Dienstag, 15. November 2016

Verlage: Diogenes

Wer kennt sie nicht, die weissen - okay, einigen wir uns auf helle - Buchcover, die schlicht nur mit Titel und Name des Autors und einem kleinen Bild versehen sind?
Seit Jahren ändert sich ausser der Helligkeitsstufe des Umschlags nichts am Layout und so haben Diogenes-Bücher einen sehr hohen Wiedererkennungs-wert. Der Verlag wurde 1952 gegründet und hat namhafte Autoren wie Paulo Coelho, Patrick Süsskind, John Irving, Martin Walker, Donna Leon und Petros Markaris im Programm. 


Da während dem "Zürich liest"-Festivals eine Handvoll deutsche Blogger gerade in Zürich weilte , wurden sie und einige Schweizer Bloggerinnen von Diogenes zum Verlagsbesuch eingeladen. 
Neben  Bettina Schnerr vom Blog Bleisatz, Monika von Adibuma und ich trafen wir unsere Kollegen aus Deutschland (Friederike von Die Buchbloggerin, Janine von kapri-zioes, Mara von Buzzaldrins Bücher, Sarah von Pinkfisch und Uwe von Kaffeehaussitzer) am Freitagmorgen an der Sprecherstrasse. Susanne Bühler, die bei Diogenes für Werbung/Online und für uns Blogger zuständig ist, begrüsste uns mit Kaffi, Gipfeli und Ufsteller (Spezialität einer Zürcher Bäckerei: Weggli-ähnliche Brötli mit Schoggi)Auch Pressechefin Ruth Geiger und Personalleiterin Franziska Liechti gesellten sich dazu und die drei begeisterten Frauen erzählten uns die Geschichte des Verlags und einige Anekdoten ihrer Erlebnisse mit Verlagsgründer Daniel Keel.

©Bettina Schnerr
Wir hätte noch lange lauschen können, doch die Zeit drängte für die Hausbesichtigung. Zuerst ging es auf die andere Strassenseite, in den berühmt-berüchtigten Diogenes-Keller. Ein Keller voller Bücher würde an sich schon begeistern. Doch zuerst konnten wir uns kaum sattsehen an der Autorenwand, an der sich die hauseigenen Autoren mit Autogramm verewigt haben. Irgendwann rissen wir uns los und schauten uns weiter um. Sämtliche Diogenes-Bücher in verschiedenen Ausgaben - herrlich! 


Vom Keller ging es ganz nach oben unter die Dachschrägen. Dort im Archiv stapeln sich viele Bildbände, die für Recherchen oder Coverideen gebraucht werden. Sie wurden gebraucht - die vielen Post-its belegen es. Eine Etage tiefer zeugen  Farben, Scheren, Lösungsmittel, Lineale und die langen Tische im Herstellungsatelier davon, dass auch im Computerzeitalter nach wie vor viel Wert auf Handarbeit gesetzt wird. 



Einen vielfältigen Einblick bekamen wir in der Lizenzabteilung. Im Bücherregal standen unzählige anderssprachige Ausgaben der Diogenes-Autoren. Bei Büchern mit fernöstlichen Schriftzeichen darauf war es sehr spannend zu rätseln, um welches Buch es sich handeln könnte. 
Mir hat es ein Donna Leon-Spiel von Ravensburger angetan - das ideale Geschenk für Brunetti-Liebhaber (Weihnachten kommt bald, denkt an die Geschenke!). 


Weiter ging es zur Lektorin Anna von Planta, die u.a. vom Nachkochen der Gerichte aus Martin Walkers Kochbuch plauderte und mit Sarah über neuentdeckte Autoren diskutierte. Unsere letzte Station war das Büro des Vertriebsleiters Ulrich Richter, bei dem unzählige signierte Bücher im Regal stehen. Auch er berichtete uns von seiner spannenden Arbeit. 

Nach einem letzten Blick ins Treppenhaus, in dem von oben nach unten in einer Zeitachse geschichtsträchtige Schriftsteller wie Homer und sämtliche Diogenes-Autoren auf Fotoposter abgebildet waren, verarbeiteten wir unsere Eindrücke im Sitzungszimmer mit Kaffi und Kuchen. Es war bereits mitten am Nachmittag als wir uns verabschiedeten. 

Draussen traf ich nochmals auf Anna von Planta, die von ihrer späten Mittagspause zurück kam und mit der ich mich noch ein wenig unterhielt - eine spannende, begeisterte und begeisternde Frau. Genau so wie all die Mitarbeiter, die mir an diesem Tag begegnet sind! Mir bleibt auffällig positiv in Erinnerung wie leidenschaftlich sie alle von ihrem Arbeitgeber und Arbeitsplatz und ihrer Liebe zu Bücher sprechen!



Herzlichen Dank, dass ihr uns an eurem Arbeitsalltag teilnehmen lassen habt! 






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