Mittwoch, 3. Mai 2017

Alles was du suchst von Marie Force (Green Mountain 1)

Klappentext:
Als die New Yorker Webdesignerin Cameron den Auftrag erhält, für einen familiengeführten Country-Store einen Online-Shop mit Landlust-Ambiente zu gestalten, ahnt sie nicht, was sie in Vermont, USA, finden wird: eine charmante Kleinstadt, unberührter Natur, eine warmherzige Großfamilie und den Sohn des Auftraggebers, Will. Weil dieser nicht begeistert von der Idee eines Internetauftritts ist, fliegen zwischen Cameron und Will zuerst die Fetzen, dann die Funken und schließlich die Gefühle.



Ich mag Romane, die in kleinen amerikanischen Ortschaften angesiedelt sind. Deshalb bin ich auf diese Serie aufmerksam geworden. 

Fetzen, wie im Klappentext beschrieben, fliegen aber nicht und Disharmonie gibt es nur kurz am Anfang, ansonsten herrscht durchgehend eine friedliche Stimmung im Buch. 
Mir gefällt, dass die Liebesgeschichte ohne Spielchen auskommt, ohne das typische Muster der Auf und Abs und unnötigen Schlenker kurz vor Schluss der meisten Liebesromane. Dieser erste Teil der Lost in Love/Green Mountain-Reihe ist ein schöner leichter Roman, dem man höchstens zu viele Szenen die sich in der Horizontalen abspielen, vorwerfen kann. Die Anziehungskraft von Cam und Will ist riesig und füllt einen grossen Teil des Buches. Deshalb fehlt bedauerlicherweise der Platz für weitere Handlungen. Die Autorin hätte gerne auf die Bettszenen verzichten können und stattdessen mehr Interessantes aus der Gegend rund um Butler oder Gespräche, die Cam für die Website führt, einbauen können. 

Die Figuren haben mir gefallen: Cam ist nicht das erwartete Grossstadtpflänzchen, sondern eine junge Frau, die keine Familie hatte und deshalb begeistert von der grossen Abbott-Familie ist. Ihr macht der Zusammenhalt der Sippe Eindruck. Und ja, manchmal könnte man wirklich fast eifersüchtig werden, zum Beispiel auf Mutter Molly - so eine wie sie hätte man gerne als Mutter und als Schwiegermutter. Will ist vom ersten Blick an fasziniert von Cam. Da jedoch seine letzte Beziehung mit einer Frau aus der Stadt schief ging, will er sich deshalb nicht mehr auf Gefühle zu einer Fremden einlassen. Seine Geschwister kennen ihn aber gut und merken vor ihm, dass ihm eigentlich nicht mehr zu helfen ist, was seine Gefühle zu Cameron angeht. 

Die Abbotts-Familie hat es mir angetan, ich mag sie und auch Fred, den Stadtelch. Deshalb schaue ich über die Kritikpunkte hinweg und werde sicherlich noch Band 2 und 3 lesen. Die Harmonie von "Alles was du suchst" darf beibehalten werden, wenn es dafür mehr Handlung gibt. 

Fazit: Eine extrem harmonische Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren. 
Knappe 4 Punkte.

Pro Roman wurde eine Kurzgeschichte herausgebracht. Dort wird jeweils ein Thema vertieft, in "Endlich zu dir" erleben die Leser Wills Reise nach New York und Camerons Abschied von der Stadt mit. 

Reihenfolge:
Band 1: Alles was du suchst
 Kurzgeschichte: Endlich zu dir
Band 2: Kein Tag ohne dich
 Kurzgeschichte: Ein Picknick zu zweit
Band 3: Mein Herz gehört dir
 Kurzgeschichte: Ein Ausflug ins Glück
Band 4: Schenk mir deine Träume
 Kurzgeschichte: Der Takt unserer Herzen
 Kurzgeschichte. Ein Fest für alle
Band 5: Sehnsucht nach dir

Kommentare:

  1. Hallo Anya, solche harmonischen Geschichten braucht unsere Seele ab und an,,, das reale Leben fühlt sich oft anders an ;-). Danke für die Rezi!
    LG Angela

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  2. Hallo Angela, ja sie tun gut und sind erfrischend anders, weil es in den meisten Büchern ja ständige Auf und Ab's gibt.
    LG, Anya

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  3. Guten Morgen,
    das Buch hört sich nach einem Buch an, das mir gefallen könnte. gegen Szenen in der horizontalen Lage habe ich nichts, solange sie gut geschrieben sind und in die Geschichte passen. Ansonsten mag ich es, wenn nicht durch ewig wiederkehrende Mißverständnisse künstlich Spannung erzeugt werden soll und das scheint hier ja nicht der Fall zu sein. Das Buch schreibe ich mir mal auf die Liste der Bücher, die ich mir merke.
    DANKE
    LG und ein schönes Wochenende
    Yvonne

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  4. Guten Morgen Yvonne
    die Missverständnisse bleiben hier tatsächlich aus - das mag ich so an diesem Roman. Wie dich nervt es mich, wenn in Romanen spätestens kurz vor Schluss die Missverständnisse beginnen. "Alles was du suchst" ist diesbezüglich die grosse Ausnahme! Leider bin ich bisher noch nicht zum Weiterlesen der Serie gekommen, ich bin gespannt, ob es so harmonisch weitergeht.
    Auch dir ein schönes Wochenende, bei mir gibts gleich Frühstück auf dem Balkon :-)
    Anya

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