Donnerstag, 3. März 2016

Frühlingsnächte (Rose Harbor 2) von Debbie Macomber

Klappentext:
Jo Marie Rose hat nach einem schweren Schicksalsschlag in dem beschaulichen Küstenstädtchen Cedar Cove einen Neuanfang gewagt. Mit ihrem Bed & Breakfast, dem Rose Harbor Inn, steht sie nun vor einer neuen Herausforderung: Als Erinnerung an ihren verstorbenen Mann will sie einen weitläufigen, üppigen Rosengarten anlegen. Hilfe erhält sie dabei von Mark, einem begabten Handwerker, in dessen Gesellschaft sie sich fast schon gefährlich wohl fühlt. Doch auch ihre neuen Gäste halten Jo Marie in Atem, denn Mary und Annie tragen beide ein Geheimnis mit sich herum, dessen Grundsteine in Cedar Cove liegen …


Im zweiten Band der Rose Harbor-Serie hat Jo Marie sehr viel zu tun, ihre Pension ist voll besetzt. Hauptsächlich von Gästen, die zum Goldhochzeitsfest von Julie und Kent Shivers kommen. Auch das ältere Ehepaar ist Gast, zusammen mit ihrem jüngern Nachbarn Oliver Sutton. Annie, ihre Enkeltochter, hat das Fest organisiert und reist spontan einen Tag früher an, um so ihrem Ex-Verlobten zu entfliehen. Annie ist extrem erstaunt, dass ihre Grosseltern sich plötzlich so zanken und fürchtet um das Fest.

Jo Maries anderer Gast, Mary Smith, ist krank, möchte aber keine Hilfe annehmen. Wie schon bei ihrer Anmeldung per Telefon, bei dem sie sehr scheu rüberkam, ist sie auch im Rose Harbor Inn sehr für sich und zurückgezogen. Doch Mary nimmt allen Mut zusammen um einen ihr sehr wichtigen Anruf zu tätigen und bald darauf erfahren die Leser die bestürzende Geschichte, die Mary nach Cedar Cove führte. 
Mark ist dabei den Rosengarten anzulegen, doch dann verkracht er sich mit Jo Marie und kündigt. Als ob ein volles Haus, der Stress mit Mark und der bevorstehende Tag der offenen Türe nicht schon genug wären, erhält sie eine Nachricht von der Armee betreffend Pauls Tod. Den kann sie bis heute noch nicht akzeptieren und verarbeiten.

Warmherzig schreibt die Autorin über tragische Ereignisse, es ist ein Hoffen und Bangen. Die Ereignisse und Gefühle der Protagonisten sind eine einzige Achterbahn, auf die der Leser mitgenommen wird. Einfühlsam und mit vielen überraschenden Wendungen erzählt Debbie Macomber die Lebensgeschichten ihrer Protagonisten. 

Mich freute, dass sie auch die ersten Gäste aus "Winterglück" nicht vergass und sie kurz erwähnte. Denn ich schätze es sehr, wenn ich von ehemals liebgewonnenen Protagonisten in späteren Büchern wieder etwas höre. 

Auffallend und erfrischend ist in diesem Buch der Perspektivenwechsel. Oft stören solche Wechsel den Erzählfluss, aber hier fügt es sich fliessend ein und man fühlt sich näher an der Geschichte dran. 

"Frühlingsnächte" hat mir sogar noch besser gefallen als "Winterglück" - durch die grosse Bandbreite an verschiedenen Themen wird es nie langweilig. Gut, das war "Winterglück" auch nicht. Aber besonders Marys Geschichte, die anfangs sehr unscheinbar wirkte, hat es in sich und birgt einen grossen Spannungsbogen. Auch Jo Marie entwickelt sich und nimmt es mit Mark auf und teilt genauso aus wie er, was nicht nur ihn, sondern auch mich beeindruckte. 

Dass der Leser am Ende der Bücher die Namen (und eventuelle Charakterzüge, die sich schon beim Anmelden nicht verstecken lassen) der Pensionsgäste und somit die neuen Protagonisten des jeweiligen Folgebandes mitkriegt, finde ich ganz nett, so ist der Abschied nicht ganz so hart und man freut sich schon auf den nächsten Band. 


Fazit: Emotionsgeladen und mit Überraschungen vollgepackt - ein toller Schmöker über wahre Liebe. 

4.5 Punkte 

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