Montag, 27. Februar 2017

Montagsfrage 27.02.2017


Gibt es ein Buch, das dich positiv überrascht hat, von dem du es nie erwartet hättest?

Ja, da gibt es einige und immer wieder. Und das obwohl ich (wie die meisten von uns) ja nur Bücher lese, von denen ich denke, dass sie mir gefallen könnten. 

Zwei davon habe ich erst kürzlich gelesen, sie entstammen sogar der Feder derselben Autorin. Der Roman "Zweimal Herzschlag, einmal Liebe" von Mary Kay Andrews, der sich überraschend als Auftakt einer Serie entpuppte und mir die Vorgeschichte zu den Weihnachtsromanen der Autorin erzählte und gleichzeitig sehr spannend war, da es sich im Grossen und Ganzen um eine Mordaufklärung handelte. Als Krimifan war ich natürlich begeistert. 
Das zweite Buch ist "Liebe kann alles", in dem eine eigentlich einfache Geschichte interessant erzählt wurde. Die Rezension dazu folgt diese Woche. 

Auch die Krimis um Benni Harper der Autorin Earlene Fowler gefallen mir sehr gut, dazu in Kürze mehr auf diesem Sender, äh, Blog 😉

EDIT: Mir ist gerade noch ein Buch eingefallen, das sich als Perle herausgestellt hat, und zwar handelt es sich um "Ist die Liebe nicht schön?" von Carmel Harrington. Nicht einfach ein x-belieber, schöner, netter Weihnachtsroman. Nein, einfach eine Hammergeschichte! 

Von welchen Büchern warst du zuletzt positiv überrascht?


Und sonst so:
Schulferienende! Der Alltag hat mich heute morgen durchs Klingeln des Weckers eingeholt. Die Montage sind bei uns hart in diesem Schuljahr, da ausnahmsweise und ausgerechnet Montags die Schule eine Stunde früher beginnt. Nach dem Wochenende wieder früh aufzustehen ist eh nicht angenehm, aber dann eben noch früher als normal und besonders nach den Ferien ist es schon recht brutal. Besonders wenn man, selbst Morgenmuffel, sich noch das Gemotze des Tochterkindes anhören muss. Immerhin war es erfreulicherweise schon hell draussen und trocken. 

In dieser Woche steht uns ein Monatswechsel bevor, der März und für mich somit der Frühling, steht vor der Türe. Ich freue mich sehr auf die warmen Tage und schicke euch ein paar Sonnenstrahlen, die mich gerade durchs Fenster hindurch an der Nase kitzeln.

Habt eine gute Woche!

Freitag, 24. Februar 2017

Hotel du Barry oder das Findelkind in der Suppenschüssel von Lesley Truffle

Klappentext:
London 1919. Seit im Keller des ehrenwerten Hotel du Barry ein lachendes Baby an der Wäscheleine gefunden wurde, besteht kein Zweifel: Hier ist etwas Besonderes im Gange. Prompt beschließt die bunte Belegschaft, die Kleine vor dem Waisenhaus zu bewahren - und hätte das Zimmermädchen Mary das Baby nicht ausgerechnet zum Schlafen in eine silberne Suppenschüssel gelegt, hätte der Hoteldirektor Daniel du Barry vielleicht nie bemerkt, welche wundersame Geschichte sich hier ereignet ...




Das Cover zeigt eine Häuser-Zeile, auf der nur ein einziges Haus farbig ist. Dieses soll wohl das Hotel du Barry darstellen, der Schauplatz dieses kurligen Romans. Der Leser wird sich während der Lektüre dieser 376 Seiten fast nur in der neunten Etage oder im Keller, vom Personal liebevoll Labyrinth genannt, dieser Luxusherberge aufhalten. 
Oben sind die Privaträume der du Barrys und im Labyrinth werkeln die Angestellten vor sich hin. Hier wird an einer Wäscheleine, in eine Grossmutterunterhose eingebunden, ein Baby gefunden. Mary, das Zimmermädchen, ist erfreut über das kleine Wesen und steckt mit ihrer Begeisterung das restliche Hotelpersonal an. Alle sind stolz auf das Hotelbaby, bis es vom schwulen Hotelbesitzer Daniel entdeckt wird. Aber auch er erliegt dem Charme des kleinen blonden Mädchens mit den violetten Augen und adoptiert es kurzerhand. Sehr zum Missgefallen von Edwina, der neuen Mrs du Barry. Doch Cat wächst heran und wird zu einer umgänglichen jungen Frau, die wissen will, wer ihre Mutter ist und sich auf die Suche nach ihr macht. 

Das Geheimnis um Cats Mutter ist bei weitem nicht das einzige Geheimnis in diesem Luxushotel. Es wird intrigiert was das Zeug hält, auch die Beziehungen muten oft seltsam an. 
Auf den ersten 100 Seiten werden lauter Anekdoten über Cats Kindheit aneinandergereiht und ich war gespannt, wie die Autorin dies über mehr als 300 Seiten durchziehen will. Bis dann aus der Erzählung ein Krimi wird und man nicht anders kann und mit den treuen Seelen des Hotelpersonals mitfiebert und Daumen drückt, dass alles gut wird. 

Ich wurde bestens unterhalten mit all diesen unterschiedlichen Charakteren: Der Hoteldirektor ist in der ganzen Stadt beliebt und wird von tout London nur Dannyboy genannt. Edwina wird von allen gehasst, kein Wunder so hochnäsig wie sie ist. Aus "Aschenputtel" Mary wird eine gefragte Geschäftsfrau, Köchin Berta ist die gute Seele des Hauses, Detektiv Jim Blade bringt Cat so einiges bei. Auch Clochards und andere zwielichtige Gestalten bekommen einen Platz und genauso schnell wie man zwischen dem 9. Stock und dem Labyrinth auf- und ab eilt, so schnell wechselt man von Londons Luxusmeilen ins Armenviertel und wieder zurück.

Das Hotel ist ein Tummelplatz für aussergewöhnliche Figuren aller Art, und so ist der Roman bis zum Rande gefüllt mit exzentrischen und frivolen Geschehnissen.  
Die Sprache ist erfrischend sarkastisch - von der Auffindung des Babys über die Namensgebung bis hin zu ihrem Umfeld ist alles pointiert beschrieben. 

Fazit: Bizarrer Lesespass über das Leben vor und hinter den Kulissen eines Luxushotel anno 1919! 
4 Punkte.



Donnerstag, 23. Februar 2017

Schlaflos in Manhattan von Sarah Morgan (From Manhattan with Love 1)

Klappentext:
Nette Freunde, ein riesiges Apartment, ein toller Job. Die Liste der Dinge, die eine junge Frau in New York erreicht haben sollte, hat Paige in allen Punkten abgehakt. Bis sie plötzlich von der Karriereleiter stürzt. Auf einmal ist der Bruder ihrer besten Freundin der einzige, der ihr Leben wieder in Ordnung bringen kann. Schon früher hat sie vergeblich für den Draufgänger Jake geschwärmt - und je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto klarer wird ihr, was auf ihrer New-York-Liste noch fehlt: Die perfekte Liebesgeschichte …



Nach dem bergigen Snow Crystal und dem beschaulichen Puffin Island nimmt uns Sarah Morgan mit ins laute New York. Zugegeben, mit der grünen Dachterrasse auf Matts Haus in Brooklyn zieht doch ein wenig Natur und Ruhe mit ein. 

Die Protagonistinnen der neuen Serie sind erneut drei Freundinnen, sie stammen erfreulicherweise aus Puffin Island. Paige, Frankie und Eva kennen sich seit ihrer Kindheit und sind so unzertrennlich wie unterschiedlich. Eva ist die Gutmütigste der Freundinnen, sie mag ihre Mitmenschen, ist offen, kommunikativ und fasst schnell Vertrauen. Frankie ist das pure Gegenteil, sie misstraut allen und mag lieber Pflanzen als Menschen. Paige ist ehrgeizig, kann gut organisieren und schlichtet schnell Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Gruppe. 
Die drei wohnen im Haus von Paiges Bruder Matt und arbeiten gemeinsam bei Star Event. Doch an dem Tag, an dem Paige befördert werden soll, erwartet sie alle eine Hiobsbotschaft. Am Boden zerstört sitzen sie an jenem Abend traurig statt feiernd auf ihrer Dachterrasse, bis (hier tritt der fehlerhafte Klappentext in Aktion: Nicht "der Bruder ihrer besten Freundin" sondern) der beste Freund ihres Bruders, Jake, Paige mit der Idee konfrontiert, einfach selbst eine eigene Agentur zu gründen. Gesagt, getan. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, sie benötigen Starthilfe, die Paige nicht annehmen möchte. 

Paige ist ein Sturkopf vom Feinsten und die Hauptfigur der ersten der drei "Manhattan in Love"-Romane. Ihr Leben und ihre Zukunft werden genau beschrieben, ebenso ihre Ängste und Träume. Und ihre versteckte Leidenschaft zu Jake - immer noch, denn da war was, als sie 16 waren. Jake, inzwischen erfolgreicher Unternehmer im Bereich Cyber Security und Online Marketing, ergeht es gleich. Beide sind jobmässig innovativ, kennen Geheimnisse vom anderen und sind seit Jahren verliebt ineinander. Nur wissen sie nichts davon. Noch nicht. Aber bald schon wird ihr Leben mächtig durcheinander gewirbelt. Und dann ist da auch noch Matt, der seine Schwester nach wie vor beschützen will... 

Wieso der Titel so heisst wie er heisst, wird ganz zum Schluss verraten. Das Finale ist toll und dennoch vergebe ich "nur" vier Sterne. 
Vier Sterne heissen bei mir jeweils, dass mich das Buch gut unterhalten hat und ich nichts, bis kaum was, auszusetzen habe. "Nur" heisst in diesem Falle, dass mir einerseits das Setting der Snow Crystal-Serie und das "Drumherum" des letzten Puffin Island-Bandes besser gefallen haben und ich andererseits erwarte, dass die Geschichten von Eva und Frankie aufgrund ihrer interessanten Charakter spezieller und spannender werden als jene von Paige.

Jake hingegen ist ein faszinierender Charakter, daneben schnitt Paige ein wenig zu glatt und kantenlos ab. Auch die Liebes- und Jobgeschichte beinhaltet wenig Überraschungen. Alles in allem trotzdem eine schöne Lovestory.

Fazit: Garantiert ungetrübter Lesespass! 
4 Punkte.
Reihenfolge:
Band 1: Schlaflos in Manhattan
Band 2: Ein Sommergarten in Manhattan - erscheint am 12. Juni 2017
Band 3: Lichterzauber in Manhattan - erscheint am 9. Oktober 2017

Eine weitere Rezension zum Buch findet ihr bei Yvonne vom Buchbahnhof.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Gustaf alter Schwede von Claus Vaske

Klappentext: 
Heja, hier ist Gustaf: der fröhlichste Schwedenimport seit ABBA!
Wo ist bloß der Haken? Das fragt sich Familie Baumann noch, als der Möbelwagen vor ihrer jüngst zum Schnäppchenpreis erstandenen Traumvilla im rheinischen Rotthoven vorfährt. Zu Recht: Hätte sie gewusst, dass ihr fortan Gustaf, der 411 Jahre alte Schwede, Hausgeist, Trunkenbold und Schwerenöter, das Leben zur Hölle macht, hätte sie ihre großen und kleinen Krisen sicher anders zu lösen versucht. Aber wenn Gustaf nicht gewesen wäre, hätten sie vielleicht beinahe ihr Glück verpasst …




Geschrieben aus Sicht von Mama Saskia, berichtet sie, wie die Familie ihr neues Haus gesucht, gefunden und schlussendlich darin eingezogen ist. Weiter erzählt wird von ihrem Familienalltag: von der pubertierenden 14jährigen Kim, die gerade ihren ersten Freund hat, was Vater Achim an den Rand der Verzweiflung bringt und vom 10jährigen Lukas, dessen Lehrerin Saskia zu sich zitiert. Als hätte sie nicht schon genug los mit ihrem Job als Krankenhauspsychologin, dem attraktiven Dr. Sittler und der Tatsache, dass sie zum Haus gratis und franko einen Hausgeist namens Gustaf mit dazu bekommen haben! Auf ihn aufmerksam werden sie erst mit der Zeit, als unerklärlicherweise Saskias Käse aus dem Kühlschrank und Achims Bier aus dem Keller verschwinden und jenste nicht bestellte Amazonpakete bei ihnen ankommen. Eines Abends stellt sich Gustaf ihnen vor - ab da geht so einiges schief. Sie müssen Gustaf schnellstens los werden, bloss wie?

Die Geschichte ist witzig aufgemacht, der Leser lernt ganz nebenbei einige schwedische Vokabeln, doch hauptsächlich geht es um "Knulla", das schwedische Wort für Sie-wissen-schon. Worauf auch Gustaf anspringt, und öfters auf diese und andere Schwachstellen des Familienlebens hinweist.


Wo ist bloss der Haken? Das fragten sich nicht nur die Baumanns beim Hauskauf, sondern auch ich mich während dem Lesen. Überzeugt hat mich die Geschichte nämlich nicht. Mir fehlte das gewisse Etwas, vielleicht auch ein wenig mehr Tiefgründigkeit. Obwohl viele Alltagsprobleme angesprochen werden, wird auf die nicht wirklich eingegangen, sondern mit einem ironisch-humorvollen Stempel versehen. Dies zieht sich konsequent durch bis zur letzten Seite. Zwar lustig zu lesen, aber nur lustig ist mir zu wenig. 

Während dem Lesen dachte ich, dass die beiden Erzählstränge am Ende zusammengeführt werden. Beide wurden zwar "aufgelöst", aber sie blieben sauber getrennt, für mich unbefriedigend, ich habe mehr erwartet. 

Das Cover hingegen gefällt mir sehr gut, leider hat es der Inhalt nicht geschafft mich zu überzeugen. 


Nach dem Schluss folgte ein Epilog, der fast das Aufregendste an "Gustaf alter Schwede" war - denn man könnte nun darüber diskutieren, ob es sich dabei um ein witziges Finale oder einen womöglichen Cliffhanger handelt, mit dem sich der Autor ein Hintertürchen für einen möglichen zweiten Band offen lässt. 

Fazit: Humorvoll, aber ohne Tiefgang wird der Alltag einer Familie erzählt, die in Form von einem Geist erweitert wird. Ein Roman, den ich so schnell vergessen werde, wie ich ihn gelesen habe. 
2 Punkte.


Dienstag, 21. Februar 2017

Die Schattenschwester von Lucinda Riley (7-Schwestern-Serie 3)

Klappentext:
Star d'Aplièse ist eine sensible junge Frau und begegnet der Welt eher mit Vorsicht. Seit sie denken kann, ist ihr Leben auf das Engste verflochten mit dem ihrer Schwester CeCe, aus deren Schatten herauszutreten ihr nie gelang. Als ihr geliebter Vater Pa Salt plötzlich stirbt, steht Star jedoch unversehens an einem Wendepunkt. Wie alle Mädchen in der Familie ist auch sie ein Adoptivkind und kennt ihre Wurzeln nicht, doch der Abschiedsbrief ihres Vaters enthält einen Anhaltspunkt – die Adresse einer Londoner Buchhandlung sowie den Hinweis, dort nach einer gewissen Flora MacNichol zu fragen. Während Star diesen Spuren folgt, eröffnen sich ihr völlig ungeahnte Wege, die sie nicht nur auf ein wunderbares Anwesen in Kent führen, sondern auch in die Rosengärten und Parks des Lake District im vergangenen Jahrhundert. Und ganz langsam beginnt Star, ihr eigenes Leben zu entdecken und ihr Herz zu öffnen für das Wagnis, das man Liebe nennt...

Lucinda Riley zeigte mir letztes Jahr in Leipzig ihren Kettenanhänger, ich erkannte einen Panther. Was der wohl mit englischen Gärten und dem Buckingham Palace zu tun hat? 
Mehr als ein halbes Jahr musste ich warten, bis ich das Geheimnis um den Panther und die restlichen rar gestreuten Hinweise auf "Die Schattenschwester" herausfinden konnte. Ich war extrem gespannt auf diesen dritten Band der Sieben-Schwestern-Serie, in dem die Geschichte von Star, der sensibelsten der Schwestern, erzählt wird.  

Star und CeCe sind seit Kindheit unzertrennlich, seit kurzem wohnen die beiden in London, wo Star einen Kochkurs besucht. Die 27jährige spürt schon länger, dass sie auf eigenen Beinen stehen will und muss. Es ist der richtige Zeitpunkt, um Pa's Abschiedsbrief zu lesen und seinen Hinweisen zu folgen. Ihr Leitsatz ermutigt sie endlich umzusetzen, was sie sich schon länger vorgenommen hat: "Eiche und Zypresse gedeihen nicht im Schatten des jeweils anderen.Einer der Hinweise aus dem Nachlass führt sie in ein Antiquariat in Kensington, in dem sie sich mit dem kauzigen und altmodischen Besitzer Orlando anfreundet. An einem Wochenende begleitet sie Orlando zu seiner Familie nach Kent. Dort lernt sie Marguerite, Rory und Orlandos Bruder Maus kennen. Maus ist schroff und abweisend, trotzdem hilft er Star mehr über das Leben von Flora MacNicol zu erfahren, die laut Pa's Brief eine Verbindung zu Stars Leben haben soll.

Floras Geschichte zu entdecken ist sehr spannend. Sie führt uns ins edwardianische England, wo einige interessante Zeitzeugen wie Alice Keppler oder Beatrix Potter der Geschichte ihren Reiz geben. Flora MacNicol liebt ihr Leben auf dem Lande, mit ihren vielen Tieren und all den Pflanzen im Garten. Doch Floras beschauliches Leben ist in Gefahr, ihre Familie scheint Geheimnisse vor ihr zu haben. 

Lucinda Riley gelingt es die beiden Zeitstränge perfekt zu verbinden. Sie stehen sich in nichts nach, beide sind gleichermassen faszinierend. 
Die zentrale Frage des Romans ist: Gelingt es Star, aus dem Schatten ihre Schwester CeCe herauszutreten? 
Es ist kurzweilig zu lesen, wie Star erwachsen und selbstständiger wird, sich getraut ihre Wünsche zu formulieren und merkt, was sie vom Leben will und vor allem, wie und wo sie leben will. 

Die Autorin beweist Ausdauer und viel Originalität, um diese zusammenhängende siebenbändige Serie zu schreiben. Eine Herausforderung, die sie grandios meistert. Wohl auch deshalb, weil sie keine unnötigen Charaktere mit ins Spiel bringt, jede Figur im Roman hat ihre Berechtigung.

"Die Schattenschwester" ist ruhiger als die Vorgänger, nicht nur weil es um die ruhigste der Schwestern geht, sondern weil keine längeren Reisen ins Ausland unternommen werden. Der Roman ist dennoch nicht langweilig. Im Gegenteil, ich fand den Aufenthalt in den verschiedenen Zeitepochen Englands geschichtlich sehr kurzweilig und informativ, denn ich kannte die genauen historischen Episoden rund um Alice Keppler nicht. 
Am Anfang und am Ende des Romans bezieht Lucinda Riley wie bereits gewohnt Ereignisse aus dem Leben der anderen Schwestern mit ein. So verwebt sich auch die Pa Salt-Geschichte immer mehr. 

Fazit: Erneut hat mich Lucinda Riley überzeugt, in dem sie eine bezaubernde Geschichte erschuf, die in allen Bereichen fesselt.
4.5 Punkte.

Reihenfolge:
Vorstellung/Überblick über die Sieben-Schwestern-Serie
Band 1: Die Sieben Schwestern
Band 2: Die Sturmschwester
Band 3: Die Schattenschwester
Band 4: Die Perlenschwester - erscheint im Herbst 2017 
Band 5: erscheint voraussichtlich im Herbst 2018
Band 6: erscheint voraussichtlich im Herbst 2019
Band 7: erscheint voraussichtlich im Herbst 2020

Montag, 20. Februar 2017

Montagsfrage 20.02.2017


Gibt es ein Zitat aus einem Buch, dass dir in letzter Zeit (oder überhaupt) im Gedächtnis geblieben ist?


Mir ist Stars Leitvers aus "Die Schattenschwester" von Lucinda Riley in Erinnerung geblieben: "Eiche und Zypresse gedeihen nicht im Schatten des jeweils anderen." Es stammt aus dem Gedicht "von der Ehe" aus dem Buch "Der Prophet" von Khalil Gibran. 
Oder überhaupt ist zwar schon etwas länger her, aber ich erinnere mich noch immer an "Carpe diem" aus "Der Club der toten Dichter" von Nancy H. Kleinbaum.


Und sonst so:
Bin gerade auf dem Sprung, wir besuchen heute in Basel die Fondation Beyeler und schauen uns die Claude Monet-Ausstellung an. Er ist mein Lieblingsmaler und ich bin gespannt, welche Bilder gezeigt werden. Oder ob ich doch wieder mal nach Paris muss ;-) 
Letzte Woche war ich aufgrund der Schulferien meiner Tochter, wie letzten Montag schon erwähnt, kaum zu Hause. Ich schaffte es nicht mal, die bereits fertigen Posts "abzuschicken". Das werde ich diese Woche in geballter Ladung nachholen. 
Habt eine gute Woche! 

Dienstag, 14. Februar 2017

TV-Tipp: Agatha Raisin auf ZDFneo

Erinnert ihr euch an meine Rezensionen und anderen Beiträge zu Agatha Raisin? Sie kommt ins Fernsehen!

Agatha ist eine zielstrebige PR-Managerin, die sich vorzeitig zur Ruhe setzen will und sich in den Cotswolds ein Häuschen kauft. Mit ihr kommt der Tod ins beschauliche Carsely und alsbald betätigt sie sich als Hobbydetektivin. 

Foto-Copyright: ©ZDF/Colin Hutton
Der erste Band "Agatha Raisin und der tote Richter" (...and the Quiche of Death" erschien erstmals 1992. Seither veröffentlichte Autorin Marion Chesney, die das Pseudonym M.C. Beaton benutzt, jedes Jahr mindestens einen Kriminalroman. Auf Englisch sind bisher 27 Bände erschienen, auf Deutsch übersetzt sind aktuell sieben Bände, der achte Band "Agatha Raisin und der tote Friseur" erscheint am 16. März. 

Die Cosy-Crime-Serie wurde 2014 verfilmt und vergangenen Freitag konnte das deutschsprachige Publikum die erste Folge der achtteiligen Staffel auf ZDFneo verfolgen. Da wir in der Schweiz ZDFneo nicht im normalen Kabelangebot haben, habe ich die Sendung online geschaut. 

Leser der Serie müssen sich auf einige Änderungen gefasst machen. So erschienen mir alle Beteiligten jünger und attraktiver zu sein. Agathas Garten ist bereits top gepflegt und eins ihrer Zimmer nutzt sie als Fitnessraum. Sie fährt Rennrad und Polizist Bill Wong ist in Agatha verliebt. Leser der Bücher merken also recht schnell, was anders umgesetzt wurde ;-) Wenn man sich vor Auge führt, dass die der erste Band der Serie 1992 erschienen ist, noch im Zeitalter ohne Handy und Computer, muss man schon schmunzeln, wenn in Folge 1 bereits auf Laptops gegoogelt wird. Es gibt noch weitere Abweichungen der literarischen Vorlage, dies sind jedoch die Offensichtlichsten. Die Serie wird sehr modern umgesetzt. Unverändert bleibt der englische Humor. 

Mein Mann schaute mit und fand die Sendung langweilig. Ich stimme ihm zu, viel Spannung war in der ersten Folge wirklich nicht dabei. Aber das war im Buch ja auch schon so und besserte sich erst mit den weiteren Folgen. Am Anfang braucht es Zeit, bis alle Figuren vorgestellt sind. Ganz toll sind aber die Landschafts- und Dorfaufnahmen, die stechen bei vielen englischen Serien positiv heraus, hier ebenso. Ich werde mir die restlichen Folgen anschauen, jedenfalls bis zur siebten Folge, so weit ich die Serie gelesen habe. Und vielleicht auch die achte, obwohl noch nicht veröffentlicht? Mal sehen :-)

Habt ihr die Serie schon angesehen oder steigt ihr am kommenden Freitag mit ein? Wie gefällt euch die Umsetzung der Filmserie?

Ausgestrahlt wird "Agatha Raisin und..." jeweils Freitagabends um 21:45 Uhr in Doppelfolgen, wiederholt werden sie am Sonntag um 17:10 Uhr auf ZDF neo.


Meine Rezensionen zur Serie:
Vorstellung der Serie (Band 1 bis 3)
Agatha Raisins erster Fall (Kurz- und Vorgeschichte der Serie)