Donnerstag, 8. Dezember 2016

Krimi: Mord im stillen Belfrey von Michelle Kelly (Keeley C. Band 1)

Klappentext:

Tödliche Idylle. Keeley kommt nach zehn Jahren aus New York in die verschlafene englische Kleinstadt Belfrey zurück. Sie hat vor, im ehemaligen Fleischerladen ihres Vaters tagsüber vegetarische Speisen anzubieten und abends Yoga zu unterrichten. Bei den Einwohnern des Ortes stößt das auf wenig Begeisterung. Im Laden bricht ein Brand aus, eine Leiche wird gefunden. Nach einem guten Start in ihr neues Leben sieht das nicht gerade aus. Ob der charmante Detective Ben Taylor ihr helfen kann? Ein spannender Serienbeginn. Library Journal. Das Buch hat alles, was Cosy Crime so populär macht.


England, Krimi, Yoga und vegetarische Cafés - das mag ich alles. Wie toll, wenn all die Themen in einem Buch zusammen vorkommen! 
Keeley erbt die Metzgerei ihres Vaters und plant, darin ein Café und einen Yogaraum zu eröffnen. Noch bevor Keeleys erste Schritte bei ihrer Ankunft in Belfrey in die leere Metzgerei führt, erfährt sie, dass es in einem der Räume nicht nur brannte, sondern auch eine Leiche gefunden wurde. Ihre Eröffnungspläne werden somit total durcheinander geworfen. Ihre Gefühle ebenfalls: so richtig heimisch fühlt sie sich nicht mehr. 

Ja, die Heimkehr hat sich Keeley einfacher und glamouröser vorgestellt. Stattdessen wird sie kaum mehr von den Einheimischen erkannt. Nicht mal ihr ehemaliger Schulschwarm Ben scheint sich zu erinnern. Dafür erinnert sich Raquel, Keeleys Widersacherin, nur zu gut und befürchtet Konkurrenz. Auch einige andere Einwohner wollen kein vegetarisches Café im Ort. Nur Megan und Duane, die Neuen im Dorf, halten zu Keeley. 

Die Charakterbeschreibungen empfand ich sehr gelungen. Klischees werden grosszügig bedient. Egal, ob es der Farmer ist, der Angst hat, zukünftig zu wenig Fleisch zu verkaufen oder die beiden Dorftratschtanten. 
Einzig Keeley nervte mich ein wenig. Sie erinnert mich stark an Agatha Raisin, einfach in jung. Aber so wie sich Agatha von Fall zu Fall entwickelte, so kann in den zukünftigen Fällen ja auch noch was aus Keeley werden. 

Der Fall an sich war nicht sehr spannend, dafür knifflig, denn jeder könnte es gewesen sein. Ich kam erst sehr spät auf eine Idee, die sich dann am Ende des Buches bestätigte.

Zwischen einigen Kapiteln werden Yoga-Atmungen beschrieben. Eine nette Idee, die es für mich nicht gebraucht hätte.

Fazit: Ein typischer Cosy-Krimi und somit ein angenehmer Einstieg in die Keeley Carpenter-Serie mit einem Touch Agatha Raisin und Luft nach oben. 
Knappe 4 Punkte.


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