Dienstag, 19. September 2017

Sommerhaus mit Meerblick von Karen Swan

Klappentext:
Cassie liebt Henry, Henry liebt Cassie – so viel ist sicher. Den funkelnden Verlobungsring von Tiffany hat er ihr schon angesteckt. Doch etwas lässt Cassie zögern. Als Henrys junge Cousine Gem verkündet, sie wolle im Eiltempo ihren Freund heiraten, ist seine Familie wenig begeistert, und Cassie lässt sich überreden, die Hochzeit zu verhindern. Insgeheim erhofft sie sich von der Reise nach Cornwall aber auch, Zeit zu finden, um über ihre Beziehung nachzudenken. Doch dann taucht zwischen malerischen Cottages und leuchtenden Blütenmeeren ein alter Bekannter auf, und Cassie erkennt, dass sie sich erst ihrer Vergangenheit stellen muss ...


Es gibt Autoren, zu denen Bücher ich unbedenklich greifen kann, weil sie mich nicht enttäuschen. Es gibt aber auch Autoren, von denen ich nicht alle Bücher mag. Karen Swan gehört für mich zu der zweiten Sorte. So wollte ich dieses Buch erst gar nicht kaufen, denn der Klappentext sagte mir nicht so zu. Doch dann las ich bei einer anderen Buchbloggerin, dass es sich hierbei um die Fortsetzung von "Ein Geschenk von Tiffany" handelt. Dies gefiel mir gut, und so kaufte ich mir "Sommerhaus mit Meerblick" und war gespannt ob es mit dem ersten Band mithalten kann.  

Cassie ist wie schon im Vorgängerband der Hauptcharakter. Sie und ihre drei Freundinnen Anouk, Kelly und Suzy kennen sich seit Kindertagen. Suzys Bruder Henry ist seit zwei Jahren und "Ein Geschenk von Tiffany" ihr Freund. Doch nun kriselt es in ihrer Beziehung. Henry will heiraten, Cassie traut sich nicht. Doch dann taucht Henrys 20jährige Cousine Gem auf, die Laird heiraten will. Möglichst schnell. Diese Urlaubsliebe wird vor allem von Suzy nicht gut geheissen. Die Freundinnen versuchen Gem davon zu überzeugen, dass eine Heirat zu verfrüht wäre. 
Doch Gem hängt sich wie ein Parasit an Suzy, und geht sogar mit ins Ferienhaus nach Cornwall. Cassie ebenfalls - Henry nimmt an einer Expedition teil und Zara kann die Arbeit im Party-Service alleine stemmen, so steht der Reise für Cassie nichts im Wege. Doch dann trifft sie ihren New Yorker Ex-Freund Luke erneut an, der ihr ein Leben ohne Trauschein verspricht. Ihr Gefühlsleben ist eine Achterbahn und auch das Leben in Cornwall ist nicht so gemächlich wie sie sich erhofft hat... 

Die ganze internationale Clique vom ersten Band ging nicht vergessen und alle haben einen Auftritt. Aber auch die Vergangenheit holt Cassie ein. Mit einem Unterschied: nun wollen alle heiraten und endlich Heimat finden. Bloss Cassie nicht, sie hat starke Bindungsangst, will lieber ohne Trauschein mit Henry zusammen leben.

Begonnen hat der Roman gut, doch bereits vor dem Mittelteil war ich enttäuscht vom Plot und den Figuren. Die Idee, einen Ex-Freund Jahre später wieder ins Spiel zu bringen finde ich blöd. Wir hatten damals bei "Christmas at Tiffanys" ein sehr schönes Happyend. Wieso das hier in "Summer at Tiffanys" nun erneut durcheinander rütteln? Eine einzigartige Story wird aufgewärmt und damit verwässert. Henry setzt Cassie unter Druck, nimmt ihre Gründe nicht ernst. Er kam mir sehr egozentrisch vor, wie ein kleines Trotzkind in der ich-will-Phase: ich will, ich will, ich will (heiraten und auf Expedition gehen)! Suzy zickt Cassie wegen Gem an und Cassie hat keinen Mumm Suzy zu kontern und befolgt ohne Widerrede Henrys Liste. Ich hätte mir von Cassie mehr Selbstbewusstsein gewünscht, dann wäre der Plot auch nicht so flach geblieben. Sie macht hier den Eindruck einer Marionette, die alles tut was die anderen von ihr wollen. Und dann war ja noch Luke wieder da, der war für mich irgendwie nicht zu fassen.
Aufgemuntert hat mich auf jeden Fall mein Lieblingscharakter Bas, nur schade, dass er so kurze Auftritte hatte.  

Schlussendlich muss ich sagen, dass es diesen zweiten Teil nicht gebraucht hätte. 

Fazit: Oberflächliches Liebesdrama, das mich fast komplett ohne Spannung nicht vom Hocker haut. Das erste Buch ist bei weitem schöner und spannender zu lesen. 
3.5 Punkte.


Weitere Rezensionen von:
Babs von bookish-heart-dream
Petra von Papier und Tintenwelten
Conny von Meine kleine Welt
Mona von Monas Bücherwelt 

Montag, 18. September 2017

Montagsfrage 17.09.2017


Liest du nur Romane, oder auch Comics, Manga etc.? Wenn ja, was reizt dich an gezeichneten Geschichten? 

Gezeichnete Geschichten sind für mich eine zusätzliche, humorvolle Ablenkung, die ich mehr nebenbei zur Erheiterung mal lese, aber nicht Lektüre als solches.


Als Schweizer Kind bin ich schon früh Comics begegnet, Papa Moll und Globi waren in jedem Kinderzimmer zu finden. Besuche bei meinem Gotti und Götti fand ich neben dem Spielen mit den Hunden deswegen toll, weil mein älterer Cousin alle Micky Maus und Donald Duck Taschenbücher sammelte und ich sie während meinem Aufenthalt dort lesen konnte, bis weit in die Nacht hinein!

Papa Moll auf Chinesisch ©Edith Oppnehim-Jonas

Später in der Oberstufe war die Schulbibliothek voll mit Asterix, für die Ausleihe galt "dä schnällär isch dä gschwindär"😀 Während meiner Ausbildung in der Buchhandlung traf ich auf Garfield und Mafalda. Die argentinische altkluge Comicfigur setzte sich für Gerechtigkeit ein und hasst Suppe. Zusammen mit ihren Freunden Susanita, Felipe und Manolito haben sie über ihre Weltanschauungen diskutiert. Irgendwann sind mir diese Comics abhanden gekommen, irgendwie trauere ich ihnen nach. 
Natürlich traf ich auch auf die Peanuts, auch auf Tim und Struppi, aber Mafalda hat es mir am meisten angetan. Sie ist definitiv meine weibliche Lieblingscomicfigur. 

Später liebte ich die jeweils am Freitag im Züritipp (Kulturbeilage des Tagi) erscheinenden Zürich by Mike. Sämtliche meiner Freunde und auch ich schnitten die Seite aus und steckten sie in ein durchsichtiges Mäppli und dann in einen Ordner. So hatten wir unsere eigenes grosses Zürich by Mike-Buch. Einige Jahre später gab es die Comics auch offiziell als Buch, das ich mir natürlich kaufen musste. Es steht noch immer im Regal, im zweiten unten links 😀
Während mein Mann nach wie vor die neuen Asterixbücher kauft, habe ich mir als letztes Comic "Persepolis" von Marjane Satrapi gekauft, was auch schon einige Jahre her ist. Die Story ist traurig, für einen Comic eher speziell, aber gut gemacht. Generell mag ich aber lieber die lustigen Comics, für mich sind sie wie im ersten Satz schon erwähnt, ein witziger Zeitvertreib, etwas um sich alleine oder mit Freunden und Familie zu amüsieren und lachen, aber keine Lektüre zum sich hineinversetzen und wegzutauchen. Eine Unterbrechung beim Lesen von Comics ist viel weniger schlimm als wenn ich einen Roman lese...


Und sonst so:
Diese Woche habe ich es streng, neben meinem üblichen Alltag habe ich noch zwei Jöbli dazu gefasst. Bin u.a. Catsitter bei Bekannten. Mindestens einmal am Tag werde ich hingehen und Dosenöffner spielen, habe mir aber vorgenommen wenns zeitlich passt, mich eine halbe Stunde aufs Sofa zu setzen und zu lesen. Mal sehen, ob sich die Raubtiere zu mir wagen - der ausgewachsene Norwegerkater ist um einiges grösser als unsere knapp fünfmonatigen British Shorthair (und wir haben das Gefühl, dass sie mittlerweile recht gross geworden sind...). Heute reicht die Zeit nicht, ich werde erst am Abend lesen können. 

Am Samstag steht ein Büchertreff-Forumstreffen am Bodensee an. Darauf freue ich mich schon, da wir uns schon länger nicht mehr getroffen haben; das letzte Mal im Dezember.

Gestern ging mein Beitrag zu Melusines Blogparade betreffend der Frankfurter Buchmesse online. Sagt, wer geht denn alles zur Messe? Hat jemand Lust, Donnerstag oder Freitagabend Essen zu gehen?


Sonntag, 17. September 2017

Blogparade zur Frankfurter Buchmesse #fbm17

Biggi von Melusines Welt hat zur Blogparade aufgerufen. Die Frankfurter Buchmesse findet bald statt und passend dazu hat sie sich einige Fragen ausgedacht.




1. Nenne drei Gründe, warum du die 2017 die Frankfurter Buchmesse besuchst?
- weil es terminlich passt. Dies ist nicht immer so, da die FBM jedesmal in den Schulferien meiner Tochter liegt und je nach dem was wir als Familie planen ist ein Besuch möglich oder nicht. Dieses Jahr habe ich Glück. 
- Frankfurt ist mit der Bahn gut erreichbar von Zürich her. 
- weil ich Frankreich als Gastland interessant finde. 
- und natürlich um Kontakte mit Verlagen, Autoren und anderen Blogger pflegen kann.

2. Was ist für dich das Besondere an dem Besuch einer Buchmesse, besonders in Frankfurt?
Eine Buchmesse ist eigentlich sowas wie eine überdimensionierte Buchhandlung, an der sich alle treffen, die in irgendeiner Weise mit Büchern zu tun haben: Buchhändler, Bibliothekare, Autoren, Vertriebe, Verlage, Presse. Vor Ort hat man die Möglichkeit mit allen ins Gespräch zu kommen. 
Ich mag eigentlich lieber die Messe in Leipzig, die ist viel gemütlicher und bietet mehr Rückzugsorte wie die Bloggerlounge, wo man sich einfach mal hinsetzen und Gedanken sortieren oder sich vom Fussmarsch durch die Hallen erholen kann. Aber auch in der Glashalle oder an den Enden der Messehallen finden sich Sitzmöglichkeiten oder kleinere Imbissstände. In Frankfurt ist alles voll. Fast immer.
Aber die Messe in Frankfurt hat für mich den Vorteil, dass sie in 5 Stunden per Bahn erreichbar ist. 

3. Auf welchen Programmpunkt auf der FBM 2017 freust du dich besonders?
Ein Meet & Greet mit Autor Jean-Paul Didierlaurent. 

4. Wo ist dein Lieblingsort auf der Frankfurter Buchmesse und warum?
Den habe ich noch nicht gefunden. Aber ich mag den Orbanism Space - weil es da für uns Blogger freies WLAN gibt oder zumindest letztes Jahr gab. Dafür bin ich dankbar, denn dies ist für mich als Schweizerin mit extrem hohen Roaminggebühren essentiell. So habe ich die Möglichkeit auch von der Messe aus einen Tweet abzusetzen oder ein Foto auf Instagram hochzuladen und muss nicht bis nach der Messe warten.
Ansonsten mag ich die Halle 3, hier stöbere ich am liebsten herum. 

5. Was unternimmst du nach Schliessung der Messehallen abends in Frankfurt?
An der LBM gefällt mir, dass sich die User des Büchertreff-Forum jeden Abend in einem Restaurant für ein gemeinsames Abendessen treffen. Gerade wenn man alleine unterwegs ist, hat man Gesellschaft und kann über das tagsüber Erlebte und über das Forum, über Bücher etc. sprechen. Dieses Treffen fehlt mir in Frankfurt. 
Aber da ich letztes Jahr zusammen mit Anja vom Kleinen Bücherzimmer ausserhalb Frankfurt logierte, war ich doch nicht so allein im Ausland. Wir sind an beiden Abenden im Ort Essen gegangen, kombiniert mit einem Spaziergang. Frische Luft nach einem ganzen Tag an der Messe tat richtig gut!
Auch dieses Jahr übernachten wir ausserhalb Frankfurt in einer Pension, gut mit der Bahn erreichbar. Trotzdem würde ich gerne einmal in Frankfurt Essen gehen, und fände es schön wenn sich andere Blogger anschliessen würden. Was meint ihr zu Donnerstag oder Freitagabend?

6. Wie hältst du deine Erfahrungen von der Buchmesse fest?
Durch Fotos und Festhalten des Erlebten mit einem Blogeintrag. 

Persönliche Tipps:
- Wenn ihr zum ersten Mal die Messe besucht, plant einen halben Tag oder zwei Stunden ein ohne Termine, damit ihr die Hallen in Ruhe einmal durchgehen könnt und euch verschiedene Wege merken könnt. 
- Schaut, dass ihr - insbesondere am Wochenende - eure Termine so plant, dass ihr möglichst kurze Wege habt oder genug Zeit dazwischen einplanen. Schnell in 3 Minuten von Halle 3 zum Orbanism Space wird nicht möglich sein. 
- Bequeme Schuhe anziehen, Getränke und kleine Snacks in die Handtasche packen. 
- Sprecht andere an! Egal ob Verlagsmitarbeiter, Autoren oder Blogger. Die Messe ist dazu da, um Kontakte zu knüpfen. Nutzt dies aus!

Ich wünsche euch eine gute Messevorbereitung und eine erlebnisreiche Buchmesse! Falls ihr eine rote Umhängetasche an der FBM sieht, das könnte ich sein. Sprecht mich einfach an :-)

PS: Meine letztjährigen Messeberichte könnt ihr hier nachlesen:
- FBM16
- Reisebericht zur LBM16
Messebericht zur LBM16




Samstag, 16. September 2017

Lesewoche der Kalenderwoche 37/2017

Diese Woche habe ich irgendwie Lust bei Aktionen mitzumachen. Die "Lesewoche" von Johnni von Unendliche Geschichte kannte ich bisher nicht und nehme heute zum ersten Mal teil. Es werden jeweils Fragen zu der vergangenen Lesewoche gestellt. Eigentlich findet die Aktion Freitags statt, das ist für mich aber noch mitten unter der Woche und deshalb poste ich meine Antworten heute Samstag. 




1. Hattest du in der vergangenen Woche viel Zeit und Lust, zu lesen?
Lust immer, Zeit leider weniger.

2. Welches Buch/ welche Bücher hast du in der vergangenen Woche gelesen und war ein besonderes Highlight dabei?
Gelesen habe ich letztes Wochenende "Jane Austen bleibt zum Frühstück" von Manuela Inusa" als Reread, danach "Das Muster der Liebe". Dies ist der erste Teil der Strickserie 😉, ähm, offiziell der Blossom Street-Serie, von Debbie Macomber.  Zur Abwechslung hatte ich Lust auf einen schnellen Krimi und hab "Agatha Raisin und der tote Friseur" gelesen. Nun lese ich gerade den zweiten Strickserie-Teil "Die Maschen der Liebe". Highlight war keins davon, obwohl  mir die Idee und Umsetzung von "Jane Austen bleibt zum Frühstück" sehr gut gefällt. Da ich es aber schon kannte, war es nicht mehr so überraschend, wie wenn man ein Buch zum ersten Mal liest. 

3. Welchen Beitrag, den du in der vergangenen Woche auf deinem Blog veröffentlicht hast, möchtest du deinen Lesern besonders empfehlen?
Diese Woche hab ich den Freitagsfüller und drei Rezensionen veröffentlicht. "Ein Sommer im Rosenhaus" von Nele Jacobsen hat mir am besten gefallen von den drei Büchern, deshalb kann ich es euch empfehlen. Ausser ihr mögt keine Rosen, dann ist das Buch nichts für euch. 

4. Wie sehen deine (Lese-)Pläne für das Wochenende und die kommende Woche aus? 
Heute Abend werde ich sicherlich in meinem aktuellen Buch "Die Maschen des Schicksals" von Debbie Macomber weiterlesen und hoffe, es morgen zu beenden. Kommende Woche werde ich mich "Gezeitenspiel" von Benjamin Cors widmen. Die anderen Bücher wähle ich dann je nach Lust und Laune aus.

5. Leihst du gerne Bücher aus der Stadtbibliothek aus?
Ich lese ja nur elektronisch und deshalb kann ich mir den Weg zur Pestalozzi Bibliothek ersparen und bequem zuhause am Computer eBooks ausleihen. Das mache ich nicht sehr oft, da die Auswahl der Onleihe nach meinem Geschmack nach nicht so optimal ist. Viel besser ist die Auswahl für die Junior Onleihe, da kommen auch viel mehr Bücher rein als bei der Erwachsenen Onleihe. Deshalb leiht meine Tochter häufiger was aus als ich.
Da ich aber Skoobe abonniert habe, leihe ich mir dort sehr gerne Bücher aus und lese sie auf meinem alten iPad mini. Ein grosser Vorteil gegenüber der Onleihe ist, dass man nicht warten muss, bis ein Buch wieder frei ist und man es auch nicht nach einer bestimmten Zeit zurückgeben muss.

Freitag, 15. September 2017

Freitags-Füller #439 15.09.2017

Heute hatte ich mal wieder Lust den Freitagsfüller von Barbara auszufüllen :-)



1. Ist denn schon wieder Freitag?
2. Ich habe ein Rezept für Apple Pie Crepes gefunden, und habe es noch nicht ausprobiert.
3. Am liebsten mag ich gerade mich auf dem Sofa in die Decke einkuscheln und lesen. 
4. Ich hatte noch keine Zeit für die Herbstdekoration. 
5. Warme Socken an den Füßen habe ich praktisch immer an, ich Gfrörli ich. 
6. My Way bzw. She did it her Way könnte der Titel eines Buches über meines Lebens lauten.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich darauf, dass ich nicht gross kochen muss, morgen bringe ich das Kind zum Training und kaufe unterdessen ein und Sonntag möchte ich möglichst ungestört lesen!

Ein Sommer im Rosenhaus von Nele Jacobsen

Klappentext:
Nach dem Tod ihres Mannes und dem Auszug der Kinder sucht die Botanikerin Sandra einen Neuanfang für sich. Sie kauft ein altes Gärtnerhaus auf Usedom an der Ostsee, zu dem ein verwilderter, aber einmalig schöner Rosengarten gehört. Doch die Pflege der empfindlichen Pflanzen erweist sich als schwieriger als gedacht, so dass sie den britischen Rosenexperte Julian zu Rate ziehen muss. Der hilft ihr zwar, verhält sich sonst jedoch merkwürdig abweisend. Dann findet Sandra heraus, dass ihr Garten ein Geheimnis birgt – aber um es zu lüften, müssen sie und Julian sich zusammenraufen...


Mögt ihr Rosen? Dann ist dieser Roman die perfekte Lektüre, denn der verwilderte Rosengarten in Usedom lässt die Herzen höher schlagen. 

Sandras Mann ist gestorben, ihre Tochter zum Studium nach Amerika gezogen, Freundin Uli bald in Singapur. Sandra braucht dringend einen Tapetenwechsel. einen Neuanfang. Selbst Botanikerin ist sie begeistert von einem alten Rosengarten. Als das Haus zum Verkauf ausgeschrieben wird, kauft sie die Immobilie ohne es zu sehen, nur wegen der Rosen.
Ihre Freundin Uli begleitet sie, die beiden sind vorerst in einer Pension untergebracht. Die Dorfbewohner sind skeptisch bis bösartig zur Städterin, aber Sandra zeigt ihnen, dass es ihr ernst ist und bringt den Garten wieder zum Blühen und lässt das Haus renovieren. Doch dann mischt sich die Baubehörde ein, und es scheint, als ob es mit der Ruhe vorbei ist. 

In Sandras Herz und Garten schleicht sich Engländer Julian ein. Nur der Leser weiss, dass er ein Geheimnis in sich trägt und er ebenso wie Sandra für den Rosengarten kämpft. Beide wissen nicht viel voneinander. Sandra ist nicht die Hausfrau mit dem grünem Daumen, Julian nicht nur der Rosenexperte. 

Die Charaktere, einige davon mit vielen Ecken und Kanten, sind der Autorin gut gelungen, das Dorf und seine Bewohner sind toll beschrieben. Die Handlung beschränkt sich auf das Drumherum von Haus und Rosengarten und kommt ohne viel Spannung daher. Die Autorin hätte manche Situationen vertiefen können, das hätte die Rosengeschichte wohl aber in den Hintergrund gesetzt.

Alles in allem ist "Ein Sommer im Rosenhaus" eine rosige Geschichte mit einer netten kleinen Liebesgeschichte, die das Geschehen rund um die Rosen aber nicht übertrumpft. Das Buch gefiel mir gut, allerdings habe ich auch keine Probleme wenn lange über Rosenzucht diskutiert wird. Wer sich dafür nicht interessiert, dem rate ich vom Lesen ab. 

Rosenrezepte inklusive! Der Roman macht Lust auf einen Besuch in einem grossen Rosengarten (Insel Mainau zum Beispiel) um sich dort alte Sorten anzuschauen und an ihnen zu schnuppern. 

Fazit: Eine leichte, gelungene Geschichte um einen Garten, der Überraschungen birgt. Und ist nicht nur im Sommer eine angenehme Wohlfühllektüre!
4 Punkte. 

Mittwoch, 13. September 2017

Sommernachtsträume von Mary Kay Andrews

Klappentext:
Riley Griggs verbringt jeden Sommer mit ihrer Familie auf der wunderschönen Insel Belle Isle. Aber dieses Jahr ist alles beängstigend anders: Ihr Ehemann Wendell kommt nicht wie verabredet mit der Fähre an, ihr Haus wurde von der Bank gepfändet und ihre Konten gesperrt. Riley wendet sich hilfesuchend an ihre Freundinnen auf der Insel, doch diese haben alle mit ihren eigenen Problemen zu tun. So macht sich Riley allein auf die Suche nach Wendell. Als sie schließlich Nate trifft, einen alten Freund aus Jugendzeiten, ist sie erleichtert. Nate unterstützt sie nicht nur bei ihrer Suche nach Wendell, sondern er erinnert sie auch daran, wie sie früher war. Kann Riley mit seiner Hilfe endlich den Mut fassen, sich ihrem Leben zu stellen und für ihre wahren Träume zu kämpfen?

Mary Kay Andrews Bücher sind meistens locker, leicht und amüsant zu lesen. Deshalb freute ich mich auch auf "Sommernachtsträume". Leider stellte sich heraus, dass erstens nicht nur der deutsche Titel nicht wirklich passt - im Original "The Weekenders" - sondern zweitens das wunderschöne Coverbild im Original zu einem anderen Buch ("Save the date" = "Ein Jahr im Sommer") der Autorin gehört, drittens auch der Klappentext irreführend ist, denn die Sache mit Nate spielt sich im Buch ganz anders ab. Viertens entpuppt sich der Roman als fade Geschichte ohne viel Handlung und fünftens sind viele Figuren nicht gerade sympathisch.

Der Roman ist eher ein Cosy-Krimi als ein sommerlicher Liebesroman, denn Rileys Noch-Ehemann Wendell wurde ermordet. Riley und Wendell wollten ihrer Tochter Maggy an diesem Wochenende erzählen, dass sie sich scheiden lassen, nun erfährt Maggy noch mehr unliebsame Tatsachen über ihren Vater, und das lässt sie noch zickiger werden, als sie eh schon ist. Klar haben zwölfjährige präpubertäre Mädchen ab und zu mal ihre schlechten Phasen, doch bei Maggy war es ein Wunder, wenn sie mal gut drauf war.

Riley machte mir ein zu grosses Theater um die Diabetes ihrer Tochter und war ansonsten ein eher blasser Charakter, der gegen die hochnäsige Mutter Evelyn nicht ankam. Rileys kleiner frecher und schwuler Bruder Billy hat ein grosses Alkoholproblem und ein noch grösseres Geheimnis. Sein Partner Scott als Ruhepol kam zu wenig zur Geltung. Leider auch Tante Roo, deren seltene Ansagen für Würze sorgten. Sie gefiel mir am besten, kommt aber leider auf den stolzen 560 Seiten viel zu kurz. Das Buch hätte gut und gerne um 300 Seiten gekürzt werden können.

Obwohl mich die Handlung ermüdete, war ich immer noch neugierig auf die Auflösung von Nates Geheimnis - der Grund, wieso er Riley vor vielen Jahren beim Abschlussball betrunken vor ihr stand. Viel Lärm um Nichts, das Geheimnis hätte sich die Autorin sparen können.

Fazit: Enttäuschende Lektüre mit langweiliger Handlung und unausgearbeiteten Charakteren und somit leider eins der schlechtesten Büchern von Mary Kay Andrews. 
3 Punkte.

Weitere Rezensionen von:
Babs von bookish-heart-dreams

Montag, 11. September 2017

Vermählung von Curtis Sittenfeld

Klappentext:
Mrs. Bennets Leben dreht sich nur um das Eine: Wie kann sie es bloß schaffen, dass ihre Töchter endlich den Richtigen finden? Zumindest für Jane, die Älteste, gibt es Hoffnung: Chip Bingley, der attraktive Arzt, der noch vor Kurzem als Bachelor in der Fernsehshow "Vermählung" vergeblich nach der großen Liebe suchte, zieht in die Kleinstadt. Und gleich beim ersten Zusammentreffen knistert es zwischen Chip und Jane. Doch was ist mit Liz Bennet? Chips Freund, der ungehobelte Neurochirurg Fitzwilliam Darcy ist definitiv keine Option! Dennoch scheinen die beiden nicht voneinander lassen zu können …


Schon lange habe ich kein Buch mehr abgebrochen, doch "Vermählung" konnte mich einfach nicht packen. Die Grundidee - Bingsley als Bachelor - fand ich witzig, weshalb ich das Buch lesen wollte. Aber es wirkte viel zu übertrieben in die heutige Zeit übersetzt. Weniger wäre mehr gewesen!

Die Szenerie spielt statt in England in Amerika, die fünf Töchter sind alle älter als im Original. Jane und Liz beide sogar um die 40 Jahre alt, sind Yogalehrerin oder Journalistin und die jüngeren Geschwister halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Mrs Bennet sammelt Haushaltsgegenstände. So weit so gut. Nun kommt aber besonders Mrs Bennet extrem nervig und unsympathisch rüber. Aber auch alle anderen wurden fürchterlich überspitzt charakterisiert, so dass ich schon auf den ersten Seiten keine Lust mehr hatte weiter zu lesen. Mir fehlt der Charme der Originalfiguren.

Der Erzählstil ist eine Mischung aus altertümlich und hip. Es werden viele Details erzählt, rasant eigentlich, aber passieren tut trotzdem nicht viel. Der "Höhepunkt", sprich der absolute Nervtöter, war ein Scharadespiel, das von unflätigen Ausdrücken nur so trieft. Danach konnte ich nur noch mit absoluter Selbstgeisselung weiterlesen. "Vermählung" habe ich als Rezensionsexemplar bekommen, und normalerweise lese ich diese immer zu Ende. Doch da ich noch 480 Seiten vor mir hatte und es laut anderen Rezensenten, denen die ersten Seiten der Story gefielen, hiess, dass die Geschichte sich immer schlimmer entwickelte - keine Verbesserung in Sicht meines Erachtens -, habe ich das Buch endgültig abgebrochen.

Fazit: Eigentlich mag ich Adaptionen von Klassikern, aber "Vermählung" war mir zu aufgebläht. Das Schönste daran ist das Cover.

Vielen Dank an Harper Collins!

Weitere Rezensionen:
- Bellas Wonderland (die übrigens jeden Dienstag ein Beitrag rund um Jane Austen veröffentlicht!)
- Franziska von Franzi liest

Montagsfrage 11.09.2017


Liest du mehr Papierbücher oder mehr eBooks, gibt es einen Grund dafür?

Schon lange habe ich nicht mehr mitgemacht bei der Montagsfrage. Doch diese Woche habe  ich es mir fest vorgenommen - die Frage passt perfekt zu meinem Leseverhalten 😁 


Ich lese fast ausschliesslich nur noch eBooks. Es ist nicht nur eine Platzfrage, auch nicht nur eine Gesundheitsfrage (ich schlepp mir dabei nicht meinen Schulterpartie kaputt wie früher), sondern klar eine Augenfrage. Die Printbücher sind mir mittlerweile alle zu klein geschrieben (nächstes Jahr gibt es definitiv eine Gleitsichtbrille...) und somit ist elektronisches Lesen für mich viel angenehmer und augenfreundlicher. Angenehm sind auch die Umstände, dass man mit dem Reader in der Tasche nie Übergepäck hat und immer genug Lektüre dabei (u.a. bei Zugverspätungen oder um Wartezeiten zu überbrücken). Ausserdem brauch ich abends im Bett kein extra Licht zu machen, und niemand wird durch mein Lesen gestört. 

Apropos eBooks: 
Ich lese ja auch gerne auf dem Reader während dem Kochen, wie ich letzte Woche im Sonst so? - Beitrag geschrieben habe. Dort findet ihr auch Links zu interessanten Posts anderer Buchblogger.

Und sonst so:
Diese Woche wollte ich ursprünglich einige Jane-Austen-Adaptionen besprechen. Da ich gestern aber bereits die zweite Adaption abgebrochen habe, wird es nur einen Beitrag geben und zwar zu "Vermählung" von Curtis Sittenfeld. 

Die Rezension zu "Das geheime Tagebuch der Lizzie Bennet" von Bernie Su erspare ich mir. Das Tagebuch in Romanform las sich zwar einiges witziger und besser als "Vermählung", doch mir war es zu jugendlich. "The Lizzie Bennet Diaries gab es ursprünglich als Youtube-Episoden, bis 2015 der Roman dazu erschien. Eine tolle Idee, lustig umgesetzt, mir persönlich zu jung und trendy aufgemacht, so dass ich keine Lust hatte weiter zu lesen - das Ende ist ja bekannt 😉

Stattdessen kann ich euch aber "Jane Austen bleibt zum Frühstück" von Manuela Inusa empfehlen. Die Charaktere sind bis auf Jane Austen zwar auch alle nur knapp über 20 Jahre alt, aber die Geschichte in sich ist sehr stimmig und einfallsreich und der Jane Austen-Regency-Groove geht nicht verloren.

Nun wünsche ich euch einen guten Start in die neue Woche und einen easy Montag. Bei uns ist heute ein halber Feiertag (= "Knabenschiessen", es ist den ganzen Tag Schulfrei, nur Angestellte haben einen halben Tag frei, die Läden sind offen) und somit muss ich nicht so früh aufstehen und kann später ins Bett und deshalb bereits jetzt die Montagsfrage beantworten 😁


Samstag, 9. September 2017

Ein Garten voller Sommerkräuter von Julie Leuze

Klappentext:
Miriam steht mit Anfang vierzig vor den Trümmern ihres Lebens: Ihr Mann hat eine andere, ihre erwachsene Tochter braucht sie nicht mehr, und ihr Haus wurde bei der Scheidung verkauft. Wie soll es jetzt weitergehen? Da Miriam nichts mehr zu verlieren hat, fasst sie endlich den Mut, einen alten Traum zu verwirklichen. Sie lässt alles hinter sich, um im südenglischen Devon einen Neuanfang zu wagen. Im hübschen Reedcombe mit seinen weißen reetgedeckten Häusern spürt Miriam sofort: Hier will sie bleiben. Ihr Weg in ein neues Leben ist voller Hindernisse – aber auch voller Chancen auf ein neues Glück ...


Miriam bucht zwei Wochen Ferien in England. Sie braucht nach dem Auszug ihrer Tochter und der Scheidung von ihrem Mann Zeit für sich. In Devon fühlt sie sich wohl. Zuerst verliebt sie sich in einen Hund, dann in den Garten am Meer. Fix krempelt Miriam ihr Leben um und zieht ins kleine Cottage, das zum Garten gehört. Haus und Hund gehörte ursprünglich Phyllis, die im Dorf als Kräuterhexe verschrien war. Nach deren Tod steht das kleine Cottage leer, bis Miriam das Haus und den geheimnisvollen Garten wieder herrichtet. 

Nicht von allen Dorfbewohner wird das gutgeheissen. Besonders Megan und Rick Elliston, denen der einzige Laden im Dorf gehört, verhalten sich bösartig. Auch Nachbar Lucien macht ihr das Leben schwer; zuerst zumindest. Aber Miriam findet gute Freunde in Hundeheim-Chefin Rebecca, Taxifahrer Bob und Kate Hornton. Der junge Hotelmanager Dylan steht Miriam zur Seite und es knistert gewaltig. Er hilft ihr beim Kräuterverkauf - von irgendwas muss Miriam schliesslich leben. Im Grossen und Ganzen gelingt der Start ins neue Leben sehr gut. Doch hat Miriam sich zu früh gefreut?

Die Kapitel sind in Monate aufgeteilt, von März bis Oktober und werden jeweils mit einer Kräuterbeschreibung eingeleitet. Zwischendurch folgen Einschübe, die aus der Sicht Phyllis geschrieben sind. Diese lockern auf und geben Einblick in die Geschichte des Gartens, der viele seltene Kräuter beheimatet.

Miriam ist eine Protagonistin, die man schnell mag. Sie stellt sich ihrer Vergangenheit um in Reedcombe auch wirklich neu und ballastlos anzufangen. So bekommt man als Leser ihre Sorgen, Ängste, Freuden und Zweifel über ihre ungewohnte Lebenssituation hautnah mit. 

Beim Lesen fühlt man sich an der Seite Miriams, besonders bei den Szenen im Garten. Die Story ist sehr schön und gefühlvoll geschrieben, doch auf den letzten Seiten hatte ich leider das Gefühl, als ob Julie Leuze von der Serie einer anderen deutschen Autorin beeinflusst wurde. So war ich am Ende ein wenig irritiert, obwohl alles absolut passend war. 

Fazit: Der idyllische Wohlfühlroman mit einer Mini-Prise Magie sorgt für unterhaltende Lesestunden. 
4 Punkte.

Weitere Rezensionen bei:
Sabine von Lesen und Träumen
Anyah von Angis Bücherkiste

Freitag, 8. September 2017

Die Galerie der Düfte von Julia Fischer

Klappentext:
Sie ist mehr als nur eine Apotheke: Die ehrwürdige Officina Profumo di Santa Maria Novella, inmitten der lebendigen Gassen und Plätze von Florenz, ist für ihre verführerischen Düfte berühmt. Hier liegt das Aroma von Kräutern, Potpourris und edlen Seifen in der Luft. Ein himmlischer Ort, an dem die junge Münchner Apothekers-Tochter Johanna auf den Spuren eines legendären Dufts zwei ungleichen Brüdern begegnet. Doch während Luca zaghaft um sie wirbt, hat sie ihr Herz längst an den stürmischen Sandro verloren - der einer anderen versprochen ist.



An diesem Klappentext kann wohl kein Selbstrührer vorbeigehen, denn auch wenn es im eigenen Heim oft betörend nach neuen Duftkreationen riecht, ist es extrem verlockend, Romane zu lesen, in denen es um diese Düfte geht. 

In "Galerie der Düfte" begleiten wir Johanna auf ihre Reise nach Florenz. Hier ist der Sitz der bekannten Officina Profumo, deren Produkte Johanna gerne in ihrem Naturkosmetikladen anbieten würde. Doch da nun bereits die vierte Absage eingetroffen ist, entschliesst sie nach Florenz zu reisen und sich vor Ort vorzustellen. Vielleicht bekommt sie ihren Vertrag so doch noch. In der Officina lernt sie gleich die Eigentümer kennen, die Fortini-Brüder Luca und Sandro sowie ihren Onkel Giovanni. Vertraglich sieht es schlecht aus, aber amouröse Gefühle werden aufgewirbelt: Giovanni erinnert sich durch Johannas Auftauchen an eine deutsche Frau, die er nie vergessen hat; Johanna ist ihr wie aus dem Gesicht geschnitten. Luca verliebt sich sofort in Johanna. Sie hingegen ist fasziniert von Sandro, der ihr seine Verlobte verschweigt. Eine Dreiecksgeschichte beginnt.

Eher eine Vierecksgeschichte, denn zu Hause in München ist der Gärtner Niklas in Johanna verliebt. Niklas kümmert sich um den Garten des Mehrfamilienhauses, in dem Johanna lebt und arbeitet. Die elterliche Apotheke steht gleich nebenan. Anna und Cornelius Stern-Reiter führen sie schon lange. 

Als Nebenfiguren fungieren die Mitbewohner: der nervige Buchhändler Ludwig, der nur zu gerne Klassiker zitiert; Mechthild Müller, die jeweils unter der Krankheit leidet, die in der Apothekerzeitschrift vorgestellt wird; Lilo Wunderlich, die das Bio-Bistro vis-à-vis führt; Maria Beck mit ihren drei lauten Kinder, aus dessen Wohnung es nie gut riecht; die Bildhauer Pia und Chong Wang wie auch die Apothekenmitarbeiterinnen Christa Werner und Ilse Neubeck und natürlich Johannas Eltern. In Florenz kommt noch Lucas und Sandros Mutter Giulia Fortini dazu.

Aus diesen Charakteren und dem Duft-Thema bastelt die Autorin Julia Fischer eine spannende Geschichte, die immer wieder neue Wendungen nimmt und den Leser durch die bildhafte Sprache einhüllt und erst nach dem letzten Wort wieder in die Realität auftauchen lässt. 

Luca mochte ich am liebsten. Er, der immer nur an zweiter Stelle kommt, weil alle Sandro bevorzugen. Wie Luca leidet und trotzdem immer nett bleibt, hat mich beeindruckt. Luca ist introvertiert, aber poetisch veranlagt; der extrovertierte Duftkünstler Sandro unterteilt nicht nur Düfte in Kopf-, Basis- und Herznote, sondern auch Menschen. Trotz unterschiedlichen Wesenszügen merkt man, dass sie Brüder sind.

Die Geschichte ich sehr gut recherchiert. Zu kritisieren habe ich nur zwei Szenen: zum einen ist dies die Stelle an der Johannas Seifenleim in nur 3 Minuten andickt. Das erweckt den Eindruck, dass Seifensieden total easy ist und man einfach mal nebenbei welche sieden kann. Solch schnelles Eindicken passiert aber eigentlich nur durch Zugabe von künstlichem Parfum. Der zweite Kritikpunkt ist die Krokodilgeschichte. Ich fand sie unnötig, sie hätte auch ausgelassen werden können, da es auf einmal keine Rolle mehr spielte. 

Abgesehen von diesen zwei Punkten ist dieser Roman von Julia Fischer so wie man sich ein gutes Buch vorstellt: eine logische Geschichte mit interessanten Figuren, dazu eine fesselnde Handlung samt schönem Schreibstil.

Fazit: Ein toller Pageturner mit viel Florenz-Flair dank genauen Beschreibungen von Land, Düften und Menschen. 
4.5 Punkte.


Donnerstag, 7. September 2017

Sonst so? am 07. September 2017

  
Guten Morgen

Endlich mal wieder ein "Sonst so?"-Post. Dieses Mal mit Neuzugängen, einigen Links und einer Idee für alle vielkochenden Leser (die wohl erst in zehn, zwanzig Jahren verwirklicht werden kann)

Neu eingezogen im September sind bei mir "Nachtblau" von Simone van der Vlugt als Rezensionsexemplar, gekauft habe ich mir "Die Oleanderschwestern" von Cristina Caboni und "Trüffeltod" von Marianne Cedervall. Letzteres habe ich bereits ausgelesen! Manchmal ist es doch gut, wenn Bücher auf dem SuB warten, denn es hat sich bewährt, dass ich mit dem Lesen des ersten Teils gewartet habe bis der zweite Band erschienen ist. So konnte ich die beiden Krimis direkt hintereinander lesen! 





Auf den Oktober freue ich mich nicht nur wegen der #fbm17 (wer von euch ist auch dort, und hat jemand Lust sich auf einen Kaffee oder ein Abendessen zu treffen?), sondern auch auf viele neue Bücher. Am meisten freue ich mich auf "Die Perlenschwester". Der vierte Teil der Sieben-Schwestern-Reihe von Lucinda Riley erscheint am 30. Oktober! Falls ihr die Serie noch nicht kennt, müsst ihr unbedingt mal reinlesen. In diesem Beitrag habe ich die Serie vorgestellt. 



Müsst ihr euch manchmal solche Sätze wie "Machst du auch was anderes, als nur lesen?" anhören? Nicci berichtet auf Trallafittibooks über Sätze, die sich jeder Bücherwurm sicherlich schon oft anhören musste. 

Bei meinem ersten #litnetzwerk Kommentierwochenende im April habe ich bei Lovelymix ihre tollen Mindmaps entdeckt, wie auch bei life4books. So "notieren" sie sich ihre Bücherzusammenfassungen. Beeindruckend! In meinem Studium mussten wir einmal die Notizen einer Lektion als Mindmap festhalten. So sehr ich diese Art Notizen mag, so chaotisch sah mein Blatt aus. Deshalb schau ich mir Mindmaps extrem gerne an, bleibe selbst aber beim Schreiben, obwohl ich mir manchmal schon vorgenommen habe, es wieder einmal auszuprobieren.

Habt ihr euch auch schon gewundert über Protagonisten, die nie aufs Klo müssen? Okay, eigentlich kein Wunder, wenn sie das ganze Buch über auch kaum was trinken. Noch mehr wundersame Dinge, die uns in Büchern vorenthalten werden, gibts im Post von Isabella von Noch mehr Bücher.

Viele weitere Links zu interessanten Blogbeiträgen verlinkt Mikka liest jeweils Mittwochs bei ihrer Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs. 


Letzthin in der Küche kam mir der Gedanke, dass es ganz praktisch wäre, wenn in der Küchenkombination ein eReader eingebaut werden könnte. Ich verbringe sehr viel Zeit in der Küche und lese beim Umrühren von Risotto oder beim Warten bis die Pasta oder anderes gar ist, gerne. In Amerika gehören TV-Geräte praktisch zur Küchenausstattung dazu (ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich das in allen Privatwohnungen mit eigenen Augen gesehen habe und nicht nur am TV), viel cooler fände ich bei mir aber einen eingebauten eReader inklusive Seitenblättern per Fusspedal - die Hände braucht man beim Kochen öfters. Vielleicht kommt in 20 Jahren meine Tochter in den Genuss dieses Luxus, wer weiss. Vielleicht gibts das dann auch an der Wand des Badezimmer, damit man aus der Badewanne aus bequem lesen könnte? Wobei ich die Küche bevorzuge, denn in der Wanne geht das Lesen gut mit einem mit einer wasserdichten Hülle versehenem Lesegerät. An welchen Orten wünscht ihr euch eine Lesemöglichkeit? 

Bevor ich bald schon wieder in die Küche muss, werde ich noch an einer Rezension schreiben und freue mich auf den Nachmittag. Donnerstags gibts bei Skoobe immer neue Bücher; da bin ich immer gespannt, ob was für mich dabei ist und meine Merkliste wieder grösser wird. Mehr Lesezeit oder einen zusätzlichen Tag extra steht schon lange auf meiner Wunschliste 😉 

Ach ja, Zürich liest (vom 25.-29.Oktober) hat gestern das Programm veröffentlicht. Für mich habe ich nur einige wenige interessante Veranstaltungen gefunden, dafür eine für meine Tochter. Die Autorin ihrer Lieblingsserie liest daraus vor. Ich glaube, ich besorge uns Tickets und überrasche sie an besagtem Samstagnachmittag damit! 

Auf welche Veranstaltungen und welche Bücher freut ihr euch in den nächsten zwei Monaten?




Mittwoch, 6. September 2017

Der Duft von Honig und Lavendel von Donatella Rizzati

Klappentext:
Viola Consalvi, eine junge Heilpraktikerin aus Rom, hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen zu helfen. Vor allem durch ihr besonderes Gespür für die Kraft der Kräuter, das sie für jeden die richtige Pflanze finden lässt. Doch als ihr geliebter Mann plötzlich stirbt, bricht Violas Welt zusammen. Sie fühlt sich einsam und unsicher – und sie hat ihr Gespür für die Kräuter verloren. Viola weiß nur einen Ausweg: Sie steigt in den Zug nach Paris. Hier, mitten in Montmartre, befindet sich der einzige Ort, der Viola immer Sicherheit gegeben hat: der kleine Kräuterladen von Gisèle. Als Viola den Laden betritt und seine magische Atmosphäre spürt, weiß sie sofort, dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat. Und dann ist da noch Romain, der nette Barista aus dem Café um die Ecke … 

Da ich selber Naturkosmetik herstelle, freue ich mich immer, wenn ein Roman erscheint, der dieses zum Thema hat. Die Beschreibung des Erstlings von Donatella Rizzati hörte sich auch spannend an: eine kleine Kräuterapotheke im Montmartre-Quartier in Paris. 

Dorthin fährt Viola nach dem Tod ihres Mannes Michel, da sie einen Zufluchtsort sucht. In Paris hat Viola studiert und in Gisèles Kräuterapotheke mitgearbeitet. Viola wird mit offenen Armen empfangen, zumindest von Gisèle. Auf Romain, den Café-Besitzer von nebenan, reagiert sie zickig, fühlt sich missverstanden. Doch Romain und Viola gewöhnen sich bald aneinander.

Alle Charaktere haben so ihre Probleme: Romain hat sich erst kürzlich von seiner Freundin getrennt, gibt sich geheimnisvoll und sucht wie Viola noch nach einer Lebensaufgabe. Gisèle hingegen hat finanzielle Probleme, darüber zu sprechen bereitet ihr Mühe.
Viola denkt immer wieder an die Worte ihres Mannes: sie müsse die Vergangenheit aufarbeiten - die Probleme mit ihrem Vater, der wollte, dass Viola Pharmazie studierte und nicht Naturheilkunde. So beginnt sie nun in Michels Bücher zu lesen und sich wie er, mit der Iridologie (Augendiagnose) zu befassen. Je länger je mehr ist sie selbst fasziniert davon und erprobt ihr neues Wissen direkt an Kunden der Apotheke aus. Ihr Selbstbewusstsein kommt zurück, sie findet Freunde und weiss immer mehr, wie und wo sie ihr Leben weiterleben möchte. 

Donatella Rizzati führt uns auf Spaziergängen durch Paris, in Jazzbars und kleine Bistros. Sie lässt ihre Figuren Freundschaften schliessen, sich der Vergangenheit stellen und sie zu überwinden lernen, so dass alle offen werden für ein Leben ohne Ballast. Die Geschichte ist stimmig und schön erzählt. Da es sich um den Debütroman der Autorin handelt, kann man sich auf hoffentlich viele neue Bücher freuen. 

Trotzdem blieb ich innerlich distanziert, etwas hinderte mich am Eintauchen in die eigentlich erzählstarke Story. Vielleicht weil mich beim Lesen ein beständiges Gefühl von Werbung für alternative Heilmethoden und Naturkosmetik beschlich? Ich bin dem gegenüber durchaus aufgeschlossen, aber mir fehlte die Seele, die wirkliche Leidenschaft, dahinter. 

Am Ende jedes Kapitel stehen Rezepte für Bachblütenmischungen, Tees oder Kosmetika. Die sind ganz nett, doch in den Rezepten wie auch bei Erwähnungen im Roman steht zum Beispiel einfach nur: "Lavendelöl." Die korrekte Bezeichnung "ätherisches Lavendelöl" las ich nirgends (vielleicht ein Fehler der Übersetzung). Ich finde es fahrlässig, dass die Bezeichnungen nicht korrekt wieder gegeben wurden. Auch Hinweise, dass ätherische Öle immer mit einem Trägeröl gemischt werden und nicht pur auf die Haut gegeben, fehlen. (Es gibt  ganz wenige Ausnahmen, die zu nennen wären aber in einem Roman zu umständlich). Für Laien könnte dies irreführend sein und zu Missverständnissen und somit zu Hautirritationen führen. 

Fazit: Eine zwar gute Story, in der mir aufgrund von ständigem Gefühl angeworben zu werden die Herzwärme fehlte. 
4 Punkte.

Weitere Rezensionen bei:
Petra von Papier und Tintenwelten
Barbara von Sommerlese

PS: Bei "Die Galerie der Düfte" fand ich, was ich hier vermisste - Rezension folgt am Freitag!

Montag, 4. September 2017

Herzensräuber von Beate Rygiert

Klappentext:
Tobias’ Buchantiquariat läuft nicht besonders gut, noch dazu hat er gerade eine schmerzliche Trennung hinter sich. Als er im Urlaub einen liebenswerten spanischen Straßenhund aufliest, beschließt er kurzerhand, ihn mit nach Heidelberg zu nehmen. Wie sich herausstellt, hat Zola die Gabe, für jeden Menschen die richtigen Bücher zu finden – denn in jedem »Herzensräuber« erschnuppert er die Gefühle, die die bisherigen Leser darin hinterlassen haben. So bringt er nicht nur Tobias’ Geschäft auf Vordermann, sondern nach und nach auch dessen chaotisches Liebesleben.



Das Cover lässt auf den ersten Blick glauben, dass mit "Herzensräuber" der Hund gemeint ist. Ja, Zola ist auch auf eine Art ein Herzensräuber, man muss ihn einfach gerne haben, doch damit bezeichnet Zola die Minuten und Stunden wenn sein neues Herrchen Tobias total versunken ist in Briefe, die mit einem Karton zusammen gehalten werden. 

Mit Briefen kennt er sich aus, denn Zola lebte früher bei Briefträger Pepe in Spanien und hiess einfach "der Hund/el perro". Am Anfang des Romans bekommt Zola nicht nur seinen neuen Namen, sondern auch einen Reisepass und ein neues Zuhause bei Tobias. In dessen "Höhle" gefällt es ihm sehr, doch bald steht wieder ein Umzug an.
Auch in Zolas neuem Herrchen Tobias seinem Leben geschieht unerwarteterweise gerade viel: aus seinem Urlaub in Spanien bringt er Zola mit, und kurz darauf erbt er eine Villa. Doch in dem alten Haus lebt bereits jemand und will nicht ausziehen. Eine spannende WG-Geschichte bahnt sich an...

Der Protagonist in diesem Roman ist für mich eindeutig der Hund. Zola ist ein besonderes Exemplar, er spürt die Gefühle eines Buches und beginnt, in Tobias Antiquariat Bücher für Kunden auszulesen. Zuerst subtil, dann fast schon jobmässig. Zola ist auch der Erzähler der Geschichte und als Leser erlebt man seine Sicht auf die Dinge mit. Oft würde man ihm am liebsten eine laute Stimme verleihen, damit man Tobias warnen kann vor den Machenschaften, vor denen er blind ist. 
Tobias ist ein derart gutmütiger und liebenswerter Kerl, das man ihn nur zu gut ausnutzen kann. Seine Passivität könnte fast nerven, denn man muss ihn immer antreiben. Aber dafür sorgt zum Glück Zola und ein Teil seiner Mitbewohner. 

Das Buch liest sich flüssig und schnell, der Schreibstil ist humorvoll und trotzdem zart. Eigentlich ein ganz toller Roman; doch nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt, ab dem der Leser weiss, worauf es ausgelegt ist und was noch kommen wird. Dies war so offensichtlich, dass ich nicht mehr richtig Lust hatte weiterzulesen. Ich habe es trotzdem getan und mich mehr auf das Drumherum konzentriert, das sehr schön erzählt wird. Die Autorin hat das Offensichtliche zudem ein bisschen ausgeschmückt, so dass schlussendlich nicht gänzlich alles voraussehbar war. 

Der Autorin Beate Rygiert hat mit "Herzensräuber" eine tolle Geschichte verfasst, warmherzig erzählt und sprachlich schön. Mit dem Titel und der Bedeutung des Wortes ist ihr eine geniale Wortkombination gelungen. Ich bin mir sicher, dass sich viele Leser immer wieder an dieses Wort erinnern werden, wenn sie ein Buch lesen und ihre Haustiere gleichzeitig um sie herum streifen.

Fazit: Eine herzenswarme Geschichte über einen cleveren Hund und ganz viele Herzensräuber!
4 Punkte.

Sonntag, 3. September 2017

Liebe zwischen den Zeilen von Veronica Henry

Klappentext:
Die kleine Buchhandlung Nightingale Books hat Emilia von ihrem geliebten Vater übernommen. Im Herzen des verschlafenen Städtchens Peasebrook ist sie eine Begegnungsstätte für die unterschiedlichsten Menschen mit ihrem Kummer und ihren Träumen. Doch Julius Nightingale war ein großer Buchliebhaber und kein Buchhalter – der Laden steht kurz vor dem Ruin. Emilia bleiben nur wenige Monate, um diesen besonderen Ort vor einem Großinvestor zu retten. Denn nicht nur sie findet hier Freundschaft und Liebe …



Wer die neueren Bücher von Veronica Henry kennt, weiss, dass sie nie nur eine Geschichte erzählt, sondern sich immer einen Hauptschauplatz ausdenkt; ein Punkt, von dem aus die Lebensgeschichten ihrer Figuren geschildert werden. Einmal war dieser zentrale Ort der Orientexpress, einmal ein kleines Hotel in Cornwall. In "Liebe zwischen den Zeilen" ist es die Buchhandlung von Julius Nightingale. 

Als er stirbt, erbt Emilia den Buchladen von ihrem Vater. Verkaufen möchte sie eigentlich nicht, aber sie weiss nicht, ob sie ihn halten kann, finanziell steht es sehr schlecht. Während Emilia alles versucht, um mehr Kunden zu gewinnen, liest man über Mitarbeiter und ausgewählte Kunden, denen Julius und sein Buchladen extrem wichtig waren und was er und die Bücher in deren Leben bewirkten. Auch wenn die Buchhandlung rote Zahlen schrieb, hat sie einen besonderen Platz im Herzen der Mitarbeiter und vieler Kunden. 

So verwundert es auch nicht, dass sogar neue Kunden wie Bea dem Zauber der Bücher erliegen. Bea Brockman ist mit Kind und Mann nach Peasebrook gezogen. Während ihr Mann täglich nach London pendelt, langweilt sie sich in der neuen Umgebung. Ein Besuch im Buchladen verändert ihr Leben nochmals.
Dasselbe gilt für Jackson, der für den windigen Bauunternehmer Jan Mendip arbeitet. Kann er seinen neuen Auftrag erfüllen?
June ist die gute Seele und Buchhalterin von Nightingales. Sie unterstützt Emilia in allen ihren Vorhaben. Privat führt sie ein beschauliches Leben, genau wie Kochlehrerin Thomasina Matthews, die Kochbücher und ihr Mini-Restaurant liebt. Im Umgang mit Männern ist sie sehr scheu und zurückhaltend; fast noch mehr als Jem Gosling, der Käseladen-Besitzer.
Sarah Basildon von Peasebrook Manor sucht nach einem fadenscheinigen Grund um mit Emilia im Buchladen zu sprechen. Als erstes dient zur Unterhaltung die vorstehende Hochzeit ihrer Tochter Alice. Alle freuen sich für Alice, einzig Gärtner Dillon zeigt offen, dass er ihren zukünftigen Ehemann Hugh nicht mag. 

Der Tod von Julius und alles was damit zusammenhängt, verändert die Leben aller Charaktere, nicht zuletzt auch das seiner Tochter Emilia, die ihren Lebensmittelpunkt erst noch finden muss. 

Der Originaltitel "How to find love in a Bookshop" (Wie man Liebe in einem Buchladen findet) verschweigt, dass man in Julius und Emilias Laden nicht nur Liebe, sondern auch Freundschaften fürs Leben findet.

Wie so oft bei Veronica Henry nimmt einem die Geschichte von der ersten Seite an gefangen. Die Autorin erzählt die Geschichten mit viel Charme, und verbindet die diversen Erzählstränge wie immer sehr gekonnt. Die Schicksale berühren und lassen den Leser mitleiden und mitfreuen. 

Fazit: Ein Roman zum Geniessen! Er erzählt von Freundschaft, Liebe und der versteckten Anziehungkraft von Bücher. 
5 Punkte.