Montag, 21. Januar 2019

Einmal Liebe zum Mitnehmen von Frieda Bergmann

Klappentext:
Lily steht kurz davor, all ihre Ziele zu erreichen: Ihr Freund Torsten hat fest versprochen, seine Frau endlich für sie zu verlassen und der erste Stern ist der Chefköchin eines Münchner Nobelhotels auch schon so gut wie sicher. Doch dann geht auf einmal alles schief: Freund weg, Job weg, Familie enttäuscht. Lily flüchtet nach Irland zu ihrem leiblichen Vater, zu dem sie in letzter Zeit wenig Kontakt hatte. Doch er versteht sie und weiß: Was Lily braucht ist Ablenkung. Und so bittet er sie, das Haus seiner verstorbenen Schwester an der Westküste auszuräumen. Dort findet Lily eine neue Aufgabe und über Umwege vielleicht sogar die große Liebe. 



Eigentlich wollte ich nur schnell mal reinlesen, die fünf Minuten in der Bahn, da ich meine aktuelle Lektüre auf einem anderen Lesegerät zuhause hatte. Die fünf Minuten reichten aus, um dann auch zuhause alles andere zu ignorieren und Frieda Bergmanns Roman weiter zu lesen. 

"Einmal Liebe zum Mitnehmen" ist ein Pageturner, in dem Protagonistin Lily von einer Sekunde auf die andere ihren Freund und ihren Job als Küchenchefin in einem Nobelrestaurant verliert. Wer selbst jemals in einer Küche gearbeitet hat, weiss, dass der Kündigungsgrund an den Haaren herbeigezogen ist. Von ihrer Familie gibts kein Mitgefühl, nur höhnische Gespräche und über sie hinweg gemachte Pläne mit abstrusen Ideen. 

Kurzerhand fliegt sie zu ihrem Vater nach Irland, der sie auffängt und durch eine sinnvollen Beschäftigung ablenken will. Das Haus ihrer Tante auszuräumen braucht mehr Energie, als Lily dachte. Doch sie lernt an dieser Ecke von Irland neue Leute kennen und kommt auf eine tolle Idee, wie sie ihren Traum vom Kochen und dem eigenen Restaurant näher kommt: ein Foodtruck zu bewirtschaften! Die Idee ist grandios, aber doch nicht so leicht und so schlägt sich Lilly bald mit Standbewilligungen und scheinbar arroganten Firmeninhaber umher.

Nebenbei entwickelt sich eine schöne Geschichte über Freundschaft, Liebe und Lebensträume. Sie nimmt den Leser nicht nur mit nach Irland und Deutschland, sondern auch in zwei andere Länder (die ich nicht erwähne, ein bisschen Überraschung muss sein). Erwähnen muss ich dringend auch Surfer Dean und Softwareentwickler Collum, zwei Männer, die in Lilys neuem Leben eine Rolle spielen werden. Die Gegensätzlichkeit und Lebensmittelpunkte der beiden Männer bringen Abwechslung in den Roman, während Lily überlegt, was sie in ihrem Leben verwirklichen möchte. 

Lilys Geschichte ist sehr schön erzählt und macht Lust, sich Irland anzusehen. Die Autorin bringt uns auf 416 Seiten viel Gefühl und auch viel zu lachen mit, sowie Empörung über eine Familie, die man so nicht braucht.

Das Cover passt perfekt zu der schnellen, spannungsgeladenen und farbigen Erzählung. Die kurzen Kapitel sind ideal für "nur noch ein Kapitel"-Leser, teilweise ergänzt mit der Speisekarte von Richard, dem Foodtruck.  

Fazit: Abwechslungsreiche Liebesgeschichte mit tollem Setting, modern und mit viel Tempo, alles passt!
5 Punkte. 

Weitere Rezensionen von:
Elisa von RoRezepte
Barbara von Sommerlese 

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