Montag, 14. November 2022

Krimi: Glüh-Gin zum Mord von Samy Wilde

Klappentext:
Samy steckt mitten in den Weihnachtsvorbereitungen und eine Christmas Party folgt der nächsten, als sie erneut die dunkle Seite Windsors kennenlernt. Die Burtons veranstalten kurz vor den Feiertagen ein rauschendes Fest, zu dem Samy und Cornelius eingeladen sind. Glüh-Gin fließt in Strömen und die Gäste versuchen krampfhaft, dem boshaften Kolumnisten Thomas Leicester aus dem Weg zu gehen. Er hat schon viele Karrieren und Leben zerstört und die Gesellschaft fürchtet sich vor ihm. Daher ist es kaum verwunderlich, dass er im Laufe des Abends tot aufgefunden wird. Weil die Reichen Windsors lieber unter sich bleiben, versucht die Polizei auf anderem Weg hinter die Geheimnisse der Partygäste zu kommen - und zwar mit der Hilfe von Samy und Cor.


Vom ersten Band war ich sehr begeistert, doch leider geht die Reihe seit Band 2 in eine Richtung, die mir nicht gefällt. 

Die mir anfangs sympathische Samy verkehrt von Band zu Band nicht nur viel öfters in Windsors High Society, sie wird, zumindest äusserlich auch zu einer von diesen ihr meist unsympathischen Society Ladys. Nicht nur, dass sie neu gekleidet in Designerklamotten und sauteurem Schmuck dem alteingesessenen Geldadel sehr ähnlich wird, sondern auch, dass sie jede Person auf Äusserlichkeiten wie Figur und Kleider checkt und beschreibt. Schon im zweiten Band schimpft Samy über Cor, hier ziehen beide über andere her und auch die Erzählstimme bedient sich hauptsächlich an den Äusserlichkeiten der Charaktere.

Während Samy und Cor sich in der Weihnachtszeit also durch die vielen opulenten Feiern schleppen und den Tod eines schmierigen Journalisten aufklären wollen, der einiges über Leichen im Keller der Gäste herausgefunden und damit Karrieren und Leben zerstört hat, wird nicht nur über die oben genannten Dinge plus die Leichen im Keller gestänkert, sondern auch über die britische Tradition Glüh-Gin zu trinken und einiges mehr. Die (wenigen) Auftritte von Inspector Nate hab ich dafür genossen, er hat meine volle Sympathie und war traurigerweise das einzige Highlight in diesem Band.

So macht Krimi keinen Spass, der bleibt nämlich in all den Lästereien nur eine Nebensache und bot keinerlei Spannung. Das Ermitteln besteht quasi nur aus dem Einordnen und Schlüsse ziehen aus nebenbei mitgehörten Gesprächen. Etwas, was der ermordete Journalist in den Händen hat, als er gefunden wird, wird bereits Anfangs der Ermittlungen in einem Satz beiseite gelegt und nicht nachgeforscht, ob das so wirklich stimmt. Damit hätte man mehr Spannung erzeugen können, aber die Sache um dieses "Ding" war so schnell vom Tisch, dass man auch darauf hätte verzichten können. 

Schade, die Reihe begann mit dem ersten Band sehr gut, doch das viele Ablästern, erst recht über eigentliche Freunde, ist von Band 2 zu Band 3 noch extremer geworden und ist mir viel zu oberflächlich. Somit werde ich diese Reihe nicht mehr weiter verfolgen. 

Fazit: Wer Klatschgeschichten mag, kommt mit "Glüh-Gin zum Mord" auf seine Rechnung, allen anderen wird das, wie mir, zu banal sein. 
3 Punkte.


Reihenfolge:
Band 3: Glüh-Gin zum Mord

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