Ein kleiner Schnitt am Finger, schon wenige Stunden später hängt das Leben des Erzählers an einem durchsichtigen Schlauch. Er besiegt die Sepsis, aber die existenzielle Bedrohung bringt eine neue Frage in sein Leben: Wenn sich von einer Sekunde auf die andere alles verändern kann – wieso nehmen wir so selbstverständlich hin, dass wir unser Leben ständig auf später vertagen? Als er aus dem Krankenhaus entlassen wird, wird er zum Sammler kostbarer Momente. In Liebe, Familie, Freundschaft, Natur sucht er nach dem, was wirklich zählt. Dabei entdeckt er, dass die berührendsten Geschichten oft in den überraschendsten Augenblicken auf uns warten, sogar in vermeintlichen Nebensächlichkeiten. Eine Einladung, das Leben wieder bewusster wahrzunehmen.
Wenn das Leben plötzlich am seidenen Faden hängt - diese erfuhr Autor Stephan Schäfer am eigenen Leib. Und hatte kein Plan, wie es weiter geht. Wie es dazu kam und was er daraus mitgenommen hat, erzählt er in "Jetzt gerade ist alles gut."
Wenn gerade nichts mehr gut ist, geht es erstmal ums Überleben, dann erst ums Leben. Er entschied sich dafür, zukünftig schöne Momente zu sammeln und lässt uns an einigen von diesen Momenten teilhaben.
Das Buch liest sich flüssig, und ist ganz okay, mich hat es aber nicht vom Hocker gerissen. Ich hatte aufgrund der vielen positiven Bewertungen von "25 letzte Sommer" andere Erwartungen. Eigentlich wollte ich sein erstes Buch zuerst lesen, doch ich kam noch nicht dazu. So bleibt ein "Jo, nicht schlecht, aber auch nicht mehr".
Wer gerne Lebensratgeber liest, wird vielleicht mehr Freude als ich an diesem Buch haben, seine schönen Momente sind nett erzählt und seine Tipps, wie man lebt anstatt überlebt, ebenso gut verpackt.
Am Ende bricht er alles herunter auf sein Fazit: Es sind menschliche Beziehungen, die zählen. Eigentlich sind dies ja alles Dinge, die wir selbst wissen. Wenn nicht, wäre mir wohl viel mehr hängen geblieben aus "Jetzt gerade ist alles gut."
Fazit: Ein Buch für Menschen, die einen Anstups brauchen, um mehr Zufriedenheit im Leben zu verspüren.
Knappe 4 Sterne.

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