Montag, 18. August 2014

Montagsfrage 18.08.2014


Was wäre dein Traumjob, wenn du irgendwas mit Büchern machen könntest? 

Gute Frage, denn ich hab schon einiges gemacht. Gelernt und gearbeitet in einer Buch- und Musik/Kunsthandlung, später im Studium Bücher studiert und übersetzt und kurz vor Geburt meiner Tochter bei einem Lehrmittel mitgearbeitet. Daneben habe ich manchmal noch bei Diplomarbeiten Korrektur gelesen, das ergab einen minimen Einblick in die Arbeit einer Lektorin. Nun blogge ich über Bücher, und mein momentaner Traumjob wäre es wenn ich dafür bezahlt würde :-) Lesen und rezensieren was ich will und dafür Lohn bekommen - das wär nicht schlecht!


Genug geträumt - der Alltag hat heute wieder begonnen; die Schulferien sind zu Ende, der nicht da gewesene Sommer ebenfalls. Nun wird es wieder regelmässiger Posts geben. Und ich hoffentlich wieder mehr lesen. Denn viel gelesen hab ich in den Schulsommerferien (als Mami hat man ja leider keine Ferien) nicht. Ich kämpfte mich zu lange durch die enttäuschenden "Sommer im Herzen" und "Sommerprickeln". Deshalb verzichte ich auf die angekündigte Rezension von "Sommerprickeln" - es ist eine extrem vorhersehbare Geschichte und bekommt nur 3.5 Punkte von mir. Kann man lesen, muss man aber nicht. 
Dann hatte ich noch mit dem neuen "Bridget Jones" begonnen, doch sehr schnell wieder aufgehört. Wohl eins der seltenen Begebenheiten wo der Film besser sein wird als das Buch!
Jetzt hab ich wieder Lust auf Krimis und als nächstes werde ich "Mord zu Halloween - Honey Driver ermittelt" von Jean G. Goodhind (Band 10), das heute erschienen ist, lesen. Danach gehts wohl mit  "Vogelfrei" von Felicita Gruber weiter.







Mittwoch, 13. August 2014

Sommer im Herzen von Mary Kay Andrews

Klappentext:
 

Ein Mann, vier Frauen und eine Bar direkt am Strand: der perfekte Sommerroman – große Liebe inklusive Grace Stanton ist eine erfolgreiche Lifestyle-Bloggerin. Als sie jedoch ihren Ehemann dabei erwischt, wie er sie mit ihrer Assistentin betrügt, gehen die Pferde mit ihr durch: Sie fährt seinen teuren, heißgeliebten Sportwagen in den Swimmingpool. Kurze Zeit später passt ihr Haustürschlüssel nicht mehr, ihre Kreditkarten sind gesperrt und auch der Zugang zu ihrem Blog ist gelöscht. Sie reicht die Scheidung ein, doch der Richter verdonnert sie erst einmal zu einer Trennungsbewältigungstherapie. Das hat ihr gerade noch gefehlt! Am Anfang denkt Grace noch, dass sie mit den anderen vier Teilnehmern absolut nichts gemeinsam hat. Doch dann verhält sich die Therapeutin so seltsam, dass die fünf beschließen, ihre eigene Gruppensitzung jeden Mittwochabend in der „Sandbox“ abzuhalten. Dabei stellen sie schnell fest, dass sie doch mehr verbindet, als sie dachten. Können sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und zusammen einen neuen Weg ins Leben finden?


Beim Lesen der ersten Seiten bin ich erschrocken - der Schreibstil erinnert extrem an Sophie Kinsella. Eine betrogene Ehefrau, die noch im Schock das teure Auto ihres Mannes im Swimmingpool versenkt. Das kann doch nur von Frau Kinsella sein. 

Aber nein. Leider blieb das Buch fast durchgehend auf diesem Niveau. Zwar versucht Mary Kay Andrews zum Beispiel durch die Beziehung von Grace und Wyatt oder die Gespräche der Therapiegruppe in der Sandbox mehr Tiefe in das Buch zu bringen, das gelingt ihr aber nicht. 

Einige Charaktere wie Wyatt und seine kleine Familie sind sehr sympathisch gezeichnet, doch können sie den oberflächlichen Kinsella-Anteil nicht ausgleichen. 

Mary Kay Andrews konnte mich in Sachen Tiefgründigkeit bisher noch nie überzeugen, aber ihre Romane waren trotzdem nett zu lesen. "Sommer im Herzen" ist eindeutig ihr schlechtester bisher. 

Den deutschen Titel wie auch das (schöne) Cover find ich unpassend, auch der englische Titel "Ladies Night" passt nicht wirklich.

Fazit: Wer Kinsella-Romane liebt, wird sich mit "Sommer im Herzen" gut amüsieren, alle andern lassen das Buch lieber im Gestell. 
3 Punkte. 


Montag, 11. August 2014

Montagsfrage, 11.08.2014


Was hältst du von literarischen Tattoos?


Mir gefallen Tattoos generell nicht. Deshalb halte ich auch nichts von literarischen Tattoos. Wenn jemand aber gerne Tattos hat, heisst es, auch hier gut überlegen, ob man das ausgewählte Bild oder Zitat ein Leben lang auf seinem Körper mit sich rumtragen möchte. 

Donnerstag, 7. August 2014

Montagsfrage 04.08.2014



Bekommst du eigentlich noch Bücher geschenkt?


Leider nicht. Auch wenn ich mir seit ich Kind bin immer Büchergutscheine wünsche; jetzt da ich elektrisch lese umso mehr. "Gutscheine schenkt man nicht" - ist bei einigen wohl das Motto.  Obwohl sie damit genau das schenken würden, was gewünscht würde! Stattdessen bekommt man lauter so Rumstehgegenstände wie z.B. braune Kerzen (die weder zur Wohnung noch zu einem selber passen) oder Schals (die man sich nie selber kaufen würde) oder Lebensmittel (die man nicht essen kann weil man a) allergisch auf einen Inhaltsstoff ist oder b) man es schlichtweg nicht gerne hat - wehe mir schenkt je wieder jemand Polenta!) oder konventionelle Kosmetik, z.B. ein Schaumbad (obwohl man Schaum nicht mag und seit Jahren nur noch Naturkosmetik benutzt). Dabei wär es doch so einfach Bücherfreunde glücklich zu machen! 


Sonntag, 3. August 2014

Lesebiografie Juli 2014

- 801010 von D. Graham
- Go Fruit yourself von Freelee
- Antonias Wille von Petra Durst-Benning
- Der wilde Garten von Barbara Claypole White
- Pastis für den Commissaire von Julie Masson
- Der Ruf des Kuckucks von Robert Galbraith
- Sommerblau von Mia March
- Sommer im Herzen von Mary Kay Andrews
- Tod im Schatten der Tower Bridge von Emma Goodwyn

Freitag, 1. August 2014

Montagsfrage 28.07.2014


Die Montagsfrage ausnahmsweise mal am Freitag :-)

Happyend erwünscht?

Ja gerne, wenn es zur Geschichte passt und nicht noch schnell reingewürgt wird und aufgesetzt wirkt. Es muss halt einfach natürlicherweise passen. Was ich dagegen nicht mag, sind offene Enden. Wenn nur ein Teil, z.B. ein Nebenstrang, offen bleibt, finde ich das okay, aber wenn die Hauptgeschichte nicht abgeschlossen wird und dem Leser das Ende überlassen wird, bin ich schon eher enttäuscht. 

Sommerblau von Mia March

Klappentext: 
Blaues Meer, der Himmel in Azur und der beste Blaubeerkuchen von Maine: Der Sommer in Boothbay Harobr könnte nicht schöner sein. Doch Veronica, die in einem kleinen Diner arbeitet, kann keinen Sommer mehr geniessen, seit sie vor vielen Jahren ihre neugeborene Tochter zur Adoption freigeben musste. Erst die Begegnung mit zwei Besucherinnen des kleinen Küstenstädtchens hilft ihr, wieder nach vorn zu blicken. Gemma, ungewollt schwanger, und Bea, auf der Suche nach ihrer Mutter. Im Laufe des Sommers werden die drei Frauen zu Freundinnen. Und entdecken, dass das grosse Glück manchmal nur einen  kleinen Augenblick entfernt liegt. 



Auch in diesem Buch von Mia March sind wir wieder in Boothbay Harbor, wie bereits in "Der Sommer der Frauen":

Die 22jährige Bea erfährt ein Jahr nach dem Tod ihrer Mutter, dass sie adoptiert wurde. Da auf der Adoptionsstelle die Adresse ihrer leiblichen Mutter Veronica hinterlegt ist, fährt sie nach Boothbay Harbor und wohnt dort in der Pension von June und Isabel, die uns von "Der Sommer der Frauen" in Erinnerung sind. 

Veronica ist vor einem Jahr nach Boothbay Harbor zurückgekehrt und ist bekannt für ihre Kuchen. Sie wünscht sich Colin Firth live zu sehen, doch vielmehr möchte sie ihre Tochter kennenlernen, die sie vor vielen Jahren zur Adoption freigeben musste.

Gemma verlängert ihr Wochenende in der Kleinstadt, nachdem sie erfahren hat, dass sie schwanger ist. Ihr Mann möchte aus New York weg, in die Kleinstadt in der seine Eltern wohnen. Gemma soll Hausfrau werden. Doch sie hängt an ihrem Job, der ihr gekündigt wurde. Und Mutter sein, kann sie sich noch weniger vorstellen als am selben Ort wie ihre Schwiegereltern zu wohnen… 

Gemma bekommt vor Ort einen Auftrag: sie soll einen Artikel zum Jubiläum des "Heim der guten Hoffnung" schreiben, dazu interviewt sie alle möglichen Frauen im Zusammenhang mit Adoption und muss sich so selbst auch mit ihrer ungewollten Schwangerschaft auseinandersetzen. 

Einmal mehr gelingt es Mia March einen spannenden Roman zu schreiben. Filme, dieses Mal mit Colin Firth, spielen aber eine Nebenrolle. Das Hauptthema in "Sommerblau" ist die Adoption, die von allen Seiten her beleuchtet wird. 

Ein adoptiertes Kind; eine adoptiere junge Frau; eine Frau, die ihr Baby zur Adoption freigegeben hat; eine Frau, die gerne ein Kind adoptieren möchte; junge Mädchen, die während der ungewollten Schwangerschaft in einem Heim leben; eine Frau, die ungewollt schwanger wurde  - sie alle kommen zu Wort, wir erfahren welchen Stellenwert die Adoption bei ihnen hat und mit welchen Gefühlen sie alle zu kämpfen haben und begleiten sie eine kurze Zeit ihres Lebens. 

Neben Bea und Veronica sind wir Leser besonders Gemma sehr nahe, erleben ihre Gefühls-Berg-und-Talfahrt hautnah mit. 

Fazit: Beeindruckt hat mich, wie Mia March das Thema gekonnt mit einer tollen glaubhaften Geschichte verknüpft hat und wie das Buch trotz all der Schwere der Thematik wunderbar leicht bleibt und für angenehmen Lesespass sorgt. Und für Kuchenliebhaber ist ganz viel Inspiration dabei!
5 Punkte.