Montag, 23. Oktober 2017

#fbm Frankfurter Buchmesse 2017 - Samstag/Sonntag

Mein Samstagmorgen begann mit einem Verlagstermin mit Patricia Kessler von Droemer Knaur. Ja, da werden im Frühjahr einige tolle neue Bücher erscheinen! 

Da ich bereits in Halle 3.1 begab ich mich zum Stand von Frankreich Tourismus,  dort war Autorin Christine Cazon zu Gast. Mit ihr unterhielt ich mich über ihre Krimis, sagte ihr auch, was mir an ihrer Serie gefällt und was mich bei Band 4 störte. Ich mag es sehr, wenn man mit Autoren konstruktive Gespräche führen kann, mit Christine geht das auf jeden Fall! 

Mit zwei weiteren Autoren ging es weiter - mit Rebecca Michele bei Dryas reichte es nur grad schnell für ein paar Worte ("ich hab dein neues Buch, aber noch nicht gelesen") und ein Foto, dafür sprach ich später länger mit James Holin, dessen Buch im September bei Dryas erschienen ist. Aussergewöhnlich, denn Dryas ist ja bekannt für seine Britcrime-Bücher. Doch so wie ich Verlegerin Sandra Thoms kenne, wird der Normandie-Krimi "Tod in Deauville" hervorragend zu den sonst üblichen Britcrime-Büchern passen, die Dryas herausgibt.  

Bevor ich mich danach mit Kerstin zum Mittagessen in die Agora begab, kamen wir am Bastei Lübbe Stand zufällig ins Gespräch mit Autor Bernhard Stäber mit dem wir uns über skandinavische Krimis und die norwegische Mentalität an sich und überhaupt unterhielten. 

Nach der mittäglichen Crêpe ging es zurück in Halle 3 zum Amazon Publishing Bloggerevent. 
Die Verantwortlichen stellten jeweils ein bis zwei ihrer Autoren und deren Bücher vor, während wir Blogger mit Einhornsaft und Bretzeln versorgt wurden. Im Anschluss konnten wir mit den anwesenden Autoren sprechen und wer Lust hatte ihre Bücher, die wir in einer schönen Stofftasche erhielten, signieren lassen.


Jetzt hatte ich Lust auf Kaffee und bekam beim langen Anstehen in der Schlange einer Kaffebar in der Agora fast einen Sonnenbrand... Der Weg zur Freundeskreislounge im Foyer von Halle 4.0 war nicht mehr weit. Viele Twitter-Blogger waren schon anwesend, andere kamen bald dazu. Emily von Stopfis Bücherwelten organisierte das Treffen. Einige Gesichter waren mir schon vom #litnetzwerk-Treffen bekannt, andere neu. Zum Beispiel die von Julia von Julias Wunderland und Elodie von Mein Leseblog - beides Schweizerinnen! Und endlich wieder Schweizerdeutsch reden, wenn auch nur kurz. Einige, die daneben standen, waren waren ziemlich überrascht, dass wir viel schneller reden als wir das auf Hochdeutsch tun... 

Das Treffen ging viel zu schnell vorbei, und ich musste rasch rüber zum Piper Verlag, wo mir und fünf anderen die Verlagsvorschau vorgestellt wurde. Auch bei Piper darf man sich auf die Neuheiten freuen. Leider darf ich euch darüber noch nichts erzählen, aber es dauert ja sicher nicht mehr lange, bis die offizielle Vorschau erscheint. 

Es war bereits kurz vor 18:00 Uhr und Anja und ich mussten uns schleunigst auf den Weg zur Kriminacht machen. Bereits in der Strassenbahn zur Honsellbrücke trafen wir auf andere Teilnehmer, und später auf der Strasse noch weitere. Ziemlich versteckt ist für Ortsunkundige der Kunstverein der Familie Montez zu finden. Wirklich direkt unter der Brücke, zwischen den Brückenpfeiler, liegt der Saal, an dem acht Autoren unabhängiger Verlage vorgestellt wurden. 



Mit Christin von Raspberrybook, die ich in den vergangenen Tagen und auch kurz zuvor beim Twittertreffen immer wieder antraf, sass ich in guter Lage, und zusammen rätselten wir über die Antworten der Rätsel vor. Denn nach jeder Vorstellung wurde eine Frage zum Inhalt der Lesung gestellt. Nicht immer war die Antwort klar und die Hinweisschilder, die jeder Besucher erhielt, eher verwirrend als hilfreich. Die Pistole und mindestens ein anderer Begriff kam nicht vor, dafür die Normandie, die auf keinem Schild stand. Aber egal, es war lustig und die Rätselei sorgte für unbeschwerte Gespräche unter den Besuchern. 

Mehr und vor allem mehr Fotos zur Kriminacht könnt ihr hier und hier und hier lesen/ansehen. Nach den acht, jeweils circa 15minütigen, Lesungen machten Anja und ich uns auf den Nachhauseweg - ein wenig mulmig, den eine vorgelesene Szene (Frau wird in Gebüsch gezehrt, dem Mann eine übergezogen) spielte sich im Park von Bad Soden ab, der sich direkt auf unserem Heimweg befand. Vor dem Park trafen wir dann auch noch auf zwei Polizisten, die uns zum Umweg um den Park herum rieten.... Ja, ein voller Erfolg, diese Kriminacht ;-)




Sonntagmorgen nach einer kurzen Nacht machte ich mich zum letzten Mal auf, um mit der zum ersten Mal pünktlich fahrenden S-Bahn zur Messe zu gelangen.

Ich hatte eineinhalb Stunden Zeit nochmals durch die Hallen zu schlendern. Das Gedränge war gross und teilweise fragte ich mich, ob es am Montag nirgends mehr Bücher zu kaufen gibt. Einige Leute benahmen sich jedenfalls so... Aber auch ich habe ein Buch als Mitbringsel für meine Tochter gekauft und bekam für das kleine Polly Schlottermotz-Büchlein die grosse und allerschönste Tasche der Messe, mit Bild der kleinen Hexe drauf :-)




Mein letzter Termin der @fbm17 stand bevor: die be... Geburtstagsfeier. 
Bastei Lübbe lud dazu ein. Mit Torte und Petit Fours feierten wir mit. Normalerweise bekommt das Geburtstagskind Geschenke. Bei be... wurden wir Blogger mit einer gut gefüllten Goodiebag beschenkt. Die Autorinnen der darin enthaltenen Bücher waren auch an der Feier und signierten nach dem Anschneiden der Torte ihre Bücher. 

Nun ging es Richtung Ausgang, zur S-Bahn, damit zum Chaos an den Bahnhof Frankfurt Süd. Im Zug hatte ich nun erstmals seit fünf Tagen wieder viel Zeit zum lesen.... 



PS: Von den Vorkommnissen an der Messe habe ich vor Ort nichts mitbekommen. Mir fiel aber auf, dass um gewisse Stände herum immer viel Polizei patrouillierte. Da ich von den negativen Geschehnissen nur durch die Medien erfahren habe und ich gewissen Parteien nicht noch mehr Aufmerksamkeit zukommen lassen will, werde ich mich nicht dazu äussern. 


Frankfurter Buchmesse 2017:
Samstag/Sonntag














Sonntag, 22. Oktober 2017

#fbm Frankfurter Buchmesse 2017 - Freitag

Freitag war der Tag der Bloggertreffen. Am Morgen stand das Droemer Knaur Bloggertreffen an, das ganz im Zeichen der Fantasy stand. Markus Heitz, Mona Kasten und Liza Grimm sprachen mit ihrem Lektor und mit Patricia Kessler über ihre Bücher, über das Schreiben und das Leben als AutorIn. Obwohl ich kein Fantasy lese, mag ich Gespräche mit Autoren jeglichen Genres - es war sehr amüsant und diese drei jungen Autoren sorgten für viel Lacher und Schmunzeln auf Seiten der Zuhörer. 



Kurz vor 11:00 Uhr folgte das Dryas Bloggertreffen, das kleiner und persönlicher war. Einige der Verlagsautoren waren vor Ort und wir plauderten bei einem Kaffee an kleinen Tischen.

In Halle 3.1 sollte um 12:00 der Blogaward #bubla17 verliehen werden. Bis auf die Gänge hinaus drängten sich die Zuhörer. Nach einer viel zu langen Einleitung wurden endlich die Gewinner verkündet. Den Blogaward gewann Uwe von Kaffehaussitzer und Florian mit seinem Instagramaccount literarischernerd erhielt den Sonderpreis. Herzlichen Glückwunsch! 

Ruhiger war es beim anschliessenden Diogenes Bloggertreffen. Nachdem einige Bücher im Rahmen der Verlagsvorschau vorgestellt wurden, erschien Autor Klaus Cäsar Zehrer zum Gespräch. Auch Grégoire Hervier wurde erwartet. Beiden hätte ich gerne zugehört, besonders weil ich gerne mehr über Grégoires Buch "Vintage" erfahren hätte. Doch ich musste weiter, genau genommen auf die andere Seite der Halle zum KiWi Bloggertreffen.





Ulrike Meier interviewte dort Dagmar Ploetz, die "Hundert Jahre Einsamkeit" von Gabriel Garcia Marquez neu übersetzte. Frau Ploetz lebte lange in Argentinien und hat sich ganz dem Werk von Marquez verschrieben. Nach dem Gespräch durften wir ihr Löcher in den Bauch fragen. Doch auch sie nutzte die Gelegenheit - da sie zum ersten Mal so vielen Bloggern gegenüber sass, war sie neugierig und stellte uns ebenfalls einige Fragen. Neben mir sass Maike von Herzpotential. Ganz in Bloggermanier twitterten wir uns gleich kurz an, so im Sinne von "Sitzt du gerade neben mir?"


Um 16:00 Uhr trafen sich einige Blogger vom Litnetzwerk vor dem Lesezelt. Nach einer lustigen Vorstellungs- und Fotorunde (leider habe ich noch keins davon) mussten sich die ersten bereits wieder verabschieden, andere wollten in Halle 3 noch was Trinken gehen. In der Halle bog dann auch ich ab, mein letzter Termin des Tages war das Bloggertreffen vom Autorensofa. 





Nach einer Begrüssungsrunde mit den mir schon bekannten Autorinnen und Blogger lernte ich Autorin Julia von Droste kennen, deren Buch "Die Seidenrose" ich vor einigen Jahren begeistert gelesen hatte. 




Mit Anja fuhr ich nun in die Innenstadt. Unser Plan war, meine vergessene Jacke abzuholen und irgendwo essen zu gehen. Doch Anja war bereits recht müde und wollte gleich dort bleiben und beim Italiener essen. Es war frischer als noch am Donnerstag und so assen wir drinnen, wo die Hintergrundgeräusche ähnlich laut wie an der Messe waren. So blieben wir nicht allzu lange und fuhren zurück zur Pension. 


Frankfurter Buchmesse 2017:
Freitag


#fbm Frankfurter Buchmesse 2017 - Donnerstag

Donnerstagmorgen nach dem Frühstück ging es bereits wieder Richtung Frankfurt. Mit der S-Bahn direkt zur Messe in 20 Minuten - bedeutend bequemer und stressfeier als mit dem Auto hinfahren, im Parkhaus einen Parkplatz suchen und dann mit dem Shuttlebus zu den Messehallen chauffiert zu werden.
Um 10:00 trafen wir uns mit Biggy von Melusines Welt beim Autorensofa, wo ich auch Elke Bergsma kennenlernen durfte, ich hab ihr "Teekomplott" gelesen. Auch Ulla von Ullas Bücherseite war zeitgleich am Stand - nachdem wir uns das Jahr zuvor nicht getroffen haben, klappte es nun. 

Der Weg zum Atlantik Verlag war nicht weit, der Verlag lud zum Bloggertreffen an dem auch Besuch aus Frankreich erwartet wurde. 
Lorraine Fouchet und Antoine Laurain freuten sich über die anwesenden Blogger und nach der lustigen Begrüssung blieb Zeit sich mit den beiden zu unterhalten sowie später ihre Bücher signieren zu lassen. Das Schreiben scheint ihnen im Blut zu liegen, sie verrieten uns, dass sie Cousin und Cousine sind. Lorraine Fouchets Bücher kannte ich noch nicht, was sich aber bald ändern wird. Von Antoine Laurain hingegen hab ich vor der Messe zwei Bücher gelesen. Sie haben mir ausserordentlich gut gefallen, deshalb werde ich auch noch seine restlichen lesen. Leider war zu wenig Zeit um mit den beiden Autoren ausführlicher über die Ideen zu ihren Büchern zu sprechen, aber beide sind sehr sympathische, aufgestellte Menschen. Eigentlich hätte auch Grégoire Delacourt kommen sollen, doch er wurde kurz vor der Messe krank und war deshalb verhindert. 


Am Verlagstresen entdeckte ich den türkischen Journalist und Autor Can Dündar. Da mir die momentane politische Situation in der Türkei persönlich sehr nahe geht, sprach ich ihn an. Aufgrund dem vorherigen babylonischen Sprachgewirr (Hochdeutsch, Französisch, Englisch) hatte ich Mühe auf Türkisch umzuschalten und so sprachen wir in einem türkisch-englischen Mix. Fernsehjournalist Ulrich Wickert, den ich im TV immer gern gesehen und dessen Bücher ich vor Jahren gelesen habe, war ebenfalls kurz am Stand, doch ich erkannte ihn nicht auf Anhieb und merkte es erst, als er schon wieder weg war. 
Hoffman & Campe hat es wohl ein bisschen mit Journalisten: auch Korrespondent Alexander Oetker ist als Autor ebenfalls beim Verlag untergekommen. Sein erster Krimi "Retour" war meine Vorabendlektüre - da Alexander ebenfalls anwesend war, konnte ich mich mit ihm gleich auch noch unterhalten. 


Mittlerweile war Mittagszeit und ich traf mich mit Mona von Tintenhain und Miri von Geschichtenwolke zum Mittagessen in der Agora. Eine feine Crêpe, Sonne und gute Gespräche; was braucht es mehr? Die Zeit ging schnell vorüber und Mona und ich machten uns auf zur Lesung von Jürgen Albers beim Tolino-Stand. Leider waren die Umgebungsgeräusche sehr hoch, so dass man Jürgen Albers leider nur schwer verstand. 



Ich konnte aber eh nicht bis zum Ende bleiben, um 14:00 stand schon das Meet & Greet bei dtv mit Jean-Paul Didierlaurent an. Sechs Bloggerinnen waren eingeladen mit ihm und seiner Übersetzerin Sina de Malafosse zu diskutieren. Übrigens hat Sina auch einige von Antoine Laurains Bücher übersetzt. 
Der ruhige und sympathische Autor antwortete auf unsere Fragen und erzählte ein wenig über sich selbst. Im Gespräch erfuhr ich, dass der Roman "Die Sehnsucht des Vorlesers" auf einer Kurzgeschichte über eine Klofrau basiert, die er bei einem Wettbewerb einreichte. Sina übersetzte wenn nötig und erzählte über ihre Zusammenarbeit mit Jean-Paul. Zum Schluss nahm er sich die Zeit jedem persönlich einige Zeilen in sein neues Buch "Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky" zu schreiben. Ich habe es vor der Messe gelesen und es gefällt mir besser als sein erster Roman. Empfehlen kann ich auch seinen Kurzgeschichteband "Macadam"; seine Protagonisten sind so herrlich normal, haben oft seltene Berufe und überzeugen durch den melodiösen Sprachstil. 



Nach diesem Meet & Greet hat es endlich geklappt und Kerstin von Frau Goethe liest und ich haben uns endlich getroffen und uns gleich für Samstag zum Mittagessen verabredet

Mein Messeprogramm für Donnerstag war zu Ende und nun traf ich mich mit Kerstin von Literaturchaos, die - wie am Vormittag abgemacht - sich mir anschliessen wollte. Gemeinsam ging es zum Main Tower, um Frankfurt von oben zu sehen. Blitzschnell brachte uns der Lift nach oben in die 54. Etage. Einige Treppenstufen später standen wir auf der Aussichtsplattform. Der Rundumblick war grandios. 




Ich mag es nicht nur, Städte von oben zu sehen, sondern auch Städte zu erkunden. Letztes Jahr blieb mir keine Zeit um mir Frankfurt anzusehen, das wollte ich dieses Jahr nachholen. Nach einem Cappuccino in einem kleinen Café in der Nähe des Main Towers verabschiedete ich mich von Kerstin, die zurück zur Messe fuhr und machte anschliessend einen ausgiebigen Spaziergang durch die Innenstadt, vorbei an der Zeil, dem Dom und dem Römer, dazwischen ging ich auf eine der Mainbrücken, wo mir ein eindrückliches Sonne-Wolkenspiel geboten wurde.

Dank den warmen Temperaturen konnte ich mein Abendessen draussen einnehmen. Es war sogar so warm, dass ich auch um 21:00 Uhr noch keine Jacke brauchte und sie, über meinen Stuhl gehängt, im Restaurant vergass...











Frankfurter Buchmesse 2017:
Donnerstag

Samstag, 21. Oktober 2017

#fbm17 Frankfurter Buchmesse 2017 - Mittwoch

Am Mittwochmorgen musste ich früh aufstehen: um 7:30 Uhr sollte der Zug Richtung Zürich HB abfahren, doch er hatte Verspätung. Trotzdem reichte es mir noch, im Shopville Kaffee und Brötchen zu kaufen bevor der ICE Richtung Frankfurt abfuhr. Zum Glück, denn fünf Stunden ohne Kaffee hätte ich nicht überlebt ;-) Die Fahrt verlief ruhig, dieses Mal hatte ich mir - nach den letztjährigen Erfahrungen mit der DB - ein aufblasbares Nackenkissen gekauft, um es bequemer zu haben beim Lesen. Kurz nach 12:00 Uhr erreichten wir Frankfurt Süd, wo ich auf die S-Bahn zur Messe umsteigen konnte.

Beim Kofferabgeben an der Garderobe gab es Probleme (steif und fest wurde behauptet, dass die für Presseleute nicht umsonst ist), bis dann eine FBM-Mitarbeiterin die Garderobieren deutlich aufklärte und es schwarz auf weiss unterlegte. 
Ohne Gepäck ging ich erst mal in die Agora frische Luft schnappen und auf der anderen Seite beim ARD-Forum wieder rein, um dort meine zweite Tasse Kaffee zu trinken. 




Dermassen gestärkt schaute ich mir die Gastland-Halle an. Aus Holzstäben gefertigte Buchregale dominierten den Raum, sie machten den Eindruck dennoch luftig. Hier gab es nicht nur französische Bücher, Spiele und die Gutenbergpresse, sondern auch Croissants, Sandwiches, Macarons und mehr.



Hungrig ging ich gegenüber ins Skyline Plaza um mir erst zwei Liter Mineralwasser zu kaufen, damit ich Abends in der Pension und Donnerstags an der Messe etwas zum Trinken hatte. In der Foodhall hab ich mit Blick auf das Schaufenster schnell was zu Mittag gegessen, bevor ich mich zurück zur Messe aufmachte. 






Gut hatte ich was im Bauch, sonst wäre es hinten in Halle 3.1 schwer gewesen, den Pains au chocolat und diversen anderen französischen Brötchen zu widerstehen. Halle 3.0 war wieder „sauber“ - nur Bücher hier! 



Um 16:00 Uhr war ich eigentlich mit mindestens einer Bloggerin von #litnetzwerk vor dem Lesezelt verabredet, doch sie tauchte nicht auf - sie kam bei einem Verlag nicht weg, wie sie mir tags drauf erzählte. Auch mit Frau Goethe liest klappte es nicht - die Versuche uns über Twitter auszutauschen wo wir sind, war erfolglos, wir befanden uns immer an unterschiedlichen Orten. Abends verabredeten wir uns dann fix für Donnerstagnachmittag. 








Stattdessen erklomm ich den eindrücklichen Kein & Aber Turm, der dem Freitagshop in Zürich nachempfunden ist. Oben traf ich auf Journalistin und Autorin Marion Mink samt ihrer Tochter, mit denen ich nach gegenseitigem Fotografieren ins Gespräch kam. 




Fast hätte ich deshalb Michel Bussis Interview beim Orbanism Space verpasst, wohin der Aufbau Verlag zu Cremant und französischen Selfies geladen hatte. Die Geräusche und die anderen Events in der Halle übertönten leider teilweise das Gespräch des Autors mit seiner Lektorin und Übersetzerin.

Hier holte mich Anja von Mein kleines Bücherzimmer ab, zusammen machten wir uns auf zur S-Bahn und nach Bad Soden, wo wir unsere Pensionszimmer bezogen. Da wir in Bahnhofsnähe kein Restaurant fanden, kauften wir im Supermarkt ein und assen in der kleinen Küche der Pension zu Abend. Später im Zimmer hatte ich meinen kleinen Koffer schnell ausgepackt und liess den Tag mit Surfen und lesen meines aktuellen Buches ausklingen. Was ich noch nicht wusste: dass ich mit dem Autor meines #currentlyreading am folgenden Tag über sein Buch sprechen würde...  



Frankfurter Buchmesse 2017:
Mittwoch







Freitag, 20. Oktober 2017

Neuzugänge, Lesewoche 42/2017 und Marie Force



1. Hattest du in der vergangenen Woche viel Zeit und Lust, zu lesen?
Wie bereits in der vorherigen Woche kam ich auch diese Woche nicht oft zum lesen, fast nur in der Bahn. 

2. Welches Buch/ welche Bücher hast du in der vergangenen Woche gelesen und war ein besonderes Highlight dabei?
Am Sonntag auf dem Heimweg von der Messe habe ich Alexander Oetkers "Retour" ausgelesen", und da ich in Gedanken abwesend, einerseits noch bei der FBM, andererseits schon zuhause war, wollte ich ein Buch lesen, bei dem ich nicht so bei der Sache sein muss und habe deshalb den zweiten und dritten Band der Green Mountain-Serie gelesen.


Momentan bin ich am vierten Band dran. Ob ich die Serie danach weiterlesen weiss ich noch nicht. Die Geschichte der Abbotts finde ich toll, aber die Bücher würden auf die Hälfte schrumpfen, wenn man all die Sexszenen rausschneiden würde. Wer wie ich diese Szenen schon bei Sarah Morgan als zu ausführlich und zu oft beschrieben empfindet, darf die Greenmountain-Bücher nicht lesen, Marie Force toppt diesbezüglich alles. Hätte ich vor dem Kauf der ersten drei Bücher auf ihre Homepage geschaut, wäre mit einem Blick auf die Originalcover wohl alles klar gewesen; ich hätte sie mir nie gekauft, geschweige denn gelesen. Nun habe ich aber die Bücher bis Band 4 hier - und wie gesagt, gefällt mir die Aufmachung der deutschen Cover, die fiktive Ortschaft Butler, die Abbotts-Grossfamilie und natürlich auch Elch Fred. In jedem Band erhält man jeweils ein Update über die vergangenen und noch kommenden Paare, und all das zusammen macht die Serie eigentlich ganz nett. Wären da nicht die leider viel zu gehäuften und übertriebenen horizontalen Szenen, die mir das Lesevergnügen nehmen. Dafür sind die Bücher gut zu lesen in Zeiten, in denen man oft abgelenkt wird, weil man schnell wieder in der Geschichte drinnen ist und man seitenweise überblättern kann, wenn sich mal wieder alles unter der Bettdecke abspielt. Kennt ihr die Serie? Mögt ihr sie oder nerven euch die besagten Szenen auch?

3. Welchen Beitrag, den du in der vergangenen Woche auf deinem Blog veröffentlicht hast, möchtest du deinen Lesern besonders empfehlen?
Diese Woche ist dies mein erster Beitrag, letzte Woche gingen die Rezensionen zu den Gotlandkrimis "Mord auf der Insel" und "Trüffeltod" online. Britcrime auf Schwedisch!

4. Wie sehen deine (Lese-)Pläne für das Wochenende und die kommende Woche aus? 
Keine Ahnung! Ich lese jetzt erst mein aktuelles Buch aus, dann entscheide ich spontan. Wahrscheinlich wird es eins meiner Rezensionsexemplare, eventuell ein Krimi.
Weiter unten zeige ich euch meine Neuzugänge, darunter auch viele Weihnachtsromane. Doch das Wetter ist einfach noch zu schön und ich absolut nicht in Weihnachtsstimmung um diese jetzt zu lesen. Sollte es plötzlich kalt und nass werden, weiss ich jedoch schon was ich lesen werde... 

5. Wo kaufst du deine Bücher am liebsten - online, im Buchladen, gebraucht?
Online! Da ich nur eBooks lese, ist dies am einfachsten. Wenn ich Geschenke kaufe, kaufe ich in der Buchhandlung ein. 
Gebraucht kaufe ich nur höchst selten, eventuell einmal im Jahr, in der Bücherbrocky ein. Dorthin kann man gelesene Bücher bringen, und sich für wenig Geld Nachschub besorgen. Erst kürzlich war ich wieder einmal dort und habe meiner Tochter ein Pantau-Taschenbuch und einen Kinderkrimi gekauft. 

Meine Neuzugänge im Oktober:
Normalerweise schreibe ich nie über Neuzugänge auf meinem SuB. Doch an und während der Messe erreichten mich viele neue Bücher. 
An der Messe war ich auf einige Meet & Greets geladen, und jedesmal durften wir Bücher der betreffenden Autoren mitnehmen - inklusive persönlicher Widmung (mehr dazu bei meinen Messeberichten). Bei einigen Bloggertreffen bekamen wir Messebeutel mit jeweils zwei bis drei Büchern geschenkt. Da diese Bücher aber nicht meinem Lesegeschmack entsprachen, habe ich sie vor Ort gleich anderen Bloggern weitergeschenkt, einige davon werden wohl bei Bloggewinnspielen verlost werden. Von der Messe nach Hause gebracht, habe ich mir die drei Bücher rechts.

Die Bücher von zwei dieser französischen Autoren, Jean-Paul Didierlaurent und Antoine Laurain, kannte ich bereits und freute mich sehr darauf, die Autoren persönlich kennen zu lernen. 
"Der unerhörte Wunsch des Monsieur Dinsky" (Rezension folgt) habe ich bereits vor der Messe gelesen - es gefällt mir sehr viel besser als "Die Sehnsucht des Vorlesers" - hatte ich bereits zu Hause, nun aber noch mit Autogramm! Die zwei anderen Bücher zu lesen, darauf freue ich mich sehr. Bisher gefielen mir die vorherigen Bücher von Antoine Laurain, von daher denke ich, dass ich auch von "Die Melodie meines Lebens" nicht enttäuscht werde. Von Lorraine Fouchet habe ich bisher noch nichts gelesen, auf ihr Buch bin ich sehr gespannt. 

Wegen Krankheit konnte Grégoire Delacourt nicht an die Messe fahren, er wäre sonst mit dabei am Bloggertreffen vom Atlantik Verlag gewesen. Seine Bücher kenne ich bisher noch nicht, deshalb habe ich mir gestern eins gekauft. Wie auch Titel weiterer französischer Autoren, "Das Leben ist ein listiger Kater" und "Das Labyrinth der Wörter von Marie-Sabine Roger. 

Als Rezensionsexemplare kamen letzte Woche neu der zweite Band von Kommando Abstellgleis "Das Revier der schrägen Vögel" von Sophie Hénaff und "Der kleine Teeladen zum Glück" von Manuela Inusa auf meinen SuB. 


Auch Weihnachtsromane wie "Das Mädchen, das Weihnachten rettete" und "Ein Junge namens Weihnacht" von Matt Haig, "Ein Winter voller Wunder" von Amanda Prowse, "Ein Weihnachtsgeschenk für Walther" von Barbara Wersba, "Herr Mozart feiert Weihnachten" von Eva Bronsky, "Lichterzauber in Manhattan" von Sarah Morgan fanden in den letzten Tagen auf meinen Lesegeräten Platz:



Krimis mussten natürlich auch mit, und ein weiterer Roman: 


Vorbestellt habe ich mir gleich noch das eBook "Die Perlenschwester" von Lucinda Riley, das am 30. Oktober erscheint. Ich muss wohl nicht erwähnen, wie fest ich mich darauf freue ;-) 

Kennt ihr meine Neuzugänge bereits oder die Autoren dieser Bücher? Welche Bücher durften bei euch in letzter Zeit einziehen?