Mittwoch, 1. Januar 2020

Jahresrückblick - Meine Highlights und Flops 2019

Die alljährlich wiederkehrende Frage am Jahresende über persönliche Lese-Highlights und Flops finde ich immer schwer zu beantworten. 

Denn es wird immer nach nur einem Buch gefragt. Doch das kann ich so nicht beantworten, denn für mich unterscheide ich in Genres und habe mindestens je einen Titel für Krimis, Romane und historische Titel parat. Dann gibt es ja auch noch Reihen, die man begonnen oder abgeschlossen hat, oder neuentdeckte AutorInnen. Oder aber man ist enttäuscht von den neuen Büchern der LieblingsautorInnen. 

Wenn man viel liest, ist die Auswahl erst noch viel grösser, als wenn man vielleicht im Jahr ein Buch pro Monat liest. Aber bei 200 gelesenen Bücher im 2019 hatte ich "nur" zwei 1-Punkte-Bücher und sechs 2-Punkte-Bücher. Von meinen 3-Punkte-Bücher bin ich ja auch nicht begeistert, die sind schlecht geschrieben (oder viel zu langweilig oder oder...), aber wenn ich nur 2 Punkte oder weniger vergebe, dann waren sie wirklich wirklich wirklich mies.

Beginnen wir mit dem totalen Flop, das eine 1-Punkt-Buch, bei dem ich mich frage, wie der Autor bloss einen Verlag gefunden hat, der sein Buch veröffentlicht: "Der Papst, die Prophezeiung und das Nest der Waschbären" von Peter Simon. So ein Schwachsinn.

Enttäuscht bin ich von "Mister Franks Talent für Harmonie" von Rachel Joyce. Ich mag ihre bisherigen Bücher sehr, und fand die Idee von Mister Frank eigentlich auch gut, doch der Roman ist brutal langweilig. Die letzten 80 Seiten haben es dann schlussendlich doch noch schlechte 3 anstatt äusserst miese 2 Punkte werden lassen. Es ist meine Enttäuschung des Jahres.

Der Platz der langweiligsten Serie bekommt im 2019 Brunetti. Schon die letzten drei, vier Bände waren nicht mehr so ansprechend, aber Band 28 "Ein Sohn ist uns gegeben" von Donna Leon hat den Vogel in Sachen Langweiligkeit geschossen.

Bleiben wir bei den Serien. 2019 habe ich es geschafft, alle begonnenen Serie zu Ende oder halt bis jeweils dem aktuellen Band zu lesen und up to date zu sein. Aktuell lese ich gerade "Menu surprise" von Martin Walker, den elften Band von Bruno, Chef de police. Damit werde ich heute fertig und somit zähle ich ihn auch noch dazu. Die Serie um Bruno ist ähnlich wie Brunetti auch zäh geworden, aber irgendwie will ich doch immer noch weiter lesen, es könnte ja sein, dass die Krimis wieder interessanter werden.



Tolle Serien sind zum Glück in der Überzahl. Allen voran die "Sieben Schwestern" von Lucinda Riley. Da blicke ich mit einem weinenden Auge aufs 2020, da Ende Jahr der letzte Band erscheinen wird. Jeder der bisher erschienenen Bände war toll, auch zuletzt "Die Sonnenschwester". Begeistert hat mich auch Julie Caplins "Romantic Escapes"-Serie, deren weitere Bände bald weiter übersetzt werden.

Das ist das Stichwort für "neuentdeckte AutorInnen", denn Julie Caplin schreibt auch als Jules Wake, deren Roman "Covent Garden im Schnee" ich im November gelesen habe und begeistert davon war. Ich könnte jetzt noch einige weitere AutorInnen aufzählen, die ich dieses Jahr entdeckt habe, darunter einige Debüt-Schriftstellerinnen. Da warte ich jetzt aber noch die zweiten oder dritten Romane ab, um zu sehen, ob sie wohl bald zu meinen Lieblingsautorinnen gehören. Neuentdeckt, mehrere Bücher gelesen und alle für gut befunden habe ich von: Viola Shipman, Julia Fischer, Michelle Marly und Anne Barns. Bei den Krimi-AutorInnen sind es: Yanis Kostas aka Alexander Oetker, Natasha Korsakowa und Catalina Ferrera.

Insgesamt hatte ich im 2019 fünfzig 5-Punkte-Bücher. Die Ehre bekamen 30 Romane, 13 Krimis, 5 Historische Romane und 2 Sachbücher/Musikkalender. Siebzehn davon kommen in meine Highlights-Liste:

Meine Krimi-Highlights:
- Spanische Delikatessen Catalina Ferrera
- Römisches Finale von Natasha Korsakowa
- Tod unter dem Aphroditefelsen von Yanis Kostas
- Die Tote mit dem Diamantcollier von Eve Lambert
- Kretische Feindschaft von Nikos Milonas
- Jubilate von Johanna Alba und Jan Chorin

Meine historischen Romane-Highlights:
- Effi liest von Anna Moretti
- Madame Piaf und das Lied der Liebe von Michelle Marly
- Frida Kahlo und die Farben des Lebens von Caroline Bernard
- George Sand und die Sprache der Liebe von Beate Rygiert

Meine Romane-Highlights:
- Der Geschmack unseres Lebens von Julia Fischer
- Love to Share von Beth O'Leary
- Ein Tropfen vom Glück von Antoine Laurin

Plus drei Zeitebenenen-Romane: 
- Die Sonnenschwester von Lucinda Riley
- Die Lilie von Bela Vista von Sylvia Lott
- Die Fliederinsel von Sylvia Lott - erhält von mir auch den Preis des besten ersten Satzes!

Die tollste Einleitung (und "Ausleitung") eines Romans hat:
- Weihnachten in der kleinen Sommerküche am Meer von Jenny Colgan

Nun bin ich gespannt, was für Bücher das neue Jahr hervorbringt. Einige davon liegen bereits auf dem SuB, aber auch tolle Neuerscheinungen sind zu erwarten. Ich bin jedenfalls gespannt und freue mich auf das neue Lesejahr!









Dienstag, 31. Dezember 2019

Lesebiografie Dezember 2019

2019 ist fast zu Ende, und ich nehme euch schnell mit auf meinen buchigen Monats-Rückblick. 

Zuerst kommen wir zum Dezember. Nein, halt, zum November. Denn da habe ich euch noch ein Buch unterschlagen: Marzipanküsse von Katharina Herzog - irgendwie schaffte es der weihnachtliche Kurzroman nicht auf meine Novemberliste. 

Im Dezember gelesen habe ich:

3 Punkte:

- Verborgene Muster von Ian Rankin (Rebus 1)

- Tod in Tintagel von Emma Goodwyn (John Mackenzies 7) 

3.5 Punkte:
- Winterglück am Meer von Julie Larsen 
- Totenstille über dem Lago Maggiore von Bruno Varese (Matteo Basso 3)
- Ein Traum für uns von Marie Force (Lost in Love 8) 

4 Punkte:
- Die fünf Porträts des toten Doktors von Ellen Barksdale (Tee? Kaffee? Mord! Nathalie Ames 11) 
- Der Besuch der reichen Dame von Ellen Barksdale Tee? Kaffee? Mord! Nathalie Ames 12) 
- Das Funkeln einer Winternacht von Karen Swan 
- Der Kommissar und die Tote von Saint-Georges von Maria Dries (Lagarde 11) 
- Nichts als Lügen von Matthew Costello und Neil Richards (Cherringham 35) 
- Leise rieselt das Glück von Debbie Macomber
- Jede Minute mit dir von Marie Force (Lost in Love 7) 
- Meine Hand in deiner von Marie Force (Lost in Love 9) 
- Mörderischer Mistral von Cay Rademacher (Roger Blanc 1)
- Die Fotografin - Weihnachten im Fotoatelier von Petra Durst-Benning (KG) 
- Goldene Jahre von Maria Nikolai (Schokoladenvilla 2) 
- Herbstblüten und Traubenkuss von Emilia Schiling
- Nachtblau von Simone van der Vlugt

5 Punkte: 
- Die Sonnenschwester von Lucinda Riley

22 Bücher habe ich in diesem letzten Monat des Jahres gelesen. Und somit komme ich auf dokumentierte 198 Bücher, plus noch einige Sachbücher. Davon waren es im Dezember drei, also habe ich locker mehr als 200 Bücher gelesen im 2019. Und wenn ihr gerne wissen wollt, welche davon meine Highlights oder Flops des Jahres waren, müsst ihr euch noch ein wenig gedulden, im Januar werde ich einen extra Beitrag verfassen.

Einige der gelesenen Roman werde ich im Januar noch rezensieren, andere, vor allem Serienbände wie "Lost in Love/Greenmountain" 7 und 8, oder "Tee? Kaffee? Mord!" 11 und 12 und "Cherringham" 35 nicht. Weniger Rezensionen schreiben gleich mehr Bücher lesen - aber Schuld sind vor allem die Ferien-Feiertage. Wenn die ganze Familie zu Hause ist und an fast jedem zweiten Tag Gäste zu bewirten sind, habe ich keine Ruhe um zu schreiben, lesen geht dann aber umso besser. 


Wie gestern beim Endstand für die #19für2019 - Challenge berichtet, stand ich Ende Dezember ein wenig im Clinch. Sollte ich mehr Bücher der Challenge lesen oder jene für die #mitlitloveüberdiefeiertage - Aktion? Mit einem Kompromiss habe ich nach zwei lit.Love-Romanen zwei Challenge-Bücher gelesen, und starte dafür die ersten sechs Januar-Tage mit #wirlesenlitlove durch. Für die Aktion werde ich noch "Windstärke Liebe" von Jana Lukas und "Leas Spuren von Bettina Storks" lesen. Am Dreikönigstag ist die Aktion zu Ende. Aber es geht gleich weiter:

Zuallererst mit einer monatlichen Frage-Aktion #litlovetalk. Wir stellen euch jeden Monat, immer am 7. eines Monats, eine Frage zu Büchern von litlove-AutorInnen, die ihr auf euren Blogs, Social Media Kanälen oder einfach per Kommentar beantworten könnt. 

Dann werde ich ab 7. Januar mit einigen anderen #litlovebloggerinnen "Lottes Träume" von Beate Maly lesen. Der Winter, zumindest die Winterkälte ist nun auch bei uns angekommen, vielleicht schneit es bis dann ja mal bis zu uns runter, da passt der Roman um die erste Skirennfahrerin sehr gut. 

Danach werde ich mich weiterhin meinem SuB widmen, und mir sicher auch den einen oder anderen neu erscheinenden Krimi zu Gemüte führen. 

Krimis kamen im 2019 deutlich zu kurz, das möchte ich im neuen Jahr ändern und vor allem im ersten Halbjahr wieder vermehrt lesen. 

Um meinen SuB abzubauen nehme ich im 2020 an keiner Challenge teil, sondern werde meine eigene Idee dazu umsetzen. Darüber berichte ich in einem eigenen Beitrag in den nächsten Tagen - vielleicht habt ihr ja Lust, und nehmt meine SuB-Abbau-Idee für 2020 auf. 

Nun bleibt mir nur noch eins zu sagen, respektive euch zu wünschen:

Ein gutes, gesundes und tolles neues Jahr euch allen - 
Ä guats neus Johr!



Montag, 30. Dezember 2019

Endstand #19für2019

Anfang 2019 dachte ich, es wäre eine gute Idee bei der#19für2019 - Challenge teilzunehmen. Sinn der Sache war, neunzehn Bücher von meinem SuB im 2019 zu lesen, wie ich in meinem ersten dazu passenden Post geschrieben habe. 

Das war meine Originalliste der neunzehn Bücher: 
1. Mein Herz ist eine Insel von Anne Sanders
2. Sommerhaus zum Glück von Anne Sanders
3. Glückssterne von Claudia Winter
4. Wirf dein Herz voraus uns spring hinterher von Anna Paulsen
5. Einmal Liebe zum Mitnehme von Frieda Bergmann
6. Nachtblau von Simone van der Vlugt
7. Die Fäden des Glücks von Julia Fischer
8. Mister Franks fabelhafte Talent für Harmonie von Rachel Joyce
9. Becoming von Michelle Obama
10. Wölfe an der Côte d'Azur von Christine Cazon
11. Verborgene Muster von Ian Rankin (Rebus 1)
12. Mörderischer Mistral von Cay Rademacher
13. Tod in Tintagel von Emma Goodwyn (John Mackenzies 7.Fall)
14. Provenzalische Schuld von Sophie Bonnet (Pierre Durand 5)
15. Die Gärten von Istanbul von Ahmet Ümit
16. Totenstille über dem Lago Maggiore von Bruno Varese (Matteo Basso 3)
17. Mord im Cottage von Anna Bednorz (Aoife 1)
18. Das Geheimnis des alten Strandhotels von Anna Bednorz (Aoife 2)
19. Falsche Austern von Catherine Simon (Leblanc 4)


Am Anfang lief es sehr gut, wie ich im April beim ersten Zwischenstand hier berichtete. Ich wusste aber schon, dass es bis zum Herbst harziger verlaufen würde.


Liste April bis Dezember:
1. Nachtblau von Simone van der Vlugt
2. Die Fäden des Glücks von Julia Fischer
3. Mister Franks fabelhafte Talent für Harmonie von Rachel Joyce
4. Becoming von Michelle Obama
5. Verborgene Muster von Ian Rankin (Rebus 1)
6. Mörderischer Mistral von Cay Rademacher
7. Tod in Tintagel von Emma Goodwyn (John Mackenzies 7.Fall)
8. Die Gärten von Istanbul von Ahmet Ümit
9. Totenstille über dem Lago Maggiore von Bruno Varese (Matteo Basso 3)
10. Mord im Cottage von Anna Bednorz (Aoife 1)
11. Das Geheimnis des alten Strandhotels von Anna Bednorz (Aoife 2)


In meinem zweiten Zwischenstand Anfang August konnte ich drei weitere gelesene Bücher von der Liste streichen. Für den Rest des Jahres blieben noch acht Bücher: 

Liste August bis Dezember:
1. Nachtblau von Simone van der Vlugt
2. Mister Franks fabelhafte Talent für Harmonie von Rachel Joyce
3. Becoming von Michelle Obama
4. Verborgene Muster von Ian Rankin (Rebus 1)
5. Mörderischer Mistral von Cay Rademacher
6. Tod in Tintagel von Emma Goodwyn (John Mackenzies 7.Fall)
7. Die Gärten von Istanbul von Ahmet Ümit
8. Totenstille über dem Lago Maggiore von Bruno Varese (Matteo Basso 3)

Erst im Dezember habe ich mich aber aufgerafft und noch einige Bücher der Challenge-Liste gelesen. Alle habe ich nicht geschafft. Das drittletzte, "Nachtblau" von Simone van der Vlugt, lese ich aktuell, der historische Roman wird aber bis Silvester ausgelesen. Zwei blieben also übrig:

Endstand 31. Dezember 2019:
1. Becoming von Michelle Obama
2. Die Gärten von Istanbul von Ahmet Ümit (Band 1)

Und zwar die mit den meisten Seiten! Doch ich habe auch eine gute Ausrede: 😉

Mitte Januar erscheint Band 2 der türkischen Krimiserie von Ahmet Ümit, dessen erster Band "Die Gärten von Istanbul" mit 730 Seiten auf meiner Liste stand, bzw. noch immer steht. So wusste ich schon im November, dass ich damit warte und den ersten Band erst im Januar lese. Denn wenn er mir gefällt, kann ich gleich zum zweiten Band greifen. Macht Sinn, finde ich, oder etwa nicht?

"Becoming" von Michelle Obama (mit 544 Seiten) schaffte ich auch nicht, doch da bekam ich im Dezember das neu erschiene Ausfüllbuch vom Verlag zugeschickt und so dachte ich, dass ich auch damit warte und Michelles Geschichte in Ruhe im 2020 lese und dazu passend gleich das Ausfüllbuch ausfülle. Es ist also gut, dass ich es noch nicht gelesen habe.


Wenn ihr meine Blogposts, insbesondere auch die monatlichen Lesebiografien oder Beiträge auf meinen Social Media Kanälen verfolgt, dann werdet ihr mitbekommen, wann ich die zwei
übrig gebliebenen Bücher der #19für2019 lesen werde bzw. gelesen habe. 

Fürs neue Jahr habe ich mir auch einen kleinen, aber eigenen Input zum SuB-Abbau ausgedacht. Was ich genau vorhabe, lasse ich euch in der ersten Januar-Woche wissen. 

Jetzt möchte ich aber von euch wissen, wie es euch mit #19für2019 ergangen ist - habt ihr alle neunzehn Bücher von euren SuBs befreit oder habt ihr wie ich auch noch "ungeschaffte" Bücher auf der Liste stehen? 

Montag, 23. Dezember 2019

#mitlitloveüberdiefeiertage

Das Schönste an den Weihnachtsferien? Abends das eine oder andere Kapitel mehr zu lesen, denn morgens klingelt der Wecker ja nicht. Und morgens, gleich noch im Bett, das eine oder andere Kapitel zu lesen.


Oder eine Kurzgeschichte. So wie "Die Fotografin - Weihnachten im Fotoatelier" von Petra Durst-Benning. Die Geschichte ist gratis als eBook erhältlich und umfasst wirklich nur wenige Seiten, man hat sie in einer Viertelstunde gelesen. 

Die kleine Episode aus Mimis Leben spielt am Bodensee und ist richtig schön weihnachtlich und hat mir Lust gemacht, den zweiten Band vielleicht doch schon eher zu lesen als geplant (eigentlich wollte ich warten bis der dritte Band erscheint, um dann beide hintereinander zu lesen). Doch dann habe ich mir spontan den zweiten Band gekauft. 

Um die Kurzgeschichte zu lesen, muss man aber keinen der bisher erschienenen Bände "Der Fotografin"-Serie kennen. Heike von Frau Goethe liest hat dazu einen Beitrag verfasst, der sich etwas näher mit der Fotografie in den Jahren 1900-1920 beschäftigt. 




Heute Abend lese ich dann wieder in der Schoggivilla weiter - "Goldene Jahre - Die Schokoladenvilla Band 2" von Maria Nikolai. Auch hier fühlte ich mich gleich wieder mitten drin in Judiths Leben in Stuttgart. Ich habe knapp einen Drittel des 720-seitigen Buches gelesen.

Was ich danach lesen werde? Wahrscheinlich "Leas Spuren" von Bettina Storks oder "Die Buchhandlung der guten Wünsche" von Marie Adams. Doch ich habe noch mehr Auswahl, auf meinem SuB liegen weitere Bücher der lit.Love-Autorinnen.




Falls ihr nicht wisst, welche AutorInnen in den letzten Jahren an der lit.Love teilgenommen haben, habe ich euch eine Liste gemacht. So findet ihr schneller heraus, welcher Roman ihr lesen könntet, falls ihr bei unserer Leseaktion, die bis zum 6. Januar dauert, mitmachen wollt. 


Teilt eure Lese-Abenteuer mit uns auf Social Media unter folgenden Hashtags:

#mitlitloveüberdiefeiertage
#litlovelesen
#litlovehistory (falls eure aktuelle Lektüre ein historischer Roman ist)
#mitlitlovedurchdenwinter
#litlovetalk
#wirlesenlitlove


Wir freuen uns auf viele MitleserInnen! 

Freitag, 20. Dezember 2019

Meine Hand in deiner von Marie Force (Lost in Love 9 / Green Mountain)

Klappentext:
Ein Blizzard tobt in Butler, als Wade Abbott nach einem Rettungseinsatz nach Hause fährt. Er traut seinen Augen kaum: Vor seiner kleinen Hütte im Wald sitzt zitternd vor Kälte Mia Simpson. Und zwar die Mia, die er vor zwei Jahren auf einem Yoga-Retreat kennengelernt und in die er sich augenblicklich verliebt hat. Wade hat schon lange nichts mehr von ihr gehört – dennoch ist kein Tag vergangen, an dem er nicht an Mia gedacht hat. Und jetzt, mitten in Sturm und Eis, bittet Mia Wade um einen Gefallen: Sie bittet Wade darum, sie zu heiraten.



Dass Wade von Mia fasziniert ist, weiss man bereits aus den ersten Bänden der Serie. Schön, dass ihre Geschichte nun auch erzählt wird. 

Mia sitzt eines Tages vor Wades Haus und braucht Hilfe. Dringend. Was ihr widerfahren ist, lässt niemand kalt. Wer die Abbotts kennt, weiss, dass Mia geholfen wird; auch wenn die Familie sich am Anfang nicht sicher ist, ob Wade sich nicht verrennt. 

Vom Inhalt, beziehungsweise der Grundgeschichte her, wäre dieser neunte Band am spannendsten. Potential wäre da. Ich wartete gespannt auf mehr explosive Elemente als schlussendlich geliefert wurde. Deshalb bleibt auch "Meine Hand in deiner" wie die Vorgänger sehr harmonisch, das Drama bleibt in Mias Vergangenheit. Ein bisschen mehr Gefahrenlage wäre schön gewesen und hätte für Abwechslung innerhalb der Serie gesorgt.

Trotzdem bringt Autorin Marie Force doch einige Überraschungen mit, so dass der Roman nicht langweilig wird. Leider ist er aber stellenweise langatmig, weil Mias Story zu oft wiederholt und thematisiert wird. Klar, muss die ganze Sippschaft davon erfahren, aber verpacken hätte es die Autorin variantenreicher können. 

In der Serie wiederholen sich zu meinem Missfallen auch die vielen horizontalen Szenen. Ich habe noch nie eine Serie gelesen, bei der die Bettszenen so viele Seiten bekommen. Nach spätestens drei Bänden wird es einfach nur noch langweilig, diese Szenen zu lesen. Darum kann ich auch nicht mehr als zwei, drei Bände hintereinander lesen - denn diesbezüglich ist immer alles gleich: der viele Sex ist himmlisch und alle sind die perfekten Liebhaber. Gähn. Mittlerweile lese ich quer drüber und steige wieder ein, wenn die Paare dann endlich mal aus dem Bett kommen und es in der Story mit Handlung weitergeht.

Ein grosses Plus bekommt Fred, der Stadtelch - immerhin gab es da eine tolle Wendung und ich bin gespannt, was beim nächsten Band, wenn es um Lucas geht, noch geschieht. 

Schön zu lesen sind jeweils die Sätze, in denen wir erfahren, was bei den anderen Paaren gerade geschieht. So bleiben die Leserinnen immer auf dem Laufenden und freuen sich mit.

"Meine Hand in deiner" gefiel mir neben Cameron und Charlies Geschichte bisher am besten. Natürlich haben alle Paare etwas für sich, aber diese hier sticht nach all den "Grossstadtpflanze-zieht-nach-Butler"-Storys heraus. 

Fazit: Wade und Mias Geschichte ist spannend, aber die vielen Wiederholungen ermüden.
4 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 2: Kein Tag ohne dich
Band 3: Mein Herz gehört dir
Band 4: Schenk mir deine Träume
Band 5: Sehnsucht nach dir
Band 6: Öffne mir dein Herz
Band 7: Jede Minute mit dir
Band 8: Ein Traum für uns
Band 13: Ganz nah bei dir 



Donnerstag, 19. Dezember 2019

Ich und der Weihnachtsmann von Matt Haig

Klappentext:
Aus ist es mit der Ruhe in Wichtelgrund – eine finstere Intrige wird geschmiedet, und zwar vom hinterlistigen Osterhasen. Das Wichtelreich soll untergebuttert und Weihnachten zu einem zweitrangigen Fest zurückgestuft werden! Das können Amelia, das ehemalige Kaminkehrermädchen, und Nikolas alias der Weihnachtsmann nicht zulassen. Sie kämpfen mit allen Mitteln der Fantasie darum, Wichtelgrund und Weihnachten zu erhalten.






Im dritten Band und letzten Band von Matt Haigs Weihnachtswichtelgeschichten wird es Amelia in Wichtelgrund langweilig. Als richtiger Mensch hat sie im Wichtelland einige Mühe alle Wichtel-Eigenheiten zu verstehen. 

Sie wird gemobbt und fühlt sich unverstanden und allein gelassen. Auf ihren einsamen Streifzügen bekommt sie mit, dass der Osterhase heimlich Vorbereitungen trifft, um Wichtelgrund zu zerstören. Amelia möchte das Dorf retten und sucht Hilfe bei Pixie, der wahrheitssagenden Elfe.

Die Idee mit dem Osterhasen fand ich jetzt nicht so toll, die Wichtel kamen sehr negativ rüber. Generell gefielen mir die ersten zwei Bände besser. Aber gerade durch die märchenhafte Verpackung gelingt es Matt Haig die Botschaft verständlich rüber zu bringen: die Hoffnung darf man nie aufgeben. Und so mischt der Autor Weihnachten mit Ostern, was einerseits gut war, andererseits fehlte mir für ein Weihnachtsbuch dadurch die weihnachtliche Stimmung 

Fazit: Eine wenig weihnachtliche, aber märchenhafte Geschichte für Gross und Klein. 
4 Punkte. 


Reihenfolge:
Band 1: Ein Junge namens Weihnacht
Band 3: Ich und der Weihnachtsmann

Krimi: Tod in Tintagel von Emma Goodwyn (Beefeater John Mackenzie 7)

Klappentext:
Sommerferien an der Küste Cornwalls – Beefeater John Mackenzie kann es kaum erwarten, seine geliebte Pauline endlich wieder in die Arme zu schließen. Doch viel Zeit für Zweisamkeit bleibt nicht. Ein ehrgeiziger Hundezüchter und selbsternannter Gralsritter kommt unter mysteriösen Umständen zu Tode. Da hilft kein Widerstreben: Schon sieht John sich gemeinsam mit dem gesamten Mackenzie-Clan in die Nachforschungen unter schrulligen Vier- und Zweibeinern hineingezogen.




Bisher war ich ein grosser Fan von Beefeater John Mackenzie. Der sechste Band "Tod im Tropenhaus" war neben dem ersten, "Tod im Tower", der bisher beste Band. Trotzdem war mir aus irgendeinem Grund aber nicht nach schnellem Lesen von "Tod in Tintagel", fast zwei Jahre lag der nun ungelesen auf meinem SuB. 

Vielleicht habe ich es unterbewusst gespürt, aber die Verbindung von der Artus-Sage mit der Hundeshow fand ich nicht sehr glücklich. Nur die Artus-Sage als alleiniges Thema hätte mir wahrscheinlich besser gefallen, als die Szenerie der Hundeshows. Auch wenn die in England vielleicht einen hohen Stellenwert haben, finde ich das Thema langweilig - und ich liebe Hunde! Die Kombination ist meiner Meinung nach nicht geglückt. 

Der Autorin muss man zugute halten, dass sie das Hundethema gut aufgearbeitet hat. Doch die Ermittlungen, bei denen dieses Mal die ganze Familie mithilft, waren leider nicht besonders spannend. 

Simon, der sich ausnahmsweise (und nicht grundlos) nett gibt, und Renie, die sich hier über lange Strecken unmöglich verhielt - sie nervt wieder brutal - bekommen für meinen Geschmack viel zu viel Platz. John, der eigentliche Ermittler dieser Serie geht unter.

Wie es scheint, ist dies der letzte Fall für John Mackenzie, die Serie wird wohl nicht mehr weitergeführt. Nach diesem Band verständlich, denn die Lust die Beefeater-Reihe weiter zu verfolgen, ist mir mit "Tod in Tintagel" abhanden gekommen. Schade, denn die ersten Teile waren wirklich gut. Aber da ist anscheinend die Luft raus. 

Fazit: Nicht sehr spannende Ermittlungen im Hundeshow- und Artus-Sagen-Milieu. Der Zug für John Mackenzie ist hiermit wohl abgefahren. 
3 Punkte. 

Reihenfolge:
Band 2: Tod im Kilt
Band 3: Tod im Museum
Band 4: Tod im Schatten der Tower Bridge