Mittwoch, 1. Oktober 2025

Neuerscheinungen und Monatsvorschau Oktober 2025


Gerade hab ich das Gefühl, die Zeit vergehe sehr schnell: es ist bereits Oktober und das Jahr 2025 ist in seinem letzten Drittel angekommen. Die Natur gibt nochmals alles, es wird farbig, und auch die Listen der Neuerscheinungen sind in diesem Monat noch sehr sehr gut gefüllt. 






 





"Liaisons" habe ich bereits gelesen und ich kann es euch wärmstens empfehlen. Auf dem Lesestapel liegen auch schon "Der Klang von Wind und Wellen" von Anne Barns und "Der Doktor und der liebe Mord" von René Anour bereit. Der neueste Bunburry-Band und "Das Jahr voller Bücher und Wunder" sollte heute noch einziehen, der neue Roman von Gaby Hauptmann "Wenn ich tanzen will" und der diesjährige Weihnachtsroman von Jenny Colgan sollten morgen eintreffen. Das sind damit auch meine Must-Reads von der Oktober-Liste.

Im Laufe der Zeit werden dann sicherlich noch andere Oktober-Titel einziehen. Auf jeden Fall eine Chance bekommt irgendwann "Ein Herz aus Papier und Sternen" von Cecelia Ahern. Ihre letzten Bücher haben mir nicht mehr gefallen, weshalb ich sie nicht mehr gelesen habe, aber das hier hört sich mal wieder gut an. Reizen würde mich auch "Sieben Jahre" von Tanja Kinkel, aber ich und dicke Bücher ist so eine Sache momentan, das lass ich lieber. Immerhin ist es historisches Material, veraltet daher nicht so schnell und kann gut auch erst in einigen Jahren gelesen werden. 

Neben den drei gestern aufgezählten Titel, die ich mit in den Oktober nehme, kommt noch "Liebesrausch" dazu, den habe ich gestern vergessen zu erwähnen. Dazu lese ich sicher die beiden oben erwähnten Rowohlt-Titel, alles andere entscheide ich spontan.

Ob viel Lesezeit vorhanden ist im Oktober wird sich noch entscheiden, da die Frankfurter Buchmesse ja auch stattfindet und ich mich Ende Sommer spontan entschieden habe, der FBM wieder mal einen Besuch abzustatten, das letzte Mal war noch vor der Pandemie. Dann stehen nächste Woche noch Geburtstage und eventuelle Verwandtenbesuche an. Langweilig wird der Oktober jedenfalls nicht :-)

Welche Bücher dürfen im Oktober bei euch einziehen? 








Dienstag, 30. September 2025

Lesemonat und Monatsrückblick September 2025

Der Blick aus meinem Bürofenster hat sich im September erheblich verändert. Glänzten die Bäume Anfang des Monats noch in grüner Pracht, färbten sich die Blätter von Woche zu Woche gelber. Mittlerweile sind sogar einige fast orange Blätter zu entdecken. 


Der September war ziemlich nass und merklich kühler, obwohl es noch zwei, drei Sommertage gab. Die Zeit, in der man kaum weiss, was anziehen, weil man am Morgen und am Abend entweder zu wenig oder Nachmittags zu viel an hat. Und auf einmal ist es am Abend auch sehr schnell dunkel. Der Herbst ist angekommen. Jetzt müsste ich nur noch die Sommerkleidung verstauen und die warmen Sachen hervor holen...

Der Monat brachte zusätzliche Arbeitstage mit sich, unter anderem zum Beispiel die Kantonale Lehrpersonentagung. Drei Stunden am Stück in einer grossen Halle sitzen war ziemlich ungewohnt für uns Lehrpersonen, die sich einen 45 Minuten Rhythmus gewohnt sind. Vielleicht wars in der anderen Halle, in die das Programm übertragen wurde, einfacher, sich mal zu bewegen. Nachmittags wars besser, da gabs eine Pause, zumindest in meiner Fraktion. Zeit für Treffen mit Freunden war im September knapp, aber wir nutzten dazu auch Heimfahrten nach Sitzungen und einmal reichte es tatsächlich für einen Café-Besuch mit einer ehemaligen Tanzschülerin von mir, die ich einige Jahre nicht mehr gesehen habe. 

Während in Deutschland teilweise erst vor kurzen wieder die Schule begann, beginnen hier bereits die Herbstferien, aber der Start des Schuljahres startete bei uns ja auch schon vor sieben Wochen. Für mich sind es nun drei Wochen unterrichtsfreie Zeit, wobei ich eigentlich noch Exkursionen planen, Administratives erledigen und Lektionenreihen vorbereiten sollte. Aber diese Woche mache ich bewusst nichts für die Arbeit, denn ich geniesse endlich einmal mehrere Tage sturmfrei - ausser ich hätte spontan mal noch Lust drauf ;-) Ihr erinnert euch sicher: das letzte Mal sturmfrei wäre vor zwei Jahren gewesen, doch dann machte die Vergiftung von Kara (die graue Katze) mir einen Strich durch die Rechnung. Ich hab mich dieses Jahr kaum getraut, mich auf diese Tage zu freuen, weil ich so hoffte, dass nicht wieder irgendwas Unerwartetes passiert, und zum Glück ging es nun auf :-) Schon schön, dass nun tagelang die eigene Ordnung herrscht und man beim Heimkommen nicht feststellt, dass Geschirr stehen gelassen oder irgendwas vollgestellt oder verstellt wurde etc. Dazu das Vergnügen, nur für sich selbst zu kochen (oder gar nicht) und dann zu essen, wann ich will. Zudem habe ich Glück, dass die Bauarbeiten für die Solaranlagen auf dem Dach erst dann lauter werden, wenn ich auf bin und nicht schon um 7:00 Uhr morgens - das war meine andere Befürchtung: nicht ausschlafen können wegen Baulärm. 

Gelesen hab ich erneut nicht so viel, am Anfang und am Ende des Monats waren drei Highlights dabei, eins davon bekommt einen Platz auf meiner Jahreshighlight-Liste. Doch dazu weiter unten mehr. Sechs Bücher hab ich geschafft, von dreieinhalb bis fünf Sternen ist alles vertreten: 

3.5 Sterne
- Die Künstlerin von Rom von Pia Rosenberger

4 Sterne
- Prinzessin Alice von Irene Dische 
- Mrs Potts' Mordclub und der Tote in der Themse von Robert Thorogood (Mrs Potts' Mordclub 4) 


5 Sterne
- Wolfstal von Alexander Oetker (Luc Verlain 9) 
- In uns der Ozean von Theresia Graw
- Liaisons von Céline Robert 


Angefangen hat der Monat mit einem Krimi, der neunte Band der "Luc Verlain"-Reihe, den ich sehr spannend fand. Dann folgte jedoch "Die Künstlerin von Rom": der Prolog war fast schon Krimi-like, doch der Rest des 525 seitenstarken Historiendrama wurde zwischendurch langatmig, so dass ich kaum vom Fleck kam und zu lange daran sass. Zum Glück war das der einzige Lesefrust im September, denn die anderen Büchern waren interessanter, spannender und enorm gut geschrieben, wie zum Beispiel "Prinzessin Alice" (kreativ!), "Mrs Potts Mordclub und der Tote in der Themse" (bis zum Schluss wird niemand den Verdächtigen-Stempel los). Absolut begeistert war ich zweifelsfrei von "In uns der Ozean" - jetzt schon eins meiner Jahreshighlights! Und vielleicht kommt auch noch "Liaisons" mit drauf, eine geniale Story, ET im Oktober, Rezension kommt zum ET. Die zu den beiden anderen Romanen in den nächsten Tagen.

Mit in den Oktober nehme ich "Herzlauschen", "Menomorphosen" und "Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste", den ich zwar begonnen, aber nicht mehr zu Ende schaffte.

Wie war euer September? 

Montag, 29. September 2025

Krimi: Mrs Potts' Mordclub und der Tote in der Themse von Robert Thorogood (Mord ist Potts Hobby 4)

Klappentext:
Verity Beresford macht sich Sorgen um ihren Mann. Oliver ist am Abend nicht nach Hause gekommen, und deshalb wendet sie sich hilfesuchend direkt an Judith Potts und ihren Mordclub. Oliver, der Gründer einer Theatergruppe in Marlow, hatte die Marlow Belle, ein privates Vergnügungsschiff, für eine exklusive Party mit der Theatertruppe gemietet, aber niemand hat beobachtet, ob und wann er von Bord gegangen ist. Und dann wird Olivers Leiche mit zwei Einschusslöchern am Ufer der Themse angespült – es ist Zeit für Mrs Potts' Mordclub, in Aktion zu treten. Oliver war alles andere als liebenswert, und er hatte viele Feinde. Judith, Suzie und Becks sind überzeugt, dass sie den Fall im Handumdrehen lösen werden. Doch sind die Dinge nicht so, wie sie scheinen.


Judith Potts wird zu Hilfe gerufen: Verity Beresford vermisst ihren Mann - und da Judith und ihr Mordclub bereits einen gewissen Ruf in Marlow hatben, setzt Verity ihr Vertrauen in die drei Frauen vom Mordclub. Der Polizei traut sie nicht. 

Der Mordclub hingegen traut Verity nicht. Erst recht, als sich bald herausstellt, dass Oliver Beresford, der Gründer der Marlow Amateur Dramatic Society, kurz MADS, getötet wurde und jeder, der an besagtem Abend am MADS-Komitee-Anlass teilgenommen hat, mehrere Gründe gehabt hätte, Oliver ins Jenseits zu befördern. Judith, Becks und Suzie finden immer weitere Motive, doch ihre Hauptverdächtige ist und bleibt die Witwe. Ob sie es am Ende auch tatsächlich war oder nicht, stellt sich erst am Ende dieses spannenden Falls, der mit vielen Wendungen überrascht, heraus.

Robert Thorogood spielt sehr geschickt mit den vielfältigen Motiven aller Verdächtigen: zum Beispiel die berühmte Lizzie Jenkins, die ihre Schauspielkarriere am MADS begann, der junge Mechaniker Toby Vincent, aber auch Kapitän Lance Goodman, der mal mit Suzie liiert war plus mehrere weitere Figuren. 

DI Tanika Malik durften der Mordclub dieses Mal nicht unterstützen, aber wir wissen alle, dass die drei Frauen alles tun, um trotzdem zu ermitteln. Natürlich ganz inoffiziell und ganz anders deklariert. Sie geben sich jegliche Mühe, damit Tanika nicht an den Pranger gestellt wird. So wird Judith plötzlich Teil der Theatercrew und steht am Ende auf der Bühne. 

Becks hat zeitgleich Zuhause ein Problem. Der neue Freund ihrer Tochter Chloe behagt ihr nicht und sie ist überzeugt, dass er es nicht ehrlich meint. Doch wie ansprechen, ohne Porzellan zu zerschlagen? 

Mir hat sehr gut gefallen, dass man nie jemanden ausschliessen konnte, sondern bei allen immer wieder neue Motive auftauchten, sogar dann als weitere Verdächtige gefunden wurden. 

Fazit: Dieser vierte Band überzeugt durch einen cleveren Plott, bei dem man bis zuletzt niemanden ausschliessen kann. Ein Highlight für alle Whodunit-Fans. 
4 Sterne.



Reihenfolge:
Mrs Potts' Mordclub...
Band 2: und der tote Bräutigam
Band 3: und der tote Bürgermeister
Band 4: und der Tote in der Themse

Donnerstag, 25. September 2025

Top Ten Thursday 25.09.25 - Zeige zehn Bücher mit lila Cover

Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtitel, Buchcover oder ähnlichem erstellt. Das es in meinem Layout mit 12 Bildern aber besser aussieht als mit zehn, gibt es bei mir jeweils eine "Top Twelve".



Zeige zehn Bücher mit einem lila Cover

Keine einfache Sache, da "lila" nicht nur unterschiedlich interpretiert werden kann, sondern auch verschiedene Farbtöne umfasst. Rein violett ist leider keins der Cover, vielleicht am ehesten noch die "Sommernächte unter dem Eiffelturm", aber mehr lila hab ich nicht gefunden. 

Wie erging es euch bei der Suche? 








Dienstag, 23. September 2025

Histo: Die Künstlerin von Rom von Pia Rosenberger

Klappentext:
Die junge Bildhauerin Delia ist nach dem Tod des Vaters fest entschlossen, seine Werkstatt weiterzuführen. Dazu muss sie allerdings ihren in Rom lebenden Bruder finden und zur Rückkehr nach Esslingen bewegen. Sie reist als Junge verkleidet nach Italien. Die Suche führt sie in die Sixtinische Kapelle, mitten in die Werkstatt Michelangelos, wo sie, getarnt als Dario, Schülerin des berühmten Künstlers wird. Delia kann ihr Glück kaum fassen. Doch dann führt sie die Suche nach ihrem Bruder in eine ungeahnte Gefahr. 




Pia Rosenberger erzählt in "Die Künstlerin von Rom" die fiktive Geschichte von Delia, die nach Rom reisen wird, um ihren Bruder zu suchen. Er soll die Werkstatt ihres Vaters übernehmen, damit Delia weiterhin als Bildhauerin arbeiten kann - das zumindest wäre ihr grösster Wunsch. Damit ihr nichts passiert, wird sie als Junge verkleidet und reist mit der Gauklerfamilie eines Mitarbeiters Richtung Rom. Aus Delia wird Dario und ihr wird schnell klar, dass sie als Junge viel mehr Freiheiten hat, als wenn sie als junge Frau unterwegs ist. Vor allem in Rom wäre ihr Bewegungskreis zu klein, was ihr bei der Suche nach Rodolfo hinderlich wäre. Auch würde Delia nie als Schülerin von Michelangelo arbeiten können - dies gelingt ihr als Dario, vor allem aber durch ihr Talent. 

Wäre da nur nicht Dottore Fabio di Pasquale, den sie auf der Reise kennengelernt hat und für den sie etwas empfindet. Doch der ist der seiner Cousine Bella, einer zickigen jungen Frau, versprochen. 

Kyra, eine Seiltänzerin aus der Gauklerfamilie, soll ebenfalls bald verheiratet werden. Doch auch sie will wie Delia selbst entscheiden, ob und wen sie heiraten wird. Eigentlich wäre sie die perfekte Freundin für Delia, aber selbst sie darf nicht wissen, wer Dario in Wirklichkeit ist. Bald gelangt auch Kyra nach Rom, allerdings in ganz andere Kreise als Delia. 

Rosenberger zeigt der Leserschaft die Stadt aus zwei Perspektiven: die der Unterwelt, in der Kyra verkehrt und die Welt der Kleriker und Künstler, in der Delia als Dario alle Freiheiten besitzt. Die Geschichte spielt zur Zeit als Papst Julian Geld brauchte, um den Petersdom zu vergrössern, was aber nur nebenbei erwähnt wird. Das verbindende Glied der beiden dargestellten Welten ist die Macht - und einige der Charaktere, die sich in beiden Szenerien bewegen.

Mir gefiel, wie Rosenberger die Szenen in der Sixtinischen Kapelle beschrieb und alles was mit Michelangelo und den Künstlern zu tun hatte. Kyras Liebesgeschichte fand ich am Ende vorhersehbar, aber der Twist hat mir trotzdem gefallen. 

Weniger lesenswert fand ich einige Szenen um Dankwart und Kardinal Orsini, da hätte man vielleicht etwas kürzen können, denn insgesamt war mir die Geschichte mit ihren 525 Seiten zu lang. Zudem empfand ich einige Ausdrücke als zu modern, die passen nicht ins 16. Jahrhundert. 

Fazit: Unterhaltend, aber die Geschichte vermochte mich nicht zu fesseln, auch wenn einige sehr gute Aspekte dabei sind. 
3.5 Sterne.