Mittwoch, 23. September 2020

Krimi: Mademoiselle Rosalie und der tote Chocolatier von Julie Lescault (Rosalie 4)

Klappentext:
Frühling in der Provence. In dem kleinen Städtchen Vassols betritt ein unbekannter Mann den Laden des Chocolatiers Arthur Bonnet und überreicht ihm einen Umschlag. Dann bricht der Fremde bewusstlos zusammen. Kurz darauf wird Bonnet tot in seiner Villa aufgefunden. Was erst nach Herzinfarkt aussieht, entpuppt sich bald als Mord. Commissaire Viale sieht den Kreis der Verdächtigen innerhalb der Familie Bonnet. Doch Friseurin und Hobbydetektivin Rosalie und ihr Freund, der Apotheker Vincent, fragen sich, was der Unbekannte mit dem Mord zu tun hat. Noch bevor sie ihn im Krankenhaus befragen können, wird jedoch auch er für immer zum Schweigen gebracht.


Wie gut, dass Rosalies Vater gerade auf dem Schokoladentrip ist! So kann Rosalie mit gutem Grund in der Chocolaterie herumschnüffeln, denn der Besitzer Arthur Bonnet verstarb, bevor die Preisverleihung für das Eccocert-Siegel stattfinden konnte und auch seine Nachfolge scheint nicht geklärt. Vincent obduziert ihn und vermutet, dass es sich um einen Mord handelt. Hat eventuell der ominöse Besuch eines Kongolesen, der im Laden zusammenbricht, damit zu tun? 

Der sorgt für Klatsch in Vassols und lenkt von der Bürgermeisterwahl ab, denn es gibt doch tatsächlich zwei Bewerber um den Posten. Nicht ablenken hingegen lassen sich Hervé und Lucinde, die Ehe-Probleme haben. Hervé flirtet in der Bar und Lucinde treibt sich auf Datingplattformen umher und ist schnell geschmeichelt. Vor allem ein Online-Verehrer hat es ihr angetan, den will sie unbedingt auch real kennenlernen.

Rosalies Bruder, Kommissar Maurice Viale, hat einen neuen Mitarbeiter, doch Viale hat keine Zeit für den jungen Croiset, denn er muss sich um seine Kinder kümmern, die sich immer mehr quer stellen, seit ihre Mutter nicht mehr bei ihnen wohnt. Duval ist wie immer, diesmal nervt er sich über den eifrigen Croiset. 

Diesbezüglich hätte ich mir mehr erhofft, irgendwie hätte es gepasst, wenn Croiset im neuen Fall mehr eingesetzt worden wäre. Naja, aber dafür gibt es ja Rosalie und Vincent. Und für einmal ist es nicht Rosalie, die sich in Gefahr begibt. Verdächtige gibt es einige, mir war aber trotzdem schnell klar was Sache ist. 

"Mademoiselle Rosalie und der tote Chocolatier" ist nicht so interessant und spannend wie Band 3. Die Kakao-Thematik erinnerte mich an Tom Hillenbrands "Bittere Schokolade". Der Hintergrund ist zwar anders aufgezogen, aber die Richtung ist ähnlich. 

In diesem Band gab es einige Erzählstränge, die am Ende teilweise offen blieben. Ich hätte mir ein bisschen mehr Tempo gewünscht, besonders beim Bürgermeister-Thema. Aber wer weiss was die Autorin noch in petto hat für zukünftige Fälle. Das Ende jedenfalls überraschte auf eine witzige Weise - auf die diesbezüglichen Erklärungen im fünften Band bin ich schon jetzt gespannt!  

Fazit: Der Kriminalfall ist nicht sehr spannend, dafür läuft im kleinen Vassols umso mehr. 
4 Punkte. 


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