Samstag, 19. Juli 2014

Der wilde Garten von Barbara Claypole White

Klappentext:
Seit die junge Landschaftsgärtnerin Tilly ihren Mann auf tragische Weise verlor, lebt sie sehr zurückgezogen. Bis James vor ihrer Tür steht. Er leidet an einer Zwangsneurose. Mit Gärtnerei will er sie überwinden, und ausgerechnet die bezaubernd-chaotische Tilly soll ihm dabei helfen. Tilly ist wenig begeistert. Sie hat genug eigene Probleme, und ein ordnungsliebender Amerikaner ist das Letzte, was sie in ihrem Garten gebrauchen kann. Doch James bleibt hartnäckig, und plötzlich werden beide zwischen Rosen und Lavendel von der Liebe überrascht.



James möchte einen Garten anlegen und will dafür Tilly engagieren. Doch diese will schlichtweg nicht. James lässt aber nicht "lugg", er gibt nicht auf und folgt ihr sogar nach England, wo Tilly ihre Mutter für ein paar Wochen unterstützt. Als wäre das nicht schon genug taucht auch noch Tillys Jugendfreund Sebastian auf. Zusammen mit Rowena, Tillys bester Freundin, und Tillys Sohn Isaac erleben sie alle eine emotional schwierige Zeit. 

Der Roman ist voll beladen mit Themen wie Trauerarbeit, Zwangsneurosen und unerfüllter Liebe. Es ist keine leichte, einfache Geschichte. Das Buch lebt von der inneren Welt der Protagonisten und ihren Ängsten. Doch die Gartenarbeit bringt die fehlende Leichtigkeit minim zurück und heitert die Tiefgründigkeit ein wenig auf. Wie Tilly mit James umgeht, hat mir gut gefallen. Sie merkt dadurch selbst, in welchen Zwängen sie feststeckt. 

Das Buch berührt. 

Ich musste das Buch immer wieder weglegen, weil es inhaltlich einfach zu schwer war. Zwischendurch gab es auch einzelne Längen, in deren sich viele Ängste wiederholt haben. Trotzdem finde ich es gut, dass diese schwere Thematik der Zwangsneurosen einmal in einem Roman behandelt wurde und auf eine doch irgendwie leichte Art verarbeitet wurde. 

Fazit: Ein Roman mit einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte, auf die man sich einlassen muss. 4 Punkte. 

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