Mittwoch, 1. Mai 2024

Neuerscheinungen und Monatsvorschau Mai 2024

Nachdem im April viele Krimis erschienen, ist es im Mai wieder ausgewogen. Obwohl: die Titel, auf die ich mich im Mai am meisten freue, sind Krimis :-)


Zum Beispiel "Provenzalische Flut", "Zyprische Geheimnisse" und "Kleopatras Grab". Die letzten zwei sind bereits eingezogen. Von den Romanen freue ich mich auf den zweiten Band der "Island Dreams"-Reihe "Die Imkerei am Meer" (der erste Band war wie Urlaub!), auf "Toskanische Mandelträume" und auf "Funny Story".

Das sind auch die Bücher, die ich im Mai sicher lesen möchten. 

Gespannt bin ich auf den ersten "Silver Springs"-Band von Polly Harper und den zweiten Bahnhofsmission-Band von Veronika Rusch.





 




"Die Bibliothek der guten Taten" und die restlichen Titel sind "nice to read" wenn sich die Gelegenheit bietet.

Aus dem Vormonat nehme ich zwei Rezi-Ex mit rüber, es war leider doch nichts mit "seit langem mal gar kein Rezi-Ex mit rüber nehmen", aber vielleicht klappt das dann Ende Mai ;-) 

Dienstag, 30. April 2024

Mein Lesemonat und Monatsrückblick April 2024

Nachdem im März schon Aprilwetter herrschte, setzte der April eins oben drauf. Neben dem weiterhin fünfmal am Tag wechselnden Wetter hatten wir auch Sommer und Winter. Es schneite gefühlt öfters als im ganzen vergangenen Winter. Das Auf und Ab der Temperaturen fand ich nicht so toll. 


Erst recht nicht in den letzten Apriltagen, ich bin seit Freitag in München und jeder Tag wurde wärmer, heute soll es um die 28° werden und gefühlt waren die gestern schon erreicht. Wenn man unterwegs in fünf Tagen quasi drei Saisons erlebt, macht das Koffer packen null Spass. Entweder man hat zu warm oder zu kalt oder sicher zu viel dabei... Genug gejammert, München macht Spass, heute ist nochmals Geschichte und Kultur angesagt, bevor es morgen dann wieder nach Hause geht. 

Anfang Monat wusste ich ja noch nicht so recht, was im April so alles auf mich wartet (nicht auf das Wetter bezogen) und das war wirklich so, denn da wusste ich noch nicht, dass es nach München geht (das Reiseziel stand noch nicht fest) und dass ich schlussendlich viel mehr zu tun hatte, als Mitte März noch gedacht. Einige Ausflüge musste ich aus Zeitgründen streichen und ich legte auch mal zwei Nachtschichten ein, um alles zu erledigen, was erledigt werden musste. 

Trotzdem nahm ich mir mal ein paar Stunden frei um mit einer Freundin, die einen ähnlichen beruflichen Werdegang hat wie ich, durch eine grosse Buchhandlung zu streifen und uns über die Bücher auszutauschen sowie gemeinsam zum späten Mittagessen zu gehen. Und auch ein modernes Chorkonzert plus ein paar Tage später Abendessen auswärts mit einer anderen Freundin liess ich mir nicht entgehen. 

Somit kam ich nicht sehr viel zum Lesen - auch Städtereisen eignen sich nicht, wenn man gerade ein spannendes Buch am Start hat - und so war ich quantitativ knapp durchschnittlich unterwegs. Im April hab ich 9 Bücher gelesen. 

Es war mal wieder alles dabei. Zwei Enttäuschungen: mit nur 2 Sternen "Der Hamster mit der Löwenmähne. Ich sag nur: man soll nichts mit "Die fabelhafte Welt der Amèlie" vergleichen, was damit nicht im Geringsten mithalten kann. Mit 3 Sternen fand ich es den bisher schlechtesten Jules Gabin Band, der Kriminalfall ging vor lauter Hochzeitsessen (Drama um nichts) völlig unter.

Dafür gab es wieder toll unterhaltende Romane und Krimis, die ich gute 4 Sterne oder tolle 5 Sterne vergeben konnte. "Eine gefährliche Lektion" und "Reichenau - Insel der Geheimnisse", das erste ein Kurzkrimi, das zweite eine Sammlung Kurzgeschichten namhafter Autorinnen über die besagte Klosterinsel, eigneten sich bestens für den Städtetrip, wenn man nur zwischendurch mal ein paar Minuten zum Lesen hat.

2 Sterne:
- Der Hamster mit der Löwenmähne von Nicolas Garma-Berman  

3 Sterne:
- Elsässer Rache von Jean-Jaques Laurent (Major Jules Gabin 7) 


4 Sterne:
- Der Klang des Windes von Patricia Koelle (Sehnsuchtswald 4)  
- Die Malerin des Lichts (Berthe Morisot) von Agnes Gabriel 
- Mallorquinische Sühne von Lilly Alonso (Lluc Casanovas 3) - Rezension folgt
- Eine gefährliche Lektion von Helena Marchmont (Bunburry 17) 
- Reichenau - Insel der Geheimnisse von Tanja Kinkel u.a.



5 Sterne:
- Kretisches Rätsel von Nikos Milonas (Michalis Charsteas 6) 
- Südlich von Porto wartet die Schuld von Mariana da Silva (Ria Almeida 2) 


Insgesamt hab ich im April mehr Krimis als Romane gelesen. Es sind fünf Krimis, zwei historische Romane und zwei Romane.

Ich freute mich schon, mal seit langem keine Rezensionsexemplare mit in den nächsten Monat zu nehmen, doch es sind aufgrund der Reise nun doch noch zwei geworden: "Am Himmel funkelt ein neuer Tag" von Meike Werkmeister und "Schatten über Monte Carasso" von Mascha Vassena. Eins davon werde ich morgen auf der Heimfahrt beginnen zu lesen. 

Wie war euer Lese-April? Genauso wechselhaft wie das Wetter oder konstant?

Donnerstag, 25. April 2024

TTT Top Ten Thursday 25.04.24 - Zehn SuB-Bücher, die du 2024 lesen möchtest

Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtitel, Buchcover oder ähnlichem erstellt. 



Zeige zehn SuB-Bücher, die du in diesem Jahr noch lesen möchtest

Okay, das war einfach heute :-) Und ich hätte noch viele mehr zeigen können. "Apfelherbst" steht auch stellvertretend für die Weihnachtsromane, die ich im letzten Herbst nicht geschafft habe zu lesen. "Highland Hapiness" stellvertretend für noch weitere Bücher der Reihe. "Sterne über Siena" für einige Sommerromane, die ich im August nicht mehr lesen konnte und und und... 





Kennt ihr einige der Bücher - welches würdet ihr zuerst lesen? 


Mittwoch, 24. April 2024

Krimi: Kretisches Rätsel von Nikos Milonas (Michalis Charisteas 6)

Klappentext:
Es ist September auf Kreta, und bis zur Hochzeit von Michalis und Hannah sind es nur noch wenige Tage. Damit Michalis genug Zeit für die Vorbereitungen hat, hält sein Vorgesetzter ihn von aufwändigen Ermittlungen fern – gegen Michalis' Willen, der ohnehin keine große griechische Hochzeit wollte und nur seiner Familie zuliebe nachgegeben hat. Doch ein scheinbar harmloser Unfall in einem Kloster auf der Halbinsel Akrotiri wird plötzlich kompliziert, als das Unfallopfer, ein Archäologe, tot auf dem Palastgelände von Knossos gefunden wird. Hat sein Tod etwas mit einem geheimnisvollen archäologischen Fund zu tun? Zwischen Hochzeitsvorbereitungen und schwierigen Verwandten findet Michalis sich auf einmal in der persönlich herausforderndsten Ermittlung seiner Karriere wieder.


Die Hochzeit von Hannah und Michalis steht bevor, die griechische Familie dramatisiert und unwillkürlich denkt man dabei an "My Big Fat Greek Wedding" - sie macht es einem wahrlich nicht leicht, die griechische Grossfamilie. 

Jene von Michalis ist nicht begeistert, als er nach langer Zeit wieder mal zu einem grossen Einsatz muss. Michalis hingegen ist froh, kurz mal aus Chania zu entfliehen. Doch er weiss, der Fall muss bis einige Tage vor der Hochzeit gelöst sein, sonst enterbt ihn seine Mutter.

So einfach scheint der Fall um den toten Archäologen, der in Knossos aufgefunden wurde, nicht. Der Mann war unter Archäologen bekannt, auch Hannah kannte ihn. Dass er sich für was Besseres hielt und trotz Verlobten keinen Flirt ausliess, war kein Geheimnis. Doch mit wem stritt er sich tags zuvor in einem Kloster?

Michalis Charisteas und Pavlos Koronais ermitteln deshalb in der Universität von Heraklion und sind auch bei diesem Fall auf einigen archäologischen Stätten von Kreta anzutreffen, denn der Fall hat es in sich. Der Kilometer-Verbrauch ihres Wagens ist enorm, von einem Ende der Insel zum anderen und wieder zurück an mehreren Tagen - gefühlt zumindest. Der Zeitdruck ist hoch und das nicht nur wegen der Hochzeit. 

So langsam fallen mir keine Superlative für diese Reihe mehr ein - selten hat mir eine Krimireihe durchgehend so gut gefallen. Der Mix aus Griechenland, Archäologie, Familienzwistigkeiten und -freuden, dazu rasante, spannende Fälle und mega sympathische Ermittler ist einfach top. 

Ich freue mich jeweils sehr, bei jedem Band wieder mehr über alle Charaktere der Serie zu erfahren, denn sie sind mir mittlerweile familiär geworden. Jeder Band ist wie ein Besuch bei der grossen griechischen Familie. 

Ob es die beiden Kommissarre geschafft haben, den Fall vor der Hochzeit zu lösen? Und die Hochzeit war... - nein, lest selbst wie alles ausgeht.

Fazit: Wieder super spannend bis zum Ende! Eine Reihe, die süchtig macht. 
5 Sterne.


Reihenfolge:

Der Klang des Windes von Patricia Koelle (Sehnsuchtswald 4)

Klappentext:
Schon immer wollte Anna-Lisa Malerin werden. Doch sie verzweifelt an ihrem mangelnden Talent. Als sie die Fotografie für sich entdeckt, kehrt sie in ihre alte Heimat auf dem Darss zurück – wo sonst gibt es bessere Motive als in dieser Küstenlandschaft voller Bäume und Geheimnisse? Ihre Fotos werden immer beliebter. Doch es reicht nicht aus, um den Traum von einem eigenen Fotostudio zu erfüllen. Als sie Lian kennenlernt, bauen sich zarte Gefühle auf. Aber ist er wirklich ungebunden? Ehe sie es herausfinden kann, wartet eine dringende Aufgabe auf sie: Sie soll helfen, ein altes Versprechen zu erfüllen. In Ostfriesland trifft sie dabei auf jemanden, der kreativ tätig ist wie sie und ihr Mut macht. Kann Anna-Lisa ihre Selbstzweifel überwinden und sich der Zukunft öffnen?


Im letzten Band der "Sehnsuchtswald"-Reihe steht Anna-Lisa, Tochter von Jakob, im Vordergrund. Nach einigen Jahren in Amerika lebt sie nun wieder in Deutschland, wo sie als Freelancerin für eine Firma arbeitet. Die Fotografin hat vom Malen Abschied genommen, denn sie fühlt, dass sie sich mit der Kamera besser ausdrucken kann als mit dem Pinsel. Dennoch findet sie ihren Job mit den langweiligen Auftragsarbeiten öde, weshalb sie sich entscheidet wieder zurück an die Küste ihres Heimatortes zu ziehen und dort als Fotografin selbstständig zu arbeiten. Sie traut sich leider nur wenig zu, doch als sie ihre Arbeiten Remy und den anderen auf dem Darss zeigt, ermuntern sie ihre alten und neuen Freunde dabei zu bleiben und ihr Ding zu machen und so beginnt sie mutig in ihrem Stil zu fotografieren.

Im Gepäck hat sie allerdings noch ein Relief-Bild aus Weidenholz. Sie möchte mehr über denjenigen herausfinden, der es gemacht hat. Die Leserschaft der vorherigen Bände wissen, auf was das hinausläuft - ich konnte es kaum abwarten, bis es soweit ist und sie diesen E. F. endlich findet. 

Vielleicht war es nur meine Ungeduld, aber ich hatte das Gefühl, es zog sich ein wenig hin, bis sich die Wege von Anna-Lisa, Nele, Ava, Solvie und Franzi kreuzten. Und manchmal hatte ich ein Durcheinander - Anna-Lisa, die gefühlt vor knapp einer Handvoll Büchern der Autorin erst noch Kind war, ist nun erwachsen. Ein Personenregister (inklusive Angabe des Buches, in dem sie Protagonisten sind oder Nebenfiguren wie Jakob, das erste Mal vorkommen) wäre ganz hilfreich gewesen für mich, um alle vor Augen zu haben. 

Ansonsten hat mir "Der Klang des Windes" gut gefallen, besonders da es hier nicht um Verwandtschaft, sondern um Wahlverwandtschaft geht. Ich fand toll, dass die Autorin diese Art von Familie auch berücksichtigt hat. Waren doch die vier Freunde damals tatsächlich auch so etwas wie eine Wahlfamilie, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Mehr über die Zeit damals zu erfahren, war schön. Manchmal kreuzen sich Wege und man trifft Menschen, die zu dieser Zeit sehr wichtig für uns sind, aber dann trennen sich die Wege aus natürlichen Gründen, doch wenn man zurück denkt, hat man gute Erinnerungen, denn ohne diese Menschen wäre es damals nicht gegangen. So denkt auch Emeric über seine Zeit auf dem Darss.

Wie immer sind alle Naturbeschreibungen wunderschön von Patricia Koelle geschildert. Auch die Fotomotive, die durch Anna-Lisas Künstlerauge entstehen, konnte ich mir bildlich vorstellen.  

Fazit: Ein schönes Ende dieser Tetralogie. Ich bin sicher, jede, die diese Reihe gelesen hat, wird in Zukunft mit anderen Augen und Ohren durch den Wald gehen. 
4 Punkte.


Reihenfolge: