Mittwoch, 9. Januar 2019

Krimi: Tödliche Zeilen von Dorothea Stiller

Klappentext:
Nach Jahren kehrt die pensionierte Lehrerin Agnes Munro in das malerische schottische Küstenstädtchen Tobermory zurück, um ihrer Freundin Effy in dieser schweren Zeit beizustehen. Denn die Kleinstadt wird von einem tragischen Todesfall überschattet: Effys Sohn Neil kam bei einem Autounglück ums Leben. Ein Unfall? Doch dann kommt es zu einem zweiten mysteriösen Todesfall und die Ereignisse überschlagen sich. Die polizeilichen Ermittlungen können die resolute Agnes nicht überzeugen, also beginnt sie, auf eigene Faust nachzuforschen. Tatsächlich stößt sie auf Ungereimtheiten. Der Dame mit dem extravaganten Modegeschmack gelingt es, den Inselpolizisten auf ihre Seite zu ziehen. Und weiß der Gemeindepfarrer vielleicht mehr als er zugibt? Agnes stürzt sich in ihre Nachforschungen und muss sich eingestehen, dass sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit in Tobermory noch nicht ganz abgeschlossen hat.

Dorothea Stillers Krimi führt die Leser auf die schottische Ile of Mull. 
Neil, der Sohn von Agnes bester Freundin, ist bei einem Autounfall gestorben. Agnes Munro, frühere Lehrerin, reist unverzüglich nach Tobermory um die Familie zu unterstützen. Als kurz darauf noch jemand stirbt, wird Agnes misstrauisch. Niemand unterstützt ihre Sicht, bis einige Ungereimtheiten im Dorfleben zur Sprache kommen. Plötzlich sind auch der Pfarrer Andrew und der Dorfpolizist Matt bei der Auflösung der ungeklärten Todesfällen mit dabei.

Britcrime-Liebhaber werden auf ihre Kosten kommen, denn die Autorin hat einen überzeugenden Kriminalfall hingelegt. Als Ermittlerin prädestiniert ist die ehemalige Lehrerin Agnes, die noch immer die meisten Einwohner des Dorfes kennt. Da sie beliebt war, vertrauen ihr ihre ehemaligen Schüler einiges an. Aber auch für Pfarrer Andrew ist es einfach, Nachforschungen anzustellen. Unterstützt werden die beiden später von Matt, dem Dorfpolizist und ehemaligen Schüler von Agnes. Er ist für die offiziellen Ermittlungen zuständig; zusammen bilden die drei ein tolles Team. Nicht vergessen darf man die junge Polizistin Fiona, die im Hintergrund mitarbeitet. 

Geübte Krimileser werden wahrscheinlich bald mal merken, wo der Hund begraben liegen könnte. Dennoch wissen die Leser nicht mehr als das Ermittlerteam. In klassischer Ermittlungsarbeit kommen sie dem Geheimnis langsam auf die Spur. 

Der Fall ist interessant, stimmig und schlüssig. Markby & Mitchell-Fans werden glücklich beim Lesen. Ebenso empfehlenswert ist "Tödliche Zeilen" auch für alle, für die Agatha Raisin zu nervig ist. 

Fazit: Unterhaltender Erstlingskrimi, weitere Fälle für Agnes, Andrew und Matt würde ich gerne lesen. 
4 Punkte.



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