Mittwoch, 7. Juni 2017

Auf Federicas Spuren in Rom 1

Vom Roman "Liebe auf drei Pfoten" von Fiona Blum war ich absolut begeistert, er war mein erstes Lesehighlight in diesem Jahr. Der malerisch erzählte Roman macht enorm Lust auf einen Besuch in Rom. Und so kam es, dass ich meine Familie überzeugte in den Frühlingsferien Ende April ein paar Tage in Rom zu verbringen. Es wurde mein dritter Rom-Aufenthalt. 

Per Bus
Tiberinsel
Mein erster Besuch war extrem kurz, im Jahre 1994 oder 1995. Meine Mutter und ich waren eigentlich mit einer Gruppe in der Toskana. Von dort aus unternahmen wir geschlossen einen Tagesausflug nach Rom. Man chauffierte uns ins Forum Romanum, hetzte uns durch, damit wir alle pünktlich in einem ungemütlichen Restaurantsaal ein unerwünschtes Mittagessen einnehmen konnten, dann ging es zurück in die Stadt zur Piazza Navona und zum Senatsgebäude (vor dem demonstriert wurde) bis wir dann endlich knappe zwei Stunden freigelassen wurden. Die Reiseführerin war ein Räv, redete auch viel zu leise in dem Trubel. Die ganze Gruppe nervte sich über sie und alle waren am Ende des Tages froh, wieder zurück in der ruhigen Toskana zu sein. Mein erster Eindruck von Rom war demzufolge nicht so positiv.


Per Bahn
Tiberbrücke 
Mein zweiter Besuch war im grossen katholischen Jubeljahr 2000, zusammen mit zwei Kommilitoninnen. Wir brauchten ein wenig Abstand vom Schreiben unserer Diplomarbeit und reisten im Herbst spontan mit der Bahn nach Rom. Als gute Reformierte sind wir durch die Heilige Pforte geschritten und haben die vier Patriarchalkirchen in Rom besucht, namentlich den St. Petersdom, Santa Maria Maggiore, San Giovanni in Laterano und San Paolo fuori le Mura. Wir haben noch mehr gesehen, doch ich erinnere mich vor allem daran, dass der Vorplatz des St. Petersdom uns noch viel grösser und eindrucksvoller erschien als wenn man ihn im Fernsehen sieht. Und daran, dass wir einen Lebensmittelladen gesucht haben, in der Innenstadt keinen gefunden und dann links vom Vatikan immerhin einen kleinen Alimentari entdeckten. An der Strasse liefen wir weiter, bis wir auf dem Gianicolo waren - wo wir eigentlich gar nicht hinwollten...


Schneebedeckte Alpen
Per Flugzeug
Vielleicht hat das Münzen-in-den-Trevibrunnen-werfen ja doch etwas an sich. Denn jetzt, 17 Jahre später, mein dritter Besuch. Wir logierten rechts vom Vatikan in einem Quartier mit ganz vielen Alimentaris, standen an für den Besuch im St. Petersdom (Kontrollen wie am Flughafen!), und zum ersten Mal stand ich ganz oben auf der St. Peterskuppel. 
Ich kann mich nicht erinnern, ob es vor 17 Jahren schon möglich war raufzugehen, ich glaube nicht. Der Ausblick dort oben lohnt sich sowas von und kann ich jedem wärmstens empfehlen. Der Unterschied zwischen jetzt und meinen vorherigen Rombesuchen war enorm - mittlerweile kann man easy per Google Map herausfinden wo sich welche Geschäfte, Cafés etc. befinden :-)

Blick vom Petersdom
Auf den Kuppeln des Petersdoms





















Für meinen Mann und meine Tochter war es die erste Reise nach Rom. Wir schauten uns vieles an, liessen uns treiben und genossen die Sonne, Tiramisu und vieles mehr.

Brunnen und Parks in Rom
Am zweiten Tag machten wir uns auf nach Trastevere und Testacchio, die beiden Quartiere, in denen sich Fiona Blums Roman abspielt. 
Als unser Frühlingsferienziel feststand, hab ich mich bei der Autorin gemeldet und gefragt, ob sie mir sagen mag, welche Schauplätze sie im Buch verwendet oder als Vorbild genommen hat. Als Antwort kam ein begeistertes, sehr ausführliches Mail zurück. 

Was braucht man Reiseführer wenn es Autoren gibt! 

Unsere Tour durch die Quartiere, Strassen und Schauplätze von "Liebe auf drei Pfoten" könnt ihr morgen mitverfolgen.

Teil 2: Auf Federicas Spuren in Rom 2



Kommentare:

  1. Toller Artikel! Man bekommt Lust gleich in das Flugzeug zu steigen und selbst Rom zu erkunden :)

    Liebe Grüße
    Christina

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  2. Danke dir Christina! Aber warte noch bis Morgen, dann bekommst du gleich noch eine Führung durch Rom :-)
    Liebe Grüsse
    Anya

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