Mittwoch, 8. April 2020

Sommerzauber in Paris von Sarah Morgan

Klappentext:
Grace kann es nicht fassen, als ihr Ehemann ihren gemeinsamen Jahrestag nicht in Paris feiern, sondern sich stattdessen scheiden lassen will. Doch weil Grace gern alle Fäden in der Hand hält, macht sie den Urlaub prompt alleine. Auch Audrey reist mit einem gebrochenen Herzen in die Stadt der Liebe. Ein Job als Buchhändlerin könnte ihre Rettung sein. Aber ohne Französischkenntnisse? Keine Chance! Bis sie ihre Nachbarin Grace kennenlernt. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Schicksalsgemeinschaft. Im Lauf eines magischen Sommers lernen sie, die Welt aus den Augen der anderen zu sehen. Nur welche Wendung nimmt ihr Leben, wenn sie einen Blick auf sich selbst wagen?


Ein Sommer in Paris verbringen - Amerikanerin Grace hat es vor vielen Jahren gemacht und zehrt noch immer von den Erinnerungen. Nun ist sie wieder in Paris, allerdings nicht mit ihrem Mann, so wie sie es geplant hat, sondern alleine. 

Sie bleibt es zum Glück nicht lange, denn Grace lernt die junge Londonerin Audrey kennen, die ebenfalls von ihrem Sommer in Paris träumte und ihn jetzt, trotz aller widrigen Umständen, endlich erleben kann. Audrey hat sich ihren Sommer sowas von verdient, denn als Legasthenikerin die Schule ohne Hilfe zu schaffen und mit einer alleinerziehenden, alkoholkranken Mutter, hat sie es wahrlich nicht leicht.

Es entsteht eine tolle Frauenfreundschaft, trotz des Altersunterschieds. Audrey verhilft Grace zu mehr Spontanität, Grace hilft Audrey leichter Französisch zu lernen. Die beiden tun einander gut. Und so geht es im Roman hauptsächlich um die beiden Frauen mit ihren Lebensgeschichten und wie sie aus ihren aktuellen oder längeren Lebenskrisen herauskommen. 

Paris ist die Stadt der Liebe. Deshalb geht es auch in "Sommerzauber in Paris" um l'amour de leur vie, doch nicht hauptsächlich, sondern eher als zweites Thema, als Mittel zum Zweck. Genauso der Buchladen von Elodie, der für alle Beteiligten Dreh- und Angelpunkt ist. Der Roman ist für alle Buchladen-im-Buch sowieso ein must-read!  

Aber zuallererst geht es um die Schwächen und Stärken dieser beiden Frauen, erst dann um ihre Beziehungen. Als Nebenfigur tritt Grace lebenslustige Grossmutter Mimi auf, die vor Urzeiten ebenfalls in Paris war - ihre Story wird ganz zum Schluss erzählt.

Wie meistens bei Sarah Morgans Romanen ist man sofort hautnah in der Geschichte drin. Die Geschichte "Sommerzauber in Paris" punktet mit interessanten Figuren, ernsten Hintergrundthemen leicht verpackt und viel Paris-Flair. Hier ist ganz viel drin, lasst euch verzaubern!

Fazit: Eine besondere Geschichte über die Kraft der Freundschaft. 
5 Punkte. 


Dienstag, 7. April 2020

Kirschkuchen am Meer von Anne Barns

Klappentext:
Völlig unerwartet taucht eine Fremde auf der Seebestattung von Maries Vater auf, zu dem sie selbst in den letzten Jahren kaum noch Kontakt hatte. Niemand scheint sie zu kennen. Es gibt nur einen Hinweis zu dieser Frau, und der führt nach Norderney. Mit zwiespältigen Gefühlen, aber festentschlossen das Geheimnis zu lüften, das Marie hinter dem Erscheinen dieser Frau vermutet, fährt sie von Hooksiel aus auf die beschauliche Nordseeinsel. Und wirklich: Zwischen Dünen und Meer lernt Marie ihren Vater hier noch einmal neu kennen. Es kehren Erinnerungen zurück an warmen Kirschkuchen und Sommertage voller Genuss, Sonne und Glück.



Anne Barns schreibt einfach schöne Romane. Muss ich noch mehr sagen?

Eventuell, dass ich dermassen in den Roman eingetaucht bin, dass ich auf Instagram das Gefühl hatte, jemand hätte mich gespoilert? Ich war lesend gerade kurz vor der Seebestattung von Maries Vater - und da schrieb jemand, dass da eine Fremde auftaucht. Hilfe, Spoiler, dachte ich noch, bis sie mir sagte, hey, das steht doch schon im Klappentext... Ha, stimmt! Den hab ich wie vieles anderes ausgeblendet, da ich voll in der Geschichte gefangen war. 

Wie ihr sieht, hat mich der Roman total mitgerissen, von der ersten bis zur letzten Seite. Die Geschichte um Marie, ihren Vater, die unbekannte Frau, die Reise zusammen mit Maries Mutter und ihrer Oma und das Wiedersehen auf Juist mit altbekannten Figuren aus Anne Barns anderen Romanen. Einfach schön!

Sehr gut gefallen hat mir, dass für ein Mal nicht die Beziehungskiste aka Lovestory der Protagonistin an sich im Vordergrund steht, sondern man sich auf die Spuren von Maries Vater macht und eher seine Beziehungen das Thema sind.

Ebenso wird Frauenpower gross geschrieben, nicht nur das tolle Verhältnis von Marie zu ihrer Schwester Lena, auch das zur Mutter und Grossmutter ist sehr innig, ebenso die Aufnahme durch die Juister Frauengang. 

Der Roman versprüht eine angenehme Wärme und erzählt über das Leben von Familienmitglieder, die man aus den Augen verloren hat. Voll schön! 

Am Ende erwartet die Leser wieder einige Rezepte, allen voran das legendäre Kirschkompott, durch das Marie an ihre Kindheit erinnert wird. 

Fazit: Um auf den Anfang zu kommen, und ich weiss, ich wiederhole mich: einfach eine schöne Geschichte!
5 Punkte. 

#litlovetalk April 2020

Wir stellen euch von Januar bis November 2020 - bis zur lit.love 2020 - monatlich an jedem 7. Tag (also heute am 7. April, am 7. Mai, am 7. Juni, etc.) eine Frage zu Romanen, die von lit.love-AutorInnen geschrieben wurden. 

Wir freuen uns, wenn ihr sie gemeinsam mit uns beantwortet. Entweder per Kommentar, auf euren Blogs oder Social Media Kanälen. Verwendet dabei den Hashtag #litlovetalk - so heisst unsere Aktion, die die Wartezeit zur nächsten lit.Love verkürzen soll. Die Links zu euren Antworten auf euren Blogs dürft ihr gerne in den Kommentaren verlinken. 


Die Aprilfrage lautet:



Nicht gelesen nicht - aber vielleicht einfach viel später. Zum Beispiel las ich Anna Paulsens "Liebe M. du bringst mein Herz zum Überlaufen" im Zug nach München an meine erste lit.Love 2018. Da ich wusste, dass ich als ersten Programmpunkt ein Bloggermeeting mit Anna Paulsen alias Heike Abidi in der Bloggerlounge habe, wollte ich das Buch "schnell" noch lesen, damit ich weiss, was die Autorin erzählt oder um passende Fragen zu stellen. Der Roman war so toll, ein Jahreshighlight, und so hab ich auch ihren zweiten Roman Anfang 2019 mit Vergnügen gelesen. 

An derselben lit.Love sass ich am Sonntag beim Hotelfrühstück neben Bettina Storks und Maria Nikolai, haben uns dabei nett unterhalten, so dass ich später am Tag ihre Lesungen besuchte. Die haben mich dann so neugierig gemacht, dass ich eineinhalb Monate später während #mitlitloveüberdiefeiertage ihre Romane gelesen habe. Bettinas erster Roman "Das geheime Lächeln" überzeugte mich schlussendlich nicht so ganz, dafür umso mehr ihr zweiter, "Leas Spuren". Von Marias "Schokoladenvilla" erscheint im Herbst der dritte Teil, im März der dritte Roman von Bettina, "Klaras Schweigen" - klar, dass ich die beiden Bücher natürlich auch lesen werde!

2019 stellten wir litlove-Bloggerinnen über unseren Countdown, der elf Wochen vor der lit.Love begann, einige der Gastautorinnen vor. Dafür habe ich auch ein oder zwei Titel gelesen, die ich wahrscheinlich nicht gerade zu der Zeit, sondern vielleicht erst einige Monate später oder erst in diesem Jahr, gelesen hätte.

Für die Osteraktion 2019 durfte ich den ersten Roman von Persephone Haasis bereits an Ostern (anstatt erst im Mai) lesen. Eventuell hätte ich Persephone ohne die lit.Love nicht entdeckt. Nach "Ein Sommer voller Himbeereis" ist mir klar, dass ich auch ihren zweiten Roman "Küsse im Aprikosenhain", der als eBook am 1. April erschienen ist und als Printausgabe ab dem 13. April erhältlich ist, schon bald lesen werde.


Danke lit.Love - ich bin froh, alle diese Autorinnen entdeckt zu haben!

Wie ist es bei euch, welche Autorin habt ihr der lit.Love zu verdanken?   


Damit es für euch einfacher ist passende Bücher zu finden, findet ihr hier die Autorennamen auf einen Blick:





Hier findet ihr weitere Antworten auf die heutige #litlovetalk-Frage:
- Caroline von Marie's Salon du Livre
- Ute von Scarlett59

Montag, 6. April 2020

Krimi: Mord in Barcelona von Isabella Esteban (Jaume & Montse Soler 1)

Klappentext:
Auf dem Friedhof Montjuïc in Barcelona wird eine Tote gefunden, die dort nicht hingehört: Die Frau, eine deutsche Touristin, wurde ermordet und nur stümperhaft versteckt. Comissari Jaume Soler von der Kriminalpolizei übernimmt den Fall, aber für ihn und sein Team gibt es nur wenig Anhaltspunkte. Daher beschließt Jaumes Schwester Montse, die die Tote zufällig kannte, ihrem Bruder bei der Aufklärung zu "helfen." Zwischen pittoresken Gräbern, engen Gassen und der Brandung am Meer bringt das unfreiwillige Ermittlerduo nach und nach ein tödliches Drama ans Licht, das noch lange nicht zu Ende ist.



Der Einstieg in diesen Krimi fiel mir schwer. Nach einem Prolog folgen vier kurze Kapitel, die je aus der Sicht einer anderen Person erzählt werden. Somit wurde ich jedes Mal wieder auf Anfang gesetzt. Ausser diesen Bruchstücken hat man noch nichts und weiss zu diesem Zeitpunkt auch nicht, wer welche Rolle inne hat. Erst als Jaume etwas länger ins Spiel kommt, kam ich langsam in die Geschichte rein. 

Sie handelt von einer tot aufgefundenen deutschen Fotografin, deren Kamera fehlt; einem Zimmermädchen, dem auffällt, dass an der Türe eines Hotelzimmers seit einigen Tagen das Schild auf "nicht stören" steht und dies nicht sofort meldet; dem Sohn des Opfers, der sich komisch verhält und einigem mehr. 

Jedes Kapitel ist mit Datum, Uhrzeit und Person, von der es handelt, überschrieben. Man weiss deshalb zwar um wen es gerade geht, aber sympathisch finde ich das nicht. So wirkt es eher wie ein Beschattungsbericht. Leider macht der ganze Krimi diesen Eindruck - ich fand den Zugang auch nachher nicht. 

Potential wäre vorhanden, besonders Jaume Soler hat was. Aber nur schon der Grund wieso seine Schwester Montse ermittelt, scheint sehr konstruiert. Ebenso einige Witze, die auf dem Kommissariat gerissen wurden, sie kommen mehr gewollt als gekonnt rüber. Die Figuren wirken alle kühl, egal ob Montse, die Polizisten oder der Sohn des Opfers. Selbst bei Doris, dem Opfer, ist nicht klar, weshalb genau sie nach Barcelona reiste. Nicht schlüssig erzählt empfand ich die Sache mit der Kamera, da bleiben einige Fragezeichen zurück. 

Dem Krimi fehlt es an Emotionen und Leidenschaft und wirkt extrem kühl, man merkt nicht einmal, dass "Mord in Barcelona" von Isabela Esteban (ein Pseudonym der deutschen Autorin Brigitte Pons) im Sommermonat August spielt - höchstens vielleicht wegen der Flipflops, die einer der Charaktere trägt. 

Einzig die Location, die Stadt Barcelona, wurde gut eingefangen. Barcelonakenner wissen jederzeit, wo sich die Figuren gerade aufhalten. 

Der Fall an sich kann nicht wirklich überzeugen, und ich glaube nicht, dass ich dem zweiten Fall eine Chance geben werde. 

Fazit: August in Barcelona - doch davon merkt man nichts. Kühle durchzieht diesen Krimi und begeistert mich nicht. 
3 Punkte. 

Mittwoch, 1. April 2020

Krimi: Tante Poldi und der Gesang der Sirenen von Mario Giordano (Tante Poldi 5)

Klappentext:
Es ist so weit: Die Poldi heiratet Montana. So jedenfalls der Plan. Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf vollen Touren, bei manchen liegen die Nerven bereits blank. Aber - man kennt das - Sizilien ist kompliziert, immer kommt was dazwischen. Ein unbeliebter Unternehmer verschwindet. Fiel er etwa in die Hände der Mafia? Und auf der Isola Bella vor Taormina wird die Leiche einer jungen Frau angespült. Die schöne Slowakin ist an einer Überdosis Ketamin gestorben. War es Selbstmord? Ein Unfall? Für die Poldi steht bereits fest: Mord. Zwei gute Gründe, die strapaziösen Vorbereitungen einer sizilianischen Hochzeit erst mal ad acta zu legen und stattdessen dem Jagdinstinkt zu folgen.


Wenn in China ein Reissack umfällt, sind die Auswirkungen bis nach Italien zu spüren. Das sieht man nicht nur jetzt in der Corona-Krise, sondern auch bei Tante Poldi auf Sizilien. 

Auch dort ziehen bestimmte Vorkommnisse ihre Kreise. Poldi wird von einem windigen Geschäftsmann um Hilfe gebeten - es geht um Poldis Schwester Maria, Lügen, Drogen und enorm viel Geld. 


Der Neffe bekommt erst mittendrin was mit, kann aber mit hilfreichem Wissen beitragen. Er wird dafür von den Hochzeitsvorbereitungen für Montana und Poldi befreit. Und wie es so kommt: auch die Ermittlungen von Poldis Team haben Konsequenzen und alles kommt anders als erwartet. 


Es gibt Überraschungen en masse, kaputte Handys, defekte Autos und auch der eine oder andere Tote bis zum allumfassenden und stimmigen Happy End für alle. 


Wie immer temperamentvoll und temporeich verfasst, die Italianità tropft aus allen Poren - danke lieber Neffe für die tolle Zeit, die wir mit euch in Torre Archirafi bisher verbringen durften. Wir Leser fühlen uns fast dort schon so heimisch wie du dich. 

Fazit: Temporeich und witzig wie immer - ein tolles Finale mit viel Grandezza! 
4.5 Punkte. 

Dienstag, 31. März 2020

Mein Lesemonat und Monatsrückblick März 2020

Was für ein Monat! Wer hätte Ende Februar gedacht, dass innert zwei, drei Wochen die ganze Welt still steht! 

Und nun sind wir schon in unserer dritten Woche Home Office - ich bin es mich ja gewohnt, nur eben ohne Familie zuhause. Wir haben das Glück, das jeder sich in ein eigenes Zimmer zurück ziehen kann, so dass wir uns bisher nicht mehr nervten als sonst auch ;-) Ausserdem sind wir und unsere Angehörigen alle gesund, uns geht es also gut. Ich hoffe, euch allen auch! 


Zu lesen haben ich und meine Tochter dank eReader (beide) und vollem SuB (ich) genug. Mein Mann hat seine Filme. Es fehlt uns an nix (höchstens Blumen!), ausser halt spontane oder geplante Treffen mit Freunden, die man vermisst, oder die Freiheit schnell mal irgendwo einen Kaffee trinken zu gehen. Aber es geht ja der ganzen Welt gleich. Den April schaffen wir auch noch und dann schauen wir, wie es weiter geht. 

Im März habe ich 18 Bücher gelesen. Leider waren nur wenig wirklich tolle dabei. Darüber hab ich mich mit einer Bloggerfreundin ausgetauscht, auch ihr ging es ähnlich - wir mussten letzte Woche lange überlegen (und nachsehen gehen), als es darum ging, welche Bücher uns im März wirklich vom Hocker hauten und eben besser als "nur" gut (= 4 Punkte) sind. Bei mir war es "Sophias Hoffnung" von Corina Bomann und der (bei der Diskussion noch nicht gelesene) Krimi "Der tote Carabiniere" von Dino Minardi.

Enttäuscht war ich vor allem von "Ich erfinde dir Paris". Letztes Jahr erschien das Hardcover und eigentlich wollte ich den Roman schon da lesen, kam aber nicht dazu. Deshalb griff ich jetzt, da die Taschenbuchausgabe am 4. April erscheint, zu diesem Titel. Die Story konnte mich nicht überzeugen, sie war seltsam komisch und langweilig. Immerhin wollte ich noch das Ende wissen und habe bis zum Schluss durchgehalten. Bei "Das Beste kommt noch" war ich so gelangweilt, dass ich nicht mal mehr das Ende erfahren wollte. Auch jetzt noch, zwei Wochen später, ist mir das Ende total egal, auch wenn einige andere das Buch toll finden. Dass mich an einem Buch das Ende null interessiert, kommt wirklich selten bis gar nicht vor - dabei war der Anfang recht gut. Item. 

Meine März-Leseliste im Überblick:

1 Punkt:
- Ich erfinde dir Paris von Liam Callanan

2 Punkte:
Das Beste kommt noch von Richard Roper (nach 250 Seiten abgebrochen) 

3 Punkte:
Zu wahr, um schön zu sein von Gabrielle Engelmann  
- Emilie und das kleine Restaurant von Annie L’Italien 

3.5 Punkte:
Dear Oxbridge von Nele Pollatschek 
- Ein Sommer im Alten Land von Julie Peters 
Die verschwundene Braut von Bella Ellis (Brontë-Schwestern 1) 

4 Punkte:
- Der Schmetterlingsgarten von Marie Matisek (Capri 1)
- Wo das Glück in Büchern wohnt von Jenny Colgan (Happy Ever After 1)
Der Gin des Lebens von Carsten Sebastian Henn
Comisaria Fiol und der Tod im Tramuntana-Gebirge von Lucia de la Vega (Comisaria Fiol 1)
- Islandsommer von Kiri Johansson 
- Elsässer Intrigen von Jean Jacques Laurent (Jules Gabin 5) 
Liebe ist tomatenrot von Ursi Breidenbach 
- Tante Poldi und der Gesang der Sirenen von Mario Giordano (Tante Poldi 5) 

5 Punkte: 
- Sophias Hoffnung von Corina Bomann (Die Farben der Schönheit 1)
- Rückkehr nach Capri von Marie Matisek (KG Capri) 
- Der tote Carabiniere von Dino Minardi (Pellegrini 2) 

Im März habe ich zu allen gelesenen Büchern Rezensionen geschrieben und veröffentlicht, zudem die Rezension zu "Mitten im August" von Luca Ventura. Den Krimi hab ich bereits im Herbst gelesen, durfte da aber noch nichts verlauten lassen, da das Buch erst jetzt Ende März erschien. Die Rezension zu "Tante Poldi" kommt morgen, diesen fünften Poldi-Band lese ich heute Abend noch aus - er gefällt mir bisher gut und bekommt mindestens vier Punkte, deshalb habe ich den Titel dort eingetragen.  

Mitte März haben meine Tochter und ich einige Buchtipps für Teenager gesammelt. Letzte Woche erschien in meiner Heimatzeitung ein Artikel mit Lesetipps, die ich in einem dazu passenden Blogbeitrag ("Wie wärs mit einem Buch?") noch weiter erläuterte, bzw. mit den Rezensionslinsk versah. Denn auch wenn die Läden geschlossen sind: Bücher könnt ihr bei euren lokalen Buchhandlungen bestellen. Und wenn ihr schon länger mit einem eReader liebäugelt: viele Buchhandelsketten bieten gerade eReader-Aktionen an. 

Das Lesen geht weiter - so sehen es auch viele Verlage, die online Lesungen anbieten, wie zum Beispiel der dtv Verlag

Auch bei mir geht das Lesen weiter. Von den Neuerscheinungen warten folgende Bücher kommende Woche aufs Gelesen werden: 



Danach stehen noch einige April-Neuheiten auf meiner Leseliste. Ich hoffe schwer, dass ich mich im April ein wenig um meinen SuB kümmern kann, denn das habe ich im März leider nicht mehr geschafft. Da hier ab Ostern Schulferien sind, geht morgens der Wecker nicht und ich kann Nachts noch das eine oder andere Kapitel anhängen, ihr wisst schon "nur noch eins..." ;-) Von daher sehe ich das positiv, der SuB-Abbau könnte klappen, auch wenn es dann nur drei oder vier SuB-Bücher werden. 

Wie erging es euch im März? Konntet ihr euch auf eure Bücher konzentrieren, waren mehr gute oder enttäuschende dabei? Und welche Bücher habt ihr euch für April vorgenommen? 


Ich wünsche euch einen schönen April - bleibt gesund und bleibt zuhause! So ganz nach dem Motto:

Stay home and read a book or two or more... 





Montag, 30. März 2020

Émilie und das kleine Restaurant von Annie L'Italien

Klappentext:
Das Rezept für eine perfekte Geschichte: Man nehme drei Frauen, die wissen, was sie wollen, gebe eine gehörige Portion Gefühl dazu, vermische das Ganze mit dem unbändigen Wunsch nach Selbstbestimmung und garniere alles mit einer Prise Spitzzüngigkeit. Nicht zu vergessen, die Geheimzutat: der Inhalt des rätselhaften grünen Koffers aus der Vergangenheit. Voilà! Davon kann man nicht genug bekommen. Nachschlag, bitte!





Erst als ich das Buch in der Hand hielt, merkte ich, dass es sich um eine Zeitebenengeschichte handelt, denn die drei Frauen aus der Kurzbeschreibung -  Émilie, Hélène und Marie-Juliette - leben zu unterschiedlichen Zeiten: 2016, 1967 und 1934.

Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich den Roman jetzt wohl nicht gelesen, denn ich hatte Lust auf eine Freundinnen-Geschichte. Ich war als sehr gespannt auf den Inhalt.

Der Roman spielt im französichen Teil von Kanada, in Saint-Henri, einem Quebecer Vorort und beginnt 2016, als Émilie sich einen bekannten Koch als Mentor sucht. Sie träumt von ihrem eigenen Restaurant und wird von ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn unterstützt.
Hélène trennt sich 1967 von ihrem Mann, zu einer Zeit, in der man sich noch nicht so leichtfertig trennte. Um für ihre Kinder zu sorgen, baut sie sich ein Catering-Service auf.
Marie-Juliette hat 1934 tolle Eltern, die sie unterstützen in ihrem Bestreben Chefkoch zu werden - in der Zeit, in der "man" erwartete, dass eine Frau so schnell wie möglich heiratet.

Was die drei Frauen miteinander verbindet, ist die Liebe zum Kochen. Zudem wirkt ein in Émilies Küchenschrank gefundener grüner Koffer wie ein roter Faden und bringt am Ende die drei Zeiten und Geschichten der Frauen zusammen.

Der Erzählstil ist speziell. Es ist, als ob ein Aussenstehender die Geschichte einem Publikum erzählt und die Zuschauer immer mal wieder etwas fragt, ebenso auch die Protagonistinnen anspricht. Es wirkte mehr beobachtend als richtig mit Herz und Seele erzählt, ein wenig wie aus der Zeit gefallen.

So fiel es mir schwer, eine Verbindung zu den drei Frauen aufzubauen. Die Idee ist nicht schlecht. Selbst die Figuren wie auch deren Geschichten waren nett, aber sie wirkten zu brav und man kam durch diese Erzählweise nicht wirklich an sie ran. "Émilie und das kleine Restaurant" wirkt dadurch viel zu einfach, um zu überzeugen. Am besten gefiel mir noch die freche Marie-Juliette, Maju.

Zu einfach empfand ich auch die Rezepte. Es muss nicht immer Sterneküche oder irgendwas Besonderes sein, aber sie sollten ansprechend sein. Hier waren sie so einfach, dass man sich manchmal wundert - denn auch 1967 hat Schnittlauch und Petersilie anstatt viel Dill und einige Prisen Minze in einem Zaziki nichts zu suchen.

Die Rezepte stehen jeweils zwischen den einzelnen Kapiteln. Ebenso wird jedes Kapitel mit einem kleinen Rezept wie "1 Unze Neugier, 1 Prise Mut, 6 Tassen Dreistigkeit" überschrieben. Das ist nicht so meins, störte zwar nicht sehr, müsste aber auch nicht sein.

Fazit: Alles ein bisschen zu einfach und zu nett gehalten - "1 Prise Schärfe, 2 Tassen anderer Schreibstil" und schon würde der Roman gefälliger sein. 
3 Punkte.