Montag, 25. September 2017

Montagsfrage 25.09.2017


Habt ihr bestimme Angewohnheiten beim Lesen?

Bei Papierbüchern habe ich manchmal auf die letzten Seiten geblättert um zu sehen, ob ich richtig liege, dann konnte ich entspannt weiterlesen oder ins Bett gegen und am nächsten Tag zu Ende lesen. 

Ganz oft ertappe ich mich dabei, dass ich kurz vor dem Ende, auf den letzten Seiten aufstehe. Insbesondere bei Krimis, just bevor der Täter entlarvt wird. Dann geh ich schnell aufs Klo, mache mir einen Kaffee oder fülle mein Wasserglas auf und schliesse vielleicht das Fenster oder öffne den Tumbler oder  die Geschirrspülmaschine. Ich mache also irgendwas auf/zu/weg, damit alles erledigt ist und ich in Ruhe das Finale lesen kann ohne gestört und abgelenkt zu werden. Manchmal habe ich auch schon das Telefon ausgesteckt, damit wirklich nichts stören kann 😁


Und sonst so:
Kommende Woche erwarten euch Rezensionen zu drei Büchern, die irgendwas mit einem Hausboot zu tun haben. Schon länger besprochen haben ich "Zimtsommer" von Sarah Jio, das ebenfalls auf einem Hausboot spielt, wie auch "Das Lavendelzimmer" von Nina George.
Ende Woche gibts die Lesebiografie. Mal schauen, ob ich diese Woche noch alle Bücher lesen kann, die ich mir für den September vorgenommen habe.

Heute habe ich überraschenderweise "frei", und überlege mir gerade, ob ich mit der Bahn irgendwohin fahren soll. Das Wetter ist ja so schön und das muss ich ausnutzen. Ich weiss bloss nicht wohin. Vielleicht lasse ich es einfach drauf ankommen, und lass mich treiben - mit dem GA kann ich einfach in den Zug sitzen und ohne Plan, ganz nach Lust und Laune und sehr spontan umsteigen und schauen wo ich ankomme. Am Abend am besten wieder zuhause 😉

Euch eine gute Woche, alles Liebe
Anya

Freitag, 22. September 2017

Lesewoche 38/2017



1. Hattest du in der vergangenen Woche viel Zeit und Lust, zu lesen?
Da ich ja immer noch am Rezensionen über die im Sommer gelesenen Bücher fertig schreiben bin (bald ist es geschafft!), geht momentan mehr Zeit drauf fürs Schreiben als fürs Lesen. 

2. Welches Buch/ welche Bücher hast du in der vergangenen Woche gelesen und war ein besonderes Highlight dabei?
Leider war ich nur an einem Buch dran, "Gezeitenspiel" von Benjamin Cors. Heute Abend werde ich es beenden. 

3. Welchen Beitrag, den du in der vergangenen Woche auf deinem Blog veröffentlicht hast, möchtest du deinen Lesern besonders empfehlen?
Schaut mal rechts im Blog-Archiv, dort seht ihr die veröffentlichten Beiträge. Empfehlen kann ich euch die Rezension zu "Sommertraum mit Aussicht", der Roman ist eine gelungene Adaption zu "Verzauberter April", einem meiner Lieblingsbücher. Falls ihr an die Buchmesse fährt, ist mein Beitrag Blogparade zur Frankfurter Buchmesse auch sehr lesenswert. 

4. Wie sehen deine (Lese-)Pläne für das Wochenende und die kommende Woche aus? 
Am Wochenende werde ich wohl nicht gross zum Lesen kommen, am Samstag steht das Büchertreff-Forumstreffen am Bodensee statt und da ich bereits auf der Hinreise mit der Bahn auf andere Forümler treffe, werde ich auch im Zug nicht zum Lesen kommen. Aber wir werden sicher viel über Bücher sprechen, den ganzen Tag lang! Vom Bodensee fahre ich abends direkt an ein anderes Forumstreffen, einen jeden zweiten Monat stattfindenden Stammtisch (der nichts mit Büchern zu tun). Also werde ich wohl nur in der S-Bahn zum Hauptbahnhof und kurz vor dem Schlafengehen lesen. Am Sonntag erhoffe ich mir mehr Lesezeit.
Nächste Woche stehen Rezensionen zu Krimis an, und ich schaue, dass ich mir mindestens einen Lesenachmittag gönne. Eigentlich möchte ich diesen Monat noch die Strickserie von Debbie Macomber zu Ende lesen, aktuell bin ich an Band 3. Ausserdem werde ich nächste Woche Rezensionen zu Hausboot-Romanen veröffentlichen und nun habe ich gestern noch ein weiteres passende Buch bekommen, "Wenn die Liebe Anker wirft" von Cressida McLaughlin, welches ich bis Donnerstag lesen und rezensieren möchte. Also stehen diese drei Bücher auf meiner Leseliste, und vielleicht reicht es noch für einen Krimi, z.B. "Madeiragrab" von Joyce Summer.

5. Planst du, in welcher Reihenfolge du deine Bücher liest - Stichwort "Leseliste" - oder entscheidest du spontan, worauf du gerade Lust hast?
Eine Leseliste, bestehend aus Rezensionsbüchern und anderen, die ich gerne lesen möchte (zumindest zu dem Zeitpunkt, an dem ich die Liste schreibe), mache ich jeweils Anfangs Monat. Doch diese Liste ist mehr ein Vorschlag für mich, als genauer Plan, denn ich entscheide trotzdem immer ganz spontan, für welche Lektüre ich mich entscheide. 



Donnerstag, 21. September 2017

Sommertraum mit Aussicht von Brenda Bowen

Klappentext:
An einem drögen, nasskalten Frühlingstag entdecken Lottie Wilkinson und Rose Arbuthnot gleichzeitig das Inserat für ein Ferienhaus am Schwarzen Brett des Kindergartens. Spontan beschließen sie, es gemeinsam zu mieten, obwohl sich keine von beiden diesen Luxus leisten kann. Sie haben eine Auszeit so dringend nötig, dass sie das Risiko eingehen, sich mit zwei weiteren Gästen das Haus zu teilen.Für vier Wochen kann man schließlich auch mit Fremden auskommen, oder? Was sie nicht ahnen: der Vermieter des Hauses ist nicht nur an den Einnahmen aus der Sommervermietung interessiert. Nach ihrer Ankunft auf der Insel sind sie verzaubert von dem atemberaubenden Blick, der salzigen Seeluft, den langen, trägen Tagen. Losgelöst von ihrem Alltag, erliegen die vier mehr und mehr dem Charme von Little Lost Island, und auch die mitgebrachten Sorgen scheinen sich in der Atlantikfrische aufzulösen - bis Besuch eintrifft.

Eins meiner Lieblingsbücher ist "Verzauberter April" von Elizabeth von Arnim. Als ich bei einer Verlagsvorschau gesehen habe, dass es eine Adaption davon gibt, musste ich es haben! Mittlerweile hab ich es gelesen und kann sagen, die Adaption ist gelungen! 

Ein grosser Fehler, dass auf dem Klappentext nicht angegeben ist, dass es sich bei "Sommertraum mit Aussicht" um ein Remake handelt! 
Für Leser, die das Original nicht kennen, könnte das eine oder andere schon sehr komisch rüberkommen, aber man kann Brenda Bowens Buch auch gut ohne Vorkenntnisse lesen. Die Geschichte läuft wie in Elizabeth von Arnims Vorlage gemächlich und charmant ab. 

Anstatt in London, Italien und im April spielt der neue Roman im August in Amerika. Lottie und Rose, die sich bisher nicht kannten, mieten ein Ferienhaus auf einer kleinen Insel in Maine. Was sie nicht wissen ist, dass der Vermieter Liebe finden will und für Rose schwärmt.
Doch die ist verheiratet und braucht mal eine Pause. Da die Miete zu teuer ist für die zwei Frauen schreiben sie selbst eine Anzeige und kurz darauf schliessen sich ihnen Beverly Fisher (der sich als ein schwuler alter Mann anstatt eine ältere Dame wie im Original entpuppt) und Schauspielerin Caroline Dester an. Den ganzen August über, ganze vier Wochen wollen sich die vier gegensätzlichen Menschen im entzückenden Hopewell Cottage auf Little lost Island erholen. 

Wie die vier sich miteinander engagieren, sich mit ihren Problemen auseinandersetzen und vieles mehr beschreibt die Autorin lebensecht wunderbar. Es ist ein ruhiges Buch, eng am Original, aber total bezaubernd.

Die Liebe zu den Pflanzen wird hier  weniger betont, obwohl im Original das unterschiedliche Klima samt der herrlichen Flora der italienischen Mittelmeerküste eine grosse Rolle spielt. Der Unterschied zum nasskalten, nebligen London zum sonnigen, warmen Italien und der Duft und die Farben der Pflanzen tragen viel zu den Veränderungen der Figuren bei. Dies fehlt in der Adaption. Auf Little Lost Village spielt mehr der Tapetenwechsel und vielleicht noch die gute Meeresluft eine Rolle. 

Und ganz stark die Probleme der Figuren: Schauspielerin Caroline möchte unerkannt Urlaub machen, einfach mal sich selbst sein ohne immer erkannt zu werden. Doch als sie nicht erkannt wird, hat sie ein Problem damit. Der fast 80jährige Beverly trauert um seinen Lebensgefährten und seine Katze, muss damit klarkommen nun alles alleine zu regeln, und mag das einfach nicht tun.
Lottie, deren Mann sich lieber mit seiner Anwaltskollegin trifft als mit seiner Frau etwas unternimmt, ist dennoch dem Leben gegenüber aufgestellt und fast immer fröhlich. Nicht allen im Haus passt dies.
Rose, die ihre Karriere als Autorin zugunsten ihres Mannes und den Zwillingen hintenanstellte und unglücklich ist, braucht diese Auszeit um sich klar zu werden, was sie in Zukunft machen will.

Die Figuren sind gelungen. Der Geist bzw. der Charme und die Charaktere des Originals wurden beibehalten und modern übersetzt. Exakt was ich mir von Adaptionen wünsche!

Fazit: Aus "Enchanted April" wird "Enchanted August" - eine sehr bezaubernde und trotzdem zeitgemässe Adaption von "Verzauberter April"!
4 Punkte.



Mittwoch, 20. September 2017

Mirabellensommer von Marie Matisek (Band 2)

Klappentext:
Ein charmanter und lebenskluger Sommer-Roman über zwei turbulente Familien in der Provence und eine zauberhafte Liebesgeschichte von der Erfolgsautorin Marie Matisek ..
Zwischen Jasmin- und Rosenfeldern liegt die Domaine de Lafleur im Hinterland von Nizza. Marita ist glücklich mit Lucien Lafleur und ihren neuen Freunden, der alteingesessenen Familie Verbier und den Babajous von der Elfenbeinküste. Auch Gilbert Verbier und Aristide Babajou sind enge Freunde geworden – bis sich Gilberts Enkelin Julie in Aristides Sohn Rachid verliebt. Schnell stellt sich heraus, dass die kulturellen Gräben tiefer sind als gedacht. Marita und Lucien versuchen alles, um die Freunde miteinander zu versöhnen. Doch nach einem hässlichen Streit ist das junge Liebespaar plötzlich verschwunden…


Da mir Sonnensegeln sehr gut gefallen hat, war ich natürlich auf den zweiten Band gespannt. In "Mirabellensommer" kommen die Babajous zum Zuge und der Leser erfährt alles über ihr ereignisreiches Leben. 

Sohn Rachid verliebt sich in Ségolènes Enkelin Julie - Konflikte sind programmiert, denn Julie muss sich erst ihre Hörner abstossen und weiss noch nicht genau was sie vom Leben möchte. Rachid hingegen hat Pläne, aber er verfolgt sie nur halbherzig. Beim Betrachten von Rachid und Julie erinnert sich Babette an ihre Jugend und ihre erste Zeit mit Aristide. 
Gilbert und Aristide zicken öfters wegen ihren Ziegen an, eigentlich humorvoll gemeint und zum Überdecken persönlicher Probleme, doch manchmal ereifern sie sich zu sehr, wenn Ségo oder Babette nicht rechtzeitig eingreifen. Die tiefe Freundschaft zwischen den Männern zeigt sich im Laufe der Geschichte weniger in ihren Gesprächen, aber umso mehr in ihren Handlungen.
Lucien und Marita bleiben in diesem Band im Hintergrund, dafür lernt man Maritas Eltern kennen, die auf Besuch kommen.

Marie Matisek schreibt flüssig und leicht, obwohl sie in die Handlung so schwere Themen wie Weltanschauungen und Rassismus und der Wege der Liebe einbringt. Die Handlung hat mich trotzdem nicht so angesprochen wie noch im ersten Band. Wahrscheinlich lag mir die sonnige und duftende Geschichte über Marita in der Domaine Lafleur viel eher, als die vielen Probleme, die in diesem zweiten Buch aufwarten. 
Dennoch ist "Mirabellensommer" eine nette Lektüre für einen kurzweiligen Nachmittag auf dem Liegestuhl. Als sehr gelungen empfand ich die Einschübe aus George Lafleurs Sicht. 

Fazit: Unterhaltende Lektüre, kommt aber nicht an "Sonnensegeln" heran. 
4 Punkte.

Reihenfolge:
Band 1: Sonnensegeln
Band 2: Mirabellensommer

Weitere Rezensionen von:
Barbara von Sommerlese (sie las die Bücher in umgekehrter Reihenfolge)

Dienstag, 19. September 2017

Sommerhaus mit Meerblick von Karen Swan

Klappentext:
Cassie liebt Henry, Henry liebt Cassie – so viel ist sicher. Den funkelnden Verlobungsring von Tiffany hat er ihr schon angesteckt. Doch etwas lässt Cassie zögern. Als Henrys junge Cousine Gem verkündet, sie wolle im Eiltempo ihren Freund heiraten, ist seine Familie wenig begeistert, und Cassie lässt sich überreden, die Hochzeit zu verhindern. Insgeheim erhofft sie sich von der Reise nach Cornwall aber auch, Zeit zu finden, um über ihre Beziehung nachzudenken. Doch dann taucht zwischen malerischen Cottages und leuchtenden Blütenmeeren ein alter Bekannter auf, und Cassie erkennt, dass sie sich erst ihrer Vergangenheit stellen muss ...


Es gibt Autoren, zu denen Bücher ich unbedenklich greifen kann, weil sie mich nicht enttäuschen. Es gibt aber auch Autoren, von denen ich nicht alle Bücher mag. Karen Swan gehört für mich zu der zweiten Sorte. So wollte ich dieses Buch erst gar nicht kaufen, denn der Klappentext sagte mir nicht so zu. Doch dann las ich bei einer anderen Buchbloggerin, dass es sich hierbei um die Fortsetzung von "Ein Geschenk von Tiffany" handelt. Dies gefiel mir gut, und so kaufte ich mir "Sommerhaus mit Meerblick" und war gespannt ob es mit dem ersten Band mithalten kann.  

Cassie ist wie schon im Vorgängerband der Hauptcharakter. Sie und ihre drei Freundinnen Anouk, Kelly und Suzy kennen sich seit Kindertagen. Suzys Bruder Henry ist seit zwei Jahren und "Ein Geschenk von Tiffany" ihr Freund. Doch nun kriselt es in ihrer Beziehung. Henry will heiraten, Cassie traut sich nicht. Doch dann taucht Henrys 20jährige Cousine Gem auf, die Laird heiraten will. Möglichst schnell. Diese Urlaubsliebe wird vor allem von Suzy nicht gut geheissen. Die Freundinnen versuchen Gem davon zu überzeugen, dass eine Heirat zu verfrüht wäre. 
Doch Gem hängt sich wie ein Parasit an Suzy, und geht sogar mit ins Ferienhaus nach Cornwall. Cassie ebenfalls - Henry nimmt an einer Expedition teil und Zara kann die Arbeit im Party-Service alleine stemmen, so steht der Reise für Cassie nichts im Wege. Doch dann trifft sie ihren New Yorker Ex-Freund Luke erneut an, der ihr ein Leben ohne Trauschein verspricht. Ihr Gefühlsleben ist eine Achterbahn und auch das Leben in Cornwall ist nicht so gemächlich wie sie sich erhofft hat... 

Die ganze internationale Clique vom ersten Band ging nicht vergessen und alle haben einen Auftritt. Aber auch die Vergangenheit holt Cassie ein. Mit einem Unterschied: nun wollen alle heiraten und endlich Heimat finden. Bloss Cassie nicht, sie hat starke Bindungsangst, will lieber ohne Trauschein mit Henry zusammen leben.

Begonnen hat der Roman gut, doch bereits vor dem Mittelteil war ich enttäuscht vom Plot und den Figuren. Die Idee, einen Ex-Freund Jahre später wieder ins Spiel zu bringen finde ich blöd. Wir hatten damals bei "Christmas at Tiffanys" ein sehr schönes Happyend. Wieso das hier in "Summer at Tiffanys" nun erneut durcheinander rütteln? Eine einzigartige Story wird aufgewärmt und damit verwässert. Henry setzt Cassie unter Druck, nimmt ihre Gründe nicht ernst. Er kam mir sehr egozentrisch vor, wie ein kleines Trotzkind in der ich-will-Phase: ich will, ich will, ich will (heiraten und auf Expedition gehen)! Suzy zickt Cassie wegen Gem an und Cassie hat keinen Mumm Suzy zu kontern und befolgt ohne Widerrede Henrys Liste. Ich hätte mir von Cassie mehr Selbstbewusstsein gewünscht, dann wäre der Plot auch nicht so flach geblieben. Sie macht hier den Eindruck einer Marionette, die alles tut was die anderen von ihr wollen. Und dann war ja noch Luke wieder da, der war für mich irgendwie nicht zu fassen.
Aufgemuntert hat mich auf jeden Fall mein Lieblingscharakter Bas, nur schade, dass er so kurze Auftritte hatte.  

Schlussendlich muss ich sagen, dass es diesen zweiten Teil nicht gebraucht hätte. 

Fazit: Oberflächliches Liebesdrama, das mich fast komplett ohne Spannung nicht vom Hocker haut. Das erste Buch ist bei weitem schöner und spannender zu lesen. 
3.5 Punkte.


Weitere Rezensionen von:
Babs von bookish-heart-dream
Petra von Papier und Tintenwelten
Conny von Meine kleine Welt
Mona von Monas Bücherwelt 

Montag, 18. September 2017

Montagsfrage 17.09.2017


Liest du nur Romane, oder auch Comics, Manga etc.? Wenn ja, was reizt dich an gezeichneten Geschichten? 

Gezeichnete Geschichten sind für mich eine zusätzliche, humorvolle Ablenkung, die ich mehr nebenbei zur Erheiterung mal lese, aber nicht Lektüre als solches.


Als Schweizer Kind bin ich schon früh Comics begegnet, Papa Moll und Globi waren in jedem Kinderzimmer zu finden. Besuche bei meinem Gotti und Götti fand ich neben dem Spielen mit den Hunden deswegen toll, weil mein älterer Cousin alle Micky Maus und Donald Duck Taschenbücher sammelte und ich sie während meinem Aufenthalt dort lesen konnte, bis weit in die Nacht hinein!

Papa Moll auf Chinesisch ©Edith Oppnehim-Jonas

Später in der Oberstufe war die Schulbibliothek voll mit Asterix, für die Ausleihe galt "dä schnällär isch dä gschwindär"😀 Während meiner Ausbildung in der Buchhandlung traf ich auf Garfield und Mafalda. Die argentinische altkluge Comicfigur setzte sich für Gerechtigkeit ein und hasst Suppe. Zusammen mit ihren Freunden Susanita, Felipe und Manolito haben sie über ihre Weltanschauungen diskutiert. Irgendwann sind mir diese Comics abhanden gekommen, irgendwie trauere ich ihnen nach. 
Natürlich traf ich auch auf die Peanuts, auch auf Tim und Struppi, aber Mafalda hat es mir am meisten angetan. Sie ist definitiv meine weibliche Lieblingscomicfigur. 

Später liebte ich die jeweils am Freitag im Züritipp (Kulturbeilage des Tagi) erscheinenden Zürich by Mike. Sämtliche meiner Freunde und auch ich schnitten die Seite aus und steckten sie in ein durchsichtiges Mäppli und dann in einen Ordner. So hatten wir unsere eigenes grosses Zürich by Mike-Buch. Einige Jahre später gab es die Comics auch offiziell als Buch, das ich mir natürlich kaufen musste. Es steht noch immer im Regal, im zweiten unten links 😀
Während mein Mann nach wie vor die neuen Asterixbücher kauft, habe ich mir als letztes Comic "Persepolis" von Marjane Satrapi gekauft, was auch schon einige Jahre her ist. Die Story ist traurig, für einen Comic eher speziell, aber gut gemacht. Generell mag ich aber lieber die lustigen Comics, für mich sind sie wie im ersten Satz schon erwähnt, ein witziger Zeitvertreib, etwas um sich alleine oder mit Freunden und Familie zu amüsieren und lachen, aber keine Lektüre zum sich hineinversetzen und wegzutauchen. Eine Unterbrechung beim Lesen von Comics ist viel weniger schlimm als wenn ich einen Roman lese...


Und sonst so:
Diese Woche habe ich es streng, neben meinem üblichen Alltag habe ich noch zwei Jöbli dazu gefasst. Bin u.a. Catsitter bei Bekannten. Mindestens einmal am Tag werde ich hingehen und Dosenöffner spielen, habe mir aber vorgenommen wenns zeitlich passt, mich eine halbe Stunde aufs Sofa zu setzen und zu lesen. Mal sehen, ob sich die Raubtiere zu mir wagen - der ausgewachsene Norwegerkater ist um einiges grösser als unsere knapp fünfmonatigen British Shorthair (und wir haben das Gefühl, dass sie mittlerweile recht gross geworden sind...). Heute reicht die Zeit nicht, ich werde erst am Abend lesen können. 

Am Samstag steht ein Büchertreff-Forumstreffen am Bodensee an. Darauf freue ich mich schon, da wir uns schon länger nicht mehr getroffen haben; das letzte Mal im Dezember.

Gestern ging mein Beitrag zu Melusines Blogparade betreffend der Frankfurter Buchmesse online. Sagt, wer geht denn alles zur Messe? Hat jemand Lust, Donnerstag oder Freitagabend Essen zu gehen?


Sonntag, 17. September 2017

Blogparade zur Frankfurter Buchmesse #fbm17

Biggi von Melusines Welt hat zur Blogparade aufgerufen. Die Frankfurter Buchmesse findet bald statt und passend dazu hat sie sich einige Fragen ausgedacht.




1. Nenne drei Gründe, warum du die 2017 die Frankfurter Buchmesse besuchst?
- weil es terminlich passt. Dies ist nicht immer so, da die FBM jedesmal in den Schulferien meiner Tochter liegt und je nach dem was wir als Familie planen ist ein Besuch möglich oder nicht. Dieses Jahr habe ich Glück. 
- Frankfurt ist mit der Bahn gut erreichbar von Zürich her. 
- weil ich Frankreich als Gastland interessant finde. 
- und natürlich um Kontakte mit Verlagen, Autoren und anderen Blogger pflegen kann.

2. Was ist für dich das Besondere an dem Besuch einer Buchmesse, besonders in Frankfurt?
Eine Buchmesse ist eigentlich sowas wie eine überdimensionierte Buchhandlung, an der sich alle treffen, die in irgendeiner Weise mit Büchern zu tun haben: Buchhändler, Bibliothekare, Autoren, Vertriebe, Verlage, Presse. Vor Ort hat man die Möglichkeit mit allen ins Gespräch zu kommen. 
Ich mag eigentlich lieber die Messe in Leipzig, die ist viel gemütlicher und bietet mehr Rückzugsorte wie die Bloggerlounge, wo man sich einfach mal hinsetzen und Gedanken sortieren oder sich vom Fussmarsch durch die Hallen erholen kann. Aber auch in der Glashalle oder an den Enden der Messehallen finden sich Sitzmöglichkeiten oder kleinere Imbissstände. In Frankfurt ist alles voll. Fast immer.
Aber die Messe in Frankfurt hat für mich den Vorteil, dass sie in 5 Stunden per Bahn erreichbar ist. 

3. Auf welchen Programmpunkt auf der FBM 2017 freust du dich besonders?
Ein Meet & Greet mit Autor Jean-Paul Didierlaurent. 

4. Wo ist dein Lieblingsort auf der Frankfurter Buchmesse und warum?
Den habe ich noch nicht gefunden. Aber ich mag den Orbanism Space - weil es da für uns Blogger freies WLAN gibt oder zumindest letztes Jahr gab. Dafür bin ich dankbar, denn dies ist für mich als Schweizerin mit extrem hohen Roaminggebühren essentiell. So habe ich die Möglichkeit auch von der Messe aus einen Tweet abzusetzen oder ein Foto auf Instagram hochzuladen und muss nicht bis nach der Messe warten.
Ansonsten mag ich die Halle 3, hier stöbere ich am liebsten herum. 

5. Was unternimmst du nach Schliessung der Messehallen abends in Frankfurt?
An der LBM gefällt mir, dass sich die User des Büchertreff-Forum jeden Abend in einem Restaurant für ein gemeinsames Abendessen treffen. Gerade wenn man alleine unterwegs ist, hat man Gesellschaft und kann über das tagsüber Erlebte und über das Forum, über Bücher etc. sprechen. Dieses Treffen fehlt mir in Frankfurt. 
Aber da ich letztes Jahr zusammen mit Anja vom Kleinen Bücherzimmer ausserhalb Frankfurt logierte, war ich doch nicht so allein im Ausland. Wir sind an beiden Abenden im Ort Essen gegangen, kombiniert mit einem Spaziergang. Frische Luft nach einem ganzen Tag an der Messe tat richtig gut!
Auch dieses Jahr übernachten wir ausserhalb Frankfurt in einer Pension, gut mit der Bahn erreichbar. Trotzdem würde ich gerne einmal in Frankfurt Essen gehen, und fände es schön wenn sich andere Blogger anschliessen würden. Was meint ihr zu Donnerstag oder Freitagabend?

6. Wie hältst du deine Erfahrungen von der Buchmesse fest?
Durch Fotos und Festhalten des Erlebten mit einem Blogeintrag. 

Persönliche Tipps:
- Wenn ihr zum ersten Mal die Messe besucht, plant einen halben Tag oder zwei Stunden ein ohne Termine, damit ihr die Hallen in Ruhe einmal durchgehen könnt und euch verschiedene Wege merken könnt. 
- Schaut, dass ihr - insbesondere am Wochenende - eure Termine so plant, dass ihr möglichst kurze Wege habt oder genug Zeit dazwischen einplanen. Schnell in 3 Minuten von Halle 3 zum Orbanism Space wird nicht möglich sein. 
- Bequeme Schuhe anziehen, Getränke und kleine Snacks in die Handtasche packen. 
- Sprecht andere an! Egal ob Verlagsmitarbeiter, Autoren oder Blogger. Die Messe ist dazu da, um Kontakte zu knüpfen. Nutzt dies aus!

Ich wünsche euch eine gute Messevorbereitung und eine erlebnisreiche Buchmesse! Falls ihr eine rote Umhängetasche an der FBM sieht, das könnte ich sein. Sprecht mich einfach an :-)

PS: Meine letztjährigen Messeberichte könnt ihr hier nachlesen:
- FBM16
- Reisebericht zur LBM16
Messebericht zur LBM16