Samstag, 5. Februar 2022

Das kleine Café der Bücherträume von Lena Hofmeister

Klappentext:
Frederike will sich mit ihrem kleinen Café am Waldesrand einen Traum erfüllen. Nicht nur Wanderer, sondern auch die Leute aus dem Dorf sollen kommen, als sie zu den »Blind Dates mit einem Buch« einlädt. Nur die Vorbesitzerin Gertrude beäugt das Ganze kritisch. Stattdessen begrüßt sie es, dass der romantische, wilde Garten mit zugewachsenem Teich in der Nähe des Cafés einem Neubaukomplex weichen soll. Ausgerechnet dort hat Frederike vor ein paar Wochen den besten Kuss ihres Lebens bekommen. Natürlich ist sie auf der Seite der Protestler ‒ und kann es kaum glauben, als sie erfährt, wer hinter dem Vorhaben steht.


Frederike ist Teilhaberin eines Cafés und immer auf der Suche nach neuen Ideen, damit das Café auch abends oder an Schlechtwettertagen besser besetzt ist. Die Bücher Blind Dates aus dem Klappentext sind nur eine der vielen Ideen und kommen erst spät im Roman zum Tragen. 

Dass eine Gruppe junger Dichter an Mittwochabenden ihren Stammtisch bei ihnen abhalten will, ist schon mal ein Fortschritt. Doch eine nicht abgesprochene Aktion bedroht die Existenz des Cafés. 

Auch der geplante Umbau der alten Mühle zu einem modernen Bürogebäude nebenan setzt Frederike zu. Als David, ein Gast, mit dem sie mal was hatte, nach längerer Abwesenheit wieder kommt, fahren ihre Gefühle Achterbahn. Erst recht, als sie herausfindet, was David beruflich macht. 

Friederike ist nett, geht aber aufgrund der vielen Ereignisse etwas unter. Das Ende, quasi das Friedensangebot, kommt ein bisschen rasch. 

Eine sehr leichte Lektüre, die ich nur gelesen habe, um zu sehen, ob sich die Autorin seit "Der Blumenladen der guten Wünsche" entwickelt hat. Nein, leider nicht, für mich ist "Das kleine Café der Bücherträume" eher ein Rückschritt. 

Es störte mich auch, dass in der realen Welt so ein Mühlengrundstück nicht mir nichts dir nicht verkauft werden kann. In einer solch kleinen Ortschaft würde das sicher viele Wellen werfen - vor dem Kauf. Nicht erst danach. 

Fazit: Nett für Zwischendurch. 
3.5 Punkte. 

Freitag, 4. Februar 2022

Bretonischer Zitronenzauber von Hannah Luis

Klappentext:
Wenn Mona an ihre verstorbene Großmutter denkt, ist es noch immer, als läge der Duft von frisch gebackenem Kuchen in der Luft. In Oma Josefines Nachlass findet sie ein Rezept für eine ganz besondere Zitronentorte von ihrer Urgroßmutter Helene. Auf der Rückseite des vergilbten Papiers: eine Liste mit Mädchennamen – darunter auch Josefine – und der Hinweis auf eine Pension in der Bretagne. Könnte das endlich eine Spur zu ihrem unbekannten Urgroßvater sein? Spontan macht sich Mona mit Hund Flint auf nach Frankreich, um das Rätsel zu lösen. Umgeben von Crêpes, Tartes und Cidre wandelt sie auf den Spuren von Helene und sucht nach dem Ursprung des Rezepts. An der malerischen bretonischen Küste, wo die raue Brandung auf zerklüftete Felsen trifft, verliebt sie sich schließlich nicht nur in die wilde Landschaft.


Nach dem Tod ihrer Grossmutter reist Monat in die Bretagne - mit dem Namen einer Pension und zwei Namen auf einem Rezept mit im Gepäck. Vielleicht findet Mona in ihrem Urlaub ja etwas über Josefines Leben in Frankreich heraus. 

Monas Ankunft verläuft nicht nach Plan, so dass sie schon bald wieder unterwegs ist. Diesmal mit einem Reisebegleiter - aber sie müssen sich erst aneinander gewöhnen. Auch die Suche nach mehr Infos über Josefine geht nicht wirklich voran. 

Der Roman ist eher beschaulich und ruhig geschrieben, die Handlung zieht sich ein wenig in die Länge und das Geheimnis um das Rezept wurde erst am Ende, dafür zu schnell, aufgelöst. 

Dennoch habe ich den Roman sehr gerne gelesen. Gerne würde man an Monas Seite in den bretonischen Cafés sitzen, nette Leute kennenlernen und das Leben geniessen. 

Leider muss ich aber sagen, so gut mir "Bretonischer Zitronenzauber" während dem Lesen gefallen hat, so wenig ist er mir noch im Kopf geblieben. 

Beim Schreiben meiner Rezension musste ich erst den Klappentext lesen um mich an die Handlung und Namen der Protagonisten erinnern. Dabei mochte ich Mona echt gerne. Zum Glück hab ich mir einige Notizen gemacht - der Roman erzählt eine schöne Geschichte, die bedauerlicherweise nicht sehr lange in Erinnerung bleibt. Fest getackert hat er sich nicht, was ich schade finde.

Fazit: Unterhaltender Roman mit netten Protagonistin, aber nicht lange in Erinnerung bleibend. 
4 Punkte. 


Donnerstag, 3. Februar 2022

Eine verdächtig wahre Geschichte von Antoine Laurain

Klappentext:

Die Pariser Star-Lektorin Violaine Lepage liegt nach einem schweren Unfall im Koma. Aber es kommt noch schlimmer: Als sie aufwacht, droht der unter ihrer Federführung erschienene Roman Die Zuckerblumen Frankreichs renommiertesten Literaturpreis zu gewinnen. Dabei ist der Autor unauffindbar! Das ist so sehr gegen die Konvention der Preisvergabe, dass Violaines Karriereende bevorsteht. Da kommen ihr drei Morde zu Hilfe, die sich just so ereignen wie im Roman beschrieben. Nun sucht auch die Polizei den unsichtbaren Autor. Wer hat Die Zuckerblumen geschrieben und warum? Die Antwort liegt gut versteckt in der realen Vergangenheit und nicht jeder will, dass sie entdeckt wird.


Wenn ihr "Eine verdächtig wahre Geschichte" lesen wollt, beginnt dann, wenn ihr eine Stunde, noch besser zwei Stunden, am Stück dran lesen könnt. Wer es unterwegs anfängt, und nur jeweils so 10 Minuten lesen kann, kommt nicht richtig rein. So ist es jedenfalls mir ergangen. Ich kam auf den ersten etwa 50 Seiten nicht rein in diese verdächtig wahre Geschichte und hatte lange auch nicht wirklich den Drang Dinge liegen zu lassen und stattdessen zu lesen. 

Denn die Geschichte baut sich an einem Punkt auf, geht von da zurück und macht eine Schleife, bis man wieder am anfänglichen Punkt ist und die Vorgeschichte versteht. 

Antoine Laurain baut dazwischen immer wieder neue überraschende Dinge mit ein, und je weiter man kommt, je neugieriger ist man auf das Ende. Da hab ich dann Dinge liegen gelassen und weiter gelesen.

Ich würde jetzt mal sagen, der Weg dahin, also zum Ende, ist das Ziel. Diesen Weg zu lesen macht Spass. Das Ende selbst kommt plötzlich und wirkt deshalb auf mich ambivalent. Aber der Aufbau des Romans ist schon sehr stimmig und die Auflösung Ergebnis guter Polizeiarbeit. Es ist halt ein typischer Laurain-Roman - immer ein toller Aufbau, auf den ein Ende folgt, mit dem man nicht gerechnet hat. 

Ausserdem hat bei Laurain immer jede Figur seinen Platz in der Geschichte, niemand ist überflüssig. Hier ist es das Verlagsteam, die beiden Polizisten, sowie Violaines Umfeld. Jede Figur wird vorgestellt und besonders im Verlag spürt man, dass sich das schon sehr familiär anfühlt. 

Das Rätsel um die Morde, die genau so ablaufen, wie der für den Literaturpreis nominierte Spitzentitel aus dem Verlag, geben allen grosse Rätsel auf. Die Suche nach dem Autor, der auch Violaine unbekannt ist, 

Fazit: Ein Roman mit Krimi-Elementen - der immer wieder überraschende Details an Licht bringt. 
4 Punkte. 


TTT Top Ten Thursday 03.02.2022 - Zehn Titel, die mit A beginnen

"Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtiteln, Buchcovern oder ähnlichem erstellt. 



Zehn Titel, die mit einem A beginnen

Meine TTT-Pause ist vorbei und ich bin ab heute wieder regelmässig mit dabei donnerstags. Mit einem A ins TTT-Jahr zu starten, finde ich passend für mich ;-) 

Bei der heutigen Frage kommt mir gleich der Brunetti-Klassiker "Aqua alta" und "Anna Göldin - Die letzte Hexe" in den Sinn, doch weil ich beide Jahre vor meinem Blogstart begonnen habe, erwähne ich die nur und zeige sie nicht. Ich muss nicht mal drauf ausweichen, denn ich hab ganz viele Titel in meiner Blog-Bibliothek gefunden und musste mich nun entscheiden, welche ich zeige - es sind diese zehn Bücher hier:







Zu den Rezension gehts hier:
- An einem Sonntag im Oktober von Hilary Boyd
- Aprikosenküsse von Claudia Winter
- Acqua Mortale von Giulia Conti
- Aloha im Herzen von Sabine Lay
- Alles, was du suchst von Marie Force
- Am Horizont das Meer von Anika Beer
- Audrey und der Glanz der Sterne von Juliana Weinberg
- Azurblau für zwei von Emma Sternberg
- Aller Anfang ist Apulien von Kirsten Wulf


Wie ging es euch beim Auswählen - viel zu viel A's oder zu wenige? 


Mittwoch, 2. Februar 2022

Aloha im Herzen von Sabine Lay

Klappentext:
Zur Feier des Hochzeitstags reist Laura mit ihrem Mann nach Hawaii. An schneeweißen Stränden, im paradiesischen Duft der Hibiskusblüten wollen sie wieder zueinander finden, denn um die Ehe steht es schon lange nicht mehr gut. Da entdeckt Laura im alten Königspalast von Oahu auf einer historischen Fotografie eine Frau, die ihr selbst zum Verwechseln ähnlich sieht. Wie kann das sein? Die geheimnisvolle Fremde lässt sie nicht mehr los. Doch dann stirbt ihr Mann überraschend an einem Herzinfarkt. Im Leben von Laura, die sich und ihre Wünsche seit Jahren zurückgenommen hat, ist plötzlich nichts mehr, wie es einmal war. Kurzerhand beschließt sie, ihren Alltag hinter sich zu lassen und in Oahu dem Geheimnis um ihre vermeintliche Doppelgängerin auf den Grund zu gehen. Dabei kommt sie nicht nur der Geschichte einer starken Frau auf die Spur, sondern macht auch die Bekanntschaft eines attraktiven Hawaiianers.


"Hibiskustage", der erste Roman, den Sabine Lay in Hawai spielen liess, hat mich zwar unterhalten, aber aufgrund von unrealistischen Szenarien und einem eher einfachen Schreibstil nicht überzeugt. Dennoch wollte ich "Aloha im Herzen" lesen, der Klappentext hörte sich zudem reizvoller an als die Freundinnen-Geschichte in "Hibiskustage". Dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Der Stil der Autorin hat sich entwickelt. Der vorliegende Roman ist nicht nur spannender, sondern auch sprachlich besser zu lesen. 

Das Foto der Frau aus dem Königspalat, die Lauras Ebenbild zu sein scheint, lässt Laura nicht mehr los. Doch erst muss sie den plötzlichen Tod ihres Mannes überstehen. Bevor sie ihr Leben neu startet, fliegt sie noch einmal nach Hawai und erforscht nach und nach die bemerkenswerte Geschichte der Frau vom Foto aus dem Palast. 

Diese Entdeckungsgeschichte hat mich gefesselt, ich wollte unbedingt wissen, welche Zusammenhänge zur Gegenwart bestehen. Die Gegenwartsgeschichte läuft gemütlich ab, als Leserin fühlt man sich zusammen mit Laura sehr wohl auf Hawai. 

Für mich war es die absolut richtige Lektüre im kalten Januar - dem ich durch Lauras Geschichte und der ihrer Doppelgängerin wunderbar entfliehen konnte. Gerne hätte ich mit ihren Gastgebern zusammen gegessen, wäre mit einigen Figuren auf Inseln-Entdeckungstour gefahren und hätte Stunden in den wunderbaren Gärten verbracht. 

Sabine Lay bringt in "Aloha im Herzen" aber nicht nur Fernwehstimmung mit, sondern auch kleine Happen geschichtlicher Details. Es werden nebenbei die letzten Jahre des Königreichs beschrieben, das fand ich interessant.

Klar gibt es bei Lauras Geschichte einige praktische Zufälle (wie zum Beispiel der Tod von Lauras Mann), aber die wurden klar und logisch aufgebaut, so dass mich das nicht störte. Irgendwie musste er ja weg, andere Lösungen wären auch nicht eleganter gewesen. Da hab ich in andern Büchern (auch in "Hibiskustage") schon viel schlimmere Begebenheiten gelesen, über die man sich aufregen kann. 

Fazit: Ein Roman, der den Urlaub ersetzt. Es ist eine interessante Reise nach Hawai - mit Sonne, gutem Essen, Ausflugszielen, bisschen Inselgeschichte und netten Charakteren. Was will man mehr, ausser real hinzureisen? 
4 Punkte.


Juliet Hall Ein verzauberter Sommer - Emilys Sehnsucht - Das Erbe der Töchter

Erstveröffentlichung dieses Beitrags war am 25. September 2013. 
Weil 2022 einige ihrer Romane neu aufgelegt und mit neuem Cover versehen werden, hab ich mich für ein Update entschieden. 

Besonders auch, weil mir mittlerweile bekannt ist, dass Juliet Hall das deutsche Pseudonym für Rosanna Ley ("Das kleine Theater am Meer", "Der kleine Blumenladen am Meer") ist. In England sind alle ihre Bücher unter ihrem Namen Rosanna Ley erscheinen (z.B. "Rückkehr nach Mandalay", "Das Leuchten des Safrans", "Ein letzter Tanz in Havanna").

Juliet Hall hab ich 2013 als neue Lieblingsautorin entdeckt. Sie schreibt spannende Romane (siehe auch meine Rezension zu "Eine letzte Spur"). Beim Überarbeiten dieses Artikels hab ich gemerkt, dass ich die hier vorgestellten Bücher auf jeden Fall nochmals lesen möchte. 

Auch wenn die Vergangenheit immer eine Rolle spielt, bleibt die Gegenwart stets Hauptplatz des Geschehens. Das hebt ihre Bücher wohltuend von den Zeitebenen-Romanen ab. Der Ablauf ist in ihren Büchern nicht so vorhersehbar wie bei vielen anderen Autoren, die immer nach Schema X schreiben. Das Lesen ihrer Bücher ist deshalb jedes Mal wieder eine spannende Entdeckungsreise. 

Wer wie ich die ersten vier Bücher direkt hintereinander liest, wird aber doch auf Gemeinsamkeiten stossen: alle vier Bücher spielen in England und in Italien. Es gibt immer jemand, der malt oder gemalt hat. Und es taucht - bis auf "Ein verzauberter Sommer" - jeweils ein Saxophonist oder zumindest Saxophonmusik auf. 

Ende 2013 ist "Julias Geheimnis" erschienen. Darin geht es nach Spanien und handelt von den gestohlenen Kindern, den "ninos robados" während Francos Herrschaft im spanischen Bürgerkrieg. Es ist eine sehr eindrückliche und berührende Geschichte, deshalb: unbedingt lesen! 


Das Erbe der Töchter: 
Ein antiker Bernstein, ein Tagebuch und Fotos ihre Mutter, das ist alles was ihrer Familie geblieben ist. Doch das ändert sich, als die junge Designerin aus Brighton an die italienische Riviera reist. Was als Fluch vor einer unglücklichen Liebe begann, wird zu einem spannenden Abenteuer. Denn Cari findet nicht nur eine neue Liebe. In dem geheimnisvollen Irrgarten einer Villa, umgeben von Oleander und Jasmin, entdeckt sie auch ein Erbe, das kluge Frauen ihre Familie ihr hinterlassen haben. 




Eines Tages steht vor Caris Brautmodengeschäft ein Mann vor dem Schaufenster. Irgendwas ist faul daran, deshalb spricht sie ihn an. Er erzählt ihr, dass er sich die Auslage für eine Freundin ansieht, die bald heiratet. Einige Tage später zieht dieser italienische junge Mann in eine Wohnung in ihrem Haus. Zufall?

Als die exzentrische Mutter von Cari unerwartet stirbt, findet sie einen sehr speziellen Bernsteinanhänger. Cari macht sich auf die Suche nach ihrer Grossmutter, um mehr über ihre Mutter und den Anhänger heraus zu finden. Die Suche führt sie nach Italien. 

Der Roman wird aus drei Sichtweisen erzählt, so lernt man jede der drei Frauen besser kennen. Die Autorin fängt die Atmosphäre der verschiedenen Schauplätze sehr gut ein und einige Szenen werde ich lange nicht vergessen. Eine tolle Geschichte, spannend bis zum Ende!
5 Punkte. 

Emilys Sehnsucht: 
Berührende Liebesbriefe, die Joanna in ihrem Elternhaus fand, verändern ihr Leben: Aufgewühlt von den tiefen Gefühlen, die daraus sprechen, gesteht die Londoner Journalistin sich ein, dass sie schon lange nicht mehr so liebt und geliebt wird wie Emily, die unbekannte Verfasserin der Briefe. Joanna erkennt plötzlich, dass ihre Ehe nur noch Gewohnheit ist. Aber wird sie den Mut finden, einen Neuanfang zu wagen? Die Antworten findet Joanna, während sie Emilys Spuren folgt. Sie taucht ein in die malerischen Gassen von Venedig, Lissabon und Prag und entdeckt Orte, die eine ganz eignen Magie entfalten.



Nachdem Joanna ihren Mann in flagranti erwischt, zieht sie zu ihrer Mutter und Schwester auf die Farm, wo sie aufgewachsen ist. Sie findet Liebesbriefe von einer Emily, die sie sehr berühren. Ein neuer Auftrag - Reisereportagen für Broschüren über einige europäische Städte - kommen ihr gerade recht. Emilys Briefe bringen sie auf die Idee, wie sie ihre Reiseartikel interessant gestalten kann. Die Artikel kommen gut an, sie bekommt sogar Leserbriefe - vom Fotografen Nicholas, der auf deinen Berufsreisen auf die Artikel von Joanna stösst. 

Auch erzählt wird die Geschichte ihrer Mutter, die immer wieder Handwerker anruft, um mal einen Mann im Haus zu haben - und Harriet, Joannas Schwester, muss diese wieder abwimmeln. Harriet lebt noch immer Zuhause, kümmert sich um ihre Mutter und die Farm. Sie sucht auf Partnerschaftsseiten im Internet nach einem geeigneten Mann und datet einige von ihnen. Doch der Richtige ist nicht dabei. Sie leidet unter einem "Stalker", der immer wieder um ihre Farm herum schleicht. Zusammen mit einem Nachbarn geht sie eines Abends dem Stalker nach. 

Alle Protagonisten sind schlussendlich glücklich und die Identität von Emily wird gelöst. Die Charaktere sind toll gezeichnet, der Roman vermag zu fesseln. Ein themenreiches Buch, das nie langweilig wird.
4 Punkte.

Ein verzauberter Sommer: 
Tess kann es nicht fassen. Warum hat ihre Mutter sie nie über ihre sizilianische Heimat gesprochen? Warum hat sie nie gesagt, woher sie stammt? Auch jetzt, wo Tess eine zauberhafte Villa in Cetaria geerbt hat, schweigt Flavia. Tess fühlt sich sofort geborgen, doch sie spürt auch: Es liegt ein Geheimnis über dem Ort, ein Geheimnis, das auch mit ihrer Familiengeschichte zu tun hat. Ein sommerlich leichter Roman über eine Villa am Meer, einen geheimnisvollen Schatz und ein lange gehütetes Familiengeheimnis.  




Tess kennt weder den Man, der ihr ein Haus auf Sizilien vererbt hat noch etwas über die Kindheit ihrer Mutter. Gegen den Willen ihrer Mutter Flavia reist Tess nach Sizilien und tritt ihr Erbe an. Mit Hilfe einer ehemaligen Freundin von Flavia erfährt sie nach und nach mehr über das Haus und das frühere Leben von Flavia. Leider sind im Dorf einige Leute neidisch auf ihr Erbe und so kommt Spannung auf. Durch einen Fund bei einem Tauchgang löst Tess die Rätsel der Vergangenheit.

Wer eine spannende Lektüre sucht, bei der es einiges zu entdecken gibt und Lust auf italienischen Sommer hat, tut sich gut an diesem unterhaltenden Roman. 
4 Punkte. 


Dienstag, 1. Februar 2022

Monatsvorschau und Neuerscheinungen im Februar 2022

Als ich diesen Beitrag vorbereitete, hatte ich zwölf Titel drauf. Doch dann merkte ich, dass ich einige vergessen habe, weshalb ich mehrmals nachjustieren musste :-)

Nun sind 17 Titel auf meiner Februar-Vorschauliste. Eine bunte Mischung von Krimis und Romanen. Wahrscheinlich kommt noch ein Krimi dazu, der zehnte Band der Beefeater John Mackenzie-Reihe soll eventuell auch noch im Februar erscheinen. 


Verwaschenes blau-grau oder grün-grau scheint als Februar-Coverfarbe gross in Mode zu sein, wie ich gerade festgestellt habe:

 







"Die kleine literarische Apotheke" von Elena Molini, "Sterne über Korsika von Ursi Breidenbach und "Jeder Tag für dich" von Abbie Greaves sind heute auf meinem Reader gelandet, die hab ich mir vorbestellt. Ebenfalls vorbestellt hab ich "Sturm über Elba" und den ersten Teil der "Die Waterperry Girls". 

All diese Titel gibt es, übrigens wie auch den ersten Teil der "Süsse Magnolien"-Reihe und auch "Der Salon" von Julia Fischer, aktuell zu einem günstigen Einführungspreis. Das finde ich super!

Vor allem wenn man diese Titel zwar lesen möchte, aber nicht unbedingt zeitnah und sie von Verlagen herausgegeben werden, deren Titel es nur selten in die Onleihe schaffen (Piper zum Beispiel). Oder die man zwar z.B. bei Randomhouse anfragen könnte (oder selbst angefragt wird), aber sie oft erst Wochen später zugestellt werden - meist gerade dann, wenn man im Gegensatz zu der Anfrage-Woche keine Kapazität mehr hat.

"Eine verdächtig wahre Geschichte" habe ich bereits gelesen, mindestens drei weitere Rezensionsexemplare werden im Laufe des Monats bei mir einziehen: "The Maid", "Mord in der Strasse des 29. November" und "Der Salon". 

Sehr unsicher bin ich bei der "Süsse Magnolien"-Serie. Es hört sich ein wenig nach Debbie Macomber an, eigentlich müsste ich da mal reinlesen. Aber die Serie wird im späten Frühling bei Netflix verfilmt, deshalb bin ich skeptisch. Da warte ich am besten mal noch andere Meinungen ab - oder ich lese sie dann doch ganz spontan. 

Wir haben im Februar noch Sportferien. Zuhause viel zu lesen ist aktuell die bessere Wahl als unsere üblichen Sportferien-Ausflüge zu unternehmen in der jetzigen Corona-Situation: die Schweiz hat eine Inzidenz von 2826. 

Sofort lesen würde ich am liebsten "Aloha - Tod im Paradies". Der Krimi hört sich gut an, erscheint aber erst Mitte Monat. 

Bis dahin lese ich das angefangene "Der Prinz an ihrer Seite" zu Ende, danach endlich den neuesten "Schwester Fidelma"-Band - und das ganz neue, heute erschienene eBook "The Maid". Da bin ich schon sehr gespannt drauf.  

Was ich nach diesen beiden Büchern lese, weiss ich noch nicht. Entweder ein Buch von den Neuerscheinungen oder etwas vom SuB. Im Februar werde ich das "spontan zu einem Buch greifen" ausgiebig geniessen, bevor dann mit dem März die Frühlings-Neuerscheinungs-Saison beginnt. 

Wie sieht es im Februar bei euch aus? Habt ihr Lust auf die Bücher mit den verwaschenen Coverfarben oder eher auf die mit den kräftigeren Farben? 

PS: Kaum den Beitrag hochgeladen, hab ich gemerkt, dass noch ein Buch fehlt. Nämlich der neue Roman von Lisa Kirsch - und ebenfalls ein bisschen blau verwaschen :-) Die Autorin schreibt auch als Mina Gold und Miriam George.