Mittwoch, 10. September 2014

Monsieur Blake und der Zauber der Liebe von Gilles Legardinier

Klappentext:
Andrew Blake, erfolgreicher Geschäftsmann aus London, hat den Tod seiner geliebten Frau Diane nicht überwunden. Er braucht dringend eine Veränderung. Und so lässt er sein altes Leben hinter sich und nimmt in einem Herrenhaus in Frankreich inkognito eine Stelle als Butler an. Dort arbeiten mit ihm: die feldwebelhafte Köchin Odile, der exzentrische Gärtner Phillipe und das junge Hausmädchen Manon. Bald schon bringt Andrew die entfremdeten Bewohner des Hauses durch seine weise, humorvolle Art einander näher. Und wer weiß, vielleicht erlebt auch er selbst noch einmal den Zauber der Liebe?


Nachdem ich von "Julie weiss wo die Liebe wohnt" ja ziemlich enttäuscht war, habe ich mir gleich im Anschluss den zweiten Roman von Gilles Legardinier vorgenommen.  
Zum Glück! Denn er kann es doch. Alles was ich bei "Julie" vermisst habe, finde ich hier: britischer Humor mit Tiefgang - und dies von einem französischen Schriftsteller. 
Manchmal schrammt Gilles Legardinier zwar knapp am masslosen Übertreiben vorbei, doch bei "Monsieur Blake und der Zauber der Liebe" kombiniert der Autor Humor mit Emotionen und Mitgefühl.

Sein Protagonist Andrew Blake heuert für 4 Monate Probezeit in einem Chateau in der französischen Provinz an. Niemand weiss, wer er wirklich ist. Nur sein bester Freund Richard Ward ist eingeweiht. Alle Anfänge sind schwer, aber nachdem Monsieur Blake seine erste Zeitung gebügelt hat, geht schon bald alles routinierter von der Hand. Mit Andrew kommt neues Leben in das Herrenhaus. Langsam tauen die teilweise verbitterten Hausbewohner auf, und so ist es etwas noch nie Dagewesenes als er einmal alle Angestellte zum Essen an einen Tisch bringt. 
Neugierig wie Andrew ist, kommt er allen Geheimnissen auf die Spur und versucht sie zu lösen und zu helfen - so manches Mal ist es für ihn schwierig seinen eigenen Schwindel aufrecht zu erhalten, aber es gelingt ihm sehr gut. Monsieur Blake hat eine sympathische humorvolle Art und ist vor allem "nid ufs Muul kait" ("nicht aufs Maul gefallen"). Er bringt einige Franzosen zum Staunen und vollbringt so manches zwischenmenschliche Wunder. Und mich brachte er einige Male zum Lachen!  

Fazit: Charmante Unterhaltung gespickt mit bestem Humor und trotzdem mit sehr viel Gefühl geschrieben!
4.5 Punkte. 

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