Donnerstag, 12. April 2018

Der Hut des Präsidenten von Antoine Laurain

Klappentext:
Die große Liebe finden, ein meisterhaftes Parfüm kreieren, der Chef des eigenen Chefs werden: Wer träumt nicht davon, seinem Leben eine neue Richtung zu geben? Und sind Träume nicht reine Kopfsache? Als der Präsident seinen Hut in einer Brasserie vergisst, setzt sein Tischnachbar ihn auf - und schlagartig ändert sich dessen Leben. Doch der Hut wandert weiter von Kopf zu Kopf, um seine ganz besondere Wirkung zu entfalten. Ein Roman voller Charme und Überraschungen, über große Ziele und glückliche Wendungen - und was man dafür drauf haben muss.




Als der Buchhalter Daniel Mercier eines Abends in Paris zu Abend isst, setzt sich Frankreichs Präsident Mitterrand mit einem Begleiter zu ihm an den Tisch. Als Mitterand das Restaurant verlässt, hat er seinen Hut vergessen. Daniel nimmt ihn mit, setzt ihn auf und plötzlich ist alles anders. Der Hut bleibt nicht bei ihm, sondern kreuzt auf unterschiedliche Art die Wege, bzw. die Köpfe von Autorin Fanny und Parfumeur Pierre. Der Hut vollbringt Wunder bei seinen neuen und sehr unterschiedlichen Kurzzeit-Besitzer, sie werden mutiger, selbstbewusster, erkennen was sie vom Leben noch erwarten und schöpfen neue Energie. 

Eine ganz tolle und runde Geschichte, angesiedelt 1986. Sie ist durch und durch französisch und erinnerte mich an "das Weihnachtsglas", das wie der Hut seine Kreise zieht. Der Autor hat zudem viele typische, französische, 80er Jahre-Dinge erwähnt - Leser über 45 werden den einen oder anderen Aha-Moment haben. Doch auch ohne diese kleinen Details bewusst wahrzunehmen, versprüht die Erzählung eine Prise Magie, ein wenig wie Pan Tau's Hut. 

Die Charakter werden extrem genau und schön beschrieben, und wieder findet sich diese französische Leichtigkeit in allem. Es braucht nicht viel, nur ein kleiner Anstoss von aussen, um den Leben der Figuren eine neue Richtung zu geben und um genau dies, geht es in dieser lesenswerten Erzählung.

Fazit: "Der Hut des Präsidenten" ist eine wundervolle amüsante Erzählung, die mit einer Prise Nostalgie und Melancholie versehen ist. Chapeau, Hut ab, Monsieur Laurain! 
4.5 Punkte. 

Kommentare:

  1. Das hast Du sehr schön zusammengefasst! Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen -OBWOHL es so französisch ist!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. "Obwohl" bei dir, "gerade deshalb" bei mir :-)
      LG, Anya

      Löschen