Mittwoch, 4. Februar 2015

Krimi: Tödliche Oliven von Tom Hillenbrand

Klappentext:
Einmal im Jahr gönnt sich der Koch und Gourmet Xavier Kieffer einen Ausflug nach Italien. Gemeinsam mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, fährt er in die Toskana, unternimmt Weinproben und fährt einige Tage darauf mit einem Laster voller Wein und Öl zurück nach Luxemburg. Diesmal geht der Trip allerdings gehörig schief. Sein Freund versetzt ihn und Kieffer findet heraus, dass Alessandro bereits Tage zuvor ohne ihn nach Italien aufgebrochen ist – und seither hat niemand etwas von ihm gehört. Der Koch macht sich auf die Suche. Aber statt Alessandro findet er eine verlassene Mühle, Tanks voll seltsam riechenden Olivenöls und bewaffnete Männer, die gerade Öl in einen Lastwagen pumpen. Hat der Ölhändler krumme Geschäfte getätigt? Kann Kieffer seinen Freund finden, bevor es zu spät ist?

Im September habe ich hier bereits über die Reihe berichtet. Ich war mir damals noch nicht sicher, ob ich den vorliegenden Band lesen wollte oder nicht. Ich habs getan. Und bereue es nicht!
Zwei meiner Kritikpunkte treffen hier für einmal nicht zu:
- Zum ersten Mal raucht Xavier Kieffer nicht wie ein Schlot. Im Gegensatz zu den anderen Büchern raucht er hier kaum oder es wird schlichtweg nicht erwähnt ;-)
- Der Börsenzirkus entfällt. 

Die Story an sich gefällt mir gut - oder vielleicht gerade deswegen, weil die bisher bemängelten Punkte ganz fehlen.
Wieso Alessandro nebenbei mit Oliven handelt, finde ich ein wenig gesucht und weit hergeholt. Aber okay, das war auch schon meine einzige Kritik an "Tödliche Oliven". Es gibt sicherlich spannendere Krimihandlungen, aber bei Xavier Kieffer geht es jeweils zusätzlich um die Lebensmittelbranche und deshalb finde ich hier die Kombination aus beidem gelungen.
Der Leser erfährt einiges über den Olivenhandel, die Qualität der Oliven bzw. der Öle und welche Wege Oliven gehen bis sie schlussendlich als Öl bei uns im Supermarkt zu kaufen sind. 

Dass sich hier ein grosses Geschäft dahinter verbirgt, mit ganz vielen "Bschissereien" über Herkunft und Qualität und anderen Industrietricks verwundert nicht wirklich. Verschiedene Tests unterstreichen Tom Hillenbrands Message voll und ganz: zum Beispiel hier über Oliven und hier über Olivenöle

Fazit: Wenn Xavier weiterhin so wenig raucht könnte ich bald noch ein Fan dieser Serie werden ;-)

Dieser Krimi passt gut in meine "Pflanzenwochen", denn er zeigt auf, wie getürkt doch sehr vieles sein kann. Der Konsument liest "extra vergine" und denkt er hätte ein qualitativ gutes Öl gekauft. Doch wie wir hier gelesen haben, ist dem oft nicht so. Der Konsument wird getäuscht. 

Nicht nur beim Olivenöl, auch bei anderen Lebensmitteln und Kosmetik. Mehr dazu in den nächsten Tagen :-)

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