Dienstag, 11. Juli 2017

Blogspecial Paris: Die Tochter des Malers von Gloria Goldreich (Backgroundinfos)

Backgroundinformationen zu "Die Tochter des Malers" von Gloria Goldreich



In diesem Roman wird das Leben von Ida und Marc Chagall erzählt. Die Rezension dazu findet ihr bei Kerstin auf Ihrem Blog Wörterkatze. Chagall war ein schwieriger Mensch, nicht nur im Roman, sondern wohl auch in echt, wie sein Sohn David McNeil der Berliner Zeitung erzählteBei Roman mit fiktiven Personen ist es einfacher, Charaktere zu kritisieren als bei Romanen mit echten Personen. Chagall kam extrem egozentrisch rüber, klar ist ein Künstler voll bei seiner Malerei, aber sich derart aufspielen - nein danke. Zumindest die zwei folgenden Bücher in unserem Blog-Special beweisen, dass Künstler sich trotz aller Liebe zur Kunst, sich auch mitmenschlicher verhalten können.

Marc Chagall wurde im Juli 1887 in Russland in der Nähe von Witebsk geboren und besuchte mit 20 Jahren eine Kunstschule. 1910 zog er nach Paris, doch nach einigen Jahren ging er wieder zurück in seine Heimat. 1922 verliess er Russland, zuerst ging es für ein Jahr nach Berlin, danach nach Paris. Er starb 1985 im französischen Saint-Paul-de-Vence. 

Seine Tochter Ida (1916 - 1994) wuchs wohlbehütet auf, wurde verwöhnt. In einem Ferienlager lernte sie Michel Rapaport, bzw. Michel Gordey wie er sich seit Amerika nannte, kennen und lieben. Da ich ihn, und Marc Chagalls spätere Partnerin Virginia Haggard McNeil, viel sympathischer fand als die Chagall-Familie, wollte ich für diesen Bericht ihre weiteren Lebenswege schreiben, doch ich habe kaum etwas gefunden. Über Michel Gordey fand ich rein gar nichts, über Virginia nur wenig mehr.

Virginis Haggard McNeil hatte eine kleine Tochter namens Jean, als sie von Ida als Haushälterin für Chagall angestellt wurde. Bald war sie die Geliebte des Malers und gebar einen Sohn, David McNeil. Im Roman hiess es, Chagall wollte ihn nicht, da Virignia noch im Trauerjahr nach Bellas Tod schwanger wurde. 
Virgins empfand ich als die stärkere Frau als Ida, sie wollte eine richtige Liebesbeziehung und Gleichberechtigung, was sie aber von Marc Chagall nicht bekam. Dies lag nicht an ihr, sondern an ihm. Sogar Bella und Ida waren seine Untertanen und hatten zu tun was er sagte, von daher ist es bewundernswert, dass Virginia sich oft durchsetzen konnte und sich schlussendlich von Marc trennte. Sie heiratete später den belgischen Fotografen Charles Leirens und zog nach Belgien. Seither wurde es still um sie, sie verstarb 2006.
In den 80er erschien ihr Buch "Sieben Jahre der Fülle: Leben mit Chagall". In diesem französischsprachigen Video berichtet sie über ihr Leben. Viel mehr habe ich zu ihr leider nicht gefunden, ausser die englische Seite über die drei Musen Chagalls. 

Wer sich wie ich mehr für die farbenprächtigen Bilder Chagalls und weniger für seine Person interessiert, kann sich diese in verschiedenen Museen anschauen:

- In Nizza zeigt das staatliche Museum Marc Chagall eine vollständigen Überblick über sein Werk. 
- Von Mitte September bis Ende Januar wird im Kunstmuseum Basel eine Spezialausstellung mit seinen Bildern zu sehen sein, "Die Jahre des Durchbruchs", und zeigt Bilder aus seinem Werk zwischen 1911 und 1919. 
- Er gestaltete auch aussdruckstarke Kirchenfenster, die im Fraumünster in Zürich und in der Kirche St. Stephan von Mainz zu sehen sind. 

Ihr könnt ein Exemplar von "Die Tochter des Malers" von Gloria Goldreich gewinnen, als Print oder eBook - alles was ihr tun müsst, ist, unter dem Beitrag zu kommentieren wieso ihr euch gerade dieses Buch wünscht.


Teilnahmebedingung:
Ihr seid mindestens 16 Jahre alt, wohnt in Deutschland, der Schweiz oder Österreich und kommentiert unter diesem Beitag mit eurem Vornamen bis Sonntag, 16. Juli 2017 um 18:00 Uhr. Der Gewinner wird am Montag 17. Juli 2017 mit Vorname auf dem Blog genannt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Persönliche Daten werden nur für das Gewinnspiel verwendet und anschliessend gelöscht. 

Kommentare:

  1. Hallo Anya,
    tolles Backgroundinfo und unsere Meinung über Chagall liegt wirklich nicht so weit auseinander.

    Liebe Grüße
    Kerstin

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Kerstin
    danke dir :-) Ja, unsere Meinungen decken sich ziemlich!
    Liebe Grüsse
    Anya

    AntwortenLöschen