Mittwoch, 6. September 2017

Der Duft von Honig und Lavendel von Donatella Rizzati

Klappentext:
Viola Consalvi, eine junge Heilpraktikerin aus Rom, hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen zu helfen. Vor allem durch ihr besonderes Gespür für die Kraft der Kräuter, das sie für jeden die richtige Pflanze finden lässt. Doch als ihr geliebter Mann plötzlich stirbt, bricht Violas Welt zusammen. Sie fühlt sich einsam und unsicher – und sie hat ihr Gespür für die Kräuter verloren. Viola weiß nur einen Ausweg: Sie steigt in den Zug nach Paris. Hier, mitten in Montmartre, befindet sich der einzige Ort, der Viola immer Sicherheit gegeben hat: der kleine Kräuterladen von Gisèle. Als Viola den Laden betritt und seine magische Atmosphäre spürt, weiß sie sofort, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Und dann ist da noch Romain, der nette Barista aus dem Café um die Ecke. 


Da ich selber Naturkosmetik herstelle, freue ich mich immer, wenn ein Roman erscheint, der dieses zum Thema hat. Die Beschreibung des Erstlings von Donatella Rizzati hörte sich auch spannend an: eine kleine Kräuterapotheke im Montmartre-Quartier in Paris. 

Dorthin fährt Viola nach dem Tod ihres Mannes Michel, da sie einen Zufluchtsort sucht. In Paris hat Viola studiert und in Gisèles Kräuterapotheke mitgearbeitet. Viola wird mit offenen Armen empfangen, zumindest von Gisèle. Auf Romain, den Café-Besitzer von nebenan, reagiert sie zickig, fühlt sich missverstanden. Doch Romain und Viola gewöhnen sich bald aneinander.

Alle Charaktere haben so ihre Probleme: Romain hat sich erst kürzlich von seiner Freundin getrennt, gibt sich geheimnisvoll und sucht wie Viola noch nach einer Lebensaufgabe. Gisèle hingegen hat finanzielle Probleme, darüber zu sprechen bereitet ihr Mühe.

Viola denkt immer wieder an die Worte ihres Mannes: sie müsse die Vergangenheit aufarbeiten - die Probleme mit ihrem Vater, der wollte, dass Viola Pharmazie studierte und nicht Naturheilkunde. So beginnt sie nun in Michels Bücher zu lesen und sich wie er, mit der Iridologie (Augendiagnose) zu befassen. Je länger je mehr ist sie selbst fasziniert davon und erprobt ihr neues Wissen direkt an Kunden der Apotheke aus. Ihr Selbstbewusstsein kommt zurück, sie findet Freunde und weiss immer mehr, wie und wo sie ihr Leben weiterleben möchte. 

Donatella Rizzati führt uns auf Spaziergängen durch Paris, in Jazzbars und kleine Bistros. Sie lässt ihre Figuren Freundschaften schliessen, sich der Vergangenheit stellen und sie zu überwinden lernen, so dass alle offen werden für ein Leben ohne Ballast. Die Geschichte ist stimmig und schön erzählt. Da es sich um den Debütroman der Autorin handelt, kann man sich auf hoffentlich viele neue Bücher freuen. 

Trotzdem blieb ich innerlich distanziert, etwas hinderte mich am Eintauchen in die eigentlich erzählstarke Story. Vielleicht weil mich beim Lesen ein beständiges Gefühl von Werbung für alternative Heilmethoden und Naturkosmetik beschlich? Ich bin dem gegenüber durchaus aufgeschlossen, aber mir fehlte die Seele, die wirkliche Leidenschaft, dahinter. 

Am Ende jedes Kapitel stehen Rezepte für Bachblütenmischungen, Tees oder Kosmetika. Die sind ganz nett, doch in den Rezepten wie auch bei Erwähnungen im Roman steht zum Beispiel einfach nur: "Lavendelöl." Die korrekte Bezeichnung "ätherisches Lavendelöl" las ich nirgends (vielleicht ein Fehler der Übersetzung). Ich finde es fahrlässig, dass die Bezeichnungen nicht korrekt wieder gegeben wurden. Auch Hinweise, dass ätherische Öle immer mit einem Trägeröl gemischt werden und nicht pur auf die Haut gegeben, fehlen. (Es gibt  ganz wenige Ausnahmen, die zu nennen wären aber in einem Roman zu umständlich). Für Laien könnte dies irreführend sein und zu Missverständnissen und somit zu Hautirritationen führen. 

Fazit: Eine zwar gute Story, in der mir aufgrund von ständigem Gefühl angeworben zu werden die Herzwärme fehlte. 
4 Punkte.


PS: Bei "Die Galerie der Düfte" fand ich, was ich hier vermisste - Rezension folgt am Freitag!

Montag, 4. September 2017

Herzensräuber von Beate Rygiert

Klappentext:

Tobias’ Buchantiquariat läuft nicht besonders gut, noch dazu hat er gerade eine schmerzliche Trennung hinter sich. Als er im Urlaub einen liebenswerten spanischen Straßenhund aufliest, beschließt er kurzerhand, ihn mit nach Heidelberg zu nehmen. Wie sich herausstellt, hat Zola die Gabe, für jeden Menschen die richtigen Bücher zu finden – denn in jedem »Herzensräuber« erschnuppert er die Gefühle, die die bisherigen Leser darin hinterlassen haben. So bringt er nicht nur Tobias’ Geschäft auf Vordermann, sondern nach und nach auch dessen chaotisches Liebesleben.



Das Cover lässt auf den ersten Blick glauben, dass mit "Herzensräuber" der Hund gemeint ist. Ja, Zola ist auch auf eine Art ein Herzensräuber, man muss ihn einfach gerne haben, doch damit bezeichnet Zola die Minuten und Stunden wenn sein neues Herrchen Tobias total versunken ist in Briefe, die mit einem Karton zusammen gehalten werden. 

Mit Briefen kennt er sich aus, denn Zola lebte früher bei Briefträger Pepe in Spanien und hiess einfach "der Hund/el perro". Am Anfang des Romans bekommt Zola nicht nur seinen neuen Namen, sondern auch einen Reisepass und ein neues Zuhause bei Tobias. In dessen "Höhle" gefällt es ihm sehr, doch bald steht wieder ein Umzug an.

Auch in Zolas neuem Herrchen Tobias seinem Leben geschieht unerwarteterweise gerade viel: aus seinem Urlaub in Spanien bringt er Zola mit, und kurz darauf erbt er eine Villa. Doch in dem alten Haus lebt bereits jemand und will nicht ausziehen. Eine spannende WG-Geschichte bahnt sich an.

Der Protagonist in diesem Roman ist für mich eindeutig der Hund. Zola ist ein besonderes Exemplar, er spürt die Gefühle eines Buches und beginnt, in Tobias Antiquariat Bücher für Kunden auszulesen. Zuerst subtil, dann fast schon jobmässig. Zola ist auch der Erzähler der Geschichte und als Leser erlebt man seine Sicht auf die Dinge mit. Oft würde man ihm am liebsten eine laute Stimme verleihen, damit man Tobias warnen kann vor den Machenschaften, vor denen er blind ist. 

Tobias ist ein derart gutmütiger und liebenswerter Kerl, das man ihn nur zu gut ausnutzen kann. Seine Passivität könnte fast nerven, denn man muss ihn immer antreiben. Aber dafür sorgt zum Glück Zola und ein Teil seiner Mitbewohner. 

Das Buch liest sich flüssig und schnell, der Schreibstil ist humorvoll und trotzdem zart. Eigentlich ein ganz toller Roman; doch nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt, ab dem der Leser weiss, worauf es ausgelegt ist und was noch kommen wird. Dies war so offensichtlich, dass ich nicht mehr richtig Lust hatte weiterzulesen. Ich habe es trotzdem getan und mich mehr auf das Drumherum konzentriert, das sehr schön erzählt wird. Die Autorin hat das Offensichtliche zudem ein bisschen ausgeschmückt, so dass schlussendlich nicht gänzlich alles voraussehbar war. 

Der Autorin Beate Rygiert hat mit "Herzensräuber" eine tolle Geschichte verfasst, warmherzig erzählt und sprachlich schön. Mit dem Titel und der Bedeutung des Wortes ist ihr eine geniale Wortkombination gelungen. Ich bin mir sicher, dass sich viele Leser immer wieder an dieses Wort erinnern werden, wenn sie ein Buch lesen und ihre Haustiere gleichzeitig um sie herum streifen.

Fazit: Eine herzenswarme Geschichte über einen cleveren Hund und ganz viele Herzensräuber! 
4 Punkte.

Sonntag, 3. September 2017

Liebe zwischen den Zeilen von Veronica Henry

Klappentext:

Die kleine Buchhandlung Nightingale Books hat Emilia von ihrem geliebten Vater übernommen. Im Herzen des verschlafenen Städtchens Peasebrook ist sie eine Begegnungsstätte für die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Kummer und ihren Träumen. Doch Julius Nightingale war ein großer Buchliebhaber und kein Buchhalter – der Laden steht kurz vor dem Ruin. Emilia bleiben nur wenige Monate, um diesen besonderen Ort vor einem Großinvestor zu retten. Denn nicht nur sie findet hier Freundschaft und Liebe.




Wer die neueren Bücher von Veronica Henry kennt, weiss, dass sie nie nur eine Geschichte erzählt, sondern sich immer einen Hauptschauplatz ausdenkt; ein Punkt, von dem aus die Lebensgeschichten ihrer Figuren geschildert werden. Einmal war dieser zentrale Ort der Orientexpress, einmal ein kleines Hotel in Cornwall. In "Liebe zwischen den Zeilen" ist es die Buchhandlung von Julius Nightingale. 

Als er stirbt, erbt Emilia den Buchladen von ihrem Vater. Verkaufen möchte sie eigentlich nicht, aber sie weiss nicht, ob sie ihn halten kann, finanziell steht es sehr schlecht. Während Emilia alles versucht, um mehr Kunden zu gewinnen, liest man über Mitarbeiter und ausgewählte Kunden, denen Julius und sein Buchladen extrem wichtig waren und was er und die Bücher in deren Leben bewirkten. Auch wenn die Buchhandlung rote Zahlen schrieb, hat sie einen besonderen Platz im Herzen der Mitarbeiter und vieler Kunden. 

So verwundert es auch nicht, dass sogar neue Kunden wie Bea dem Zauber der Bücher erliegen. Bea Brockman ist mit Kind und Mann nach Peasebrook gezogen. Während ihr Mann täglich nach London pendelt, langweilt sie sich in der neuen Umgebung. Ein Besuch im Buchladen verändert ihr Leben nochmals.

Dasselbe gilt für Jackson, der für den windigen Bauunternehmer Jan Mendip arbeitet. Kann er seinen neuen Auftrag erfüllen?

June ist die gute Seele und Buchhalterin von Nightingales. Sie unterstützt Emilia in allen ihren Vorhaben. Privat führt sie ein beschauliches Leben, genau wie Kochlehrerin Thomasina Matthews, die Kochbücher und ihr Mini-Restaurant liebt. Im Umgang mit Männern ist sie sehr scheu und zurückhaltend; fast noch mehr als Jem Gosling, der Käseladen-Besitzer.

Sarah Basildon von Peasebrook Manor sucht nach einem fadenscheinigen Grund um mit Emilia im Buchladen zu sprechen. Als erstes dient zur Unterhaltung die vorstehende Hochzeit ihrer Tochter Alice. Alle freuen sich für Alice, einzig Gärtner Dillon zeigt offen, dass er ihren zukünftigen Ehemann Hugh nicht mag. 

Der Tod von Julius und alles was damit zusammenhängt, verändert die Leben aller Charaktere, nicht zuletzt auch das seiner Tochter Emilia, die ihren Lebensmittelpunkt erst noch finden muss. 

Der Originaltitel "How to find love in a Bookshop" (Wie man Liebe in einem Buchladen findet) verschweigt, dass man in Julius und Emilias Laden nicht nur Liebe, sondern auch Freundschaften fürs Leben findet.

Wie so oft bei Veronica Henry nimmt einem die Geschichte von der ersten Seite an gefangen. Die Autorin erzählt die Geschichten mit viel Charme, und verbindet die diversen Erzählstränge wie immer sehr gekonnt. Die Schicksale berühren und lassen den Leser mitleiden und mitfreuen. 

Fazit: Ein Roman zum Geniessen! Er erzählt von Freundschaft, Liebe und der versteckten Anziehungkraft von Bücher. 
5 Punkte. 

Freitag, 1. September 2017

Buchblog Award 2017 Long List



Wer Literaturblogs folgt, dem wird in den letzten Tagen das Wort Buchblog Award aufgefallen sein. Bis Ende August konnte man sich bewerben und alle, die einige Vorgaben erfüllten, stehen seit heute auf der Long List. Bis zum 11. September kann man nun für seinen Lieblingsblog oder Social Media-Account abstimmen. Auf die Short List kommen die sieben Blogs, die die meisten Stimmen erhalten haben.

Auch mein Blog steht auf der Long List. Zuerst wollte ich nicht mitmachen, denn als nicht mehr so junge Bloggerin fehlt mir das Umfeld, das man mit 20 oder 25 Jahren noch hat. Zum einen hat man nicht mehr solch einen grossen Bekannten-, Freundschafts- und Verwandtenkreis, die netterweise für einen abstimmen, andererseits hat meine Generation das halbe Leben ohne Computer verbracht und Blogs lesen die allerwenigsten.
Dennoch habe ich mich entschieden mitzumachen. Ich bin stolz auf meinen Blog und finde er kann sich sehen lassen. Wenn ihr das auch findet, dann freue ich mich riesig, wenn ihr für mich abstimmt :-) 

Mit nur zwei Klicks  - zuerst auf diesen Link und dort unten links aufs Abstimm-Symbol klicken - könnt ihr mir eure Stimme geben. 

Merci viilmol!





Donnerstag, 31. August 2017

Lesebiografie August 2017

- Elsässer Sünden von Jean Jaques Laurent (Major Jules Gabin 2) 
- Elsässer Versuchungen von Jean Jaques Laurent (Major Jules Gabin 3) 
- Mord im Elsass von Jules Vitrac (Kreydenweiss/Bato 1) 
- Sommertraum mit Aussicht von Brenda Bowen 
- Frühstück mit Meerblick von Debbie Johnson 
- Ein Sommer im Rosenhaus von Nele Jacobsen 
- Cherringham 26: Mord in heller Nacht von Matthew Costello und Neil Richards 
- Liebe zwischen den Zeilen von Veronica Henry 
- Ein dunkles Geheimnis (Benni Harper 6) von Earlene Fowler 
- Tod am Altar (Benni Harper 7) von Earlene Fowler 
- Wildrosensommer von Gabriella Engelmann 
- Mein wunderbares Gartencafé von Carole Matthews 
- Monsieur Thomas und das Geschenk der Liebe von Gilles Leagrdinier 
- Die Galerie der Düfte von Julia Fischer 
- Sommerhaus mit Meerblick von Karen Swan 
- Ein Garten voller Sommerkräuter von Julie Leuze  
- Sommernachtsträume von Mary Kay Andrews 

Passend zum Ende des Sommers und Übergang zum meteorologischen Herbstes regnete es heute den ganzen Tag. Eigentlich ein prima Tag zum Lesen, doch ich kam erst am Abend dazu.

Am Nachmittag hatte ich beim Tierarzt den vorerst letzten Impftermin. Der Arzt redet gerne, deshalb war ich später zu Hause als gedacht. 
Und am Vormittag hatte ich Frühstücks-Besuch. Eine Gewinnerin des Büchergewinnspiels holte ihr Buch gleich persönlich ab. 
"Der Duft von Liebe und Limonen" ging an Monika - sie ist wahrscheinlich eine der ganz Wenigen, wenn nicht Einzigen von meinen Schulgspännli, die meinen Blog liest. Ist ja auch schon lange her seit wir zusammen die Schulbank drückten... Ich hab mich riesig gefreut, als ich gesehen habe, dass sie sich für das Buch beworben hat; noch mehr als sie tatsächlich auch gewonnen hatte! Da sie oft ihren Urlaub mit ihrer Familie in Italien verbringt, passt das Buch perfekt zu ihr. 
Witzig war aber auch, als ich von der "Die Tänzerin von Paris"-Gewinnerin eine Mail bekam. Ich hatte keine Ahnung wer diese Heidi war, aber als ich ihre Adresse las, musste ich laut lachen. Dieses Buch bleibt auch in der Schweiz, und die Gewinnerin entpuppte sich als  die Heidi, die mit mir zusammen im Welschä war. Früher war es nämlich gang und gäbe, dass die Mädchen nach der Schulzeit ein Jahr in der Westschweiz verbringen, entweder als Au-Pair oder in einem Institut um dort besser Französisch zu lernen. Für viele Berufslehren wurde dieses Jahr vorausgesetzt. Wir waren im Jura in einem Institut, das von katholischen Schwestern geführt wurde und hatten eine aufregende Zeit. Während dieses Jahres fuhren wir in einem alten Postauto für eine Woche nach Paris. Also passt auch dieses Buch perfekt zur Gewinnerin! 
Nur die Gewinnerin vom Roman "Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine" kenne ich nicht, aber auch Verena hat sich extrem gefreut und der Gewinn hat ihr den Tag versüsst. 
Auch wenn sich einige andere Buchbloggerinnen für die Bücher bewarben und ich ihnen den Gewinn ebenso von Herzen gegönnt hätte, freut es mich extrem, dass dieses Mal ausschliesslich Leserinnen gewonnen haben - dass ich zwei davon kenne, war das Tüpfelchen auf dem I. Denn da wir mehr als die Hälfte unseres Lebens ohne Computer lebten, habe ich auch nicht viele Schulfreundinnen und Bekannte, die Blogs lesen (erst recht nicht Bücherblogs). Umso grösser meine Freude!

Aber nun zurück zu meinem Lese-August. Die ersten zwei Augustwochen waren hier noch Sommerferien, da kam ich zu nichts, ausser zum Lesen. Quantitativ war der Monat sehr gut, obwohl ich eigentlich noch mehr Bücher lesen wollte. Doch Ferien zuhause ist eine andere Nummer als Ferien am Strand, wo ich amigs locker ein bis eineinhalb Bücher pro Tag lese. Meine #SuBdenSommer - Verlängerung geht heute zu Ende und ich darf verkünden, dass ich mir meine selbstgestellte Aufgabe (= alle Bücher mit Sommer im Titel zu lesen) geschafft habe. Noch liege ich in den letzten Zügen von Mary Kay Andrews Sommernachtsträume, aber bis Mitternacht werde ich es ausgelesen haben. 

Im September komme ich wohl nicht mehr so oft zum Lesen. Ich werde viel Zeit darauf verwenden, die Rezensionen zu den im Juli und August gelesenen Büchern zu schreiben. Wenn alles klappt, wird es u.a. eine duftende Woche (Bücher, in denen es um Düfte und Pflanzen geht) und eine Hausboot-Woche geben. Zwei Hausboot-Romane habe ich gelesen, ein drittes ("Wenn die Liebe Anker wirft") erscheint im September, das möchte ich dann auch noch lesen um den Vergleich zu den ersten beiden zu haben. Nächste Woche erwarten euch aber zunächst Rezensionen zu "Herzensräuber" und "Liebe zwischen den Zeilen". 

Ganz viele Neuerscheinungen stehen im September auf meiner Wunschliste. Zum Beispiel "Das Lavendelhaus" von Hilary Boyd, "Der verbotene Liebesbrief" von Lucinda Riley und "Auf Eis gelegt" von Rebecca Michéle, ebenfalls das bereits im August erschienene "Die Oleanderschwestern" von Cristina Caboni. 

Doch zuerst möchte ich weitere Bücher von meinem SuB lesen, etwa die "Strickserie" von Debbie Macomber zumindest beginnen. Die Serie heisst offiziell nicht so, ich nenn sie einfachkeitshalber einfach so ;-) Des Weiteren lesen möchte ich "Mord auf der Insel" von Marianne Cedervall (dessen zweiter Teil im September erscheint und, je nach dem wie mir der erste Band gefällt, gleich auf meinen eReader hüpft) und "Tod am Cours Mirabeau", der sechste Teil der Verlaque-Serie. 

Bald schon steht auch die Frankfurter Buchmesse an. Meine Presseakkreditierung ist letzte Woche angekommen. Wer von euch ist denn auch an der #fbm17? Und wer hätte Lust, Abends mal essen zu gehen oder sich tagsüber zu treffen?

Bevor ich mich nun wieder zurück aufs Sofa setze und meinen Kindle schnappe, muss ich noch meinen kleinen Zehen kühlen. Heute Morgen bin ich gegen den Metallstopper der Balkontüre getreten und habe nun einen Aua-Zehen :-( Mitte Juli erwischte es den rechten und jetzt den linken Fuss. Es wird wirklich Zeit, dass es Herbst wird. Sprich die Temperaturen sinken und somit die Balkontüren geschlossen bleiben, dann bleiben die Metalldinger auf der Seite und ich lauf nicht mehr ständig in die rein. Alternativ könnte ich mir einen grossen Verband um den Fuss wickeln und behaupten, ich könne nicht mehr laufen. Dann hätte ich die perfekte Ausrede um mich die nächsten drei Tage auf dem Sofa zu fläzen und zu lesen... 
Schön wärs, doch meine Tochter kommt morgen Nachmittag vom Klassenzeltlager heim und ich werde die nächsten zwei Tage vor allem die Waschmaschine bedienen.

Welche Ausrede kam euch schon gelegen, um mehr Zeit zum Lesen zu haben? Und wie sah euer Lese-August aus und welche Bücher ziehen bei euch im September ein? 

Dienstag, 29. August 2017

Frühstück mit Meerblick von Debbie Johnson (The Comfort Food Café 1)

Klappentext:

Zwei Jahre nach dem Tod ihres geliebten Mannes weiß Laura Walker, dass es nun an der Zeit für einen Neuanfang ist. Deshalb entschließt sie sich, mit ihren beiden Kindern für den Sommer von Manchester nach Dorset zu ziehen, um dort in einem Café auszuhelfen. Das malerisch gelegene Comfort Food Café und die warmherzigen Menschen, denen Laura dort tagtäglich begegnet, geben ihr die Chance, neue Freunde zu finden und zu lernen, wieder sie selbst zu sein. Und dann ist da auch noch Tierarzt Matt, der immer im passenden Moment zur Stelle zu sein scheint. 



Nach dem Tod ihres Mannes hat Laura kein Geld für Ferien und braucht dringend einen Tapetenwechsel. Sie schickt eine aussergewöhnliche Bewerbung nach Dorset - für eine Sommerstelle in einem Café. Überraschenderweise wird sie angenommen und obwohl ihr mulmig zumute ist, fährt Laura mit Sack und Pack, sprich Hund und Kinder, für sechs Wochen nach Budbury. 

Zum Glück, denn das Comfort Food Café ist kein gewöhnliches Café. Zum Einarbeiten gibts Hausaufgaben, ein Ordner voll mit Rezepten zum Auswendiglernen. Die Rezepte sind speziell, es ist eine Sammlung von den Lieblingsessen der Stammgäste, die nicht auf der Menukarte stehen. Ausserdem erhält der Ordner hilfreiche Tipps wie etwa das Unterscheiden der Kaffeemaschinengeräusche. Laura hat den Dreh selbst bald raus, weiss wie der 80jährige Bauer Frank sein Frühstück mag und dass Surfer Sam Suppenterrinen liebt. Ihre Chefin und die Gäste wachsen Laura ans Herz und Tierarzt Matt lässt ihr Herz höher schlagen.

Lauras Kinder Lizzie und Nate finden schnell Freunde und sind unbeschwert unterwegs. Lizzie hält viele Momente mit ihrer Handykamera fest und postet fast sämtliche Fotos auf Instagram. Darüber wird Laura jeweils von ihrer Schwester Becca per Telefon informiert. Diese Telefonate tragen viel zum Ambiente des Romans hinzu.

Laura lernt man durch und durch kennen. In ihrer Bewerbung redet sie sich alles von der Seele, deshalb denkt sie vorerst gar nicht, dass sie die Stelle bekommt. Dieser Teil ist ganz toll geschrieben. Die Dialoge auf der Autofahrt nach Dorset sind witzig und sicher auch realitätsnah beschrieben, aber sie waren mir dann doch zu ausführlich, sie wirkten langatmig. Gottseidank ging es danach aber mit viel Humor und Emotionen, so wie man sie auf den ersten Seiten liest, weiter. 

Der Roman ist eine richtige Wohlfühlgeschichte, beim Lesen bleiben die Mundwinkel meistens oben. Viele Situationen sind amüsant beschrieben, die diversen Vorlieben der Stammgäste zum Beispiel. Witzig fand ich auch die liebevolle Benennung der Häuser in der Wohnanlage: sie wurden nach Songtitel benannt.

Insgesamt finden wir in "Frühstück mit Meerblick" viele interessante und schrullige Charaktere. Sie sind alle liebenswert und wachsen zu einem verschworenen Grüppchen zusammen. 

Das Comfort Food Café steht auf einem Berg - so die deutsche Übersetzung. Ich denke, damit ist eher eine Erhöhung an der Küste gemeint. Etwa ein Aussichtspunkt, von dem man vom Parkplatz aus noch einige Meter den Hügel hoch laufen muss. Der Ausblick muss wunderschön sein: Meer, Küste und Klippen. Kein Wunder fühlen sich alle wohl. 

Das Café verspricht Gemütlichkeit und ist ein heimeliger Ort für Einheimische und Touristen; hier fühlen sich alle Menschen wohl und willkommen. Denn beim Besuch wird nicht nur fürs leibliche Wohl gesorgt, sondern umsonst auch Zusammenhalt und Freundschaft angeboten. Laura und ihren Kindern tut dieser Ortswechsel und die Gemeinschaft im Café gut, sie entdecken nach dem Trauerjahr das Leben wieder neu. Laura merkt, dass auch andere Leute Schweres erlebt haben und sich dennoch gegenseitig Zuversicht schenken können. 

Fazit: Tolle, einfühlsame Geschichte von einer Autorin, die sich in die Herzen der Leserinnen hinein schreibt. 
4 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 5: Weihnachten mit Zimt und Happy End (erscheint am 14. September)
Band 6: Caféglück am Meer (Ende der Serie)

Sonntag, 27. August 2017

Gewinner der drei Romane

Guten Sonntagmorgen allerseits

Über eure Teilnahme am Sommer-Gewinnspiel vom vergangenen Montag habe ich mich sehr gefreut! Heute Morgen hat die Glücksfee namens Random List nun entschieden wer welches Buch gewonnen hat:

"Der Buchladen am Ufer der Seine" geht an Verena!










"Die Tänzerin von Paris" geht an Heidi!













"Der Duft von Liebe und Limonen" geht an Monika











Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerinnen! Bitte teilt mir per eMail eure Adressen mit. Und allen Teilnehmerinnen ein grosses Danke fürs Mitmachen 😃

Liebe Grüsse
Anya