Wirklichkeit gar nicht gibt. Als sie eines Tages in einem Pub von ihren Freundinnen überrascht wird, gibt sie ihren Tischnachbarn kurzerhand als neuen Freund aus. Johnny spielt mit, auch ihm ist eine Schein-Freundin sehr willkommen.

Zusammen gehen sie fortan auf Partys, Hochzeiten und andere Events, die sie sonst beide abgesagt hätten, weil sie keine Lust hatten alleine die Einladungen anzunehmen und die Fragen nach einem/r Freund/Freundin zu beantworten. Doch wann sagen sie den anderen, dass das alles nicht echt ist?

Autorin Annie Darling bringt uns Veritys Leben in der Buchhandlung wie auch ihr Familienleben zuhause sehr nahe. Als Leser begreift man schnell, wieso sie gerne ihre Ruhe hat, obwohl ihre Familie sehr liebevoll, aber eben halt sehr chaotisch ist. Die Hochzeitsvorbereitungen für ihre Schwester sind lustig zu lesen, man fiebert mit ob auch wirklich alles gelingt. Verity ist eine feinfühlige junge Frau, die sich ruhig mehr zutrauen könnte.

Johnny hätte ich manchmal am liebsten geschüttelt, es ging mir zu lange, bis er hinter die Fassade einer gewissen Frau blickte. Aber im Grossen und Ganzen fand ich seine Lebensgeschichte nachvollziehbar.

"Sommer in Bloomsbury" habe ich gerne gelesen, dieser zweite Band hat mich oft zum Lachen gebracht. Obwohl in sich abgeschlossen, empfehle ich die Reihenfolge der Serie einzuhalten, um auch wirklich alle Zwischentöne und Bemerkungen zu den einzelnen Charakteren nachvollziehen zu können.

Auch für "Bücher in Bücher"-Fans - vor allem jene von Jane Austen - ist der Roman empfehlenswert, da wie oben bereits vermerkt, Verity ein totaler Jane Austen Fan ist und sie diese Begeisterung auch an Johnny weitergeben will.

Nun bin ich sehr gespannt auf den dritten Band, in dem es um Nina, die dritte Frau in der Buchhandlung der einsamen Herzen geht.

Fazit: Ein witzige, leichte Lektüre mit interessanten Figuren und für alle Liebesgeschichten-Fans empfohlen.
4 Punkte.

Reihenfolge:
Band 1: Der kleine Laden in Bloomsbury (aka Der kleine Laden der einsamen Herzen)
Band 2: Sommer in Bloomsbury

Mittwoch, 7. August 2019

Apfelträume am Meer von Anne Barns (Kurzgeschichte)

Klappentext:
Als Merle erwacht, muss sie sofort an den vergangenen Abend denken. Es war wunderschön, gemeinsam mit Jannes in den warmen Wellen zu planschen, die vom Meeresleuchten beinahe gespenstisch in Szene gesetzt wurden. Wie kleine türkisblaue Glühwürmchen, die durch das Wasser schwirrten, hatte es ausgesehen. Und Merle war so glücklich gewesen wie noch nie. Doch als sie sich jetzt im Bett umdreht und sich an Jannes kuscheln will, merkt sie, dass sie allein ist. Stattdessen liegen auf Jannes Kopfkissen ein kleines hölzernes Kästchen und ein Brief. 



Erst als ich "Apfelträume am Meer" schon vor mir hatte, sah ich, dass diese Kurzgeschichte quasi eine Fortsetzung zu "Apfelkuchen am Meer" ist, den ich noch nicht gelesen habe. Dennoch wollte ich nicht zuerst den regulären Band lesen, dafür erschien mir der neue "Kurzroman" eindeutig zu kurz. 

Schöner wärs natürlich schon, wenn man die Figuren bereits kennen würde, aber die Frauen der Geschichte geben soviel her, dass man schon auf diesen wenigen Seiten das Gefühl hat, sie schon ewig zu kennen und gleichzeitig total Lust hat, den Roman dazu zu lesen. 

Merle hat Liebeskummer - viel mehr kann man nicht verraten, sonst ist die ganze Story schon erzählt, bevor ihr überhaupt das eBook auf dem Reader habt. 

So ist die Kurzgeschichte innert kurzer Zeit ausgelesen, ideal also für eine kurze Bahnfahrt oder für einen gemütlichen Lese-Sonntagmorgen im Bett.

Fazit: Sicher ein schöner Abschluss für "Apfelkuchen am Meer"-Leserinnen und ein absoluter Lustmacher für alle, die den ersten Roman noch nicht gelesen haben.  
4 Punkte.


Reihenfolge:
Band 1: Apfelkuchen am Meer
Band 1.5: Apfelträume am Meer

Montag, 5. August 2019

Sommer im kleinen Brautladen am Strand von Jane Linfoot (Wedding Shop 3)

Klappentext:
Jess bietet Lily einen Traumjob im "Brides by the Sea" an: Sie ist zukünftig dafür zuständig, Hochzeitslocations im richtigen Glanz erstrahlen zu lassen. Lily hat kaum Zeit zu überlegen, ob sie der Aufgabe gewachsen ist, als schon der erste Auftrag ins Haus flattert. Sie soll Kip Penryn dabei unterstützen, sein Familienanwesen in einen Ort zum Heiraten zu verwandeln. Da sie ihn damit zu einem Konkurrenten von Poppy macht, fühlt Lily sich wie eine Verräterin. Aber andererseits haben die Männer der Familie Penryn den Ruf umwerfend, aber auch wahnsinnig unzuverlässig zu sein. Muss Lily also nichts weiter tun, als sich entspannt zurückzulehnen und dabei zuzusehen, wie Kip ganz von alleine scheitert? 


Nach einem schwachen ersten Teil und einem witzigen zweiten Teil war ich auf den dritten Teil der Serie gespannt. 

Protagonistin ist Lily, die erst jetzt in die Serie reinkommt. Früher hatte sie mal kurz als Floristin bei Jess gearbeitet, nun lebt sie in Bath. Bis eben arbeitete Lily in einer Hotelkette, ihre Wohnung gehört ihrem Arbeitgeber. Doch da ihr Job wegen einer Geschäftsübernahme gestrichen wird, ist sie arbeits- und wohnungslos. Auch ihre kurze Ehe mit Thom ist längst vorbei. Eine neue Wohnung und einen Job muss sie sich noch suchen, eine neue Liebe nicht. Von Liebe und Männer hat sie genug.

Deshalb ist Lily auch nicht so begeistert von der Valentinstag-Feier im "Brides by the Sea", zu der sie eingeladen ist. Der Tag wartet mit mehreren Überraschungen auf: Jess bietet ihr einen Job an als Hochzeits-Stylistin. Und aus dem Radio erfährt sie, dass ihre Mutter heiraten will. 

Ihre Mutter Barbara ist nicht die einzige, die im Sommer heiraten möchte. Auch Immie und Chas, sowie Chas Ex-Freundin Nicole - sie ist der Alptraum aller Angestellten von "Brides by the Sea". Es folgt ein Wettstreit der drei Bräute: Barbara mit Nicole, und Immie mit Nicole. Jede will die andere übertrumpfen. Barbara und Nicole haben total überzogene Ansprüche. Immie weniger, aber auch sie ist keine einfache Braut und wird hier von der Autorin mal wieder zum Trinken verdonnert. 

Lily hat mit diesen drei Hochzeiten mehr als genug zu tun. Doch sie muss sich auch noch mit Kip Penryn abgeben, der aus dem Herrenhaus (in dem Alice aus Band 2 heiratete) eine Hochzeitslocation machen will - ohne irgendeine Ahnung von Hochzeitsorganisation zu haben.

Die Geschichte war nervig: statt Nicole rauszuwerfen, mit Barbara Klartext zu reden und Kip zu ignorieren, muss Lily mit allen arbeiten. Dies war mühsam zu lesen, weil diese Streitereien absolut kindisch abliefen. Und wie im ersten Band wird nebenbei wieder enorm viel Alkohol getrunken. 

Alles wird in "Sommer im kleinen Brautladen am Strand" derart übertrieben beschrieben, dass es keine Freude ist, den Band zu lesen. Dazu kommen einige Längen im Mittelteil und die vielen anstrengenden Figuren. Wieso ausgerechnet Kip in seinen Plänen unterstützt werden sollte, obwohl er ein Konkurrent ist, machte nur für den Plot Sinn, ansonsten war es total unlogisch. Die schönen Szenen (Blumen pflanzen, das Gedenken an Lilys Vater, die Freundschaft zwischen Lily, Poppy, Jess und Immie) gehen in all dem nervigen und hektischen Getue total unter. 

Fazit: Vor lauter witzig-sein-wollen und überspitzt sein ist die Geschichte oberflächlich heraus gekommen. Es fehlten wie bereits im ersten Band (die Zeit für) echte Emotionen.
3 Punkte. 


Reihenfolge: 
Band 3: Sommer im kleinen Brautladen am Strand
Band 4: Weihnachten im kleinen Brautladen am Strand (erscheint am 11. September)

Sonntag, 4. August 2019

Zweiter Zwischenstand #19für2019

Es ist Zeit für einen zweiten Zwischenstand der #19für2019 Challenge:

Meine Liste:
1. Mein Herz ist eine Insel von Anne Sanders
2. Sommerhaus zum Glück von Anne Sanders
3. Glückssterne von Claudia Winter
4. Wirf dein Herz voraus uns spring hinterher von Anna Paulsen
5. Einmal Liebe zum Mitnehmen von Frieda Bergmann
6. Nachtblau von Simone van der Vlugt
7. Die Fäden des Glücks von Julia Fischer
8. Mister Franks fabelhafte Talent für Harmonie von Rachel Joyce
9. Becoming von Michelle Obama
10. Wölfe an der Côte d'Azur von Christine Cazon
11. Verborgene Muster von Ian Rankin (Rebus 1)
12. Mörderischer Mistral von Cay Rademacher
13. Tod in Tintagel von Emma Goodwyn (John Mackenzies 7.Fall)
14. Provenzalische Schuld von Sophie Bonnet (Pierre Durand 5)
15. Die Gärten von Istanbul von Ahmet Ümit
16. Totenstille über dem Lago Maggiore von Bruno Varese (Matteo Basso 3)
17. Mord im Cottage von Anna Bednorz (Aoife 1)
18. Das Geheimnis des alten Strandhotels von Anna Bednorz (Aoife 2)
19. Falsche Austern von Catherine Simon (Leblanc 4)

Bis April konnte ich acht Bücher aus der Liste lesen und sagte, dass ich im zweiten Drittel des Jahres wohl kaum dazu komme, die Liste "abzuarbeiten".  

So war es auch, doch nun habe ich letzte Woche auf Lanzarote zwei Krimis aus der Liste gelesen. Und zwar die beiden Bände der Aoife-Krimis von Anna Bednorz. Ich hoffe, die Autorin führt die Serie weiter - die folgenden Bände würden jedenfalls nicht lange auf meinem SuB verbleiben!



Gerade dran mit lesen bin ich ein drittes Buch der Liste, nämlich den Roman "Die Fäden des Glücks" von Julia Fischer. Ich streiche es ebenfalls ab, da ich es spätestens morgen ausgelesen habe. 

Nun verbleiben also noch acht Bücher auf der SuB-Abbau-Challenge-Liste, theoretisch könnte ich von September bis Dezember pro Monat zwei davon lesen ;-) Aber ich kenne mich, ich lese die nach Lust und Laune, mal sehen, vielleicht kann ich die Liste bis Oktober nochmals ein wenig schrumpfen lassen.

Liste August bis Dezember:
1. Nachtblau von Simone van der Vlugt
2. Mister Franks fabelhafte Talent für Harmonie von Rachel Joyce
3. Becoming von Michelle Obama
4. Verborgene Muster von Ian Rankin (Rebus 1)
5. Mörderischer Mistral von Cay Rademacher
6. Tod in Tintagel von Emma Goodwyn (John Mackenzies 7.Fall)
7. Die Gärten von Istanbul von Ahmet Ümit
8. Totenstille über dem Lago Maggiore von Bruno Varese (Matteo Basso 3)

Jetzt nimmt es mich Wunder, wie es euch seit April ergangen ist: hat sich etwas an eurer Liste geändert oder ist sie noch unverändert?