Freitag, 13. Oktober 2017

Krimi: Trüffeltod von Marianne Cedervall (Anki Karlsson 2)

Klappentext:
Ein Jahr ist es her, seit Anki Karlsson in das kleine Dorf Mullvald gezogen ist. Nach den dramatischen Morden im letzten Herbst kann die pensionierte Lehrerin nun endlich die Ruhe genießen. Doch dann kommt wieder Schwung in den verschlafenen Ort: Ein Trüffelfestival findet statt! Nach einer turbulenten Trüffelsafari zusammen mit Ankis Freunden und Nachbarn gipfelt das Spektakel in einem Sechs-Gänge-Menü im schicken Hotel Plogbillen. Doch am Ende des Dinners ist einer der zwölf Gäste tot. Gift! Anki nimmt umgehend die Ermittlungen auf. Unterstützung bekommt sie von ihrem Freund, dem ehemaligen Kommissar Tryggve. Doch die beiden ahnen nicht, dass dieser Fall äußerst delikat ist. Und bald schon ist nicht nur das Leben eines Trüffelschweins, sondern auch Ankis in Gefahr …

Mit Anki und Tryggve ist der Autorin ein sympathisches Ermittlerpaar gelungen, die sich zum Ende des ersten Teils hin endlich erstanden haben. Nach anfänglichen Schwierigkeiten merken die beiden, dass sie vieles verbindet. Gerade findet ein Trüffelfest in der kleinen Gemeinde statt mit verschiedenen Attraktionen. Anki wie auch Tryggve nehmen zum Abschluss an einem grossen Dinner teil. Als einer der Teilnehmer stirbt, ist es keine Frage, dass die zwei der Polizei nur zu gerne helfen.

Obwohl aufgrund des Trüffelfestivals beide Besuch haben, Anki von ihren drei besten Freundinnen Gunilla, Lena und Ingegard, Tryggve von von seiner Tochter Margareta, ihrem Mann Per und dessen Bekannten Ake, bleibt ihnen Zeit hinter die Geheimnisse des unbeliebten Toten zu kommen. Wie schon im ersten Teil bleibt es spannend bis zuletzt.

Die neuen Figuren im zweiten Teil sind der neue Pfarrer samt Ehefrau, Oskar und Astrid Bergsten, Wirt Gerhard sowie die grosse Familie Hansson. Die meisten der Hanssons haben ihr Leben den Trüffeln gewidmet: die einen suchen Trüffel mit ihren Hunden, die andern verkaufen sie auf dem Markt, die dritten kochen sie im Restaurant. Für Verwirrung sorgten aber die komplizierten Verwandschaftsverhältnisse dieser Familie. Um alle richtig einreihen zu können, habe ich mir einen Stammbaum gezeichnet, den ich beim Lesen immer parat hielt (siehe Foto unten). Alles andere bereitete aber keine Probleme und so war der Krimi erneut ein gemütliches Leseerlebnis.

Mullvald ist ein guter Schauplatz und bietet die perfekte Location für Krimis mit Einheimischen, Sommerfrischler und ehemalige Gotländer, die hier noch ein Ferienhaus besitzen und an Wochenenden, Feiertagen und Ferien anreisen. Ich bin jedenfalls gespannt, was Autorin Marianne Cedervall uns Lesern noch bereit hält.  

Fazit: Trüffel auf Gotland - nicht für alle ein Genuss. Doch der Krimi ist es allemal. 
4 Punkte. 

In diesem zweiten Teil geht es zügig auf Weihnachten zu und um sich in der kalten Jahrezeit wieder aufzuwärmen, geniessen Anki mit ihren Freundinnen und mit Tryggve öfters einen "Hot Teddy". Mit Erlaubnis des Piper-Verlags darf ich Euch das Rezept dafür verraten:


400 ml Wasser
2 Zimtstangen
6 Nelken
Saft einer Zitrone

Alles zusammen aufkochen, 15 Minuten ziehen lassen. Dann in die mit je ca. 4-5cl Kognak (oder: Whisky, Brandy oder Rum) vorbereiteten Teegläser giessen. 

(Tolino S. 37/272/Rezept für 2 Personen)

Reihenfolge:
Band 2: Trüffeltod

Stammbaum der Familie Hansson:

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