Donnerstag, 12. September 2013

Neun Tage Königin von Susan Meissner

Klappentext: 
Die New Yorker Antiquitätenhändlerin Jane Lindsay findet in einem alten Gebetbuch versteckt einen kostbaren Ring mit der Inschrift "Jane". Bei ihren Nachforschungen stößt sie auf das Leben der Adeligen Jane Grey, die im England des 16. Jahrhunderts zur Königin ausgerufen wurde, bis sie - nach nur neun Tagen - von Mary, der Tochter von Heinrich VIII., verdrängt wurde. Während Jane in das Leben ihrer Namensvetterin eintaucht, erkennt sie, dass sie viel mehr Einfluss auf ihr eigenes Leben nehmen kann, als sie sich bisher zugetraut hat.



Jane, deren Mann plötzlich wegzieht und eine Ehe-Auszeit braucht, findet in einem Gebetsbuch einen kostbaren alten RIng. Sie findet heraus, dass der Ring aus dem 16. Jahrhundert stammt und Lady Jane Grey, eine der drei Tudor-Königinnen, gehörte. 

Die Vergangenheit-Kapitel werden aus der Sicht von Lucy, der Schneiderin von Lady Jane erzählt. Sie handeln von Machtränkeleien im damaligen England - wer auf dem Thron sass gab an ob das Land katholisch oder reformiert sein soll. 

Da das Buch aus dem christlichen Gerth-Verlag stammt, hatte ich zuerst Bedenken und dachte das Buch sei entsprechend gefärbt. Doch nein, es war relativ neutral beschrieben. 

Mir hat der Vergangenheits-Teil sehr viel besser gefallen als die Geschichte in der Gegenwart. Dafür lohnt es sich dieses Buch zu lesen! 

Es gibt von Rebecca Michéle ein weiteres Buch ("Königin für neun Tage") über Lady Jane Grey und auch eine DVD. Susan Meissners Buch hat mich neugierig gemacht, mehr über Lady Jane zu lesen.

Fazit: Interessant erzählte Geschichte über die Neun-Tage-Königin.
3.5 Punkte.

Dienstag, 10. September 2013

Ich schreib dir sieben Jahre von Liz Balfour

Klappentext: 

Wer ist der mysteriöse Fremde, der ihrer Mutter sieben Jahre schrieb? Als die knapp dreißigjährige Ally Briefe eines M. an ihre Mutter findet, ist ihre Welt aus den Angeln gehoben: Hatte ihre Mutter ein Leben, das sie vor jedem geheim hielt? Dabei ist Ally schon genug damit beschäftigt, ihr erfolgreiches, scheinbar perfektes Leben weiterzuführen. Als sie die Briefe liest, kommt ihr ein schlimmer Verdacht: Der Mann, den sie nicht wagt zu lieben, könnte ihr Halbbruder sein.





Die Anwältin Ally hat kein gutes Verhältnis zu ihrer in Irland lebenden Mutter, denn als zwölfjähriges Kind wird Ally zu ihrer Tante nach London gegeben und denkt seither, dass ihre Mutter sie weg haben wollte. 

Ihr Vater, ein Alkoholiker, ist vor einigen Jahren bei einem Autounfall gestorben, doch Ally vermutet, dass ihr nicht die ganze Wahrheit erzählt wurde. Eines Tages wird Ally benachrichtigt, dass ihre Mutter im Spital im Koma liegt. Daraufhin fliegt sie hin und findet im Haus alte Briefe, die an ihre Mutter adressiert sind. 

Durch das Lesen der Briefe und mit Hilfe von weiteren Dorfbewohnern erfährt Ally die wahre Lebensgeschichte ihrer Eltern. Gleichzeitig überdenkt Ally ihr eigenes Leben und ordnet es neu.

"Ich schreib dir sieben Jahre" ist ein sehr kurzweiliges Buch, das man nicht gerne aus der Hand legt; deshalb hab ich es auch an einem Abend durchgelesen.  

Fazit: Absolut empfehlenswert! 
4.5 Punkte



Montag, 9. September 2013

Lesebiografie August 2013

August 2013:

- Emilys Sehnsucht von Juliet Hall
- Das Erbe der Töchter von Juliet Hall
- Ein verzauberter Sommer von Juliet Hall
- Eine letzte Spur von Juliet Hall
- Die Karte des Himmels von Rachel Hore
- Der Garten der Erinnerung von Rachel Hore
- Denn das Glück ist eine Reise von Caroline Vermalle
- Als das Leben überraschend zu Besuch kam von Caroline Vermalle
- Sommertöchter von Lisa-Maria Seydlitz
- Mord zur besten Sendezeit von Jean G. Goodhind
- Ein Cottage zum Verlieben von Amanda Addison
- Der Olivenhain von Courtney Miller Santo
- Zwei Männer für Miss Darcy von Ali McNamara
- Der Sommer der Frauen von Mia March
- Der Sommer mit meiner Schwester von Lucy Diamond
- Liebe zu verschenken von Monica McInerney
- Grand Cru, der zweite Fall von Martin Walker
- Die Salzschwestern von Tiffany Baker
- Donnerstags im Park von Hilary Boyd
- Der Engel mit den bunten Flügeln von Almuth Link
- Mein verzauberter Garten von Sarah Addison Allen
- Ein Garten voller Liebe von Tara Heavey
- Rosenzauber von Nora Roberts
- Lilienträume von Nora Roberts

Lesebiografie Juli 2013

Juli 2013:

- Der Lavendelgarten von Lucinda Riley
- Der Mondscheingarten von Corina Bomann
- Das Lavendelzimmer von Nina George
- Die Mondspielerin von Nina George
- Bretonische Verhältnisse von Jean-Luc Bannalec
- Bruno, Chef de police, von Martin Walker
- Mathilde und der Duft der Bücher von Anne Delaflotte
- Der Duft von Tee von Hannah Tunnicliffe
- Der Duft des Apfelgartens von Marcia Willett
- Der Duft von Hibiskus von Julie Leuze
- Die verlorenen Spuren von Kate Morton
- Der Club der gebrochenen Herzen von Deborah Moggach
- Fliegen lernen von Renée Karthee
- Die Bücherflüsterin von Anjali Banerjee
- Schöne Ruinen von Jess Walter
- Die Pension am Deich von Sigrid Hunold-Reime
- Schokoladenzauber von Trisha Ashley
- Hundert Namen von Cecelia Ahern
- Teufelsfrucht von Tom Hillenbrand
- Rotes Gold von Tom Hillenbrand
- Die Tote vom Buckingham Palace von Anne Perry

Sonntag, 8. September 2013

Not amused: Das Haus der Tänzerin von Kate Lord Brown

Klappentext: 

Die alte Villa in den Hügeln von Valencia ist für Emma der perfekte Rückzugsort: Der verwilderte Garten duftet nach Orangenblüten, die Leute im Dorf sind hilfsbereit und schon bald eröffnet die gelernte Parfümeurin einen Blumenladen. Doch warum vermachte ihre verstorbene Mutter ihr dieses Anwesen? Immer mehr fühlt sich Emma von der geheimnisvollen Vergangenheit des Hauses angezogen. Und dann entdeckt sie ein zugemauertes Zimmer.





Eine englische Parfümeurin, die einen Blumenladen in Spanien eröffnet, ausserdem ein Haus besitzt, deren Garten nach Orangenblüten duftet und der Titel erst noch eine „Tänzerin“ beinhaltet – das kann doch nur spannend sein! Dachte ich.

Am Anfang verliert sich das Buch in Geschichten direkt an der Front, es geht um den spanischen Krieg um 1936. Die zweite Zeitebene findet um 2001 statt, und leider muss der 11. September auch noch für das Verschwinden von Emmas Ex-Freund herhalten.

Erst ab Kapitel 12 geht Emma nach Spanien. Ihre verstorbene Mutter hat ihr ein Haus vermacht, von dem Emma nichts wusste. Grossmutter Freya antwortet auf die vielen Fragen nach der Vergangenheit ihrer Mutter Liberty nicht. Wie oft in solchen Zeitebenen-Geschichten auch hier wieder eine Grossmutter die lieber schweigt als erklärt. Dafür erzählt ihr Macu in Spanien von der Vergangenheit ihrer Grosseltern und Eltern.

In diesem Buch sind wir auch wieder einmal Zeugen davon, dass Protagonisten einfach so ihr bisheriges Leben aufgeben und so mir nichts dir nichts an einen andern Ort umziehen. 

In der Realität geht das ja alles nicht so einfach: abgesehen von etlichen Behördengängen braucht man auch eine finanzielle Absicherung, und wer kann schon einfach aus seinem Beruf aussteigen und woanders ganz neu anfangen ohne genügend Geld auf der hohen Kante zu haben? Auch sprechen die Protagonisten immer die jeweilige Landessprache fliessend. 

Die Vergangenheit wird teilweise sehr ausführlich beschrieben, aber die Gegenwart bleibt oberflächlich. 

Laut Buchbeschreibung hätte ich eine andere Geschichte erwartet – all das, was im Klappentext vorkommt hat eine Nebenrolle. So ist die Tänzerin im Buch nicht wirklich aktiv, sie war es vor dem Krieg, im Buch tanzt sie genau einmal. Auch das Parfümieren und das Blumengeschäft bleibt zu stark im Hintergrund. 

Mich hätte noch interessiert, wie sich das Wiedersehen von Charles und Macu gestaltete. So bleibt der Roman sehr oberflächlich im Hauptthema und bleibt "an der Front" detailversessen hängen. Umgekehrt wär das Buch für mich spannender gewesen.

Fazit: Not amused. 
2 Punkte. 

Donnerstag, 5. September 2013

Skoobe - die etwas andere elektrische Bibliothek!

Seit Anfang Jahr lese ich fast nur noch elektronisch auf dem Kindle Paperwhite oder auf dem iPad. Diesen Sommer hab ich Skoobe entdeckt, die etwas andere Bibliothek für alle mit iPads, Kindle Fire oder anderen Tablets. Für 10 bis 20 Euro (je nach Abo) pro Monat könnt ihr soviele Bücher ausleihen wie ihr wollt, es gibt keine Wartezeit wie sonst bei Onleihen und eine riesige Auswahl an Büchern. Ihr könnt auch Merklisten anlegen - auf meinen sind mehr als 400 Bücher drauf, die ich alle noch lesen möchte.

Ich bin total begeistert davon! Wenn ihr das mal testen wollt, dann macht von der 30-Tage-Gratis-Ausprobieren-Aktion Gebrauch, indem ihr euch auf www.skoobe.de anmeldet und diesen Code eingibt: MGMTJP2DE 

Auch Kinderbücher "der Drache Kokosnuss" oder "TKKG", oder viele Bücher der Serie "Erst ich ein Stück, dann du" sind erhältlich. 

Der Diogenes Verlag (Donna Leon, Petros Markaris) ist leider nicht zu finden, dafür sonst fast alle bekannten deutschen Verlage. 
Teilweise sind auch Neuerscheinungen blitzschnell auf Skoobe zu finden, wie letzte Woche "Orangenmond" von Stefanie Gerstenberger. 




Der Olivenhain von Courtney Miller Santo

Klappentext:
Sonnige Hügel, köstliche Oliven und das Geheimnis des Glücks
Seit vielen Generationen leben die Kellers im sonnigen Kildron und bauen Oliven an. Sie sind keine gewöhnliche Familie, denn durch eine besondere Veranlagung haben die weiblichen Nachkommen ein besonders langes Leben, und die älteste, Anna, ist 112 Jahre alt. Als ein Forscher auf die Familie aufmerksam wird, versetzt er sie in große Unruhe. Auf der Suche nach dem Grund der mysteriösen Langlebigkeit stößt er auf ein Netz aus gut gehüteten Familiengeheimnissen, und es kommen einige Wahrheiten ans Tageslicht, denen die Keller-Frauen bisher immer aus dem Weg gegangen sind. Von da an ist nichts mehr, wie es war ...


Der Buchtitel wie auch der Buchbeschrieb haben mich neugierig gemacht auf die Geschichte der Frauen der Familie Keller: 
Ein Professor will die Langlebigkeit der Frauen erforschen, die seit 5 Generationen auf der Olivenplantage leben. Jede trägt ein Geheimnis mit sich rum.  Sei es die Älteste, Anna, die sich nur ganz vage an ihre Kindheit in Australien erinnern kann, oder die Jüngste, Erin, aufgezogen von ihren Grossmüttern, die auf die Plantage zurück kommt als sie bemerkt, dass sie schwanger ist.

Unter "sonnige Hügel, köstliche Oliven und das Geheimnis des Glücks" stell ich mir keine so bedrückende Biografien vor. 

Die Frauen und ihre Geheimnisse sind zwar allesamt gut beschrieben, doch es kommt keine wirkliche Spannung auf, es plätschert vor sich hin und zurück bleibt eigentlich nichts was einem in Erinnerung bleibt. 3 Punkte.