Sonntag, 14. April 2019

Die Glücksagentur von Lorraine Fouchet

Klappentext:
Juliette ist 29 und Journalistin. Und sie hat die Nase voll: der Chef, der Job, das Liebesleben - alles andere als erfreulich. Sie wirft alles hin, um in Südfrankreich im Dorf ihrer Kindheit einen beruflichen Neustart zu wagen. Ein charmantes, aber heruntergekommenes Schulgebäude wird mit fantasievoller Tatkraft zum Domizil ihrer Agentur für alle, die mit einer räumlichen Veränderung ihrem weiteren Lebensglück auf die Sprünge helfen wollen. Die Agentur findet bald großen Anklang - und Juliette sich selbst und die Liebe.





Die Romane von Lorraine Fouchet wurden in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum einem breiten Publikum zugänglich gemacht. So wundert es nicht, dass "L'agence" (die französische Originalausgabe) in Frankreich im Jahre 2003 veröffentlicht und 2005 zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt, nun nochmals neu aufgelegt wurde: voilà, "Die Glücksagentur".

Im 2003 arbeitete man schon mit Computer und hatte auch Handys - doch im Gegensatz zu heute lief das alles noch gemächlich. Vielleicht ist gerade das der Grund, dass diese schöne Geschichte trotz viel Dramatik total gemütlich daher kommt. Juliette hat es nicht leicht: als sie mit knapp 20 erfährt, dass sie schwanger ist, sterben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz. Fortan kümmert sie sich um ihr Kind und ihre Schwester, die nur fünf Jahre älter ist als ihr Sohn.

Zehn Jahre später hat Juliette genug von Paris und dem Stress, es allen recht zu machen und zieht mit ihrer 15-jährigen Schwester Alice und ihrem 10-jährigen Sohn Aurélien in das Dorf ihrer Grossmutter ins südfranzösische Gers. Zusammen mit Sarah, ihrer Freundin aus Kindertagen, eröffnet sie "Die Glücksagentur". Die zwei Frauen wollen ihren zukünftigen Kunden ermöglichen, mit einer wohnlichen Veränderung ebenso glücklich zu werden wie sie. Die ersten Kunden kommen schon bald, die ersten Probleme ebenso. 

Der Bürgermeister Pierre Bados will die zwei Frauen loswerden, seine Frau Jeanne beschwört aus anderen Gründen einen Kleinkrieg mit Juliette herauf. Auch Bauer und Witwer Barnabé mag die Zugezogenen nicht, aus Gründen. Sein Sohn Nicolas freundet sich derweil mit Aurélien an und Alice sich mit Florian, dem Sohn von Jeanne und Pierre. Er hat Probleme mit seinen Eltern und ist lieber bei seinem Onkel Jaques, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und im Haus von Juliettes Grossmutter lebt. Jaques und Florian musizieren sehr oft zusammen - natürlich passt auch das Florians Eltern nicht. 

Das sind aber noch längst nicht alle Personen und Probleme, die in der Gascogne aufwarten. Der Roman über Juliette und all die anderen im Dorf hat es in sich und kommt trotzdem leicht daher. Veränderungen im Leben und der Umgang damit ist das Hauptthema im Buch und wird in vielen Varianten geschildert. Immer mit einem Augenzwinkern und viel Situationskomik. 

Der Roman mit dem Eyecatcher-Cover weist ein paar unschöne Übersetzungsfehler auf, die man der lebendigen Geschichte und der toll charakterisierten Figuren wegen aber verzeiht.

Fazit: Charmante Geschichte, die ein Lächeln aufs Gesicht der Leser zaubert.
4 Punkte.



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