Freitag, 27. September 2019

Apfelkuchen am Meer von Anne Barns (Juist Band 1)

Klappentext:
Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit - das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.






Anne Barns Romane fallen auf durch ihre schönen Cover - auf jedem ist etwas Gebackenes zu sehen, das im jeweiligen Roman meistens auch vorkommt. 

Hier ist es eine Apfelrosentorte, die in Merles Familie ein Traditionsgebäck ist und nur zu speziellen Anlässen gebacken wird. Zwei Apfelrosetten fehlen jeweils auf der Torte, eine für den Grossvater, eine für Tante Undine. Beide kamen vor Jahren bei einem Badeunglück ums Leben. Merles Mutter wie auch Grossmutter Enna geben sich die Schuld am Unglück. Die Erinnerung ist tagtäglich da, doch das Leben geht weiter.

Nach einer abgeschlossenen Konditorlehre studiert Merle nun BWL und hat spontan einen Urlaubsjob gefunden - auf Juist, wo ihre Grossmutter Enna lebt und ihre Freundin Dana in einem Café die legendäre Apfelrosentorte geniessen durfte. Merle möchte wissen, wieso dieses Rezept ausserhalb der Familie gebacken wird, denn bisher war es ein geheimes Familienrezept. So zieht Merle für sechs Wochen auf die Insel. Mit dabei sind auch die offenen Fragen zum Unglück ihrer Verwandten.

Kaum angekommen verliebt sich Merle in Jannes, was zum Glück auf Gegenseitigkeit beruht. Mir ging dies viel zu schnell, es wirkte unnatürlich, auch wenn sich die zwei aus ihrer Kindheit kennen. Aber da liegen Jahre dazwischen und sie müssten sich doch erst neu kennenlernen. Zuerst hörte es sich für mich eher an, als ob Jannes nur eine kurze Sommerromanze sucht - obwohl er nicht der Typ dafür ist, genau so wenig wie auch Merle - weil das alles so blitzschnell geht. Immerhin ist doch nicht alles eitel Sonnenschein und mit ein paar kleineren Konflikten ist zu rechnen. 

Auf Juist kennen sich alle, und so spricht sich die Romanze schnell rum. Merle fühlt sich auf der Insel heimischer als sie je gedacht hätte. Sie findet Freundinnen in der Pension Strandrose und im Café und versteht sich auch mit den Freundinnen ihrer Grossmutter blendend, sogar mit Jella, Jannes Mutter. 

Und auch die Leser fühlen sich schnell heimisch in dieser schönen Geschichte, die Anne Barns geschrieben hat. Der angenehme Schreibstil lässt das Buch ganz schnell lesen. Mir gefällt, dass alle Altersklassen vorkommen und alle, jung und alt, zusammen anpacken wenn nötig. 

"Apfelkuchen am Meer" sorgt für schöne Lesestunden, bietet Romantik, Inselfeeling und ein wenig Spannung. Auch für jene Leser, die ahnen, wie das Badeunglück tatsächlich ablief. Diesbezüglich hätte ich mir aber mehr Emotionen von Oma Enna gewünscht, doch das Buch war dann sehr rasch zu Ende. 

Fazit: Warmherziger und kurzweiliger Wohlfühlroman. 
4 Punkte.

Reihenfolge:
Band 1: Apfelkuchen am Meer
Band 2: Apfelträume am Meer (Kurzgeschichte)
Band 3: Bratapfel am Meer

Kommentare:

  1. Liebe Anya,

    dieses Buch klingt ja sehr schön, ich habe es noch ungelesen liegen, das muss sich bald ändern. Doch gerade bin ich mit Kinderbüchern und einem dicken historischen Roman von Rebecca Gablé beschäftigt.

    Ein schönes Wochenende für dich und viel Lesezeit,
    herzliche Grüße Barbara

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    1. Hallo Barbara
      da hast du mit den Kinderbüchern ja immer ein wenig Abwechslung während der Gablé-Lesepausen :-)
      Du kennst ja den Apfelkuchen-Band, von daher kennst die Juister schon und kannst dich drauf freuen. Und nach Gablé könnte der Bratapfel gerade richtig sein!
      Liebe Grüsse
      Anya

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