Mittwoch, 17. September 2014

Canterbury Requiem von Gitta Edelmann

Klappentext:
Es regnet und ein kalter Wind fegt durch Canterburys Strassen, als Ella sich nach der Chorprobe von Aileen verabschiedet. Am nächsten Morgen ist Aileen tot. Zunächst sieht alles nach einem Unfall mit Fahrerflucht aus, doch dann stellt sich heraus, dass Aileen starke Beruhigungsmittel im Blut hatte. Entschlossen beginnt Ella, die erst kürzlich nach Canterbury gezogen ist, in Aileens Leben nachzuforschen. Dabei stösst sie auf Ungereimtheiten, häkelnde alte Damen, einen mürrischen Professor, einen pfiffigen Nachbarsjungen, einen ausgesprochenen attraktiven jungen Mann im Pub und einen Detective Inspector, der ihr da Leben nicht unbedingt leichter macht… 

Nach Aussagen des Verlags handelt es sich um "einen Krimi aus Kent". Unter Krimi kann ich das Buch nicht einordnen - für mich ist es ein schlichter Roman, in dem ein Todesfall vorkommt. 

Die Autorin Ella soll auf Geheiss ihrer Lektorin ein halbes Jahr nach Canterbury, damit sie dort englische Liebesgeschichten schreibt, als Vorgabe muss ein Lord drin vorkommen. Zum Glück gibt es dieses Buch nicht, ich würde es nicht lesen wollen, Kitschalarm ;-) Um sich heimischer zu fühlen, läuft sie nicht nur oft durch Canterbury und erkundet die Umgebung, sondern geht ins Pub und freundet sich mit einigen Stammgästen an. Auch mit Agatha, die in einem Charity-Secondhand-Laden arbeitet, hat sie viel Kontakt und durch Agatha schliesst Ella sich einem Chor an. Nach der ersten Chorprobe wäscht Ella mit Aileen das Teegeschirr ab und ist die Letzte, die Aileen lebend sieht. Nach einem unerwarteten Besuch der Polizei, die ihr mitteilt, dass Aileens Tod kein Unfall ist, stellt sie fest, dass auch Inspektoren gerne ins Pub gehen…. Ella möchte wissen, wieso Aileen sterben musste und beginnt Fragen zu stellen und geht noch aktiver als bisher auf die Leute vom Chor zu. Einzig der mürrische Professor Appleton blockt ab. Was sie über ihn herausfindet, kann sie kaum glauben. 

Gestört haben mich die hingewürgten "Hello" oder "Coming" - statt beim Deutsch zu bleiben und "Hallo" oder "Ich komme gleich" zu schreiben. Ich fand das unpassend und weil es immer wieder vorkommt sehr nervig. "Canterbury Requiem" ist eine nette unterhaltende Geschichte für einen regnerischen Nachmittag, krimitechnisch nicht interessant, ich wusste schon nach den ersten Seiten wer der Täter ist. 
3.5 Punkte

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