Freitag, 20. Januar 2023

Die Frauen von Saffron Hall von Clare Marchant

Klappentext:
England, 1538: Die junge Eleanor wird gegen ihren Willen verheiratet und muss sich als neue Hausherrin beweisen. Doch mit den Jahren wächst sowohl ihre Zuneigung zu ihrem Ehemann Greville als auch ihr sozialer Status. Denn Eleanor züchtet Safran, womit sie die Familie zu unverhofftem Wohlstand bringt – bis Heinrich VIII. auf sie aufmerksam wird. 500 Jahre später versucht Amber auf ihrem Familiensitz Saffron Hall, nach einem tragischen Verlust zurück ins Leben zu finden. Dabei stößt sie auf das Geheimnis ihrer Urahnin. Kann sie ein altes Unrecht geraderücken und gleichzeitig für sich selbst wieder eine Zukunft sehen?


Dieser Roman war einer meiner Lesehighlights im 2022. Ich wollte eigentlich nur mal unverbindlich in den Roman hinein lesen, doch die Geschichte hat mich so gepackt, dass ich das Buch in wenigen Stunden ausgelesen hatte. 

Amber versteckt sich nach dem Verlust ihres ungeborenen Babys auf Saffron Hall. Niemand versteht, wieso sie sich freiwillig in diese Abgeschiedenheit begibt, nicht mal ihren Mann möchte sie sehen, aber ihre Trauer lässt nichts anderes zu. Hier organisiert sie die Bibliothek ihres Grossvaters, der auf Saffron Hall lebt. Dabei stösst Amber auf ein altes Stundenbuch, dass sie neugierig macht - und auf andere Gedanken bringt. 

Das alte Stundenbuch gehörte Eleanor, deren Leben sich 1538 drastisch ändert, als ihr Vater starb und ihr Cousin Besitzer ihres bisherigen Wohnsitzes Ixworth und Eleanor mit Sir Greville Lutton verheiratet wurde, einem reichen Kaufmann und Höfling, Witwer und Vater einer vierjährigen Tochter. Eleanor zieht  zu ihrem Gemahl nach Milfleet. Hier in ihrem neuen Hause "vertreibt" sich Eleanor die Zeit mit ihrem Hochzeitsgeschenk - eine Kiste mit Safranknollen, die sie in den Acker ihres Anwesens setzt und deshalb erst von allen belächelt wird.

Eleanors faszinierende Geschichte, verbunden mit Intrigen am Hofe König Henry VIII., wird von Amber entdeckt und erforscht. Mir gefiel sehr gut, wie die Autorin Historie und Gegenwart verbunden hat. Die beiden Protagonistinnen gehen durch schwierige Zeiten, sind aber starke und mutige Persönlichkeiten. Auch die anderen Figuren machen ihre Sache gut und passen perfekt in die Geschichte, niemand ist überflüssig. 

Die Verbindung von Gegenwart und Historie fliessen toll ineinander, was mir extrem gut gefallen hat. Diese Geschichte, die einen Einblick in die Tudor-Zeit gibt, ist super interessant und lebendig erzählt, was die Lektüre ungemein fesselnd macht. 

"Die Frauen von Saffron Hall" war mein erster Roman von Clare Marchant, aber sicher nicht mein Letzter. In Zukunft werde ich jeglichem neuen Roman von ihr entgegen fiebern. 

Fazit: Ein Must-Read für alle Fans von Zeit-Ebenen-Romanen: absolut lesenswert! 
5 Punkte. 


Die beiden bisher erschienenen Romane sind zwar keine "richtige" Reihe, bauen aber aufeinander auf. 


Mittwoch, 18. Januar 2023

Weihnachtszauber im Salzgarten von Tabea Bach (Salzgarten-Reihe)

Klappentext:
Die Vorbereitungen für Weihnachten laufen im Restaurant Mesón Flor de Sal auf Hochtouren. Unerwartet kündigt sich kurz vor den Feiertagen Belisario an, Álvaros Vater, der seit mehr als dreißig Jahren nicht mehr auf La Palma war. Er hat damals im Spiel die Finca an Marcos verloren und damit viel Kummer über seine Familie gebracht. Während Álvaros Gefühle in eine Achterbahn geraten, versucht Julia, zuversichtlich zu bleiben. Doch dann stellt sich heraus, dass Belisario nicht einfach nur aus Sehnsucht nach seiner Familie gekommen ist. So nehmen die Weihnachtstage eine andere Wendung, als Julia es geplant hat. Und doch siegt am Ende der Zauber und die Kraft dieses Festes der Liebe.


Kurz vor Weihnachten habe ich mir diesen Kurzroman doch noch geleistet, denn es ist ein stolzer Preis für so wenige Seiten. Aber ich war gespannt auf die Weihnachtsstimmung auf La Palma, auf das, was Julia auf den Tisch bringt in ihrem Meson Flor de Sal. 

Sie hat es gekauft und wieder betriebsbereit gemacht, und eigentlich wäre alles gut, bis sich Alvaros Vater ankündigt. Julia heisst ihn Willkommen, doch Alvaro ist misstrauisch. Wohl zu Recht, denn Alvaro will etwas enthüllen. Julia hingegen stresst es, dass ihre Freundin mit Familie nicht bei ihr wohnen wird, sondern auf einen Tipp von Jens gesetzt hat und auch sonst viel zu viel Zeit mit Jens verbringt. Auch Claires Mann ist nicht begeistert. Soviel zur weihnachtlichen Stimmung, auf die eigentlich alle gehofft und sich gefreut haben.

Auch wenn die friedliche Stimmung sich am Ende der 145 Seiten endlich ausbreitet, hat mich gestört, dass auch hier wieder dieselben Bösewichte wie in den beiden Bänden zuvor herhalten müssen. Mir war zu wenig Überraschendes dabei.

Insgesamt ist es zwar eine nette Anekdote, aber Leserinnen der Reihe verpassen nichts, wenn sie diese Weihnachtskurzgeschichte nicht lesen. Wahrscheinlich wird das, was hier an Weihnachten passiert, eh kurz im dritten Band angeschnitten. 

Von daher rechtfertigt es diesen hohen Preis für das sehr dünne Taschenbuch, aber auch für das eBook, leider nicht. Schöner wäre, wenn der Verlag diese Kurzgeschichte günstiger verkaufen würde. 

Fazit: Zu stolzer Preis für den vorhersehbaren und sehr kurzen Inhalt. 
3.5 Punkte.

Reihenfolge:
Band 3: Sterne über dem Salzgarten (erscheint am 24.02.2023)

Montag, 16. Januar 2023

Weihnachtsreise zum Nordlicht von Sarah Morgan

Klappentext:
In Lappland heiße Schokolade trinken, den Schnee und die besondere Winterstimmung genießen - Christy hatte sich das Fest bei ihrer Tante so schön vorgestellt. Doch als ihr Mann nachkommen will, weil er noch arbeiten muss, spürt sie, dass sie ihre Ehe retten muss. Deshalb reisen ihre beste Freundin Alix und sein bester Freund Zac zuerst nach Lappland, um Christys Tochter Holly dort den Traum zu erfüllen, ein echtes Rentier zu sehen. Am ersten Feiertag treffen sich schließlich alle unterm Nordlicht wieder - und ihre Beziehungen sind nicht mehr, wie sie waren. Ob der Nordlichtzauber ihnen allen dennoch ein unvergesslich schönes Weihnachtsfest beschert?


Auf den alljährlichen Weihnachtsroman von Sarah Morgan freue ich mich jeweils sehr. Als ich sah, dass die Lektüre dieses Mal nach Lappland führt, freute ich mich gleich noch mehr. Schnee, Rentiere, Polarlichter, einen Besuch beim Weihnachtsmann und viel Romantik - so hab ich mir das vorgestellt.

Von all dem wurde im Roman zwar erzählt, bekommen habe ich aber nicht alles. Doch von vorne: Christy, seit wenigen Jahren in einem Cottage auf dem Land wohnend, ist unglücklich. Ihr Traum vom glücklichen Landleben hat sich nicht erfüllt. Das Cottage ist baufällig, die Dorfbewohner zu neugierig, Freunde hat sie nicht gefunden. Ihr Mann kaum mehr zu Hause, weshalb Christy denkt, er wäre untreu. 

Dass ihre beste Freundin Alix genau davor vor ihrer Hochzeit warnte, macht das Ganze nur noch schlimmer. Anstatt nach Lappland zu reisen, bleibt Christy bei ihrem Mann und schickt ihre Tochter mit Alix zu ihrer Tante, die in Lappland ein kleines Hotel führt. Alix, kinderlos und beziehungsunfähig, ist nicht begeistert. Zwar wäre sie eh mitgefahren, aber die Verantwortung für die kleine Holly zu übernehmen traut sie sich nicht zu. Oder doch? Denn dass sie dies alleine kann, haut sie Zac um die Ohren, der im Auftrag von Christy überraschend mitreist. Christy weiss jedoch nicht, was damals an der Hochzeit zwischen Alix und Zac passierte. Zac lässt sich nicht abwimmeln und so machen sie sich auf die Reise. 

Beide "Paare" haben viel Redebedarf. Aber auch Christy hat einiges mit ihrer Tante, die Angst vor deren Besuch hatte, zu besprechen. Und wenn mal nicht gesprochen wurde, dann beschäftigten sich die Figuren gedanklich mit ihren Beziehungen. Somit wurde ständig fast alles wiederholt, viel zu oft und viel zu viel. Da blieb die ganze Schneeromantik vollständig auf der Strecke, es ging gefühlt auch kaum vorwärts und ich verlor das Interesse an der Geschichte. Christy war mir zu unsicher in ihrem Verhalten und Alix, die eigentlich Starke, ist es nur äusserlich und kann lange nicht zu ihren Gefühlen stehen. 

Drei Problembeziehungen sind für einen Roman einfach zu viel. Die Autorin hat den Fokus zu stark auf diese Probleme gelegt, anstatt mehr von der winterlichen Atmosphäre einzubringen. Mir fehlte die Ausgewogenheit, wie sie Morgan zum Beispiel bei der Snow Crystal-Reihe so gut beherrschte. 

Für das Setting in Lappland - obwohl mir da auch noch ganz vieles fehlte, vor allem die Rentiere - gibts nen halben Punkt mehr. Für alles andere nur ungenügende 3 Punkte.  

Fazit: Zuviel toxische Beziehungsgespräche für einen romantischen Weihnachtsroman. 
3.5 Punkte. 

 

Samstag, 14. Januar 2023

Der kleine Laden zum Glück von Jane Linfoot

Klappentext:
Gemeinsam mit ihren Freundinnen Luce und Dida führt Izzy in einem ehemaligen Kino einen Laden, in dem keine Wünsche offenbleiben. Während Luce traumhafte Vintage-Brautkleider entwirft und Dida die köstlichsten Süßigkeiten Englands backt, lässt Izzy alte Gegenstände, die von ihren früheren Besitzern vergessen wurden, in neuem Glanz erstrahlen. Doch nicht jeder gönnt ihnen dieses Glück. Sie müssen kämpfen, um ihren Traum zu erhalten. Zeit für die Liebe bleibt Izzy dabei kaum, bis sie eines Tages Xander trifft. Die Begegnung und das Kribbeln zwischen ihnen gehen ihr plötzlich nicht mehr aus dem Kopf.



Für einmal führt uns Jane Linfoot nicht nach St. Aidan. Das Setting in "Der kleine Laden zum Glück" ist aber ähnlich wie in einigen anderen Romanen von ihr - einige Freundinnen, die zusammen arbeiten und allesamt kreativ sind. 

In einem alten Kino betreiben Dida, Izzy und Luce einen Shop mit aufgearbeiteten Möbeln, Vintage-Brautkleidern und geben Kaffee und Kuchen aus. Bis zum Ende hab ich das mit Kaffe & Kuchen nicht ganz verstanden - ist es ein integriertes Café oder nur eine kleine Theke, an der die Kunden einfach noch Kaffee bekommen?

Klar war, dass das Gebäude Didas Mann gehört, er es aber verkaufen will, aber ohne Dida darüber informiert zu haben. Dida, Izzy und Luce wollen dagegen angehen - nach einem richtigen Plan sah mir das nicht aus. Dies war quasi die Hintergrundgeschichte, im Vordergrund steht die Begegnung von Izzy mit Produzent Xander, die sich an einer Baustelle über den Weg laufen. 

Beide wollen keine Beziehungen mehr, zu viel ist in ihren jeweiligen Leben passiert. Izzys reicher Vater räumte die Konten leer und verliess die Familie, so dass die Mutter mit den drei Kindern schauen musste wo sie blieb. Nun denkt Izzy auch noch mit ihren 30 Jahren, dass alle Männer so sind wie ihr Vater, hat sie doch mit Didas Mann ein ähnliches Beispiel vor Augen. Dass Xander ihr nicht aus dem Kopf gehen will, passt Izzy so gar nicht. Wenn sie ihn bloss nicht immer treffen würde! Als dann noch eine gemeinsame Antiquitäten-Kauf-Reise nach Frankreich im Raum steht, will sie am liebsten Reisaus nehmen.

Luce hat ihren Freundinnen nicht erzählt, dass sie etwas mit Ollie, dem einen Bruder von Izzy hatte, bevor der von einem Tag auf den anderen eine Weltreise startete. Luce vermisst ihn und freut sich über jede Karte, die er ihrer kleinen Tochter schickt und versucht dies zu verheimlichen, besonders Izzy gegenüber. Den Grund dafür fand ich zu banal.

Luces Geschichte ist trotzdem nett, aber schnell erzählt. Didas Story konnte ich nicht nachvollziehen, die war verwirrend und zu kurz und war leider auch nur Beiwerk. 

Die Story von Izzy und Xander braucht bedeutend mehr Platz. Mir dauerte es zu lange, denn die beiden (vor allem Izzy) drehen sich im Kreis. Viel zu oft wird erwähnt, wieso Izzy so ist, wie sie ist. Sie selbst erwartet Verständnis, bringt aber keins auf für Xander. Sie ist gegen Vorurteile, hegt aber selbst jenste. 

Mich konnte der "Vintage Cinema Club" leider nicht überzeugen. Weniger wäre mehr gewesen in diesem Roman, zumindest weniger Izzy und Xander. Und ich hätte ich mich über einen logischeren Aufbau (besonders was den Verkauf des Gebäudes angeht) und Sinn ergebenderen Plot gefreut.

Fazit: Langweilig ist der Roman nicht, aber ich finde den Plot unglücklich. Entweder nur die Story von Izzy und Xander mit viel weniger Vorurteilen und ohne Gebäude-Drama im Hintergrund oder eine Erzählung in der alle drei Freundinnen gleich viel Raum bekommen - das hätte mir besser gefallen. 
3 Punkte. 


Donnerstag, 5. Januar 2023

Vorschau aufs Blog- und Lesejahr 2023


Auch 2023 werde ich an keiner Challenge teilnehmen, sondern weiter versuchen meinen SuB abzubauen. 

Im letzten Jahr hab ich einige SuB-Bücher gelesen, doch es sind auch wieder welche dazugekommen, auch meine Merklisten in der Onleihe und bei Skoobe sind gewachsen. Bis Mitte Februar werde ich hauptsächlich SuB-Bücher lesen, ebenso erneut im Sommer - das ist immer ein guter Zeitpunkt, um sich um den SuB zu kümmern.

Von den neuen Verlagsvorschauen haben es wie jedes Jahr viele Bücher auf meine Neuerscheinungs- und Wunschliste geschafft. Obwohl ich mich zurückgehalten habe, wird vor allem der März und April kaum zu lesen sein.

Im Januar freue ich mich auf "Die Spuren der Königin" von Clare Marchant - und ich freue mich noch mehr, dass es bereits als Rezi-Ex eingezogen ist -, im Februar auf "Die Töchter von Kew Gardens" von Possy Lovell. Im März wohl am meisten auf den zweiten Band von Commissario Luca und den von der Sehnsuchtswald-Reihe, im April freu ich mich auf Bettina Storks neuen Roman "Die Kinder von Beauvallon" und mega auf "Die Insel der Orangenblüten" von Fiona Blum. Ebenfalls im April kommt für Peter Grant-Fans endlich mal eine Kimberley-Reynolds-Story. Im Mai freue ich mich wie Millionen andere Leserinnen auf den finalen Part der Sieben-Schwestern-Reihe und der allerletzte Roman der viel zu früh verstorbenen Lucinda Riley. Nach einem Jahr Pause wird es im Mai einen weiterer Band der Pierre Durand-Reihe geben.





Im Juni erscheint der dritte und wohl letzte Teil der Bella Donna-Reihe von Catherine Aurel sowie ein neuer Roman von Claudia Winter, beide Titel führen nach Italien. Der Sommer beginnt im Juli mit Antoine Laurain und im August kommt der 19. Band der Kincaid-James-Reihe raus sowie ein neuer Roman von Heike Abidi. Im Juli und August geht es dann auch mit der Goodville-Love-Reihe weiter. 



Einige Lübbe-Krimis und eine neue Reihe von Tabea Bach läuten im September den Herbst ein. Dann ist auch schon bald wieder Zeit für die FBM im Oktober, die ich 2023 ziemlich sicher nicht besuchen werde. 

Aber Ende April findet ja die Leipziger Buchmesse wieder statt, die werde ich besuchen, hab ich im Dezember noch gebucht. Ich freue mich sehr auf den Besuch der LBM und nach diesen langen Pandemiejahren natürlich auf das Wiedersehen mit hoffentlich ganz vielen von euch!

Freuen würde ich mich auch auf eine neue litLove in München, vielleicht findet sie 2023 wieder statt, vielleicht ja auch früher als im November, ich lass mich überraschen.

Das wärs mit dem Ausblick aufs 2023 - auf welche buchige Ereignisse oder Neuerscheinungen "vorfreut" ihr euch? 



Jahresrückblick - Meine Highlights und Flops 2022


Wenn ich ans Jahr 2022 denke, dann vor allem an den Baulärm ringsrum, der mich von Ende April bis September begleitete, nervte und uns alle im Sommer dünnhäutig machte. Von daher genoss ich die zehn Tage Ferien am Meer im August umso mehr, da es dort super ruhig war. Im September ging es nochmals ans Meer, was ich nach den zwei reiselosen Jahren zuvor enorm genossen habe. Am Meer habe ich dann auch ausgiebig gelesen, vor allem in den August-Ferien. Das tat richtig gut! 

Am Meer und anderswo war ich auch mit meinen gelesenen Büchern unterwegs. Circa 20 Länder hab ich literarisch besucht. Am häufigsten war ich 2022 in Deutschland mit 34 Besuchen, gefolgt von England mit 32 und Amerika mit 27 Besuchen. In Frankreich war ich 2022 nur noch 17 und in Italien 11 Mal. Irland, Kanada, Griechenland, Spanien, Portugal, Schweden, Österreich und die Schweiz hab ich auch besucht, einmal bis viermal. Zudem war ich 2022 noch in Costa Rica, Fidschi, Norwegen und in einigen orientalischen Ländern. 

2022 schrieb ich 173 Blogbeiträge, davon 120 Rezensionen. Das sind nur 2 Rezensionen weniger als 2021, obwohl ich viel weniger Bücher gelesen habe als noch im 2021 - das erstaunt mich jetzt doch grad ein wenig, gefühlt hab ich viel weniger Rezensionen geschrieben, weil ich aufgrund meines neuen alten Jobs sehr viel Vorbereitungszeit brauchte (und noch bis Sommer 2023 brauchen werde). Danach wird sich meine Zeitbilanz (hoffentlich) wieder ausgleichen. 

Da ich Sach-, Fach- und Kochbücher nicht zu meinen Blog-Büchern zähle, komme ich ohne die auf ganze gelesene 150 Bücher plus 4 zwischen 25 und 50% Inhalt abgebrochene. Ich hatte demzufolge 2022 mindestens 154 Bücher in der Hand und somit knapp 50 weniger als im 2021; darunter 35 Fünf-Sterne-Bücher.

Soweit die trockenen Zahlen, jetzt zu den Inhalten: 

Meine Krimi-Neuentdeckung:
- Flüssiges Gold von Paolo Riva (Commissario Luca 1) - obwohl ich ja denke, den Autor bereits öfters gelesen haben, er schreibt hier unter Pseudonym
- Tod im Olivenfass von Renato Pozzi - auch hier hab ich btr. dem Autorennamen gegenüber einige Bedenken, siehe Rezension. 

Mein Roman-Highlight:
Liebe, schmetterlingsbunt von Hannah Juli

Meine Historische-Romane-Highlights:
- Der Prinz an ihrer Seite von Flora Harding 
- Die Gärtnerinnen von Kew Gardens von Posy Lovell 
- Die Töchter der Hoffnung von Maria Nikolai (Bodensee-Saga 1)

Meine Weihnachtsromane-Highlights:
- Winterträume am Kamin von Mary Kay Andrews
- Das Weihnachtskleid von Courtney Cole
Das Fest der Liebe von Jean Meltzer

Meine Lieblingsserien bzw. neue Reihen im 2022:
Mit der "Die Hafenärztin" hab ich das Jahr begonnen, hab es überraschend erhalten und kam erst gar nicht draus, bis ich merkte, dass ich die Autorin ja schon kenne. Mit dem dritten Band hab ich das Jahr abgeschlossen, aber noch nicht die Reihe, denn die geht im Herbst 2023 weiter.
- Ein Leben für die Freiheit von Henrike Engel (Die Hafenärztin 1) 
Ein Leben für das Glück der Kinder von Henrike Engel (Die Hafenärztin 2)
- Ein Leben für das Recht auf Liebe von Henrike Engel (Die Hafenärztin 3)

Verliebt hab ich mich in die kleine Insel "Whale Island", die mir Miriam Covi schmackhaft machte:
Heimkehr nach Whale Island von Miriam Covi (Whale Island 1)
Neuanfang in Whale Island von Miriam Covi (Whale Island 2)
Sehnsucht nach Whale Island von Miriam Covi (Whale Island 3)

Ein Buch, das mir trotz "nicht genügender" Punktezahl bzw. grosser Kritik in Erinnerung bleibt: 
- Un-Verhüllt von Julia Haart

Autorinnen-Neuentdeckungen und mein Lesetipp an euch:
Clare Marchant mit "Die Frauen von Saffron Hall"
und
Charlotte McGregor mit "Island Dreams - Der Garten am Meer"

Die Flops im 2022:
Die Weihnachtsromane von Karen Swan und Sarah Morgan. Sowie diese zwei Krimis, die ich Anfangs Jahr gelesen haben: "Der tote Champagner-Präsident" von Carlo Feber (Cédric Bressons 1. Fall) und "Die Flucht" von Wolfgang Wettstein.

Letzte gekaufte Bücher im 2022:
 
"Der Tote von Wiltshire von Katherine Webb und "Wo du das Glück findest" von Jana Lukas (Alte Schule 2)

Was ich 2022 SuB-unabhängig lesen wollte und nur zum Teil geschafft habe:
"Angefangene" Autor*innen und begonnene Reihen zu Ende lesen. Ein bisschen weiter als 2021 bin ich allerdings. Bei Karen Swan hab ich es geschafft alle Bücher zu lesen - den Strandferien sei Dank. Auch in den Ferien hab ich von Ella Thompson die Lighthouse-Trilogie vom SuB befreit und endlich gelesen. 

Das war mein literarisches Jahr 2022 - wie war euer Lesejahr? 



Sonntag, 1. Januar 2023

Monatsvorschau und Neuerscheinungen im Januar 2023




Ä guats Neus - Ein gutes neues Jahr euch allen!


Auf meine Januar-Neuerscheinungsliste haben es nur folgende drei Bücher geschafft: 


Davon sofort bei ET lesen möchte ich aber nur einen, und das ist "Auf den Spuren der Königin" von Clare Marchant. Von ihr hab ich 2022 "Die Frauen von Saffron Hall" gelesen, das ganz toll war, weswegen ich erfreut war, dass ihr zweites auf deutsch übersetzte Buch bereits jetzt im Januar erscheint. 

Später mal lesen möchte ich "Miss Bennet" von Janice Hadlow. Darin geht es um Mary Bennet, eine der fünf Bennet-Töchter, die von Jane Austens "Stolz und Vorurteil" bekannt ist. Der erste Schönbrunn-Band liegt noch auf meinem SuB, aber da hab ich noch keine Lust drauf, weswegen der zweite Band auch erst danach vielleicht gelesen wird. 

Theoretisch standen noch weitere drei Bücher auf meiner Neuerscheinungsliste, doch die hab ich kurzerhand gestrichen. Die werde ich mir vielleicht nochmals anschauen, wenn mein SuB kleiner ist. 

Eigentlich hätte ja schon der Dezember ein SuB-Monat werden sollen, doch das hat nicht so geklappt wie gewünscht. Wer mein Dezember-Rückblick gelesen hat, weiss Bescheid. Hoffentlich wird das nun im Januar und bis Mitte Februar besser, denn erst dann hab ich wieder mehrere interessante Neuerscheinungen zum "unbedingt" lesen und somit bis dahin Zeit für meinen SuB.

Aktuell lese ich den Krimi "Der Tote im Netz" von Frauke Scheunemann, danach möchte ich den zweiten Band der Bodensee-Saga von Maria Nikolai lesen und einige Bücher aus der Onleihe, wie zum Beispiel "Der kleine Laden zum Glück" von Jane Linfoot. 

Auch dem ersten Band von "Der Mordclub von Shaftesbury 1" von Emily Winston werde ich eine Chance geben, auch wenn ich leider erst kürzlich gesehen habe, dass es sich dabei um ein Pseudonym einer deutschen Autorin handelt. Irgendwie hab ich je länger je mehr keine Lust mehr auf Bücher deutscher Autorinnen, die unter einem englischen Namen gedruckt werden. Ich werde also mal reinlesen, aber ich hab dann auch kein Problem abzubrechen, wenns mir nicht gefällt. 

Danach lasse ich mich selbst überraschen - und schau was mich von meinem SuB gerade anspricht und gelesen werden will. 

Welche Bücher habt ihr im Januar geplant zu lesen?