Mittwoch, 31. Juli 2019

Lesebiografie Juli 2019

Während ihr diesen Post liest, befinde ich mich in Lanzarote und hatte in den Ferien doch noch die Möglichkeit online zu gehen und die Bücher der letzten Tage nachzutragen. 


Leider ist das Wetter nicht sehr strandferientauglich (viel zu viel Wind und Wolken) und wir sind deswegen öfters unterwegs als geplant, weswegen ich weniger zum Lesen kam als gedacht. 

Im Juli gelesen habe ich folgende 15 Bücher:

3 Punkte:
- Der Klavierspieler vom Gare du Nord von Gabriel Katz 
- Alle meine Wünsche von Grégoire Delacourt

3.5 Punkte:
- Die Rosengärtnerin von Sylvia Lott 
- Leichenschmaus im Herrenhaus von Karin Kehrer (Bee Merryweather 2) 
- Sommer im kleinen Brautladen am Strand von Jane Linfoot (Wedding Shop 3)

4 Punkte:
- Ein Mörder steht im Walde von Ellen Barksdale (Tee?Kaffee? Mord! 9)
- Das Rätsel von Brimley Manor von Matthew Costello und Neil Richards (Cherringham 34)
- Madame le Commissaire und der tote Liebhaber von Pierre Martin (Isabelle Bonnet 6) 
- Winter im kleinen Brautladen am Strand von Jane Linfoot (Wedding Shop 3)
- Je kälter die Asche von Mary Ann Fox (Mags Blake 3)
- Mörder unbekannt verzogen von Thomas Chatwin
- Heimelig von Blanca Imboden
- Mord im Cottage von Anna Bednorz (Aoife 1)
- Das Geheimnis des alten Strandhotels von Anna Bednorz (Aoife 2)
- Sommer in Bloomsbury von Annie Darling (Bloomsbury 2)

5 Punkte:
--   

Enttäuscht hat mich im Juli Gabriel Katz, aber ich habe da halt wirklich schon bessere Roman zum selben Thema gelesen. Den Roman von Delacourt zu beurteilen, finde ich grad schwierig, ich muss ihn noch sacken lassen, habe ihn auch erst heute Nachmittag ausgelesen. Überrascht haben mich die beiden Krimis von Anna Bednorz, die werde ich noch rezensieren, und würde mich freuen, wenn die Reihe weiter geführt würde. 


Für fünf Punkte reichte es im Juli nicht. Mal sehen, was der August bringt. Ich freue mich sehr auf die Südlichter von Nina George und Die kleine Patisserie in Paris von Julie Caplin. 

Ansonsten habe ich null Ahnung, welche Bücher ich im August noch lesen werde. Der August gehört meinem SuB-Abbau und ich lese mich da einfach nach Lust und Laune durch. Was dabei raus kommt, seht ihr dann Ende August. 

Habt eine gute Zeit, bis bald!


Samstag, 27. Juli 2019

Sommerpause

Ich steigere mich diese Woche fleissig: am Montag war ich auf 2100m in der Mittelstation vom Weisshorn oberhalb Arosa, am Mittwoch auf 3020m auf dem Titlis im Schnee und heute Samstag geht es noch viel höher hinaus - mit dem Flugzeug Richtung Lanzarote. 

Deshalb gibt es nun endlich (und um zwei Wochen verspätet) eine mindestens dreiwöchige Sommerpause auf meinem Blog. Wenn es klappt, kommt Ende Monat noch mein Leserückblick auf den Juli, ansonsten irgendwann in der ersten Augustwoche. Vielleicht schaff ich auch noch eine Rezension zu einem Rezensions-Roman - den ich eigentlich diese Woche rezensieren wollte, aber ich kam nicht gross zum lesen und bin immer noch mitten drin...

Ansonsten wird es hier ruhig sein, aber spätestens Ende August lesen wir uns hier wieder, da warten dann viele neue Rezensionen auf euch.




In der Sommerpause werde ich mich meinem SuB-Abbau widmen. Die Liste der ungelesenen Bücher ist lang und ich werde mich spontan ganz nach Lust und Laune einige Titel heraus pflücken. 

Okay, aus der Onleihe habe ich noch drei Bücher ausgeliehen, die werde ich wohl sicherlich lesen, aber wenn nicht, auch egal, denn zwei davon sind auch bei Skoobe, es pressiert also auch bei denen nicht mit lesen.

Was ich aber mit Sicherheit mache - im Flugzeug auf dem iPad Bücher aus der Skoobe-App lesen. Ausser die Sonne würde extrem blenden, dann lese ich auf dem Kindle weiter. Auf Skoobe lesen gehört fast schon zu meinem To-do im Flugzeug :-)

Wenn ihr wissen wollt, was ich aktuell lese und vielleicht mal einen Ferienimpression sehen möchtet, schaut bei mir auf Instagram vorbei, dort werde ich sicher das eine oder andere Foto hochladen in den nächsten Wochen. 

Geniesst den Sommer und bis bald! 



Freitag, 26. Juli 2019

Krimi: Leichenschmaus im Herrenhaus von Karin Kehrer (Bee Merryweather 2)

Klappentext:
Es ist Herbst in South Pendrick und die Nachfrage nach Bees gehäkelten Eierwärmern steigt. Bee muss ihren Garnvorrat dringend aufstocken und macht sich auf den Weg ins Dorf. Als sie bei ihren neuen Nachbarn Percy und Lavinia in Waterford Manor vorbeikommt, trifft sie einen Fremden, der vorgibt Fotos vom Herrenhauus zu machen. Wenige Tage später buddelt der Nachbarshund die Leiche eben jenes Mannes aus. Bees Aufmerksamkeit ist geweckt, doch das Nachbarspaar, das sonst immer so freundlich ist, wirkt plötzlich abweisend und reagiert verstimmt auf Bees Schnüffeleien. Anlässlich eines Geburtstages wird auf dem Anwesen eine Feier veranstaltet, bei der ein weiterer Toter gefunden wird. Bee ist sofort klar, dass es nur einer von den Partygästen gewesen sein kann. Doch wer hatte ein Motiv?


Seit dem Geschehen im ersten Band sind eineinhalb Jahre vergangen. Nun ist September und Bee Merryweather hat seit knapp einem Jahr neue Nachbarn. 

Mit der jungen Lavinia versteht sich Bee einigermassen gut, nicht jedoch mit deren Mann Percy. Der tätigt geheimnisvolle Geschäfte und passt irgendwie nicht nach South Pendrick. Aber er gibt sich auch keine Mühe. Lavinia hingegen würde gerne im Dorfleben aufgenommen werden, aber ausser mit Bee hat sie kaum Kontakte - alle haben Vorurteile gegen die Frau, die schon öfters beim Beautydoc war. Vielleicht ist ihre Geburtstagsparty im Oktober ja eine Möglichkeit, die Dorfbewohner besser kennen zu lernen und Freunde zu finden. 

Denn Lavinia fühlt sich im Witwenhaus nicht wohl, der Nebel und eine Spukgeschichte tun ihr übriges, dass es so bleibt. Als Bee über eine Leiche stolpert, scheinen Lavinias Vorahnungen erfüllt. Doch es gibt noch mehr Ungereimtheiten und Percy verhält sich noch wortkarger als sonst.


Bee Merryweather hat viel zu tun mit ihrem neuen Shop - sie häkelt Eierwärmer auf Bestellung, momentan sind vor allem Weihnachtsmotive gefragt. Dass Bee die Farben der gerade zu Ende gehäkelten Bestellungen nicht mehr sehen kann, ist verständlich, wurde mir aber zu oft erwähnt. Das hätte man eleganter lösen können. Auch sonst gab es viele unnütze Wiederholungen, etwa dass Polizist David die falsche Frau liebt oder Marcus seine Frau, die ihn eigentlich verlassen hat, immer wieder bei sich aufnimmt.


Im Gegensatz zum ersten Band gab es in "Leichenschmaus im Herrenhaus" einige Längen, so dass der Spannungsbogen sehr flach blieb. Ausserdem vergeht eine - für einen Krimi - recht lange Zeit, die übersprungen wird, bis wieder etwas passiert. Das mag ich nicht so.

Dafür mochte ich, dass die Geheimnisse gut bewahrt werden. Man weiss schnell, wer Dreck am Stecken hat, bei anderen vermutet es man. Ob man damit richtig lag und was für "Dreck" das ist, erfährt man erst gegen Ende, wenn alle Geheimnisse enthüllt werden und für so manche Überraschung sorgen. 

Fazit: Ein netter, aber sehr ruhiger Häkel-Krimi, da kaum Spannung aufgebaut wird.
3.5 Punkte. 


Reihenfolge:
Band 2: Leichenschmaus im Herrenhaus 

Donnerstag, 25. Juli 2019

Der Klavierspieler vom Gare du Nord von Gabriel Katz

Klappentext:
Der Junge aus der Pariser Vorstadt und der Direktor des Konservatoriums wären sich nie begegnet, stünde da nicht ein Klavier am Gare du Nord. Der 20-jährige Mathieu ist auf die schiefe Bahn geraten und hat nichts außer einem großen musikalischen Talent. Pierre dagegen hat alles, steckt aber in einer Lebenskrise. Das ungleiche Paar schließt einen Pakt: Pierre ermöglicht Mathieu die Teilnahme am renommiertesten Klavierwettbewerb des Landes. Wird Mathieu die Chance seines Lebens ergreifen? Und warum tut Pierre all das für ihn? Ein mitreißender Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft, die mit allen Vorurteilen aufräumt.


Am Flughafen von Barcelona habe ich vor einigen Jahren das erste Mal ein Klavier gesehen, auf dem Fluggäste beim Warten spielen dürfen. Die Idee finde ich toll und es ging mir wie Pierre, als zwei junge Mädchen sehr schön spielten, diejenigen nach ihnen leider nurmehr auf die Tasten hackten...

Pierre, der Direktor des Konservatoriums, ist begeistert von dem jungen Genie und möchte mit ihm sprechen. Doch da jagt schon die Polizei hinter dem Klavierspieler hinterher. Einige Tage später gelingt es Pierre aber einige kurze Sätze mit Mathieu zu tauschen.

Mathieu fährt Gabelstapler, hilft seinem kleinen Bruder bei den Hausaufgaben und putzt die Wohnung, in der die zwei Jungs mit ihrer Mutter wohnen. Seine Freunde Driss und Kevin sind wie er Kleinkriminelle, beide haben nur Gelegenheitsjobs. Da sind hier und da mal ein Diebstahl oder ein Einbruch für sie optimal, um - nach ihrem Gutdünken - mal zu ein wenig Geld zu kommen. Mathieu macht manchmal mit, wohl fühlt er sich nicht, aber nein sagen tut er auch nicht. Eines Tags wird ihm dies zum Verhängnis, er wird geschnappt. Da denkt Mathieu an die Visitenkarte, die Pierre ihm zugesteckt hat.

Mit solch einem prominenten Fürsprecher an der Seite landet er nicht im Knast, sondern als Putzmann im Konservatorium. Doch Pierre hat noch etwas anderes mit ihm vor: Mathieu bekommt Klavierunterricht und soll als neues Talent beim jährlichen Klavierwettbewerb teilnehmen.

Es wäre die Chance für Mathieu aus seinem Leben im Milieu rauszukommen und für Pierre die Sicherheit Direktor zu bleiben. Pierre steht unter Druck von oben, aber auch seine Ehefrau nörgelt.

Soweit die Eckdaten der Geschichte von "Der Klavierspieler vom Gare du Nord". Die unterschiedliche Welt, in der sie sich bewegen, wird sehr deutlich beschrieben. Beide Charaktere zeigen Stärken und Schwächen. Beide getrauen sich zum Beispiel nicht, sich auszusprechen und einfach mal nein zu sagen.

Es mutet ein wenig wie eine Gesellschaftsstudie an, denn so unterschiedlich sind Pierre und Mathieu nicht - trotz Altersunterschied und ihrem Background. Oft weiss man deshalb beim Beginn eines neuen Kapitels nicht, von welchem der beiden es gerade handelt, es könnten oft beide sein. Erst nach einigen Sätzen oder einer Seite wird klar, ob es nun Pierre oder Mathieu ist.

Ihre Schicksale haben mich aber nicht wirklich berührt. Zu dem Thema "Musiker/Lehrer entdeckt begabtes Kind/Jugendliche" habe ich früher einige bessere Romane gelesen. Die Geschichte wird mir zu schnell erzählt und geht nicht in die Tiefe. Das Musikspiel, das in Gabriel Katz Erzählung so kraftvoll sein soll, konnte ich nicht spüren. Dazu kommt der plötzliche, sehr schnelle Schluss - sie hätten am Ende wenigstens noch einen Döner essen gehen können. 

Fazit: Interessante Charakterstudie, aber die Geschichte hat zu wenig Tiefe.  
3 Punkte. 

Mittwoch, 24. Juli 2019

Heimelig von Blanca Imboden

Klappentext:
Nelly ist mit ihren 77 Jahren eine fröhliche, selbstbewusste, gesunde und recht muntere Witwe. Trotzdem zieht sie ins Altersheim, weil ihre Tochter Trudi den dringenden Wunsch hat, ihr gemütliches Elternhaus durch einen modernen Neubau zu ersetzen. Trudi verspricht ihrer Mutter zwar eine coole Einliegerwohnung, aber da macht Nelly – auch ein wenig trotzig – nicht mit. Dann lieber grad ab ins "heimelig". Dort wird es ihr aber schon bald ganz unheimelig langweilig, und sie überlegt sich, dass sie – jetzt, wo sie so viel Zeit hat – eigentlich auf Reisen gehen könnte. Nicht weit, nur durch die Schweiz. Nicht lang. Nur immer für einen Tag. Die Idee dahinter: Sie will das Abc abreisen. Und so macht sie sich auf den Weg nach Ascona, nach Buochs, nach Chur und erlebt dabei einiges. Sie macht neue Bekanntschaften, lernt die Drogenfahndung kennen, muss einen Panflötenspieler abwimmeln und bringt sogar das Leben ihrer Enkelin Kim durcheinander. Natürlich nicht mit Absicht. Mit Absicht zieht sie aber ihre Aktion "Spiegeleier für alle" durch, und die, die wird ein voller Erfolg. Die Quintessenz aller gemachten Erfahrungen überrascht Nelly, denn sie begreift: Sie ist zwar alt, aber sooo alt dann doch wieder nicht. Und schließlich lässt sie die Erkenntnis zu: "Ich will eigentlich nur eins: raus! Und wieder leben, möglicherweise sogar wieder lieben."



Die kurze Geschichte über Nelly hat mich angelacht - ich habe bereits einige Altersheimromane gelesen (zum Beispiel die schwedische dreiteilige Rotwein-für-drei-alte-Frauen-Serie von Minna Lindgren, die irisch-französische Version von Judy Leigh oder etwas weiter gespannt der deutsche Mauersegler von Christoph Poschenrieder) und war auf die Schweizer Variante gespannt.

Schnell war ich in der Geschichte drin und konnte die Abneigung gegen das Altersheimessen und gegen weitere dortige Gepflogenheiten, die leider Gottes oft real sind, absolut nachvollziehen.

Ich konnte Nellys Entschluss - nicht in Trudis Einlegerwohnung zu leben -  total verstehen, nicht aber, dass sie freiwillig ins Altersheim zieht. Für das Heim ist sie doch noch zu jung und vor allem zu zwäg beieinander. Aber ich verstehe, es brauchte dies für den Plot, zudem beruht die Hintergrundgeschichte auf Erlebnisse von Frau Imbodens Mutter.

Der Plot ist witzig, wie auch der Schreibstil von Bianca Imboden. All die Reisen und Begegnungen, die sie Nelly zukommen lässt, sind charmant und mit viel Humor wiedergegeben. Wer kann sich schon vorstellen, in zwanzig, dreissig oder vierzig Jahren auf einmal gerne und absolut freiwillig Putzlappen zusammen zu legen?

Trotz viel Amüsement gehen aber auch die lebenswichtigen, ernsten Fragen nicht vergessen: Liebe im Alter? Demenz? Sterbehilfe? Wie mit der unliebsamen Verwandtschaft umgehen?

Wie Nelly haben mir die Szenen beim Essen im Altersheim fast am Besten gefallen, natürlich mal abgesehen vom Ende des Romans. Ihre Gspännli wurden gut dargestellt, die Nörgeltante hatte ihre Auftritte genauso wie der durch Zeitungen und Radio bestens informierte Mann und und und...

Fazit: Eine heimelige und lässige kleine Tour de Suisse - lasst euch überraschen.  
4 Punkte. 

Dienstag, 23. Juli 2019

Krimi: Mörder unbekannt verzogen von Thomas Chatwin (Daphne Penrose 2)

Klappentext:
Daphne Penrose, benannt nach Cornwalls berühmter Dichterin, ist zu einem exklusiven Empfang in den Trelissick Garden eingeladen. Im Frühsommer leuchtet der Garten in allen Farben der Hortensienblüte. Dazu gibt es cornische Köstlichkeiten, und es spricht Lewis Russel, ein besondere Kenner von du Mauriers Werk. Da Ehemann Francis nur wenig Sinn für derlei hat, geht Daphne alleine hin. Doch das Fest wird jäh beendet, als in einem der Gunnera-Beete die Leiche von Dr. Finch gefunden wird. Wer hätte Grund gehabt, den beliebten Arzt zu töten? Und welche Rolle spielt der charismatische Professor Russel? Da der zuständige Chief Inspector mit dem Kopf schon im Jagdurlaub ist, müssen Daphne und Francis wieder einmal auf eigene Faust ermitteln.


Im zweiten Band der Serie um Briefträgerin Daphne Penrose, die im hübschen Fowey in Cornwall angesiedelt ist, bekommt David Goodall eine komische Nachricht von der Dorflehrerin Florence Bligh - er solle sie an einem bestimmten Steg abholen und Doktor Finch warnen. David ist beunruhigt und nimmt deswegen Hafenmeister Francis Penrose mit. Leider kommen sie zu spät, Florence ist tot. 

Etwa zeitgleich wird Daphne von einem Mountainbikefahrer böswillig angerempelt, und später wird auch Doktor Finch tot aufgefunden. Kommt dazu, dass sich Daphnes Freundin Linda sehr komisch verhält. Ist das nur Zufall oder hängen die Vorfalle alle irgendwie zusammen?

Wer der den ersten Band gelesen hat, weiss, dass DCI James Vincent andere Vorlieben hat, anstatt richtig und ausgiebig zu ermitteln. Wie gut, dass die Penroses gut in Fowey vernetzt sind und so viel mehr erfahren als Vincent, und sich auch nicht mit dem erstbesten möglichen Täter zufrieden geben. Ich mag das Ermittlerpaar, die durch ihre Berufe in der Gegend gut bekannt sind und von allen geschätzt werden.

Ich mochte schon den ersten Band und bin auch schnell dem zweiten Teil verfallen. Viele Geheimnisse werden enthüllt, der Autor Thomas Chatwin macht es spannend. Dann lässt er uns Leser noch mit einem witzigen Cliffhanger schadenfreudig zurück - wer sich da nicht auf Band 3 freut, dem ist nicht zu helfen.

Am Ende des Buches hat Thomas Chatwin einige Ausflugsorte in Cornwall aufgelistet. "Mörder unbekannt verzogen" gehört deshalb wie auch der erste Band unbedingt in den Koffer bei einer Cornwall-Reise.

Fazit: Gelungene unterhaltende und humorvolle Krimi-Unterhaltung.
4 Punkte. 


Reihenfolge:
Band 2: Mörder unbekannt verzogen

Montag, 22. Juli 2019

Winter im kleinen Brautladen am Strand von Jane Linfoot (Wedding Shop 2)

Klappentext:
Vor den Fenstern des kleinen Brautladens fällt Schnee, während Sera in ihrem gemütlichen Atelier Brautkleider entwirft. Zwischen ihren Fingern werden weiße Träume wahr. Nur ihre große Schwester Alice hat Sera noch nicht einmal nach einem Kleid gefragt. Doch dann geht in deren Hochzeitsplanung so einiges schief und Sera beschließt, ihrer Schwester zu der Winterhochzeit zu verhelfen, die sie verdient - auch wenn das bedeutet, dass sie sich mit gleich zwei attraktiven Trauzeugen herumschlagen muss.





Obwohl mir Band 1, "Der kleine Brautladen am Strand", wegen Poppys ewiger Plauderei nicht gefiel, griff ich zum zweiten Band. Die Idee mit dem Brautmodeladen gefällt mir und Sera fand ich im ersten Band schon sehr interessant und geheimnisvoll - ich wollte mehr über sie erfahren. 

Seras Schwester Alice heiratet. Alice plant ihre Hochzeit bereits seit drei Jahren aufs genaueste. Doch zwei Wochen zuvor kann sie ihre Arbeit nicht liegen lassen und beauftragt Alice, die Vorbereitungen der beiden Trauzeugen zu beobachten und zu helfen. 

Schnell wird klar, dass vieles nicht so machbar ist wie Alice das gerne hätte. Sera muss nun viel organisieren, zusammen mit dem einen Trauzeugen Quinn. Ein Womanizer, der nur zu oft verpeilt ist. Sera hingegen muss ihr Rückzugsort, ihr Atelier, verlassen und ihm unter die Arme greifen. Sie ist hin- und hergerissen von Quinn. Aber der zweite Trauzeuge Johnny macht einen Strich unter Quinns Vorhaben und mischt sich die ganze Zeit ein. Sera ist genervt, denn Johnny und sie kennen sich von früher. Damals hätte mehr draus werden können, aber Johnny hat sich nicht mehr gemeldet. Er ist also genau der richtige, der über Quinns Unzuverlässigkeit lästert.

Neben dieser Dreiecksgeschichte geht es aber immer noch um die Hochzeitsvorbereitungen, die sehr turbulent ablaufen. Ausserdem fehlt auch kurz vor der Hochzeit noch der Bräutigam, das Hochzeitskleid passt nicht mehr und und und... Alle stehen kurz vor dem Verrücktwerden, doch die Hochzeit muss über die Bühne gebracht werden. 

Dieses Mal ist es Jane Linfoot gelungen, eine schlüssige Geschichte zu verfassen, die mir gefiel. Sera ist ein toller Charakter. Stimmig wird ihr Leben erzählt, nicht nur ihr Liebesleben, auch die bisher schwierige Schwester-Beziehung wird geklärt.

Poppy hält sich hier angenehm zurück, redet zum Glück nur das Nötigste. So wie sie hier daherkommt, ist sie mir viel sympathischer als im ersten Band. Rafe und die Feuerwehrmänner springen auch hier wieder überall ein, wo Hilfe benötigt wird und auch Jess beweist, wieso ihr kleiner Brautladen so erfolgreich ist.

Wer mit dem ersten Band nicht klar kam, so wie ich, dem kann ich den zweiten Band empfehlen. Auch wenn man mit pompösen Hochzeitsgeplane nichts anfangen kann, liest sich die Story doch locker und lustig weg.

Ein bisschen Cottage, ein bisschen englisches Herrenhaus - für alle ist was da. 

Fazit: Ein turbulenter Weihnachtsroman, der auch im Sommer total erfrischend ist. 
4 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 1: Der kleine Brautladen am Strand
Band 2: Winter im kleinen Brautladen am Strand
Band 3: Sommer im kleinen Brautladen am Strand
Band 4: Weihnachten im kleinen Brautladen am Strand