Mittwoch, 23. Januar 2019

Liebe M. Du bringst mein Herz zum Überlaufen von Anna Paulsen

Klappentext:
Während andere den Freitag herbeisehnen, freut sich Matilda auf Montag, denn nichts liebt sie mehr als ihren Job im Amt für nicht zustellbare Post, wo sie für die Buchstaben K bis M zuständig ist. Doch dann kommt der Tag, an dem Matilda ein nie überbrachter Liebesbrief so sehr berührt, dass sie beschließt, ihre gewohnten Pfade zu verlassen und den Empfänger ausfindig zu machen – ganz gleich, wie schwierig es wird. Sie stößt auf eine schmerzliche Liebesgeschichte, die bereits viele Jahrzehnte zurückliegt. Doch für ein Happy End ist es schließlich nie zu spät, oder?




Obwohl dieser Roman bereits auf meiner Skoobe-Merkliste stand, bin ich erst auf die Autorin gestossen, als ich erfahren habe, dass sie zusammen mit Sylvia Lott in der lit.Love Bloggerlounge zu Gast ist.

Damit ich, wenn ich Anna Paulsen gegenüberstehe, wenigstens ein bisschen eine Ahnung von ihrer Arbeit habe, wollte ich vorher noch in ihren Roman hineinlesen. Es blieb nicht nur beim schnellen Reinlesen, ich hab das Buch in einem Rutsch durchgelesen.

"Liebe M. du bringst mein Herz zum Überlaufen" überzeugt durch eine schöne Sprache und eine tolle Protagonistin. Matilda arbeitet in einem Briefsortierzentrum, im Amt für nicht zustellbare Post, und liebt ihre Arbeit. Tagtäglich muss Matilda aufgrund des Briefinhalts versuchen, die entsprechende Empfängeradresse ausfindig zu machen. Wenn sie es nicht schafft, kommt der Brief ins Archiv. Eines Tages entdeckt sie den allerschönsten Liebesbrief, der sie je in ihren Händen hielt. Der Brief berührt sie dermassen, dass Matilda sich in ihrer Freizeit mit Hilfe ihres pensionierten Nachbars dran macht, mehr über den Absender und die Empfängerin heraus zu finden.

Der Roman hat mich total überrascht! Aus "nur mal schnell reinlesen" wurde in kürzester Zeit ein "ausgelesen". Matilda ist aber auch wirklich eine spezielle und sehr liebenswerte Protagonistin. Sie hat kein Handy, keinen Führerschein und liebt Wörter mit R. Lieber als in Bars abhängen denkt sie sich Geschichten aus über alles Mögliche. Seien es die Briefe, deren Empfänger sie ermitteln muss oder Alltagsgegenstände, von denen sie überlegt, wo sie herkommen könnten. Daher ist ihr sofort klar, dass sie diesen wunderschönen Liebesbrief nicht einfach ins Archiv verbannen kann und zumindest versuchen muss, ihn der Empfängerin zu zustellen, auch wenn er schlussendlich Jahrzehnte später ankommen würde.

Matildas Nachbarn, Arbeitskollegen und Bekannte sind ebenso gut charakterisiert wie die altmodische, ein wenig aus der Zeit fallende, aber absolut warmherzige und romantische Matilda selbst. Die Kombination von jungen und älteren Figuren ist der Autorin toll gelungen, das Verständnis füreinander kamen glaubhaft an, und keineswegs war überraschend, dass es für einmal nicht die junge Generation ist, die sich mit Technik auskennt. 

Ich mag gut erzählte Geschichten, die mit einem speziellen Thema aufwarten. Leider gibt es die nur selten. Anna Paulsen hat Abhilfe geschaffen, dieser Roman ist ein kleines Juwel mit einer grandiosen Idee dahinter. 

Hinter "Liebe M." steckt eine leise, sehr schön erzählte Geschichte, die ich jedem ans Herz legen kann. Sie gehört eindeutig zu meinen Jahreshighlights 2018. Das farbenfrohe Cover fällt auf, genauso wie der Inhalt.

Fazit: Wer auf liebenswerte, schrullige Charaktere steht und berührende Bücher mit überraschenden Themen mag, sollte "Liebe M." unbedingt lesen. 
5 Punkte. 

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