Dienstag, 28. November 2017

Das bisschen Mord von Michelle Kelly (Keeley Carpenter 2)

Klappentext:
Keeleys Yoga-Café in der kleinen englischen Stadt Belfrey ist zu einer Institution geworden, und ihre Beziehung zu dem gutaussehenden Detective Constable Ben Taylor hat sich prächtig entwickelt. Da wird der Bürgermeister von Belfrey grausam ermordet. Keeleys Freundin Raquel, die Hauptverdächtige, bittet sie um Hilfe. Aber Ben möchte seine Freundin unbedingt aus den Ermittlungen raushalten. Das wird nicht nur gefährlich für Keeley, sondern bietet auch jede Menge Sprengstoff für ihre Beziehung.





Vor gut einem Jahr erschien der erste Band der Serie um Keeley Carpenter. Mittlerweile wohnt sie im Obergeschoss ihres gut laufenden Cafés und ist mit Ben zusammen. Ihr Yogakurse finden Anklang und Keeley könnte zufrieden sein. Nur der bevorstehende Besuch ihrer Mutter Darla macht ihr Sorgen. Vielleicht lenkt das gleichzeitig stattfindende Kunstfestival sie ein wenig ab. Doch dann sorgt ganz anderes für Aufregung in Belfrey: Bürgermeister Gerald wird ermordet. Tags zuvor wurde Keeley, Duane, Megan und andere Café-Gäste Zeuge von einem lautstarken Streit zwischen Keeleys Konkurrentin Raquel und deren neuen Liebhaber Gerald. Um was ging es in dem Streit? War der Streit etwa der Grund für Geralds Ermordung? 

Die Leser des ersten Bandes trauern wohl alle nicht um den umstrittenen Bürgermeister Gerald. Raquel würden die meisten wohl auch gerne im Gefängnis sehen, doch ist sie für seinen Tod verantwortlich? Selbst Keeley ist sich nicht sicher. Trotz aller Rivalität bittet Raquel Keeley um Hilfe, deren detektivische Fähigkeiten Raquel wohl beeindruckt haben. Leider macht dies Raquel nicht netter. Duane trauert unverständlicherweise immer noch um Raquel, die munter herum flirtet. Unter anderem mit Christian, einem Künstler, der mit seiner Freundin Suzy (die fast noch arroganter ist als Raquel) bei Megan für die Zeit des Kunstfestivals einquartiert ist. Suzy ist ein Biest, doch das grösste Problem für Keeley ist ihre nervtötende Mutter Darla - die mit Gerald sehr gut bekannt war...

Darla ist so eine Mutter, die niemand möchte: immer nur kritisiert sie an Keeley herum, nichts und niemand ist ihr gut genug. Komisch ist Darla, aber alt jedenfalls nicht, auch wenn Keeley so tut als ob ihre Mutter steinalt ist. Dabei ist sie erst 47 und für eine Mutter einer erwachsenen Tochter eigentlich noch sehr jung. Auch wenn Darla total nervig ist, Keeleys Getue um ihre "alte" Mutter fand ich lästig.  

Gestört haben mich aber auch die vielen Satzwiederholungen. Als ob wir Leser doof wären. Es reicht, wenn man einmal schreibt, wieso jemand so denkt oder handelt. Man muss es nicht fünf Sätze später wiederholen. Darunter litt meiner Meinung nach die ansonsten flüssige Handlung. 

Dafür ist, wie schon im ersten Teil, das Rätsel um den Mörder spannend und überraschend, jedenfalls war es nicht so wie ich in der ersten Hälfte vermutet habe. 

Im ersten Band wurde fast jedes Kapitel mit einer yogischen Atemübung abgeschlossen. Hier im zweiten Band sind es Yoga-Haltungen. Besonders beim ersten Kapitel passt die erwähnte Übung perfekt und sorgte für einen Lacher bei mir. 

Fazit: Inhaltlich gefälliger als der erste Band, die Mordaufklärung spannend bis am Ende, aber leider viel zu viele Satzwiederholungen. 
3.5 Punkte


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