Montag, 26. September 2016

Das Weihnachtsdorf von Petra Durst-Benning (Maierhofen Band 2)

Klappentext:
Es ist Anfang Dezember im malerischen Allgäu. Maierhofen liegt friedlich im Schnee, Kerzenlicht funkelt in den Häusern. Der Trubel des Sommers ist längst vorbei, das große Kräuter-der-Provinz-Festival nur noch eine schöne Erinnerung. Langweilig wird es im Genießerdorf jedoch lange nicht, denn der erste Weihnachtsmarkt steht bevor. Wenn es nach Werbefrau Greta geht, haben dort Plastik-Nikoläuse und billiger Glühwein nichts verloren. Wird es aber den Maierhofenern gelingen, das Wahre und Gute in den Winter hinüberzuretten? Therese freut sich auf Feiertage in trauter Zweisamkeit, doch jemand will ihre Pläne durchkreuzen. Und während es Christine vor ihrem ersten Fest alleine graut, werden Roswitha und Edy auf die Probe gestellt. Junges Liebesglück, neue Sehnsüchte und zerschlagene Hoffnungen brauen sich zusammen wie Winterstürme. Wie viele kleine Wunder braucht es für das große Glück. 

Nach dem tollen Sommerfest sind wir zum Weihnachtsmarkt und Weihnachtsfest erneut nach Maierhofen eingeladen.
Auffallend ist die geringe Seitenzahl im Vergleich zum ersten Band "Kräuter der Provinz" und des im März 2017 erscheinenden dritten Bandes. Anstatt 512 Seiten wartete "Das Weihnachtsdorf" nur mit 208 Seiten auf. 

Doch die sind prall gefüllt mit Weihnachtsvorbereitungen, denn das Buch beginnt in der ersten Dezemberwoche. Während Therese ihre Nikoläuse auspackt, denkt sie zurück an letztes Jahr, in dem sich ihr Dorf quasi neu erfunden hat. Die Maierhofener sind noch immer begeistert von all den positiven Veränderungen und planen nun den ersten Weihnachtsmarkt. 
Therese will ihr Restaurant und die Pension über Weihnachten zu schliessen, um zusammen mit Sam ein ruhiges Weihnachtsfest zu erleben. Auch Greta und Vincent wollen zusammen feiern und den anderen jeweils mit einem tollen Geschenk überraschen. Christine freut sich auf den Besuch ihrer beiden Töchter, ihre ersten Weihnachten ohne ihren Ex-Mann Herbert. 
Nur Rosi freut sich nicht auf die Weihnachtstage, ihr wird alles zuviel. Ihre Kartoffelchips sind erfolgreich und sie müsste noch mehr Zeit investieren um allen Nachfragen gerecht zu werden. Auch die vegane "Metzgerei" von Edy, in der Rosi sich um den Versandhandel kümmert, floriert und ihre senilen Eltern kann sie nach wie vor nicht alleine lassen. Als sie ungewollt ein Telefongespräch von Edy mit anhört, fürchtet sie um ihre Beziehung...

Die Emotionen fliegen hoch in "Das Weihnachtsdorf". Erwartungen, Wünsche und Überraschungen - negative wie positive - machen den Maierhofener zu schaffen. Ich fand es schön, alten Bekannten wie Heidi Hutter zu begegnen und auch neue Personen wie die Geschwister von Rosi kennen zu lernen. Doch genau von diesen dreien hätte ich gerne mehr gelesen. Ich hoffe fest, dass man von ihnen im dritten Teil nochmals liest, denn ihre Geschichten wurden für mich nicht zu Ende erzählt. 

Viele weihnachtliche Rezepte für Punsch, Glühwein, Liköre und Backwaren vervollständigen das Buch. Von daher ist es fast schade, das Buch an einem schönen Herbsttag zu lesen, so wie ich es getan habe. Ich möchte erst noch den Herbst geniessen, bevor ich weihnachtlich gestimmt bin. Doch spätestens im November wird es Zeit für diesen kurzen Roman, er stimmt sehr gut auf Weihnachten ein.

Der kurze Roman macht Lust es den Maierhofener gleichzutun und das Haus im Advent zu dekorieren, Geschenke auszuwählen, Glühwein trinken und zu backen. Doch der Roman lehrt uns auch daran zu denken, dass man sich nicht zu sehr auf die eigenen Pläne versteifen soll. Man weiss nie, was einen erwartet.

Fazit: Weihnachtsfeeling pur! 
4 Punkte.


Reihenfolge der Maierhofen-Serie:
2. Band: Das Weihnachtsdorf 
3. Band: Die Blütensammlerin - erscheint am 20. März 2017 

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