Donnerstag, 6. Mai 2021

Top Ten Thursday 06.05.21 - Zehn Bücher von Autoren, deren Nachname mit einem P anfängt

"Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtiteln, Buchcovern oder ähnlichem erstellt. 



Zehn Bücher von Autoren, deren Nachname mit einem P anfängt

Es war fast zu einfach, denn ich kam insgesamt auf 15 Autor*innen, deren Nachname mit P beginnt und konnte so die guten Bücher auswählen. Und von allem ist ein bisschen dabei: zwei Krimis, zwei Romanbiografien, ein Weihnachtsroman und fünf Romane. 










Zu den Rezensionen:
Leuchtturmmord von Katharina Peters 
Ein Winter voller Wunder von Amanda Prowse
This is (not) a Love Song von Christina Pishiris 
Mauersegler von Christoph Poschenrieder 
Die Dirigentin von Maria Peters 

Gerade habe ich bemerkt, dass ich drei Autorinnen mit demselben Nachnamen habe - habt ihr das auch, oder heissen bei euch alle unterschiedlich? 
Wie schwer oder leicht viel euch das "P" heute?

Ich bin jedenfalls gespannt, welche "meiner" AutorInnen ich heute auch bei euch entdecken werde! 

Mittwoch, 5. Mai 2021

Mittwochs am Meer von Alexander Oetker

Klappentext:
Jeden Mittwoch fährt Maurice aus Paris in ein verträumtes Hafenstädtchen in der Bretagne, weil er dort einen beruflichen Auftrag hat. Der stille Mann aus der Hauptstadt stößt auf Misstrauen und Ablehnung bei den rauen Einheimischen, den Fischern und Arbeitern. Doch dann lässt die schöne Rezeptionistin seines Hotels ihm eines Mittwochs einen Liebesbrief und einen Gedichtband zukommen. Maurice ist verzaubert von den Worten der Frau. Sie gehen aus, lernen sich kennen und lieben. Es ist der Beginn einer  leidenschaftlichen Affäre, die jeden Mittwoch neu entflammt, den ganzen Sommer lang. Das Paar fühlt sich wie in einem Traum, der zur Reise wird und schließlich zu einer überraschenden Erkenntnis führt. 


Korrekt und zuverlässig, so ist Maurice. Jeden Mittwoch nimmt er denselben Zug nach Cancale, wird dort abgeholt, checkt im Hotel ein, geht zur Fabrik, arbeitet in seinem Büro und fährt am nächsten Tag wieder zurück nach Paris. 

Doch dieses Mal ist alles anders. Kein freies Zimmer mehr, eine andere Rezeptionistin und ein Liebesbrief verändern sein Leben. Der verlässliche Maurice wird vergesslich, er folgt nicht mehr strikt seiner Agenda und vergisst sogar seine Arbeit. An allem ist Dominique schuld, seine Affäre. Doch alles ist noch viel komplizierter als es auf den ersten Blick erscheint. 

Alexander Oetker baut den Spannungsbogen gekonnt auf. Seine Erzählung ist eine Offenbarung auf 176 Seiten. 

Am Anfang weiss man als Leser noch nicht, auf welche Geschichte man sich da einlässt, es hört sich zu Beginn mit der Zeichnung des peniblen Maurice so gar nicht als "Mittwochs am Meer" an. 

Als es soweit ist, eben "Mittwochs am Meer", spürt man die Liebe der Protagonisten sowie die Zweifel und fragt sich, ob einer der beiden einen Fehler machen oder sich zurück ziehen wird und wie das Ganze wohl ausgehen wird - alles wäre möglich. 

Am Ende wird man, auch aufgrund persönlicher Rückblicke der Charaktere, überrascht von der Komplexität der Geschichte, die der Autor auf diesen wenigen Seiten zum Besten gibt. 

Oetkers Schreibstil überzeugt wie immer. Die Liebe zur auserwählten Destination ist auf allen Seiten sichtbar und wenn beim Leser bei der nächsten Mahlzeit dasselbe auf dem Teller liegt wie ganz oft auf deren der Protagonisten, nämlich Fisch und Kartoffeln, kann man sicherlich von einer gelungenen Erzählung sprechen.

Fazit: Eine sehr schöne Novelle, in die die Leser mit allen Sinnen mit hineingezogen werden und die in einem überraschenden Finale gipfelt. 
5 Punkte. 

Montag, 3. Mai 2021

Krimi: Spanisches Blutgeld von Catalina Ferrera (Lindberg/Diaz 4)

Klappentext:
Ein toter Student gibt Sergent Alex Diaz und seinem Schwager Karl Lindberg Rätsel auf: Dem jungen Mann wurden mehrere große Wunden zugefügt, die sich Gerichtsmedizinerin Chi nicht erklären kann. Am ehesten käme als Waffe ein angespitzter Pflock infrage, meint sie. Nur warum hätte jemand den allgemein beliebten Studenten auf so bestialische Weise ermorden sollen? Alex und Karl treten mit ihren Ermittlungen auf der Stelle, bis sich ein forensischer Experte mit einem ungeheuerlichen Verdacht meldet.




Auf die jeweiligen neuen Bände dieser Serie freue ich mich jedesmal riesig!

Catalina Ferrera versteht es nämlich wie fast keine andere Autorin, kreative Mordfälle zu kreieren. Einfach nur ein Schuss aus einer Waffe wäre ihr viel zu einfach. Deshalb bin ich immer wieder aufs Neue gespannt, was Ferrera sich da wieder ausgedacht hat. 

Im vierten Fall ist auch Gerichtsmedizinerin Chi überrascht - und total ahnungslos. Sie hat keinen Schimmer, was zu diesen grausamen Verletzungen bei dem am Strand aufgefundenen toten Studenten führte. Erst ein Hinweis eines Kollegen aus einer anderen spanischen Stadt bringt die Ermittler auf eine mögliche Spur.

Bis dahin tappen Karl Lindberg und Alex Diaz und ihr Team völlig im Dunkeln. Karl stellte sich seinen ersten Arbeitstag nach fünf Wochen Babypause zwar anders vor, ist dann aber doch schnell wieder in seinem Element. Wie hat er die Strassen Barcelonas vermisst! 

Nun ist er auf ihnen unterwegs, zu Familie, Freunden und Arbeitgeber des getöteten Studenten. Einige davon wissen garantiert mehr als sie sagen und lügen wie gedruckt. Die Sergents stehen unter enormen Zeitdruck und unter Lebensgefahr müssen sie diesen speziellen Fall baldmöglichst auflösen. 

"Spanisches Blutgeld" macht Spass zu lesen, ich war von der ersten Seite vollends in der Geschichte drin und war gespannt, wann es den Ermittlern gelingt, erste Ergebnisse zu präsentieren. Die Leser wissen nämlich ein klein bisschen mehr als Karl, Alex und Co. - aber ob das am Ende auch noch so ist oder doch ganz anders? 

Das werdet ihr nur herausfinden, wenn ihr den Krimi selber liest. Ich kann ihn euch wärmstens empfehlen. 

Das nicht nur weil man in diesen Epidemie-Zeiten auf diese Weise zumindest lesend und sehr günstig nach Barcelona kommt und mit Karl in den Stadtvierteln und am Strand spazieren gehen kann, sondern auch weil der Krimi sehr spannend ist und ausserdem das Wiedersehen mit der immer grösser werdenden Ermittler-Familie immer wieder eine (Lese-)Reise wert ist. Me gusta mucho! 

Fazit: Dieser kreativer Mordfall, der mit einem rasanten und gefährlichen Finale aufwartet, hat mich total begeistert.  
5 Punkte. 


Reihenfolge: 
Band 4: Spanisches Blutgeld

Samstag, 1. Mai 2021

Nur Augen für dich von Marie Force (Greenmountain / Lost in Love 11)

Klappentext:
Landon Abbott kann es kaum fassen: Amanda, die Frau seiner Träume, sucht bei ihm Unterschlupf. Doch wie kann er ihr seine Liebe gestehen, nach allem, was mit seinem Zwillingsbruder Lucas vorgefallen ist? Nachdem Amanda im Feuer des Admiral Butler Inns beinahe umgekommen wäre, sieht sie die Welt in einem neuen Licht. Sie ist fest entschlossen, einmal im Leben wahre Liebe zu spüren, und Landon lässt ihr Herz wie wild schlagen. Doch bestehen ihre Gefühle füreinander auch, wenn sie getestet werden.



 
Landon traut seinen Gefühlen nicht: Amanda fasziniert ihn von Tag zu Tag mehr. Und er sieht sie jeden Tag, denn nach dem Brand lebt sie bei ihm. "Nur Augen für dich" hat Landon für Amanda. 

Wie viele vor ihr, die mit der Abbotts-Familie Kontakt hatte, ist Amanda nicht nur von ihrem grossen Familienzusammenhalt beeindruckt, sondern merkt, dass sie genau das auch will. Nicht mehr aus Koffern leben, sondern eine Heimat finden. Und Dinge tun, die sie bisher nicht gemacht hat. Dafür erstellt sie sich eine Liste, denn sie liebt es zu planen. 

Doch nicht nur die Liebe zu Landon kommt ihren Plänen in den Weg - wobei er auch einen wichtigen Punkt sehr schnell erfüllt - sondern auch ihre Vergangenheit. Diese hat Amanda in sich weggeschlossen und verdrängt, doch nun muss sie für jemanden da sein, was für so eine frische Beziehung nicht leicht ist. 

Ich verrate sicher nichts Neues, wenn ich sage, dass es auch hier, wie in allen bisherigen Bänden ein Happy End gibt. Auf dem Weg dorthin erleben die Leserinnen nicht nur die neue Liebe zwischen Amanda und Landon mit, sondern erfahren wie immer Neuigkeiten aus der Grossfamilie. Dass die für Troubles sorgt ist glasklar, dass die beiden Elche Fred und Dexter unerwartet auftauchen, ebenso. 

Es ist eine Wohlfühlgeschichte mit - wie immer - vielen horizontalen Szenen, die man aber gut überblättern kann. 

Das Faszinierende an der Serie ist ja, dass jeder in der Familie willkommen geheissen wird und für jeden einen Platz gefunden wird, sowie man beim besseren Kennenlernen einer der Abbotts-Kinder auch immer wieder auf dem Laufenden gehalten wird, was bei den anderen passiert. 

So war es auch diesmal ein Vergnügen sich in Butler aufzuhalten. Störend sind einzig die sich - ebenfalls wie immer - zu oft wiederholenden Sätze (hier: "Ihm/ihr war klar, dass sich gerade viel verändert"), die man ab dem vierten, fünften Mal über hat. Wenn man die überlesen kann, hat man eine traurigschöne Geschichte vor sich, bedeckt mit viel Familienwärme. 

Fazit: Ein ereignisreicher und emotionaler 11. Band, bei dem man ganz schnell "Lost in Love" ist.
4 Punkte. 

 
Reihenfolge:
Band 2: Kein Tag ohne dich
Band 3: Mein Herz gehört dir
Band 4: Schenk mir deine Träume
Band 5: Sehnsucht nach dir
Band 6: Öffne mir dein Herz
Band 7: Jede Minute mit dir
Band 8: Ein Traum für uns
Band 13: Ganz nah bei dir 

Vorschau: Neuerscheinungen und Neuzugänge im Mai 2021

Im Mai erscheint ein Buch, auf das weltweit ganz viele Leserinnen schon seit Herbst warten - "Die verschwundene Schwester" von Lucinda Riley, der letzte Teil der "Sieben Schwestern"-Serie. Darauf bin ich schon mega gespannt! Wie gut, dass der Band am Pfingstmontag erscheint - ich weiss jetzt schon, wie ich den verbringen werde ;-)

Letzte Woche wartete Lucinda Riley mit News auf: sie hätte in den sieben Bänden nicht alles erzählen können, Pa Salts Geschichte zum Beispiel - und somit wird es nächstes Jahr einen achten Band geben und "The Missing Sister" wird somit nicht der letzte Band sein. Yeah! Wer freut sich denn auch so sehr über die good News?


In den letzten Tagen gab es noch einige Neuzugänge. Zuerst kamen zwei Rezensionsexemplare, gestern folgten drei Titel aus der Onleihe und heute kurz nach Mitternacht die Vorgeschichte zu Marie Matiseks neuem Roman. Die neuen Rezi-Exemplare seht ihr dann ganz am Ende.

Meine letzten, ganz frischen Neuzugänge aus der Onleihe:


Der Mai wird ein schöner Mix zwischen Reihenfortsetzungen und Einzelbände. Der erste Teil einer Trilogie wird es auch geben, nämlich "Bella Donna" von Catherine Aurel. Das Thema interessiert mich, deshalb ist dieser historische Roman schon seit Dezember vorbestellt. Auf die neuen Romane von Katharina Herzog und Miriam Covi freue mich sehr, ebenso auf den 8. Band für Pierre Duval, "Provenzalischer Sturm" von Sophie Bonnet.

Zwei 2020-Corona-Opfer sind im Mai mit dabei, "Die Villa an der Riviera" von Alex Brown, auf das ich sehr gespannt bin, und "Mord in Parma" von Dani Scarpa.

Interessante Neuerscheinungen im Mai 2021:

 






  

 

Die untersten fünf Bücher sind wie erwähnt schon bei mir eingetroffen und die letzten zwei habe ich bereits gelesen. Tropische Gefahr (im April rezensiert) wurde hin und her geschoben, erst hiess es April, dann Mai, also stellte ich es hier rein und dann kam das eBook dann doch wie in der Verlagsvorschau geplant am 1. April raus. Ich habe es jetzt doch hier in der Mai-Liste behalten. 

Viele Must-Haves sind im Mai nicht dabei. Ich werde also sicher nicht alle der vorgestellten Bücher lesen, schon gar nicht alle im Mai. Bei sechs der vorgestellten Titeln bin ich mir dazu noch gar nicht sicher, ob ich sie je lesen werde. Vielleicht streiche ich sie dann im Laufe des Monats sogar von meiner Merkliste, da warte ich die ersten Rezensionen ab. 

Wie sieht es bei euch im Mai aus? Welche Bücher dürfen sicher bei euch einziehen, auf welche freut ihr euch am meisten und welche laufen bei euch unter "mal sehen"?




Freitag, 30. April 2021

Mein Lesemonat und Monatsrückblick April 2021

April, April - der macht was er will. 

Dieses alte Sprichwort traf in diesem Jahr nicht nur beim Wetter zu. Mein Computer verabschiedete sich still und leise, die Küchenwaage konnte immerhin noch gerettet, zwei seltene Leuchten halbwegs ersetzt und die Ofentüre geflickt werden, nicht aber Tumbler und Kühlschrank - heute kam die Nachricht, dass wir neue Geräte bekommen. Gut so. Aber nervig, wenn gleich alles so zusammen kommt. 

Bevor ich es vergesse: wer mir per eMail folgt, sollte sich eine Alternative überlegen, denn der "eingebaute" von Blogger wird abgeschaltet. Ihr könnt mir gerne über RSS folgen, ich benutze zum Beispiel die App "Leaf" um anderen Blogs zu folgen und bin sehr zufrieden damit. Dort könnt ihr einfach meine Blogadresse in das "Subscribe-Feld" setzen und dann anklicken. Dann werdet ihr sofort informiert, wenn ich einen neuen Blogpost veröffentliche. 

Der April war so gar nicht mein Monat, denn neben all dem technischen Debakel nervten auch noch meine Allergien (der Heuschnupfen war da nur Nebensache) sehr. Immerhin ist mein Balkon ready für den Sommer und mein Granatapfelbaum überlebte die tagelangen eiskalten minus 12° doch - ich wollte ihn am Montag schon rückschneiden und entsorgen, als ich merkte, dass er doch wieder spriesst!

Zum Lesen kam ich diese Woche kaum, hab gerade mal eineinhalb Bücher geschafft, deshalb sind es nun am Ende des Monats auch weniger als im ersten Quartal des Jahres trotz einer von zwei Frühlingsferienwochen, die mir ausser dem Ausschlafen am Morgen so gar nicht ferienhaft vorkam. 

Das Positive am April: nach etwa einem halben Jahr konnte ich letzte Woche zum ersten Mal wieder einen Kaffi auf einer Café-Aussenterrasse geniessen - die sind bei uns seit knapp zwei Wochen wieder geöffnet. Eine schöne Abwechslung!


Auch sehr positiv: die gelesenen Bücher waren durchwegs alle gut bis sehr gut.

Mit den gelesenen Büchern war ich vor allem im Mittelmeerraum unterwegs: zum Beispiel in Frankreich, Italien und auf Kreta. Ich war ausserdem bisher noch nie, aber dafür im April gerade zweimal auf Fidschi, einmal musste ich meinen Besuch aber abbrechen. 

"Zartbitter ist das Glück" von Anne Ostby besticht durch einen schönen Schreibstil, war mir aber viel zu langweilig. Nach 80 Seiten, nachdem noch nicht mal alle der fünf Frauen vorgestellt wurden, hab ich mir Rezensionen durchgelesen und da hiess es oft, dass nicht mehr viel mehr passieren würde. Deshalb hab ich abgebrochen, mir wars einfach zu ereignislos und langweilig. 

Der zweite Fidschi-Aufenthalt war um einiges interessanter, die "Tropische Gefahr". Überrascht im April haben mich "Horizont am Meer" und "Das Leben leuchtet sonnengelb". Beide Bücher hab ich durchgesuchtet. Aber auch die anderen Büchern waren toll, schaut selbst: 

14 gelesene Bücher und ein abgebrochenes Buch im April:

abgebrochen:
- Zartbitter ist das Glück von Anne Ostby (80/400)

4 Punkte:
- Sommerleuchten am See von Sarah Morgan 
- Liebe im kleinen Brautladen am Strand von Jane Linfoot (Wedding Shop Band 5) 
- Josephine Baker und der Tanz des Lebens von Juliana Weinberg (Ikonen ihrer Zeit 3)
- Sweet at heart von Robyn Neeley (Honey Springs 2)  
- Tropische Gefahr von B. M. Allsopp (Fidschi-Krimi 1)  
- Mord frei Haus von Thomas Chatwin (Band 3) 

4.5 Punkte:
- Die Bildhauerin von Pia Rosenberger 

5 Punkte: 
- Die Träume der Bienen von Patricia Koelle (Inselgärten 3)  
- Mittwochs am Meer von Alexander Oetker  
- Am Horizont das Meer von Anika Beer 
- Der tote Rittmeister von Elsa Dix (Seebad-Krimi 2)  
- Das Leben leuchtet sonnengelb von Pauline Mai  
- Bretonisch mit Aussicht von Gabriela Kasperski (Tereza Berger 2)  
- Kretisches Schweigen von Nikos Milonas (Band 3) 

So viele 5 Punkte-Bücher hatte ich glaub noch nie in einem Monat! Und kein einziges unter 4 Punkten. Ich bin also mehr als nur zufrieden :-) 

Die Rezensionen habe ich euch alle verlinkt und die letzten zwei Tage richtig Gas gegeben um möglichst nicht in den Rückstand zu geraten. Es fehlt noch jene zu "Mittwochs am Meer". Sie folgt am Mittwoch, dann ist offizieller ET. 

Mit in den Mai nehme ich den elften Band der Green Mountain/Lost in Love-Reihe von Marie Force "Nur Augen für dich". Einige Mai-Neuheiten liegen bei mir schon auf dem Reader, aber mehr dazu dann morgen in der Mai-Vorschau. Ich freue mich auf den neuen Monat, dann gibts nicht nur einen neuen Tumbler und Kühlschrank, sondern ich kann hoffentlich bereits schon nächste Woche wieder komplikationslos auf einem grösseren iMac arbeiten und muss nicht improvisieren und immer mal wieder vom kleinen Laptop auf die Festplatte aus wechseln und wieder zurück. 

Was machte der April bei euch? Haben wir gemeinsame April-Bücher? 



Krimi: Bretonisch mit Aussicht von Gabriela Kasperski (Tereza Berger 2)

Klappentext:
Tereza Berger, Buchhändlerin mit Kampfgeist, will eine verschwundene Nonne rehabilitieren, die verdächtig ist, ihre singenden Kolleginnen, die Bergamottes de Camaret, und eine Pariser TV-Crew mit einer Fischsuppe vergiftet zu haben. Dumm nur, dass Tereza als Köchin engagiert war und deshalb selbst zum Kreis der Verdächtigen gehört. Damit nicht genug, stößt sie am Strand auf einen Toten. Der ehemalige Marineadmiral war eine bretonische Berühmtheit. Hängen die beiden Fälle zusammen? Terezas Nachforschungen führen sie zu einer geheimnisvollen Grotte – und weit zurück in die Vergangenheit.



Es ist Frühling in der Bretagne und bald steht schon wieder das erste Fest an, ein Kriegsheld soll dabei geehrt werden und der Frauen-Chor von Camaret singen, unterstützt von einer berühmten lokalen Sängerin, die aber schon längst das ländliche Idyll verliess und in Paris zu Hause ist. Wo Armelle ist, ist auch das TV nicht weit. Um alle schnell verpflegen zu können, soll Tereza als Hilfsköchin im Kloster fungieren. 

Auf ihrem Weg zum Kloster stolpert Tereza aber fast über eine Brüstung und sieht, dass jemand vor ihr kein Glück hatte und sich nicht halten konnte. Als sie im Kloster davon berichtet, verschwindet Schwester Nominoë und macht sich sehr verdächtig - erst recht als Tags darauf alle Nonnen und die Crew wegen einer Vergiftung flach liegen. 

Kommissar Gabriel Mahon will Tereza mal wieder nichts glauben und so streiten sie munter weiter miteinander, als ob sie die weisse Fahne am Ende des ersten Bandes gar nicht gehisst hätten. Tereza macht sich deshalb selbstständig und versucht so viel wie möglich in Erfahrung zu bringen - über Land und Leute, mögliche Verdächtige und alle Hintergründe, die zu diesen Taten geführt haben könnten.

Tereza kann sich aber nicht in Ruhe auf ihre Ermittlungen konzentrieren, denn  die Schmierereien an ihrer Buchhandlung Déjà-lu beginnen wieder und auch sonst reiht sich zuhause Katastrophe an Katastrophe. Doch wer Tereza bereits aus dem ersten Band kennt, weiss, dass sie nicht so schnell aufgibt und am Schluss den richtigen Riecher hat. 

Es gibt ein Wiedersehen mit Surflehrerin Ayala, deren Tochter man hier endlich kennenlernt; mit Magalie, die immer für Café-au-lait-Nachschub sorgt; mit Isidore, der die Villa Wunderblau in Schuss hält und mit Sylvie, das Herz der Buchhandlung und ohne die Tereza nicht einfach so frei und unabhängig in der Gegend rumdüsen könnte.

Erneut war es ein grosses Vergnügen diesen Krimi von Gabriela Kasperski zu lesen. "Bretonisch mit Aussicht" hat alles, was ein guter Krimi braucht: ein interessantes Thema, Spannung, Humor und vielfältige Charaktere. 

Fazit: Beste Krimiunterhaltung ist garantiert - kein Wunder mit dieser bodenständigen, sympathischen und eigenwilligen Protagonistin, die dem Kommissar das Leben schwer macht. 
5 Punkte.