Donnerstag, 16. September 2021

Möwensommer von Lotte Römer

Klappentext:
Lina ist ein richtiges Inselkind und fühlt sich pudelwohl auf Norderney. Sie liebt ihre Arbeit in dem Blumengeschäft Blühende Phantasie, die Weite des Meeres und die Segelausflüge mit ihrem Kindheitsfreund Mattis. Nur in Sachen Liebe läuft es bei Lina nicht wie gewünscht. Schon ewig ist sie in Mattis verliebt, doch dieser scheint ihre Gefühle nicht zu erwidern. Seit er ihr nach einer gemeinsamen Nacht das Herz gebrochen hat, fällt es ihr schwer, sich auf eine neue Beziehung einzulassen. Zugegeben, die Auswahl an passenden Kandidaten ist auf Norderney auch überschaubar. Doch da zieht Bent, der neue Standesbeamte, auf das Nordseeeiland und flirtet mit Lina. Ist er vielleicht der Richtige? Aber warum verhält sich Mattis so seltsam, wenn es um Bent geht?


Mein erstes Buch der Autorin - und für länger sicher auch das letzte Buch, denn wahrscheinlich greife ich so schnell nicht mehr nach ihren Romanen. 

Die Geschichte um Lina, die als Floristin in einem Blumenladen auf Norderney arbeitet, ist leider sehr oberflächlich.

Zwischen Lina und ihrem besten Freund Mattis war einmal was, doch beide schweigen es tot und machen auf beste Freunde. Da Lina meint, Mattis hätte kein Interesse an ihr als Frau, sucht sie nach geeigneteren Männern um und nimmt deshalb sofort die Einladung des neuen Standesbeamten an. Weshalb Mattis nun plötzlich auch fremdflirtet, versteht sie nicht so ganz. Auch das Getue von ihrer Chefin, die auf einmal Geheimnisse zu haben scheint, und ihr Desinteresse am Geschäft lässt Lina nicht los, denn am liebsten würde sie den Blumenladen besitzen, sie hätte ja so viele Ideen... 

Der Roman ist flüssig zu lesen und unterhält auf eine sehr leichte Art. Freundschaft wird grossgeschrieben. 

Aber das wars leider auch schon. Mich konnte die Geschichte nicht vom Hocker reissen. Sie sollte wohl locker rüberkommen, aber sie wirkt zu bemüht und findet deshalb keine Tiefe und bleibt banal. Vieles wirkte total unglaubwürdig, wie zum Beispiel das oben erwähnte Totschweigen einer bestimmten Nacht. Auch für die Figurenzeichnung hatte ich oft nur ein Kopfschütteln übrig. 

Stellt euch eine Highschool-Teenie-Romanze vor, einfach 10 Jahre später, das kommt in etwa hin. 

Fazit: Für Leserinnen, die gerade kein anderes Buch zur Hand haben und sich schnell mal drei, vier Stunden ablenken wollen, ist der Roman ideal. Mir war er zu langweilig. 
3 Punkte. 


Mittwoch, 15. September 2021

Montags bei Monica von Clare Pooley

Klappentext:
Julian ist es leid, seine Einsamkeit vor anderen zu verstecken. Der exzentrische alte Herr schreibt sich seine wahren Gefühle von der Seele und lässt das Notizheft in einem kleinen Café liegen. Dort findet es Monica, die Besitzerin. Gerührt von Julians Geschichte, beschließt sie, ihn aufzuspüren, um ihm zu helfen. Und sie hält ihre eigenen Sorgen und Wünsche in dem Büchlein fest, ohne zu ahnen, welch heilende Kraft in diesen kleinen Geständnissen liegt: Als das Notizbuch weiterwandert, wird aus den sechs Findern ein Kreis von Freunden. Monicas Café wird dabei ihr zweites Zuhause, und auf Monica selbst wartet dort das ganz große Glück. 


Ich mag Café-Romane und war deshalb sehr gespannt auf "Montags bei Monica". 

Zuallererst steht aber nicht das Café von Monica im Blickfeld, sondern der 79jährige Julian Jessop, ein alternder Künstler - in meinem Kopf war er ein Dandy durch und durch. Julian hat sich einige Jahre zuhause eingenistet, liess niemanden an ihn ran, doch nun merkt er, dass er endlich sein Schneckenloch verlassen und wieder am Leben teilhaben sollte. Er schreibt sich alles von der Leber, in ein kleines Notizheft. 

Das Heft lässt er spontan in Monicas Café liegen. Monica findet es natürlich, liest Julians Geschichte und es entsteht eine Kettenreaktion: auch sie schreibt ins Heft, lässt es liegen, es wird gefunden, der Finder schreibt hinein und so weiter...

Doch damit ist es nicht getan: denn Monica will Julian helfen, derjenige nach Monica will ihr und ebenso Julian helfen. Nach und nach lernen sich alle Schreiberlinge kennen, Drehpunkt ist Monicas Café.

Die Bandbreite der Charaktere ist generationenübergreifend: junge und alte Mütter, Singles, Senioren. Alle mit total unterschiedlichen Berufen und Herkunftsgeschichten. Clare Pooley bringt Figuren mit echten und alltäglichen Problemen aufs Podest. Zum Beispiel Hazard, der Name sagt es, ein unsteter Typ, unsympathisch auf den ersten Blick, er kann sich selbst auch nicht leiden und weiss: eine Veränderung muss her. 

Diese Veränderung wollen alle, die ins Notizheft schreiben. In welche Richtung die Veränderung gehen soll, ist aber noch nicht allen klar. Bloss: aufrichtig sein ist die neue Devise, so hat es Julian vorgegeben. Mit dem neuen Lebensmotto verändern sich alle, freunden sich an, aber auch Unstimmigkeiten bleiben nicht aus. 

Im Grossen und Ganzen ist "Montags bei Monica" ein weiser, fast schon kluger Roman, der gut unterhält. Der beste Leseplatz wäre eigentlich ein schöner Platz in einem gemütlichen Café, vielleicht klappt es ja zumindest für eine oder zwei Stunden.

Theoretisch eine tolle Geschichte, die aber einige langatmige Szenen aufweist. Besonders während der Vorstellung von Alice. Bei der Story um die junge Mama-Instagrammerin nervten mich die vielen "@". Nicht nur mich als Leserin übrigens, auch einige andere Figuren im Roman verdrehten die Augen. Etwas weniger davon wäre angenehmer gewesen, auch wenn die "@"'s wahrscheinlich mit voller Absicht von der Autorin platziert wurden, um zu versinnbildlichen, wie doof Alices Tun ist, denn der Plot ist auffallend gut durchdacht.

Fazit: Die Story ist wie seine Charaktere: nicht ganz perfekt. Sie kennenzulernen ist aber unbedingt empfehlenswert.  
4 Punkte. 


Dienstag, 14. September 2021

Krimi: Stürmische Algarve von Carolina Conrad (Anabela Silva 4)

Klappentext:
Über die sonnenverwöhnte Algarve zieht eine ungewöhnliche Kaltfront. Sturm, Regen und Kälte setzen auch den Touristen zu, eine Österreicherin stirbt. Sie hat ihr Wohnmobil mit einem Grill geheizt – Kohlenmonoxidvergiftung. Ein tragischer Unfall? Von ihrem Mann fehlt jede Spur. Dafür werden im Wohnmobil Blutspuren einer dritten Person gefunden. Während Chefinspektor João Almeida nach dem Ehemann fahnden lässt, stößt Anabela Silva auf die Verbindung zu einem international gesuchten Betrüger. Hat er mit dem Schicksal der beiden Österreicher zu tun? Sie finden den Mann – tot. Er wurde in seinem Haus erschlagen. Wenn er die Österreicherin getötet hat, wer hat dann den Mörder ermordet?


"Stürmische Algarve" beginnt damit, dass Anabela und ihre Mutter sich darüber streiten, wie es mit dem Vater weiter gehen soll. Seine Demenz schreitet immer schneller voran und die Frage, ob er in einem Heim besser aufgehoben wäre, steht im Raum.

Die Entscheidung schieben sie vor sich her, denn Anabela hat mit ihren Übersetzungsjobs gut zu tun und sie weiss noch nicht, dass sie bald auch wieder für die Polizei übersetzen muss - eine Österreicherin wird tot in ihrem Wohnmobil aufgefunden und Anabela soll deren Angehörige kontaktieren. 

Zuerst kommt der Leichenfund nur Anabela komisch vor, die Polizei vor Ort, sprich ihr Cousin Luís Silva, ist aber nur genervt und will Bela gar nicht zuhören. Allerdings macht er die Rechnung ohne Joao Almeido, der springt - für einmal - von alleine auf das Unglück an. Es braucht nur wenige Nachforschungen und schnell ist klar, dass da mehr dahinter stecken könnte. Sogar Bibliothekar Mario weiss einiges über die tote Frau zu erzählen. Für Joao, der eifersüchtig auf Mario ist, das gefundene Fressen und höchst verdächtig. 

Der Fall ist gut aufgebaut, immer mehr Details werden bekannt, Zusammenhänge klarer - und doch fehlen den Ermittlern bis fast am Ende die nötigen Puzzleteile um den Fall abzuschliessen. Die Autorin macht es somit sehr spannend und überzeugt durch einen lebendigen Schreibstil. 

Die Stärke dieser Serie sind die authentischen Figuren, die sich über alle bisherigen vier Bände immer mehr entwickeln. Auch die Kriminalfälle, die sich meistens im Touristenmilieu abspielen, sind glaubwürdig und könnten sich in real genauso abspielen. Deshalb:

Fazit: Es macht Spass jedes Jahr einmal mit Carolina Conrads Charakteren für einige gemütliche Lesestunden an der Algarve abzutauchen.
4 Punkte. 


Reihenfolge: 
Band 4: Stürmische Algarve

Montag, 13. September 2021

Krimi: Tod am Canal Grande von Eve Lambert (Jackie Dupont 3)

Klappentext:
Venedig im Sommer 1921. Der attraktive Adlige Christopher restauriert in einer berühmten Kirche ein Gemälde von unschätzbarem Wert. Doch seine Arbeit wird jäh unterbrochen, als Jackie Dupont auftaucht: Die Privatdetektivin mit Vorliebe für edlen Diamantschmuck und ungewöhnliche Ermittlungsmethoden behauptet, in der Kapelle sei in der vergangenen Nacht eine Frau ermordet worden. Mehrere Indizien sprechen eindeutig dafür doch von der Toten fehlt jede Spur. Gemeinsam machen sich die beiden in der sommerlichen Hitze der Lagunenstadt auf die Jagd nach Leiche und Mörder nicht ahnend, dass sie selbst längst in allergrößter Gefahr schweben.


Nach Monaco und London treffen wir Jackie und Kit (Christopher) nun in Venedig an. Er logiert beim britischen Botschafter, wie das damals anscheinend wohl üblich war. Nach einer Abendgesellschaft zeigt er einer neu in Venedig angekommenen, früheren Bekannten, Mitzy,  sein gerade zu Ende restauriertes Gemälde in einer Kirche. 

Am nächsten Tag fehlt von Mitzy aber jede Spur - dafür ist Jackie eingetroffen, auf der Suche nach demjenigen, der eine Liste mit Namen weiterer Spione gestohlen hat. Diese sind verängstigt. Ihr Leben steht auf dem Spiel, denn über ihr Doppelleben weiss kaum jemand Bescheid. 

Jackie und ihr Onkel Daniel, der ebenfalls in Venedig weilt, machen sich auf die Spur dieses "Superspions". Kit muss sich derweilen mit der Botschafterfamilie und dessen Gästen beschäftigen, was ihn langweilt, doch da muss er durch. Gefährlich wird es für ihn noch früh genug!

In "Tod am Canal Grande" lässt Eve Lambert die Leser manchmal hinter Jackies taffe Fassade blicken - und in eingeschobenen Rückblicken ihres Onkel erfährt man wie das mit Diana aka Jackie gewesen sein könnte. Doch nicht nur was ihr Dasein betrifft, auch für diesen dritten Band gilt: Nichts ist wie es scheint.

Geschickt webt die Autorin viele verschiedene Fährten mit ein, die manchmal ins Off laufen, manchmal aber auch Dinge enthüllen, die vielleicht nicht immer direkt für den Fall, aber auch sonst äusserst interessant sind. 

Erneut hat Eve Lambert einen höchst unterhaltenden Kriminalroman vorgelegt. Kit ist wie immer mein Lieblingscharakter. Doch auch die anderen Beteiligten haben etwas in sich, niemandem will man wirklich trauen. Onkel Daniel nun kennen zu lernen, war aufschlussreich. Die Briten kommen bei ihm nicht so gut weg, seine Kommentare machen einfach Spass - solange man selbst nicht zu der britischen Aristokratie gehört ;-)

Dieser dritte Band ist derjenige, der am meisten neugierig auf den nächsten Band macht, denn Kit und Jackies Privatleben nimmt Form an, im wahrsten Sinne des Wortes. Da kann man nur gespannt sein, wie es mit den beiden weiter geht. 

Fazit: Wieder super gerne und viel zu schnell ausgelesen! 
4 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 3: Tod am Canal Grande (Venedig)



Freitag, 10. September 2021

Für Glück ist es nie zu spät von Heike Abidi

Klappentext:
Johanna ist mit Anfang 50 plötzlich Witwe. Ihre Ehe war schon lange zerrüttet. Und doch fühlt sie sich plötzlich allein und verloren. Als sie die Trauerkarten durchgeht, findet sie ein leeres Notizbuch, das ihr eine frühere Freundin geschenkt hat. Sie hatte vergessen, wie gern sie als junge Frau Tagebuch geschrieben hat. Auch jetzt füllen sich schnell die Seiten, und Johanna merkt, dass sie neu anfangen muss, um sich selbst zu finden. Als Erstes will sie dieses schicke, aber seelenlose Haus loswerden, das ihr nie ein richtiges Zuhause war. Sie beauftragt einen Makler und ist vollkommen überrascht, als plötzlich ihr Exfreund vor ihr steht. Henry, mit dem sie vor ihrer Ehe eine kurze, aber intensive Affäre hatte. Henry, der sie an die junge, lebenslustige Frau erinnert, die sie einmal war – und der offenbar immer noch einen Platz in ihrem Herzen hat.

Ein herbstliches, sehr schönes Cover ziert den neuen Roman von Heike Abidi, die mich bereits mit ihren Anna Paulsen-Romanen ("Liebe M.,..." und "Wirf dein Herz voraus...") begeistern konnte. Ich nehm es voraus: dasselbe gelang der Autorin mit "Für Glück ist es nie zu spät" erneut.

Für einmal ist es kein aussergewöhnliches Thema (Amt für unzustellbare Post oder Hypochonderin Liane), sondern ein eigentlich allgemeines, fast alltägliches Thema mit dem sich Heike Abidi hier auseinandersetzt - zu dem sich wohl fast alle Leserinnen, die die 50 bereits überschritten haben, sicher auch schon einmal Gedanken gemacht oder gar gleich gehandelt haben, wie Abidis Protagonistin Johanna in diesem Roman.

Nach dem Tod ihres Mannes fühlt sich Johanna frei, aber auch überfordert von der Situation. Alles steht ihr jetzt offen, sie kann so weiter machen wie bisher oder ein ganz neues Leben beginnen. 

Johannas frühere Freundin schickt ihr anstatt eine Trauerkarte ein Notizbuch, für sie eine klare Einladung Tagebuch zu schreiben wie früher. Johanna lässt darin ihr Leben Revue passieren und stöbert in ihren alten Tagebüchern. Besonders nachdem eines Tages der Makler vor der Türe steht und sich als Johannas Ex-Freund Henry entpuppt. 

Während die Protagonistin ihr Leben entrümpelt, lernen die Leserinnen durch die alten Tagebuch- und neuen Notizbucheinträge die sympathische Johanna immer besser kennen. Witzig sind vor allem die Szenen, als sie durch Henry auf die Idee kommt, ihre Ex-Freunde inkognito zu kontaktieren, um zu sehen, ob sie sich damals richtig entschieden hat. Viele weitere überraschende Begebenheiten machen den unterhaltenden Roman zu einem packenden Lesevergnügen. 

Die Geschichte ist wie das Cover thematisch herbstlich, denn die Protagonistin ist im besten Alter und kann nun über die in ihr in den letzten Jahren mit viel Herbstlaub bedeckten innerlichen Überzeugungen, Werte und Vorlieben winterlich ruhig und leise nachdenken, danach frühlingsmässig erwachen und sommerlich mit sonnigem Gemüt ihre Pläne ausführen und am Ende herbstlich ihre Ernte - ihr neues Leben und eigentlich ganz altes, nun aber innerlich wie äusserliches Ich - einfahren und geniessen. 

Mir hat "Für Glück ist es nie zu spät" sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist, wie von der Autorin gewohnt, humorvoll, locker leicht und zugleich sehr erdend. 

Fazit: Ein engagierter Roman über einen Neuanfang mit sympathischen Charakteren - toll erzählt.
5 Punkte. 


Donnerstag, 9. September 2021

Das Parfum der Liebe von Hanna Caspian

Klappentext:
1904 ist Ecuador von Dresden aus gesehen das Ende der Welt – und der perfekte Ort für die junge Viola, um zwischen kargen Hochplateaus und üppigem Regenwald ihre verpatzte Verlobung zu vergessen. Auf einer Hacienda lernt sie den Hamburger Adrian kennen, der das Land auf der Suche nach neuen Düften für die Parfümherstellung durchstreift. Ihr erstes Treffen verläuft nicht gerade glücklich, und Viola kann nicht umhin, Adrian für einen reichen Schnösel zu halten. Doch die Düfte exotischer Blüten und schwerer Hölzer nehmen sie mehr und mehr gefangen – ebenso wie Adrian, der jedoch nicht ganz ehrlich zu ihr ist.


Zum 175jährigen Jubiläum hat der Droemer Knaur Verlag sechs Jubiläums-Ausgaben gedruckt, allesamt Kurzromane von ihren Stamm-Autor*innen und als "Sehnsuchtsromane" beschrieben. 

Einer davon sprach mich sofort an, Hanna Caspians "Das Parfum der Liebe". Dieser Kurzroman spielt im Jahr 1904, knapp 120 Jahre vor unserer Zeit - und spielt somit 55 Jahre nach der Verlagsgründung. 

Die Autorin nimmt uns mit nach Ecuador, ein eher seltenes literarisches Reiseziel, und bringt den Leserinnen die farbenprächtige ecuadorianische Pflanzenwelt den Leserinnen näher.  

Auf der Reise durch Südamerika begleitet Viola ihren Onkel, der als Apotheker nach seltenen Pflanzen sucht, und hat die Aufgabe übernommen, diese Blumen zu zeichnen. An einem Abend lernt sie Adrian kennen, ein Parfümhersteller - die beiden sind anfangs gar nicht gut aufeinander zu sprechen, doch bald ist Adrian fasziniert von der mutigen und begabten Viola. Die damaligen gesellschaftlichen Zwänge machen es ihnen aber nicht leicht aufeinander zuzugehen, zu viele Hindernisse stehen vorerst zwischen ihnen. 

Hanna Caspian schafft es, auf wenigen Seiten (128) eine vollständige Geschichte mit interessanten Charakteren zu erzählen. Es fehlt nichts und man hat auch nicht das Gefühl, dass etwas zu kurz kam. Ausser dass man die Reise der Beteiligten am liebsten noch viel länger verfolgen würde, denn die ist spannend aufgebaut. 

Fazit: Eine schöne Geschichte über zwei junge Gleichgesinnte. 
4 Punkte. 


Donnerstag, 2. September 2021

Top Ten Thursday 02.09.21 Zehn Bücher von Autoren, deren Nachname mit einem U/V beginnen

"Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtiteln, Buchcovern oder ähnlichem erstellt. 



Zehn Bücher von Autoren, deren Nachname mit einem U/V beginnt 

Die Auswahl war jetzt nicht so riesig, aber ich hab neun Autoren aus meiner Bibliothek geschafft. Von denen hätte ich teilweise noch mehr Titel, aber ich belasse es, weil es gerade schön aufgeht, bei den neun Covern. Das Buch, bzw. die Serie, die mir bei U als erstes in den Sinn gekommen ist, ist aber ein ganz anderes - nämlich die Asterix-Serie von Uderzo (Illustrator und Mitautor). Die hab ich früher in der Schule alle verschlungen und danach auch immer wieder die neueren Bände gelesen. Doch ich hab sie nie rezensiert, deshalb finden sie sich auch nicht in meiner Blog-Bibliothek. Im Gegensatz zu diesen hier: 


 

 




Hier gehts zu den Rezensionen: 
Fiona Valpy - Der Duft des Sommerwindes  
Claus Vaske - Gustav, alter Schwede 
Kristina Valentin - Herzblitze 
Penny Vincenzi - Rosenblütenträume 
Nora Venturini - Taxi criminale 
Bruno Varese - Die Tote am Lago Maggiore 

Bei mir sind es bis auf Uygur nur V's geworden, auch auf meinem SuB sammeln sich mehr V's als U's an. Wie sieht es bei euch aus? 

EDIT: bei Kerstin hab ich die Autorin Simone van der Vlugt gesehen und da hab ich bemerkt, dass ich sie bei mir im Regal mit "Nachtblau" total übersehen habe. Dabei ist es ein toller Roman mit einem schönen Cover - also eigentlich müsste sie mir doch im Gedächtnis geblieben sein, aber nein, sie ging irgendwie unter.





Mittwoch, 1. September 2021

Vorschau: Neuerscheinungen und Neuzugänge im September 2021

Im September, kurz vor der Frankfurter Buchmesse, wächst die Neuheitenliste wieder enorm an. Fast die Hälfte meiner ausgewählten Titel sind Weihnachtsromane. Irgendwie hab ich sogar Lust, die zu lesen, die Heizung läuft seit einigen Tagen tatsächlich. Da heute schon mein erster (vorbestellter) Roman ("Notting Hill im Schnee) eintraf, könnte es tatsächlich sein, dass ich den schon bald lesen werde - ausser der Spätsommer und Frühherbst zeigt sich den ganzen Monat über von der schönen Seite, dann weiss ich aber auch schon, welche Bücher ich lesen würde. 


Scrollt euch mal durch meine Liste und sagt mir, auf welche Romane ihr denn aktuell Lust hättet? Welches Buch würdet ihr zuerst lesen? Ich finds mega schwierig mich zu entscheiden, da die Auswahl toller Bücher gross ist. 

Interessante Neuerscheinungen im September 2021:



  

 


 

 

Mich "glusten" nämlich einige der Romane: Debbie Johnsons "Weihnachten mit Zimt und Happy End", das in der Originalreihenfolge vorletzter Band ist, in der deutschen Übersetzung beim Heyne Verlag jedoch als letzter Band herauskommt - das fand und finde ich sehr doof, denn beim Lesen fehlten einige Infos, die in diesem Weihnachtsband hier beschrieben werden. 

Veronica Henry ist auch immer ein Genuss, genauso wie bisher Heike Abidi und natürlich Patricia Koelle, die mit "Das Geheimnis der Grashüpfer" (der letzten Band der Inselgärten-Serie) im September für Lesenachschub sorgt. Sarah Morgans Weihnachtsromane gehören wie die von Karen Swan und Jenny Colgan für mich einfach zum Herbst dazu, auch wenn ich sie oft erst im November oder Dezember lese. 

Anna Liebig letztjährigen Roman "Das Winterkarussell" fand ich super schön, deshalb bin ich auf ihre "Schneeflockenmelodie "gespannt. Ben Aaronovitch bringt für einmal kein Peter Grant, sondern eine Abigail-Geschichte heraus - die könnte witzig werden! Dann frage ich mich, ob Beth O'Leary mit "Drive me crazy" wohl an ihre beiden Vorgängerromane anknüpfen kann - was denkt ihr? 

Schon seit einer Woche liegen die beiden Krimis "Stürmische Algarve" und "Die Angst der alten Dame" auf meinen Readern. Die hätte ich gerne schon im August gelesen, aber da ich Neuheiten gerne in dem Monat lese, in dem sie veröffentlich werden, hab ich mich auf meine Finger gesetzt und werde sie in den nächsten Tagen geniessen.

Ob ich allerdings die drei Bücher aus der zweiten Reihe lesen werde, weiss ich noch nicht. Besonders bei "Madame Exupery" denke ich, dass ich nicht wissen will, wie der Autor des kleinen Prinzen real wirklich war. Die Autorin hat mit ihrer "Peggy Guggenheim" gefallen, weshalb ich ihren neuen Roman eigentlich gerne lesen würde, aber ich lass es wohl bleiben. Sicher vorerst.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr schon herbstlich gestimmt oder gar schon in Weihnachtsroman-Lese-Laune? Welche Neuerscheinungen stehen auf euren Must-have-Listen? 

Dienstag, 31. August 2021

Lesebiografie und Monatsrückblick August 2021

 
Vom Sommer in den Herbst ging es in diesem August ziemlich plötzlich. Wenn ich jetzt am Ende des Monats auf Anfang August zurück schaue, hab ich das Gefühl, es wären mindestens zwei Monate vergangen und nicht nur einer.


Anfang August ging es für eine Woche in die Berge. Wandern in Zermatt war angesagt und das Matterhorn einmal live aus der Nähe sehen, statt wie bisher nur auf Bildern. Eindrücklich wars, vor allem die Kulisse mit all den anderen 4000er im Monte Rosa-Massiv. 


Seit knapp zehn Tagen sind die Schulferien zu Ende und ich muss mich an die neue Schule meiner Tochter, ihren neuen Stundenplan inklusive einem anderen freien Nachmittag gewöhnen (in der Schweiz ist der Mittwochnachmittag schulfrei - seit jeher und immer, egal welche Schulstufe, und somit quasi hochheilig - doch nun ist es aktuell der Dienstag, könnte im nächsten Semester aber auch der Donnerstag sein oder ganz normal der Mittwoch, aber ich sag euch, ich hab gerade ein totales Durcheinander mit den Tagen...) und auch ans erneut sehr frühe Aufstehen. Keine leichte Sache für uns Nachteulen! Leider heisst das auch, kein Lesen mehr bis die Augen von alleine zu fallen. Dabei stehen im September wieder viele tolle Neuerscheinungen in den Läden. Die zeig ich euch morgen, heute geht es jetzt noch um den August und was ich im vergangenen Monat gelesen habe. 

Nicht so viel wie gedacht, man merkt, dass es aktive Ferien waren und keine Strandferien. Es sind dreizehn Bücher, gefühlt bin ich eher unzufrieden mit der Qualität des Gelesenen.

Im August erschienen unerwartet zwei Fortsetzungen "alter" Romane. Ein zweiter Teil von "Das Lächeln der Frauen" Nicolas Barreau und eine Fortsetzung von Christina Cabonis "Die Rosenfrauen" wurden veröffentlicht - die Autorinnen hätten es lieber gelassen, die ersten Teil würden in sehr guter Erinnerung bleiben. Beide Nachfolger-Bände konnten mich nicht ganz überzeugen, die jeweiligen Figuren wurden leider nicht weiter entwickelt, immerhin reichte es bei beiden noch für 3.5 Punkte. 

Was mich bei Lacroix stört, hab ich im Juli schon erwähnt. Aber auch in Band 3 und 4 bleibt die Auflösung der Bände schwach, obwohl ich das Ermittlerteam mega gerne hab. Der fünfte Band der Cedar Cove-Reihe fand ich wie bereits Band 4 nicht gelungen. "Gezeitenflüstern" war unterhaltend zu lesen, aber schlussendlich dreht sich alles im Kreis und bringt kaum Neues - erinnert mich stark an Radio-Hörspiele auf SWR irgendwas, da wurde bei jedem neuen Teil 5 Minuten wiederholt, was bisher geschehen war und dann in 30 Sekunden der neue Teil erzählt... Macomber hat sich mit ihren neueren Serien und Einzelbänden definitiv weiter entwickelt. Ihr neuester Roman "Die Bucht der Wünsche" liegt noch auf meinem SuB, voraussichtlich lese ich ihn im September - das Vorwort hab ich vorgestern bereits gelesen, dann aber doch zu einem Krimi gegriffen.

Der 13. Fall für Kostas Charitos ist austauschbar. Waren die ersten Bände noch interessant und abwechslungsreich, passiert seit den letzten circa fünf Bänden immer etwas dasselbe. Nur am Privatleben von Kommissar Charitos und seiner Familie sieht man, dass man einen anderen Band liest. 

Mein Monatsflop war aber nicht Charitos, sondern Anne Sanders neuer Roman. Ein super schönes Cover - aber die Geschichte enttäuscht. Ich mochte keine einzige Figur und hätte fast abgebrochen, doch jemand meinte, es würde besser. Das wurde es aber nicht. Die Charaktere haben sich nicht weiter entwickelt, sondern blieben bis gefühlt eine Seite vor Schluss in ihren depperten Verhaltensweisen und suhlten sich im Selbstmitleid. Bisher mochte ich alle Anne Sanders Bücher, aber mit diesem konnte ich rein gar nichts anfangen. 

Meine 13 gelesenen August-Bücher:

2 Punkte: 
- Für immer und ein Wort von Anne Sanders

3 Punkte:
- Zeiten der Heuchelei von Petros Markaris (Kostas Charitos 13) 


3.5 Punkte: 
- Lacroix und die stille Nacht von Montmartre von Alex Lépic (Lacroix 3) 
- Lacroix und das Sommerhaus in Giverny von Alex Lépic ( Lacroix 4) 
- Gezeitenflüstern von Debbie Macomber (Cedar Cove 5)
- Die Zeit der Kirschen von Nicolas Barreau (Band 2) 
- Das Versprechen der Rosenfrauen von Cristina Caboni (Rosenfrauen 2)




4 Punkte:
- Je lauter der Sturm von Mary Ann Fox 256 (Mags Blake 6) 
- Das Leuchten des Safrans von Juliet Hall 
- Song für einen Mord von Matthew Costello und Neil Richards (Cherringham 39) 
- Bretonischer Zitronenzauber von Hannah Luis

4.5 Punkte:
- Das Lächeln der Frauen von Nicolas Barreau (Band 1) 

5 Punkte:
- Ein Whisky auf den Tod von Melinda Mullet (Abigail Logan 4)





Zum Glück gab es aber auch 4-Punkte-Bücher, ganze vier und alle unterhaltend. Einzig der Einstieg in "Das Leuchten des Safrans" war ein bisschen verwirrend, doch der Roman entwickelte sich auf den fast 500 Seiten gut weiter. 

Dann gab es noch je ein 4.5-Punkte-Roman ("Das Lächeln der Frauen", schöne Sprache, nur mit einer kleinen Kritik versehen) und ein 5-Punkte-Krimi. Die Serie um Abigail Logan ist abwechslungsreich gestaltet, kein Band wie der andere - so geht Krimi!

Ein Buch der #12für2021-Challenge ist dabei, bzw. sind es bei mir #13für2021 und nun sind noch drei Bücher davon ungelesen. Vom SuB befreit hab ich einige, es hätten aber gerne mehr sein dürfen. Sommer-Bücher lesen klappte nicht, mir wars zu wenig sommerlich und ich hab aktuell mehr Lust auf Krimis und Lichterketten. 


Einige Rezensionen werde ich noch schreiben, auch zu den Juli-Büchern. Nicht aber für Cherringham und Charitos; für Lacroix gibts höchstens eine Serienvorstellung. Ich schliesse hiermit (und neu mit Cover-Bilder als Versuch - damit ich für die monatlichen Forumsfragen nicht immer noch die schönsten oder hässlichsten Cover raussuchen muss) den August und den Sommer ab und somit ist auch meine sommerliche Blogpause vorbei - ich bin wieder da, bloss die donnerstägliche TTT werde ich bis zum Oktober noch ein bisschen vernachlässigen. 

Alles Liebe und allen einen wunderschönen spätsommerlichen oder frühherbstlichen September!