Dienstag, 25. August 2026

Krimi: Bretonischer Glanz von Jean-Luc Bannalec (Kommissar Dupin 15)

Klappentext:
Die Mittagssonne lässt die bunten Segel der Boote im Hafenbecken aufleuchten, als Kommissar Dupin sich auf der Terrasse des Amiral niederlässt. Gerade will er sich seinem tartare de bœuf widmen, als sein Handy klingelt: In Roscoff im hohen bretonischen Norden wurde eine junge Frau ermordet aufgefunden – ausgerechnet dort, wo gerade das berühmte Krimifestival stattfindet. Umgehend macht sich der Kommissar zusammen mit seinen Inspektoren Riwal und Kadeg auf den Weg. In dem Hafenstädtchen, das für seine Zwiebeln weltbekannt ist, herrscht Ausnahmezustand: Inmitten des Festivaltrubels ziehen Mitarbeiter des lokalen Fährunternehmens wegen drohender Entlassungen durch die Straßen. Außerdem scheinen in der »Bruderschaft zum Schutz der Roscoff-Zwiebel« obskure Dinge vor sich zu gehen. Als Unbekannte beginnen, rätselhafte Drohparolen auf Hauswände zu schmieren, spitzt sich die Lage zu. Für Dupin wird es so gefährlich wie in keinem Fall zuvor.


Wenn ich nach Roscoff fahren würde, dann eher zum Krimifestival, aber sicher nicht zu den Zwiebel-Festtagen. Bei Kommissar Dupin würde die Entscheidung gegenteilig ausfallen. Doch er wird ans Krimifestival gerufen, da im Festivalhotel eine ermordete Frau aufgefunden wurde. Kadeg freuts, denn er ist bereits vor Ort, und auch einige Krimiautor:innen freuen sich, als sie Kommentar Dupin erblicken. Einer davon ist enorm hartnäckig, will er doch seine neue Reihe mit einem Ermittler mit Dupin als Vorbild gestalten. Alle, sogar der Präfekt, sind begeistert davon, bloss Dupin nicht. Er interessiert sich nur dafür, seinen neuen Fall möglichst schnell zu lösen. 

Obwohl die junge Frau beim Kriminalfestival-Hotspot ermordet wurde, ist das Tötungsmotiv unklar. Sie war Zwiebelbäuerin und in einigen Vereinen aktiv, ebenso ihr Partner, der auf einem Fährunternehmen arbeitet. Hier wie dort geht es um wirtschaftliche Interessen, bei denen sich die Einwohner Roscoffs uneinig sind.

Das Team um Dupin geht vielen Spuren und Ansätzen nach, und kaum haben sie mit den einen gesprochen, führen neue Erkenntnisse zu den anderen und wieder zurück. So bleibt nicht viel Zeit zum Essen und Espresso trinken - aber der Genuss kommt dennoch nicht zu kurz.

Durch das viele Herumfahren ist der Krimi sehr rasant, aber für einmal bleibt die Spannung deshalb ein wenig auf der Strecke, was dem Lesevergnügen aber nicht im Geringsten schadet. Das Team um Dupin lernst selbst noch einiges dazu in diesem Fall. Ich hoffe zumindest, dass ihnen derselbe Fehler nicht mehr passiert und in sie in Zukunft diesbezüglich aufmerksamer sind.  

Besonders gefallen hat mir, dass man mit diesem Band wieder eine neue sehenswerte Ortschaft mit seinen Spezialitäten kennenlernt. 

Fazit: Erneut tolle Krimi-Unterhaltung von Jean-Luc Bannalec! 
4 Sterne.


Reihenfolge: 

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