Mittwoch, 7. September 2022

Das Wunder von Bahnsteig 5 von Clare Pooley

Klappentext:
Jeden Morgen nehmen sie denselben Zug nach London, die Passagiere in Wagen 3. Iona, eine Ratgeberkolumnistin und extravagante Erscheinung, hat sich sogar Namen für ihre Mitreisenden ausgedacht: Der-einsame-Teenager, Die-hübsche-Leseratte oder Der-arrogante-Breitbeinige. Als routinierte Pendler wechseln sie kein Wort miteinander. Bis sich der Breitbeinige eines Tages an einer Weintraube verschluckt und womöglich erstickt wäre, hätte ein junger Mann ihn nicht gerettet. Dieser Einsatz des Krankenpflegers Sanjay bewirkt ein Wunder: Die Menschen im Zug beginnen miteinander zu reden. Aus sechs Fremden, die nichts gemeinsam haben als ihren Arbeitsweg, wird eine Gemeinschaft, in der alle füreinander da sind. Denn Hilfe braucht jeder von ihnen.


Jeder, der öfter mal mit der Bahn unterwegs ist, weiss, dass aus fremden, sich anschweigenden Mitreisenden durch kleine spezielle Vorfälle Berührungspunkte entstehen können, sei es durch ein nachfolgendes Schmunzeln oder ein Gespräch. 

So eine Szene hat Clare Pooley auserkoren als Einstieg in "Das Wunder von Bahnsteig 5". Hier geht es um Pendler, die normalerweise stillschweigend täglich morgens und abends im selben Wagen, am liebsten am selben Platz sitzen - wehe der "eigene" Sitz ist besetzt! 

Man kennt sich vom Sehen, jeder hat in Gedanken seine Mitreisenden längst begutachtet und Spitznamen verteilt. Am auffallendsten ist Iona, die an Mary Poppins heran kommt, wenn es darum geht, alles Mögliche aus der Tasche zu ziehen. Doch auch ihr Kleidungsstil, ihr Schosshündchen Lulu, das einen eigenen Platz bekommt - wogegen sich niemand laut wert - und Ionas Art fallen auf. 

Jeder hat seine eigenen Sorgen, so auch der Schnösel im Anzug, Piers. Als er sich eines Morgens verschluckt, ändert sich alles. Iona ruft um Hilfe, Sanjay als Krankenpfleger hilft - und sie alle sind zukünftig keine Fremden mehr. Sie setzen sich zueinander, lernen sich kennen, erst halten alle ihre Schutzschilder noch hoch, doch bald schon lassen sich die fünf Pendler fallen und beginnen sich zu öffnen. Die scheue Martha, die in der Schule gemobbt wird, bekommt Tipps und Hilfe. Sanjay hat mit den Erlebnissen auf der Arbeit zu kämpfen und würde Emmie gerne daten. Die Endzwanzigerin arbeitet in der Werbung, sie würde aber lieber etwas Sinnvolleres machen und wird ausserdem gestalkt, was sie niemandem erzählt. Iona arbeitet bei einer Zeitschrift und wird aufgrund von ihrem Alter, 57, auf die Reservebank verfrachtet. Dabei hatte sie früher so ein aufregendes Leben und fühlt sich nicht zu alt für ihren Job.

Sie alle machen im Lauf der Geschichte einiges durch - die so unterschiedlichen Charaktere zu begleiten macht unheimlich viel Spass. Lustige, humorvolle Szenen wechseln sich mit traurigen oder nachdenklichen Szenen ab und am Ende legt man das Buch seufzend weg - gerne hätte man die inzwischen lieb gewonnen Figuren noch weiter begleitet. Aus einer Zwangsgemeinschaft hat die Autorin eine befreundete Clique erschaffen. Freunde findet man dort, wo man es nicht erwartet, das hätte wohl auch keiner ihrer Romanfiguren gedacht. 

Es lohnt sich, nicht nur auf seine Mitreisenden einen zweiten Blick zu werfen, auch diesen Roman solltet ihr in der Buchhandlung nicht zurück lassen. "Das Wunder von Bahnsteig 5" gehört auf jeden Fall zu den Jahreshighlights - ruhig und warmherzig, aber eben auch sehr unterhalten und witzig. 

Fazit: Herzliche und humorvolle Unterhaltung - nicht nur in der Bahn lesenswert. Für jeden Pendler unbedingt empfohlen. 
5 Punkte. 


Donnerstag, 1. September 2022

TTT Top Ten Thursday 01.09.22 - Zehn Bücher, die mit F beginnen

"Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtitel, Buchcover oder ähnlichem erstellt. 



Zeige zehn Bücher, deren Titel mit dem Buchstaben F beginnen

Ich hatte heute eine grosse Auswahl und konnte sogar die schlecht bewerteten Bücher rausschmeissen. Zwei aus meiner Liste sind noch nicht rezensiert, "Für immer in meinem Herzen", ein Roman im Amish-Umfeld und "Frühlingsmagie", der erste Band der Jahreszeiten-Reihe von Nora Roberts. Die Reihe bekommt dieses Jahr ein Umstyling, also alles neue Cover.





Hier gehts zu den Rezensionen:
- Fliedersommer von Cathy Bramley
- Frühstück mit Meerblick Debbie Johnson
- Frühlingsnächte von Debbie Macomber
- Frühlingsträume Nora Roberts (Jahreszeiten-Reihe 1)
- Fünf am Meer von Emma Sternberg
- Frühling in Paris Fiona Blum
- Für immer und ein Leben lang von Sarah Morgan (Puffin Island 2)
- Für immer und einen Weihnachtsmorgen von Sarah Morgan (Puffin Island 3)
- Für immer in deinem Herzen von Viola Shipman
- Für immer in meinem Herzen Susan Wiggs
- Flüssiges Gold von Paolo Riva


Einen schönen Donnerstag euch!

Monatsvorschau und Neuerscheinungen im September 2022

Der Sommer ist vorbei - die Neuerscheinungslisten werden nämlich wieder länger! Zudem beginnt der Herbst, zumindest meteorologisch, heute. Wir sind also definitiv in der zweiten Jahreshälfte angelangt! Und da der Herbst meine Lieblingsjahreszeit ist, freu ich mich natürlich sehr auf die kommenden Monate. 


Gefühlt die Hälfte der Neuerscheinungen sind Weihnachtsromane. Aber kommen wir erst mal zu den "normalen" Romanen, hier habe ich zwölf Titel, die es zu entdecken gilt:





Davon unbedingt lesen möchte ich "Tote morden nicht", "Je süsser das Gift" und den zweiten Band der Manne Nowak-Krimiserie "Amsel, Drossel, tot und starr". Natürlich unbedingt auch den Auftakt zur Sehnsuchtswald-Reihe von Patricia Koelle "Das Licht in den Bäumen", das hab ich schon seit zwei Wochen bei mir und gestern schon damit begonnen 😀 

Bereits im August gelesen hab ich den dritten und letzten Teil der Lütteby-Reihe "Das Wunder küsst uns bei Nacht". 

"Koriandergrün und Safranrot" hab ich vor vielen Jahren gelesen und werde es nun nochmals lesen, da es neu aufgelegt wird - es ist also nicht neu, nur neu aufgelegt, aber ich fand es damals so gut, dass ich es zeigen möchte und euch zum Lesen animieren. Nach meinem Reread wird es dann auch eine Rezension dazu geben. 

Eigentlich wäre noch ein weiterer Titel auf meiner Liste. Doch "Aurélie und die Nähwerkstatt der Träume" von Melissa Jahn ist seit Anfang August plötzlich nicht mehr gelistet, ich habs deshalb wieder rausgenommen. Vielleicht wird das einfach verschoben auf den Frühling und nicht nicht veröffentlicht. 

Und nun, Trommelwirbel, die Weihnachtsromane - es sind deutlich mehr als die Hälfte, nämlich ganze 18 Titel:







Alle zu lesen schafft man wohl kaum. Zumindest nicht bis Weihnachten, wenn man auch noch anderes lesen möchte. Davon sind meine Must-Reads wie immer die beiden Romane von Sarah Morgan ("Weihnachtsreise zum Nordlicht") und von Karen Swan ("Winterträume im Schnee). Dazu in diesem Jahr unbedingt auch den Auftakt zur Bücherdorf-Reihe von Katharina Herzog "Winterglitzern", zudem die Kurzgeschichte (140 Seiten) "Weihnachtszauber im Salzgarten" (die ersten beiden Bände hab ich gerade gelesen und bin deshalb extrem gespannt!), unbedingt "Winterträume am Kamin" von Mary Kay Andrews und Jenny Colgans "Weihnachten in der kleinen Buchhandlung" (das liegt wie auch "Der Wintermordclub" schon seit Mitte August auf meinem Reader) sowie "Das Fest der Liebe" von Jean Meltzer. 

Letztes Jahr hab ich "Winterglück in Willowbrook" gelesen, das hab ich leider noch nicht fertig rezensiert, aber es hat mir sehr gut gefallen, weswegen ich "Winterwünsche in Willowbrook" auch lesen möchte. Den Kurzroman "Sterne glitzern auch im Schnee" von Meike Werkmeister auch. Ja, auch gerne die Romane von Tanja Janz und Debbie Macomber... Nein, ich hab noch nicht alle siebzehn Titel aufgezählt, aber viel fehlt nicht mehr 😁

Wie sehen eure Lesepläne im September aus? Bei mir wird es einen Mix aus Neuerscheinungen und einen Ausflug durch den SuB geben. Ob ich mit den ersten Weihnachtsromanen bereits im September starte oder noch bis Oktober warte weiss ich noch nicht, ich entscheide mich dann je nach Lust und Laune - wenn das Wetter schon sehr kühl werden sollte, ist der Griff dazu wahrscheinlicher. 

Dann auf in einen herbstlich schönen und lesereichen September - zumindest bei mir sollte er lesereich sein, ich darf nämlich im Laufe des Monats nochmals eine Woche ans Meer!




Mittwoch, 31. August 2022

Mein Lesemonat und Monatsrückblick August 2022

Gleich zu Monatsbeginn ging es nach drei Jahren das erste Mal wieder ans Meer - nach Lanzarote, da waren wir vor drei Jahren auch. Wir konnten uns prima erholen, denn es war so ruhig und wir wären deswegen noch gerne länger geblieben. Schon drei Tage nach der Rückkehr war die Erholung futsch dank der noch immer anhaltenden Nachtarbeiten... 

Davon sollte es nur noch diese und die nächste Woche welche geben, aber ich trau da grad nicht mehr drauf. Seit Montag haben wir tagsüber zumindest keine Bauarbeiten mehr, dafür aber ab morgens um 6:00 Uhr stetig wiederholende Durchsagen über Verspätungen, Zugsausfälle oder verkürzt geführte Kompositionen (als ob es ein IC wäre, dabei ist es nur das lokale Bähnli). Verlässlichkeit ist anders, weshalb wir nun doch immer mindestens ein Bähnli früher gehen müssen, d.h. 20 Minuten früher, wenn wir am HB Anschlüsse erreichen müssen. Saudoof. Der Triumphbogen (siehe Lesemonat Juli) wird nun zum Politikum, ich hoffe, die nicht mehr zumutbaren Verspätungen und Ausfälle auch - Grund dafür sind Fehler bei den Bauarbeiten. Da ich aktuell wieder zwei- bis dreimal die Woche pendle, bin ich leider davon betroffen. Vor allem frühmorgens ein Ärgernis. Das Pendeln an sich nicht, denn das gibt mehr Lesezeit :-) Und um die war ich in den letzten zwei Wochen sehr froh.


Sehr viel Lesezeit hatte ich aber vor allem in den Ferien - war das herrlich! Wir waren natürlich auch ein bisschen unterwegs, aber an den Liegestuhltagen wurde ausführlich gelesen. Dabei ist mir am Strand und im Poolbereich im Gegensatz zu vor drei Jahren aufgefallen, dass nun viele Menschen eReader dabei haben. Vor drei Jahren war ich damit noch der Exot. 

Gelesen hab ich einige meiner SuB-Bücher und die letzten Tage bereits eine Neuheit vom September. 

Zwei der SuB-Bücher hab ich nach circa den ersten 60 Seiten abgebrochen. Die Anfänge waren mir einfach zu doof - im einen Buch wurde der Protagonistin einfach so gekündigt, weil sie einen falschen Spesenbeleg abgab (ähm, wie wärs mit Nachfragen und abklären, danach kann man immer noch Schritte einleiten - rechtlich wäre das so, wie es im Roman beschrieben war, gar nicht durchsetzen) und die Mutter ihres Freundes bei der Prota ihren Besuch ankündigte und Auflagen hatte (und dann doch nicht kam; halt auch so völlig übertrieben und blöd); beim zweiten Buch hat die Familie der Protagonistin einfach beschlossen, ohne Wissen derselben, dass die Prota sich um den Schrebergarten der verstorbenen Tante kümmern müsse. Abends um 21:00 Uhr wurde sie angerufen, sie müsse am nächsten Morgen um 8:00 Uhr dort sein, liegt nicht am Weg aber ist ja egal, nicht? Und es blieb nicht bei der einen Szene. Ehrlich, so übergreifende Szenen will ich einfach nicht lesen, sorry liebe Autor*innen, bleibt doch einfach wenigstens ein bisschen glaubwürdig. Sowas hätte man doch gut einfach ganz normal regeln können, ohne ins Unglaubwürdige abzudriften - dann hätte ich auch weiter gelesen. 

Dafür waren alle anderen Titel gut bis sehr gut und das Lesen machte unheimlich viel Spass, wie ihr gleich bei den Bewertungen sehen werdet!

Im August hab ich 16 Bücher ganz gelesen und zwei abgebrochen:

abgebrochen: 
- Gartenglück mit Seeblick von Johanna Frost 
- Inselküsse unter Palmen von Marie Vareille

4 Punkte:
- Mein einziger Wunsch bist du von Jen Gilroy 
- Die Hoffnung so gross von Debbie Macomber (Heart of Texas 4)
- Sterne über Rom von Karen Swan
- Sommerträume am Meer von Karen Swan 
- Eine Insel zum Verlieben von Karen Swan 
- Ein Sommer in den Hamptons von Karen Swan 
- Sterne über Korsika von Ursi Breidenbach 
- Die Silberkammer in der Chancery Lane von Ben Aaronovitch (Peter Grant 9)
- Sonnenblumentage von Frieda Bergmann 
- Das Wunder küsst uns bei Nacht von Gabriela Engelmann (Lütteby 3) 

 5 Punkte: 
- Sonne über dem Salzgarten von Tabea Bach (Salzgarten 1) 
- Himmel über dem Salzgarten von Tabea Bach (Salzgarten 2) 
- Die Frauen von Saffron Hall von Clare Marchant 
- Island Dreams - Der Garten am Meer von Charlotte McGregor 
- Sommer im Paradies von Karen Swan 
- Das Wunder von Bahnsteig 5 von Clare Pooley 


Mit den Rezensionen hinke ich ganz schlimm zurück. Und gelesen hab ich in den letzten zwei Wochen auch nicht viel. Ich wusste ja, dass ich von Mitte August bis Ende September Stress haben werde, aber nicht, dass noch ganz spontan (weil man vergessen hatte mir das Datum mitzuteilen) noch mehr und eben vor allem zusätzliche Arbeit mit viel Vorbereitungsarbeit auf mich zu kommt. Deshalb hinke ich jetzt mit den regulären Arbeitsvorbereitungen hinterher. Aber das sollte sich nächste Woche bessern, so dass ich wieder Zeit habe, um Rezensionen zu schreiben - wie ihr oben sieht, hat es viele interessante und tolle Titel mit dabei.

Tatsächlich war es im August nur eine einzige Rezension. So wenig hab ich schon ewig nicht mehr geschrieben. Aber ich hole es wieder auf, ab nächster Woche dürft ihr wieder mit meinen Rezensionen rechnen. 

Neue Autorinnen hab ich im August auch entdeckt: einmal Clare Marchant mit ihrem wunderbaren, auf zwei Zeitebenen spielenden Roman "Die Frauen von Saffron Hall" und Charlotte McGregor "Island Dreams - Der Garten am Meer". Ich freue mich darauf, von beiden Autorinnen mehr zu lesen und kann euch die beiden Bücher wärmstens empfehlen. 

Da werde ich dann u.a. auch die Sommerromane von Karen Swan rezensieren - ich hab doch tatsächlich nun alles, was auf deutsch von ihr übersetzt wurde, gelesen! Yeah! Da ihre Romane alle grob gerechnet zwischen 500-600 Seiten haben, hab ich ihre Bücher halt gesammelt anstatt gelesen. Meine Ferien eigneten sich perfekt um solch dicke Bücher zu lesen. Ihr neuestes, "Sommer in Paradies" hab ich dann letzte Woche gelesen. Gut, dass bald ihr Weihnachtsroman rauskommt! Das ist das Stichwort für mich, um euch auf meine morgige Septembervorschau zu verweisen und den August ruhen zu lassen. 

Wie war euer August? Warm, heiss, gemütlich, stressig, erholsam? 
Erzählt mal!





Sonntag, 28. August 2022

Mein einziger Wunsch bist du von Jen Gilroy (Irish Falls 1)

Klappentext:
Die 35-jährige Annie glaubt nicht mehr an das, woran die Einheimischen von Irish Falls glauben: dass an diesem idyllischen Ort Wünsche wahr werden. Das ganze Jahr über hängen die Bewohner und Touristen dort kleine Briefe mit ihren größten Sehnsüchten an einen Wunschbaum. Doch Annies Traum ist vor vielen Jahren mit einem lauten Knall geplatzt. Niemand weiß von ihrem großen Talent. Bis der attraktive Songwriter Seth nach Irish Falls kommt, um den lokalen Radiosender wiederzubeleben und Annie ihr Geheimnis entlockt. Er möchte sie dabei unterstützen, ihren Lebenstraum weiterzuverfolgen, aber Annie hat sich geschworen, nie wieder auf die Versprechungen eines Mannes hereinzufallen. Doch je mehr Zeit sie mit Seth verbringt, desto mehr erkennt sie, dass sie sich all die Jahre möglicherweise das Falsche gewünscht hat.


"Der Wunschbaum in Irish Falls", so der Originaltitel übersetzt, steht in der Nähe von Annies Zuhause in der Gegend der Adirondack Mountains, in Irish Falls. Da, wo jeder jeden kennt. Annie glaubt nicht mehr an Wünsche, weshalb sie auch schon lange keine weiteren Wünsche an den Baum hängt. 

Der in Irish Falls beliebte Radiobesitzer und -moderator Jake ist verstorben, nun warten alle, dass Jakes Neffe nach Irish Falls kommt und sein Erbe antritt. Annie, für die Jake wie ein Vater war, ist erstaunt, als der Neffe eines Tages überraschend in der Bäckerei steht und sie in ihm den bekannten Songwriter Seth Taggart erkennt.

Seth hat keine Ahnung, was er alles erbt und ist überrascht, dass er von seinem Onkel, zu dem der Kontakt bereits in seiner Kindheit abbrach, überhaupt etwas vererbt bekommt. Sein Erbe ist an eine Bedingung geknüpft, die ihm nach einigem Überlegen gut gelegen kommt.

Misstrauisch beäugt von den Einwohnern, hilft Annie ihm, sich zurecht zu finden. Sie freunden sich an und merken, dass da noch andere Gefühle mit im Spiel sind. Doch es ist kompliziert. Beide sind alleinerziehend: Seths Sohn studiert und hält kaum Kontakt; Annie hat eine 16jährige Tochter, die nichts anderes will, als Sängerin werden. Annie möchte aber, dass Hannah erst noch die Schule zu Ende bringt oder etwas lernt, um ein zweites Standbein zu haben, falls das mit der Musik nicht hinhauen sollte. Hannah versteht das nicht, doch Annie hat ihre Gründe, wie ihre Geschichte zeigt. 

Freundschaft, Familie, Gemeinschaft und Liebe sind zentrale Themen. Aber, wie könnte es anders sein, wenn ein Songwriter die Buchbühne betritt und einen Radiosender übernehmen soll, steht auch die Musik im Vordergrund. Und längst nicht nur wegen Seth oder Hannah... 

"Mein einziger Wunsch bist du" ist eine bezaubernde Kleinstadt-Romanze, ein schöner und stimmiger Auftakt zu der "Irish Falls"-Reihe. Die Charaktere sind allesamt liebeswürdig, haben nachvollziehbare Probleme und hoffen auf zweite Chancen. Das Setting des fiktiven Irish Falls nahe der Grenze zu Kanada überzeugt und man könnte sich selbst vorstellen dort zu leben oder zumindest mal eine Reise dorthin zu unternehmen und sich den Wunschbaum und andere Sehenswürdigkeiten in der Nähe mit eigenen Augen anzusehen. Natürlich würden tägliche Besuche in der Bäckerei dazu gehören, damit man sich durch alle Spezialitäten durch probieren könnte. Vielleicht, wenn man Glück hat, käme man noch in den Genuss eines spontanen ad hoc, könnte ja sein. Dieser Auftakt macht auf jeden Fall Lust, auch den nächsten Band zu lesen, in dem es um Annies Schwester, die jung verwitwete Tara geht. 

Wer noch nie einen Roman von Jen Gilroy gelesen hat, sollte hier zugreifen. Ich selbst mochte schon die "Firefly Lake"-Reihe der Autorin, aber erst ab dem zweiten Band so richtig, doch diesen ersten Band der "Irish Falls-"Reihe gleich schon von Anfang an. Der Roman hätte, wenn ich jetzt so darüber nachdenke, mehr als 4 Punkte verdient. Aber den einen Punkt mehr spare ich mir für den zweiten Band auf.

Fazit: Das tolle Setting und die sympathischen Figuren sorgen für gemütliche und unterhaltende Lesestunden - vielleicht hängt Annie am Ende ihrer Geschichte ja wieder einen Wunsch an den Baum, wer weiss. 
4 Punkte. 


Reihenfolge:
Band 1: Mein einziger Wunsch bist du
Bans 2: A Wish in Iris Falls (deutsches Veröffentlichungsdatum noch nicht bekannt)

Donnerstag, 25. August 2022

TTT Top Ten Thursday 25.08.2022 - Zehn Bücher, deren Handlung in einer Grossstadt spielen

"Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtitel, Buchcover oder ähnlichem erstellt. 



Zehn Bücher, deren Handlung in einer Grossstadt spielen

Beim Bücher suchen für die heutige Frage hatte ich einerseits eine sehr grosse Auswahl, andererseits hatte ich das Gefühl viel mehr Bücher, die in London angesiedelt sind, haben zu müssen. Vielleicht werde ich zukünftig in meinen Rezensionen öfters die Location dazu schreiben, damit ich schneller finde, was ich suche... 

Eigentlich wollte ich mit den Grossstädten in Europa bleiben, aber ich habe am Ende doch noch Tokio dazu genommen - das Buch hat es verdient, genannt zu werden. Und ich glaube, es ist mir ganz gut gelungen, heute Bücher zu nennen, die ich bisher noch nie oder nur ganz selten beim TTT gezeigt habe. Eine Autorin ist gleich dreimal vertreten, da sie fast jeden ihrer Romane an einem anderen Schauplatz platziert. Rein von den Cover her ist nicht zu sehen, wo die jeweilige Geschichte stattfindet und nur vier meiner Titel verraten es. Ihr könnt ja mal versuchen zu raten, bevor ich euch weiter unten die Auflösung präsentiere.





Meine Grossstädte und Rezensionen:
Athen: Die vergessene Prinzessin von Eva-Maria Bast
Barcelona: Mord in Barcelona von Isabella Esteban
Dublin: Ist die Liebe nicht schön? von Carmel Harrington
Istanbul: Lass mich leben, Istanbul von Celil Oker
Lissabon (und Paris): Wie sagt man ich liebe dich von Claudia Winter
London: Jane Austens Geheimnis von Charlie Lovett
Madrid: Das Leuchten eines Sommers von Karen Swan
München: Der Salon von Julia Fischer
Paris: Sterne über Rom von Karen Swan
Stockholm: Sommerträume am Meer von Karen Swan
Tokio: Der kleine Teeladen in Tokio von Julie Caplin
Wien: Herbstblüten und Traubenkuss von Emilia Schilling
 

Einen schönen Donnerstag euch allen!