Donnerstag, 28. September 2017

Jane Austen bleibt zum Frühstück von Manuela Inusa

Klappentext:
Was würden Sie tun, wenn Sie morgens eine Fremde in Ihrem Bett vorfinden würden, die sich dann auch noch als die echte Jane Austen entpuppt? Die vom Liebeskummer geplagte Buchhändlerin Penny Lane ist erst mal schockiert, doch dann ist die Freude über ihren unerwarteten Gast groß – denn wer kennt sich in Herzensangelegenheiten besser aus als ihre Lieblingsschriftstellerin? Während Penny die Autorin mit Falafel, langen Hosen und Fernsehern vertraut macht, hilft ihr Jane mit Verstand und Gefühl in Sachen Liebe auf die Sprünge. Doch wer hätte gedacht, dass nicht nur Penny ihren Mr. Darcy finden würde? 


Diesen witzigen Roman von Manuela Inusa habe ich bereits zum zweiten Mal gelesen. Und erneut habe ich es nicht bereut. 

Die Eltern von Penny Lane sind totale Beatles-Fans. Auch die Namen ihrer Geschwister sind von der Musikgruppe inspiriert. Ihr Bruder George kam dabei noch gut weg! Penny arbeitet in der BATHub full of Books, einer altmodischen Buchhandlung in Bath, der Stadt, in der sie aufgewachsen ist und noch immer wohnt. Penny liebt Happy Ends, sie wohnt in einem Haus in dem schon Jane Austen gelebt haben soll. Manchmal stellt sie sich vor, dass Jane dasselbe Zimmer wie sie im 2. Stock der jetzigen WG bewohnte. Eines Morgens wacht Penny auf und Jane Austen persönlich liegt neben ihr im Bett. Beide sind überrascht, doch schnell finden sie den Draht zueinander und Penny versucht alles, um Jane die heutige Zeit näher zu bringen. Keine der beiden weiss, wieviel Zeit Jane in der Gegenwart verbringt.

Die Wohngemeinschaft (bestehend aus dem Frauenheld Ruppert, dem schwulen Daniel und den Zwillingen Brenda und Beverly und Pennys bester Freundin Leila) reagiert erstaunt, aber wohlwollend auf Pennys altmodischen Gast, der ihnen als Cousine vom Land vorgestellt wird. Penny ist bemüht, dass Jane nicht alles über sich herausfindet, erzählt nur, dass sie eine erfolgreiche Autorin wird.

Penny kommt durch Janes Besuch auf andere Gedanken, denn sie trennte sich kürzlich von ihrem Freund Trevor. Sie dachte er wäre ihre Liebe des Lebens, doch sein enges Verhältnis zur Mutter nervte  Penny. Dass er den Valentinstag lieber mit seiner Mutter verbrachte, brachte das Fass zum überlaufen und führte zur Trennung. Auch Trevor leidet darunter, hütet aber ein Familiengeheimnis. 

Der Autorin ist es gelungen, die beiden Zeitepochen und Erzählstränge perfekt aufeinander abzustimmen und die jeweiligen Besonderheiten heraus zu kristallisieren. Der Roman war amüsant zu lesen, besonders wenn man mit der von Tag zu Tag mutigeren Jane durch Bath streift. 
Erzählt wird aus abwechselnden Perspektiven: von Jane, die sich 200 Jahre später in einer ihr völlig fremden Welt wiederfindet und von Penny, die neben ihrer Lieblingsautorin erwacht. Es sind sympathische Charaktere, der Sprachwechsel ist sehr reizvoll, ausser die teilweise zu jugendliche Sprache, die gut auf einige der sich oft wiederholenden Kraftausdrücke verzichten hätte können. 

Fazit: Manuela Inusa hatte eine geniale Idee und setzte diese erfrischende Zeitreise gelungen um. Lesenswert! 
5 Punkte.


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