Samstag, 4. Mai 2019

Rückkehr nach Mandalay von Juliet Hall

Klappentext:
Es waren für Eva immer die schönsten Stunden, wenn ihr Großvater von Myanmar erzählte - dem Land der brennenden Hitze und der goldenen Tempel. Obwohl er nach England zurückkehrte, um ihre Großmutter zu heiraten, ahnt Eva, dass sein Herz immer dort geblieben ist. Doch erst jetzt, als sie selbst nach Mandalay reisen will, bricht ihr Großvater sein Schweigen - und bittet sie, eine kleine Löwenstatue zu seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzubringen.






Ich liebe die Romane von Juliet Hall - der Name ist übrigens ein Pseudonym der englischen Autorin Rosanna Ley ist, welcher anscheinend aber nur im deutschsprachigen Raum verwendet wird. Ihre ersten Bücher sind in Italien angesiedelt, eins in Kuba und zwei in Asien, wie der vorliegende Roman, der hauptsächlich im faszinierenden Land Burma (Myanmar) spielt. 

In "Rückkehr nach Mandalay" soll Eva anstelle ihrer Chefin nach Myanmar reisen und dort die Antiquitätengeschäfte überprüfen, die ihre Bristoler Firma mit einheimischen Unternehmen abschliesst. Evas Grossvater bittet sie eine kleine Statue, einen Chinthe, mitzunehmen, und sie einer bestimmtem Familie zurückzubringen. Der Chinthe birgt ein Geheimnis, und Grossvater Lawrance ebenso.

Lawrence und Mayas Geschichte wird in einem zweiten Erzählstrang erzählt und erklärt die wichtige Bedeutung des Chinthes. Es liest sich wie eine Reise in Burmas Vergangenheit, die kurz vor dem zweiten Weltkrieg beginnt.

Mit Eva erlebt der Leser das aktuelle Geschehen in Myanmar mit, macht Sightseeing mit Eva und Mayas Neffen Ramon und erhält Einblicke in die reiche burmesische Kultur und dem leider damit verbundenen Schmuggel einheimischer Kulturgüter. Eva weiss oft nicht, wem sie wirklich trauen kann und gibt sich in grosse Gefahr. 

Es ist eigentlich eine sehr schön und liebevoll erzählte Geschichte. Doch zwischendurch passiert lange nicht viel, ein bisschen Geplänkel hier und da. Wahrscheinlich wollte die Autorin die Leser damit noch ein wenig auf die Folter spannen, aber es bewirkte bei mir das Gegenteil: es zog sich in die Länge und ich wartete sehnsüchtig auf das Finale. 

Trotzdem überzeugte mich die facettenreiche und geheimnisvolle Familiengeschichte über Traditionen, Lebensentscheidungen und Schicksalsschlägen. Der wunderschöne Schauplatz im Land der Edelsteine und des Teak-Holzes ist Exotik pur. 

Fazit: "Rückkehr nach Mandalay" ist trotz Langatmigkeit im zweiten Drittel spannend und lässt den Leser mit Fernweh zurück.  
4 Punkte. 

Kommentare:

  1. Liebe Anya,
    ich liebe Landscape Romane. Leider gibt es zur Zeit sehr wenige, da sie "nicht gefragt" sind :( Ein paar habe ich abe rnoch auf den SuB und jetzt kribbelt es mir in den Fingern einen zu holen und darin zu lesen...
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Liebe Martina
      wenns bei euch auch so kalt und nass ist, kann ich dein Kribbeln in den Finger total verstehen :-) Und wenn dir die Fernweh-Bücher mal ausgehen, greif bei Juliet Hall zu. Sie sorgt jedesmal für viel Atmosphäre und greift wichtige Themen auf.

      Wünsche dir ein schönes Wochenende,
      Anya

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    2. Ja, bei uns ist es auch so kalt und noch regnerisch. ich hoffe der prophezeite Schnee kommt nicht!!! Bitte...wie haben MAI!
      Liebe Grüße
      Martina

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    3. Bei uns ist er schon da, allerdings nur auf dem Hausberg, nicht hier unten in der Stadt. Habe aber die empfindlichen Pflanzen wieder eingepackt... :-(
      LG, Anya

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