Donnerstag, 7. April 2022

TTT Top Ten Thursday 07.04.2022 - Zehn Titel, die mit B beginnen

"Top Ten Thursday" ist eine Aktion von Aleshanee von Weltenwanderer. Jeden Donnerstag stellt sie eine Frage, zu der man als Antwort Bücherlisten mit 10 Buchtitel, Buchcover oder ähnlichem erstellt. 



Zehn Titel, die mit B beginnen

Erst dachte ich, dass das B sehr schwierig wird. Bei den Romanen wäre das auch der Fall gewesen, aber bei den Krimis hatte ich eine grosse Auswahl. Im Notfall hätte ich einfach alle Titel der Kommissar Dupin-Reihe genommen :-) Aber ich kam sogar nur mit einem davon aus, und musste nicht zweimal zur selben Reihe oder zum/r selben Autor*in greifen. Wie schon oft mach ich auch heute, einfach weil es bei meinem Bloglayout optisch schöner aussieht, aus "Ten" ein "Twelve", allesamt Titel, die ich beim TTT noch nie oder nur ganz selten gezeigt habe. 





Hier geht es zu den Rezensionen:

- Bella Clara von Petra Durst-Benning
- Brombeerwinter von Sarah Jio
- Bernsteinsommer von Anne Barns
- Bernsteinmord von Katharina Peters
- Bis der Tod dich findet von Bernadette Olderdissen
- Bitterer Calvados von Catrine Simon
- Bretonisch mit Meerblick von Gabriela Kasperski
- Bretonische Spezialitäten von Jean-Luc Bannalec
- Barco Negro von Marco Lima
- Blaubeermorde von Mareike Marlow
- Baskische Tragödie von Alexander Oetker
- Bittere Schokolade von Tom Hillenbrand

Acht Krimis, zwei Romane und zwei historische Romane - waren bei euch die Krimis auch in der Überzahl? 

Mittwoch, 6. April 2022

Krimi: Willkommen in St. Peter-(M)Ording von Tanja Janz

Klappentext:
Aufruhr in St. Peter-Ording! Als Hagen Westermann, Architekt eines umstrittenen Hotelprojektes in Deutschlands schönstem Küstenort, mausetot in den Dünen aufgefunden wird, bleibt Lehrerin Ilva Feddersen nichts anderes übrig, als sich in die Ermittlungen einzuschalten: Erstens ist der Hauptverdächtige ihre Jugendliebe, und zweitens kann sie schlecht ihren trotteligen Polizistenbruder mit dem größten Skandal der Saison allein lassen. Warum ist der Tote in ein Protestbanner gewickelt? Kommt der Mörder aus der Umweltschutzszene? Mit ihren Kollegen macht Ilva sich auf Mörderjagd – und steckt bald tiefer im Watt, als gut für sie ist.


Die Spezialistin für St. Peter-Ording-Romane, Tanja Janz, schreibt neu nun auch St. Peter-Ording-Krimis - mit dem perfekt passenden Reihennamen "St. Peter-(M)Ording". 

Ilva, die wieder zurück nach Hause zieht, weil die Mutter einen Unfall hatte - und wohl noch aus anderen Gründen, das kommt in den nächsten Bänden sicher noch zur Sprache - kommt quasi gerade zur richtigen Zeit in ihrem Heimatort an: nach einer öffentlichen Diskussion um das geplante und umstrittene Dünenhotel, wird der Architekt in eben jenen Dünen tot aufgefunden. 

Ilvas Bruder, Polizist Ernie, verdächtigt Ilvas Jugendliebe Eike. Der legte sich am Tatabend mit dem Architekten an. Ilva, wie auch Ute und Bernd, alle drei sind Lehrer an derselben Schule, "helfen" der Polizei beim Ermitteln. Und sie finden auch tatsächlich einiges heraus, auch wenn sie erst am Ende schneller sind als der Täter.

Lange weiss man nicht, wieso Architekt Hagen sterben musste und dann stehen da plötzlich mehrere Tatverdächtige mit verschiedenen Mordmotiven zur Auswahl. Das gefiel mir, denn so konnte ich bis zum Ende miträtseln. Die spätere Auflösung fand ich einerseits gut, andererseits auch ein kleines bisschen konstruiert und auf einmal zu schnell zu Ende. Mittendrin wurde ich aber immer wieder von unerwarteten Ereignissen positiv überrascht, langweilig wurde es nie. 

Dieser Willkommens-Band hat mich gut unterhalten. Die vielen Ermittler - Ilva mit ihren Freunden und Familien - fand ich allesamt sympathisch. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es mit ihnen weiter geht. Nur Fred Glabotki, Ernies Partner bei der Polizei, hab ich nicht immer wortwörtlich verstanden. Einige seiner Redewendungen sind mir nicht geläufig, von daher wär vielleicht ein kleines Glossar am Ende nicht schlecht. 

Kann man entweder in den Ferien auf den Dünen auf St. Peter-Ording - mit einem Fischbrötchen in der Hand - oder zuhause auf Balkonien lesen. Dieser Auftaktkrimi macht auf jeden Fall Lust auf mehr St. Peter-(M)Ording! 

Fazit: Gemütliche Lesestunden sind mit diesem unterhaltenden Cosy-Krimi garantiert. 
4 Punkte. 

Freitag, 1. April 2022

Monatsvorschau und Neuerscheinungen im April 2022



Die Neuerscheinungen im April sind so richtig frühlingshaft, teilweise sogar schon sommerlich unterwegs. Ich hab zwar noch einiges aus dem März zu lesen, aber die April-Neuheiten machen Lust auf noch mehr Lesen ;-)

Diese 27 Titel sind eine bunte Mischung aus Romanen und Krimis:










Die beiden historischen Romane ("Der Buchladen von Primrose Hill" und "Die verlorenen Kinder von Paris"), sowie die Romane "Zwei Herzen unter acht Millionen" und Holly Hepburns "Süsse Träume im Cottage am Strand" lass ich erst mal aus. Alle andern werden und dürfen einziehen, einige sind es bereits. 

Besonders freu ich mich auf "Vier Frauen und ein See" von Viola Shipman und auf den ersten Band der neuen Trilogie von Miram Covi "Heimkehr nach Whale Island von Miriam Covi". 

Aber auch auf Krimifortsetzungen von "Madame le Commissaire", "Peter Grant", "Lost in Fuseta" und die Auftaktsbände von neuen Reihen wie "Der Tod macht Urlaub in Schweden" und "Mallorquinische Rache". 

Der fünfte Band der Inselgärten-Reihe, "Die Hoffnung der Marienkäfer", von Patricia Koelle wird nicht wie angekündigt im März, sondern Ende April erscheinen. Ebenso wurde  "Tod im Olivenfass" um genau einen Monat verschoben. Ich zeige sie euch gerne nochmals :-) 

EDIT: Dafür vergessen, bzw. nicht gesehen (Danke Martina!), da vom Verlag vom 1. Mai auf den 28. April vorverschoben: der zweite Band der Hafenärztin. Immer diese Schiebereien....


Büchermässig kann der April nur toll werden - immerhin irgendwo! Hätte ich alle Bücher jetzt bereits vor mir, ich wüsste gar nicht, welches ich zuerst lesen würde, sie sind alle sehr verlockend. 

Welche April-Titel werden bei euch einziehen? Und auf welches Buch freut ihr euch am meisten? 


Donnerstag, 31. März 2022

Die Reise der Sommerfrauen von Sarah Morgan

Klappentext:
Kathleen will sich wieder ins Abenteuer stürzen und lieber die große Reise quer durch die USA unternehmen – statt ins Seniorenheim zu ziehen. Ihre Tochter Liza steckt mitten im Alltagstrubel mit Mann und Kindern. Da fehlten ihr neue Sorgen um ihre Mutter gerade noch. Aber sie treffen eine Vereinbarung: Liza hütet das Cottage in Cornwall, wenn Kathleen sich von jemandem fahren lässt. Das übernimmt die junge Martha allzu gern und nutzt die Chance, endlich den Erwartungen ihrer Familie zu entfliehen. Vor den drei Frauen liegt ein Sommer voller Lieber und neuer Wege ins Glück. 



Das brav aussehende Cover wird dem Inhalt nicht gerecht: die 80jährige Kathleen - immer schon abenteuerlustig - will sich noch einen Traum erfüllen und die Route 66 von Chicago nach Santa Monica fahren. Als Fahrerin engagiert sie die 25jährige Martha, die mehr als froh ist ihrem Elternhaus zu entkommen. Dort hört sie eh nur, dass sie nichts auf die Reihe bringt und nichts kann. Kein Wunder ist ihr Selbstbewusstsein im Keller und Autofahren tut sie auch nicht so gerne, ist dabei recht unsicher. Doch Martha ist mutig genug, sich bei Kathleen zu bewerben. 

Kathleens Tochter Liza findet das keine gute Idee. Weder, dass Martha als Fahrerin angeheuert wird, noch dass Kathleen nach Übersee fliegt und sich diese Tour antun will. Liza ist am Anschlag und ist frustriert. Sie macht zuhause in London alles, denkt an alles. Doch von ihrer Familie kommt nie auch nur ein Bitte oder Danke. Irgendwann lupft es ihr den Hut und sie zieht vorübergehend in Kathleens Cottage, schliesslich muss während Kathleens Abwesenheit jemand den Kater ja füttern. 

Es wird ein aufregender und toller Sommer für diese drei gegensätzlichen Frauen. Bald weiss Martha mehr von Kathleen als deren Tochter Liza, Kathleen öffnet sich nach unendlich vielen Jahren. Kathleen und Martha profitieren von der Art der jeweils anderen und auch bald wird Liza mit einbezogen. 

Ich konnte total mit Martha und Kathleen mitfühlen, als die beiden aus Chicago raus wollten und Martha, noch total unsicher beim Fahren und gerade mehr als erschlagen, die richtige Aus-/Einfahrt sucht: vor vielen Jahren sass ich wie Kathleen als Beifahrer im Auto und versuchte einerseits meine unsichere Kollegin zu beruhigen und gleichzeitig die richtige Strecke zu suchen. Damals gab es noch keine Navis, einmal landeten wir in einem sozialen Brennpunkt statt in dem gesuchten Vorort; das andere Mal waren wir eine Sekunde zu spät im Schilderwirrwarr und konnten bis zur Staatsgrenze nach Indiana nicht mehr umkehren. Dagegen war Marthas und Kathleens Fahrt fast langweilig :-) Der Schwerpunkt lag aber auch nicht unbedingt auf der Route, sondern in der Charakterzeichnung

Wie Sarah Morgan die Figuren-Entwicklung voran brachte, hat mir gut gefallen. Martha, die sich immer mehr traute und ihre Talente kennenlernte. Kathleen, die ein Geheimnis aus der Vergangenheit lüftete. Liza, die merkte, dass es viel mit ihrer Kindheit zu tun hat, dass sie so wurde wie sie eben ist, und dass ihre Mutter nie in einem Seniorenheim glücklich würde. Diese drei Frauen, alle an einem anderen Punkt im Leben stehend, haben den Mut ihr Leben neu anzugehen. 

Es machte unheimlich Spass, diesen Roadtrip zu lesen. Eine schnelle, leichte Geschichte, die aber viel mehr ist - emotional vor allem. Die vielen tollen Dialoge fallen auf, garniert wird diese Lektürereise mit zwei aufregenden und sehr sympathischen Männergestalten.

Man fliegt durch die Seiten, so wie die beiden Ladys auf der Route 66 in ihrem Mustang vorwärts sausen. Sonnenbrille auf, ein Lächeln im Gesicht - so kann das Buch bestens gelesen werden. 

Fazit: 2448 Meilen um das Leben neu zu überdenken, 448 Seiten Lesegenuss pur. 
5 Punkte.


Mein Lesemonat und Monatsrückblick März 2022

Auch wenn die letzten (und gleichzeitig einzigen!) zwei Tage im März nass waren:

Was für ein schöner März! Zumindest was das Wetter und meine gelesenen Bücher betrifft. Leider gab es neben dem Krieg noch weitere frustrierende und auch sehr traurige Nachrichten. 

Ich bleibe jetzt bei den positiven Dingen und schwärme euch einfach von dem tollen frühlingshaften März vor. Äs Träumli - einfach mal wieder Seele baumeln lassen auf dem Balkon an der Frühlingssonne. Mein Granatapfelbäumchen und die Malve sind dieses Jahr zwei Monate früher dran als letztes Jahr, als sie sehr spät grün wurden und deshalb auch später geblüht haben. Das sind so die kleinen Aufsteller neben meinen fünf 5-Sterne-Bücher. 


Ja, richtig gelesen! Im Februar war ich ja unzufrieden, aber der März hatte es in sich. Einige haben die fünf Sterne nur sehr knapp nicht geschafft und nur ein Flop war mit dabei, und den kann man schnell vergessen. Auch nicht ganz überzeugt hat mich "Die Liebe tanzt barfuss am Strand", aber nur weil am Ende total alles offen war. Dass nicht alles zu Ende erzählt wird in einem ersten Band ist klar, aber dass absolut alles offen bleibt, kurz vor dem Ende sogar noch ein paar eklatante News erzählt werden, das macht mich als Leserin sehr unzufrieden. Man kann so ja bloss das Setting bewerten, nicht aber, ob die Geschichte stimmig ist oder nicht. Mehr dazu hab ich in meiner Rezension geschrieben. 

Aber all die anderen Bücher fand ich gut bis sehr gut. Ein tolles Buch nach dem anderen! Weil das Lesen so Spass machte, bin ich wieder durchschnittlicher unterwegs mit 13 gelesenen Büchern

2 Sterne:
- Der tote Champagner-Präsident von Carlo Feber (Cédric Bressons 1. Fall) 

3.5 Sterne:
- Die Liebe tanzt barfuss am Strand von Gabriella Engelmann (Lütteby 1) 


4 Sterne:
- Yoga kann tödlich sein von Trudy Cos (Samy Wilde 2) 
- Das Lied des Waldes von Klara Jahn 
- Ein Sommerhaus auf Santorin von Samantha Parks
- In einer stillen Bucht von Luca Ventura (Rizzi und Cirillo 3) 



5 Sterne: 
- Flüssiges Gold von Paolo Riva (Commissario Luca 1) 
- Rosenkohl und tote Bete von Mona Nikolay (Manne Nowak 1) 
- Mord in Windsor von Trudy Cos 280 dryas (Samy Wilde 1)  
- Die kalte Mamsell von Elsa Dix (Seebad-Krimi 3) 
- Die Reise der Sommerfrauen von Sarah Morgan



Im März war ich in meinen Büchern auch wieder öfters in Deutschland, ganze fünfmal, zweimal in Italien und Frankreich, dreimal in England, einmal in Griechenland und einmal auf der Route 66 unterwegs. 

Jetzt hoffe ich auf einen eben so tollen April! Wettermässig kommt ja erstmal der Winter zurück, die Pflanzen hab ich vorhin wieder zugedeckt. Schnee und Minustemperaturen sind ab morgen wieder Tatsache. Anstatt lesen auf dem Balkon ist jetzt erstmal wieder das Sofa oder der Lesesessel angesagt und am Samstagabend wird es das letzte Fondue der Saison geben. In den April rüber nehme ich "Willkommen in St.Peter -(M)Ording". Ich dachte erst, ich würde es bis heute ausgelesen bekommen, doch da kamen noch einige Dinge dazwischen und nun wird es halt erst morgen fertig. 

Wie war euer Lese-März?